| inflow_illusion | also der begriff der "schönheit" ist ja teils von der bedeutung her sehr wolkig. das bedeutet dass das ästhetische empfinden in der interpretaion sehr variiert. aber dennoch frage ich mich was denn eigentlich schönheit genau ist. zeichnet sich der begiff durch bloße kategorisierung ab im dem probiert wird zu entscheiden - schön oder nicht schön? allerdings ist solche eine frage in der heutigen zeit sehr unsinnig da sich das allgemeine empfinden und somit auch das gesamte bewusstsein der menschen zu sehr zurück entwickelt hat. |
| inflow_illusion | ...na ja dieses gesellschaftskritische denken lässt sich sehr einfach begründen wenn man sich mal die menschen genau anschaut. in der heutigen zeit denkt doch jeder nur noch an sich bzw. wird von dem herrschenden system förmlich dazu gezwungen. ich will mich nun nicht soweit dazu äußern aber es endet wohl meistens in verschwörungs-theorien. allerdings ist geht es nicht darum wie man die gesellschaft interpretiert sondern vielmehr um die dinge die von den menschen gar nicht mehr beachtet werden wie z.b. die schönheit oder die sinnlichkeit. man kann natürlich die menschliche missachtung gegenüber der sinnlichkeit als folgeproblem interpretieren das durch die systematisch-etabliete weltordnung entstanden ist. |
| Achaiah | [quote]"in der heutigen zeit denkt doch jeder nur noch an sich [...]"[/quote] huch. wie begründest du das?? Ansonsten: Endweder man deffiniert bestimmte begriffe (schön, hübsch, süß...) so, das sie auf die jeweilige art der auf einen selbst von etwas/jmd ausgehenden esthetik zutreffen, oder man einigt sich darauf, das schönheit etwas absolut relatives und nicht wirklich deffinierbares ist. ich zum beispiel finde verfallene/verlassene industrieanlagen, bunker, generell häuser unglaublich schön. andere absolut nicht. Gruß, Achaiah |
| LaChatte | [QUOTE]...na ja dieses gesellschaftskritische denken lässt sich sehr einfach begründen wenn man sich mal die menschen genau anschaut. in der heutigen zeit denkt doch jeder nur noch an sich bzw. wir von den herrschenden system dazu förmlich gezwungen.[/QUOTE] Ich bin mir ziemlich sicher, früher war es noch viel schlimmer. Dir ist schon bewusst, dass eine Frau noch vor weniger als hundert Jahren kein eigenes Vermögen haben durfte, keinen Beruf wählen durfte (ausser, der Papa oder Ehemann waren einverstanden), dass die Vermieterin die Polizei rufen konnte, wenn du deinen gegengeschlechtlichen Freund aufs Zimmer nimmst? So viel Freiheit wie heute hats schon lange nicht mehr gegeben, wenn je überhaupt. So, nun zum eigentlichen Thema, der Schönheit: hier lass ich berufenere als mich sprechen, nämlich Umberto Eco im "Namen der Rose": [COLOR=seagreen]Dreierlei nämlich wirkt zusammen, um die wahre Schönheit zu schaffen: erstens die Unversehrtheit oder Vollendung, weswegen uns unvollendete Dinge hässlich erscheinen, zweitens die massvolle Proportion oder Harmonie und drittens eben die Klarheit oder das Licht, weswegen wir schön nennen, was von klarer Farbe ist. [/COLOR] :) |
| skywalker | [I]Schön ist, was ohne Begriff Gegenstand eines notwendigen Wohlgefallens ist. Um etwas gut zu finden, muss ich jederzeit wissen, was der Gegenstand für ein Ding sein soll, das heißt, einen Begriff von ihm haben. Um Schönheit woran zu finden, habe ich das nicht nötig. Blumen, freie Zeichnungen, ohne Absicht ineinder geschlungene Züge, Laubwerk, bedeuten nichts, hängen von keinem bestimmten Begriff ab und gefallen doch. Wir können allgemein sagen, es mag die Natur- oder die Kunstschönheit betreffen: schön ist das, was in der bloßen Beurteilung gefällt.[/I] Kant |
