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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Sannyasin
Absinth Feefolgende Sätze stammen aus einem Buch, das ich gerade lese.. und sie haben mich sehr zum Nachdenken gebracht...

[I] Ein Sannyasin ist jemand, der sich selbst genug ist. Er braucht niemanden außer sich selbst und ist in keiner Weise abhängig....

...was ist ein Für-sich-allein-stehender? Ein Mensch, dessen Bedürfnis, gebraucht zu werden, verschwunden. Der von dir keine Bestätigung braucht, wenn du ihm Liebe schenkst ist er dankbar, aber wenn du es nicht tust, beklagt er sich nicht....

... einen Solchen Menschen kann man nicht unglücklich machen, weil er gelernt hat, mit sich allein zu leben und mit sich allein glücklich zu sein . Er ist sich selbst genug

Jedes Bemühe, das darauf abzielt, das Alleinsein zu vermeiden, schlägt fehl und muss fehlschlagen, weil es gegen das grundgesetzt des lebens verstößt. Nötig ist nicht, dass du etwas hast, was dich dein Alleinsein vergessen lässt, nötig ist, dass du dir deines Alleinseins - deiner wirklichkeit - bewußt wirst.

Alleinsein ist dein wahres wesen. du kannst versuchen, es zu vergessen, kannst versuchen dem allein sein zu entfliehen, indem du freunde findest, indem du liebhaber suchst, indem du dich unters volk mischst, aber was immer du auch tust, berührt nur die oberfläche. dein tiefes inneres alleinsein bleibt davon unberührt, unangetastet....

...nur der mensch hat die möglichkeit sich vertikal, nicht bloß horizontal weiterzuentwickeln und auf eine höhere stufe zu kommen. doch die mehrzahl der menschen verhält sich wie die tiere: Ihr leben besteht nur darin, alt zu werden - sie entwickeln sich nicht höher, werden nicht erwachsen..... [/I]

... jetzt frage ich mich, kann man wirklich nur so glücklich werden? Mit sich allein? Dreht es sich wirklich alles nur darum gebraucht zu werden.. nicht nutzlos zu sein... sich nicht wie ein Niemand vorkommen zu müßen? ... Wenn man in einen Menschen verliebt ist... würde so ein verhalten dann nicht Angst hervor rufen? Will man ihm dann nicht fehlen.... will man dann nicht das es weh tut wenn man nicht da ist? Ist man nur verliebt in das "gebraucht werden" und nicht in den Menschen selbst? ... Ich persöhnlich bin bereit alles für Jemanden zu tun, den ich Liebe... alles.. ausser mich selbst zu lieben.... und... ist das jetzt der große Fehler? Trennt diese Tatsache die wahre von der verlogenen Liebe?
Ich weiß es nicht.... ich weiß nicht was ich lieber hätte... ich weiß nicht ob mir Abhängigkeit nicht lieber ist als mir einzugestehen dass ich Alleinbin.... wie denkt ihr darüber?
SenecaVor allem denke ich dabei am die großen Sanjassin Gemeinde um
Bhagwan Shree Rajneesh (1931-1990).
Offenbar gibt es sehr verschiedene Auslegungen davon, wie das Lebensgefühl eines Sanjassin aussehen soll, zumindest Dieser Meister hielt aber nicht viel davon es selbst auszuprobieren...und ja... er hatte wirklich fast 300 Rolls Royce.
Auch die meisten Swamis haben weder in Klausur, noch in Armut gelebt, den sie waren Teil einer Firma, deren Ziel Gewinn war.

Wie viele geistesreligiöse Dogmen krank auch das der Sanyassin daran, das der Mensch nun mal von Grund auf anders ist, als es dieses Bild vorstellt.
Ein solcher Mensch mag Zufriedenheit finden, aber er wird sie sicher nicht in einer Gesellschaft wie der unsrigen finden, in welcher Lustgewinn und eigener Vorteil die Hauptmotivation sind.
Hier bei uns, ist er gezwungen mit sich allein zu sein.

Aber glücklicherweise gibt es ja auch noch lebensnahe und durchaus menschliche Ethiksysteme:

[quote]

1. Satan repräsentiert Hingabe statt Enthaltsamkeit.

2. Satan repräsentiert vitale Existenz statt spiritueller Hirngespinste.

3. Satan repräsentiert reine Weisheit statt heuchlerischer Selbsttäuschung.

4. Satan repräsentiert Güte gegenüber denen, die sie verdienen, statt an Undankbare verschwendete Liebe.

5. Satan repräsentiert Vergeltung statt Darbieten der anderen Wange.

6. Satan repräsentiert Verantwortung gegenüber Verantwortungsbewussten statt Sorge um psychische Vampire.

7. Satan repräsentiert den Menschen als bloß ein anderes Tier - manchmal besser, meistens schlechter als die vierbeinigen - das durch seine "göttliche spirituelle und intellektuelle Entwicklung" zum bösartigsten aller Tiere geworden ist.

8. Satan repräsentiert alle der so genannten Sünden, da sie alle zur körperlichen, geistigen und emotionalen Genugtuung führen.



