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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Das zyklische Universum
SunTzuHallo!

Paul Steinhardt von der Universität Princeton und Neil Turok von der Universität Cambridge, Großbritannien, stellten kürzlich in der Online-Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Science ihr Modell eines zyklisch wiederkehrenden Universums vor. Demnach existiert das Weltall ewig, pulsiert aber im Rhythmus von einigen Billionen Jahren von Urknall zu Urknall.

Vielen Dank!
BeowulfAch, das also erklärt, warum die Themen hier immer wieder zyklisch auftauchen.
Phoenix1384@SunTzu

Erst kürzlich? Die Science ist doch sonst immer so schnell.... 1999 stand schon was zu zyklischen Universum in der bdw ("Bild der Wissenschaft"; und nein, sie hat nichts mit dem Axel Springer Verlag zu tun... ;) ). Stand da noch mehr zu, als dass das Universum zyklisch sei? Können Neil Turok und Paul Steinhardt plausibel mit Indizien untermauern? Oder ist es nur eine von vielen Theorien, woher das Universum kam und wie es sich in Zukunft entwickeln wird? Kannst du den Link zum Artikel vielleicht noch mal posten?


@Beowolf

Nein, das zyklische Auftreten gleicher Themen hier hat glaube ich mehr mit Psychologie, als Physik, zu tun! Die Suchfunktion ist ja auch so klein und unscheinbar da oben rechts - das übersehen viele gerne (ich auch manchmal.. *g*). Außerdem scheint selber texten auch mehr Spaß zu machen, als schon fertige Antworten zu suchen. Aber das wäre hier offtopic, und bedürfe eines eigenen Threads, falls es den nicht schon gibt.. ;)

Gruß
phoenix
Snak3rJetzt mal ne ganz dumme Frage*:

wenn das universum zyklisch wiederkehrenden hiese es das es eine zeitschleife ist wo alle immer und immer wieder in einem bestimmte Abstand passiert?
Lebe ich schon mein dreisigste leben?

oder heist es das wenn ich in diesem Universums lebe in dem andere aber nicht??

Heist das wir tragen zum urknall bei ?wir helfen bei der entstehung eines urknalls???oder macht das Universums sich selbst ein ende
Phoenix1384@Snak3r

Soweit ich die Theorien noch im Kopf habe, bedeutet es nicht, dass das Universum praktisch in einer Zeitschleife steckt. Sondern sich eher wie die Jahreszeiten verhält. Es entsteht, expandiert, stürzt irgendwann wieder zusammen und es kommt zu einem neuen Urknall (bei dem auch durchaus andere physikalische Gesetzmäßigkeiten entstehen können, als wir sie hier in diesem Universum haben).

Gruß
ShacklesOfFearSo weit ich das vor langem mal mitbekommen hab, ist es so, wie Phoenix schon meinte. Das Universum entsteht, fällt wieder zusammen, entsteht neu, und so weiter....
Die "Beweise" die damals vorgelegt wurden, hatten was mit der Lichtverschiebung zu tun. Die guten Wissenschaftler meinten irgendwie, dass sie anhand der bei uns ankommenden Lichtfrequenzen feststellen "könnten", dass sich Galaxien von einandern entfernen und wieder zusammen ziehen (was ja an sich nicht falsch ist) und sie wohl auch einige Beispiele dafür hätten, dass sich grade alles auseinander bewegt. (Wir sind also quasi grad im expandierenden Stadium, laut deren Meinungen - was mich nur etwas iriiterit da man von andern Seitenw ieder gegensprüchliches hört und dort gezeigt wird, dass die Galaxien sich sowohl voneinander entfernen, als auch aufeinandern zudriften.)
Ich enthalte mich allerdings einer genauen Meinung... Meinetwegen solls sein wie's ist, wenn nciht, auch okay.
Interessant zu wissen, wärs allemal - ohne Frage, aber ich zweifle dran, dass die Wissenschaftler so schnell auf einen Nenner kommen werden.