| LaChatte | noch einer, der es wissen muss, ist der Bildhauer und Maler/Zeichner Auguste Rodin. Es gibt ein Buch von ihm, das "Kunst" heisst, und dort setzt er sich ausführlich mit Schönheit auseinander. Die Essenz dieser Auseinandersetzung lautet: [I]Es gibt in Wirklichkeit weder einen schönen Stil, noch eine schöne Zeichnung, noch eine schöne Farbe, es gibt nur eine einzige Schönheit, die Schönheit der sich offenbarenden Wahrheit.[/I] Was heisst: Schönheit ist in erster Linie etwas Innerliches, nicht Fassbares - ein Äusseres, ein Körper, ein Gesicht kann bestenfalls hübsch oder niedlich sein - schön wird es erst, wenn es mit Charakter und Seele "gefüllt" wird. und [URL=http://de.spiritualwiki.org/Hawkins/Sch%c3%b6nheit]hier[/URL] gibts auch noch ein paar Definitionen zum Schmökern. |
| Limni | Es gibt ein Grundprinzip zumindest für phenotypische Schönheit und daraus folgend auch für die Kunst anwendbar, das ist der goldene Schnitt. Je genauer die Verhältnisse von kurz und lang, schmal und breit dem goldenen Schnitt entsprechen, desto schöner wird es empfunden. Wurde der goldene Schnitt eingehalten, zeugt das auch von Gesundheit und Stabilität. Natürlich ist das die Regel und wie so oft ist etwas Perfektes eher langweilig. Aber das ist die Basis der Natur, wir machen da ganz andere Ästhetiken draus.... |
| Odessa | Das mit dem "goldenen Schnitt" habe ich neulich auch auf dem bayer. Dritten gesehen, in einer wissenschaftlichen Sendung über dieses Phänomen "Schönheit". Da wurde dann anhand "zeitloser" Schönheitsideale (Nofretete, Cleopatra etc.) so gut als möglich nachvollzogen, welche Übereinstimmungen diese Gesichter alle aufwiesen, auch im Vergleich zu den heutigen "Schönheitsidealen", und da kam dann diese Berechnung zum Tragen. Ich weiß es nicht mehr was genau es ist, aber es muß zwischen den Partien "Kinn-Mund", "Nase-Augen" und "Stirnbereich" eine gewisse proportionale Verteilung sein, auch war da was mit Wangenknochen-Höhe, glaube ich mich zu erinnern, und mit den Abständen zwischen den Augen. Je enger zusammenstehend, desto "negativer" (im Sinne von "verschlagen, boshaft, unehrlich") wird das Gegenüber empfunden (was völlig irrational ist), und je weiter die Augen auseinanderstehen und je größer und runder sie sind, als umso attraktiver, ehrlicher, klüger und vertrauenerweckender schätzt man diese Person dann ein, empfindet sie also als "schöner". Für den Körperbau galt ähnliches. Dabei war egal, ob z. B. eine Frau dick oder dünn ist; wichtig war für die Betrachter, analysierte man ihre "Präferenzen", ganz unbewußt natürlich, daß das Verhältnis von Taille-Hüfte ein bestimmtes sein musste. Also eine breithüftige mollige Frau, deren Hüftumfang im "guten" Verhältnis stand zu ihrem durchaus auch üppigen Taillenumfang, wurde von allen als wesentlich "schöner" empfunden als eine schlanke Frau, deren Hüftumfang mit der Taille annähernd gleich war. Bei Männern war es dann irgendwas mit Schulterbreite-Hüftumfang. |
| Limni | Das Verhältnis ist 5 : 8 oder 3 : 5 und ist nicht nur Prinzip bei GEsichtern oder Körpern, sondern auch bei Verästelungen eines Baumes oder den Adern bei Blättern. Die Blättergröße bei Rosen und und und... das sind natürlich materielle Äußerlichkeiten, aber innere Schönheit kann vielleicht auch Falten im goldenen Schnitt zaubern, kicher, wer weiß In der Kunst ist eine Raumaufteilung im goldnene Schnitt immer ausgewogen und kreuzen sich zwei goldene Schnitte, horizontal und vertikal, ist das Zentrum immer dazu angetan, die wichtigsten Aussagen eines Bildes aufzunehmen. Da guckt jeder hin! Aber wie gesagt, das ist eine Naturregel, kommt aus der Chaostheorie glaub ich (Fraktale oder so) aber es ist doch für mich immer spannender wenn Rules gebrochen werden... |
