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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Hirntod
WarlordDas Thema Hirntod ist ja ein Thema das von vielen Menschen gemieden wird da es noch viele Fragen aufwirft.
Was ich jetzt wissen will is, was ihr denkt.

Ist man wirklich tot wenn man Hirntod ist?
Oder sollte man diesen Körper noch solange am Leben halten wie es möglich ist?

Und was denkt ihr darüber das Angehörige darüber entscheiden dürfen ob die inneren Organe zur Transplantation freigegeben werden dürfen.
NiemandAlso ich denke schon, daß dieses Leben hier vorbei ist, wenn das Hirn tot ist. Und bezüglich "so lange am Leben halten wie möglich": Davon bin ich generell nicht überzeugt.
Daß Angehörige die Organe zur Verfügung stellen dürfen, finde ich schon sinnvoll. So hat man selbst nach dem Tod noch die Möglichkeit, jemand anderem zu helfen.
Aramatheadazu kann ich gar nichts genaues sagen..weil ich nicht weiß was in einem hirntoten vorgeht..
ich kann nicht recht glauben dass das leben quasi vorbei sein sollte und ob das schon tot ist im erweiterten sinne aber anders auch nicht.. ich weiß es persönlich nicht genau..
bei diesem thema muss ich jetzt grade an nahtod denken.. wie kann jemand der keine gehirnströme hat..quasi auch hirntot ist.. sich selbst tod da liegend sehen? ist mir immer noch ein rätsel na ja..wieder mal off topic:D entschuldige
LarmedesuicideIst ein Hirntoter tot? Das ist eine gute Frage. Dazu müsste ich, um mir eine Meinung bilden zu können, wissen was in dem Kopf eines Hirntoten vorgeht. Lebt er da drin vielleicht nicht doch sein eigenes kleines Leben weiter?
Ich messe Leben daran, ob jemand noch für sich lebt, und niemand anderer als die Person selbst kann entscheiden ob man nun tot ist bzw sein will (Euthanasie zb), jedoch nicht andere Menschen. Ist aber nur meine Meinung.
Grüße, Lea
LauraEin hirntoter Mensch ist ein Mensch, dessen Herz (noch) schlägt, dessen Hirnfunktion aber ausgesetzt hat. Dieses wird anhand einiger Untersuchungen festgestellt: z.B. EEG, Schmerzreaktion, Reflexe. Und die Erklärung des Hintodes geschieht unabhängig von zwei Ärzten. Werden Organe zur Transplantation freigegeben, wird dieser Mensch solange künstlich am Leben gehalten, bis die Organe entnommen worden sind. Ansonsten werden die Maschinen abgestellt. Ein hirntoter Mensch atmet nicht mehr alleine, somit wird er ohne Beatmung sterben. Ein hirntoter Mensch wird nicht vier Jahre lang "irgendwo" leben. Denn der große Unterschied zum hirntoten Menschen ist der Apalliker bzw. Patienten im sogenannten Wachkoma. Diese Menschen sind genauso wenig ansprechbar, jedoch sind bestimmte Hirnregionen, vor allem das Atemzentrum (!) intakt.
Hoffe, das war jetzt verständlich. Aber ohne die moderne Medizin würde ein hirntoter Mensch sterben, da wirklich nur noch das Herz schlägt, aber selbst das Atemzentrum geschädigt ist und ohne künstliche Beatmung der Tod längst eingetreten wäre. Man bringt also keinen Hirntoten um, sie sind es schon, es ist nur sehr schwer zu verstehen, solange einem bewußt ist, daß das Herz noch schlägt.
Aber auch die moderne Medizin hält diese Menschen nach der beschriebenen Hirntoddiagnostik nicht künstlich am Leben!!!
AskeIch schließe mich Niemand an.
Das leben ist entgültig vorbei, wenn man nicht mehr denken kann. Ich meine, was macht es denn für einen sinn einen
geistlosen Körper am leben zu erhalten.

grüsse
NamayahDie Maschine läuft, aber die Fabrik ist längst geschlossen...
So hat mein Uropa mir erklärt, was da geschieht, als (ich weiß nicht mehr, ich war zu klein) ein anderes Familienmitglied... ja, hirntot war. Vielleicht ist das ja der grund, warum ich meinem Vorredner zustimme.
Morbid PrincessMaschine, das lässt sich auch gut auf den Menschen dann anwenden.
Nur noch eine biologische Maschine, in das Kraftstoff eingeflößt wird, das auch irgendwie arbeitet, ohne eine Funktion zu haben.
Meiner Meinung nach ist das am Leben erhalten sogar sehr unmoralisch, dieser Organismus 'lebt' ja nurnoch aufgrund von Fremdeinflüssen, und wenn ein einzelner Mensch nicht alleine mehr in der Lage ist sich um sich selbst zu kümmern und sich am Leben zu erhalten (was anderes wäre es bei [Wach]komapatienten, Rentnern, Behinderten, die noch etwas 'mitkriegen', was um sie herum geschieht oder wo die Hoffnung besteht das derjenige wieder ein 'normales' Leben führen kann), dann ist nunmal seine Zeit gekommen.

Über dieses Thema könnte man auch wundervoll philosophieren, Frage nach Seele, bewohnt die Seele den Körper mit dem Geist/Bewusstsein, ist sie verknüpft mit dem Bewusstsein (und fährt gerade beim Hirntot mit aus dem Körper, oder wie man nun sagen will)?? Letzlich kommt man hierbei doch auch wieder nach der Frage, wohin 'ich' nach dem Tode gehe - weil meinen Körper kann ich ja nicht mehr mitnehmen, wenn dieser nicht mehr funktioniert (es sei denn 'ich' bin mein Körper und wenn mein Hirn stirbt, dann bin 'ich' eben nicht mehr). Ein sehr weitläufiges Thema, wie ich finde.
judgedreddWooowww, könntet ihr mir sagen, welcher bekannter Philosoph über dieses Thema was geschrieben hat?

