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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: an alle Philosophiestudenten
capturedwar am WE in Berlin und habe die UNI-messe besucht. Mein Wunsch ist es Philosophie gepaart mit einem Zweitfach/Nebenfach dessen Name mir noch unklar ist zu studieren.

Nun wollte ich euch mal fragen, da ich ein Thema dieser Art noch nicht gefunden habe, was denn genau im Grundstudium unterrichtet wird und was im Hauptstudium.

Vll. könnt ihr mir ja mal weiterhelfen.
AchaiahAuch wenn ich (noch?) keine Philosophie studiere: spars dir.
Studiere was anständiges und geh nebenbei in die Vorlesungen.
Was bringt dir n Doktor, Bechelor oder Master in Philo?
Das Wissen kannst du dir auch aneignen, wen du nur in die Vorlesungen gehst.
Und Dabei kannst noch was sinnvolles studieren.
Ich werds wohl genauso machen. ;)

grüße, Achaiah
Seneca[QUOTE][i]Original geschrieben von Achaiah [/i]
[B]Auch wenn ich (noch?) keine Philosophie studiere: spars dir.
Studiere was anständiges und geh nebenbei in die Vorlesungen.
Was bringt dir n Doktor, Bechelor oder Master in Philo?
Das Wissen kannst du dir auch aneignen, wen du nur in die Vorlesungen gehst.
Und Dabei kannst noch was sinnvolles studieren.
Ich werds wohl genauso machen. ;)

grüße, Achaiah [/B][/QUOTE]

Philosophie ist auch nicht weniger sinnvoll als Soziologie, Psychologie, Germanistik oder Anglistik, und natürlich Musik oder Kunstgeschichte...!

Wer sich nur ein paar weise Sprüche aneiugen will, kan auch ein Buch lesen. Ein Studium dieser Fächer umfasst schon etwas mehr....das fängt schon damit an, das sich ganze Kurse um die Analyse von Originaltexten drehen....Latinum und Graecum inklusive...

Generell haben alle diese Fächer einige Gemeinsamkeiten, welche z.B. im Analytische Berich liegen, aber auich der Erarbeitung eigener Arbeiten....

Mal abgesehen davon, das man diese Fächer auf Lehramt studieren kann, sind solche Fähigkeiten in sehr vieln Branchen gefragt, in denen es um (nichttechnische) Problemanalysen und Lösungsansätze geht...das evtl. Engagment reicht von Consultingangeboten verschiedenster Art bis hin zu journalistischer Tätigkeit...!

...Nein..ich habe Philosophie nicht studiert, aber ich belegte einige der altsprachlichen Kurse des angegliederten Fachbereichs, da kommt man um Kontakt mit Philosophie- Theologie- etc. Studenten nicht herum...!

PS: Threadtitel wurde orthographisch korrigiert
decay73Warum ist Philosophie nichts anständiges? Das verstehe ich nicht.

Natürlich kann man auch was vereimtlich 'anständiges' studieren - und dann auch arbeitslos werden.

Ich empfehle daher immer, etwas zu studieren, was man mag und gut kann und somit die Chance am Größten ist, das man in dem Fach gut wird. Das ist dann auch die beste Vorraussetzung, einen Job zu bekommen. Alles andere wäre eh nur Quälerei...und wie es in zehn Jahren aussieht, kann eh niemand sagen.
AchaiahSelbstverständlich ist Philosophie was anständiges und Sinnvolles.
Aber Philosophie ist in meinen Augen eine Disziplin, die ich für mich selbst erlerne.
Klar, wenn man damit späat mal (irgendwie) Geld machen will, mags sinnvoll sein, einen Titel zu haben.
Aber selbst dann sollte man zumindest ein Nebenfach haben, das sich irgendwie mit Philo kombinieren lässt.
Will man sich lediglich bilden,- was hat man dann von einem Titel?
Klar, man kann sagen "Ach, übrigens: ich habn Bechelor in Philosophie:"
Aber irgendwie... *gg*

Ich werd mir einfach das Vorlesungsverzeichniss und n Script o.ä. besorgen und als Gasthörer in die Vorlesungen usw.
Einfach soviel davon erlernen wie ich kann.
Und dabei studiere ich etwas, mit dem ich später (sofern erfolgreich) mit gewisser Sicherheit keine Probleme haben werde, einen Job zu finden. *gg*

@captured: Überleg dir am besten vorher was du später damit machen möchtest. Ich würde dir empfehlen das Nebenfach ohne Namen als Hauptfach zu nehmen, und Philo im Nebenfach zu studieren oder meine Idee aufzugreifen.
Zum Ursprünglichen: Hier wäre ein überblick übers Grundstudium in Berlin.
[URL=http://www.tu-berlin.de/fak1/philosophie/texte/ss05.htm#Grundstudium]->Link[/URL]


Grüße, Achaiah
Tapio BearkingIch schließe mich Achaiah an. Man kann Philosophie studieren, es spricht nichts dagegen.
Aber es ist ein Studium in die Arbeitslosigkeit. Was bringt dir ein Dr. phil? Von diesen Spaßkursen auf Master und Bachelor ganz zu schweigen? Studier lieber ein Fach mit Zukunft. Maschbau, ET, Sprachen, Nat.wissenschaften oder BWL (hab ich gerade wirklich ein BWL Studium empfohlen?!)
decay73das schwierige dabei ist nur, aus einem menschen mit philosophischen oder sprachwissenschaftlichen interessen, vorlieben und eignungen einen guten maschbauer zu machen. das funktioniert einfach nicht. und ein mensch, der bereits bei worten wie "ableitung einer funktion" oder "freimachen eines bauteils" nur bahnhof versteht und bauchschmerzen bekommt, wird niemals ein guter ingenieur. und ein schlechter ingenieur ist ebenso schnell arbeitslos, wie ein hobbyphilosoph. wenn aber jemand wirklich philosophie studieren will, und sich dafür geeignet hält, bekommt so einer auch einen job, wenn er ein [i]guter[/i] philosoph ist.
aber natürlich sollte man sich gut überlegen, ob die idee eines philosophenstudiums nicht einfach nur aus einer laune heraus geboren ist. dann bringt das tatsächlich auch nichts.
aber wenn ich das noch richtig in erinnerung habe, hat auch menedemos einen job...scheint also ein guter philosoph zu sein... :)

zudem kann ich immer nur das beispiel meines bruders anbringen: als er studieren wollte (e-technik) haben ihn alle experten und hobbyexperten davon abgeraten, wenn er denn später einen job haben wolle, weil es einfach zu viele e-techniker gab und die zukunft für dieses fach nicht gut aussah. er solle doch maschbau studieren.

und was war, als er fertig war? es gab (o wunder) eine maschbauer-schwemme, die wurden alle arbeitslos und er hatte sofort einen job als e-technik-ingenieur.


und das wichtigste zuzm schluß: mit einem job, der einem keinen spaß macht, wird man nie glücklich werden. und immerhin muß man dem dann den rest seines lebens als hauptbeschäftigung nachgehen! man sollte sich also generell sehr gut überlegen, was man machen will, und nicht irgendwelchen "spontanen eingebungen", moden, gehaltstabellen oder (hobby-)beratern trauen... ;)
AchaiahDecay, hast wohl auch recht.
Aber n Zweites Rad ist meist am besten.
Das hab selbst ich mir gebastelt *gg*
Ab nächsten Monat wird erstmal Physik studiert, und wenn ich merke das ich darin nichts werde das meinen ansprüchen genügt, wird auf maschbau umgesattelt ;)

Aber vlt ists auch für Philosophie garnichtmal wichtig, ob man später n Job hat oder nicht.
Mein Philolehrer (der btw Uhrmacher und Philosoph (promoviert) war *gg*) sagte immer, das Philosophen eigentlich jeden Job machen können, auch im Supermarkt arbeiten, und damit glücklich werden.
Ist evtl was dran...


Grüße, Achaiah
decay73[QUOTE][i]Original geschrieben von Achaiah [/i]
[B]auch im Supermarkt arbeiten
[/B][/QUOTE]

*g*

das sollte jeder studierte können...zur not...

