| judgedredd | Rationalität (von lat. rationalitas = Denkvermögen) ist einer der Begriffe mit der höchsten Zahl an verschiedenen Bedeutungen. In der Regel wird er ohne genaue Definition verwendet. Auf allgemeinster Ebene enthält der Begriff drei Bedeutungen: Erstens wird damit eine bestimmte Beziehung zwischen einem angestrebtem Zweck und den zu seiner Erreichung angewandten Mitteln angesprochen, hierbei meint Rationalität also die Fähigkeit zur Abschätzung von Ursache-Wirkung-Ketten. Zweitens geht es um die Bewertung eines Zwecks als angemessen, "vernünftig", "richtig", hier wird der Begriff Rationalität also zur Rechtfertigung bestimmter subjektiver normativer Standpunkte in Anspruch genommen. Drittens werden Muster der Bewertung und Muster von Entwicklungsvorgängen als "Rationalität" (bisweilen auch als "Logik") eines Prozesses bezeichnet. Im Besonderen wird der Begriff Rationalität in folgenden Bereichen verwendet: Die Philosophie definiert die Rationalität als Einsicht, oft bezogen auf ein auf Einsicht gegründetes Verhalten. Viele klassische Philosophen unterscheiden zwischen ratio und intellectus, im Deutschen meist mit Verstand und Vernunft (ursprünglich genau umgekehrt) wiedergegeben, wobei ratio in aller Regel ein niedrigeres Erkenntnisvermögen darstellt, das vergleichend und diskursiv operiert, während intellectus meist ein einheitlich zusammenschauendes Vermögen bezeichnet. Die Rationalität als Charaktereigenschaft wurde von Aristoteles den Männern zugeschrieben, Frauen hingegen bezeichnete er als irrational. (Wikipedia Zitat) |
| Dyspenthes | [QUOTE][i]Original geschrieben von judgedredd [/i] [B]Viele klassische Philosophen unterscheiden zwischen ratio und intellectus, im Deutschen meist mit Verstand und Vernunft (ursprünglich genau umgekehrt) wiedergegeben, wobei ratio in aller Regel ein niedrigeres Erkenntnisvermögen darstellt, das vergleichend und diskursiv operiert, während intellectus meist ein einheitlich zusammenschauendes Vermögen bezeichnet.[/B][/QUOTE] Vielleicht bin ich durch meinen jahrelangen Unterricht in Altgriechisch da etwas vorgeprägt, aber wenn ich mich richtig erinnere ist ratio = Vernunft intellectus = Verstand Rational handeln heißt, vernünftig handeln. Weibliches Handeln bezeichnet er vielleicht deshalb als irrational, also unvernünftig, weil viele Frauen scheinbar logische Gründe manchmal außer Acht lassen, um sich auf etwas, was man "Gefühl" nennt, zu berufen. Ich habe vor kurzem ein paar Bücher von Agatha Christie gelesen (ich weiß, höchst unphilosophisch ;)), in denen ja häufig Dinge, die vorher im Gefühl einer Person waren, rational erklärt werden können. An irgendeiner Stelle stand, dass Gefühle ja auch nur von Beobachtungen kommen, die man registriert, aber nicht im Verstand speichert, die dann zu jenen "Gefühlen" führen. Von der Psychologie aus gesehen ist das sicher richtig. Vielleicht funktioniert durch hormonelle Unterschiede das Sehen mancher Dinge eher unbewusst und führt dann zu Intuition, also einem Wissen, was man nicht logisch herleiten kann. Andererseits möchte ich Männern die Intuition auch nicht absprechen, ebenso wenig, wie ich Frauen rationales Handeln absprechen möchte. Deshalb könnte man noch die unterschiedliche Bildung, die damals herrschte, als Grund ansehen, weil das Gehirn durch das Beschäftigen mit Logik geprägt wird, rational zu handeln. |