| malicia | Der goldene Schnitt lässt den Betrachter etwas als sehr angenehm empfinden, ob er es dann im Endeffekt als schön empfindet, ist ein andere Frage. Wie du es schon gesagt hast, wirkt es sehr langweilig, wenn der goldene Schnitt zu sehr beachtet wird, und es fehlt eine gewisse Spannung, die das Objekt, sei es organischer oder anorganischer Form, interessant werden lässt und somit zu einer anderen Schönheit beiträgt. Um eine wiederum andere Schönheit anzusprechen, ist die von der Gesellschaft diktierte Schönheit, die sich stets gemäß den Verhältnissen jener Gesellschaft ändert. So sind die heutigen Models, welche ein gewisses ''Schönheitsideal'' verkörpern, ob man sie jetzt schön findet oder nicht, sei dahin gestellt, nicht mit dem Schönheitsideal vergangener Jahrhunderte oder auch nur anderer Kulturen zu vergleichen. |
| inflow_illusion | Die Fibonacci Folge steht auch in direkter Beziehung zu dem was als der „Goldene Schnitt“, die „göttliche Teilung“ oder die „stetige Teilung“ bekannt ist. Sie ist ja als die „göttliche Teilung“ bekannt, da diese rekursive Proportion angeblich in allen Strukturen auf der Erde - daher der Name "Fingerabdruck Gottes" - zu finden ist. Man nimmt ein Rechteck mit dem Verhältnis seiner Länge zu seiner Breite von 1 zu 1.62 (wenn also die Länge 3 ist, wäre seine Breite 4,86; 3 multipliziert mit 1.62). Das ist ein goldenes Verhältnis. Wenn man darin eine Linie zeichnet um ein Quadrat abzugrenzen, ist der Platz der übrigbleibt ein weiteres goldenes Rechteck und aus dessen inneren können mehrere Goldene Rechtecke bis ins Unendliche angefügt werden. |
| Schwarze Traene | meiner meinung nach ist schönheit subjektiv zu sehen. im allgemeinen kann man es nicht definieren, da jeder etwas anderes schön findet. wär es objektiv dann würden fast alle sachen gleich aussehen, auch die leute, weil jeder das selbe schön fände und das auch sehr langweilig wär... |
| Trauerwesen | Wenn eine Frau Eisprung hat, wirkt sie auf Männer anziehender, weil sie dann symmetrischer erscheint.... Das noch kurz zum goldenen Schnitt. Es muss also doch ein wenig mit dem goldenen Schnitt auf sich haben, tief in uns drin, denn der Zweck dieser Symmetrie sollte eigentlich logisch sein. Ein Urinstinkt oder sowas. Und dennoch variieren die Beurteilungen über Schönheit, die Geschmäcker sind verschieden. Oft auch tiefenpsychologisch geprägt (sagt man), und sonst eigenes Empfinden über Ästhetik, das durchaus varrieren kann, denn eine Frau, die für Betrachter x nicht schön ist, wird es sicherlich auch nicht während ihres Eisprungs sein ;) |
| malicia | Schönheit ist sicherlich etwas rein subjektives, aber jene Subjektivität ist oftmals von der Gesellschaft geprägt. Von jener werden dann 'Schönheitsideale' geformt, an denen sich mehr oder weniger das Schönheitsdenken jedes Mitglieds dieser Gesellschaft orientiert. Wäre Schönheit etwas objektives, müsste es nicht gezwungener Maßen so sein, dass alle gleich aussähen, da wir ja auch auf Grund der Vererbung uns von einander unterscheiden und nicht nur auf Grund des persönlichen Schönheitsgefühls/Geschmacks. |
| Schwarze Traene | Ich mein ja auch nicht ganz gleich, aber wär es objektivisch und Jeder fände das Gleiche schön, dann würde doch Jeder versuchen so zu sein wie das Ideal ist, weil man es selbst schön finden würde und die Anderen halt auch. Wenn zB alle Leute blonde Haare schön finden würden (man selber auch), dann färbt man sie doch auch so und das würden wohl die Meisten machen und sähen nachher ziehmlich gleich aus... |
| Black Crow- 87 | Schönheit ist realtiv und jeder hat andere Vorstellungen davon... ich sag nur blond, blauäugig, blöd... ne bitte nicht... Jeder ist anders, und das ist auch gut so, oft sind die Leute, die sich selbst nicht für schön halten in Wahrheit am schönsten :)... hm ich laber wieder sinnloses Zeug... wie auch immer... |