Halloooooo? Ihr seid eindeutig falsch hier. Das ist ein Philosophieforum, kein Bistro!
Achaiah@judgedredd: mit der idee was nach dem tod ist, hat sich zumindest satre in "das spiel ist aus" mal beschäftigt. auch wenns bloß der rahmen für andere überlegungen war. das buch ist übrigens klasse, finde ich.
generell ist dieses thema schon richtig hier.
immerhin kann man es mit vielen verschiedenen denkweisen angehen.

zum einen kann ich sagen, das ein organismus der noch irgendwie selbstständig arbeitet lebt. pflanzen haben auch keine gefühle oder gedanken, und trotzdem sagen wir, das sie leben. wenn nun das herz eines menschen noch von allein arbeitet und der organismuss nähstoffe aufnehmen kann, könnte ich sagen das er noch lebt. und somit würde der hypokratische eid die ärzte verpflichten, diesen organismus am leben zu halten.

aber auch die sichtweise, das ein mensch ohne (feststellbare?) gefühle, gedanken usw nicht mehr lebt, ist nicht ganz verkehrt. immerhin deffiniert sich der mensch zumeist über sich selbst. und wenn "das ich" in diesem sinne nicht mehr besteht, ist in diesem kontext auch der mensch tod.

das entscheidende bei der frage, ob das "nicht mehr länger am leben erhalten" (ich will nicht sagen töten) eines hirntoten vertretbar ist oder nicht, ist die deffinition von leben.
wann lebt ein mensch?
lebt der mensch, so darf man ihn nicht töten.
lebt er nicht, kann man ihn nicht töten, da er schon tod ist.

soviel dazu, was das ganze mit philosophie zu tun hat.


ich bin der auffassung, das es zumindest human ist, wenn der mensch nicht künstlich am leben erhalten wird. sowohl dem menschen gegenüber, als auch dessen verwanten.
selbst die entscheidnung, das jmd nicht mehr wiederbelebt werden soll, finde ich ok. zumindest wenn der betreffende die möglichkeit hatte, diesen wunsch zu formulieren und er ansonsten nur noch leiden müsste.
(die größte freiheit eines menschen besteht für mich darin, das er selbst entscheiden darf, wann er nicht mehr leben will)
und wenn dann noch die organe andere menschen retten können, dann war der tod zumindest nicht umsonst.
wirklich ehrenvoll ist es dann natürlich, wenn jmd sagt, das er nicht wiederbelebt werden möchte und seine organe freigibt.
was die entscheidnung der angehörigen angeht... schwierig.
aber ich schätze mal, das wenn der betreffende selbst nichts mehr sagen kann, sie die entscheidnung treffen sollten, da sie am nächsten an der person dran sind.


Gruß, Achaiah
ConstanzeSchließe mich mal der Mehrheit hier an. Ich finde es auc hlegitim, einen Hirntoten nicht mehr weiter künstlich am Leben zu erhalten.
Der Mensch definiert sich hauptsächlich über seinen Kopf, seinen Verstand, sein Selbst. Wenn das weg ist, bleibt eigentlich nur eine leere Hülle, die ihres Inhalts beraubt ist.
Genau andersrum ist es, wenn jemand klinisch tot ist, da macht der Körper nicht weiter und würde ohne Maschinen nicht überleben. Aber da lebt meistens das Hirn noch, so dass die Möglichkeit der Wiederbelebung besteht. Bei diesen Patienten sollte meiner Meinung nach auch alles versucht werden, um sie ins Leben zurückzuholen, weil da immerhin noch eine Chance besteht, meines Wissens gibt es die bei Hirntod nicht.
Wachkomapatienten leben meiner Meinung nach auch noch, wie auch schon gesagt, weil sie haben ja noch(zumindestens teilweise) die Fähigkeit zu denken, wenn auch der Körper nicht mehr mitmacht und Teile des Gehirns nicht mehr funktionieren. Das Problem ist ja, dass man nicht weiss, wieviel (Wach-)Komapatienten mitkriegen, es gibt Leute, die wieder aufgewacht sind und alles gehört haben, was die Leute im Zimmer erzählten.
Koma ist auch so ein Streitpunkt. Eigentlich lebt der Mensch noch, würde aber ohne Geräte sofort sterben, ist die Frage, was man da machen soll...
LaChatteIch würde sagen, ein Hirntoter ist ein Sterbender - einer, der sich im Sterbeprozess befindet.

Die Hirntod wurde ja, soviel ich weiss, im Zusammenhang mit Organtransplantationen eingeführt; vorher galten als Kriterium die "klassischen" Todeszeichen wie ein Herz, das aufhört zu schlagen, Totenstarre etc. Nur kann man einem Totenstarren natürlich keine Organe mehr entnehmen, die in einem anderen Körper weiter funktionieren können, also musste eine neue Definition gefunden werden.

[QUOTE]Der Mensch definiert sich hauptsächlich über seinen Kopf, seinen Verstand, sein Selbst.[/QUOTE]

Man kann das Selbst nicht mit dem Verstand gleichsetzen. Sonst müsste man sagen, Kleinkinder hätten kein Selbst, weil sie noch keinen Verstand zeigen. Das Selbst ist viel mehr als der Verstand - und die allermeisten Menschen reagieren viel mehr aus den Emotionen heraus als aus dem Verstand heraus. Nimm den Menschen den Verstand, und dann hast du womöglich dumme, aber immer noch sehr menschliche Menschen - lass den Menschen den Verstand und nimm ihnen die Emotionen weg, dann hast du eine Art kaltherzige, unmenschliche Roboter.
;)

[QUOTE]wann lebt ein mensch?
lebt der mensch, so darf man ihn nicht töten.
lebt er nicht, kann man ihn nicht töten, da er schon tod ist.
[/QUOTE]

Eine klare Grenze gibt es nicht. Auf die Welt kommen wie auch von der Welt wieder gehen ist ein Prozess, der seine Zeit braucht. Und wenn sich ein Mensch im Sterbeprozess befindet, so ist es wohl das Menschlichste, ihn einfach darin zu begleiten und ihn weder zu forcieren, noch ihn zurück zu halten.
Achaiah@LaChatte: [quote]"Und wenn sich ein Mensch im Sterbeprozess befindet, so ist es wohl das Menschlichste, ihn einfach darin zu begleiten und ihn weder zu forcieren, noch ihn zurück zu halten."[/quote]
demnach meinst du, das man ihn nicht am leben erhalten sollte?
ist diese aussage allgemeingültig? denn dann würde es doch auch bedeuten, das ich das leben eines menschen nicht rette, wenn er schon im sterben liegt. zb durch diese.... nja, diese stromschock geräte eben *gg*
defibrilator oder so...?

was den sterbeprozess angeht: ich denke, das man von einem toten reden kann, wenn die hirnfunktionen ausgesetzt haben, und sich nicht mehr reaktivieren lassen. denn dann ist der mensch nicht mehr existent. nur noch sein körper.


Gruß, Achaiah
LaChatte[QUOTE]demnach meinst du, das man ihn nicht am leben erhalten sollte?[/QUOTE]

Das kommt sehr auf den Fall darauf an. Man sollte einem Menschen natürlich nicht die erste Hilfe verweigern. Allerdings gehört der Tod zum Leben, und wir haben so ziemlich das Gefühl für die Angemessenheit verloren. Eine Freundin von mir ist Krankenschwester, und sich hat schon mehrfach den Vorwurf gehört "warum habt ihr mich nicht gehen lassen?" Gerade bei älteren Menschen ist es oft würdiger, sie in Ruhe gehen zu lassen, als sie um jeden Preis am Leben zu erhalten. Die Frage ist auch immer noch: was ist das denn überhaupt für ein Leben?

