| Pseudo-Gruftiii | durch den nick eines mitglieds hier bin ich wieder auf das thema hier gekommen. ich suche schon sehr lange infos darüber, kenne das wort aber lediglich aus einem anderen forum von meiner lieblingsband, da das wort in einem von ihren liedtexten vorkommt. allerdings weiss ich nur dass es "die lehre des weinens" heisst und dass es sie bereits in der griechischen antike gab. einen sehr kurzen text über die bedeutung des wortes habe ich auch gelesen, diese hat aber wirklich nur das gröbste erläutert und mir wurde dadurch nicht wirklich geholfen. ausserdem soll es noch ein buch (the joyful guide to lachrymology) darüber geben das mich sehr interessieren würde, allerdings wird auch gemunkelt dass das buch nur eine erfindung sei und selbst wenn dann gibts das buch wohl nur auf englisch. bei wikipedia steht nichts darüber und wenn man es bei google eingibt wird man hauptsächlich wieder nur auf die seite der band verwiesen. kennt sich jemand mit diesem thema aus? wäre nett wenn mir jemand etwas dazu schreiben könnte. sollte jemand ein buch auf deutsch darüber kennen wäre es natürlich ideal. vielleicht kann mich ja "lachrymology" persönlich aufklären:) |
| nullpromille | lachrymologie ist eine theorie, die einige menschen auf gedankengänge brachte, die wiederum anderen menschen auf grausame art und weise das leben kosteten. mehr braucht man nicht wissen. :mad: :( :confused: |
| Pseudo-Gruftiii | aha. und wie kommst oder kamst du darauf? irgendwelche quellen? oder nur gehört? .....möchte eigentlich schon mehr darüber wissen, sonst hätte ich nicht extra ein topic aufgemacht:) |
| nullpromille | du musst nur googeln - wenn du dich informiert hast - über den grundbegriff, erzähle ich dir von grausamen menschenspielen, von philosophie, vom dritten reich, von heute, von der hybris der menschen, der selbstermächtigung, der nichtachtung der grenzen... |
| Pseudo-Gruftiii | na toll. googeln kann ich auch selber. ich habe gegoogelt und wie gesagt bin ich jedesmal entweder auf einen nick aus einem forum gestoßen oder ich wurde wieder auf das bandforum verwiesen. den link möchte ich jetzt aber wirklich haben, denn das kann ich mir nach dem was ich so weiss absolut nicht vorstellen... |
| nullpromille | der link war da - ist aber tatsächlich verschwunden. mir ist es egal. ich zieh mich aus dem thema zurück. vielleicht findest du einen gutmütigen trottel, der es dir erklärt. |
| Pseudo-Gruftiii | @nullpromille: manchmal frage ich mich schon was der quatsch deinerseits soll. ich bin gerade auf das hier gestoßen: Lachrymology, bedeutet "Die Studie des Weinens oder Schreiens". Die Ursprünge dieser Schule der Gedanken sind bestenfalls vage. Die einzige definitive Quelle dieser "Wissenschaft" sind die Mitglieder der Band Tool. Tool behauptet das der Begriff "Lachrymology" wirklich von Ronald P. Vincent in seinem Buch "A joyful guide to Lachrymology" geprägt wurde. Jedoch gibt es keinen Beweis, daß Ronald oder sein Buch wirklich existierenen. Warum die Band anfing dieses Gerücht in die Welt zu setzen, mag jedem selbst überlassen werden, aber es schädigt die Glaubwürdigkeit von "Lachrymology". Trotz der offensichtlichen Lügen hinsichtlich seines Ursprungs, die grundlegenden Tendenzen von Lachrymology sind es durchaus Wert sie etwas genauer zu studieren, obgleich es eine Schande ist, daß der tatsächliche Philosoph hinter dieser Wissenschaft unbekannt ist. Die wesentlichen Ideen hinter "Lachrymology" ist ziemlich einfac: "Lachrymology" vertritt die Philosophie, daß sich ein Mensch nicht ohne die Erfahrung des Schmerzes, seien sie emotional, geistlich oder körperlich, entwickeln kann. Und so fange ich die Analyse von "Lachrymology" an, indem ich die entscheidende Frage stelle: "Was ist Schmerz?" Schmerz ist eine