| m3nt4l dis0rd3r | "Wer Gott wirklich liebt, braucht keine Religion ausser Gott" Diese Zitat habe ich vor kurzem gelesen und fand es sowohl interessant, als auch wahrheitsgemäß. (btw: ich selbst bin Atheist) Mich interessiert einfach mal eure Meinung. Braucht ein Mensch, der von der Existenz und Gutherzigkeit Gottes wirklich überzeugt ist eine Religion, die ihn zu diesem Gott führt? Oder ist Religion letztlich nur ein Mittel, die Menschen über den Glauben zu beherschen und sie an eine höhere weltliche Macht zu binden? Sie vielleicht sogar darüber auszubeuten? (Ablasshandel etc.) Was meint ihr? PS: Mir fällt dazu noch ein Zitat ein: "Moslems! Moslems!!! Menschen, die ihre Religion ernst nehmen! Für Katholiken unvorstellbar." Volker Pispers Ebenfalls wert zu diskutieren. Wie ernst ist den Leuten der Glaube heute noch? |
| ravenlord | ganz ehrlich,ich glaube den meisten menschen ist ihr 'glaube', der ihnen durch gesellschaft,eltern, soziales umfeld usw.aufgedrückt wurde,ziemlich egal ist... wie der gute volker pispers so schön umschrieben hat(genialer mann meiner meinung nach übrigens), der glaube ist halt da, aber enst nimmt ihn kaum einer noch... |
| Trauerwesen | Würde ich nicht ganz so sehen wir ravenlord Ich habe eher das Gefühl, dass sich der Glaube anders dem, wie er erzogen wurde, verändert. Ich kenne etliche Gläubige, die christlich erzogen sind, sie nennen sich auch nach wie vor Christen (in gewisser Hinsicht), aber sie glauben an Gott, an den christlichen, nur nicht an das Zeug in der Bibel. Ich denke, man gestaltet sich seinen Glauben im nachhinein so, wie man ihn für richtig hält und wie man ihn am besten gebrauchen kann - was ich für Glauben durchaus legitim befinde. Denn Glaube ist etwas persönliches, welches einem Nutzen bringen soll. Wenn ich Gebete in der Kirche für Quatsch befinde, weil ich denke, Gott höre eh nicht zu, kann ich es auch lassen. Solange Glaube hilft, also einem selbst, denke ich, kann er auch gut ohne Religion existieren. Und damit eben auch Gott, denn wie ich schrieb, existiert Gott auch für viele, die die Ideale der Religion über Bord geworfen haben. |
| American Psycho | Meiner Meinung nach existiert irgendetwas Höheres, Anderes "da oben". Anfangs lief das ja auch noch gut: Die Menschen konnten das dann anbeten. Aber irgendwann kam es dann wohl dazu, dass ein Mensch dachte, er wäre wohl mehr mit der dieser Andersheit verbunden wäre als die anderen und so stellte er n paar Regeln auf: Die Menschen müssen zum Beten in ein protziges Haus gehen, sie müssen sich schick machen, sie müssen Geld dafür bezahlen; der Andersheit wurde ein Name gegeben und 10 Gebote wurde gefunden! Tja und das ist dann wohl die Kirche! Gegen den Glauben ist ja nichts zu sagen, das kann ja jeder machen wie er will und solange der Glaube ihm Karft gibt, ist doch alles toll, aber die Kirche will Geld aus diesem Glauben schaffen und stellt sich somit zwischen die Menschen und ihren Glauben. Dann erschafft die Kirche noch ein Feindbild und eine Geburtssünde, um die Herden aus Dummheit und Naivität auch schön einzuschüchtern und sie auch bei sich zu behalten. Denn man hat ja Angst vor dem Teufel und man kommt ja in die Hölle, wenn man nicht sein Leben lang wegen der Sünde des Geborenwerdens und des Eigenenwillenhabens Buße tut! Super System! Ich sag nur: [B]Wer keine Angst vorm Teufel hat, braucht auch keinen Gott![/B] |
| m3nt4l dis0rd3r | Du hast den Nagel echt auf den Kopf getroffen! Ich bin absolut deiner Meinung. |
| Silverwolf | Ich kann mich American Psycho auch nur anschliessen. Die Kirche ist eins, der Glauben das andere. Es ist einfach, die Menschen nach seinem Willen tanzen zu lassen - wie Figuren. Man muss ihnen nur Angst einjagen. Angst vor etwas, was niemand beweisen kann. Wir Menschen sind Feiglinge und brauchen den Halt einer "Gruppe". Alle wissen das, aber die Kirche (usw.) hat das umgesetzt, das Ergebnis kann man nicht übersehen. Wie man so schön sagt: Gott ist überall. Der Film "Stigmata" wäre übrigens sehr passend zum Thema, sehr empfehlenswert. |
| darkEMYR | [QUOTE][i]Original geschrieben von m3nt4l dis0rd3r [/i] [B] PS: Mir fällt dazu noch ein Zitat ein: "Moslems! Moslems!!! Menschen, die ihre Religion ernst nehmen! Für Katholiken unvorstellbar." Volker Pispers [/B][/QUOTE] gibt doch auch viele katholiken die ihre religion ernst nehmen aber stimmt schon, religion ist heute oft an institutionalisierte instanzen gebunden, die beiträge kassieren wie vereine die kirche hat dem wort bzw. Willen Gottes schon oft zuwidergehandelt wusstet ihr z.b. dass auch christen kein schweinefleisch essen dürfen, sich beschneiden lassen und tiere schächten sollen?und dass sich auch die frauen verschleiern sollen?(nicht nur beim gebet) wenn man etwas aus einem glauben für sich ziehen kann ist das gut,aber ich lehne zwang ab man soll sich soviel daraus nehmen wie man möchte, im glauben ist man halt frei |