[QUOTE]was den sterbeprozess angeht: ich denke, das man von einem toten reden kann, wenn die hirnfunktionen ausgesetzt haben, und sich nicht mehr reaktivieren lassen. denn dann ist der mensch nicht mehr existent. nur noch sein körper.[/QUOTE]

Das "ich" des Menschen ist nicht sein Körper. Auch ein Mensch, der amputiert ist, empfindet sich als ganzen Menschen. Und der Mensch ist viel mehr als sein Hirn - auch Hirntote können noch erstaunlich lebendig wirkende Reaktionen zeigen.
Achaiah@LaChatte: es geht ja gerade um die entscheidung, wann ich ein leben rette und wann nicht. ;)

das ein körper noch reaktionen zeigt, selbst wenn das gehirn nicht mehr arbeitet, liegt wohl größtenteils daran, das es einfache reflexe sind.
ich stimme dir zwar darin zu, das der mensch nicht nur "im gehirn" existiert, aber die frage ist, was vom menschen noch übrig ist, wenn das gehirn futsch ist.
im bereich des darm vermutet man (könnte auch schon belegt sein) ein sozusagen zweites gehirn. (wenn wirklich nötig, kann ich gern schreiben warum. aber vorerst erspare ich euch das*gg*)
war eine sehr... interessante doku...

wenn nun ein mensch, dessen gehirn den dienst verweigert, trotzdem noch irgendwo lebt, dann würde ich nicht davon ausgehen, das es direkt dieser mensch ist. und das dieser zusatnad näher am tod, als am leben wäre.
also gebe ich dir grundlegend mal recht ;)


Gruß, Achaiah
LaChatte[QUOTE]das ein körper noch reaktionen zeigt, selbst wenn das gehirn nicht mehr arbeitet, liegt wohl größtenteils daran, das es einfache reflexe sind.[/QUOTE]

Das ist mal eine tolle Worthülse. Die Frage lautet dann, welche Bedeutung wir diesen Reflexen geben? Wenn ich wach bin, und da leuchtet mir einer mit der Lampe mitten ins Auge, so gibts diesen Pupillenreflex - und gleichzeitig fühlt sich das für mich eher unangenehm und bedrohlich an, es blendet und ich seh die Umgebung für kurze Zeit nicht richtig. Wenn man das nun an einem Hirntoten macht, kann man möglicherweise die Pupillenreaktion noch beobachten, doch können wir wissen, ob dieser Mensch auch noch den Schreck empfindet oder nicht, der bei einem wachen Menschen zum Reflex dazu gehört?

[QUOTE]ich stimme dir zwar darin zu, das der mensch nicht nur "im gehirn" existiert, aber die frage ist, was vom menschen noch übrig ist, wenn das gehirn futsch ist.[/QUOTE]

Das ist wirklich die gute Frage. Und hier wäre ich lieber zu vorsichtig als zu überstürzt. Bewusstlose Menschen kriegen so allerhand mit, ausserkörperliche Erfahrungen sind recht häufig, also sollte unser Verhalten gegenüber einem Hirntoten auf alle Fälle von Respekt und Aufmerksamkeit geprägt sein.

[QUOTE]wenn nun ein mensch, dessen gehirn den dienst verweigert, trotzdem noch irgendwo lebt, dann würde ich nicht davon ausgehen, das es direkt dieser mensch ist. und das dieser zusatnad näher am tod, als am leben wäre.[/QUOTE]

Das wird in den meisten Fälle so sein - dieser Mensch ist ein Sterbender und befindet sich im Übergang zwischen Leben und Tod.
242shockfront24Ih kann mich noch daran errinnern wo von meinem Ex Mann die Oma gestorben ist da war ich 18/19 oder so ist einige Zeit her...

Sie starb an Krebs sie war voller Metastasen,sie war nachher an eine Herz Lungen Maschine angeschlossen weil sie selber nicht mehr atmen konnte,die Ärzte teilten uns mit das ihr Hirn aufgehört hatte zu arbeiten und sie schon Hirntod sei...

Was mich aber wirklich stark mitgenommen hatte war das sie ja laut den Ärzten schon Tod war aber trotzdem sich von jeden von uns der dabei war sich noch Verabschiedet hat,sie drückte trotz Hirntod jedem ganz leicht die Hand.Erklärt mich nicht für bescheuert es war wirklich so immerhin war ich nicht alleine sondern die ganze Familie mit insgesamt 20 Personen waren da.!Sie war halt das Familienoberhaupt und hatte die Familie zusammen gehalten und jeder gab ihr noch die Ehre.

Sie weinte ein wenig hatte aber ihre Augen nicht offen,ich denke mal direkte Reflexe nach dem Tod oder wärend dem Tod kann es nicht sein,ich bin der Meinung das sie noch ganz bewusst trotz Hirntod bei uns war.Denn als wir uns endlich alle verabschiedet hatten ging sie auch ganz von uns und alles hörte bei ihr auf zu schlagen und das von ganz alleine,sie hatte auf jeden ihrer gesamten Familie gewartet.!

Deswegen bin ich der Meinung das man selber bevor man von der Erde geht entscheiden sollte ob man eine Organspende betreiben sollte oder nicht.Ich selber muss zugeben ich bin nur damit oder besser ich wäre nur innerhalb meiner Familie damit einverstanden,mag sein das es vielleicht einigen hier nicht ganz so passt aber stellt Euch mal vor ihr kommt in einem Körper rein den ihr nie im richtigem Leben akzeptieren könntet weil dieser Körper vielleicht Gemordet hat oder sonst was.Vielleicht werden Eure Organe ja sogar verkauft?Deswegen weiß mein Mann das alles bei mir schön am Platz bleiben soll es sei denn einer aus meiner Familie dann wäre es etwas anderes.
RobinaDas ist ja der Hammer... Sie scheint also doch noch genau alles mitgekriegt zu haben...
Ich kann das schlecht beurteilen, weil ich es persönlich noch nie erlebt habe... Bei meinem Opa war es so, dass er sich nicht mehr verständigen konnte dank zahlreicher Schlaganfälle usw. Man hat aber deutlich gemerkt, dass er einen registriert hat, manchmal hat er gelächelt und alles.

Wenn jemand wirklich hirntot ist, d.h. gar keine Reaktionen mehr zeigt, würde ich ihn nicht mehr künstlich am Leben erhalten. Das würde ich mir auch für mich selbst nicht wünschen; man kann dieses Dasein dann doch nicht mehr Leben nennen, und wer will schon ein Halbleben mit körperlicher Anwesenheit aber ohne selbst irgendetwas bestimmen/machen zu können? Es zeichnet den Menschen doch gerade aus, dass er selbst entscheiden kann. In so einer Situation kann man das nicht mehr, und ich finde es schlimm, wenn ein MENSCH vllt. monatelang einfach nur so da liegt und von sich aus nichts mehr tut.
Die Gummi-EnteWie Laura schon schrieb, funktioniert ein Hirntoter nicht mehr von selbst. Wenn man ihn also nicht künstlich am Leben erhalten würde, würde der Rest vom Körper recht schnell folgen.