emotionale oder körperliche Erfahrung, der sich durch sich selbst erklärt. Die Schmerzen sind häufig intensiv und lassen eine Erinnerung zurück an die Mechanismen, die diesen auslösten. Es ist der Schmerz der in seiner intensität eine Entwicklungsfähigkeit bildet, die psycho-emotionalen Effekte des Schmerz zu kontemplieren, daraus zu lernen, und uns vorwärts zu entwickeln in unserer menschlichen Erfahrung. Betrachtet man "Lachrymology" in Beziehung zu einem Polaritätseffekt: Auf der einen Seite "Elend" - auf der anderen Seit "Freude". Kann man das Positive überhaupt schätzen ohne vorher den Gegensatz kennengelernt zu haben? Eine Person, die eine überwältigende Periode des Schmerzes oder eine schmerzliche Erfahrung hatte, wird höchst wahrscheinlich vollere Erfahrung Freude und Vergnügen empfinden können, wenn die Psyche diese dualistischen Erfahrungen vergleicht. Eine allgemeine Ansicht des menschlichen Verstandes (besonders im westlichen Gedankengut) ist die Einstellung, daß das Leben mit aus schmerzlichen Erfahrung besteht, die enträtselt werden wollen, selten uns die Freude berührt und dann am Ende ein jeder sterben muß. Viele Leute verbringen viel Zeit damit sich auf Schmerzen vorzubereiten um sie letzt endlich zu vermeiden. Das Problem hierbei liegt in der Weise, wie sich Leute auf ihre Schmerzen vorbereiten und mit ihnen umgehen. Es wird viel zu viel Zeit aufgewandt, auf den Schmerz zu warten, um ihn dann zu bekämpfen und gut vorbereitet zu sein, wenn er denn kommen sollte... Damit behindert eine Person sich in einer selbstzerstörerischen Art und Weise sich frei zu entwickeln. Unter der Theorie von "Lachrymology", verstehen wir, daß eine Person erlernen muß, Verlust, Ausfall und die Schmerzen hinzunehmen. Indem er versteht, daß diese Dinge unvermeidlich sind, kann eine Person erlernen, ihre Verluste zu verstehen und zu umfassen. Die Integration des Schmerzes und des Leidens in unser Psyche, anstatt das Kämpfen gegen selbige, bringt unseren Seelen die Bedeutung des Verlustes nahe. Wenn wir die Schmerzen als gegebenen, nicht negativen Bestandteil unseres Lebens annehmen und verinnerlichen, können wir erlernen an den Tiefen des Gefühls, die die Schmerzen verursachen können zu wachsen. Es sind oftmals diese "Tiefen" an denen unser Geist neue Erkentnisse erlangt und über sich hinauswachsen kann, wenn wir ihn denn lassen. Die Schmerzen arbeiten als Hilfsmittel der persönlichen Entwicklung, indem sie eine Einzelperson zwingen sich zu konzentrieren. Wenn eine Person in einem "geistigen Gefängniss" eingeschlossen wird, welches durch emotionalen oder körperlichen Schmerz verursacht wird, fängt der Verstand automatisch an, Antworten zu suchen hinsichtlich eines "Warums?" "Warum ich?"... " Solange dieser Prozeß nicht unterbrochen wird (wie z.B. durch Ablenkungen wie Drogen, Spiritus, usw..) fährt die Psyche fort, auf eine progressive Art und Weise zu funktionieren. Die Einzelperson bleibt Anfangs auf einem Level des "Warum ich?" aber mit vorschreitender Zeit wächst der Verstand mit dem Schmerz umzugehen und das Bewußtsein kommt automatisch in anderen Bereichen des Gedankens weiter. Diese Weiterentwicklung des Gedankens wird, mit der Zeit, eine psychologische Entwicklung mit sich bringen. Der Geisteszustand der seinen Fokus auf den Schmerz oder Verlust legt ist klienisch bekannt als Depression. Im psychologischen Sinne ist die Depression eine "Krankheit". Dieses Konzept sollte betrachtet werden im Bezug zu Leuten, die die Stichhaltigkeit des Elendes, Traurigkeit, Schmerzes zu verstehen wussetn. Während der Weltgeschichte ist die Depression ein allgemeines Gewinde zwischen vielen leuchtenden Männern gewesen. Wir wissen, daß z.B. Mozart, Poe und DaVincimit dieser Form des Bewusstseins zu "kämpfen" hatten. Dies