| kin of darkness | [QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i] [B]Wenn eine Frau Eisprung hat, wirkt sie auf Männer anziehender, weil sie dann symmetrischer erscheint....[/B][/QUOTE] ICh wusste ja schon, dass Frauen viel können, aber bis jetzt wusste ich nicht, dass sie sich für die Zeit des Eisprungs verformen. Das Frauen wärend ihres Eisprungs attraktiver auf Männer wirken liegt an der hormonelen Veränderung. Diese hormonelle Veränderung hat u.a. zur Folge, dass die Frau mehr Ferromone (Lockstoffe in Schweiß) absondert. Symmetrie ist zwar ein wichtiger Punkt zur Entschiedung zwischen "schön"oder "nicht schön"(mit fließendem Übergang), aber die eigendliche sexuelle Anziehung geht von Duftstoffen aus. |
| Asya | Schönheit ist für jeden Menschen (zumindest für am Sein-Orientierten) anders. Schönheit erlebt jeder Mensch für sich anders, und wenn er versucht Schönheit in Worten zu beschreiben, verliert diese ihren Wert. Denn Worte sind mit der Wahrnehmung nie identisch. |
| Geisterbraut | "Schönheit liegt im Auge des Betrachters" Ich möcht meinen, das dieser Satz alles sagt, was zu diesem Thema gesagt werdn muss. |
| kin of darkness | @Asya und Geisterbraut Und habt ihr auch ne eigene Meinung, mit der ihr an der Diskusion teilnehmen wollt? |
| Anaximander | Ich finde es drollig, dass hier keiner auf die Idee kommt, einen Unterschied zu machen zwischen [b]dem Begriff der Schönheit[/b] und den Dingen, von denen wir sagen, dass sie [b]schön sind[/b], d.h. den Dingen, die unter den Begriff der Schönheit fallen. Wer diesen Unterschied versteht, sieht auch ein, weshalb es falsch ist zu sagen "Schönheit ist für jeden anders". Richtig ist, dass höchstens subjektiv ist, welche Dinge unter den Begriff der Schönheit fallen, nicht aber die Bedeutung des Begriffs Schönheit, die uns allen gemeinsam ist. Andernfalls, wenn der Begriff der Schönheit kein allgemeiner Besitz einer Sprachgemeinschaft wäre, sondern ebenfalls subjektiv, wüssten wir ja zwangsläufig nie, was ein Anderer meint, wenn er sagt, dieses oder jenes sei schön. |
| kin of darkness | @Anaximander Und gerade dass tut man auch nur, wenn man einen ähnlichen Geschmack hat! Stell dir vor, eine gute Freundin von dir kommt an und muss dir die neuste Scheibe von z.B. Eminem vorspielen, weil sie sie schön findet. Du hingegen kannst Eminem und "schön" nicht miteinander verbinden, weil du es einfach nur sch...lecht findest. Also fragst du dich innerlich, was sie daran schön findet. ERGO: Du verstehst nicht, was sie damit meint! |
| Anaximander | [quote]Und gerade dass tut man auch nur, wenn man einen ähnlichen Geschmack hat! Stell dir vor, eine gute Freundin von dir kommt an und muss dir die neuste Scheibe von z.B. Eminem vorspielen, weil sie sie schön findet. Du hingegen kannst Eminem und "schön" nicht miteinander verbinden, weil du es einfach nur sch...lecht findest. Also fragst du dich innerlich, was sie daran schön findet. ERGO: Du verstehst nicht, was sie damit meint![/quote] Nein, falsch. Selbstverständlich weiß ich, was sie meint, was sie mir mitteilen will, wenn sie sagt: "Eminems Musik ist schön". Der Sinn ihrer Worte ist mir vollkommen klar. Und es wäre offensichtlich ganz absurd, wenn ich ihr antwortete: "Tut mir leid, ich verstehe nicht, was du mir sagen willst, kann die Bedeutung deiner Worte nicht begreifen". Aber so müsste ich antworten, wenn "Schönheit" für jeden etwas anderes bedeuten würde. Das Wort "Schönheit" wäre dann eine bloße Leerformel, so wie "xyz" und wir könnten uns mit diesem Wort unmöglich über irgendetwas unterhalten, weil wir nie wüssten, was der andere uns sagen will. Das ist aber doch offensichtlich nicht der Fall. Wenn mir jemand sagt, dass er etwas schön findet, dann weiß ich ganz genau, was er mir sagen will. Es kann höchstens passieren, [b]dass ich seinem Urteil nicht zustimmen. [/b] Das ist aber etwas ganz anderes, als wenn ich den Begriff nicht verstehen würde. Und eben das meinte ich mit der Unterscheidung zwischen der Frage, was ein Begriff bedeutet, und der Frage, welche Dinge unter den Begriff fallen. Jeder von uns kommt zu anderen Resultaten darüber, welche Dinge unter den Begriff fallen (d.h. welche Dinge "schön sind"), aber wir wissen dennoch alle, was mit dem Begriff Schönheit gemeint ist. |
