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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Das Gefühl des verlustes
The DukeHi ersma,

Das Gefühl des verlustes , wie reagiert ein mensch wenn er das verliert an dem er am meisten hängt. Bleibt er so wie er is oder wird er sich von allen abschotten, oder wird er sich von seiner Irdischen hülle lösen ?

Die Frage quält mich schon lange das einzigste was mir überheilig ist is meine kleine schwester und ich weiß nich wie ich ihren verlust verkraften würde wenn es passieren sollte...

Des Menschen schwärte prüfung ist die des Verlierens

schöne grüße
einer Dunklenseele
SeperaudeDer Schmerz des Verlustes ist der Preis der Liebe.
Der Buddhismus verkündet Leid entsteht aus Anhaftung und hat damit nicht gänzlich Unrecht. Ich würde das aber nicht unnötig Glorifizieren, denn damit macht man sich nur wirr. Ich habe selbst eine kleine Schwester und sicherlich werde ich auch sie irgendwann mal verlieren. Wenn das allerdings abrupt passiert, wenn also ein Mensch den Bezugspunkt seines Lebens verliert oder zumindest irgendetwas woran er sehr hängt, eine falsche Vorstellung, eine geliebte Person, worauf ja deine Frage abzielt, kann so Einiges passieren.

Man stelle sich viele kleine strukturelle Bündnisse vor, die der Mensch mit geliebten und gewohnten Dingen seiner Umgebung eingeht. Wenn nun diese kleinen Fäden abreisen, dann kann es durchaus passieren, dass sie sich im Untergehen an ein neues Bild heften und die Gefühle, die man für das Verlorene hegte, so auf etwas Anderes übertragen werden.

Falls dies allerdings nicht passiert, kann es sein, dass der Verstand es ablehnt die Fakten zu akzeptieren und so in Wahnvorstellungen übergeht (Ich habe heute erst wieder Hitchcocks Psycho gesehen *hehe*) oder sich in irgendeiner Weise einen Trost herbeischafft (Wie das die verstrobene Person z.B. garnicht tot ist, sondern jetzt vom Himmel als Engel auf uns herabschaut)

Eine tiefe Verzweiflung, das Gefühl eines Chaos im Inneren, könnte die Folge sein, und nachdem diese sich senkt, folgt innere Leere und Depression, vielleicht gepaart mit einem Gefühl der Zerrissenheit.

Aber überhaupt sind diese Gedanken höchst vage und unwissenschaftlich. Wenn man sich wirklich für das Thema interessiert sollte man sich wohl eher mit einschlägiger Fachliteratur beschäftigen und nicht auf unqualifizierte Meinungen hören...

Anm.: Vielleicht ist das hier vielleicht eher etwas für "Dunkelheit & Licht", oder auch irgendein anderes Unterforum. Jedenfalls sehr philosophisch ist das Thema ja im strengen Sinne nicht.
Dirchi...Wie der Seperaude oben richtig sagte, das Problem des Verlustes ist ein Problem des Egos, welches anhaftet! - Wir Menschen sind ja verblendet, weil wir die Natur der Dinge auf uns, unser Ego, beziehen und darum die Welt und das Leben falsch verstehen! Ob wir nun am geliebten Partner haften, der uns verlässt oder am geliebten Menschen der stirbt - das Anhaften selbst ist das einzigste Problem; die Natur, alles auf Erden, ist der vergänglichkeit unterworfen, Lebewesen werden geboren und sterben, wie Wolken die kommen und wieder von dannen ziehen, alles normal!
Nur wir beziehen alles und jeden auf uns persönlich, weil unser unterscheidender Geist dieses oder jenen für gut oder schlecht, hübsch oder hässlich, lieb oder böse hält!
Was für Erwartungen und Wünsche wir doch alle haben, die zum Teil sogar größenwahnsinnig oder absurd sind - wir wollen alt werden, gesund bleiben, immer glücklich sein und am Liebsten wohl erst gar net sterben! Aber wie soll das gehen, wenn die Natur der Dinge, die wir selbst sind, vergänglich und ohne wahre Substanz ist?
Durch diese Verblendung und Unwissenheit erzeugen wir erst unser Leid, jammern und trauern und hegen die tiefsten Existenzängste - letztendlich alles nur Bullshit und ein großer Witz!
Aber diese verschleierte Sicht und das Anhaften ist auch unsere Natur des Geistes, wir können sie weder gänzlich bekämpfen noch leugnen!
Um sein Anhaften und Leiden zu minimieren muss man versuchen sein Ego in Schach zu halten, indem man es nicht immer für so ernst nimmt und ihm nicht so viel unnütze Aufmerksamkeit schenkt!
Um das Leid des Anhaftens und der Verlustangst zu minimieren muss man sich konsequent und direkt mit diesem Leid und der Angst auseinandersetzen, nicht vor weg laufen oder verdrängen! Meditation und Kontemplation über die Vergänglichkeit aller Dinge, des Tages, des Regenschauers, des Lebens und sogar des stinkenden Pfurzes ;) ist das Mittel der Wahl hier und jetzt in seinem Leben zum wahren Glück, Frieden und Gelassenheit zu erwachen!