| Cagliostro | "Strebst du nach Weisheit, so mache dich darauf gefasst, dass du verlacht und verspottet wirst. [QUOTE]Wie plötzlich ist die Weisheit über ihn gekommen[/QUOTE] und [QUOTE]Seht! die wuchtige Stirn[/QUOTE] Du aber lasse das Stirnrunzeln! Doch an das, was dir als das beste erscheint, daran halte dich, als wärest du von Gott auf deinen Platz gestellt. Beharrst du in deinen Grundsätzen, so werden dich jene, die dich verlachten, bald bewundern. Gibst du ihnen aber nach, werden sie noch mehr über dich herfallen." -Epiktet- Das ist die gelungene Melange aus Logos und Emotion, wie sie nur die Stoiker bewerten konnten. |
| judgedredd | @Dysp Durchdachter Beitrag! Wie du geschrieben hast, die Unterschiede zwischen den Geschlechtern hinsichtlich des evolutionsbedingten Aspekts sind vorhanden. Ein Kritikpunkt der mit der sozialen Ebene in Verbindung steht, ist der Wandel bzw. die Entwicklung der Beweggründe bzw. der Hintergrunde zur Gestaltung des eigenen Lebens eines Individuums. Frauen z.B. haben es heutzutage schwerer in der Hinsicht, weil sie eine breitere Entscheidungspalette zur Auswahl haben, die mit einem Vertrauen zum Gefühlsfaktor in Verbindung steht. Das hat zur Folge, dass eine Frau, aufgrund dieses Vertrauens, häufig „Fehlentscheidungen“ trifft, da sie in der Hinsicht „irrationaler“ gehandelt hat. Gruß |
| LaChatte | Es handelt vermutlich sehr rational, wer sich bewusst auf auf intuitive und nicht-rationale Impulse einlässt... rational zu sein ist richtig und gut, aber NUR rational zu sein, ist hemmend und blockierend. |
| Dyspenthes | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]Es handelt vermutlich sehr rational, wer sich bewusst auf auf intuitive und nicht-rationale Impulse einlässt... rational zu sein ist richtig und gut, aber NUR rational zu sein, ist hemmend und blockierend. [/B][/QUOTE] Stimmt. Bzw. ich würde es noch etwas anders sagen: Rationalität bedeutet, Vernunftbegabt handeln. Ist es vernünftig, seiner inneren Stimme nicht zu gehorchen? Würde ich nicht sagen. Vernünftig ist, auf alle Faktoren zu hören, die wichtig sein können, also sowohl Faktenwissen, als auch Intuition zu berücksichtigen und nach bestem Wissen und Gewissen zu handeln. |
| judgedredd | Nun, dann graben wir ein bisschen tiefer! Natürlich sind Rationalität und Gefühl wichtig, aber ich bin eher für die Rationalität. Ich finde, dass die Menschen mit ihren Gefühlen übertreiben, also sich sehr davon leiten lassen bzw. sie schenken zu viel Vertrauen zu der inneren Stimme. Und damit meine ich bestimmte Bereiche. Was die Mutterrolle, Familie und Ähnliches betrifft, da sind die Gefühle am richtigen Platz. Vor allem Rationalität begrenzt das Gefühlserleben nicht, denn ich bin in der Lage, vieles genießen zu können, ohne dass die Gefahr besteht, dass meine Gefühle zum etwas Verhängnisvolles leiten. Ich habe Bekannte zum Beispiel, die aufgrund ihrer Gefühle, immer wieder die gleichen Fehlern begehen. Sie erkennen die Fehler und die Ursachen an, aber sie schaffen es in der Regel nicht, sich rationaler zu verhalten. Mir ist bekannt, dass dies auch schwer ist, aber das ist worum bei der Philosophie geht: Erkenntnis; oder wie der Kant gesagt hat: „was kann ich wissen? Was soll ich tun?