| Nnordy | @darkEMYR: Nur Interesse halber - wo steht denn das??? (Jetzt bin ich wirklich gespannt - Juden schächten die Tiere, praktizieren die Beschneidung und dürfen kein Schweinefleisch essen (ist nicht koscher) - Du sprachst aber von Christen?) |
| Tinchen | Ich glaube nicht, dass irgendwann einmal jemand einfach so Ursünde und Feindbild erschaffen hat, um die Menschen dazu zubringen, dass sie nach seiner Pfeife tanzen. Die ganze christliche Religion ist, wie andere Religionen auch, gewachsen. Die Idee von etwas "Bösem" ist schon uralt und die gab es schon vor dem Christentum. Dass diese Vorstellungen später sicher - ob bewusst oder unbewusst bleibt dahingestellt - ausgenutzt wurden und andere Leute darunter gelitten haben - weil sie eben daran geglaubt haben - , kann man natürlich nicht bestreiten Dem Zitat "Wer Gott wirklich liebt, braucht keine Religion ausser Gott" kann ich mich im Prinzip nur anschließen, wenn man den hier genannten Gott nicht mit dem Gott aus dem Christentum gleichsetzt. Denn wenn man an DEN christlichen Gott glaubt, muss man auch daran glauben, dass er dem Menschen die Bibel gegeben hat und dann müsste man eigentlich auch diese Religion für sich selbst brauchen, da er - wenn er Christist - auch von der Rechtmäßigkeit des Kultes überzeugt sein müsste. Ansonsten kann sich natürlich jeder seinen Glauben aus den Annehmlichkeiten sämtlicher Religionen zusammensuchen und sich seinen eigenen Gott erschaffen, den er ganz doll lieb haben kann. |
| darkEMYR | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nnordy [/i] [B]@darkEMYR: Nur Interesse halber - wo steht denn das??? (Jetzt bin ich wirklich gespannt - Juden schächten die Tiere, praktizieren die Beschneidung und dürfen kein Schweinefleisch essen (ist nicht koscher) - Du sprachst aber von Christen?) [/B][/QUOTE] hab dir das als pn geschickt, hier noch mal für andere die es interessiert im AT, 1. und 3. Buch Moses findet man da einiges interessantes u.a. auch viele überschneidungen mit geschichten aus dem koran |
| Nnordy | Die Gebote, die Gott im AT gibt (NICHT die 10 Gebote) sind für sein 'auserwähltes Volk' - womit im AT das, was wir heute als Religionsgemeinschaft der Juden kennen, gemeint ist - verbindlich. Christen gibt es erst seit Jesus, für die ist das NT von größerer Bedeutung als das AT. Dementsprechend gilt das, was Du im AT gefunden hast, auf jeden Fall für Juden - mitnichten aber für Christen. Wobei das nicht heißen soll, das man das nicht auch machen KANN - verbindlich ist es aber meines Wissens nicht. Ich frag aber gern nochmal meinen Schwiegervater - der ist Pfarrer. Die angesprochenen Überschneidungen sind nicht weiter verwunderlich - zu der Zeit, als der Koran entstand, war Jesus ja schon ein paar Jahrhunderte Geschichte - er wird ja auch im Koran als einer der Propheten erwähnt, wenn ich mich nicht sehr irre. Letztlich ist das Christentum mit gerade mal 10 wirklich verbindlichen Geboten eigentlich echt noch äußerst lax... wenn man mal von dem absieht, was die katholische Kirche dazu gedichtet hat... :rolleyes: |
| darkEMYR | du kennst dich gut aus wie ich sehe frag mal nach, würde mich echt mal brennend interessieren |
| Montrose | [QUOTE]Dementsprechend gilt das, was Du im AT gefunden hast, auf jeden Fall für Juden - mitnichten aber für Christen.[/QUOTE] Die spannende Frage ist ja zunächst mal, WAS da gefunden wurde. Was es bedeutet. Nichtgläubige und Gläubige sind zu schnell damit beschäftigt, die Sache auf sich zu beziehen, ohne sich zu fragen: -- wer hat hier zu welchem Zweck unter welchen Umständen diese Gebote aufgestellt? Es ist ja nicht so, daß Religionen einfach sinnlos irgendwelche x-beliebigen Regeln aufstellen sondern das ganze hat ja einen Sinn. Im Deuteronomium finden sich zum Beispiel auch Anordnen darüber, wie mit dem Scheißen umgegangen werden soll. Scheint zwar eine lächerliche Frage zu sein, wenn aber plötzlich ein paar hundert an Typhus erkranken, ist das nicht mehr lustig. Erst über den Sinn der Gebote läßt sich rausfinden, für wen die wann gelten. Gewisse Aufhebungen des AT für Christen stammen gar nicht von Jesus, sondern sind später. So hat Paulus beschlossen, daß sich Christen nicht mehr beschneiden sollen. In anderer Hinsicht hingegen steht Judentum und Christentum in fester Bindung zueinander. Da kann man nicht einfach sagen: das müssen Juden, aber nicht Christen glauben. Christen sind ja in gewisser Weise eine Abspaltung von den Juden. edit: Und natürlich ist zum Beispiel der Katholizismus keine Reinform des Christentums, sondern stellt einen Kompromiß zwischen Urchristentum und Anpassung an heidnische Bräuche damals mächtiger Völker (Sachsen, Franken usw.) dar. So kommt es zum Beispiel zur katholischen Reliquienverehrung, die weder jüdisch, noch christlich, noch mit Jesus etwas zu tun hat, sondern eher dem heidnischen Kult mit Zaubergegenständen entspricht. [QUOTE]Braucht ein Mensch, der von der Existenz und Gutherzigkeit Gottes wirklich überzeugt ist eine Religion, die ihn zu diesem Gott führt?