"sagt ein physiker (<-- beliebiges fach einsetzbar) zum anderen: "eine pommes rot-weiss bitte" :D
NnordySo vernünftig die Vorschläge vieler hier klingen: Ich bezweifle, daß auch nur einer der Anwesenden mit der Fähigkeit gesegnet ist, in die Zukunft schauen zu können. Wie decay das auch schon beschrieb - was heute gesucht wird, kann in 5, 6 Jahren schon wieder im Überfluß vorhanden sein. Zu meiner Zeit riet man mir zu einem BWL-Studium - hätte ich es getan (igitt), wäre ich danach arbeitslos gewesen, weil just zu diesem Zeitpunkt Tausende Leute meinten, das studieren zu müssen -> BWL-Absolventen-Schwemme -> Arbeitslosigkeit.
Darüber hinaus kann man - das weiß ich aus eigener Erfahrung - wirklich nur in etwas gut sein, hinter dem man auch steht und was einem liegt. Aus einem Ethiker einen Chemiker zu machen, kann funktionieren, muß aber nicht. Natürlich sieht Philosophie auf den ersten Blick erstmal nach Ticket nach Hartz 4 aus, das ist aber genauso Quatsch wie die Annahme, die bloße Aufnahme eines E-Technik-Studiums sei eine Jobgarantie.
Was wichtig ist, ist, daß Du während des Studiums bereits Kontakte knüpfst, die Dir helfen können, später einen Job zu bekommen - das kann natürlich auch in der Lehre sein bzw. im wissenschaftlichen Bereich. Mach HiWi für einen Prof, arbeite in der Bibliothek, was immer. Ich bspw. bin gelernte Germanistin und verdanke meinen jetzigen Job der Tatsache, daß ich bereits 8 Jahre während des Studiums in diesem Verlag nebenbei (naja, 80-100 h sind nicht so wirklich 'nebenbei') gearbeitet habe, um meine Brötchen zu verdienen...
Dennoch: Die Aufnahme eines Philosophie-Studiums sollte gut überlegt sein, und zumindest eine 'alte' Sprache sollte in Deinem Repertoire vorhanden sein, sowie die Bereitschaft, Dich mit hochtheoretischer Materie auseinanderzusetzen, die oftmals die Gehirngänge so dermaßen verknotet, daß man Wochen braucht, um sie wieder zu entwirren... ;) So ging es mir, und ich hatte Philosophie 'nur' im Nebenfach.
Werde Dir drüber klar, in was Du wirklich gut bist und was Dir Spaß macht. Vielleicht ist ja auch bspw. ein Geschichtsstudium mit Nebenfach Philosophie das Richtige?
Viel Glück wünsche ich Dir auf jeden Fall, und genug Durchhaltevermögen, ich habe mich für diese NF-Wahl oft genug verflucht...
Tapio Bearking@decay: Soll mal kein getrolle sein, aber wo werden heute Philosophen eingesetzt?!
decay73[URL=http://www.philosophie.lmu.de/studium/unddann.htm]da[/URL] ;)

daraus die Beispiele:

[quote]- Personalmanagement
- Öffentlichkeitsarbeit, Public Relations
- Technische Dokumentation, Redaktion, Lektorat, Pressearbeit
- Marketing, Werbung
- Betreuung von Kunden und Mitarbeitern, Reiseleitung
- Weiterbildung, Ausbildung, Schulung
- Organisation und Management, Geschäftsstellenleitung
(Quelle: die schon oben zitierte Broschüre "Chancen von Geistes- und Sozialwissenschaftlern in Unternehmen", Bayerisches Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung)
Aus unseren eigenen Erfahrungen können wir noch ergänzen:
- Ethik- und Sozialberatung
- Art-Consulting und Kulturmanagement
- Wissenschaftsverwaltung, Wissenschaftsmanagement[/quote]
Tapio BearkingPersonalmanagement: Gibt es als Vertiefungsrichtung in der BWL und damit iwie besser geeignet.
Öffentlichkeitsarbeit, Public Relations: Gibt es als Vertiefungsrichtung in der BWL und damit iwie besser geeignet.
Technische Dokumentation: Das sollte den Ings vorbehalten bleiben, denn die haben es schließlich auch verzapft.
Redaktion, Lektorat, Pressearbeit: Gibt es Journalistikstudium.
Marketing, Werbung: BWL, frag Pinky ^^
Betreuung von Kunden und Mitarbeitern, Reiseleitung: BWL mit Vertiefung Personalmanagement, Tourismus
Weiterbildung, Ausbildung, Schulung: BWL für Personalmanagement
Organisation und Management, Geschäftsstellenleitung: BWL
Ethik- und Sozialberatung: Okay, kann man gelten lassen. Schweren herzens ;)
Art-Consulting und Kulturmanagement: Gibt es auch spezielle vertiefungsrichtungen in der BWL
Wissenschaftsverwaltung, Wissenschaftsmanagement: Guess what: BWL, das studiert mit genau dem Hintergrund ein Freund von mir.

Fazit: Philosophiestudenten sind verkappte BWLer?! *duck*
Achaiah@Tapio: Hab in etwa das gleiche gedacht :D
NnordyBeispiel: Kumpel von mir, abgeschlossenes BWL-Studium mit 1,4, Schwerpunkt Personalwesen, seit 2,5 Jahren arbeitslos.
Ist also Quatsch, Mädels.
Was nach Qualifikation aussieht (Studium) muß nicht jobentscheidend sein - heute zählen mehr denn je die viel gepriesenen soft skills, und möglicherweise haben manche Philosophiestudenten da ja auch einem BWL-Studenten was voraus bzw. können haben, kommt ja immer sowohl auf das Individuum als auch auf dessen Lernfähigkeit und Sozialkompetenz an?
Ehrlich, Leute: Wir leben in einer Welt, in der ein Studium für einen Job vorbereiten kann, aber nicht muß. Wer behauptet, bloß weil ich GErmanistik studiert habe bin ich nicht für technische Redaktion in einem Verlag für wissenschaftliche Fachzeitschriften geeignet (wo ich arbeite), der hat keine Ahnung. Schonmal was von Eigeninitiative gehört? Bloß weil einer ein toller Ingenieur ist ist er noch lange kein guter Schreiber - das muß ich Tag für Tag selbst erleben, und es gruselt mich zum TEil. Dafür braucht man Leute, die sowohl ein gewisses rudimentäres Technikverständnis haben (das kann man sich antrainieren, indem man sich mit der Materie auseinandersetzt), die aber auch schreiben und Zusammenhänge klar und verständlich darstellen können - womit wir bspw. bei Germanisten wären.

Ich hab hier einen Kollegen, der ARchäologie studiert hat und jetzt eine Zeitschrift über Industrie-PCs macht. So what???
decay73ich glaube eher, dass das problem bei bwl'ern ist, dass sie zu sehr auf der bwl-schiene eingefahren sind. das ist nicht immer das, was gewollt ist, wie auch bwl'er keinen ingenieur ersetzen können, auch wenn manche das meinen, weil ja alles irgenwie mit 'wirtschaft' im weiteren sinne zu tun hat.

das gute am philosophie-studium ist, dass man dort die nötige geistige flexibbilität mitbekommt, um viels machen zu können.

ich suche derzeit auch einen job und ich bin mir nicht so ganz sicher, ob das ingenieurstudium mir die nötige geistige flexibilität mitgegeben hat, um aus meiner speziellen situatiuon das beste machen zu können - wenn, dann hab ich das nicht im ingenieurstudium gelernt. und genauso ist es mit einem bwl'er. in seinem fach ist er gut, aber nur da, und nicht jeder kulturdezernent will einen eingefleischten bwl'er vor der nase sitzen haben, der ihm erklärt, dass alles kuturelle nur ein defizitäres zuschußgeschäft ist.

ein gut ausgebildeter philosoph ist, wenn er sich nicht in dem wissenschaftsturm eingeschlossen hat, flexibler, und die gezeigten einsatzgebiete bestätigen das ja auch.

ich will ja garnicht, daß jetzt alle philosophie studieren, aber diese gewisse abfälligkeit, mit der dieses studium gerne betrachtet wird, ist m.e. auch nicht nötig. :)
Tapio Bearking[QUOTE]Kumpel von mir, abgeschlossenes BWL-Studium mit 1,4, Schwerpunkt Personalwesen, seit 2,5 Jahren arbeitslos.[/QUOTE]
Könnte das nicht auch am Überangebot liegen?!

Nnordy, ohne dir zu nahe treten zu wollen, Lektorat und Redaktion okay. Germanistik. Von mir aus gern. Wenn es aber um komplexte technische Zusammenhänge, wie z.B. die Herstellung von RFSiGe Chips oder die Funktion eines Verbrennungsmotors [i]in allen technischen Details[/i] geht, verlasse ich mich lieber auf einen Mikrosystemtechniker/Physiker/Chemiker.
Sicherlich kann man sich in ein Thema einarbeiten, aber man erlangt nie die benötigte Tiefe.