Lex Satanicus

1. Gib keine Stellungnahmen oder Ratschläge, wenn du nicht gefragt wirst.

2. Erzähle deine Sorgen nicht anderen, wenn du nicht sicher bist, dass sie sie hören wollen.

3. In jemandes anderen Heim erweise ihm Respekt, ansonsten betritt es nicht.

4. Wenn dich ein Gast in deinem Heim belästigt, behandele ihn grausam und ohne Gnade.

5. Unternimm keinen sexuellen Vorstoß, solange du nicht entsprechende Signale bekommen hast.

6. Nimm nichts an dich, was dir nicht gehört, außer es ist eine Bürde für den anderen und er schreit danach, entlastet zu werden.

7. Erkenne die Macht der Magie an, wenn du sie erfolgreich eingesetzt hast, um deinen Wünschen zum Erfolg zu verhelfen. Wenn du die Macht der Magie verleugnest, nachdem du sie mit Erfolg beschworen hast, wirst du alles verlieren, was du erreicht hast.

8. Beschwere dich nicht über etwas, dem du dich nicht selbst aussetzen musst.

9. Füge Kindern keinen Schaden zu.

10. Töte keine nichtmenschlichen Tiere, außer du wirst angegriffen oder zu Nahrungszwecken.

11. Wenn du auf offenem Grund unterwegs bist, belästige niemanden. Wenn dich jemand belästigt, bitte ihn, damit aufzuhören. Wenn er nicht aufhört, vernichte ihn.[/quote]
SelianDas ist für mich ein interessantes Thema da ich mir auch schon öfters Gedanken über das "sich selbst genug sein" gemacht habe. Allerdings habe ich den Begriff Sannyasin bisher noch nicht gehört.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Absinth Fee
[B] Ein Sannyasin ist jemand, der sich selbst genug ist. Er braucht niemanden außer sich selbst und ist in keiner Weise abhängig....

...was ist ein Für-sich-allein-stehender? Ein Mensch, dessen Bedürfnis, gebraucht zu werden, verschwunden. Der von dir keine Bestätigung braucht, wenn du ihm Liebe schenkst ist er dankbar, aber wenn du es nicht tust, beklagt er sich nicht....[/I][/B][/QUOTE]

Zufälligerweise habe ich gestern in einen anderen Thread etwas geschrieben, was dem Gedankengang wohl schon recht nah kommt. Folgendes schrieb ich in den Thread "Aufmerksamkeit" im Nebelpfad und nach diesem Prinzip versuche ich selber auch zu leben. ...(iiiiihhh...ein Selbstzitat :rolleyes: )

[QUOTE][I]Original geschrieben von Selian[/I]
[B]Löse dich von deinen Erwartungen anderen gegnüber. Anerkennung ist eine feine Sache, jeder hat sie gerne, aber fordere sie nicht ein, verlange nicht nach ihr.
Gehe deinen Weg, gehe ihn immer weiter und wenn die anderen dich nicht anschauen so schau du sie dir trotzdem an.

Was du nicht erwartest, wirst du nicht vermissen wenn du es nicht erhälst. Freuen wirst du dich jedoch umso mehr wenn dir dennoch Aufmerksamkeit zuteil wird.[/B][/QUOTE]


[QUOTE][I]Original geschrieben von Absinth Fee
[B]... einen Solchen Menschen kann man nicht unglücklich machen, weil er gelernt hat, mit sich allein zu leben und mit sich allein glücklich zu sein . Er ist sich selbst genug

Jedes Bemühe, das darauf abzielt, das Alleinsein zu vermeiden, schlägt fehl und muss fehlschlagen, weil es gegen das grundgesetzt des lebens verstößt. Nötig ist nicht, dass du etwas hast, was dich dein Alleinsein vergessen lässt, nötig ist, dass du dir deines Alleinseins - deiner wirklichkeit - bewußt wirst.

Alleinsein ist dein wahres wesen. du kannst versuchen, es zu vergessen, kannst versuchen dem allein sein zu entfliehen, indem du freunde findest, indem du liebhaber suchst, indem du dich unters volk mischst, aber was immer du auch tust, berührt nur die oberfläche. dein tiefes inneres alleinsein bleibt davon unberührt, unangetastet....

...nur der mensch hat die möglichkeit sich vertikal, nicht bloß horizontal weiterzuentwickeln und auf eine höhere stufe zu kommen. doch die mehrzahl der menschen verhält sich wie die tiere: Ihr leben besteht nur darin, alt zu werden - sie entwickeln sich nicht höher, werden nicht erwachsen..... [/I]

... jetzt frage ich mich, kann man wirklich nur so glücklich werden? Mit sich allein? Dreht es sich wirklich alles nur darum gebraucht zu werden.. nicht nutzlos zu sein... sich nicht wie ein Niemand vorkommen zu müßen? ... Wenn man in einen Menschen verliebt ist... würde so ein verhalten dann nicht Angst hervor rufen? Will man ihm dann nicht fehlen.... will man dann nicht das es weh tut wenn man nicht da ist? Ist man nur verliebt in das "gebraucht werden" und nicht in den Menschen selbst? ... Ich persöhnlich bin bereit alles für Jemanden zu tun, den ich Liebe... alles.. ausser mich selbst zu lieben.... und... ist das jetzt der große Fehler? Trennt diese Tatsache die wahre von der verlogenen Liebe?
Ich weiß es nicht.... ich weiß nicht was ich lieber hätte... ich weiß nicht ob mir Abhängigkeit nicht lieber ist als mir einzugestehen dass ich Alleinbin.... wie denkt ihr darüber? [/B][/QUOTE]