[/QUOTE]Die Überzeugung der Existenz und das Wissen um die Gutherzigkeit Gottes sind völlig belanglos, wenn sie nicht in den Alltag eingebaut und erlebt werden. GAnz davon abgesehen, daß Religion immer auch etwas öffentliches war und ist. Dieser pseudo-asiatische Blödsinn der persönlichen Wellness entspricht absolut nicht den westlichen Glaubensvorstellungen: hier wird Gott immer als Lenker eines ganzen Systems, der Einzelne als Teil eines Ganzen gedacht. Erst so kommt es ja zu Kategorien wie "Schuld" und "Vergebung". Wenn der Glaube keinen umfassenderen Bezug hätte, wären diese Kategorien gegenstandslos. Religion ist etwas ganz anderes als Mathematik. Wenn ich weiß, daß 2 + 2 = 4 gibt bin ich ein guter Mathematiker. Wenn ich aber "weiß", daß Gott gut ist, dann hat das mit einer Gottesbeziehung noch gar nichts zu tun. Mal ganz abgesehen davon, daß Gott natürlich nicht (nur) gut ist. Er hat nicht nur das Leben, sondern auch die Krankheit und das Sterben geschaffen. Um dieses "Gutsein" Gottes zu verstehen, ist es mit Wissen nicht getan. |
| Trauerwesen | [QUOTE]Und würde das bedeuten, daß die über Jahrhunderte gepflegten Gebote Gottes heute im Grunde nur Traditionen sind, mit denen eigentlich auch gebrochen werden kann, wenn es es um Leben und Fortschritt geht?[/QUOTE] Meines Erachtens ist da ziemlich viel überholt. Die wElt, die Menschheit, vieles hat sich geändert und man klammert sich dort nach wie vor an Werte, die einfach überholt sind. Man bezieht sich immer noch an ein Buch, welches wer weiss wie alt ist, und einfach nicht mehr zeitgemäss ist. Das verurteile ich persönlich auch am Vatikan. Ich sehe es weniger als Aufruf zu brechen, eher, zeitgemäss damit umzugehen. Sollte eventuell auch was vom Vatikan kommen, dass man sich mal ein wenig der Zeit anpasst usw. |
| Montrose | [QUOTE]Würde das bedeuten, daß die 'göttlichen' Gebote rein praktischer Natur sind, bezogen auf den Alltag des Gläubigen?[/QUOTE]Die Antwort hängt davon ab, ob man dieser Welt bereits einen Wert zuspricht oder ob es nur das Jammertal ist, das es zu überwinden gilt. [QUOTE]vieles hat sich geändert und man klammert sich dort nach wie vor an Werte, die einfach überholt sind. [/QUOTE]Der Mensch hat sich nicht geändert. Seine biologische Ausstattung, seine Bedürfnisse, seine Gefühle sind dieselben wie vor tausenden von Jahren. Wenn man nach 2000 Jahren zum Beispiel den Philosophen Seneca liest, dann sind das Texte als ob sie erst gestern geschrieben worden wären. Was, bitteschön, soll sich denn geändert haben? Auf alles, was wir heute an Absonderlichkeiten und Gutem kommen, kamen die Menschen von Babylon, Athen, Rom auch schon. [QUOTE]Und würde das bedeuten, daß die über Jahrhunderte gepflegten Gebote Gottes heute im Grunde nur Traditionen sind, mit denen eigentlich auch gebrochen werden kann, wenn es es um Leben und Fortschritt geht?[/QUOTE]Die meisten Gebote sind geschaffen worden, um Leben zu schützen. Gerade wenn es ums Leben geht, sollte man sinnvolle Gebote nicht aufgrund des "Fortschrittes" abschaffen. Apropos "Fortschritt": worin besteht denn der Fortschritt? [QUOTE]...weil kulturell bedingt und darum irdisch und nicht himmlisch?[/QUOTE]Diese Frage verstehe ich nicht. Wie willst Du das eine vom anderen trennen? [QUOTE]Welcher Art ist dann die Gottesbeziehung? Geht sie allein von Gott aus oder ist der Mensch als gleichfalls aktiver Part mit daran beteiligt? Reagiert der Mensch nur auf Gott? Oder ist das Gottesbild des Menschen generell nur ein Produkt seiner sich mit den kulturellen Gegebenheiten wandelnden Phantasie?[/QUOTE]Es kommt nicht auf die Fragen, sondern auf die Antworten an. Und die kann man nicht wie in der Schule mit klugen Worten geben, sondern sie stecken im gesamten Leben drin. Was ist das Leben? Worauf bezieht es sich, was ist sein Ziel? [QUOTE]Ist Gott der Ganz Andere?[/QUOTE]Karl Barth ;) |
| darkEMYR | aber das at + 10 gebote gelten doch eigentlich für christen, und die von mir genannten stellen sind auch vorschriften ich denke schon dass das für christen gilt das nt ist ja schließlich nachträglich angefügt und die juden haben ja die thora u.a. |
| blutkult | ich finde das religionen zu oft schon benutzt wurden um kriege zu führen. bush meint bekennender christ zu sein.diese selbstmörder aus den wüstenländern bringen sich um für ihren gott... religionen sind gut für menschen die zu schwach sind an sich zu glauben oder etwas brauchen das ihnen einen sinn zu geben scheint. |
| m3nt4l dis0rd3r | [QUOTE]das nt ist ja schließlich nachträglich angefügt und die juden haben ja die thora u.a.[/QUOTE] Nur mal eine kleine Frage: Sind AT und Thora nicht (fast) identisch? |