soll nicht heissen, daß die Depression ein konstanter Geisteszustand für jeder sein sollte. Auf jeden Fall ist Depression, wie alle Sachen: Es ist vergänglich und hinterlässt höchstens eine Art von Aufbruchstimmung und Weisheit. Es sollte für niemanden heissen, dass die Bewältigung des Schmerzes und der Depression genau so wichtig ist wie das Leiden selbst, denn es ist unser Leid, das unsere Entwicklung und unsere grössere Anerkennung der neuen gefundenen Höhen aktiviert. Wie Personen, die grosse Scherzen überlebt haben, sich erinnern müssen, sich des Schmerzes bewußt zu bleiben, und sich erlauben müssen, dass dieser Schmerz und diese Erfahrung es wert war sie erlebt zu haben. Ein anderer Bereich des Interesses ist das absichtliche hinzufügen von Schmerzen, besonders in der physischen Form. Dieses ist ein in hohem Grade komplizierter Stoff, und es muß unterschieden werden zwischen absichtlich hinzugefügtem Schmerz und vorhandenem Schmerz. Also besteht die Frage, ob absichtlich hinzugefügter Schmerz die gleiche Wirkung zeigt, wie natürlich vorhandener Schmerz. Im wesentlichen ist das Potential der absichtlichen körperlichen Schmerzen vom Beweggrund hinter dem des natürlichen Schmerzes anzusiedeln. Wenn die Schmerz für den Genuß verursacht werden, auch "Masochismus" genannt, sollte nicht als Entwicklungsmöglichkeit unter "Lachrymology" betrachtet werden, weil diese Schmerz für die persönliche (oder gegenseitige) Befriedigung verursacht werden, erlernt die Psyche nichts von der Erfahrung, da sie komplett darauf vorbereitet war und es aus reinem Vergnügen passiert ist. Jedoch konnten absichtliche Schmerzen durchaus in einigen Bereichen zu Erfahrungen führen, wenn das Ziel der geistige oder Geistesgewinn ist. Diese Idee ist z.B. in den östlichen Religionen offensichtlich, in denen Praktiker/Mönche/Gurus sich Schmerzen selbst zufügen oder Entzug erleiden, um die Geistesklarheit zu erfahren, die sie von dieser Praxis nur gewinnen können. Schließlich weicht die philosophische Grundlage von Lachrymology "zum Weinen als Therapie" aus. In der Tat beseitigt das Weinen bestimmte Giftstoffe die vom Körper produziert wurden, wenn eine Einzelperson Druck erleidet. Der Zustand des Weinens hilft uns einen psychologischen Heilungsprozess anzustoßen, indem er uns erlaubt, die Schmerzen besser zu verstehen, das wir "Gefühl" sind und mit dem Leid in einer biologisch stichhaltigeren Weise fertig zu werden. Und folglich, schließt die Erforschung der Philosophie von "Lachrymology" den Kreis. Trotz ihrer schattigen Wurzeln, ist die Theorie von Lachrymology in hohem Grade stichhaltig in ihrer Grundlage. Möglicherweise hat sie nicht die besten Anfänge erfahren, aber als Beginn einer Philosophie gibt "Lachrymology" an, daß alle neuen Wahrheiten als "Theorie" anfangen. Nur indem wir unsere menschliche Kapazität für den Schmerz erforschen und verstehen, können wir erlernen, Vergnügen zu schätzen und unser komplettes Entwicklungspotential zu erfahren, das der Schmerz (emotional oder körperlich) wirklich anbieten kann. quelle:[URL=http://myblog.de/lachrymology/page/701760/Lachrymology]link[/URL] das ist der text den ich gemeint habe. kann jetzt vielleicht jemand was damit anfangen? existiert das wort an sich also? einerseits finde ich diesen text, andererseits wird behauptet dass das nur eine erfindung der band sei, diese behauptet aber trotzdem das aus einem buch zu haben, wobei nie bewiesen wurde dass es dieses buch wirklich gibt. ich werde immer noch nicht so wirklich schlau aber sollte es ein buch darüber geben MUSS ich es haben!!! bin immer noch für jede information dankbar *langsaminmeinerewigensuchenichtweiterweiss*.... |