Ich kann nur für mich persönlich sprechen, aber wenn bei mir mal der Hirntod eintreten sollte, möchte ich nicht weiter an Maschinen angeschlossen werden.
Was danach mit meinen Organen passiert ist mir eigentlich ziemlich egal. Ich brauche sie ja dann nicht mehr. Und wenn sie einem anderen das Leben retten würden, dann wäre es nur gut.

Ob ich Hirntote bis zur Unendlichkeit am Leben erhalten würde...? Schwierig. Spontan würde ich sagen: nein. Das Bett und das Geld für die laufenden Kosten kann man eher für jemanden gebrauchen, der noch gerettet werden kann und sein Leben noch vor sich hat.
Natürlich mache ich mich mit solchen Aussagen in der Regel zum Buhmann, aber auch sowas muß man aussprechen dürfen.
KamiiIch glaube auch man sollte nicht ewig dann noch am Leben erhalten werden.
Ich jedenfalls würde in solcher Situation lieber endlich sterben, als mir die Demütigung anzutuen, dort schwach und hilflos zu wegitieren.....:(
Und ich mag es überhaupt nicht , wenn man nicht selbst entscheiden kann, ob die Organe drinn bleiben oder nicht.
Sicher, es warten viele auf Spenden und mich kann es auch jeder Zeit treffen ....doch meine will ich nicht hergeben.
Zunächst sind die eh nett so gut wegen ein paar Schäden,
und außerdem ist mir das zu intim und zu eklig- so ausgenommen zu werden auch wenn ich tot bin.

Ich hasse auch diese mit Wachs eingeschmierten Leichen und wie prepariert die Toten sind.....das ist so dermaßen falsch !
Ich hab schon unglücklicherweise und unbeabsichtigt einen Toten getroffen ...der nichtb ganz "frisch" war nach Geruch...und weiss das Tote nicht hübsch sind.:o
Wenn ich also schon so was Hässliches werde, dann sollen sie nicht extra rumschnippeln und aufbessern.......
Dunkelwesenich denke auch dass es dann endgültig "aus" ist,.. der mensch denkt nicht mehr und der mensch denkt nicht weil er ist sondern ist weil er denkt,... und denkt er nicht mehr dann ist er auch nicht mehr,..
242shockfront24@ Dunkelwesen

Hääää...?Sorry aber kannst du es bitte etwas förmlicher erklären :D
Schwarze Traeneich würde sagen, dass die person dann schon tot ist. eigentlich ist der körper ja nur eine hülle und wenn das gehirn nicht mehr funktioniert dann ist auch der charakter des menschen nicht mehr da.
ich finde, dass man sie nicht am "leben" erhalten sollte, aber das kann man ja vorher für sich selber festlegen und wenn jmd unbedingt an maschinen angeschlossen werden möchte dann ist es halt sein wille, aber selbst die müssen dann irgendwann abgestellt werden. ich würde dort auch nicht angeschlossen sein wollen, da ich finde, dass das kein leben mehr ist.
kin of darkness[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Das ist mal eine tolle Worthülse. Die Frage lautet dann, welche Bedeutung wir diesen Reflexen geben? [/B][/QUOTE]

Ok, unterscheiden wir doch mal Reflex und Reaktion.
Der von dir beschriebene Reflex ist nur, Licht ins Auge, also Auge abdunkeln.
Die Reaktion, dass sich ein Gefühl der Angst einstellt, oder ähnliches, setzt vorraus:
1. der Mensch muss ein Bewusstsein haben, sonst würde er es nicht mal mitkreigen.
2. es muss über eine intakte Wahrnehmung verfügen
3. er muss über ein intaktes hormonelles System verfügen, da ohne Adrenalin keine Agnstreaktion

Ergo: Dieser Mensch kann NICHT hirntot sein.
Nur dass Bewusstsein ermöglicht, dass der Mensch sich seiner Lage bewusst ist. Nimmt man nun mal einen, der einen Tumor im Bewusstseinszentrum hat, so ist dieser nicht in der Lage, irgendwelche äußeren Reize, außer stimmulation von Reflexen, zu verarbeiten.
Reflexe sind so mit die primitivste Körperfunktion.

[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]
Das wird in den meisten Fälle so sein - dieser Mensch ist ein Sterbender und befindet sich im Übergang zwischen Leben und Tod. [/B][/QUOTE]

Es kommt immer auf die Definition von Tod an. Und im Moment gilt nun mal der Hirntot als der absolute Tod. Und eine leere Hülle lange am Leben zu erhalten ist nur die Verschwendung von Resoucen, mit denen man richtige Leben retten könnte.
LaChatte[QUOTE]Nur dass Bewusstsein ermöglicht, dass der Mensch sich seiner Lage bewusst ist. [/QUOTE]

Du gehst davon aus, dass Bewusstsein nur bei einem intakten Gehirn existiert. Ich bin mir aber nicht sicher, ob diese Voraussetzung korrekt ist. Da gibts zum Beispiel noch unser [URL=http://www.geo.de/GEO/mensch/medizin/686.html?p=1]zweites "Gehirn" im Bauch[/URL], das bei einem Hirntoten nicht notwendigerweise auch tot ist.

[QUOTE]Es kommt immer auf die Definition von Tod an. Und im Moment gilt nun mal der Hirntot als der absolute Tod. [/QUOTE]

Wobei diese Definition durchaus umstritten ist, und die aus den Bedürfnissen der Transplantationsmedizin entstanden ist. Andere Traditionen haben andere Definitionen - zum Beispiel, wo der Tod endgültig erst nach einer dreitägigen Totenwache anerkannt wird.

[QUOTE]Und eine leere Hülle lange am Leben zu erhalten ist nur die Verschwendung von Resoucen, mit denen man richtige Leben retten könnte.[/QUOTE]

Wenn es um Menschenleben geht, finde ich ökonomische Überlegungen fehl am Platz; zumindest dürfen sie nicht an erster Stelle stehen. Wichtiger ist in diesem Zusammenhang für mich die Frage nach einem würdigen Sterben und dem Wunsch des Menschen. Ich denke, die wenigsten wollen monatelang oder jahrelang als Komapatienten künstlich am Leben erhalten werden.
kin of darkness...und die jenigen, welche in Lebensgefahr schweben wollen leben.
Es geht mir nicht um ökonomische Überlegungen, sonder einzig um die Tatsache, dass Hirntote einen hohen Bedarf au medizinischen Gerät, Medikamenten und Personal haben. Ganz nebenbei ist der Zustand Koma nicht gleich dem Zustand Hirntot. Ich beziehe mich einzig auf den irreversiblen Zustand, in dem das Gehirn keinerlei (!) Aktivität von sich gibt. Nehmen wir nun mal, z.b. Hirntote auf einer Unfallstation, die am Leben physisch erhalten werden. Diese Verbrauchen nunmal effektiv die Medikamente, die in der Unfallmedizin benötigt werden. Also die Medikamente, die Leben retten.
Es geht mir nicht um irgendwelche Kosten, sondern nur um die Leben.