Ich denke (und hoffe) das man schon so glücklich werden kann. Das bedeutet ja nicht das man keinen Umgang mit anderen Menschen mehr hat, oder das man keine Bekannten hat. Aber es bedeutet das man ohne sie zurecht käme. Und das kann einem durchaus ein gutes Gefühl geben. Ein ehrliches Gefühl der Liebe kann es natürlich in einem solchen Zustand nicht geben. Aber man vermißt sie ja nicht, deswegen ist das nicht problematisch. Problematisch ist schon eher wenn andere Menschen sich in so jemanden verlieben oder gerne eine Freundschaft mit ihm schließen möchten. Ich denke mal das kann ziemlich frustrierend werden wenn man merkt das, egal was man auch anstellt da immer eine Mauer ohne Türe ist.

Auf alle Fälle denke ich das man eine solche "Lebenseinstellung" einfach drin haben muß. So etwas läßt sich nicht anerziehen, es wäre nicht erstrebenswert, wenn es nicht schon in einem drin ist. Da es in meinen Augen keine bessere sondern nur eine andere Art zu leben ist. Genauso wie der umgekehrte Fall wohl auch zum scheitern verurteilt wäre.

Darf ich fragen was das für ein Buch ist, was du da liest...bzw wenn das nicht das eigentliche Thema des Buches ist, wer ein Buch über das Thema empfehlen kann?
Absinth Fee... das Buch trägt den Titel.. Liebe, Freiheit, Alleinsein ... und ist von jemanden Namens Osho Bhagwan Shree Raijneesh ( :cool: ) und.. hmm... nicht allem was dieser Mensch schreibt kann ich zustimmen... aber besonders der Teil über das Alleinsein hat mich sehr... naja... eigentlich lasse ich mich von Büchern nicht so stark beeinflussen.. ich gehöre nicht zu denjenigen die nach jedem gelesen Kapitel gleich glauben sie hätten eine Erleuchtung ... aber... wenn man etwas liest, worüber man sich vorher schon sehr stark Gedanken gemacht hat, ist das etwas anderes... denke ich..

[quote] Ein ehrliches Gefühl der Liebe kann es natürlich in einem solchen Zustand nicht geben. Aber man vermißt sie ja nicht, deswegen ist das nicht problematisch. [/quote]

So habe ich das vorher auch immer gesehen ( und so sehe ich es eigentlich noch immer, weil ich es mir einfach nicht anders vorstellen kann ) aber im Buch wird es genau anders herum dargestellt... Solange man andere noch braucht.. ist man nicht in der Lage wirklich zu Lieben... alle Gefühle sind nur verlogen... weil man gar nicht wirklich lieben kann wenn man nicht weiß was "sein" bedeutet... und das kann man nach der Ansicht des Autors eben nur wenn Allein glücklich ist...


[quote]Problematisch ist schon eher wenn andere Menschen sich in so jemanden verlieben oder gerne eine Freundschaft mit ihm schließen möchten. Ich denke mal das kann ziemlich frustrierend werden wenn man merkt das, egal was man auch anstellt da immer eine Mauer ohne Türe ist. [/quote]

Das ist auch der Grund warum ich so verstärkt darüber nachgedacht hab in letzter Zeit.. es gibt da einen Menschen der sich so Verhält.. hmm.. oder zumindest... es ist nicht ganz so extrem... aber.. ich frage mich ernsthaft ob ich überhaupt gebraucht werde.... aber.. vielleicht habe ich auch einfach nur die falsche sichtweise... und so wie er es macht ist es richtig.. und ich sollte mich auch bemühen mich mehr.... blaa.. blaaa.. arghh.. das führt jetzt glaube ich zuweit... höhö... es soll ja hier schön philsophisch bleiben und nicht ins persöhnliche Gejammere abdriften... :rolleyes:
sleepyIch hab vor kurzem eine Kopie über dieses Thema gelesen.Es handelt von einer Frau Sylvia Frank,die zu einer Sannyasin "gemacht" wird.Ich fand es ziemlich brutal,aber hier mal die verkürzte Form:

Es war im Frühjahr 1979,als Sylvia Frank an einem unerklärlichen Unbehagen litt.Sie war mit ihrem Leben unzufrieden.Ein Lehrerkollege gab ihr den Tipp,sie solle es doch mal mit einer Reise nach Poona versuchen.Zu Bhagwan Rajneesh.
Ende Juli des gleichen Jahres befand sie sich also wieder in Rajneesh Ashram und schloss sich sofort einer sibzigköpfigen Gruppe für Enlightement Intensive an.Die Teilnehmer beiderlei Geschlechts versammelten sich auf einem Flachdach über den Hauptbüro des Ashrams.Das ganze sollte 3 Tage und jeweils bis tief in die Nacht hinein dauern.
Die Gruppenteilnehmerin führte die Teilnehmer in die Hauptübung ein.Die Kernfrage lautet:"wer bin ich?" Man versucht in fünf Minuten einem Partner zu erzählen,wer du bist.Dann tauscht man die Rollen.Er erzählt und du hörst zu.Wieder tauscht ihr die Rollen.Und nocheinmal.Dann suchst du dir eine neue Partnerin.Dasselbe wiederholt sich.Jeder Rollenwechsel und Partnerschaft wird mit einem Gongschlag bezeichnet.
Am nächsten Morgen wird Sylvia Frank in aller Frühe von einem durchdringenden Gongschlag geweckt. "Sofort aufstehen!Hinaus!Hinunter in den Buddhasaal!" Dort angetrieben durch die Befehle und Gongschläge der Kursleiterin,rennt Sylvia Frank mit siebzig anderen herum.Leibesübungen,Atemübungen.Sie ist erschöpft.Dann wieder hinaus aufs Dach.Die eigentliche Übung beginnt. "Erzähl mir,wer du bist" Gongschlag.Neuer Partner. "Erzähl mir wer du bist" Stunde um Stunde.Sylvia Frank empfindet Schmerzen im Rücken.Sie fühlt sich von Nebel umgeben.Sie schreit.Sie heult vor Angst und Schmerzen.Aber niemand nimmt Notiz von Sylvia.Am nächsten Morgen werden sie wieder durch den Gongschlag aus dem Schlaf gerissen.Hinunter in den Buddhasaal.Laufschritt,Leibesübungen,Atemübungen.Dann wieder hinauf aufs Dach. "Erzähl mir wer du bist." Gongschlag.Neue Partnerin "Erzähl mir wer du bist": Sylvia Frank erzählt,wer sie ist.Gongschlag.Die Stunde verstreichen.Der Tag verstreicht.Ein Chaos bricht aus auf dem Dach.Gestern hat einzig Sylvia geschrien.Jetzt schreien viele.Nun wird es ernst. "Erzähl mir wer du bist." Stunde um Stunde.Sylvia Frank schreit,schluchzt.Sie will nicht mehr."Doch!Weitermachen!" "Nein,nein,nein!!!" "Doch Weitermachen!Sag mir wer du bist"
Wie der Kurs zuende ist,weiß Sylvia Frank nicht wer sie ist.Sie fühlt,wie sie mit den andern zusammenfließt.Sie fühlt,dass sie irgendeine dieser siebzig Personen sein kann,die während dreier Tage wiederholt haben,wer sie sind.Wer ist Sylvia Frank?
Später steht sie im Kreis junger Leute,die auf Anordnung der Leiterin der Body Awareness-Gruppe alle Kleider ausgezogen haben.Die Gruppenleiterin lässt sie nun alle zusammen in einer bestimmten Weise atmen.Nach einer Weile erblickt Sylvia Frank ein großes Porträt von Bhgwan an der Wand.Sie bleibt davor stehen.Sie dreht ihre Handfläche gegen ihn.Da geschieht ewas.Ihre Hände und Arme werden in eine Bewegung versetzt,die ihrem eigenen Willen entzogen ist.Sie beben,vibrieren,zittern.In der Richtung von Bhagwans Porträt.Sylvia Frank beschließt,Bhagwans Jüngerin zu werden.
Sie nimmt an einem Energy Darshan teil.Rajneesh ist da persönlich anwesend.Sie hat sich mit speziellen Seifen und Shampoos gewaschen,um alle künstlichen Gerüche zu entfernen,die ihr vom Westen her noch anhaften könnten.Bhagwan erträgt solche Gerüche nicht.Sie trägt ein rot-oranges Kleid und um den Kopf einen Turban geschlungen.Sylvia Frank wird hinein geführt,setzt sich zu Bhagwans Füßen.Er unterhält sich mit ihr.Legt seine Hände auf sie.Er hängt ihr eine Kette um den Hals.An der Kette ist ein Miniaturbildchen von Rajneesh befestigt.Dann gibt er ihr einen neuen Namen.Sylvia Frank ist nun eine Sannyasin.
LaChatteMit den Prinzipen, die im ersten Posting aufgeführt werden, erkläre ich mich zu 100 % einverstanden!

Was dann aber mit dieser Sylvia Frank passiert, hat gar nichts mit dem Geist und dem Sinn dieser Prinzipien zu tun, sondern da geht es darum, Menschen abhängig zu machen, und das ist ziemlich fies.

Nicht überall, wo Sannyasin draufsteht, ist Sannyasin drin..
SenecaEben genau das meinte ich, eine Lehre an die sich der Guru nicht gebunden sieht, und die zudem in erster Linie dazu benutzt wurde, eine Sekte enstehen zu lassen, ist wohl kaum eine geeignete Grundlage für eine Lebensphilisophie, so fern aller menschlichen Natur....!

Es gibt mitlerweile genug Sanjassin, die "geheilt" sind, die meisten führen sogar wieder ein "normales" Leben.

Die gesamte "Bhagwan Sekte" hatte in den 80ern einen recht zweifelhaften Ruf, nicht zuletzt wegen der Methoden, die später von Ron Hubbart übernommen wurden...!

Aber es scheint immer nur ein paar Jahrzehnte zu dauern, und der alte Kram wird wieder als Lebenshilfe hervorgekramt, und verlegt...!
Warum waren eigentlich fast nur Okzidentale in der Sekte, haben die vielleicht einfach mehr Geld, und zuviel Zeit...?

Aber Osho Bhagwan Shree Raijneesh ist tot...!