@Decay: Geistige Flexibilität kann man auch im Ingenieursstudium erlangen. Man darf sich halt nicht auf eine Schiene (z.B. Maschbau) verlassen, sondern sich interdisziplinär weiterbilden, in dem man im HS noch Fächer belegt, die das eigene Thema nur streifen.
NnordyTapio, komplexe technische Zusammenhänge inkl. Formelsammlung und ähnliches gibt es in Fachbüchern, nicht in Fachzeitschriften. Hier sind 4 Seiten eigentlich schon zu viel. Für die Zielsetzung von Fachzeitschriften sind Germanisten, Historiker... Leute die schreiben können mindestens eine ebenso ideale Besetzung wie ein Techniker, der sich vielleicht auch mal interdisziplinär weitergebildet hat. Aber welcher Physiker / Maschinenbauer / E-Techniker tut das schon bzw. hat die Zeit neben seinem 'normalen' Studium? Ich denke mal, die Quote liegt da bei max. 10%, und das ist schon hoch gegriffen.

Natürlich liegt das mit meinem Kumpel auch am Überangebot - das ist ja gerade das, worum es geht! Warum, zum GEier, soll jemand etwas studieren, bloß weil es im Moment so aussieht als ob er da in 5 Jahren Glück haben KÖNNTE und einen Job kriegt? Fakt ist: Der Arbeitsmarkt von heute ist ziemlich unberechenbar. Deshalb macht es wenig Sinn, etwas zu studieren, weil es könnte ja in der Zukunft vonnöten sein - so sehe ich das. Lieber etwas studieren, in dem man GUT sein kann, was einem liegt und Spaß macht. Denn wenn Du gut bist in dem was Du tust, findest Du eher einen Job (und hältst durch bis zum Rentenalter) als wenn man etwas tun muß worauf man ohnehin keine Lust hat oder was einem schlicht und ergreifend nicht liegt. - Besagter Kumpel hat zu Abi-Zeiten eine Medaille vom Land Ba-Wü für das beste Geschichtsabi bekommen - und von seiner ganzen Interessenslage her hätte er auch mal besser Geschichte studiert. Stattdessen hat er rational BWL gewählt, worin er auch gut ist, aber das Ergebnis sieht man jetzt... :(

Und ja, genau, man kann sich in ein Thema einarbeiten. Und darum können PHilosophen in den Bereichen, die decay anführte, genauso gut arbeiten und sein wie die von Dir angeführten 'eigentlich Qualifizierten'. Das ist meine Meinung.

Ich habe naturgemäß viel mit Ingenieuren zu tun, und viel geistige Flexibilität kann ich da nur bei den wenigsten erkennen. Ist natürlich pauschalisierend und unzulässig, es mag bei vielen ganz anders sein, aber ein Ingenieur wird auch heutzutage nicht auf Sozialkompetenz hin ausgebildet, wenn man mal von Teamarbeit absieht, die heute ja überall gefordert wird. Aber wie gesagt - wer hat neben dem Studium schon Zeit und Lust noch Übungen und Vorlesungen zu Philosophie und Psychologie zu besuchen? Ich habe während meines Philo-Studiums maximal mal einen Mathematiker getroffen, aber nie einen Masch-Bauer...
decay73@nnordy

es ist nicht immer einfach genau das zu studieren, was man dann später tatsächlich auch braucht, bzw. man muß sich eh den richtigen beruf zum studium suchen - nicht umgekehrt. ich hab z.b. ein von vornherein interdisziplinär angelegtes studium absolviert, was neben den klassischen ingeniurwissenschaften (e-technik, maschbau, regelungstechnik etc.) und naturwissenschaften (mathe, physi, chemie, ökologie) auch dinge wie recht, bwl und moderations- und präsentationstechniken enthielt.

und was bin ich nun?

genau, [b]universal-dilletant[/b]. :D

(aber ein prof., der seinerzeit gerade aus der wirtschaft an die fh kam, meinte damals, dass genau das auch gesucht wird.)

na denn...kann ich nicht bei euch anfangen? ;)
Tapio BearkingNnordy, es gibt erstaunlich viele ETechniker, die "nebenbei" für Fachzeitschriften arbeiten. Wirf z.B. mal einen Blick in die Elektronik. Dort findest du fast ausschließlich ETs und ITs und keinen einzigen Journalisten. Und während des Studiums sicherlich keiner, aber danach wird die Anzahl steigen.

Letzten Endes studiert man immer auf "Gut Glück", da man nicht in die Zukunft sehen kann. Aber man kann sich vorher informieren, wie die Chancen stehen.

Gut Nnordy, ich ging von Fachbüchern aus und nicht von Zeitschriften. Zeitschriften sind (das bitte, bitte nicht abwertend verstehen *anfleh*) auch bewusst einfacher gehalten um ein Thema auch Menschen nahe zu bringen, die mit der Materie nichts anfangen können.
NnordyNatürlich, Tapio: De facto schreibt man als Fachredakteur für eine Fachzeitschrift, die sich nunmal hauptsächlich aus Anzeigen finanziert, die wenigsten Sachen selbst, weil man von den Firmen beliefert wird, da schreiben es die Techniker, aber - und das ist der Knackpunkt! - da geht dann nochmal die Öffentlichkeitsarbeit drüber und macht das Ganze lesbar. Ein großes Unternehmen aus dem Raum Blomberg hat in seiner ÖF-Abteilung 8 Leute - fast alles Geisteswissenschaftler, Germanisten, Anglisten, auch ein Soziologe ist dabei...
Deine E-Techniker werden also wahrscheinlich immer mal wieder Beiträge an FAchzeitschriften geben - und was die dann damit machen, ist nochmal 'ne andere GEschichte - ich weiß, wovon ich rede... ;)

Und die Fachzeitschriften gehen im übrigen an kompetente Leser, d.h. durchaus ebenfalls Fachleute. Aber man kann nunmal einen neuen Sensor nicht in seiner ganzen epischen Breite in einer Zeitschrift erklären, sondern man kann höchstens sagen - hier gibts was Neues, basierend auf dem und dem Prinzip, features so und so, fertig.

Und wegen den Chancen: Wie gesagt, bei mir hieß es damals, BWL müsse es sein, da waren die Aussichten hervorragend, was sich dann aber eben keine 3 Jahre später geändert hat. Man steckt eben heutzutage einfach nicht drin, natürlich kann und sollte man sich informieren, aber eine Entscheidung 'rational' zu treffen im Sinne von 'liegt mir zwar nicht, aber die Chancen sind am besten' finde ich falsch...

decay: Guckst Du hier: [url]www.gitverlag.com[/url] ! :) Wir suchen immer Leute... derzeit auch gerade jemand, der Ahnung von Maschinenbau hat und Bock, Anzeigen zu verkaufen...
Tapio BearkingOkay, Nnordy, da geh ich mit dir chloroform. Es gibt also zwei Arten, die einen mit dem technischen Verständnis (*vorsichtshalber duck*) und die anderen, die das ganze lesbar machen.

Frage bleibt aber: Was machen die Philosophiestudenten?
NnordyPhilosophiestudies können bspw. in die Lehre gehen, oder in die Forschung (ja, sowas gibts auch bei den Philosophen), d.h. an der Uni bleiben, promovieren, evtl. noch die Habilitation draufsatteln.
Philosophen sind ja nicht nur Philosophen, sondern auch Menschen mit ganz unterschiedlichen INteressen - d.h. auch der Gang in die Wirtschaft ist durchaus nicht so abwegig, da hatte ja decay einige Möglichkeiten aufgezeigt. Bei Merck hier in DA gibt es einen Dr. phil., der im Vorstand sitzt - den fragt keiner, in was er seinen Dr. gemacht hat...
Oder der GAng in die Kunst - ebenfalls machbar. Kunst bzw. Ästhetik ist ein ganz eigenes philosophisches Feld, und wer sich damit auseinandergesetzt hat, könnte bspw. auch am Theater seine Erfüllung finden...
Ich glaube, jeder Philosophiestudent ist sich drüber im klaren, daß es außerhalb der Uni den Job "Philosoph" nicht gibt. Aber ich glaube, daß Philosophen dadurch einen Vorteil haben, daß sie in gewisser Weise auch hinter die Fassade blicken können und zudem ein gewisses Weltverständnis, das es ihnen ermöglicht, manche der heutigen Zusammenhänge völlig anders zu sehen und zu definieren.
Letztlich sehe ich ein Philosophiestudium als genauso viel oder wenig erfolgversprechend wie ein anderes geisteswissenschaftliches Studium - wichtig ist eben, wie weiter vorn gesagt, daß man bereits während des Studiums Kontakte knüpft und sich ggf. Nischen erschließt. Anhänger der Stoa dürften das Ganze relativ gelassen sehen... ;)
Tapio BearkingDas waren 5€ für die Kalauerkasse :)