Zum Thema "Zweites Hirn" habe ich nur zu sagen, es wird in dem Artikel nur von emmotionalen Impulsen gesprochen, die an das Gehirn übermittelt werden, also bleibe ich bei meiner Aussage über das fehlen eines Bewusstseins.
Auch wenn eine Verknüpfung nicht von der Hand zu weisen ist.

Die Definition Hirntod als absoluter Tod ist momentan die geltende Definition.
Auch wenn sie umstritten ist. Ich habe bereits davon gehört.
Nur kann man auch nicht mit dem Erklären des Todes warten, bis sichere Todeszeichen wie Verwesung auftreten. Sonst hätten wir bald sämtliche Krankenhäuser mit Hirntoten an lebenserhaltenden Maschinen überfüllt.
Und diese würden mit Sicherheit nicht so schnell verwesen.

Naja, und die Totenwache ist ja nun mehr auf völlig überflüssig geworden, da ein medizinisch für tot erklärter nicht mehr aufstehen wird. Damals wurde die Totenwache gehalten, da man nicht zwischen Tot und einem starken komatösen Zustand unterscheiden konnte. Aber da nicht alle Komapatienten innerhalb von drei Tagen erwachen, ist diese Methode wesentlich unsicherer als unsere modernen Methoden.

Aber in einem Punkt muss ich dir absolut Recht geben.
Ich gehe davon aus, dass niemand vor sich hin vegetieren möchte.
Falls es doch der Fall sein sollte, dass ein Hirntoter doch noch seine Umgebung war nehmen kann, so sollte man, meiner Meinung nach, die Geräte noch schneller abschalten, um ihm unnötiges Leiden zu ersparen!
LaChatte[QUOTE]Es geht mir nicht um ökonomische Überlegungen, sonder einzig um die Tatsache, dass Hirntote einen hohen Bedarf au medizinischen Gerät, Medikamenten und Personal haben[/QUOTE]

Das SIND ökonomische Gründe...

[QUOTE] Ich beziehe mich einzig auf den irreversiblen Zustand, in dem das Gehirn keinerlei (!) Aktivität von sich gibt. Nehmen wir nun mal, z.b. Hirntote auf einer Unfallstation, die am Leben physisch erhalten werden. Diese Verbrauchen nunmal effektiv die Medikamente, die in der Unfallmedizin benötigt werden. Also die Medikamente, die Leben retten.[/QUOTE]

So viel ich weiss, werden diese Menschen nie lange am Leben erhalten. Nur gerade so lange, bis man ihre Organe zur Transplantation herausgenommen hat... aber kaum je über Monate und Jahre.

[QUOTE]Zum Thema "Zweites Hirn" habe ich nur zu sagen, es wird in dem Artikel nur von emmotionalen Impulsen gesprochen, die an das Gehirn übermittelt werden, also bleibe ich bei meiner Aussage über das fehlen eines Bewusstseins.[/QUOTE]

Emotionale Impulse, ja, auch Schmerz und Angst haben einen engen Zusammenhang. Und dieser Teil funktioniert unabhängig vom Gehirn, es geht auch um Nervenzellen - warum soll dort kein vom Gehirn unabhängiges Bewusstsein sein?

[QUOTE]Nur kann man auch nicht mit dem Erklären des Todes warten, bis sichere Todeszeichen wie Verwesung auftreten. Sonst hätten wir bald sämtliche Krankenhäuser mit Hirntoten an lebenserhaltenden Maschinen überfüllt.[/QUOTE]

Wenn lebenserhaltende Maschinen laufen, verwest niemand, sonst würden diese Maschinen ihren Zweck nur schlecht erfüllen...

[QUOTE]Naja, und die Totenwache ist ja nun mehr auf völlig überflüssig geworden, da ein medizinisch für tot erklärter nicht mehr aufstehen wird. Damals wurde die Totenwache gehalten, da man nicht zwischen Tot und einem starken komatösen Zustand unterscheiden konnte. Aber da nicht alle Komapatienten innerhalb von drei Tagen erwachen, ist diese Methode wesentlich unsicherer als unsere modernen Methoden.[/QUOTE]

Die Totenwache ist nicht nur ein Dienst am Sterbenden, sondern ebenso ein Dienst an den Zurückbleibenden, eine Zeit, Abschied zu nehmen. Überflüssig geworden ist sie überhaupt nicht. Es gibt zum Beispiel immer mehr Sterbebegleiterinnen, die Menschen und ihre Familie bei einem nahenden Tod unterstützen. Sterben und sterbenlassen ist eine Kunst, die auch gelernt sein will.

[QUOTE]Falls es doch der Fall sein sollte, dass ein Hirntoter doch noch seine Umgebung war nehmen kann, so sollte man, meiner Meinung nach, die Geräte noch schneller abschalten, um ihm unnötiges Leiden zu ersparen![/QUOTE]

Die Abwägung dürfte nicht immer leicht sein. Vielleicht sollte man sich auch einfach mal zu ihm setzen und herauszufinden versuchen, was sein Wille ist.
kin of darknessOk, dann mögen es ökonimoische Gründe sein, aber ich möchte nochmals verdeutlichen, dass es mir nur darum geht, dass mit den "Einsparungen" an dieser Stelle Leben gerettet werden können.

Nicht selten werden Hirntote mehrere Tage mittels der medizinischen Geräte am Leben erhalten. In manchen Grenzfällen auch Wochen oder Monate. Das ist eine Tatsache.

Durch lebenserhaltende Maschinnen wird der normale Alterungsprozess nicht aufgehalten. Es handelt sich nicht um Wundermaschinen, die ewiges Leben versprechen.
Das bedeutet, nach vielen Jahren würde einfach die Alterung den Körper so stark schwächen, dass sämtlich Körperfunktionen ausfallen. Dann beginnt der Körper zweifellos zu verwesen.

Zum Thema Angst.
Hattest du schon einmal Lähmungserscheinungen?
Ich meine eine krankheitsbedingte und reversible Lähmung des gesamten Körpers?
Der Zustand ist erschreckend.
Ich würde es nicht mal meinem schlimmsten Feind wünschen. Stell dir einfach vor, du würdest alles mitbekommen, kannst dich aber nicht bewegen, du kannst dich nicht verständlich machen. Kurz, du bist vollkommen hilflos. In diesem Moment ist dir relativ egal, ob dir noch jemand in die Augen leuchtet, oder nicht. Der Zustand der Angst ist nicht mehr zu überbieten.

Ich finde den Aspekt des Abschiedes für Angehörige, während der Totenwache sehr wichtig, doch der Eigendliche Zweck der Totenwache ist in der Tat die Angst, lebendig begraben zu werden. Aus dem gleichen Grund wurden Toten bei der Beisetzung schon Luftlöcher freigehalten, oder es wurden ihnen Faden an den Zeh gebunden. Diese Fäden endeten im Haus des Friedhofwächters.