| kin of darkness | Das Wort Schönheit ist in der Tat nur ein "Platzhalter" oder eine Variable im alltäglichen Wortgebrauch. Hinter der Variablen steht die individuelle Meinung. Um dein Bild einer Formel aufzugreifen: 3 + x = 5 Jeder weiß, was mit x gemeint ist. Wenn du gesagt bekommst, etwas wäre schön, du kannst die Meinung nicht teilen, weißt du was mit "schön" gemeint ist. Du kannst aber nicht nachvollziehen, warum es schön sein sollte. Hinter der mathematischen Variable steckt das selbe Prinzip, wie hinter der "sprachlichen Variable". |
| Icy | Schönheit ist absolut, absolute Schönheit heißt 'keine Makel' oder 'vollkommen', ganz dem goldener Schnitt entsprechend, alles stimmig, mathematisch, auch gleichbedeutend mit 'Langweilig' gerade weil es mathematisch auch den 'Durchschnitt' aller Menschen darstellt. Attraktivität ist relativ, Attraktivität heißt, seine Makel und Macken an der richtigen Stelle zu haben, dort wo ich die als passend (Attraktiv) empfinde. Makel müssen sein, Makel ist wie Abwechselung (Reise, Geburtstag, Wiedersehen) im Alltag, wobei der Alltag das Geradeaus, das Normale, das Langweilige ist. Der Partner muss nicht primär schön, sondern attraktiv sein. |
| Swann | Dali hat zu Thema Schönheit folgendes, sehr treffendes von sich gegeben, dem ich mich auch so anschließen kann: "Schönheit ist das Bewusstsein der Summe unserer Perversionen." |
| destroy | [B][QUOTE][COLOR=royalblue]Nicht die Schönheit entscheidet wem wir lieben , sonder die Liebe wen wir schön finden [/COLOR] [/QUOTE] [/B] |
| hagzissa13 | Objektive Schönheit ist das, was sich am Computer berechnen läßt aufgrund der Auswertung abertausender Gesichter und Körper und den Emotionen, die sie beim Betrachter auslösen. Kriterien hierbei sind z.B. Symmetrie, die Form bestimmter Merkmale wie Lippen, Augenbrauen, Nase etc.. Sicher hinterläßt auch die jeweilige Zeit ihre Spuren im Schönheitsempfinden. Jedoch läßt sich eins nicht wegdiskutieren: Man kann noch so "häßlich" im objektiven Sinne sein- die Ausstrahlung kann das alles wett machen. |
| ello | ... für mich kommt Schönheit von innen ... à la Saint- Exupéry: ... man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar... |
| Geisterbraut | [QUOTE][i]Original geschrieben von ello [/i] [B]... für mich kommt Schönheit von innen ... à la Saint- Exupéry: ... man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar... [/B][/QUOTE] Wie wahr. Schönheit lässt sich in meinem Auge nicht verallgemeinern. In erster Linie muss ich ello recht geben. Kann jemand mit einem absolutem schlechtem,arrogantem Charakter wirklich "schön" sein? Desweitern trifft der Spruch "Schönheit liegt im Auge des Betrachters" wohl ebenso zu. Das liegt an der individualität des menschlichem Geschmackes; Der eine mag mollige Frauen, den nächsten wiedern sie an. Die eine steht auf lange Haare, die andere mehr auf kurze. Ich bin nicht der Meinung das es DIE Schönheit schlechtin gibt, die jeder wirklich "schön" findet. |
