| Saturos | Hallo zusammen Ich wollte hier mal ein Thema einwerfen, welches mir momentan keine Ruhe lässt ... wobei, eher gesagt ist es eine Frage die ich habe. Stellt euch einfach mal folgende Situation vor. Es geht um einen Menschen, dem ihr sehr nahe steht oder liebt und ihr habt etwas getan was diesen Menschen sehr verletzen würde, wenn er es erführe. Was jedoch wenn dieser besagte Mensch euch darauf anspricht? Ist es besser zu Lügen oder sollte man die Wahrheit sagen. In diesem Fall wäre wohl beides Moralisch verwerflich, aber ich komme zu keinem Schluss was denn nun schlimmer ist. Würde mich interessieren wie ihr das seht ... MfG |
| ProGrisiv | wie der gegenüber reagiert ist nicht vorherzusehen. eine empfehlung wäre also sicher kein guter weg in meinen augen. man muß solch eine entscheidung denke ich selber treffen. man kann abwägen um was es geht. habe ich einen keks geklaut der mir nicht gehört, oder habe ich in einer partnerschaft nen seitensprung riskiert und kämpfe nun mit meinem gewissen. an deiner stelle würde ich mir überlegen. würde ich erwarten sowas erfahren zu wollen, oder würde ich lieber mein leben mit einem geheimnis meines gegenüber weiterführen. man verlangt von anderen nichts, was man nicht selber machen / erwarten würde. ich rate es dir nicht, ich sage nur...in meinem leben hat es bisher immer geholfen ehrlich zu sein. ich stand und stehe zu allem was ich je getan habe, weil ich erwarte das man mir gegenüber ebenso verfährt |
| StandAloneKmplx | Da du diese Person scheinbar gut kennst solltest du abwaegen, was ihr mehr wert ist. Schaetzt sie eher die Wahrheit, oder ist es ihr lieber von dem Messer in ihrem Ruecken nichts zu wissen. Ungewissheit kann manchmal viel schlimmer sein, als die Tatsache verletzt zu werden. Mit Moral hat das Ganze glaube ich nichts mehr zu tun. Die Moral haette dir einfallen muessen, bevor das Beschriebene passiert ist. So sehe ich das zumindest. Ich wuensche dir dann mal viel Glueck... |
| DrusillaMuffels | ich würde dir zur wahrheit raten. du musst dir natürlich auch vor Augen halten, dass die Person dann unter umständen dann nicht mehr mit dir reden will oder erstmal sauer/enttäuscht ist. wenn du dir vorstellst, dass die person es rausfindest, obwohl du es geleugnet hast, dann wäre er/sie sicherlich noch viel mehr verletzt. im endefekt ist es aber deine entscheidung, die gut abgewägt sein sollte. |
| LaChatte | Sag ihr die Wahrheit, und das darfst du gerne sanft und freundlich machen, ohne es ihr wie einen Hammer und die Ohren zu knallen. Doch wer fähig ist, Mist zu bauen, sollte auch fähig sein, die Verantwortung dafür zu übernehmen. Ausserdem ist es meist eine Erleichterung, wenn es raus ist. |
| Dirchi | Ja, das sehe ich zum Teil auch so wie LaChatte! Es ist natürlich eine prekäre, emotionsgeladene und einfach unschöne Situation, der Du da entgegen stehst - keine Frage!:rolleyes: Doch genau bei solchen Situationen gibt und darf es auch keine Patentlösung geben. Hier gibt es nicht die allumfassende Moral, oder DIE Wahrheit, oder DEN richtigen Weg! Da muss man mit Fingerspitzengefühl rangehen, alles Rationale und Emotionale im Schädel verwerfen, SEINE Vorlieben und Erwartungen zurückstecken und intuitiv auf seinen Bauch hören und die Entscheidung fällen und ausführen! Dies ist außerst schwer seinen inneren Schweinehund zu überwinden und sich der Situation und deren Folgen zu stellen - aber dies ist aber dann eine authentische Handlung, das bist DU selbst ohne von Deinem Ego und dessen Wünschen geleitet worden zu sein! Und dies wird Dein Gegenüber, egal wie er auch letztendlich reagieren wird, auch selbst intuitiv wahrnehmen und es Dir, wenn er ein besonnener Mensch ist, auch hoch anrechnen! Wenn nicht, schade! Aber schade um diesen Menschen gegenüber, der Deine selbstlose, aufrichtige Entscheidung nicht versteht oder wertschätzt! Bleib Du einfach Du und wäge alles ab - manchmal ist nicht Handeln die bessere Handlung und Entscheidung, doch m. E. ist die, auch manchmal harte und verletzliche, Ehrlichkeit die authentische und bessere Entscheidung und Handlung! Aber das musst und kannst nur Du, in dem Augenblick wo der Mensch Dir gegenüber steht, selbst entscheiden - alle Pläne und Überlegungen vorher sind meist für die Katz!:rolleyes: In diesem Sinne, halt die Ohren steiff und viel Glück und Besonnenheit!;) Lieben Gruß: Dirchi |