Aber noch einen Hinweis: Nur weil jemand Dr. phil ist, muss er keine Philosophie studiert haben. Z.B. ist ein Instrumentenbauer der Westsächsischen Hochschule Zwickau Dipl. phil oder ein promovierter Informatiker der TU München ist Dr. phil.
NnordyDas wundert mich nun aber. Ich kenne den Dr. phil. nur als rein geisteswissenschaftlichen Abschluß - sprich Philosophie, aber auch Germanistik, Komparatistik etc. kriegen den. Vielleicht waren ja der Instrumentenbauer und der Informatiker der philosophischen Fakultät untergeordnet, weshalb sie einen Dr. phil. bekommen haben - und wahrscheinlich auch deshalb, weil es einen Dr. instr. und einen Dr. Inform. nicht gibt.
Wikipedia sagt:

Dr. phil. (philosophiae): Doktor der Philosophie. Umfasst die ganze Breite der alten Philosophischen Fakultäten, insbesondere alle Philologien, aber auch Soziologie, Geschichte, Psychologie, Pädagogik, zuweilen auch noch Mathematik, Natur- und Wirtschaftswissenschaften
Dr. phil. in art. (philosophiae in artibus): Doktor der Philosophie in den Künsten (künstlerisch-wissenschaftlich) (nur Hochschule für bildende Künste Hamburg)
Dr. phil. nat. (philosophiae naturalis): Doktor der Naturwissenschaften (geistes- und gesellschaftswissenschaftlicher Schwerpunkt, in Frankfurt am Main aber anstelle des Dr. rer. nat.)

Das heißt rein ursprünglich ist ein Dr. phil. durchaus ein promovierter Philosoph, alles andere ist in der heutigen Hochschulordnung begründet... Ein Informatiker ist für mich so weit von der PHilosophie wie ein Chinchilla von einem afrikanischen Elefanten, aber wenn die Hochschule es so zuweist... Verstehen muß man das ja nicht.
capturedMit jeder Antwort, die ich gelesen habe stieg die Wut mehr und mehr in meinem Bauch.
SOVIEL BLINDHEIT GEPAART MIT DUMMHEIT.
Danke Mädels, aber wenn ihr mir bei meinem Problem helfen wolltet, habt ihr das nicht geschafft.

Es kann euch doch scheißegal sein warum ich Philo studieren will und ob ich danach als Penner unter der Brücke dem kleinen Ratten von dem kategorischen Imperativ erzähle. Meine Frage war, und die wurde unter 24 Antworten nicht einmal zufrieden stellend beantwortet, WAS denn im Grund und Hauptstudium speziell unterrichtet wird.

Wenn ihr in eurem Egoismus und in eurer Arroganz also meint ihr müsst (meiner Meinung nach sinnloserweise) darüber philosophieren, ob es ratsam ist Philo zu studieren, dann eröffnet doch bitte euren eigenen Thread... Des Weiteren gab es solche Diskussionen schon in diesem Forum.

Falls sich also doch noch ein hilfsbereites Forummitglied finden sollte, bitte ich an dieser Stelle um einen gescheiteren Beitrag. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, bitte ich einen Admin diesen Thread zu schließen, da 24 offtopic Antworten meiner Meinung nach genug sind.

PS: danke an Achaiah für den Link
Achaiah[quote]"Mit jeder Antwort, die ich gelesen habe stieg die Wut mehr und mehr in meinem Bauch.
SOVIEL BLINDHEIT GEPAART MIT DUMMHEIT.
Danke Mädels, aber wenn ihr mir bei meinem Problem helfen wolltet, habt ihr das nicht geschafft.

Es kann euch doch scheißegal sein warum ich Philo studieren will und ob ich danach als Penner unter der Brücke dem kleinen Ratten von dem kategorischen Imperativ erzähle. Meine Frage war, und die wurde unter 24 Antworten nicht einmal zufrieden stellend beantwortet, WAS denn im Grund und Hauptstudium speziell unterrichtet wird.

Wenn ihr in eurem Egoismus und in eurer Arroganz also meint ihr müsst (meiner Meinung nach sinnloserweise) darüber philosophieren, ob es ratsam ist Philo zu studieren, dann eröffnet doch bitte euren eigenen Thread... Des Weiteren gab es solche Diskussionen schon in diesem Forum.

Falls sich also doch noch ein hilfsbereites Forummitglied finden sollte, bitte ich an dieser Stelle um einen gescheiteren Beitrag. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, bitte ich einen Admin diesen Thread zu schließen, da 24 offtopic Antworten meiner Meinung nach genug sind.

PS: danke an Achaiah für den Link" - von captured[/quote]

*hust*
Kein Problem @Link.
Aber ich glaub du hast dich ziemlich im Ton vergriffen gerade und etwas deffinitiv falsch verstanden.
Es wurde schon gesagt, das die Entscheidung für ein Philosophie-Studium wohl durchdacht sein sollte. Und ich denke mal primär gings den meisten, sowie auch mir, darum dich vor einer evtl etwas leichtfertig getroffenen Entscheidung zu bewahren.
Ausserdem ists in Forum nunmal so, das sich die Gespräche entwickeln und ab und an mal in eine etwas andere Richtung führen.
Mal davon abgesehen, das es eigentlich interessant für dich sein sollte, was man mit dem Studium so alles anfangen kann.
Da sind Beschimpfungen deffinitiv unangebracht, gelinde ausgedrückt.
Denk da vlt noch einmal drüber nach.


Grüße, Achaiah
judgedreddHA, ha, ha! Verdammt Captured, du warst schneller. Du hast meine Freude an „Leute ärgern“ weggenommen!! Mann, schade!

Dennoch gibt es noch etwas was ich loswerden möchte – speziell für alle Schlauis hier die nur Links oder Rechts kennen!! Habt ihr mal von Wahrscheinlichkeitstheorie schon was gehört?

Also erstens, wenn jemand unbedingt Philo studieren will, also wenn er verliebt mit der Frau Philosophie ist, dann sollte er es tun, egal was später passiert.

Zweitens, ich kann natürlich abwägen ob ein Philosophiestudium aufgrund der Zukunftsperspektiven in Frage kommt oder nicht. Wir Menschen sind keine Maschinen, d.h. es existieren bestimmt auch andere Studiengänge die mir gefallen könnten. Das ist der entscheidenste Punkt und nicht Links=mach das, oder Rechts=mach es nicht.

Und noch was, solche Sprüche wie „wer weiß, was in den nächsten Jahren passiert“ ist nur heiße Luft. Was soll denn dann passieren? In den letzten 20 Jahren hat es sich kaum was verändert, was die Zukunftsperspektiven von Philosophen betrifft.

Und hier auch ein Link von mir Captured
[url]http://www.uni-regensburg.de/Fakultaeten/phil_Fak_I/Philosophie/Studiengang/neues-Gesicht.html[/url]
[quote]Es kann euch doch scheißegal sein warum ich Philo studieren will und ob ich danach als Penner unter der Brücke dem kleinen Ratten von dem kategorischen Imperativ erzähle.[/quote]
Einfach genial:D :D
NnordyAch ja, da will man bloß helfen und dann wird man angeblafft... Also, um Goth Willen - die Jugend macht ja eh, was sie will. Was im Grund- und Hauptstudium unterrichtet wird, ist von Uni zu Uni unterschiedlich. Vielleicht solltest Du Dich einfach mal bei der Uni, die Dir vorschwebt, erkundigen bzw. mal auf die Homepage gehen, den FB PHilosophie besuchen und dann mal in den Lehrplan gucken - da steht das nämlich drin. Pauschale Antworten auf diese Deine hochphilosophische Frage gibts nämlich merkwürdigerweise nicht.

Hier mal ein Beispiel von der TU Darmstadt (nicht repräsentativ!):

Das Philosophiestudium erstreckt sich auf folgende Gebiete:



a) Kerndisziplinen:

1. Fundamentalphilosophie (Ontologie, Logik, allgemeine Erkenntnistheorie)

2. Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte der Natur-, Technik- und Humanwissenschaften

3. Geschichtsphilosophie, Sozialphilosophie, Anthropologie

4. Ethik



b) Spezielle Disziplinen:

1. Naturphilosophie

2. Sprachphilosophie

3. Rechtsphilosophie

4. Ästhetik

5. Religionsphilosophie

Diese erstrecken sich über Grund- und Hauptstudium, der Unterschied ist aber, daß Du im Grundstudium hauptsächlich Vorlesungen, Übungen und Proseminare besuchst, während im Hauptstudium eben Hauptseminare auf Dich warten, die schon wesentlich mehr in die Tiefe gehen und die Thematik umfassender und unter speziellen Fragestellungen, die ein Grundwissen voraussetzen, behandeln.