Sich selbst und seinem Hirngespinst der Ängste nicht zu ernst zu nehmen wäre der Anfang!
Wenn das net klappt sollte man sich auch mal heftigst in seinen Arsch treten und sich sagen: Alle Menschen, Tiere und besonders ICH werde sterben, JA verdammt nochmal, so ist das Leben und nicht anders! ...Wir sind hier net im Kinderparadies, wo Du nur einmal jammern musst um sofort nen Lolli geschenkt zu bekommen! Dieses Denken sollte man sich mal abschminken!:rolleyes:

Leben ist Leiden - auch wenn dies unsere materialistische Spaß- und Konsumgesellschaft immer schön auszublenden versucht! Aber das Leben ist nur so lange Leiden, wie wir es auch zulassen! ...Alles nur ein Alptraum!
- Dies zu realisiern ist net einfach, aber in einer Komödie lässt's sich leichter leben.

Helfen kann Dir KEINER, The Duke, nur Du selbst kannst und musst mit und durch Deine Gefühle und Ängste reifen - das Leben ist ein langer Prozess des Reifens und dazu gehört auch die Auseinandersetzung mit Leben und Tod, mit Vergänglichkeit und Verlust!


Lieben Gruß und Dir von Herzen alles Gute!!!;)

Dirk
The Moon[QUOTE][i]Original geschrieben von The Duke [/i]
[B]

Das Gefühl des verlustes , wie reagiert ein mensch wenn er das verliert an dem er am meisten hängt. Bleibt er so wie er is oder wird er sich von allen abschotten, oder wird er sich von seiner Irdischen hülle lösen ?

[/B][/QUOTE]

Ich denke das der Mensch sich verändert dadurch das er das wichtigste verliert! Die Person auf die sich alles im leben konzentriert wird schnell zu der (fast) einziegen bezugsperson die man hat und mit der man alle gedanken teilt.
Der Mensch kann also garnicht anders als zurrückgezogen leben,denn er hat niemanden mehr dem er sich so hingeben kann und fühlt sich möglicherweise in der Einsamkeit dieser Person nahe.
Es ist also meiner Meinung nach keine Handlung aus egoismuss sondern eine logische schlussfolgerung, denn wer niemandne anders hat, kann sich nur zurrückziehen. Außerdem hätte ich selbst nicht die Kraft den ganzen anderen zuzu8hören die sagen wie arm ich dran bin... und immer wieder mit dem Verlust konfrontiert zu werden etc...

keep your soul,
Nils
The Duke[QUOTE][i]Original geschrieben von The Moon [/i]
[B]Ich denke das der Mensch sich verändert dadurch das er das wichtigste verliert! Die Person auf die sich alles im leben konzentriert wird schnell zu der (fast) einziegen bezugsperson die man hat und mit der man alle gedanken teilt.
Der Mensch kann also garnicht anders als zurrückgezogen leben,denn er hat niemanden mehr dem er sich so hingeben kann und fühlt sich möglicherweise in der Einsamkeit dieser Person nahe.
Es ist also meiner Meinung nach keine Handlung aus egoismuss sondern eine logische schlussfolgerung, denn wer niemandne anders hat, kann sich nur zurrückziehen. Außerdem hätte ich selbst nicht die Kraft den ganzen anderen zuzu8hören die sagen wie arm ich dran bin... und immer wieder mit dem Verlust konfrontiert zu werden etc...

keep your soul,
Nils [/B][/QUOTE]