| nullpromille | und auf grund dieses gedanken, gibt es menschen die andere menschen zu deren optimierung durch die hölle schicken - gehen sie dabei drauf: pech gehabt. es ist der nietzscheanische gedanke - des übermenschen - letztendlich. warum sind die juden so intelligent - na klar, weil sie verfolgt wurden (vorsicht: ironie). geile strategie. wir sollten uns alle gegenseitig verfolgen und wer weiß, vielleicht sind wir schon übermorgen vollkommen entmenschlichte persönlichkeitsüberarbeitete genies. :rolleyes: solche ideen werden von menschen ohne familienbindung und verantwortungsgefühl in die welt gesetzt - und ein paar verrückte, die sie aufgreifen finden sich immer. |
| Dichterseele | [QUOTE][i]Original geschrieben von Pseudo-Gruftiii [/i] [B]Definition blablabla[/B][/QUOTE] Also ich persönlich muss vor allen Dingen in den ersten Absätzen zustimmen; Erst wenn man etwas verliert, weiß man es wirklich zu schätzen; und ganz ähnlich verhält es sich hier. Wurde man in einer Beziehung beispielsweise betrogen, so bleibt man selbst (Nun, so gehe ich zumindest von mir aus) wesentlich treuer in der nächsten Beziehung, weiß sie wesentlich mehr zu schätzen, denn man möchte nur ungern wieder den gleichen Fehler machen. Okay scheiß Beispiel. "Aus Fehlern lernt man", so in etwa fasse ich die Definition zusammen. |
| vleermuis | wie amüsant. weil mir das gar nix sagte hab ich auch gar ncihts gesagt. im nächsten thread den ich dann gelesen habe war der erste user "lachrymologie" ob der jemand weis welche bedeutung sein name hat.... |
| nullpromille | [QUOTE][i]Original geschrieben von Dichterseele [/i] [B]Also ich persönlich muss vor allen Dingen in den ersten Absätzen zustimmen; Erst wenn man etwas verliert, weiß man es wirklich zu schätzen; und ganz ähnlich verhält es sich hier. Wurde man in einer Beziehung beispielsweise betrogen, so bleibt man selbst (Nun, so gehe ich zumindest von mir aus) wesentlich treuer in der nächsten Beziehung, weiß sie wesentlich mehr zu schätzen, denn man möchte nur ungern wieder den gleichen Fehler machen. Okay scheiß Beispiel. "Aus Fehlern lernt man", so in etwa fasse ich die Definition zusammen. [/B][/QUOTE] das ist freilich pervers, etwas erst zu schätzen - wenn man keinen zugang mehr dazu hat. edit:ich sichere meine äußerung lieber ab, sonst heißt es wieder ich sei ganz eine böse. ich meine es ist eine psychologische perversion - wofür die menschen freilich nichts können, wenn sie so gestrickt sind, dass sie nur im rückblick das paradies als solches erkennen ohne hoffnung wieder reinzukommen. vielleicht ist es aber auch wie bei milton: wir sind in der hölle. der fluss lethe durchteilt sie. an dem einen ufer ist es eiskalt am anderen ufer brennheiß - dazwischen der fluss des vergessens. man wird von einem unfer zum anderen getragen - ewig und man wünscht sich immer an das für den moment verlorene ufer zurück - die einzige hoffnung, ist der eine schluck vergessen, den man während des fluges zwischen den ufern zu erheischen sucht. da sieht man auch, dass einem alles leid der welt nicht hilft und schmerz uns nicht weiter bringt - vor einem verlorenen paradies. |
| schattenlichter | von der grundlage her ist das gar nicht mal so übel, aber ob das soo hundertpro stimmt und man vor allem in besonderen schmerzsituationen (tiefgreifende)erkenntnisse wage ich in frage zu stellen. ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass rein durch den schmerz und den dadurch verursachten prozess sich erkenntnis einstellt. als es mir scheiße ging, bin ich davon auch nich klüger geworden, erst als ich etwas abstand davon hatte. ich denke eher, dass da andere wege zu ähnlichen ergebnissen führen, ohne dass man den schmerz erleben muss ( man sieht schon, ich bin eher ein bequemer mensch ;) ) |