“ Ein Beispiel: Einmal saß ich in einer Frauenrunde. Alle waren Büroangestellte in verschiedenen Positionen. Eine hat sich darüber aufgeregt, warum Männer, in der Hinsicht Aufstiegschancen, leichter haben. „Das ist eine typisch Männerorientierte Gesellschaft“ sagte sie. Ich habe darauf geantwortet: Ganz Unrecht hast du nicht, aber du übersiehst etwas sehr Wichtiges, die Gefühle nämlich“. „Was haben denn die Gefühle damit zu tun“, fragte sie. „Doch, sie haben viel damit zu tun, Sicherheit zum Beispiel“. Das Bedürfnis nach Sicherheit ist ein Gefühl, dass eher den Frauen zugeschrieben wird. Dieses Bedürfnis wirkt wie eine innere Stimme, und die Frauen vertrauen dieser Stimme in der Regel sehr. Die Frauenrunde bestand aus 10 weiblichen „Kandidaten“. Ich stellte allen die Frage: „ihr habt eine Geschäftsidee und wollen sie verwirklichen und in die Wege leiten. Dafür müsstet ihr 50.000 bis 100.000 Euro Kredit aufnehmen. Und natürlich das Risiko ist da, denn ob das Geschäft laufen wird oder nicht, das steht in den Himmel“. Wer von euch würde das Risiko eingehen? Alle Frauen haben „nein“ gesagt. Die eine Frau hat damit genau verstanden, was ich andeuten wollte und sagte: „Hhm, ich verstehe jetzt, was wir übersehen haben. Es dreht sich auch darum, dass Männer risikofreudiger als Frauen sind, und das zahlt sich im Geschäftsleben aus!“ Richtig! So, ich denke das reicht für Heute. Auch was fürs nächste Mal lassen. Gruß |
| Phoenix1384 | Aber was hat Risikobereitschaft mit Rationalität zu tun? Sich in eine gewisse Gefahr (zb. finanzieller Bankrott, in deinem Beispiel, judge) zu begeben ist nun nicht gerade etwas, was ich als vernünftig verstehen würde. Schwebt da auf seiten der risikobereiten Männer nicht ein Gefühl mit? Der Kick Adrenalin und der Hang zum Abenteuer? Vernünftig betrachtet ist der Weg der Frauen in deinem Beispiel besser, da er mehr Sicherheit verspricht, wie du schon sagtest. Vernünftig sind die Entscheidungen, deren Auswirkungen man klar erfassen kann. Ein Unternehmen/Projekt mit einem Kredit von 50.000 - 100.000 Euro zu starten, ohne zu wissen ob und was es bringen wird, es ist, wie du ebenfalls sagtest, riskant. Risiko ist aber für sich genommen unvernünftig, irrational. Es ist ein Gefühl, ein Gefühl dass es vielleicht klappen kann, vielleicht aber auch nicht. Hier hinkt das alte Rollenklischeemodell der irrationalen Frauen und rationalen Männern... Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass es in der Regel genau anders herum ist, und die Frauen vernünftiger sind, als Männer! Zumindest was materielle Dinge anbelangt. Männer neigen da eher zu riskanten Unternehmungen, wie die Investition in ein Projekt, schnelle und riskante Fahrweisen, Extremsportarten (auch gefährliche), usw. Während Frauen da in der Regel eher auf Sicherheit setzen. Im zwischenmenschlichen Bereich jedoch setzt der Mann eher auf Sicherheit (Kameraden, Kumpel, Freunde, Rudel, klare "Fronten"...); und Frauen eher auf ein gewisses Risiko, sind oft leichtgläubiger als Männer (in der Regel), geben oft noch weitere Chancen, obwohl sie recht sicher wissen, dass sie wieder enttäuscht werden, usw... Gruß |