| Montrose | [QUOTE]Daß Christus, der Fleisch gewordene Gott, als Mensch bloß ein ethischer und damit sich mit dem Menschen wandelnder Maßstab sein kann,[/QUOTE] Wir hatten über die Gesetze des AT gesprochen, die von Christus dem Sinn nach erfüllt, im Detail aber durch die Erfüllung teilweise aufgehoben wurden. Abgesehen davon gehe ich davon aus, daß sich der Mensch nicht ändert. Er ist derselbe wie vor 20.000 Jahren und wird auch in den kommenden 20.000 Jahren derselbe sein. Und der Mensch wußte, weiß und wird auch in Zukunft sehr wohl wissen, was gut und böse ist. Demnach wandelt sich der Maßstab nicht, aber seine Umsetzung kann sich wandeln. [QUOTE]da ja Gott als der Ganz Andere (habe das mit Barth verknüpft) und darum für alles menschliche Denken Irrelevante, für das menschliche Denken als Arbeitshypothese bedeutungslos ist. [/QUOTE] Die "Arbeitshypothese" ist doch, daß Gott den Kontakt zum Menschen sucht und ihn auch von den Menschen erwartet. Deshalb ist Gott relevant und bedeutungsvoll. Christus kam, damit Gott und Mensch sich trotz der Andersartigkeit Gottes nicht verfehlen. [QUOTE]wie Du zB die 2 Naturen Christi verstehst/erlebst[/QUOTE]In Christus zeigt sich das Göttliche in einer uns verständlichen Form. In Christus hat Gott zudem nicht nur sich gezeigt, sondern auch, gezeigt, was der Mensch sein könnte: nämlich selbst göttlich zusammen mit Gott. Genau das ist ja das Ziel: mit Gott wiedervereint zu sein. Leute, die sagen: ich glaube an mich selbst, drehen das Ganze in unguter Weise um. Anstatt sie als Menschen Gott ähnlich werden, ziehen sie das Göttliche auf ihre Ebene herunter. Diesen Mechanismus kapieren die Heiden nicht: daß wenn sie sich selbst (als kleine Menschenfuzzis) zum Gott erheben, sie sich die Chance verbauen, dem wirklich Göttlichen zu begegnen. [QUOTE]deren Wegbereiter Barth ja dadurch ist, daß er Gott so sehr 'anders' sein läßt, daß 'Gott' als Idee praktisch unwichtig wird und allein seine Menschlichkeit/Stofflichkeit (der Symbolismus?) von Bedeutung ist.[/QUOTE]Seine Stofflichkeit wird wichtig .... ja, das ist gut. Aber nach meiner Auffassung nicht in Form von "Menschlichkeit", sondern in der Form, daß der Souverän des Universums Handlungen vollzieht, die nicht nur wie prophetische auf etwas anderes verweisen, sondern sind. Deshalb halte ich in diesem Kontext den Begriff Symbolismus für unzutreffend. Gott tut nicht so als ob, sondern er schafft Wirklichkeit. Ebenso ist der Begriff "Idee" heikel, weil die Idee den Verstand meint .... die Seelenexistenz jedoch m.E. den Verstand nur als Werkzeug benutzt, aber nicht die Seele selbst darstellt. Letzteres zeigt sich daran, daß Werte axiomatisch gesetzt/gefühlt/empfunden werden und nicht logisch ableitbar sind. [QUOTE]In unserem Fall eigentlich nur im Überschreiten der durch die göttlichen/tradierten Gebote/Lebensregeln gesetzten Grenzen.[/QUOTE]Das ist kein Fortschritt, sondern die Ursache menschlichen Leidens. [QUOTE]Daß Gott 'gut' sei, dies zu 'wissen' hätte mit einer Gottesbeziehung nichts zu tun, hast Du geschrieben. Da drängen sich mir obige Fragen einfach auf. Denn: Wenn nicht dies, was ist dann eine Gottesbeziehung? Und was lässt sich darum, weil sie ist, über eine solche Beziehung aussagen?[/QUOTE]Gott ist entweder eine gute Erfindung, welche Vorteile hat hinsichtlich eines konsistenten Selbst- und Weltbildes und eines Aufhängers für höhere Kulurleistungen. Sorry, aber Atheisten halte ich zwangsläufig für dummer, weil sie bestimmte (strukturelle) Dinge nicht denken können. In dem Moment, wo Gott jedoch keine funktionelle Variable, sondern real existierend ist, ist diese Gottesbeziehung sinnlich. Eine sinnliche Beziehung ist verhandelbar, weil dabei andere Größen als Welten-Mechanik ins Spiel kommen. [QUOTE]Einfache Frage: Wie bist Du zum Glauben gekommen?[/QUOTE]Ich frage mich, ob der Anfang (zum Glauben gekommen) wirklich so entscheidend ist. Interessanter ist für mich persönlich, wie es weitergeht. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ [QUOTE]Religionen sind gut für menschen die zu schwach sind an sich zu glauben[/QUOTE] Na dann beschreib doch mal dieses "selbst"? Und könnte man diese Schwäche nicht auch bei Nichtreligiösen, die Geld oder Titel oder Macht scheffeln oder sich verkleiden müssen, finden? Diese "Schwäche" drückt sich ja nicht nur im Glauben, sondern in allem anderen auch aus. Vielleicht steckt hinter mancher "Schwäche" große Stärke dahinter. In guten Zeiten durchkommen kann jeder Trottel. Aber wie sieht's aus, wenn Deine Berechnungen fürs Leben plötzlich nicht mehr aufgehen? Wenn dieses "Selbst" an seine Grenzen stößt? [QUOTE]Nur mal eine kleine Frage: Sind AT und Thora nicht (fast) identisch?[/QUOTE] Nö. Thora sind die fünf Bücher Mose. Zudem gibt es noch die "geschichtlichen" Bücher (Josua, Richter, Könige), die Prophetenbücher, die Psalmen und Weisheitssprüche. |