Und mit ihm ist auch die Sekte gestorben...

oder gibt's noch das Bhagwan Center in Poona(Indien)...?
SelianSchade das die gute Frau den Ansatz nicht verstanden hat, sonst wäre ihr das ganze wohl erspart geblieben. Wie könnte jemand der sich selbst genug ist, sich in die Abhängigkeit einer Sekte begeben? Das es zu diesem "Ideal" überhaupt eine Sekte gibt (oder gab?) ist für mich schon ein krasser Wiederspruch in sich.
SenecaJa die neuen Namen...
Wie wäre es mit "Swami Prem Bodhi" anstatt "Herr T.N. Hoffmann"...
LaChatteWas meint Ihr eigentlich zu den Ideen, die einen Sannyasin ausmachen, mal abgesehen davon, dass es Leute gibt, die das Ganze für ihre Sekte missbrauchen?

Ich finde die Ideen nämlich sehr vernünftig und klug.
Absinth Fee[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Was meint Ihr eigentlich zu den Ideen, die einen Sannyasin ausmachen, mal abgesehen davon, dass es Leute gibt, die das Ganze für ihre Sekte missbrauchen?

Ich finde die Ideen nämlich sehr vernünftig und klug. [/B][/QUOTE]

ja, wenn man in der Lage ist sich selbst als "Niemand" ( der man ja ist ) zu lieben ist es das...
LaChatteIch verstehe die Idee "sich selbst genug sein", das heisst doch soviel wie von anderen unabhängig sein... Und andere aus dieser Position der Unabhängigkeit lieben zu können.

Ist denn Liebe, die auf dem "ich bin mir selbst nicht genug also brauch ich jemanden" überhaupt noch als Liebe zu bezeichnen? Das erinnert mich eher an ein Gefängnis - denn wenn die andere Person auf einmal jemand anderen liebt, oder mich verlässt, was bleibt denn da von mir noch zurück ausser einem Scherbenhaufen?

Wenn ich unabhängig bin, kann ich doch viel besser sagen "es war eine schöne Zeit zusammen, und jetzt geht jeder seinen Weg wieder ein Stück allein weiter" - das ist doch besser, oder nicht?
Solfark@ lachatte
die idee ist absolut richtig und gut! ;)
würden mehr leut mal diesen schritt wagen, gäb es nicht so viel probleme auf dieser menschenwelt!
Amadeohm... gar nicht so schlecht...Sannyas bietet nur eine gute Alternative zu Selbstmord,wie ich finde:man zieht sich einfach zurück(im Westen geht man ins Kloster,vorausgesetzt,man ist sehr gläubig :D ),wenn man in dieser verrückten Gesellschaft nicht mehr leben will...
aber....sekten?wenn man sowas wie sannyas praktizieren will,dann sollte man gar keine "gemeindschaften"*lol* bilden,so sehe ich das...
Any BodyVielleicht ist es vorübergehend eine feine Sache, sich in sich selbst zurückziehen, nicht mehr die Seiten zu zeigen, die einen Menschen wertvoll oder liebenswert machen.. doch ist das auf Dauer eine ideale Lösung?

Keine Erwartungen zu haben hat die logische Konsequenz nicht verletzt zu werden, und wenn dann doch etwas Unerhofftes passiert, ist die Freude vielleicht doppelt so groß.

An anderer Stelle hier im Forum wird über die "grauen Menschen" gesprochen und ich denke auch dieses ist eine Konsequenz der Einstellung, die in diesem Thread besprochen wird.

Ein einfacherer Weg ist es sicherlich, sich neutral zu verhalten, alle Emotionen einzustellen und auch kein Vertrauen mehr in andere, fremde Menschen zu investieren, doch ohne dieses geht auch sehr viel verloren. Man erstickt in Papierkonstrukten, weil anstelle des Vertrauens es Sicherheiten geben muß, die einem im Fall der Fälle absichern und das Recht auf Widerspruch oder auch das Recht auf eine ordentliche Verhandlung oder Regress oder, oder, oder gewähren.

Man erstickt in Gesetzestexten, weil hierin die Regularien enthalten sind, in welcher Weise es einem gestattet wird zu leben. Verbote und Gebote ... Es gibt Vorschriften ohne Ende, die einem sagen, was in welchem Fall zu tun ist. Diese treten an die Stelle des persönlichen Eindrucks oder der Intuition, der entsteht bzw. die vorhanden ist, wenn man eben nicht nur mit sich selbst lebt, sich auf andere einlässt.

Ich finde es erschreckend, es macht die Welt grau und kalt, dass sich so viele Menschen in sich zurückziehen, denn damit geht auch damit die Liebe zu grunde, weil verlernt wurde derartige Emotionen auszusprechen oder auszuleben, denn man genügt sich ja nur selbst und hat keine Ansprüche mehr...

Welche Zukunft ergibt sich dadurch ?
Selian[QUOTE][i]Original geschrieben von Any Body [/i]
[B]Vielleicht ist es vorübergehend eine feine Sache, sich in sich selbst zurückziehen, nicht mehr die Seiten zu zeigen, die einen Menschen wertvoll oder liebenswert machen.. doch ist das auf Dauer eine ideale Lösung? [/b][/quote]
Schwer zu sagen, was würde denn z.b. dagegen sprechen?
Ist doch eine Frage der Zufriedenheit, wenn ein Mensch sich dabei gut fühlt und zufrieden ist, müßte schon etwas geschehen das er aufgibt was ihm gefällt. Immerhin weiß er was er verliert, nicht aber ob und was er gewinnt.
[QUOTE][B]
Ein einfacherer Weg ist es sicherlich, sich neutral zu verhalten, alle Emotionen einzustellen und auch kein Vertrauen mehr in andere, fremde Menschen zu investieren, doch ohne dieses geht auch sehr viel verloren. Man erstickt in Papierkonstrukten, weil anstelle des Vertrauens es Sicherheiten geben muß, die einem im Fall der Fälle absichern und das Recht auf Widerspruch oder auch das Recht auf eine ordentliche Verhandlung oder Regress oder, oder, oder gewähren.