Der Abschied an Toten ist natürlich wichtig. Aber was dass angeht, so finde ich die Tradition in z.B. Rumänien besser. Der Tote ist auch drei Tage lang aufgebahrt, doch die eigendliche Verabschiedung besteht darin, dass jeder Angehörige oder Freund den Verstorbenen auf die Stirn küsst.
Das ist ein würdiger Abschied. Und nebenbei hilft es den Angehörigen sich zu verabschieden.

Ich weiß ja nicht, wie strak dein Bezug zu spirituellem ist, aber mal im Ernst.
Wie willst du einen Hirntoten nach seinem Willen fragen? Dürfte sich etwas schwierig gestalten.
LaChatte[QUOTE]Stell dir einfach vor, du würdest alles mitbekommen, kannst dich aber nicht bewegen, du kannst dich nicht verständlich machen. Kurz, du bist vollkommen hilflos. In diesem Moment ist dir relativ egal, ob dir noch jemand in die Augen leuchtet, oder nicht. Der Zustand der Angst ist nicht mehr zu überbieten.[/QUOTE]

Ich selbst habe das noch nie erlebt. Mein Freund schon, als er nach einem schweren Unfall auf der Intensivstation mit Schmerz- und andern Mitteln ruhiggestellt wurde.

[QUOTE]
Wie willst du einen Hirntoten nach seinem Willen fragen? Dürfte sich etwas schwierig gestalten.
[/QUOTE]

Mit etwas Glück hat man eine Patientenverfügung, oder man erinnert sich an Dinge, die dieser Mensch während seines Lebens gesagt hat. Und dann kann man sich göttlicher Führung anvertrauen, mit Gebet oder Meditation, dann wird die richtige Entscheidung schon kommen.
kin of darknessNaja, Patientenverfügungen sind rechtlich schwer umstritten, aber immer noch die sicherste Methode.
Was der Mensch Zeit seines Lebens gesagt hat, ist zwar irgendwo ein Leidfaden.

Und mal ehrlich: Es wird schon sehr schwer sein, anhand von mündlichen Aussagen des Patienten, ohne schriftliche Dokumente, Gerichtsprozess zu gewinnen.
Aber aus Grund von irgendwelchen "medialen Fähigkeiten" oder "göttliche Zeichen" ist völlig unmöglich.
Man davon abgesehen, ob man an so etwas glaubt, oder nicht.
Aber diese Diskusion wäre völlig am eigendlichen Thema der Diskusion vorbei.

Presönlich würde ich sofort den Willen eines Sterbenden erfüllen.
Aber da existiert noch ein Problem, und zwar ein rechtliches Problem.
Denn wird ein Mensch in einer lebensgefährlichen Zwangslage, egal welcher Art sie auch sei, vorgefunden, so muss davon ausgegangen werden, dass dieser Mensch hilfe möchte.
Und damit wird der größte Knackpunkt an dem Thema klar:
Das Gesetz.
LaChatteWer spricht da denn von Gericht? Es muss doch Möglichkeiten geben, den Wunsch eines Menschen herauszufinden, ohne gleich vor Gericht zu gehen...

Und wenn man von einem Menschen weder eine Patientenverfügung hat, noch sonst etwas, was bleibt da anderes übrig, als nach bestem Wissen und Gewissen eine Entscheidung zu treffen? Und wenn man schwerwiegende Entscheidungen treffen muss, so halte ich es für geschickt, alle nur denkbaren Möglichkeiten zu nutzen. Es geht schliesslich um Menschen, und nicht darum, ob man das alte Auto lieber reparieren will oder gleich ein neues kauft.

[QUOTE]Denn wird ein Mensch in einer lebensgefährlichen Zwangslage, egal welcher Art sie auch sei, vorgefunden, so muss davon ausgegangen werden, dass dieser Mensch hilfe möchte.[/QUOTE]

dann kommt die nächste Frage: Hilfe wozu? Bei Tieren haben wir erstaunlicherweise viel weniger Probleme, sie von ihrem Leid zu erlösen, als bei Menschen
kin of darknessIch bin auch der Meinung, dass in der Hinsicht das Gesetz geändert werden sollte. Wie heißt es so schön: "Die Würde des Menschen ist unantastbar."
Doch leider müssen Patientenverfügungen rechtilich geprüft werden, und es ist nicht einfach.

Und das Abschalten der lebenserhaltenden Maschinen ist rechtlich eine Gratwanderung.

Und zum Thema: Erlösen von Schmerzen.

Ich bin Beführworter der Sterbehilfe, aber von den drei möglichkeiten der Sterbehilfe sind ja nun mal zwei unter Strafe gestellt.

Und ich würde nicht für die Erlösung einer Person ins Gefängniss gehen.
So egoistisch bin ich dann schon.
darkmausDas mit der Patientenverfügung ist wirklich nicht so einfach..nur muss man dabei dann auch beachten..ob der Mensch den wunsch hatte seine Organe zuverfügung zu stellen oder nicht...sonst steht diese entscheidung bei den angehörigen...

@ kin of darkness es gibt ja auch noch die möglichkeit zur passiven sterbehilfe..aber die kannst du bei einem Hirntoten Patienten nicht durchführen...
kin of darkness@darkmaus

Leider falsch.
Die passive Sterbehilfe ist leider verboten.
Nur die Indirekte Sterbehilfe ist erlaubt.
Bei der passiven Sterbehilfe würdest du dem Patienten ja die Möglichkeit geben, sich das leben zu nehmen.
Bei der indirekten Sterbehilfe verkürzt man das Leben mit Medikamenten, darf den Patienten aber nicht dirket damit töten.
Ist ein großer Unterschied.
darkmausPassive Sterbehilfe ist durch Sterben lassen und mit der Zustimmung des Patienten aber nicht straftbar!!!!
kin of darknessLes' dir bitte mal die Definition durch bevor du irgendwelche Kommentare darüber gibst.

Und sofern du nicht Arzt bist, ist das unterlassene Hilfeleistung, und damit STRAFBAR!

Egal was der Patient sagt.
Also tu dir den Gefallen, und tu so was nicht, sonst kannst du mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe rechnen.
darkmausjetzt bin ich verwirrt...warum lern ich das so, wie ich es dir oben geschrieben habe in der schule?!
kin of darknessbitte suche unter dem Begriff Sterbehilfe in Wikipedia.
Wobei du rechtlich davon ausgehen kannst, da du kein Arzt bist, dass für dich sowohl das Einstellen von lebensverlängernden Maßnahmen, als auch das verabreichen oder bereitstellen von irgendwelchen Medikationen definitiv verboten sind.

Und wenn du das schon nachschlägst, kannst du es auch für deinen Lehrer ausdrucken, denn wenn er euch was anderes beibringen möchte, so vermittelt er euch gefährliches Halbwissen.