| Bannockburn | Mal abgesehen von den schon oben erwähnten moralisch/taktischen Erwägungen sollte man in so einem Fall auch das eigene Gewissen in die Überlegungen mit einbeziehen. Denn wie auch immer das Ganze ausgeht...wenn man einen Weg gewählt hat der nicht zu eigenem Gewissen passt, unabhängig davon wie die andere Person reagiert, wird dieses einen nicht mehr in Ruhe lassen. |
| tithyos | Moral der Wahrheit. Was ist Moral? Die Definition der Gesellschaft unter Zufluss aller Faktoren die ein Gemeinschaftsleben ermöglichen. Ist die Wahrheit moralisch verwerflich? Zum Punkte Wahrheit: Wahrheit ist die subjektive Empfindung einer Tatsache unter Egoistischer Auslegung. Jeder sieht die Welt anders, mit seinen Augen, Gefühlen und Handlungsweisen. Was für Dich als etwas schlimmes gilt, muss nicht für den anderen als ebensolches gelten. Was Du als Wahrheit empfindest ist noch lange nicht der tatsächliche Sinn der Handlung, sondern nur Deine eingeschränkte, auf Dich bezogene Sichtweise. Wirst Du darauf angesprochen, solltest Du Deine Wahrheit kundtun. Geschickter und in meinen Augen sehr viel selbstkritischer ist es, eben Wahrheiten, die andere verletzen können, für sich zu behalten. Warum? Nun, der menschliche Geist neigt dazu, selbst festgestellte Verfehlungen von sich zu geben, einmal um sich zu entlasten, zum anderen um Trost und Verständnis zu finden. Man fühlt sich _wohler_ nach einem Bekenntnis. Bereit für das nächste Unheil. Bedenke immer, Du bist Dein Egoist. Liebst Du die andere Person und willst Du Deine "Schuldgefühle" für lange Zeit als Prävention im Gedächtnis halten, lass es beruhen. - tithyos |
| Ashriel | Egal, was du getan hast: Wenn dir was an der Person liegt, solltest du bei der Wahrheit bleiben. Stell dir vor, irgendwann kommt es doch raus und dann ist alles mit Sicherheit noch schlimmer. Außerdem baut eine Freundschaft doch auf Ehrlichkeit auf, ich könnte mich mit dem schlechten Gewissen nicht mehr so verhalten, wie vorher. Und wenn die Freundschaft wirklich gut ist, wird er dir nach ner Weile auch verzeihen und es dir vielleicht sogar anrechnen, dass du ihm die Wahrheit gesagt hast. |
| The Moon | hätte ich die entscheidung würde sie aufjedenfall mit davon abhängen wie lange es schon her ist, das die tat volzogen wurde... je länger es her ist umso schlimmer die wahreheit, sagst du es aber nicht kommt es entweder irgentwann raus oder du selbst musst mit der schande leben... Es ist also möglkicherweise wirklich besser die wahrheit zu sagen. Du bereinigst so dein eigenes Gewissen und zusätzlich sprichst du die Wahrheit was natürlich ein neuer Vertrauensbeweis ist und dir möglicherweise trotz der tat ( die du ja eh nicht rückgängig machen kannst) hoch angerechnet wird. Ich würde also die wahrheit sprechen um zu retten was zu retten ist . Das geheimnis zu bewahren wäre eine zu große Belastung und bekanntlicherweise halten geheimnisse nicht für immer... |
| Tetrodoxon | Wie bereits erwähnt sollte sich das Tendieren zur Wahrheit reziprok zu dem verhalten, was dir an dieser Person liegt. Entweder du leidest an deinem schlechten gewissen oder die andere Person an "deiner" Wahrheit, du hast die freie Wahl. Ich jedoch musste leider erkennen, dass es bisher für mich persönlich immer die bessere Wahl gewesen wäre die Wahrheit nicht kund zu tun. |