Man erstickt in Gesetzestexten, weil hierin die Regularien enthalten sind, in welcher Weise es einem gestattet wird zu leben. Verbote und Gebote ... Es gibt Vorschriften ohne Ende, die einem sagen, was in welchem Fall zu tun ist. Diese treten an die Stelle des persönlichen Eindrucks oder der Intuition, der entsteht bzw. die vorhanden ist, wenn man eben nicht nur mit sich selbst lebt, sich auf andere einlässt. [/b][/quote]
Naja ich sagte ja schonmal, ich unterscheide da etwas zwischen diesem "rechtlichen" Vertrauen was durch die ganzen Paragraphen zum Glück nicht mehr so wichtig ist und einem persönlichen Vertrauen zu einem Menschen, indem ich meine Seele öffne. Zieht mich jemand bei einem Rechtsgeschäft über den Tisch wirds mich wohl ärgern, möglicherweise Geld kosten.
Verletzt mich jemand dem ich einiges anvertraut hab, so kann das ungleich mehr und länger schmerzen, möglicherweise ein Leben lang.
[quote][b]
Ich finde es erschreckend, es macht die Welt grau und kalt, dass sich so viele Menschen in sich zurückziehen, denn damit geht auch damit die Liebe zu grunde, weil verlernt wurde derartige Emotionen auszusprechen oder auszuleben, denn man genügt sich ja nur selbst und hat keine Ansprüche mehr...
Welche Zukunft ergibt sich dadurch ? [/b][/quote]
Wenn ich mich in meinem Umfeld so umschaue (Bekannte, Arbeitsplatz) so denke ich das die Menschen die sich zurückziehen eine sehr sehr kleine Minderheit darstellen.
Wohin ich schaue sind Paare, Familien alle haben sich lieb...vordergründig. Daneben Scheidungen, Streit, Haß. Und was soll man sagen, es sind die Menschen die lieben, vertrauen, liebe verlieren, vertrauen verlieren um es kurze Zeit später wieder neu zu finden und irgendwann möglicherweise wieder zu verlieren von denen diese Kriege ausgehen, nicht die Menschen die mit sich selber auskommen.
Sicherlich kann Liebe viel Wärme ausstrahlen in der Welt, doch die Wut, Trauer und der Haß wenn sie vergeht nehmen mehr als vorher gegeben wurde.
sutekhIch denke man ist schon in dem Menschen selbst verliebt in sein innerstes Wesen. Ich denke nicht das man letzenlich nur in ein "gebraucht" sein verliebt ist. Ich denke die Essenz der Liebe ist das sich zwei Wesen lieben. Also das Wesen des einen Menschen und das Wesen des anderen Menschen.
Wenn ich einen Menschen Liebe besteht eine Verbindung zwischen den beiden Menschen und ihren beiden Wesen diese verbindung ist unabhängig von allen anderen. Ob jemand "alleine" Glücklich werden kann hängt denke ich sehr von dem Menschen an sich und seiner Sichtweise ab. Letzendlich definiert das was einem Menschen glücklich macht der Mensch selbst jeden Menschen kann etwas anderes glücklich machen allerdings sehe ich das "alleine" glücklich werden nicht als eine Stufe zur höheren Erkenntnis es ist eine Möglichkeit die Menschen offen steht die dies so sehen und so empfinden können aber meiner Meinung nach nicht bedingt der "allgemeine" höhere Weg zu Glück den es ohnehin nicht gibt das dieser Weg ein indivudueller ist.
Ich denke auch nicht das Liebe Abhängigkeit bedingt. Ich denke in einer Liebe sollten die zwei Menschen schon einen gemeinsamen Weg gehen aber auch ihren eigenen Weg. Es sind zwei Wege so denke ich... .

Sicherlich ziehen sich auch viele Menschen in sich selbst zurück das kann auch manchmal nötig sein und manchmal hat es Gründe. Ich denke man muss hier vorsichtig hier keine Philosophie daraus zu machen. Letzendlich ist es so das sich viele Menschen aufgrund von vielen Dingen in sich selbst zurückziehen das tun sie aber meistens aus einem Problem heraus oder weil sie verletzt worden sind (z.B. in der Liebe). Dies kann eine Zeit lang sinnvoll sein aber ich halte es nicht für sinnvoll das das immer so ist sofern der spezielle Mensch eigentlich nicht so ist d.h. er anders währe wenn er nicht verletzt worden währe und die Notwendigkeit zum zurückziehen nicht bestehen würde. Dann ist das eine Art "Flucht" (die manchmal nötig ist) und daraus dann eine Philosophie zu entwickeln halte ich für falsch. Wenn jemand dieses "alleine" Glücklichsein aus Innerste Überzeugung heraus tut (ohne einen wirklichen grund im oben genannten sinne) ist das eine Sache aber wenn er es auch Problemen heraus tut und damit vielleicht sein wahres Wesen verdeckt eine andere. Ich denke die Frage ist auch wer bin ich selbst und warum tue ich dies oder jenes... .
Solfark@ any body
oh, man hat schon erwartungen, doch diese an sich selber und ans leben. ansonsten kann man nur hoffen, doch von irgendwem (in persönlichen bereichen) etwas (fordernd) zu erwarten ist krass gesagt eigentlich sowieso eine anmaßung.
es geht auch nicht darum, sich zurückzuziehen, nichts und niemanden mehr an sich heran zu lassen, sondern darum das, was einem andere geben können auch in sich zu haben.
es geht, einfach gesagt, darum, durch sich lieben und leben zu können. d.h. nicht, dass man allein sein muss dazu, das soll heißen, dass man, wenn es drauf ankommt, alle euphorie, alle liebe aus in sich selber ziehen kann.
und eigentlich wird man durch das viel offner. klar, verletzt werden kann man immer, die frage ist, wie man dann damit umgeht.