PS: In Wikipedia stehen auch die Paragraphen zu diesem Thema.


*edit

Ach ja, bevor ich es vergesse.
Assistiver Suizid wird häufig zur passiven Sterbehilfe gezählt.
Die Unterscheidung in Wikipedia war mir neu.
darkmausSo, nun hab ich einen Teil davon gelesen...also hab ich wohl doch nicht ganz so unrecht:

Passive Sterbehilfe
Unterlassung lebensverlängernder Maßnahmen bei Schwerkranken. Diese Form der Sterbehilfe ist gesetzlich nicht ausdrücklich geregelt, wird aber unter bestimmten Bedingungen beim todkranken Patienten als erlaubt und auf Verlangen eines einwilligungsfähigen Patienten als geboten angesehen..

Bei nicht einwilligungsfähigen Patienten gelten Patientenverfügungen als wichtige Informationsquelle für den dann Ausschlag gebenden „mutmaßlichen Willen“ des Patienten.


Wir sprachen hier doch auch eben von Patientenverfügung...deswegen hab ich ja auch die passive Sterbehilfe mit in die Diskussion eingebracht...

Und nicht davon wer wann was machen darf und wann nicht...

vielleicht habe ich mich ja in meinem ersten beitrag hier nicht richtig genug ausgedrückt..was ich eigentlich damit sagen wollte...
kin of darknessOK, wie ich in meinem letzten Beitrag schon geschrieben hatte, die Unterscheidung zwischen assistivem Suizid und passiver Sterbehilfe war mir neu. Ich möchte meine Aussage diesbezüglich auch widerrufen.

Aber in dem Abschnitt über Probleme der Sterbehilfe steht:
Zitat:"dass die indirekte fast nie, die passive manchmal und die aktive Sterbehilfe zumindest in Deutschland immer strafbar ist."

Das heißt, dass die passive Sterbehilfe nicht straffrei ist.

Und zum Thema Patientenverfügung:
Ich habe eine Veröffentlichung über die Rechtliche Grundlage von Patientenverfügungen gelesen.
Darin stand, dass die Verfügungen für spezielle Fälle ausgearbeitet werden müssen.
Also müsste man nicht nur sagen:"keinerlei lebensverlängernde Maßnahmen, wenn keine Chance auf Genesung bleibt",
sondern man müsste die Art der Erkrankung angeben, und die einzelnen Maßnahmen, die man nicht möchte.

Daraus ergibt sich leider, dass ein großer Teil der Patientenverfügungen nichtig sind. Mir gefällt das auch nicht, aber so ist das leider.
darkmausOk lassen wir die Sterbehilfe mal außen vor...mal abgesehen davon als Krankenschwester / - Pfleger steht man eh mit einem Bein im Gefängnis...

Zur Patientenverfügung...wozu macht man denn überhaupt eine?!
Wenn ich mit 30/40 eine mache, und sagen ich will unter garkeinen Umständen am Leben gehalten werden, wenn mir etwas passiert... wozu mache ich die dann?! Man kann doch im vorfeld nicht schon gezielt sagen...bei der und der verletzung will ich am leben erhalten bleiben, aber nicht bei dieser oder irgendeiner anderen...ich weiss doch auch im vorfeld garnicht was für erkrankungen ich kriege...und ob ich damit leben könnte oder nicht...

Mal abgesehen davon...wird sich überhaupt noch an Patientenverfügungen gehalten?!
kin of darknessWie schon gesagt, wenn diese Patientenverfügung exakt genug ist, wird sich jeder Arzt daran halten. Er MUSS sich daran halten, da er sonst unerlaubt eigenmächtig handelt.

Aber wenn sie zu allgemein gehalten ist kann er sich nicht daran halten.
Dann fehlt ihm der rechtliche Rückhalt, und er könnte verklagt werden (wobei es hier nicht um irgendwelche Schadensersatzklagen, oder Bußgelder geht).

Naja, und warum man dann noch Patientenverfügungen schreibt?

Du könntest z.B. schreiben, dass du im Falle eines Komas mit irreparablen Hirnschäden keine künstliche Ernährung möchtest.
Dauert dann nur noch ein paar Tage...


*edit
Naja, und das Pflegepersonal ist nicht alleine darin, mit einem Bein im Knast zu stehen.
darkmaus:) nicht nur..aber sie gehören ja dazu...

aber wo gibt es die gewährleistung das sich ein Arzt dadran hält? hab schon oft gehört das es nicht gemacht wird...
kin of darknessNaja, wie schon gesagt, wenn die Patientenverfügung eindeutig ist muss sich der Arzt daran halten, da er sich sonst strafbar machen kenn. (Je nach Lage zu beurteilen)
Aber wenn die Patientenverfügung nicht eindeutig genug ist, so kann er sich rechtlich angreifbar machen.

Naja, wie ich aus Erfahrung sagen kann, kann der Rechtsstreit um eine Patientenverfügung lange hinziehen.
darkmaushast du selber schon mitgemacht lese ich daraus ja?!

wie lange dauert sowas im Normalfall? obwohl man ja bestimmt nicht von normalfall reden kann...
kin of darknessNaja, in dem speziellen Fall hat es zwei Monate gedauert.
Und dass über Weihnachten. Für eine alte Dame ist das ein harter Schlag, wenn sie ihr letztes Weihnachten nicht zu Hause verbringen kann.

Aber bin froh, dass es ein Ende hatte!


Zum Glück gibt es auch viele Fälle, in denen es wesentlich schneller geht.
Manchmal sind Patientenverfügungen innerhalb weniger Stunden "genehmigt".
hagzissa13Hirntod bedeutet, daß der Körper die (über)lebenswichtigen Funktionen ohne Hilfe von Maschinen nicht aufrecht erhalten kann. Das EEG zeigt keine Aktivität mehr - das Gehirn ist Tod.

In meinen Augen lohnt es nicht, eine tote Hülle am Leben zu halten. Dann würde ich meine Organe lieber jemandem spenden, der noch wirklich lebt.
kin of darknessGenau meine Meinung!







Nach dem der rote Faden der Diskusion verloren war, haben wir ihn endlich wieder!
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von kin of darkness [/i]
[B]Und das Abschalten der lebenserhaltenden Maschinen ist rechtlich eine Gratwanderung.[/b][/quote]

bei Hirntod nicht.

[b][quote]Ich bin Beführworter der Sterbehilfe, aber von den drei möglichkeiten der Sterbehilfe sind ja nun mal zwei unter Strafe gestellt.[/b][/quote]

Nicht ganz richtig. Aktive Sterbehilfe ist verboten, das stimmt. Aber passive und indirekte Sterbehilfe (Therapieverzicht, Therapieabbruch bzw. Symptommilderung mit (z.B.) Schmerzmitteln, die dann dazu führen könnten, daß der Tod schneller eintritt, als wenn man auf sie verzichtet hätte) sind sehr wohl erlaubt und werden tagtäglich in der Praxis angewandt.
kin of darknessKlar, bei Hirntot ist das Abschalten der Maschinen rechtlich gut Abgesichtert.
Die Diskusion drehte sich häufig zwischen Koma und Hirntot, deshalb meine Aussage.