So, ansonsten kann ich Dir nur antragen, gerade als angehender Philosophiestudent Dich wirklich mal mit der Stoa auseinanderzusetzen - bei Deinem Temperament scheinst Du es gebrauchen zu können... *tz*

Ach so: Pauschalurteile "Blindheit gepaart mit Dummheit" stehen Philosophen ebenfalls nicht gut zu Gesicht. Beweist eine ziemlich eingeschränkte (und eingeschnappte...) Sichtweise. Außerdem ist ein Urteilsspruch ohne Kenntnis derer, über die man 'richtet', moralisch verwerflich. Denke da mal drüber nach, bevor Du uns hier böse Absichten unterstellst...
LadyKeHallo zusammen,

habe Eure Beiträge gerade so überflogen und möchte betonen, dass ein Philosophie-Studium auf jeden Fall Sinn macht. Ich hab es nicht gemacht, weil ich, wie auch hier an einigen Stellen formuliert, nicht wusste, was ich später damit anfangen soll.

Inzwischen denke ich anders übers Studieren. Erstens, wie bereits erwähnt, gibt es in KEINEM Studium einen Garantieschein für einen Job mitgeliefert. Und Zweitens denke ich, dass man ein Studium nicht aus dem Grund wählen sollte, was es einem mal beruflich bringen mag/kann sondern was es für einen selbst bringt, ob es einen selbst weiterbringt und die eigenen Interessen versinnbildlicht.

Ist also ein Interesse für das Philosophie-Studium da, würde ich es machen, AUF JEDEN FALL!! Hab inzwischen auch paar Seminare in Philosophie und Theologie besucht (aus Interesse) und bin begeistert. Natürlich ist Philosophie im Hauptstudium ein harter Brocken, aber wenn man sich aus Überzeugung auf etwas einlässt schafft man es meistens auch - eine Garantie gibt es natürlich nie. Und für welche Geisteswissenschaft man sich entscheidet, ist letztendlich auch egal, schlechte Aussichten gibts im Moment für so gut wie alle.

In diesem Sinne,
LadyKe.
demelza[QUOTE][i]Original geschrieben von Tapio Bearking [/i]
[B]Was bringt dir ein Dr. phil? Von diesen Spaßkursen auf Master und Bachelor ganz zu schweigen? [/B][/QUOTE]

Hm, was wolltest Du damit ausdrücken? Daß Master/Bachelor (im
Moment stark im Kommen) kein ernstzunehmendes Studium ist? Ich frage deshalb, weil gerade in Berufszweigen des Finanz- und Versicherungswesens solche Studien als Alternative zu herkömmlichen Studien angeboten werden und ich mir nicht vorstellen kann, daß sich diese Art des Studiums so locker flockig nebenbei bewältigen läßt.
DyspenthesIm Gegenteil, so wie ich das verstanden habe, ist Master/Bachelor erheblich strikter durchgezogen als ein normaler Magisterstudiengang zum Beispiel. Bzw. in den Fächern, in denen ich verglichen habe (in meinem Fall Musikwissenschaft und Germanistik) ist das so. Bei Magister bleiben hingegen mehr Möglichkeiten, es ist breiter gefächert, man kann seine eigene Richtung ein wenig mitbestimmen, was bei Master/Bachelor so kaum möglich ist.
darkmavSo weit mir bekannt ist, ist unter den Philosophen die Studienabbrecherquote mit am höchsten. Wohl auch deshalb, weil viele Leute mit den falschen Vorstellungen in das Studium reingehen. Es ist wohl doch etwas anderes, ein Fach zu *studieren*, als auf ner Party besoffen über Gott und die Welt daherzulabern oder bescheuerte Posts in ein Forum zu schreiben (Achtung: Selbstironie!).

Sicherlich ist in erster Linie wichtig, zu studieren, was einem Spaß macht; andererseits sollte man aber schon ein wenig darauf gucken, ob es auch Arbeitsplätze in diesem Abschluß geben _könnte_. So wird es NIE ausreichendadäquate Arbeitsplätze für Bildende Künstler geben (Ich rede jetzt nicht von Jobs als Kellner usw.). Man kann auch innerhalb des Studiums Schwerpunkte legen, die einem gefragter für den Arbeitsmarkt machen könnten. Beispielsweise hat ein theroetischer Physiker nicht so viele Möglichkeiten wie ein angewandter Physiker, der schon während des Studiums/Promotion Kontakt zu X Firmen hatte.

Philosophie kann man übrigens an manchen Unis prima als Nebenfach zu Physik nehmen ;-) Geht wahrscheinlich auch in Verbindung mit anderen auf dem Arbeitsmarkt gefragten Fächern. So lassen sich zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen.

Neulich hatte ich mal ein Gespräch mit einer Geisteswissenschaftlerin, die irgendwie 5 Fächer (Philo, Pädagogik, Germanistik usw.) gleichzeitig studiert. Diese kriegt jetzt schon die Panik, wenn sie an das Berufsleben denkt, und hat mich gefragt, wieso daß ich (Physiker) nicht irgendwelche Sprachkurse, Auslandsaufenthalte usw. machen würde, der Berufseinstieg sei ja sooo hart. Habe da nur erwiedert: Meine Headhunter machen das schon :D
NnordyEin Bachelor geht über 6 Semester, ist wie Schule organisiert, und wer behaupten will daß man in diversen geisteswissenschaftlichen Studiengängen (das wird bei uns an der TUD inzwischen dort fast überall angeboten) in 6 Semestern das gesamte Wissen oder auch nur annähernd so viel, daß man damit was anfangen kann, erlernen kann, der hat - mit Verlaub - keine Ahnung. Ich würde mir nach wesentlich mehr Semestern, von denen ich auch mehr als 6 sehr ernsthaft mit 30 SWS betrieben habe, nicht im Traum anmaßen, ein Fach wie Germanistik komplett draufzuhaben, weil das aufgrund der Fülle und des Umfangs gar nicht zu bewerkstelligen ist. Bachelor bietet wohl sowas wie 'rudimentäre Bildung' - mehr aber auch nicht. Ist daher m.E. völlig für die Füße, rausgeschmissenes Geld, whatever. ES will doch bestimmt auch niemand - Vorsicht! Unzulässige Überspitzung! - von einem Arzt operiert werden, der nie am Menschen gearbeitet hat und alles in 8 Semestern Theorie gelernt hat?
Fakt ist, daß die Qualifikation, die in 6 Semestern vermittelt werden kann, realistischerweise nicht wirklich wahnsinnig hoch sein kann. Außerdem ist bspw. der Dipl.-Ing. ein sehr anerkannter Abschluß, auch und gerade im Ausland. Es mag für einige Fächer sinnvoll sein, Bachelor und Master einzuführen, aber gerade für die Philosophie, die auf über 2000 Jahre Geschichte zurückblicken kann, finde ich dergleichen einfach hanebüchen und relativ sinnlos.
Anaximander[quote]Selbstverständlich ist Philosophie was anständiges und Sinnvolles.
Aber Philosophie ist in meinen Augen eine Disziplin, die ich für mich selbst erlerne.[/quote]

Das ist allerdings Quatsch.

Echte Philosophie (und nicht das seichte, esoterische Blabla, das in diesem Forum betrieben wird) ist eine handfeste, anspruchsvolle Wissenschaft, die gerade in ihrer heutigen Form weit mehr mit Mathmatik und Linguistik zu tun hat, als mit anderen Geisteswissenschaften.

Und wer diese Wissenschaft wirklich erlernen will, der braucht mehrere Jahre Studium an einer guten Uni. Wer hingegen glaubt, er könne sich Philosophie aneignen, indem er gelegentlich bei einem Glas Bier über den Sinn des Lebens schwafelt, oder alle paar Monate ein populärwissenschaftliches Buch liest, der sollte es lieber gleich lassen. Eine solche Vorgehensweise ist in der Philosophie genauso aussichtslos wie in der Physik oder in der Biologie.

Also ich habe ja volles Verständnis für jeden, der nicht das studiert, was ihn wirklich begeistert, sondern irgendein Brot-Fach. Und bei wem die Begeisterung für die Philosophie ohnehin nicht sonderlich groß ist, bzw. wer unbedingt viel Geld verdienen und mit Ende zwanzig bereits das typische Haus/Frau/Hund/Kind-Leben führen will - für den ist Philosophie wirklich nicht das richtige.