| Dichterseele | [QUOTE][i]Original geschrieben von nullpromille [/i] [B]das ist freilich pervers, etwas erst zu schätzen - wenn man keinen zugang mehr dazu hat. edit:ich sichere meine äußerung lieber ab, sonst heißt es wieder ich sei ganz eine böse. ich meine es ist eine psychologische perversion - wofür die menschen freilich nichts können, wenn sie so gestrickt sind, dass sie nur im rückblick das paradies als solches erkennen ohne hoffnung wieder reinzukommen. vielleicht ist es aber auch wie bei milton: wir sind in der hölle. der fluss lethe durchteilt sie. an dem einen ufer ist es eiskalt am anderen ufer brennheiß - dazwischen der fluss des vergessens. man wird von einem unfer zum anderen getragen - ewig und man wünscht sich immer an das für den moment verlorene ufer zurück - die einzige hoffnung, ist der eine schluck vergessen, den man während des fluges zwischen den ufern zu erheischen sucht. da sieht man auch, dass einem alles leid der welt nicht hilft und schmerz uns nicht weiter bringt - vor einem verlorenen paradies. [/B][/QUOTE] Auch ohne dich abzusichern hätte ich dir diesen Beitrag durchaus nicht übel genommen - du betrachtest das natürlich anders als meine Wenigkeit. |
| Pseudo-Gruftiii | [QUOTE][i]Original geschrieben von schattenlichter [/i] [B]von der grundlage her ist das gar nicht mal so übel, aber ob das soo hundertpro stimmt und man vor allem in besonderen schmerzsituationen (tiefgreifende)erkenntnisse wage ich in frage zu stellen. ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, dass rein durch den schmerz und den dadurch verursachten prozess sich erkenntnis einstellt. als es mir scheiße ging, bin ich davon auch nich klüger geworden, erst als ich etwas abstand davon hatte. ich denke eher, dass da andere wege zu ähnlichen ergebnissen führen, ohne dass man den schmerz erleben muss ( man sieht schon, ich bin eher ein bequemer mensch ;) ) [/B][/QUOTE] ich denke aber dass du (und auch manche andere hier) dann einen anderen nutzen meinst, wie der der in dem text vielleicht gemeint war, sofern ich ihn richtig verstanden habe. aber erkläre erstmal, selbst in deinem fall stelle ich mir noch mehrere möglichkeiten vor..... ich denke "sie" (oder er? wer denn nun eigentlich?) sprechen nämlich eher den direkten nutzen innerhalb dieses unglücks an, ich weiss, klingt paradox dass das unglück meist auch was gutes mit sich bringt: denn heisst es nicht, dass man gerade durch depressionen, die ja oft (nicht immer!) ergebnisse vom unglück, oder auch in anderen fällen auch nur das unglück an sich sind die tollsten geistigen und künstlerischen ergüsse hat? ich denke das stimmt schon so. eine depression muss nichts schlimmes sein. als verlierer geht man dabei raus, wenn man sie so fürchtet und meidet, dass man sich schon förmlich zum genauen gegenteil krampfhaft zwingt, was aber keinen deut besser ist, sondern früher oder später eher das gegenteil mit sich bringt! als gewinner geht man dabei raus, wenn man sie in den griff kriegt (also abmildert und auch die häufigkeit in den griff bekommt), sie in maße akzeptiert und lernt sie positiv zu nutzen (also diese in die form der melancholie umwandelt, welche wiederrum aber auf keinen fall in die depressionssucht ausarten darf!)........zugegeben, eine schwierige kunst und auch nur was für stabile leute. aber das gegenteil ist auch nicht das wahre (nicht subjektiv gesehen!) auch wenn es zuerst den anschein macht..... leider ist es in diesem fall bei depressionen ähnlich wie bei drogen. beide haben oft auch zurecht einen schlechten ruf und bei beiden klingt es sehr paradox, wenn man behauptet dass man aus beiden einen großen geistigen nutzen ziehen kann, da es entweder diesen personen kaum bewusst wird oder man selbst dann nicht nachweisbar und nachvollziehbar den nutzen auf den zustand zurückführen kann. ausserdem verschwinden die paar positive