naja, ist halt ein anderer weg, aber ich denk schon dass dieser - wenn man erstmal so weit ist - durchaus leichter zu gehen ist.

@ sutekh

[QUOTE]Ich denke die Frage ist auch wer bin ich selbst und warum tue ich dies oder jenes... .[/QUOTE]

das ist auf jeden fall einen wichtige frage. jedem wie er´s braucht. oder mag.
SchwarzbärEine Bekannte, wir haben leider keinen Kontakt mehr, von mir war öfters in einem Sannyasin Ashram in der Nähe von Kassel. Sie verliebte sich dort in jemanden, der sich noch nicht ganz schlüssig war, ob er für eine monogame Beziehung schon reif sei.... Was sie so erzählte hörte sich etwas strange in meinen Ohren an. Ich möchte hier kein Urteil fällen und damit irgendeine Religion als Sekte abstempeln, aber für mich wäre das nichts. Teilweise agieren diese Sannyasin als "Therapeuten" mit mehr als fragwürdigen Methoden. Sicherlich haben sie auch interessante Thesen, für mich ist Religion aber ein sehr individuelles Ding. Ich schließe mich da nur ungern irgendeiner Gruppe an, da dies immer mit Kompromissen verbunden wäre, die für mich eine Einschränkung darstellen würden. Ich kruschele mich da lieber selber so durch und suche meinen Weg. Schließlich geht davon ja auch mehr oder weniger jede halbwegs tollerante Religion davon aus, daß es eben keinen Königsweg gibt. Ich bin eine Summe von individuellen Erfahrungen und Werten. Ich denke nicht, daß eine Religionsgemeinschaft mich ohne mich einzuschränken oder zurechtzustutzen vertreten kann.
DivaWie soll jemand, der nichts braucht, lieben können? Was würde ihn dazu anhalten, an der gesellschaftlichen Welt teilzuhaben, wenn er in seiner eigenen vollkommenes Glück, vollkommene Zufriedenheit erführe? Ehrlich gesagt, gar nichts. Jemand, der alles, wirklich alles hat, was er braucht, wird kein Interesse mehr an etwas anderem haben. Er ist selig.
Aber wo wären wir, wenn jeder Mensch allein für sich glücklich wäre? Zur Zygotenbildung braucht es zwei Keimzellen, alleine pflanzt sich kein Lebewesen fort. Demnach ist unserer Drang zueinander zu finden schon vom rein biologischen her eine Notwendigkeit. Ohne Sehnsucht, ohne Wünsche, ohne dieses Gefühl, dass etwas fehlt, egal wie sehr man sich selbst mag, wären wir längst mehr als nur sozial verkümmert, wir wären ausgestorben.
Ja, es geht um das brauchen und gebraucht werden. Sehnsucht.
Ja, es geht darum, nicht nutzlos zu sein, ein seltsamer Trieb, der wohl unsere Entwicklung fördert, höher, schneller, weiter, etwas hinterlassen, das weiterlebt. Wünsche.
Ja, es geht darum, jemanden zu finden, der die innere Seele berührt, die letzte Barriere der Einsamkeit schmelzen lässt.
Schaut euch doch unser Leben an. Unsere Gesellschaft. Schaut euch um und ihr seht überall Dinge, die darauf zurückzuführen sind. Immer dasselbe Prinzip. Nicht alleinsein, bloß nicht alleinsein.
Diese Angst, diese tiefsitzende Angst bestimmt unser Denken und Verhalten.