Aber, Phoenix, um deine Frage nach den Beweisen nochmal kurz zusammenfassend zu "erklären": Lichtverschiebung eben, je nach dem, ob der Stern hier in roten, blauen etc. Licht erscheint.
Vielleicht hab ich irgendwo noch was rumliegen, ich werd mal schaun.
Snak3ralso fällt die zeitschleife und fast alle andere frage weg...
trotzdem interresant könnt mann eigentlich selber draufkommen...
THX
Lacerta[QUOTE]ihr Modell eines zyklisch wiederkehrenden Universums[/QUOTE]

Ja, ein Modell. Mehr aber auch nicht.
Snak3rja aber auch eine Kranke theroie....!
vll is das unvierum auch ne kugel und mann bewegt sich immer zu einem punkt..in dieser kugel -.-
Cthugha[QUOTE][i]Original geschrieben von Phoenix1384 [/i]
[B]@SunTzu

Erst kürzlich? Die Science ist doch sonst immer so schnell.... 1999 stand schon was zu zyklischen Universum in der bdw ("Bild der Wissenschaft"; und nein, sie hat nichts mit dem Axel Springer Verlag zu tun... ;) ). Stand da noch mehr zu, als dass das Universum zyklisch sei? Können Neil Turok und Paul Steinhardt plausibel mit Indizien untermauern? [/B][/QUOTE]

Naja. Turok und Steinhardt sind ja auch schon länger an dem Thema dran. 2002 kam ihr erstes Paper zu diesem Thema heraus, glaube ich, auf dem sie dann immer weiter aufgebaut haben. Der Unterschied ist halt, dass es schwierig war, vernünftige mathematische Lösungen zu finden, die quasi den "Durchgang" von einem Zyklus in den nächsten beschreiben, weil dieser Durchgang bisher für gewöhnlich als mathematische Singularität behandelt werden musste. Für diesen Fall wurden wohl Lösungen gefunden, aber frag mich bitte nicht, wie die genau aussehen.

Wirklich belegen kann man diese Theorie natürlich im Moment nicht. Die Theorie erklärt halt die üblichen Sachen wie Inflation/Rotverschiebung und ist weniger gekünstelt als herkömmliche Urknalltheorien. Gemäß herkömmlicher Theorien hat zum Beispiel die Vakuumenergiedichte einen Wert, der gaaaaaanz knapp an der Realität vorbeigeht. Die theoretische Vorhersage ist etwa um den Faktor 10^115 bis 10^125 (je nach Theorie) zu groß. ;)
Auch solche nachträglich hingepfuschten Späße wie dunkle Energie sind in dieser Theorie nicht nötig, weil Inflation und die Notwendigkeit für dunkle Energie durch ein einzelnes oszillierendes Energiefeld ersetzt. Das mag nicht nach einem großen Unterschied klingen, aber es macht in einer physikalischen Theorie schon einen Unterschied, ob man Beobachtungen phänomenologisch in eine Theorie hineinbasteln muß, die so etwas gar nicht vorsieht oder ob man diese Beobachtungen mit einer Theorie vorhersagen kann.

Wie gesagt, belegbar ist das alles wohl nicht...aber sehr elegant. Und die Theorie kommt halt mit sehr wenig Schnickschnack aus, was oft ein gutes Indiz ist.
LaChatteDie andere Frage wäre noch: gibt es denn Beobachtungen, die eher darauf hinweisen, dass das Universum NICHT zyklisch ist?

Dass Zyklen ein wesentliches Prinzip unseres Universums sind, im Grossen und im Kleinen, ist ja offensichtlich... von den Galaxien, die sich um sich selbst drehen, über die Jahreszeiten und die vielen biologischen Zyklen bis hin zur Schwingung der Elementarteilchen... alle möglichen Dinge funktionieren zyklisch.
EvillightSchön, dass das Thema schon mal durch war.
Was mich mal interessieren würde, ist in diesem Zusammenhang, welche Kraft das expandierende Universum wieder zusammendrücken soll. Das müsste ja ein wesentlicher Faktor des Zyklischen sein. Die allgemeine Physik geht ja eher davon aus, dass ein Vakuum eher gefüllt, als wieder geschaffen wird.