beispiele unter dem haufen negativer, da diese personen recht rar gesät sind wodurch man das gefühl kriegen könnte, dass sie deshalb nicht mal mehr erwähnenswert zu sein scheinen. lediglich ein paar bekannte personen sind gute beispiele, wobei man selbst bei diesen in der gesellschaft lieber behauptet, er seie oder war wahnsinnig, bevor man zugibt einen "wahnsinnigen" genial zu finden. selbst aus erfahrung sprechen ist sinnlos, glauben tut dir sowieso niemand da du es nun mal nicht nachvollziehbar wiedergeben kannst. du weisst lediglich was unmittelbar danach war, was davor nicht da war, eben der nutzen. die brücke vom auslöser oder auch nur beiträger zum ergebnis nachvollziehbar zu erklären ist in solchen fällen schwer, zumindest für mich. langsam fange ich an zu verstehen, sofern ich dies in verbindung mit dem wort richtig tue. wobei mir das früher aber auch irgendwie unbewusst bewusst war..... und bei der herkunft dieses wortes hilft mir das immer noch nicht viel.... aber ich bin ja auch ein bisschen vom thema, also von der lachrymology an sich abgeschweifft, habe es wohl zu sehr auf mich bezogen, da ich einiges da drin auch persönlich nachvollziehen kann. [quote]Viele Leute verbringen viel Zeit damit sich auf Schmerzen vorzubereiten um sie letzt endlich zu vermeiden. Das Problem hierbei liegt in der Weise, wie sich Leute auf ihre Schmerzen vorbereiten und mit ihnen umgehen. Es wird viel zu viel Zeit aufgewandt, auf den Schmerz zu warten, um ihn dann zu bekämpfen und gut vorbereitet zu sein, wenn er denn kommen sollte... Damit behindert eine Person sich in einer selbstzerstörerischen Art und Weise sich frei zu entwickeln.[/quote]hier fehlt mir was: das was da beschrieben wird ist nicht nur schädlich für die person selbst sondern auch vielmehr für die mitmenschen und zwar in den verschiedensten varianten. kurzgefasst: ein mensch würde oft fast alles für sein perfektes glück tun. dies kann in ziemlichen egoismus ausarten. |
| schattenlichter | [QUOTE]aber erkläre erstmal, selbst in deinem fall stelle ich mir noch mehrere möglichkeiten vor.....[/QUOTE] ich sehe den eventuellen nutzen in erster linie in selbsterkenntnis. was du angesprochen hast mit (Kunst)genies stimmt auch, habe ich aber nicht gemeint. grüße sarah |
| Air | Ich grüße Euch, ich kann leider nich bei der Begriffsfindung behilflich, I'm sorry, aber ich habe ein gutes Beispiel, so glaube ich: Ich habe gestern den Film Saw2 gesehen, ich würde sagen das Jig saw (schreibt man das so? xD) "auf lachrymologi" ist. Er versucht erkenntnisse von seinen Opfern zu erzwingen und sie zu besseren Menchen werden zu lassen, Gut ok, er lässt sie trotzdem krepieren *g* Aber niemand ist perfekt (Vorsicht, ganz ganz böse Ironie xD) Air:D |
| Beowulf | Das Leid die individuelle Entwicklung fördert, stammt noch aus der Antike. Man muss sich nurmal die Bücher von Mark Aurel durchlesen. Und ich wette, dass es selbst vor der Antike entsprechende Denker gab. Ich finde es immer wieder interessant wie uralte, eigentlich offensichtliche Idee, recycelt werden. Einfach ein neues Wort, etwas Pathos, und schon hat man was völlig neues geschaffen. Würde man nicht permanent vergessen, was bereits entdeckt wurde, könnte man vermutlich in der heutigen Zeit gar nichts entdecken. Vergessen als der Motor der Entwicklung. Ist das nun Lachrymologisch, oder was. |
| schattenlichter | [QUOTE] Und ich wette, dass es selbst vor der Antike entsprechende Denker gab.[/QUOTE] ja, gab es. bei einigen naturvölkern, zb bei einigen indianerstämmen nordamerikas, wurden die schamanenanwärter mit hilfe von schmerzen und nahtoderfahrungen zur erkenntnis gebracht. ich habe auch schon gehört, dass viele schamanen ihre erkenntnisse durch lange krankheiten aufgezwungen bekommen haben. grüße sarah |