| Cagliostro | @Judge Du übersiehst etwas wesentliches. Der Umstand, in welchem Gewand eine Emotion daherkommt, ist zunächst unerheblich, oder? Ja, oder auch nicht. Denn die Lebensangst, die jeder von uns mit sich herumträgt, kommt im Gewand von scheinbar rationalen Gedanken daher. Normalerweise ist Angst nicht schlecht, es ist sinnvoll um 5h morgens bei Dunkelheit an der Strassenkreuzung vorsichtig zu sein, auch wenn noch nicht viel Verkehr ist. Die Vorsicht ist auch von einer gewissen Angst gespeist, die aber nicht übersteigert ist und daher vernünftig ist. Die übersteigerte Lebensanst tarnt sich jedoch allzu gern, als logische Argumentekette. Es dürfte keine Schwierigkeiten machen zu begründen, warum man dies und jenes nicht machen will, in Wahrheit ist Angst der Grund. Oder dass man Person XY nicht mag. Dafür kann es im Grunde keinen rationalen Grund geben, dennoch man sucht und sucht solange bis man etwas gefunden hat, das sich halbwegs rational anhört. Man könnte sogar sagen, dass man sehr hellhörig werden muss, wenn jemand seine pros und cons in sehr, sehr rational und vernünftig klingende Worte zu kleiden vermag, aber dennoch beim 2.od.3. Blick nur Ideologie übrig bleibt. Da ist mir deine Frauenrunde lieber, die kein Risiko eingehen will. Es ist ehrlicher. Hinter Risikobereitschaft kann genauso Eitelkeit und Ruhmsucht stecken, dein Beispiel ist per se kein Beweis. |
| LaChatte | [QUOTE] Natürlich sind Rationalität und Gefühl wichtig, aber ich bin eher für die Rationalität. Ich finde, dass die Menschen mit ihren Gefühlen übertreiben, also sich sehr davon leiten lassen bzw. sie schenken zu viel Vertrauen zu der inneren Stimme.[/QUOTE] Emotion und Intuition sind nicht das Gleiche, und es sind Welten zwischen emotionalem und intuitiven Handeln. Emotionalität bleibt im Ego, in den persönlichen Ängsten und Hoffnungen, während Intuition auf eine tiefere, unpersönliche Weisheit zugreift, leiser und beständiger ist. [QUOTE]Es dreht sich auch darum, dass Männer risikofreudiger als Frauen sind, und das zahlt sich im Geschäftsleben aus!“ [/QUOTE] Dafür leben Frauen einige Jahre länger als Männer...;) |
| Dyspenthes | Judge, Intuition entsteht im Gehirn doch mehr oder weniger genau so, wie die angeblich logischen Kausalketten: Alles, was du jemals in deinem Leben gelernt hast, wird zusammen dazu führen, dass du eine bestimmte Entscheidung triffst oder eben nicht. Gebranntes Kind scheut das Feuer, also wenn du schlechte Erfahrungen mit Investitionen gemacht hast, wirst du es sobald nicht mehr machen, oder wenn du einmal jemandem wie viele Chancen gegeben hast, wirst du beim nächsten Mal die Konsequenzen ziehen, das wäre zB rational. Auch wenn deine Gründe, dieser Person (egal, ob Partner oder ein angeblich guter Freund) nicht nochmal zu verzeihen, in deiner Vergangenheit liegen, weil schonmal jemand exakt die gleichen Verhaltensmuster an den Tag gelegt hat, ist es ein rationales Handeln. Denn, wie du richtig sagst, rational bedeutet vernünftig. Und es ist unvernünftig, nicht aus seinen Fehlern zu lernen. Intuition ist also sehr vernünftig, ebenso wie manche Kausalketten, wie meine Vorredner schon sagten, manchmal sehr unvernünftig sind und bei genauerer Betrachtungsweise Lücken aufweisen. Bei deinem Beispiel mit den Frauen gibt es eine Lücke: Die Frauen wissen ja nicht, in was sie investieren. Also sollten sie auch nicht einfach so Geld ausgeben. Aber wenn eine Frau weiß, welches Projekt sie dort mit aufbaut, kann sie durchaus in der Lage sein, hohe Beträge dafür aufzubringen. Es ist hingegen sehr unvernünftig, zu sagen, dass man investiert, ohne die Bedingungen zu kennen oder nicht vollkommen hinter einer Sache zu stehen. Beispiel: Es gibt Frauen, die sehr viel Geld investieren, um für jemanden eine Kunstausstellung zu ermöglichen oder jemanden finanziell