| MagnusCaudar(Bw | "Abgesehen davon gehe ich davon aus, daß sich der Mensch nicht ändert. Er ist derselbe wie vor 20.000 Jahren und wird auch in den kommenden 20.000 Jahren derselbe sein. Und der Mensch wußte, weiß und wird auch in Zukunft sehr wohl wissen, was gut und böse ist." Nee , nee ... Tiefschlag in in die moderne Sozialentwicklung des Menschen ... Eine Behauptung , durch keinerlei Fakten gestützt , doch durch viele wiederlegt ... Die Menschheit ist in einer Entscheidenen Phase ihrer Entwicklung angelangt ... Luxus mit Befridigung aller Bedürfnisse führen zwangsweise zum Selbstverwirklichungstrieb , doch dieser bezieht sich in einer Zeit des Konsums und Überangebotes hauptsächlich auf geistiger Ebene ... Zur Selbstverwirklichung gehöhrt ( wie allseits bekannt ) der Liberalismus . Besonders in den jüngeren Generationen ist das ihm varrausschreitende Maß an moralischer Dekadenz zu beowachten was auf eine allgemeine Werte veränderung hinläuft ... Ergo ist die Sicherheit des pasistischen Dualismus nichteinmal durch Indizien gesichert , die Voraussetzungen lassen eher auf das gegenteil schließen ... |
| darkEMYR | [QUOTE][i]Original geschrieben von m3nt4l dis0rd3r [/i] [B]Nur mal eine kleine Frage: Sind AT und Thora nicht (fast) identisch? [/B][/QUOTE] inhaltlich sind alle bücher Gottes nahezu identisch, nur dass mit fortschreitender Zeit neue Geschichten und Regeln hinzukamen (alkohol trinken ist den christen z.b. nicht verboten) |
| Montrose | [QUOTE]inhaltlich sind alle bücher Gottes nahezu identisch[/QUOTE]Nö, sie sind alle grundverschieden. Das Leben ist vielfältig, deshalb sind es die heiligen Bücher auch. [QUOTE](alkohol trinken ist den christen z.b. nicht verboten)[/QUOTE]Den Juden auch nicht. |
| darkEMYR | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Nö, sie sind alle grundverschieden. Das Leben ist vielfältig, deshalb sind es die heiligen Bücher auch. [/B][/QUOTE] von den vorschriften und grundsätzen sind sie sehr wohl ziemlich ähnlich (at und koran fast identisch) |
| Helios | Die Religion ist eine Zufluchtsmöglichkeit für uns Menschen, aber auch ein Vorwand, um bestimmte Dinge zu tun und zu erklären, wer an Gott glaubt , braucht eigentlich keine Religion, die seine Ansichten vertritt (oder auch nicht), schlussendlich ist zb. die Kirche einerseits Religion und Gott zum anfassen , andererseits aber auch ein Unternehmen, dass den Glauben der Menschen für ihre Zwecke nutzt |
| jorinde | Hm,...ich glaube Religion ist wichtig für einen Menschen. Und da will ich jetzt einmal die Religonen im allgemeinen nehmen und keine einzelne herrauspicken. Das Konzept von Religion ist das wichtige für den Menschen...zum einen liefert sie ihm erklärungen für Dinge die er sich nicht selbst erklären kann (ob nun richtig oder falsch sei einmal dahingestellt) zum anderen gibt sie ihm feste Regeln, Werte und Verhaltensnormen vor die nunmal Grundlage einer Gesellschaft sind (auch hier sei die richtigkeit der moralischen Werte einmal dahingestellt). Sie gibt dem Menschen halt und trost, liefert ihm erklärungen für unerklärliches und bildet einen konstante im Leben dieses gläubigen Menschen. Auch ein Gott (jedlicher Art) ist wichtig, denn ein Gott ist ein vom Menschen geschaffenes Ideal dem er sich annähern kann, dessen Werten er entsprechen kann und nacheifern. Auch der Glaube an einen Gott, und ein Gebet können für den Gläubigen ein Halt im Leben sein in dem er sonst keinen Sinn finden kann. Religion ist vom Prinzie her eine ganz gute Sache - so fern sie nicht missbraucht oder ausgenutzt wird. |
| Klarion | Zunächst sei erwähnt: Ich bin Atheist. Ich habe mir vor einiger zeit vorgenommen, die Biebel einmal durchzulesen, bin aber noch nicht sehr weit gekommen, da dieses Buch (und ich halte es eigentlich für nichts weiter, als ein sehr schlecht geschriebenes, aber durchaus erfolgreiches Buch) doch etwas langatmig bzw. langweilig ist. Aber schon nach dem kleinen Teil, den ich gelesen habe ist mir klar geworden, das ich diese Geschiche auf keinen Fall ernst nehmen kann. Dazu stehen viel zu viele Wiedersprüche oder zumindest fragwürdige Dinge darin. Um Einige zu nennen: 1. Adam und Eva In der Biebel steht nicht, das Adam und Eva die einziegen Menschen waren, sondern nur, das sie die Einzigen waren, die im Paradies lebten. trotzdem ist es in der Religion eine unumstößliche Tatsache, das sie die einzigen bzw. Ersten waren. 2.Die Arche Wie hat Noah die ganzen Tiere in die Arche, deren Ausmaße in der Biebel detailliert beschrieben sind, bekommen? Aber gehen wir mal davon aus, das er jeweils zwei von einer Art hineinbekommen hat. Trotzdem wäre da dann noch das Problem gewesen, sie von dem Berg, auf dem die Arche, nach der Flut stehenblieb, herunter zu kriegen. Gut. Gehen wir davon aus, das er auch dies geschafft hat. Wenn er dann allerdings eines jeder Art (...jeder "Reinen Art"...) geopfert hat, hätte er somit die Evulution in nicht unerheblichem Maße gestoppt. Es sei denn, die Tiere hätten sich auf der Fahrt vermehrt, was uns wieder zum Problem des Platzmangels führt. 