Das hört sich so negativ an, aber es ist nunmal so. Dass wir mit einem guten Gefühl belohnt werden, wenn wir Verständnis finden, ist kein Zufall. Ich persönlich finde daran jedoch nichts Schlimmes. Vielleicht sind wir Opfer unserer Programmierung, aber dennoch gibt es innerhalb unserer Möglichkeiten so viele Varianten, so viele unterschiedliche Wege, das und trotz allem irgendwo ein freier Wille bleibt.
Und innerhalb dieses Rahmens möchte ich auch noch etwas sagen, ist ja schließlich unser Leben ^-^
Also, ich finde, man darf keinesfalls so weit verkommen, dass man seine persönliches Selbstwertgefühl davon abhängig macht, was andere sagen. Das lässt sich nicht zu hundert prozent abschalten, nicht, wenn man an der äußeren Welt teilnimmt. Aber es gibt eine Grenze zwischen gesundem Vergleich und krankhafter Aufmerksamssucht. Wie das ausschaut, muss ich wohl nicht näher erleutern, solche Leute kennen wir alle.
Generell jedoch finde ich, es ist ein Unterschied, ob man von dem Gedanken "Liebe" abhängig ist oder von der Person, die man liebt. Ersteres ist ein häufiges Phänomen und unterlegt wohl die These, dass Gefühle nicht wirklich tief gehen können. Liebe bedeutet jemanden aufgrund seiner selbst als für sich selbst unersetzbar und besonders zu erachten, aber wenn man nur liebt, weil man lieben will, existiert der Geliebte nur als Abbild eines Ideals, nicht als Person - um die es doch eigentlich gehen sollte. Aber, auf der anderen Seite, kann man das Prinzip der Abhängikeit auf die Vorstellung einer gesunden Beziehung übertragen und dann würde man es auch ganz einfach Vertrauen nennen. Das Vertrauen, dass der andere einen so sehr braucht, wie man ihn. Und das ist sicherlich nichts Schlechtes.

Man muss eben genau hinschauen. Jeder für sich. Und für seinen Partner.

In diesem Sinne,
Diva
fly59muchi,
ich denke, dass die baghwan community offensichtlich ein grundbedürfnis der menschen gedeckt hat, das meines erachtens ein wichtiger bestandteil des zustandes"glück" zu sein scheint, nämlich das das gefühl einer zugehörigkeit und des gebraucht werdens, also genau das gegenteil des anfänglich zitierten "autarken" glückserlebnisses. ich bin ferner überzeugt, dass die baghwan community deswegen soviel zulauf hatte, weil unsere gesellschaft bereits in den 80er jahren dieses grundbedürfnis nach zugehörigkeit nicht mehr befriedigen konnte, nachdem die ursprünglichen kleinkommunen im industriellen zeitalter der anonymen großstadtumgebung gewichen sind. ob nach dem tod von osho und der auflösung der baghwan gemeinden noch funktionierende communities in deutschland vorhanden sind, entzieht sich meiner kenntnis. ich glaube jedenfalls nicht, dass scientology einen ersatz hierfür bieten kann, da diese "gemeinschaft" nach meinem kenntnisstand wohl eher sehr kommerziell ausgerichtet ist. auf der grundlage, dass ich sanyassin kenne konnte ich zumindest feststellen, dass die mitglieder der gemeinschaft etliche positive erfahrungen aus der zeit mitgenommen haben und offensichtlich keine zwänge kommerzieller oder missionarischer art bestanden haben, wie dies wohl bei vielen sekten der fall ist.
SenecaDas die Bhagwan Sekte eine ausgeglichene Bilanz zwischen Geben und Nehmen hatte, ließ sie im Vergleich mit andern immer recht gut dastehen...!

Die meisten Sanjassin die ich kannte möchten diese Zeit jedenfalls nicht missen, wenn auch nicht unbedingt wiederholen.
EwigSolange man den anderen sehen will, ihn fühlen will, ihn nicht gehen lassen will wenn er gehen will, liebt man immer noch sich selbst. Man liebt das Gefühl, das er in einem erzeugt, aber nicht den Erzeuger selbst.
Wer absolut Liebt ist nicht mehr an sich interessiert, das Ego existiert nicht mehr und zu lieben beleibt nun alles andere als man selbst. Die Fähigkeit zu lieben ist viel grösser, da man dem/den anderen nicht nur Sicherheit schenkt sondern auch die absolute Freiheit.

Dieser Zustand ist nichts sonderbares, lediglich der Gegenpol eines egoistischen Menschens, der nur an seinem Glück interessiert ist.
Ein Idealzustand, den nur wenige erreicht haben.
Der jetzige Weg unserer Gesellschaft in Richtung Ego, Machgier, Unehrlichkeit wird früher oder später scheitern, denn wahrer Reichtum, wahres Glück ist nur im inneren zu finden nicht in der äusseren Welt.
Es wird früher oder später umschlagen und je länger wir warten desto krasser wir der Wechsel.
Vielleicht muss sich die Lage der Kontrolle,Bewachung und Ausbeutung und der Schaffung künstlicher Ersatzbedürfnisse / Unterdrückung der wahren Bedürfnisse noch weiter zuspitzen, doch gegen das was dann kommt, wird die Hippiebewegung nur die Vorspeise gewesen sein.
Je nachdem wie weit wir es ins eine Extrem treiben.
Silverwolf[QUOTE]das heisst doch soviel wie von anderen unabhängig sein[/QUOTE]

Ist das möglich, gänzlich unabhängig zu sein?
Setze einen Säugling aus und er wird nicht überleben, ohne dass sich jemand um ihn kümmert.

Sollte man mich irgendwo in Afrika aussetzen, ohne eine Menschenseele in der Nähe - ich würde es auch nicht lange machen...

Vielleicht ist es möglich, psychisch unabhängig zu sein, aber körperlich ist man abhängig, weil man nicht allmächtig ist und nicht alles alleine erledigen kann.
Ich selber bin aber automatisch auch psychisch abhängig, wenn ich mich körperlich in die Hände anderer gebe.

Für mich gehört beides zusammen - daher denke ich, war, ist und wird niemals jemand gänzlich unabhängig sein.

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