unterstützen, der ein Buch herausgeben wird. Diese Frauen werden sich vorher genau ansehen, ob sie voll dahinterstehen, um nicht wegen etwas Geld zu verlieren, was sie nicht selbst unterstützen würden. Es gibt Frauen, die in den Aufbau von Firmen investieren, aber wiederum auch nur, wenn sie hinter der Firma stehen. Es gibt ebenso Männer, die das machen, aber es gibt auch Menschen, wie du ansprichst, vor allem Männer, die sich sagen lassen, dass eine Firma demnächst gut laufen wird, die dort investieren, und damit entweder das Glück haben, dass es super läuft, oder das Pech, dass sie alles verlieren. Und DAS ist unvernünftig. |
| judgedredd | Hmm, meine Damen, ich muss sagen, ich bin gezwungen euch beide zu verhaften, weil ihr beide zu schnell zur Tastatur gegriffen habt!! Lachatte hat folgendes geschrieben: [quote] Emotion und Intuition sind nicht das Gleiche, und es sind Welten zwischen emotionalem und intuitiven Handeln. Emotionalität bleibt im Ego, in den persönlichen Ängsten und Hoffnungen, während Intuition auf eine tiefere, unpersönliche Weisheit zugreift, leiser und beständiger ist. [/quote] Wie gesagt, da wir schon in philosophischen Sachen tiefer graben, müssen wir einiges berücksichtigen und zugleich differenzieren, bevor wir bestimmte Begriffe anwenden. Denn genauer betrachtet, ist Gefühl unidentisch und ungleich Emotion, obwohl es Fälle gibt, wo es so aussieht! Ein eindeutiges Beispiel in der Hinsicht, ist das Weinen oder das Erschrecken, gute Laune, Motivation usw. [url]http://de.wikipedia.org/wiki/Emotion[/url] Das gleiche gilt für die Intuition. Wikipedia sagt: [b] [i]Die Intuition (v. lat.: intueri = betrachten, erwägen; PPP intuitum) ist die Begabung, Einsichten in Sachverhalte, Sichtweisen, Gesetzmäßigkeiten oder Richtigkeit von Entscheidungen durch spontan sich einstellende Eingebungen zu erlangen, die sich auf unbewusstem Wege eingestellt haben. Das vom Substantiv Intuition abgeleitete Adjektiv ist intuitiv. [/i][/b] [url]http://de.wikipedia.org/wiki/Intuition[/url] [url]http://www.umsetzungsberatung.de/psychologie/intuition.php[/url] Also meine Damen, ich fasse mich kurz und konkret jetzt. Die Evolution hat uns gezeigt, dass das Gefühl nach Sicherheit, der Frauen zugeschrieben wurde. Denn der Mann hat das Risiko auf sich genommen, lange Strecken hinter sich zu bringen, um Nahrung zu finden. Frauen hingegen halteten sich in der Gegend der Hölle bzw. des Heims auf und sammelten Früchte und Gemüse. Also kurz gesagt. Der Mann hat weniger Angst, was das Risikoeingehen betrifft. Das bestätigt sich auch hinsichtlich anderer Aktivitäten, ob das Extremsport ist, Geschäfte, Aktien, Glückspiele, Abenteuer, oder sonst was! Ok, ich werde mit euch gnädig sein; nur eine Nacht in der Zelle, Morgen seit ihr wieder frei!!! Aber Morgen nicht so schnell zur Tastatur greifen! |
| LaChatte | [QUOTE]Also meine Damen, ich fasse mich kurz und konkret jetzt. Die Evolution hat uns gezeigt, dass das Gefühl nach Sicherheit, der Frauen zugeschrieben wurde. Denn der Mann hat das Risiko auf sich genommen, lange Strecken hinter sich zu bringen, um Nahrung zu finden. Frauen hingegen halteten sich in der Gegend der Hölle bzw. des Heims auf und sammelten Früchte und Gemüse. Also kurz gesagt. Der Mann hat weniger Angst, was das Risikoeingehen betrifft. Das bestätigt sich auch hinsichtlich anderer Aktivitäten, ob das Extremsport