4. Der Fall Abraham: Es würde zumindest mir schwer fallen, einem Gott zu folgen, der von mir verlangt, meinen Sohn zu töten, um ihm zu beweisen wie loyal ich ihm gegenüber bin. Und, abgesehen von der Ethik, würde jemand, der heutzutage so etwas versucht, nicht heilig gesprochen werden, sondern er würde wahrscheinlich im Knast, oder zumindest im Irrenhaus landen. 5. Der Turmbau zu Babel: Gott hat die Verschieden Sprachen erschaffen, weil er die Menschen verwirren wollte um den Bau zu stoppen. Soweit, so gut. Aber er tat dies nicht etwa als Bestrafung für die Unvermessenheit der Menschen, zu glauben, sie könnten dadurch Gott näher kommen, wie uns schon immer beigebracht wurde, sondern viel mehr aus Angst (zumindest hatte ich den Eindruck). Denn, soweit ich mich erinnern kann, soll Gott gesagt haben: "Wenn sie das schaffen, dann können sie alles schaffen und brauchen keinen Gott mehr." (Dieses Zitat ist Frei nach der Bibel, weil ich einfach zu faul bin nachzusehen). Das waren nur einige Beispiele, derer noch etliche in der Bibel zu finden sind, aber es würde zu weit führen, alle aufzuzählen. Zwei Dinge seien aber noch gesagt: Im AT herrscht Gott mit Diktatur und Gewalt, und Im NT soll er dann plötzlich, durch die Geburt seines Sohnes zu einem 'Barmherzigen' Gott geworden sein? Apropos: Geburt Jesu: In der Bibel steht, das sie eine Jungfrau war. Dies allerdings ist ein Übersetzungsfehler. Denn im hebräischen Original ist von einer "Jungen Frau" die Rede und nicht von einer "Jungfrau". Zurück zum eigentlichen Thema. Man sollte darüber nachdenken, ob man an Gott glaubt, oder nicht. Wenn man nur der Meinung ist, das grundsätzlich so etwas wie Gut und Böse existiert, hat das nicht viel mit dem glaube an Gott zu tun, denn dieser Gott macht im AT unmißverständlich klar, was es heißt, gläubig zu sein. Wenn man also beschließt, an Gott zu glauben, kommt man an seinen Gesetzen (Geboten) nicht vorbei. Heutige Zeit hin oder her, in der Bibel steht nun einmal, das diese Gebote nicht für einen bestimmten Zeitraum gelten, sondern für immer. Ich bitte, mein Geschwafel zu entschuldigen und hoffe, das es trotzdem wenigstens etwas interressant war dies zu lesen. |
| Hecke | Ich als Heckiist habe ja nun den direkten Draht zu einem Glaube, der sich von anderen absetzt. Der Mensch ist in seiner Form eine Religionsgemeinschaft, denn selbst als Atheist glaubt man. Und wenn man sich jetzt mal die Bibel oder der Koran zur Brust nimmt, wird man feststellen, dass man sich mit den ganzen Geglaube selbst ans Bein pinkelt. Wenn es nur einen Gott gibt, welches ist dann die höchste Form des Glaubens? Der Glaube an sich selbst! Somit ist jeder von uns ein Mensch und Gott zugleich. |
| Beowulf | [QUOTE][i]Original geschrieben von Hecke [/i] Der Mensch ist in seiner Form eine Religionsgemeinschaft[/QUOTE] Hat der Satzteil überhaupt einen Sinn? Darf ich mal ein Syllogismus wagen: Der Mensch ist eine Religionsgemeinschaft. Ich bin ein Mensch Ergo: Ich bin eine Religionsgemeinschaft. Bin ich jetzt von der Steuer befreit? [QUOTE][i]Original geschrieben von Hecke [/i] Wenn es nur einen Gott gibt, welches ist dann die höchste Form des Glaubens? Der Glaube an sich selbst![/QUOTE] Du solltest Feuerbach nochmal lesen. Ich kann mir nicht vorstellen dass er so argumentierte. |
| Klarion | [QUOTE]Original von Hecke: Somit ist jeder von uns Mensch und Gott zugleich.[/QUOTE] Ich glaube nicht, das wir uns jetzt als Götter bezeichnen sollten. das wäre der Falsche weg. Was ist auch falsch daran, einfach nur Mensch sein zu wolen? Ich habe auch nicht behauptet, nicht zu Glauben. Ich glaube an Gut und Böse wie Andere auch. Nur Personifiziere ich diese Beiden Seiten nicht. [QUOTE]Original von Hecke: ...wird man feststellen, das man sich mit dem ganzen Geglaube selbst ans Bein pikelt.[/QUOTE] Man kann sich mit einem Glauben nicht "selbst ans Bein Pinkeln". Der glaube an sich ist eine Art Lebenseinstellung und man kann ja wohl erst an etwas glauben, wenn man weiss, worum es geht. Somit würde man den Strahl, der auf einen zukommt früh genug sehen, um ihm auszuweichen. |
| BlackElvenTear | gott würde ich (wenn ich wohlwollend bin) als das "urprinzip leben" definieren. und dessen existenz ist durch ständige veränderung bedingt. daraus folgt, dass "gott" in dem moment "tot" ist, wo jemand sagt: so und so [I]ist[/I] "er". ich bin trotzdem atheist, in dem sinne, dass ich sage: [I]für mich [/I]nicht! ich kann anderen menschen ihren glauben lassen, jedem seine lebenshilfe. |
| Demon17 | [QUOTE]"Moslems! Moslems!!! Menschen, die ihre Religion ernst nehmen! Für Katholiken unvorstellbar." Volker Pispers[/Quote] Wem die Religion wichtiger ist als die Menschenrechte ist für mich ein Fanatiker. Wmomit ich jetzt nicht sagen möchte das den Moslems Allah wichtiger ist als die Freiheit ihrer Frauen. |
