| Erinnyen | Ich will einen etwas anderen thread eröffnen, denn es geht nicht unbedingt um Diskussion. Vielmehr geht es um verschiedene Hinterfragungen. Ich glaube Startpunkt einer jeden philosophischen Überlegung ist das Hinterfragen der gesellschaftlichen Antwort auf diese Frage, das hinterfragen der Normalvorstellung, dessen was wir als normal bezeichnen, was es aber durchaus nicht ist. Da ich nach neuen Antworten suche und meinem Geist oä. auch nicht alles zutraue, will ich auch euch fragen, was habt ihr gefunden, das normal ist, was alle nicht hinterfragen, was aber trotzdem fraglich ist? Ich will auf unterster Ebene anfangen: Ich kann mein Geschreibsel lesen, du kannst es lesen, jeder kann es lesen. Abgesehen von nicht deutschsprachigen und Analphabeten. Es ist nicht selbstverständlich es lesen zu können, was rein garnichts mit kognitiven Behinderungen zu tun hat, sondern mit einer nicht erworbenen Fähigkeit (welche es im Bezug auf diesen Beitrag jetzt auch sein müsste) |
| Schwertheld | Wenn du doch ne "Kleinigkeit" wie Schriften so bewunderst dann mach dir mal deine Gedanken über Menschliche Intelligenz und Sprache. Das ist dann wohl das simpelste, naheliegenste und dennoch das unglaublichste. grüße |
| Trauerwesen | Ist nicht das ganze Leben fraglich? Ökosysteme, die Existenz der Welt ansich, das ganze Wunder der Natur... |
| Erinnyen | Wenn ich sagte, dass ich beim kleinsten anfange, meinte ich, dass ich das naheliegenste dekonstruiere. Die menschliche Sprache und vor allem dessen Entwicklung zur Schriftsprache ist wahrlich nicht einfach. Ja, ich find das auch interessant!Ich gehe jetzt mal von aus, dass du dich schonmal mit Linguik beschäftigt hast: Die Mehrzahl eines Wortes ist durch ein Affix bezeichnet, oder teilweise als wiederholung als Infix. Alle Sprachen sind so beschreibbar, warum? Ist die Sprache, die erstmal linguistisch nicht beschreibbar ist abnormal? außerirdisch? Ich hoffe dich nicht falsch verstanden zu haben, du hast dich kurz gefasst, aber ich sehe die Schriftsprache/Sprache als Einigung zwischen den Menschen an, die es schon lange gibt und deren Legitimation, deren 'so sein' abgesehen vom gesellschaftlichen Nexus noch zu klären wäre. Wie alles, deshalb mein thread. |
| Erinnyen | Entschuldigung, aber das muss ich zu trauerwesen noch sagen: darum geht es ja genau, das zu formulieren und zu durchdenken, das fraglich ist, nicht abstrakt mit Schlagwörtern, sondern zu sagen, was natürlich ist, aber eben doch nicht. |
| Duvessa | Die Trennung von Arbeit-Lohn-Leben. Arbeitgeber und Arbeitnehmer..unsere ganze Arbeitswelt ! Für uns alle ganz "normal". Ich halte dieses System für sehr fragwürdig. Viel zu wenige Menschen identifizieren sich mit ihrer Arbeit/Leistung !Im Gegenteil: es scheint als wäre für die meisten menschen wenig Arbeit aber viel Geld auf dem Konto erstreblich. Dass jeder Mensch eigentlich eine Aufgabe braucht, dass es sehr ausfüllend sein kann einer Tätigkeit nachzugehen um sein Lebensunterhalt zu bestreiten wird verkannt. Auch die Beziehungen von Arbeitgeber und-Nehmer sind katastrophal und destruktiv auf allen Ebenen.... Ich glaube das liegt grundsätzlich an der Trennung von Arbeit/Lohn...Was ist das für eine Welt in der ein Arbeitnehmer nach Stunden bezahlt wird in denen er "zur Verfügung steht" ?... |