| HansDampf47 | sorry, jungs und mädelz.. aber jetz ma tacheles! also wie man ja unschwer erraten kann, handelt es sich beim vorliegenden delikt um fremdgehn bzw ähnliches... wichtig bei der entscheidung zu wissen wäre natürlich, wie wahrscheinlich ein ans-licht-kommen des vorfalls ist, quasi wie hoch die gefahr des enttarnt werdens ist! Falls du dir sicher bist, dasses früher oder später rauskommt, würde ich dir die Wahrheit, jedoch in einer abgeschwächten form des Gestehens, ans herz legen. Wenn du jedoch deinen "ausrutscher" mit relativer sicherheit auch auf dauer verheimlichen kannst, würde ich den vorfall einfach auf sich beruhen lassen. meiner meinung nach ist das von einigen vorpostern vielzitierte"schlechte gewissen" nichts anderes als die angst davor, dass die wahrheit bei verschweigen doch zu tage tritt. folglich bräuchtest du, wenn du beim seitensprung vorsichtig genug warst, auch kein "schlechtes gewissen" zu haben! Jedoch wenn SIE wirklich deine große liebe ist, weiß ich nicht, da ich deine persönlichkeit ja nicht kenne, ob du, wie ich, arschloch genug wärst, ein solch pikantes geheimnis für dich zu behalten. deshalb rate ich dir im gegensatz zu bisher allen anderen usern: probiers aus! ..immerhin kannst du somit eine größere krise in deiner beziehung vermeiden, und selbst wirst du den vorfall und dein vermeindlich schlechtes gewissen wieder vergessen. (und so schlecht fühlt man sich nicht, ganz im ernst) so far... wünsche allen noch viel spaß bei aufregenden abenteuern abseits des geregelten beziehungsalltags^^;) |
| Demon_King | beides were schlecht wenn du lügst, wärst du nicht ehrlich zu ihm und wenn er das rausfindert wird er sonstwas tun und dir nie wieder vertrauen aber wenn du die wahrheit sagst ist es warscheinlich genauso. Mein rat an dich ist etscheise selbst , wege ab das für und wieder . Aber ich würde ihm die warheit sagen, und mich entschuldigen es ist immer besser er weis zwar dann das du einen fehler gemacht hast und wird auch wütend sein , aber das geht auch wieder vorbei wenn er ein guter freund ist. Dann gibt er dir auch vielleicht noch eine Chance . ^^ |
| HansDampf47 | junge junge, hast du lebenserfahrung^^ ...und des mit der rechtschreibung wird auch noch;) ich meihne das es ja nicht gans so schlächt ist wie es hier aushiet! |
| Takor | Ich sehe hier keine Frage. Wahrheit sagen, alles andere macht doch einem geliebten Menschen gegenüber gar keinen Sinn. Zumindest geht es mir so, daß nichts mehr verletzt, als belogen zu werden von jemandem dem/der ich vertraute. Ja, das ist ein sehr kurzer Beitrag, aber er steckt voller absoluter Überzeugung. |
| Ewig | Die Wahrheit ist das grösste Geschenk, was allerdings nur wenige zu würdigen wissen. Die meissten wollen lieber die Wahrheit garnicht wissen. Der Mensch verdrängt, geht dem Unangenehmen aus dem Weg, belügt sich selbst und andere mit. Hat er aber erkannt das das alles nur ein Herausschieben ist, stellt er sich dem Bösen. "Erst die Enttäuschung gewährt uns den Blick auf die verborgene Wahrheit" (copyright by Seneca oder selbst nur zitiert, K.A) In voller Ehrlichkeit entwickelt sich volles Vertrauen und ein vollkommen (Angst)freies Verhältniss. |
| black pearl | @ takor:jop,ich glaub viel mehr braucht man dazu auch nicht zu sagen... wenn ich die wahl hätte zwischen "liebgemeinter" lüge und grausamer ehrlichkeit würd ich mich ohneszweifel für die ehrlichkeit enscheiden,alles andere wäre selbstbetrug! |
| Cagliostro | Die Wahrheit hat keine Moral! Und Moral hat keine Wahrheit. Moral ist eine gedachte Linie, Menschenwerk. Das hat mit dem Raum-und Zeitgefüge nix zu tun, hinter dem die Wahrheit steckt. |
| shiphrah | das kommt auf den Menschen an un die Beziehung zu ihm an. Einem Nachbarn würde ich nicht grundlos verletzten wollen bzw. das Risiko nicht eigenen wollen, ebenso verhielte sich es bei meinen Eltern. Bei einem LEbenspartner oder einer engen Freundin, also Beziehungen, denen ich etwas zumuten möchte und von mir/mir selbst ggü. auch muss, ja, da käme nur die Wahrheit in Frage. Sie muss ausgehalten, ertragen und zuletzt auch ersehnt werden. |