| Klarion | Jeder Religionstreue Mensch ist irgendwo ein Fanatiker. Glaubt doch jeder, das seine Religion die Einzige, die Wahre ist und andere zu den Verblendeten gehören, die bekehrt werden müssen. |
| Beowulf | [QUOTE][i]Original geschrieben von Klarion [/i] Glaubt doch jeder, das seine Religion die Einzige, die Wahre ist und andere zu den Verblendeten gehören, die bekehrt werden müssen. [/B][/QUOTE] Wenn das so wäre, wäre jeder Mensch ein Fanatiker, und ergo wäre es nichts schlechtes ein Fanatiker zu sein. |
| Klarion | Hab ich das Behauptet? Nur, übertreiben sollte man nicht. (siehe Taliban, etc.) |
| Beowulf | Hab ich behauptet, dass du das behauptet hast? Ich finde deine Aussage nur leicht überflüssig. Weils von einem inflationären Fanatismusbegriff ausgeht. Und weil die Prämisse dass jeder Religiöse Mensch andere bekehren möchte für falsch halte. Und weil ich es für falsch halte die Aussage speziell nur auf religiöse Menschen zu beziehen. |
| Klarion | O.K. Die Aussage, das Religiöse Menschen ständig versuchen, Andere zu bekehren, war wohl etwas zu hoch gegriffen. Das sehe ich ein. |
| Wasserlilie | @Klarion: Sind die Fragen, die du in deinem "Bibelbeitrag" stellst, für dich rein rhetorischer Natur oder bist du an Antworten und Kommentaren interessiert? Ich will hier keinen mit einer ellenlangen Abhandlung nerven, deshalb frage ich lieber vorher, vielleicht sind wir über diesen Schritt ja auch längst hinaus.;) Nur soviel kann ich mir nicht verkneifen. Die "Jungfrau= junge Frau" These hat ihre Berechtigung, aber das NT ist auf griechisch nicht auf hebräisch geschrieben. :D |
| Rahab | BTT ^^ "Wer Gott liebt, braucht keine Religion" Ich zitiere hierzu mal Eliphas Levi, seines Zeichens bedeutender Kabbalist des letzten Jahrhunderts: "Ein Eingeweihter kann in aller Aufrichtigkeit die Religion ausüben, in welcher er geboren ist, denn alle die Riten versinnbildlichen doch nur das eine gleiche Dogma, aber nur Gott allein braucht er sein Gewissen zu eröffnen und niemand schuldet er Rechenschaft über seinen innersten Glauben. Kein Priester würde das zu beurteilen wissen, was nicht einmal der Pabst versteht. Die äussren Zeichen des Eingeweihten sind bescheidenes Wissen, stille Menschenfreundlichkeit, Gleichmässigkeit des Charakters und unveränderliche Güte." Diesen Satz hab ich im meinem Kabbala-Handbuch mit einem dicken Ausrufezeichen markiert. |
| Klarion | @Wassserlilie. 1. Sowohl, als auch. Ich bin zwar nicht gläubig, aber das Thema ist Interressant. Schon alleine deswegen, weil einige meiner Bekannten sehr gläubig sind und eine Zeit lang hartneckig versucht haben, mich zu bekehren. Was mich auch erst auf die Idee gebracht hat, die Bibel zu lesen. Hatte bei mir aber eher den Effekt, das ich noch mehr Gründe habe, nicht an Gott zu glauben bzw. ihn anzubeten, als vorher. 2. Sorry mein Fehler. Natürlich ist das NT nicht auf hebreisch. Aber danke für die Aufklärung.:D |
| Deacan | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nnordy [/i] [B]Die Gebote, die Gott im AT gibt (NICHT die 10 Gebote) sind für sein 'auserwähltes Volk' - womit im AT das, was wir heute als Religionsgemeinschaft der Juden kennen, gemeint ist - verbindlich. Christen gibt es erst seit Jesus, für die ist das NT von größerer Bedeutung als das AT. [/B][/QUOTE] Randbemerkung: Christen gibt es erst NACH der Zeit Jesus - der nette Kerl war nämlich tatsächlich Jude und er selbst hatte wohl auch nicht vor, eine eigene Religion zu gründen: er ging zum Beten wie alle Juden auch in die Synagoge und forderte vom jüdischen Volk, das es sich stärker an die 10 Gebote Gottes halten sollte - wer das NT mal aufmerksam liest, wird das merken. Im Grunde machte vor 2000 Jahren auf ein Problem aufmerksam, das es auch heute noch gibt: den Hang zur laxen Auslegung einer Religion. Die Christen beginnen erst mit Paulus Jahre nach der Kreuzigung des "Heilands" - allerdings hat das dann nichts mehr mit dem Orginal zu tun, die Christen maßten sich einfach an, das ihre Religion die Erfüllung des AT sein sollte... Deacan |
| Dark Religion | Seid gegrüsst, alle Massenreligionen laufen darauf hinaus das man für ein Gottgefälliges Leben, von dem achso mächtigen, liebenden Gott nach dem Tod belohnt wird. Ob durch Auferweckung, Wiedergeburt oder Aufnahme in ein Paradies oder sonst sowas. Also wer den Tod akzeptiert und für sich selbst weis, das nach dem Tod der Körper nur noch als Wurmfutter taugt, braucht auch keinen lieben Gott an den er sich klammern muss. Es gibt nur eine wirklich Zentrale Frage die alle grossen Religionen verbindet. Die Frage was wird nach dem Tod eines Menschen. Es gibt höhere Mächte, an die man glauben sollte, meiner Meinung nach. Die haben aber mit den grössten Weltreligionen, meiner Meinung nach, nichts am Hut. Also brauch ich die Religion aber keinen allmächtigen einzelnen Gott. |