Aber so jemand soll sich dann auch bitte nicht einreden, dass er durch ein bisschen hobbymäßige Pseudo-Philosophie einen echten Ersatz für das hat, was ihm ein Philosophiestudium hätte bieten können.
FichuTja, ich weiß zumindest, wie mans [I]nicht[/I] macht. ;)

[QUOTE][i]Original geschrieben von captured [/i]
[B]Nun wollte ich euch mal fragen, da ich ein Thema dieser Art noch nicht gefunden habe, was denn genau im Grundstudium unterrichtet wird und was im Hauptstudium.[/B][/QUOTE]
Weißt du schon, wo du studieren wirst? Ein Studienablaufplan von der Uniseite bringt dir den groben inhaltlichen Überblick, und das wird sich wohl überall mehr oder weniger ähneln. Aber du solltest dir auf jeden Fall ansehen, welche Schwerpunkte die dortigen Professoren in ihrer Forschung und Lehre haben. Ja, Professoren: Auch wenn du die im ersten Semester [I]vielleicht[/I] nicht so viel zu sehen bekommst, weil sowieso eher das Basiswissen vermittelt wird, hängt das Hauptstudium inhaltlich stark von den Professoren ab, weil die nun mal die Hauptseminare schmeißen und da große Freiheiten haben. Sieh dir einfach deren Homepages an und kuck, wozu die so hauptsächlich veröffentlichen.

Die heutige Philosophie hat wirklich viel mit Sprachwissenschaft zu tun ("linguistic turn"). Was nicht heißt, daß du unbedingt ne Sprache oder Sprachwissenschaft dazustudieren mußt/sollst. Breit gefächerte Kenntnisse sind für nen Philosophiestudenten sowieso wichtig, also kanns auch was ganz andres sein. (Wobei, wo ich grad beim Thema Sprachen bin, du dich [I]mindestens[/I] mit geschriebenem Englisch wirst leidlich anfreunden müssen. Latinum ist ja sowieso Voraussetzung.)

Wahrscheinlich wirst du in den ersten Semestern (formale) Logik machen.

Platon, Descartes, Kant und irgendwelche ethischen Theorien sind, glaub ich, im Grundstudium auch immer gern dabei.

Ach ja, und mach dir bloß relativ bald so ne Art Plan, womit ich gar nicht mal nur die Berufswahl meine. Aber wenn du nicht grad auf Lehramt studierst oder später selber an der Uni dozieren willst, solltest du dir vor Augen halten, daß es kein Selbstgänger ist, nach dem Abschluß ne Beschäftigung zu finden, bei der das, was du im Philosophiestudium gelernt haben wirst, im Vordergrund steht. Was natürlich nicht per se ein Argument gegen ein Philosophiestudium ist.

Ansonsten, wenns dann so weit ist: Geh ruhig in Vorlesungen von Professoren oder Gästen, auch wenn du von der Veranstaltungsbeschreibung her überhaupt nicht kapierst, wovon der oder die da reden wird. Es fallen eigentlich immer Wissenskrümel ab, die man aufklauben kann und die einem später bei völlig anderen Sachen vielleicht mal als Inspirationsquelle oder Hintergrundwissen dienen.
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von Anaximander [/i]
[B]Das ist allerdings Quatsch.

Echte Philosophie (und nicht das seichte, esoterische Blabla, das in diesem Forum betrieben wird) ist eine handfeste, anspruchsvolle Wissenschaft, die gerade in ihrer heutigen Form weit mehr mit Mathmatik und Linguistik zu tun hat, als mit anderen Geisteswissenschaften.

Und wer diese Wissenschaft wirklich erlernen will, der braucht mehrere Jahre Studium an einer guten Uni. Wer hingegen glaubt, er könne sich Philosophie aneignen, indem er gelegentlich bei einem Glas Bier über den Sinn des Lebens schwafelt, oder alle paar Monate ein populärwissenschaftliches Buch liest, der sollte es lieber gleich lassen. Eine solche Vorgehensweise ist in der Philosophie genauso aussichtslos wie in der Physik oder in der Biologie.

[/B][/QUOTE]

Das kann ich nur unterschreiben. Ich gehöre auch zu der Sorte, die gerne über Gott und die Welt nachdenken, aber so mancher Kurs, den ich belegen musste, brachte mich ab und zu ins Schleudern, eben weil es doch was anderes ist, als mal eben kurz ein wenig nachzudenken. Insbesondere grosses Textverständnis hat nicht jeder, und hier haben wir es nun mal mit teils komplizierten Texten zu tun, die dann eben auf einem hohen Niveau interpretiert werden müssen und dann kann sich eine meinung gebildet werden und die Diskussion folgt.
Die Themen sind eben auch nicht immer das, was man möchte, bei Logik hatte ich auch erst meine Probleme, durch intensives Lernen habe ich es dann aber gemeistert.

Ich habe durch das Studium aber auch bemerkt, wie ich an solche Texte besser rangehen konnte, also später. In meinem anderen Fach ging es mal um postmoderne, und viele hatten Probleme, sich den Texten anzunähern, ich lernte aber zuvor, wie ich damit umgehen soll. Nicht jeder kann mal eben einen Foucault lesen und darüber diskutieren. Philosophie an der Uni ist anders als an der Schule, wo darüber gesprochen wurde, ob Beschneidung an Frauen in Afrika toll sei oder nicht (das hiess dort Ethik).

Die Annäherung ist eben komplett anders, als wirklich mal ein wenig über die Welt nachzudenken, denn hier haben wir es mit wissenschaft zu tun, mit Analyse, Kritik (Kritikfähigkeit wird vorausgesetzt, Argumentieren sollte man auch können, wenn man jene anbringen möchte), von daher ist es an der Uni doch ganz anders, als manche denken. Um über einen Tellerrand schauen zu können, sollte man den Text zuvor verstanden haben, ebenso die Argumentationsstruktur desjenigen herausgearbeitet haben.

Ich erinnere mich an manche Kritik seitens der Dozenten, wenn Hausarbeiten nicht differenziert genug waren usw, das macht man beim Stammtisch auch weniger ;).

Und ja, der Zusammenhang zur Linguistik besteht, insbesondere, wenn man Sprachphilosophie macht. Da geht es richtig ab.
KampfsauNun,ich denke mal so ziemlich jeder Studiengang ist so ausgelegt,dass er selbst für überdurchschnittlich intelligente Menschen noch sehr anstrengend ist.

Das Fach ist egal,Englisch,Französisch,Germanistik, Politik, Wirtschaft, Mathematik usw.

Wer hätte jetzt wirklich gedacht,in Philosophie macht man nichts anderes,als über Gott und die Welt zu reden?

Trotzdem muss man sich fragen,ob es mit Philosophie wirklich so derart großartige Berufsaussichten gibt. Sicher, wenn man ein brauchbares Nebenfach belegt hat und einen Haufen Nebenqualifikationen und Soft Skills erworben hat und wirklich gut in dem Fach ist, dann hat man durchaus auch Chancen einen Beruf zu finden.Die Stellen haben dann aber nicht unbedingt soviel mit dem eigentlichen Studieninhalt zu tun.

Doch trifft das wirklich auf die Mehrzahl aller Philosophen zu?Naja,mit dem richtigen Nebenfach,kann man auch immer noch ins Lehramt ausweichen.Das ist auch nicht unbedingt der schlechteste Beruf auf der Welt.

Gut,es ging hier wohl nicht um den Arbeitsmarkt.

Doch ich frage nocheinmal,was macht ein Philosoph eigentlich.Worauf studiert er hin?Was ist das Ziel?

Ein Ingenieur,der will irgendwann an Maschinen und Geräten arbeiten oder sich mit Technik beschäftigen.

Ein Politikstudent,der arbeitet vielleicht irgendwann in Verwaltung oder selber als Politiker in Parteien.

Ein Mathematiker arbeitet mit Zahlen oder stellt neue Rechenverfahren für die Naturwissenschaften auf

Ein BWLer wird irgendwann in einem Betrieb arbeiten,

Ein Kunst- oder Musikstudent wird irgendwann im Orchester spielen, im Chor tätig,Dinge gestalten oder künstlerisch ästhetisch erziehen.

Das ist bei einem Philosophen nicht so klar definiert.

Sicher,er hat die Fähigkeit sich in Zusammenhänge einzuarbeiten,doch haben das nicht auch eine große Anzahl von Studenten aus anderen Studiengängen?
Trauerwesen[QUOTE]Ein Mathematiker arbeitet mit Zahlen oder stellt neue Rechenverfahren für die Naturwissenschaften auf[/QUOTE]

Das ist ein beruf? Dann kann man ja genauso sagen, ein Philosoph philosophiert ;)

Ich weiss nicht, ob es dieser Thread war, aber ich hatte es bereits genannt: Philosophen sind in der Wirtschaft und Politik gerne gesehen aufgrund ihrer Fähigkeit, analytisch zu denken.
Ebenso bieten sich, wie bei den meisten Geisteswissenschaften, Medien an.