Und genau dieses welches is das was mich so beschäftigt da ich nicht als ,ich bezeichne es mal als verwahloste seele , enden will auch wenn ichs schon zu einem gringen teil bin ... (anderes Kapitel).
aber ich danke euch für eure unterstützung um meinen gedanken wider etwas luft zu verschaffen...

ich wünsch euch noch ein schönen abend

gez. The Duke
The MoonJa, es gab auchvor kurzem eine zeit in der ich dachte den liebsten Menschen verloren zu haben ( im sinne von veränderung) aber bald hab ich bemerkt das das nur eine Phase war und meine liebste wieder Sie selbst wurde. Ich fühlte mich allein zu der Zeit und wusste ich würde wenn ich sie desswegen verlasse zu tiefst depremiert und allein sein, wusste aber auch das niemand mich und meine beweggründe und das auch ich traurig wäre verstanden hätte...
Gut das ich zu feige war mich zu trennen, denn sie wurde wieder Sie....
Popstarwenn ich meine jacke verliere, scheidet mein geist nicht von meinem körper, auch wenn die jacke ein teil meiner irdischen hülle war. ist eher mit der häutung einer schlange vergleichbar.
Schwarze Traene[QUOTE][i]Original geschrieben von The Duke [/i]
[B]Das Gefühl des verlustes , wie reagiert ein mensch wenn er das verliert an dem er am meisten hängt. Bleibt er so wie er is oder wird er sich von allen abschotten, oder wird er sich von seiner Irdischen hülle lösen ?[/B][/QUOTE]

Jeder reagiert anders darauf, aber er verändert sich auf jeden Fall, da auf einmal was fehlt...
Welche reagieren nicht so stark darauf bzw. scheinen nicht so stark darauf zu reagieren, welche bekommen Depressionen und welche können gar nicht mit einem Verlust umgehen und begehen Selbstmord. Das liegt wohl an dem Charakter des Menschen und da jeder anders ist wird auch jeder anders reagieren!
SeperaudeDuke, es gibt sicherlich einige psychologische Gemeinsamkeiten, denn vollkommen anders sind wir ja doch nicht. Diese möglichst unbefangen anhand spezifischer Erfahrungen herauszustellen sollte der Sinn eines solchen Threads sein.

Anm. Tschuldigung, ich meinte nicht Duke sondern Schwarze Traene
black pearlein verlust ist immer schmerzhaft!jeder mensch geht anders mit einem verlust um,ganz erschreckend fand ich es zum beispiel als eine arbeitskollegin ihren 17 jährigen sohn bei einem autounfall verlor...sie hat sich nach außenhin nichts anmerken lassen,hat einfach so weiter gelebt als wenn nichts geschehen wär,aber wenn man versucht hat sich in sie hinein zu fühlen,hat man ihren schmerz gespürt...
andererseits gibt es menschen die den tod einer geliebten person nie verkraften würde!wie oft sieht man grabsteine,partnergrabsteine,wo der mann im september .....starb und die frau dann einen monat später neben ihm lag!
ein gutes buch zu dem thema ist auch "ps:ich liebe dich"...sieht nach außenhin super kitschig aus,beschreibt aber die gefühle zum heulen schön!
AndyJa der Umgang mit dem Verlust eines geliebten, nahestehenden Menschen bereitet mir auch viele Kopfschmerzen.

Ich denke jeder verarbeitet solch ein Verlust unterschiedlich.
Je nachdem wie die Persönlichkeit des betroffenen ist der einen geliebten Menschen verloren hat wird dieser auch um ihn individuell trauern. Einige zeigen ihre Trauer dermaßen, dass sie zu nichts mehr fähig sind, andere lassen sich nichts von außen anmerken und sind innerlich zerstört. Und wiederum andere verkraften den Verlust recht gut, auch in ihrem innern und wissen, dass der Tod ein natürlicher Prozess ist und auch sie eines Tages sterben werden.
Ich selber habe das Problem nicht wirklich zu wissen, wie ich reagieren und handeln werde, wenn ich eines Tages einen mir nahestehenden Menschen verliere. Mal geht es mir dermaßen schlecht, dass ich nicht glaube es verkraften zu könne und ein andern mal sehe ich in allem das Natürliche und denke daran, dass auch ich eines Tages sterben werde.


P.S. statistisch gesehen bringen sich eher Männer um. Frauen können meist solche Probleme besser verarbeiten.

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