| Klarion | So funktiniert Religion aber nun mal. Man kann an einen Gott glauben, ohne einer religösen Gemeinschaft beizutreten, aber nicht umgekehrt. Jede religion glaubt an einen Gott, und mit dem Beitritt einer solchen erklärt man sich doch zumindest damit einverstanden, diesen Glauben zu praktizieren. Es sei denn, man gründet eine eigene religion, die es ablehnt, an einen Allmächtigen zu glauben. Das nennt man dann aber wohl eher Sekte. PS. Nur um dem Vorzugreifen: Ich weiß, das es auch Sekten gibt, die auch an Götter glauben. |
| Fjörgin | Gott fungiert im Prinzip ja sowieso nur als Personifizierung jener höheren Macht was auch immer es ist. Es ist Viel leichter seinen Glauben in einme Begriff zu fassen, Gott, Allah, Jawhe. So fällt das Beten leichter. Religionen sind meiner Meinung nach Organisationen wo Menschen zusammen ihren Glauben Leben können. Mancher mag es andere nicht. Die Fehlinterpretation von Glaubenstexten und Fanatismus sind andere sachen. |
| daimos | [QUOTE][i]Original geschrieben von Klarion [/i] Man kann an einen Gott glauben, ohne einer religösen Gemeinschaft beizutreten, aber nicht umgekehrt.[/QUOTE]Buddhisten sind zweifelsohne eine Religionsgemeinschaft, trotzdem beten sie nicht Buddha an, sondern sehen ihn mehr als Lehrmeister. ;) |
| Klarion | Recht hast du. Ist aber das gleiche Prinzip. Ich versuche es mal mit einer Metapher: Mann kann zwar Fussball spielen ohne einem verein anzugehören, doch sollte man Ahnung von dem Spiel haben, um eiem Verein beizutreten. |
| daimos | Dann hast du natürlich Recht. Ich find diese Praxis, um gläubig zu sein, einer Religionsgemeinschaft angehören zu müssen, sowieso daneben. Glaube ist etwas Persönliches, da würde ich mir doch von irgendwelchen Spatzen in Rom oder sonstwo nicht reinfunken lassen. |
| PuerNoctis | Da dieser Thread inhaltlich ungefähr zu dem passt was ich zu erzählen habe, grabe ich ihn einfach mal wieder aus. Es geht um folgendes: Vor kurzem habe ich einen Vortrag über die sogenannte Baha'i-Religion besucht. Ehrlich gesagt - uns so wird es wahrscheinlich allen gehen - habe ich vorher noch nie etwas von denen gehört. Im Grunde genommen handelt es sich dabei nicht um eine "Großreligion" wie das Christentum oder den moslemischen Glauben, welche alle nur "ihren" Gott als Gott ansehen. Baha'i ist eher eine Art Subreligion die man zusätzlich zum normalen Glauben besitzt und die keinem vorschreibt: "Dein Gott heißt xyz! Er ist dein Schöpfer und wenn du in seinem Sinne lebst wirst du ins Paradies kommen und asösdfslgsdölfksdf...." Die Baha'i sind da eher an der Menschlichen Vereinigung interessiert. Jeder Mensch soll seinen nächsten lieben, egal ob er groß, klein, dick, dünn, männlich, weiblich, schwarz, weiß oder lilablassblaukariertmitstreifen ist, unabhängig von dessen Glaubensbekenntnis. In ihren Augen zeigt sich Gott in ständig anderer Form im Laufe der Zeit wieder - alle Weltreligionen sind praktisch verschiedene "Formen" eines einzigen Gottes. Jedem Baha'i ist es selbst überlassen was er macht oder wie er denkt (obwohl es ein paar Grundsätze gibt - Wikipedia weiß da mehr). Baha'i kann grundsätzlich jeder werden. Ob Jude, Christ, Hindu, Atheist oder gar Nihilist (obwohl es bei den letzteren zwei krieseln könnte - theoretisch aber möglich). Kein Zwang, keine Mitgliedsbeiträge und der Beitritt bzw. der Austritt läuft so erstaunlich formlos ab, dass es fast schon ein "Du bist Baha'i wenn du sagst du bist Baha'i" ist. Ich persönlich finde die Idee der Baha'i sehr interessant, umso erschreckender ist es, dass sie heute sogar noch verfolgt und hingerichtet werden (Der Referent des Vortrags war ebenfalls ein "Flüchtling"). Aber, was der Beitrag denn nun eigentlich soll. Definitiv KEIN Versuch jemanden eine neue Religion anzudrehen, das steht fest, aber ich wollte die Baha'i einfach mal vorstellen, damit ihr wisst dass es sowas überhaupt gibt und vielleicht informiert sich der ein oder andere vielleicht ein wenig darüber. Und was ich mich noch interessiert: In Sachen Religionen bin ich immer sehr neugirig, da ich finde dass es keine "richtige" gibt und jeder selber wissen muss mit welcher er am Besten lebt. Für mich stellt ein Gott eine Art, naja, "Proxy" für eine Lebensphilosophie dar die jedem hilft sich so zu entwickeln wie er es denn gerne möchte. Und ich würde gerne erfahren was Ihr so für Erfahrungen mit verschiedenen Religionen oder Lehren habt (egal ob Christ, Jude, Moslem, Budda, Kabbalah, Chaos, Thelema, Hindu, undschießmichtot ist. Aber bitte niemanden oder seinen Glauben angreifen, das wäre nicht fair). Oder vielleicht kennt ja noch jemand so eine eher ungekannte Religion und möchte seine Erfahrungen teilen? |
| une copine | Na ja, es gibt Menschen, die leben in kleinen Gemeinschaften oder sogar alleine in den Bergen, sind sie deshalb nicht gläubig? Die Hauptsache ist doch, man lebt mit Gott, dazu braucht man kein Religion; die christliche Kirche zwingt auch niemanden, in den Gottesdienst zu gehen. |