| StandAloneKmplx | Schoenheit bedeutet, dass alles worin wir uns selbst wiederfinden wir stets als schoen empfinden... und nur das koennen wir auch lieben (nicht nur auf Menschen bezogen). Sie liegt einfach im Auge des Betrachters.... Es gab mal einen schoenen Beitrag bei Gallileo dazu, der das empfinden von Schoenheit durch das Verhaeltnis des "goldenen Schnittes" erklaerte. Somit gibt es fuer aeussere Schoenheit sogar eine mathematische Zahl welche sich aus Quotienten der zu betrachtenen Flaecheneinteilungen ergibt... Zitat: Der Goldene Schnitt (lat. sectio aurea) ist das Verhältnis zweier Zahlen von ungefähr 1:1,618. In der Kunst und Architektur wird der goldene Schnitt oft als ideale Proportion verschiedener Längen zueinander angesehen. Er gilt als Inbegriff von Ästhetik und Harmonie. Darüber hinaus tritt das Verhältnis des goldenen Schnitts auch in der Natur in Erscheinung und zeichnet sich durch eine Reihe interessanter mathematischer Eigenschaften aus. Weitere verwendete Bezeichnungen sind stetige Teilung und göttliche Teilung (lat. proportio divina). |
| mondkind | [QUOTE][i]Original geschrieben von Anaximander [/i] [B]Ich finde es drollig, dass hier keiner auf die Idee kommt, einen Unterschied zu machen zwischen [b]dem Begriff der Schönheit[/b] und den Dingen, von denen wir sagen, dass sie [b]schön sind[/b], d.h. den Dingen, die unter den Begriff der Schönheit fallen. [/B][/QUOTE] Da muss ich Anaximander Recht geben. Wenn man weiss, was die Idee der Schönheit ist (um mich im Stile Platons auszudrücken), dann weiss ich, auch was Schönheit ist. Schönheit ist für mich ein Gefühl, dass mich einfach durchfährt, wenn ich etwas wahrhaft schönes sehe. (naja ist irgendwie nicht so die tollste Definition). Ich persönlich finde etwas schön, wenn es aufrichtig, wahrhaftig ist. Dies kann ein vollkommen verunstaltetes, vernarbtes Gesicht sein, wenn der Mensch hinter dem Gesicht zu seinen Narben steht und sagt: "Hier bin ich. Mir ist das und das passiert, akzeptiert mich so, wie ich bin." Er muss zu seinen Narben stehen können. Dieser Mensch ist für mich nicht minder schön als eine aufblühende Rose, die alle mit ihrem Duft betört und einem ihre ganze Vollkommenheit aufdrängt. Um nochmals auf das Beispiel mit Eminem zurückzukommen (wurde weiter vorne erwähnt). Wenn mir also meine Freundin sagt, sie fände die Musik Eminems schön, kann ich zwar nicht sehen, was sie an dieser Musik schön findet, aber ich kann erahnen, was für Gefühle diese Musik in ihr auslöst. Also ist Schönheit für mich nicht nur ein leerer Platzhalter. hoffe ihr konntet meinen Gedankengängen folgen mfg mondkind |
| Front242 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B]Schönheit ist etwas, was ich gar nicht so pauschal an etwas festmachen kann. Ich denke, daß dieser Begriff so different wird ausgelegt werden, wie es verschiedene Menschen und Geschmäcker gibt. Schönheit ist für mich, antworte ich jetzt ganz spontan, erst mal eine Geisteshaltung. Ein edler Mensch, der Gutes tut, der seine Ideale lebt, der sich einsetzt, der Schwachen hilft, der noch im Streit ein fairer und aufrechter Gegner ist - das ist für mich ein "schöner" Mensch. Schönheit ist für mich aber auch ein vernarbtes Gesicht, eine von Anderen als morbide empfundene Landschaft oder Szenerie. Schönheit als "rein physische" Definition ist für mich der Mensch Carl McCoy, sein Gesicht. Dieses Gesicht ist für mich nahezu "ver-messen" schön im Sinne von göttlich proportioniert, ausdrucksstark und eindringlich zeitlos klassisch. Es schmerzt mich manchmal richtiggehend, wenn ich dieses Gesicht sehe und ich am liebsten, einem Bildhauer oder Maler gleich, es wieder und wieder zu Papier bringen oder in Stein meißeln möchte. Das Edle in den Gesichtszügen, das Tiefe und Klare im Blick... Dinge, die aber eben nur ich so sehe, Millionen Anderer werden sagen "was für ein langweiliges Gesicht" oder "Naja, Brad Pitt ist aber schöner"... Ich hingegen könnte jedes Mal auf die Knie gehen vor der Erhabenheit und engelsgleichen Klarheit dieses Gesichtes, in demütiger Bewunderung. Wissend, daß diese "Schönheit" nur mein völlig privates Empfinden ist und auch keinerlei Verdienst ist, es also eigentlich nur ein Bewundern "der Natur", des Göttlichen, in diesem Gesicht, sein kann. Schönheit ist für mich das faltige Gesicht eines Fischers am Meer. Runzlig, tiefe Gräben, mit gütigen Augen. Schönheit, die Vertrauen weckt, Geborgenheit. Schönheit ist für mich jeder Mensch, den ich liebe. Egal ob dünn dick gross klein - schön wird der Mensch für mich dadurch, daß ich seine Seele liebe. Die Seele schön finde. Schönheit ist der Gang einer Katze. Schönheit ist eine aufblühende Rose. Schönheit ist der Gesang der Wale. Schönheit ist auch im Welken, im Sterben. Als schön bezeichne ich auch manche Wort.Gebilde, die ich von Freunden lesen darf. Die mich berühren, innerlich erfassen, und wo ich die Schönheit in den Worten förmlich "malen" könnte. Tut mir leid, ich kann es nicht besser ausdrücken... aber ich denke, Schönheit ist so vielfältig wie wir Menschen vielfältig sind :-) [/B][/QUOTE] Kompliment! Ich kann dem nichts mehr hinzufügen. Du sprichst mir aus der Seele! Schönheit liegt eben im Auge des Betrachters ;-) sanfte Grüße Sandy |
| kamui | yo schönheit ist relativ. Aber ich finde die frage viel wichtiger, wie wichtig ist einem schönheit? Oder warumj empfinden manche leute schönheit als wichtig? |
| Odessa | Danke, front242. Wie wichtig einem Schönheit ist - ich weiß nicht, ob das jeder für sich überhaupt sicher beantworten könnte... ich tue mich schwer damit, ganz ehrlich. Bleibe ich bei meinem eigenen Beispiel mit der "physischen" Schönheit eines Carl McCoys, dann muß ich ehrlich zugeben, daß diese Schönheit (die es für mich ist) mich natürlich positivst beeinflußte und zwar der Art, daß ich diesem Menschen auch positive, "schöne" Charaktereigenschaften "vorneweg" unterstellte. Daß dies anscheinend menschlicher "Usus" ist, bewies eine kürzlich durchgeführte Studie, wonach Menschen andere Menschen, die sie als attraktiv empfanden, durch die Bank mit den Attributen "ist sicher erfolgreich, zuverlässig, diszipliniert, verantwortungsvoll, ehrlich, anständig, loyal" belegten, also mit "schönen"/positiven Charaktereigenschaften - wohingegen die nicht als so attraktiv empfundenen Menschen NICHT mit diesem "Charakter-ist-gut-Bonus" bedacht wurden. Während ich mir also eingestehen muß, daß ich durch die äußere Schönheit in den ersten Sekunden bereits ein positives Charakterbild fällte, kann ich aber trotzdem auch von mir sagen, daß mir (für mich) nicht attraktive Menschen aber dann auch binnen weniger Minuten durchaus sympathisch sind/werden und ich vor allem in z. B. vernarbten Gesichtern, in schon erwähnten alten und faltigen Gesichtern eine Menge an positiver Lebenserfahrung, Weisheit, Güte oder erlebten Schmerz (Narben) sehe, was ich dann wiederum als SCHÖN empfinde und als durchweg positiv. Ein Carl McCoy wäre für mich der gleiche schöne Mensch/Mann, wenn er 10 Narben im Gesicht hätte oder seine lange Mähne abschneiden würde, denn die Schönheit, die ich nach dem "ersten Blick" in ihm fand, ist die Schönheit eines überragenden Geistes, eines Genius, eines Visionärs. Nichts ist erotischer, fesselnder, den Geist anregender und die Seele beflügelnder als ein Mensch, der durch seine Ideen, seine Phantasie, auch durch seine Spleens und exzentrischen Allüren es schafft, die Welt ein klein bißchen aus dem Takt zu bringen. Der seinem Umfeld das Gefühl geben kann, auch ohne Flügel zu fliegen. Der es schafft, mit Melodien und Noten oder mit Statuen und Bildern oder mit geschriebenen Worten, egal, andere Menschen an seinem Geist teilhaben zu lassen. Der Geist ist es, der diesen Menschen schön sein lässt, und diese Schönheit hat Gott in diesem Fall auch noch in ein ebenmässiges offenes edles Antlitz gemeißelt. Und so verklärt kann man das alles nur mit den Augen der Liebe, des Wahnsinns oder der Begeisterung sehen, und das ist dann auch wiederum schön und deswegen wichtig, weil ich ohne Liebe, Wahnsinn und Begeisterung nicht würde atmen können und wollen :) |