Passive Sterbehilfe ist leider nicht immer straffrei, indirekte aber schon.
Wenn, z.B. eine Person, die weder das Pflegerecht (bin mir nicht ganz sicher) hat, noch mit dem Patienten verwandt ist, noch eine Patientenverfügen hat, sonder eigenmächtig die Therapie abbricht, oder ähnliches, dann ist dieser Fall von passiver Sterbehilfe eine Straftat.
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von kin of darkness [/i]
[B]Passive Sterbehilfe ist leider nicht immer straffrei, indirekte aber schon.
Wenn, z.B. eine Person, die weder das Pflegerecht (bin mir nicht ganz sicher) hat, noch mit dem Patienten verwandt ist, noch eine Patientenverfügen hat, sonder eigenmächtig die Therapie abbricht, oder ähnliches, dann ist dieser Fall von passiver Sterbehilfe eine Straftat. [/B][/QUOTE]

Äh... natürlich kann nicht Hinz und Kunz die Therapie von XY abbrechen. Wenn ich als Arzt jedoch der Meinung bin, daß Therapie im Sinne einer "heilenden Behandlung" nicht mehr indiziert ist, können wir diese Therapie sehr wohl aussetzen. Wenn der Patient jedoch auf Biegen und Brechen weitertherapiert werden will, sind wir in Deutschland zum Glück noch in der glücklichen Lage, ihm diesen Wunsch zu erfüllen, ohne daß er das selbst bezahlen muß.

Bin ich als Arzt jedoch davon überzeugt, daß eine Therapie keine Heilung mehr bringt und auch das Leiden nur Verlängern würde, und das dem Patienten auch so erkläre, sind die allermeisten Patienten einsichtig. Dann löst die Palliativmedizin die Therapie ab.
kin of darknessFür dich als Ärztin ist das ja auch was anderes.
Aber du musst ja wissen, dass das nicht für alle gilt.

Ich möchte auch nicht länger als nötig behandelt werden, wenn ich keine Chance auf Genesung hätte.

Ach ja, ich habe gerade gelesen, es gäbe auch den Ansatz, die Terminale Sedierung zu legalisieren, in ganz harten Fällen.

*edit*
Wobei die Definition nur hieß, der Tod wird beschleunigt.
Aber es ging auch fast in die Richtung "Einschläfern"...
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von kin of darkness [/i]
[B]Ach ja, ich habe gerade gelesen, es gäbe auch den Ansatz, die Terminale Sedierung zu legalisieren, in ganz harten Fällen. [/B][/QUOTE]

Was verstehst Du unter "terminaler Sedierung"? Wenn Du damit meist, daß z.B. terminale Krebspatienten mit massiven Schmerzen oder Atemnot mit Morphin sediert und schmerzfrei gehalten werden und damit billigend in Kauf genommen wird, daß der Patient an den Folgen dieser Morphinanwendung stirbt, dann ist das ein Vorgehen, daß schon legal ist und unter den Begriff "indirekte Sterbehilfe" fällt.
kin of darknessIch wusste bislange nur, dass das Leben etwas verkürzt wird, aber nicht, dass es so drastisch verkürzt werden kann?
Also, ich wusste nicht, dass dabei in Kauf genommen wird, dass der Patient dabei durch die Medikation sterben kann.

Das ist doch schonmal etwas, auf dass man sich verlassen kann.
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von kin of darkness [/i]
[B]Ich wusste bislange nur, dass das Leben etwas verkürzt wird, aber nicht, dass es so drastisch verkürzt werden kann?[/b][/quote]

Naja, wie ich schon schrieb: es handelt sich bei dieser Vorgehensweise um die Praxis bei TERMINALEN Patienten. Somit kommt es nicht zu drastischen Verkürzungen, da ja ab zu sehen ist, daß der Patient eh bald stirbt.

[b][quote]Also, ich wusste nicht, dass dabei in Kauf genommen wird, dass der Patient dabei durch die Medikation sterben kann.
[/B][/QUOTE]

Doch, das nimmt man in Kauf, denn die Frage stellt sich ja immer, ob man dem Patienten zumuten will, unter erbärmlichen Schmerzen oder Luftnot zu "krepieren", oder ihm diese Symptome lieber nehmen will und ihm somit ein weitgehend friedliches Sterben ermöglicht. Variante 2 ist die eindeutig humanere...
kin of darknessDa geb ich dir Recht!!!
Ich würde auch nicht so elendig verenden wollen.

Ok, bei terminalen Patienten handelt es sich anscheinend also um Patienten mit einer Lebenserwartung von ein paar Minuten, stunden, oder ein paar Tagen.
So etwas unter Strafe zu stellen wäre ja auch unerhört!
hagzissa13[QUOTE][i]Original geschrieben von kin of darkness [/i]
[B]Ok, bei terminalen Patienten handelt es sich anscheinend also um Patienten mit einer Lebenserwartung von ein paar Minuten, stunden, oder ein paar Tagen.
So etwas unter Strafe zu stellen wäre ja auch unerhört! [/B][/QUOTE]

eben! ;)

Und nun zurück zum Thema Hirntod...
kin of darknessIst irgendwie extrem schwer, das Thema Hirntot zu halten.
Vielleicht hätte der Name eher [b]"Hirntot, Koma, Sterbehilfe und ähnliches"[/b] heißen sollen"...:rolleyes:
hagzissa13Ja, aber es ging ja - überspitzt formuliert - darum, ob Hirntote ein Recht auf "Leben" haben, bzw. ob dieses Leben lebenswert ist. Das ist ja schon ein ganz spezielles Thema für sich, quasi: Wo fängt Leben an (diskutiert im "Abtreibungs-Thread"), bzw. wo hört es auf? Ist ein Körper, dessen sterbliche Hülle künstlich am Leben gehalten wird ein wirkliches Leben? Was definiert "Leben" beim Menschen?

Ich bin überhaupt kein Philosophie-Mensch. Diese philosophischen Diskussionen sind mir zu hoch, da schalte ich ganz schnell ab, weil ich das nicht verstehe.

Aber die hier gestellte Frage finde ich echt spannend - besonders aus der Perspektive des potentiellen "Entscheidungsträgers".
kin of darknessIch versuche mir einfach nur vorzustellen, wie es mir gehen würde, wenn ich in der Situation wäre.
Naja, auf der einen Seite, als Patient, auf der anderen Seite als Angehöriger.
Und dann schreibe ich nur meine Gedanken dazu.

Und wann der Mensch tot ist, ist immer eine Frage des Glaubens.
Ich denke, das mit dem Ausbleiben von Hirnfunktion der Mensch einfach tot ist!
Egal, ob noch irgendwelche Reflexe zu vernehmen sind, oder nicht.

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