Als Nebenfach bietet sich das Studium eher an, als zusätzliche Disziplin quasi.
FichuNun ja, all diese tollen Berufsperspektiven für Philosophiestudenten ... Unternehmensberatung und so ... das scheinen mir alles so Sachen zu sein, für die sich der typische Philosophiestudent nicht so brennend interessiert, was unter anderem dazu geführt hat, daß er Philosophie studiert. Den Eindruck hab ich wenigstens gewonnen, muß ja nicht stimmen.

Ich bin im übrigen der Meinung, daß es gar nicht schlecht wäre, wenn die Leute, die "Erfolgsfächer" (ist nicht abwertend gemeint) wie BWL, Informatik oder das, was früher mal Biologie hieß und jetzt irgendwelche tollen englischen Bezeichnungen hat, studieren, gezwungen würden, ein paar von den Sachen zu machen, die man im Grundstudium Philosophie macht (an analytische Philosophie denk ich dabei in erster Linie). Damit nicht solche Unfälle passieren wie zB "Ich hab in Neurowissenschaften gelernt, daß es keinen freien Willen gibt". Zum Ausgleich könnte man ja die Theologie dichtmachen ...
Kampfsau[QUOTE]Das ist ein beruf? Dann kann man ja genauso sagen, ein Philosoph philosophiert[/QUOTE]

Nun,immerhin kann man da durchaus Geld draus machen.

Mathematiker arbeiten auf für Banken und Mathematik wird auch in den Naturwissenschaften und Technologien gebraucht und verwendet.

Du kannst eigentlich über fast alles in der Welt ein Zahlensystem legen und es so irgendwie ausdrücken.

Man sieht doch,dass in den meisten Studiengängen die ein hohes späteres Gehalt versprechen, gute Mathematikkenntnisse fast immer vorausgesetzt werden.

In der Wirtschaft,Informatik,Technik,Naturwissenschaft und sogar in der Politik kommt man nicht vollkommen drum herum.


[QUOTE]Damit nicht solche Unfälle passieren wie zB "Ich hab in Neurowissenschaften gelernt, daß es keinen freien Willen gibt". Zum Ausgleich könnte man ja die Theologie dichtmachen ...[/QUOTE]

Ich glaube wenn man etwas gesunden Menschenverstand hat, dann wird man auch ohne Philosophiestudium, vermeiden soetwas zu sagen.

Und ich meine auch,wenn man sich mit den Wundern der Natur befasst und mit den ganzen Modellvorstellungen dieser ganzen Abläufe,dann kommt man gar nicht herum, dass alles von einem philosophischen Standpunkt zu sehen.

Viele der herausragensten Philosophen waren auch ausgezeichnete Naturwissenschaftler und Mathematiker.
Trauerwesen[QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i]
[B]Nun,immerhin kann man da durchaus Geld draus machen.

Mathematiker arbeiten auf für Banken und Mathematik wird auch in den Naturwissenschaften und Technologien gebraucht und verwendet.

Du kannst eigentlich über fast alles in der Welt ein Zahlensystem legen und es so irgendwie ausdrücken.

Man sieht doch,dass in den meisten Studiengängen die ein hohes späteres Gehalt versprechen, gute Mathematikkenntnisse fast immer vorausgesetzt werden.

In der Wirtschaft,Informatik,Technik,Naturwissenschaft und sogar in der Politik kommt man nicht vollkommen drum herum.
[/B][/QUOTE]

Hm, das leuchtet mir aber nicht ein bzw finde ich es nicht schlüssig. Denn wenn ich Mathematik studiere, bin ich eben nicht Informatiker oder Biologe oder Physiker oder sonst was. Sondern Mathematiker. Und auch noch lange kein Wirtschaftswissenschaftler. So direkt ist der Weg dann doch auch nicht, oder? Und dann wäre der Berufsweg, abgesehen von Lehramt und Nischen doch genauso schwammig wie der eine Philosophieabsolventen, der sich ja eben auch an zahlreichen Nischen bedienen kann.
Kampfsau[QUOTE]Hm, das leuchtet mir aber nicht ein bzw finde ich es nicht schlüssig. Denn wenn ich Mathematik studiere, bin ich eben nicht Informatiker oder Biologe oder Physiker oder sonst was. Sondern Mathematiker. Und auch noch lange kein Wirtschaftswissenschaftler. So direkt ist der Weg dann doch auch nicht, oder?[/QUOTE]


Nun, in meinem Studienberater seht drinnen,dass Sie vorrangig in Softwareprodukiton,im Finanz- und Rechnungswesen, in der betrieblichen DV-Organisation, in Forschung und Entwicklung, sowie in der Aus- und Weiterbildung tätig sind.

Eigentlich sind sie generell in Unternehmen tätig im Versicherungs- und Kreditgewerbe.Wahrscheinlich schwerpunkt Statistik und Analysis. In Marktforschungsinstituten usw.

Mit Mathematik lässt sich nunmal Geld machen.Um den Anwendungsbezug auf die einzelnen Fächer zu verstärken,gibt es später mehrere Schwerpunktfächer aus denen man wählen kann.Wirtschaft, Physik, Technisches, Versicherungswesen.Man kann auch Biologie oder Chemie einbringen.

Die Anforderung an einen studierten Informatiker liegen z.B. hauptsächlich im mathematischen Bereich. Ein Mathematiker hat eine gute Grundlage, um sich in viele verschiedene Bereiche zu entwickeln.

Philosophen haben, wenn sie kein stärker berufsbezogenes Nebenfach wählen oder wirklich herausragend sind,mit unzähligen,nebenbei erworbenen Softskills, eher schlechtere Beruschancen abseits des Schulwesens.

Das ist nunmal eine Sache auf die man sich einstellen muss, dass man es auf dem Arbeitsmarkt nunmal schwerer hat, eine anständig bezahlte Stelle zu finden, als z.B. ein Elektrotechniker.

Die Philosophen studieren oft auch nicht allein des Geldes wegen.Niemand sagt sich,ich will mal viel Geld machen,ich werd Philosoph.

Nur brauchen die auch nicht jammern,wenn es ihnen sehr schwer fällt,irgendetwas anständiges zu finden.

Man muss diese Wahl durchziehen mit all ihren Konsequenzen und Vorzügen.Ich glaube die meisten Studenten sehen das auch so.
FirlefantIn den Berufen, in denen Mathematiker eingesetzt werden, spielen die fachlichen Kenntnisse nicht unbedingt eine große Rolle. Wichtig sind durch's ständige Beweisen und analysieren geschulte kognitive Fähigkeiten: Strukturen nachweisen und vergleichen, allgemein mit Strukturen umgehen - Zahlen spielen dabei keine ausgezeichnete Rolle, ich gebe gerne ein Beispiel.
Ich arbeitete in den Semesterferien als Werksstudent in einer Firma, die Forschung und Beratung für elektronische Sicherheit betreibt - ein jetzt schon wichtiger Bereich, dem eine Zukunft gehört. Dort beschäftigte ich mich mit der Entwicklung eines Beweissicherungssystems, d.h. wenn bspw. ein Arzt ein ärztliches Dokument elektronisch unterschreibt (in Heidelberg wird bereits ein Testprogram gefahren), dann muss diese elektronische Unterschrift (die sogenannte Signatur) 'frisch' gehalten werden. Sie muss wegen der degenerierenden Stärke von Verschlüsselungsalgorithmen immer wieder automatisch verlängert werden und zwar über Jahre. Wird ein Dokument zu einem späteren Zeitpunkt in einem Gerichtsverfahren benötigt, so muss die Integrität des Dokumentes und der Signatur des Arztes bewiesen werden können, und zwar automatisch. Zudem galt es, große Anzahl von Dokumenten verarbeiten zu können, gleichzeitig aber den Aufwand niedrig zu halten.
Der Teufel steckt auch hier im Detail, deshalb muss man ein Gefühl für Eventualitäten und Lücken in der Beweisargumentation erkennen und verhindern können.
Genau [i]das[/i] lernt man im Mathematikstudium, vor allem durch die Übungsaufgaben (verflucht seien sie dennoch!).