Was aber ein interessantes Gedankenspiel ist, ist der Rückweg zum Urknall, wie sich die Zeit ins unendliche verzerren müsste, aber irgendwie wohl auch nicht, denn vor 14.000.000.000 Jahren hat's ja wohl Bumm gemacht (wenn Schall sich im Vakuum ausbreiten würde.) Aber auch vor den 14 Mrd Jahren muss es doch unendlich Zeit gegeben haben. Kann Zeit = 0 sein ?
mondkind[QUOTE]Kann Zeit = 0 sein ?[/QUOTE] Zeitmessung ist etwas von Menschen geschaffenes. Der Mensch setzt irgendwo seinen Nullpunkt (in diesem Fall beim Urknall) und beginnt dort mit der Zeitmessung. Nach menschlichen Vorstellungen kann Zeit also gleich 0 sein.
Cthugha[QUOTE][i]Original geschrieben von Evillight [/i]
[B]Schön, dass das Thema schon mal durch war.
Was mich mal interessieren würde, ist in diesem Zusammenhang, welche Kraft das expandierende Universum wieder zusammendrücken soll. Das müsste ja ein wesentlicher Faktor des Zyklischen sein. Die allgemeine Physik geht ja eher davon aus, dass ein Vakuum eher gefüllt, als wieder geschaffen wird.
[/B][/QUOTE]

Das hängt vom Modell ab, das du gerade betrachtest. Im herkömmlichen Urknallmodell ist das die Gravitationskraft. Im Modell des zyklischen Universums kommt noch ein oszillierendes Energiefeld hinzu.
Spannender ist aber eigentlich die Frage, warum das Universum zwischenzeitlich mal immer schneller expandiert. Die Kraft, die das verursacht, ist das wirklich Faszinierende. Sich das Universum so vorzustellen, dass es ein mit Materie gefülltes Etwas inmitten eines großen Vakuums ist, das es im Laufe der Zeit ausfüllt, ist allerdings grob falsch.

[QUOTE]
[B]Was aber ein interessantes Gedankenspiel ist, ist der Rückweg zum Urknall, wie sich die Zeit ins unendliche verzerren müsste, aber irgendwie wohl auch nicht, denn vor 14.000.000.000 Jahren hat's ja wohl Bumm gemacht (wenn Schall sich im Vakuum ausbreiten würde.) Aber auch vor den 14 Mrd Jahren muss es doch unendlich Zeit gegeben haben. Kann Zeit = 0 sein ? [/B][/QUOTE]

Naja. Hören kann man das nicht, aber von kurz nach dem "Bumm" ist noch die kosmische Hintergrundstrahlung messbar.
Vor dem Urknall muß es übrigens noch keine Zeit gegeben haben. Zeit würde ohne die anderen Dimensionen auch recht sinnfrei und nicht nachweisbar sein. Man kann aber über das Modell des zyklischen Universums natürlich ein beliebig altes Universum konstruieren.
Und warum müsste sich die Zeit ins Unendliche verzerren? Ich kann höchstens gemäß Relativitätstheorie ein paar Fälle konstruieren, nach denen die Zeit in anderen Bezugssystemen rasant schneller abläuft. Im eigenen Bezugssystem vergeht die aber immer ganz gewöhnlich.
LaChatte[QUOTE]Spannender ist aber eigentlich die Frage, warum das Universum zwischenzeitlich mal immer schneller expandiert. Die Kraft, die das verursacht, ist das wirklich Faszinierende.[/QUOTE]

Was könnte daran bloss faszinierend sein? *grübel*
judgedreddHa, ha, Lachatte, das war gut. Antwort: Tupperwaren!!

Gruß

Hey übrigens, was ist mit unserem Thema?? Ich will mehr sehen!!
decay73Ich mein, zyklisches Universum oder nicht ist zwar eine wirklich interessante Frage, da Mensch ja immer wissen will, aber letztlich für den Menschen und sein Leben nicht von belang. Es ist ja nicht so, daß er dann alles nochmal durchleben müßte. Man könnte ja nichtmal mit Sichewrheit sagen, ob es in einem "neuen" Universum überhaupt organisches Leben gäbe, geschweige denn sowas wie Menschen.

Nee, nee, sein Leben muß man schon jetzt leben und kann nicht auf ein späteres verweisen, wo man dann alles besser machen will.

Das zyclische Universum wirft natürlich auch Fragen auf, z.B. wie oft schon und v.a. was ist der Antrieb, die Ursache dafür und wie lange gibt es "das System zyklischer Universen" schon? Ist doch letztlich alles eine weitere Verschiebung unserer Modelle weiter in Richtung Unendlichkeit.
Naja, vielleicht begreifen wir damit ja irgendwann Dinge wie "Unendlichkeit". ;)
dragontears667snak3r : das würde erklären warum wir alle dejavus haben ;-) wie auch immer das geschrieben wird... oder wir mit schwarzen Löchern als Wurmlöchern herumexperimentieren...warum also nicht ? interessante theorie...

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