| atrum | Hi. Natürlich ist es subjektiv, wenn wir etwas als schön empfinden oder nicht, gleichzeitig aber scheint es ein „Schema der Schönheit“ zu geben dem wir, ob bewusst oder unbewusst, folgen. Tatsache ist, dass die meisten Menschen z.B. einen Sonnenuntergang am Meer, eine Winterlandschaft in den Bergen oder die Architektur der Alhambra als was schönes empfinden. Tatsache ist nun mal auch, dass ein Junge ohne Pickel leichteren Stand bei den Mädels haben wird, als einer bei dem man vor lauter Pickel das Gesicht nicht mehr sehen kann. Ich finde es Amüsant, wenn man in der Gothicszene einerseits von der Oberflächlichkeit redet, dann aber in den Kontaktanzeigen z.B. immer das selbe liest: „Ein dunkler Prinz sucht eine ebenso dunkle, große, schlanke, langhaarige Prinzessin.“ Natürlich ist es individuell ob ich mich für die eine oder die andere Prinzessin entscheide, aber zumindest im Groben sind wir darauf programmiert was wir als schön oder nicht schön finden. Was den Charakter angeht, den kann man nicht sehen, das heißt, um etwas über den Charakter eines Menschen zu erfahren muss man zu erst den Menschen kennen lernen. Und jetzt kommt das Aussehen ins Spiel. Wer will schon einen verdreckten Penner genauer kennen lernen? Nur weil man Penner ist bedeutet nicht, dass man keinen guten Charakter haben kann. Gruß |
| shiphrah | abgesehen von der optischen Schönheit und ihrer Bedeutung auf der zwiscchenmenschlichen Bühne im Sinne von Symmetrie = gesund = anziehend = lohnend für die Fortpflanzung usw... die schon mehrmals treffend erklärt wurde und auch immer wieder Gegenstand von Studien ist, bedeutet Schönheit auch Spiegelung der eigenen Sehnsüchte und Wünsche. Und das wiederum hat sicher sehr viel mit den teilweise sehr frühen zwischenmenschlichen Erfahrungen zu tun, die jeder Mensch so in sich trägt. Da wird dann projiziert bis zum geht nicht mehr. Was ich persönlich für Selbstbetrug halte ist die Betonung von innerer Schönheit. Die gibt es, zweifelsohne, und sie ist etwas Losgelöstes. Aber die Macht der äußeren Schönheit wird oft genug unterschätzt; es ist sicher kein Zufall, dass ausgerechnet bei hässlichen Menschen die Angst vor dem gröbsten moralischen Vergehen genau darin mündet, dass die inneren Werte herausgekehrt werdne, fast so, als gäbe es sie beim Schönen nicht, oder seien sie dort weniger wert/sichtbar. Man rationalisiert vor sich selbst etwas, was man selbst nicht ertragen könnte. Es fühlt sich seltsam an, zu sagen: ich ertrage keine hässlichen Menschen um mich herum, ich will keine fetten, stinkenden, dummen, unbebildeten um mich haben, sie regen mich auf, machen mich nervös, kostet mich Verleugnungs und Verdrängungsenergie - und dennoch bin ich überzeugt, dass es so etwas gibt und es sehr vielen Menschen auch bewusst ist. Ein Trost für alle Schönen ebenso wie Hässlichen. Die Augen gewöhnen sich an alles, die Schönheit wird weniger wahrgenommen, die Hässlichkeit ebenso. Und dann kommen eben die anderen Schönheiten ins Spiel, und man wieg gegeneinander auf. Ein anderer Aspekt, der mE am Wichtigsten ist, wenn es um menschliche Schönheit geht, sind Gefühle. Wenn ich etwas ohne spezielle Gefühlsbeteiligung ansehe, kann ich sehr wohl sagen: hässlich oder schön. Sobald positive oder negative (auch und sehr oft unbewusste ) Gefühle im Spiel sind, haben die Informationen, die die gleichen Augen sehen, nicht mehr die gleiche Wirkung und werden dann subjektiv auch nicht mehr als schön/hässlich wahrgenommen. Wir nenen es dann Geschmackssache... |