Fachliches Wissen ist für diese Arbeit nicht erforderlich, selbst die Funktionsweise der Verschlüsselungsalgorithmen spielen keine Rolle.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die fachliche Seite der Mathematik kann bei weitem nicht in jedem Beruf Anwendung finden, aber ein absolviertes Studium hat Garantiecharakter für die oben genannten kognitiven Fähigkeiten und die sind wichtig im modernen Arbeitsmarkt (soweit ich das überhaupt beurteilen kann).
TrauerwesenKampfsau:

Das mag ja alles sein, aber der Ausgangspunkt war ja, dass Du meintest, im Gegensatz zum Philosophen würde der Weg des Mathematikers direkt sein, ebenso wie bei Juristen. Medizinern, Biologen usw. Aber genau hier würde ich die gleiche Schublade wählen, der Philosph kann ja aufgrund analytischen Denkens in Politik und Wirtschaft, ebenso Medien arbeiten (von Aussichten mal ganz abgesehen). Den Beruf des Mathematikers mag es zwar geben, aber sicherlich werden die wenigsten Mathematiker jenes studieren, um Mathematiker zu werden, ebenso, wie man selten Philosoph wird, genau das hattest Du ja geschrieben.
Ich hatte da halt nur einen Widerspruch in Deiner Argumentation gesehen...
KampfsauIn keinem einzigen Studium wird man nachher immer genau das machen,was man studiert hat.

[QUOTE]Das mag ja alles sein, aber der Ausgangspunkt war ja, dass Du meintest, im Gegensatz zum Philosophen würde der Weg des Mathematikers direkt sein, ebenso wie bei Juristen. Medizinern, Biologen usw. Aber genau hier würde ich die gleiche Schublade wählen, der Philosph kann ja aufgrund analytischen Denkens in Politik und Wirtschaft, ebenso Medien arbeiten (von Aussichten mal ganz abgesehen). Den Beruf des Mathematikers mag es zwar geben, aber sicherlich werden die wenigsten Mathematiker jenes studieren, um Mathematiker zu werden, ebenso, wie man selten Philosoph wird, genau das hattest Du ja geschrieben.[/QUOTE]

Also ist es im Prinzip egal was man studiert und das fachliche Wissen auch, solange man die Systematik versteht!? Ich vermute das ist bei vielen Berufen so,da man sich das spezifische Wissen wohl oft auch berufsbezogen aneignet.Doch ich denke das Fachwissen spielt schon eine Rolle,das Beispiel mit dem Mathematiker war wohl falsch gewählt.

Und sonst,wenn es nicht die fachliche Qualifikation ist,was macht einen Philosophiestudenten gegenüber anderen Studenten überlegen, wie z.B. eben ein Mathematiker?Beherrschen Absolventen anderer Studiengänge nicht ebenso diese Methodik?


Und ich meine diese Systematik,wie auch die Soft Skills sind eng miteinander verbunden.

Wenn wir von Mathematik reden,dann steckt dahinter wohl auch eine Art und Weise die Welt zu erkennen und zu verstehen.

Ich meine logischer als Mathematik kann nichts sein,die Anzahl an Problemen die man damit lösen kann ist schier unendlich.

Wahrscheinlich haben sie deswegen auch soviele Einsatzmöglichkeiten.

Dennoch gibt es sicher noch genug Tätigkeiten,die ihr Zahlengespür verlangen.
TrauerwesenKampfsau:

Es ging mir um diese Aussage hier:

[QUOTE]Doch ich frage nocheinmal,was macht ein Philosoph eigentlich.Worauf studiert er hin?Was ist das Ziel?[/QUOTE]
Und dann hattest Du u.a. den Mathematiker genannt, der aber ein solch direktes Ziel ebenso nicht hat.
Und dann die Aussage:
[QUOTE]Das ist bei einem Philosophen nicht so klar definiert.[/QUOTE]

widersprach sich mE mit dem Nennen des Mathematikers, das ist alles. Denn es ist dort auch nicht klar definiert.

Im übrigen nannte ich das analytische Denken, Argumentation und das enorm grosse Textverständnis bereits, daher gehe ich auf Deinen aktuellen beitrag nicht mehr genau ein, weil es mir nach wie vor um etwas ganz anderes geht.
Was es sonst dazu zu sagen gibt, steht auch bereits in diesem Thread, das beantwortet auch die meisten Deiner aktuellen Fragen.
Kampfsau[QUOTE]Und dann hattest Du u.a. den Mathematiker genannt, der aber ein solch direktes Ziel ebenso nicht hat. Und dann die Aussage:[/QUOTE]

Nur weil ein Mathematiker haufenweise andere Dinge machen kann, heißt das noch lange nicht, das Sie später niemals einen Beruf ergreifen können,in dem seine mathematischen Fähigkeiten gefordert werden,die er im Studium sich aneignet.

Und ich habe genug Beispiele genannt, in denen Absolventen der angewandten Mathematik tätig werden können.In der Statistik,in der Marktforschung und Informatik usw.

Und wenn man die Arbeitslosenzahlen von Absolventen der Philosophie und der Mathematik vergleicht,dann liegt diese in Mathematik rein zahlenmäßig unter der von Philosophie,obwohl es ca. 5-mal mehr erwerbstätige
Mathematiker gibt.

Es ist vielleicht nicht möglich diese 2 Werte direkt miteinander zu vergleichen wenn man bei Philosophie von dem staatlich subventionierten Lehramt absieht
aber Mathematiker haben mit einer der niedrigsten Arbeitslosenquoten.

Und woran liegt das? Weil viele Arbeitgeber etwas mit Mathematikern anfangen können.Es gibt genug Tätigkeitsfelder für diese.Insbesondere da es relativ wenig neue, junge Mathematiker gibt.

Ein guter Mathematiker braucht sich relativ wenig Sorgen machen,irgendwann eine Beschäftigung zu finden.

Es ist nunmal Fakt,dass Philosophen eine recht hohe Arbeitslosigkeit haben, weil Sie im Rahmen ihrer fachlichen Ausbildung relativ wenig Berufsbezogenheit haben.

Ich habe nicht gesagt,dass man Philosophie nicht studieren soll,ich finde das Fach selber interessant,nur sollte man damit rechnen,mit der Ausbildung in Philosophie selber wohl nicht soweit zu kommen.

Deswegen sollte ein Nebenfach mit etwas mehr Berufsbezogenheit studiert werden oder eben noch zusätzliche Fähigkeiten gelernt werden und man sollte sich vielleicht an die Medienbranche wenden.
rosaplüschschafSo..Also auch ich hatte damals nachm Abi überlegt, ob ich Philosophie studieren sollte oder nicht. Ich habe mich aber aus "praktischen" Gründen dagegen entschieden.
ich denke, wenn man Philosophie gepaart mit etwas Naturwissenschaftlichem (wie z.B. Mathematik--->wieviele "alte" Philosophen waren in erster Linie Mathematiker?...; oder auch Informatik..) studiert, kann man es schon zu irgendwas bringen. Jedoch würde es wohl auch mit Philo und Mathe dazu führen, dass man hochtheoretisch denkt und dann eigentlich nur noch Professor an der Uni sein kann, weil man da sitzt mit seinem Doktor in Philosophie.

Ansonsten würde ich nicht viel auf die Beschreibungen im Studie-Führer geben, weil laut dem kann man mit allem überall hin. Da steht z.B. immer was von Unternehmensberatung oder Arbeit in Verlagen. Die scheinen da ja alles aufzunehmen (...)
Fakt ist doch, man sollte machen, was einem Spaß macht. Und ich denke auch, dass es einem Philosophie-Interessierten nicht sehr viel bringen würde BWL zu machen.
Ich selbst verspüre im Moment auch wieder das Gefühl, Geistig irgendwie mit meinem kleinen FH-Studium nicht ausgelastet zu sein und überlege, wie ich doch noch Philosophie studieren könnte. Allerdings hat man auch mir geraten, ich solle doch lieber Bücher zu den Themen lesen und mich mit Leuten unterhalten, das würde auch ohne "offizielles" Studium gehen.
Also ich denke man muss das für sich selbst entscheiden, was man für richtig empfindet.
Helfen kann einem bei der Entscheidung eh keiner.
Firlefant[QUOTE][i]Original geschrieben von rosaplüschschaf [/i]
[B][...]
ich denke, wenn man Philosophie gepaart mit etwas Naturwissenschaftlichem (wie z.B. Mathematik--->wieviele "alte" Philosophen waren in erster Linie Mathematiker?...; oder auch Informatik..) studiert, kann man es schon zu irgendwas bringen. Jedoch würde es wohl auch mit Philo und Mathe dazu führen, dass man hochtheoretisch denkt und dann eigentlich nur noch Professor an der Uni sein kann, weil man da sitzt mit seinem Doktor in Philosophie. [...][/B][/QUOTE] Mit Mathematik und Informatik hast du gerade zwei nicht-Naturwissenschaften (und dass ist definitiv keine Wortspielerei) aufgezählt, noch dazu zwei der berufssichersten Studiengänge. Wenn Mathematik und Philosophie, dann sollte man im Hinblick auf Berufschancen die Variante Mathematik auf Diplom mit Nebenfach Philosophie wählen. Die Universität Düsseldorf bietet diese, in meinem Augen sehr fruchtbare, Kombination an.

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