ist, Geschäfte, Aktien, Glückspiele, Abenteuer, oder sonst was! [/QUOTE] Kann man durchaus auch interpretieren als: die Gesundheit und das Wohlergehen von Frauen sind viel wichtiger für den Erhalt der Art, als die Gesundheit und das Wohlergehen des Mannes. Schliesslich reichen bei einem Mann fünf glückliche Minuten, um seinen Samen zu streuen, während die Frau mindestens vier oder fünf gute Jahre braucht, damit ein Kind eine Überlebenschance hat. Und da schickt frau eben die Männer los, um die gefährliche Dreckarbeit zu machen.:D Frauen MÜSSEN einfach vernünftiger und verantwortungsbewusster sein als Männer...;) |
| Dyspenthes | Judge, ich befürchte, DU hast zu schnell zur Tastatur gegriffen. Emotionen sind Dinge wie Glück, Trauer, Schmerz, also Dinge, die gefühlt werden. Emotionalität hat allerdings nichts mit gefühlvollem Handeln zu tun, sondern mit Handeln, in dem jene Gefühle eine Rolle spielen. Intuition bedeutet, dass man fühlt, dass eine Entscheidung richtig ist, wenn man auch nicht gleich die Argumente dafür bereit hat. Da liegt ein gravierender Unterschied, der auch von vielen Frauen nicht gesehen wird, nämlich der, ob du nun deine Emotionen Einfluss nehmen lässt auf deine Entscheidungen (irrational) oder ob du aus gewissen Erfahrungswerten und Beobachtungen, die du nicht in Worte fassen kannst, also intuitiv (wiederum rational), handelst. Beispiel: Es ist irrational, nur weil man gerade Liebeskummer hat, alle Männer oder alle Frauen (je nachdem) zu verteufeln, weil nicht jeder die gleichen Verhaltensmuster hat. Es ist rational, jemandem, der die gleichen Verhaltensmuster wie ein anderer Mensch aufweist, nicht noch ein drittes Mal zu verzeihen, sondern die Beziehung zu beenden. Beispiel zu dem anderen von mir angeführten Punkt: Es ist irrational, zu sagen: Weil Wissenschaftler XY das behauptet hat, glaube ich dem erstmal. Es ist rational, zu sagen: Nach meinem Gefühl hat Wissenschaftler XY Recht und deshalb glaube ich ihm. |
| judgedredd | @Lachatte Ja, natürlich, das habe ich zuvor angedeutet; bestimmte Bereiche sind aufs Gefühl unverzichtbar. Übrigens, ich finde deine Reaktion amüsant, denn sie ist in der Regel, ein Frauenmerkmal! In meiner Kindheit haben wir immer uns gegenseitig geärgert. Bei den Jungs lief immer so ab: - Hey, ich bin größer als du. - Na und, und ich bin stärker als du Usw. und so fort. Zwischen Mädels und Jungs lief es anderes ab, also nach dem Evolutionsmerkmal: Junge: Hey du bist hässlich! Mädel: Und du bist doof! (Gefühls- und Emotionsorientiert) - Du bist so klein wie ein Baby! - Und du bist böse! Usw. und so fort. So war das mit dir gerade eben. So nach dem Motto: Na und, wir Frauen gehen Risikos nicht gerne ein, aber dafür „Frauen MÜSSEN einfach vernünftiger und verantwortungsbewusster sein als Männer“!! By the way, ich möchte nicht, dass etwas verwechselt wird. Mein Vorhaben ist die Analyse und Kritik zum Gefühl hinsichtlich bestimmter „Einsatzgebiete“. Also eine Liste von Vor- und Nachteile, die unseren Alltag und unseren Entscheidungen unmittelbar beeinflussen. Die „Stärken“ die sich bisher bewährt haben, möchte ich lieber außer vor lassen. Vielmehr geht es darum, wie weit Männer und Frauen von ihren Gefühlen VERLEITEN lassen. Gruß |
| judgedredd | [quote] Judge, ich befürchte, DU hast zu schnell zur Tastatur gegriffen. Emotionen sind Dinge wie Glück, Trauer, Schmerz, also Dinge, die gefühlt werden. Emotionalität hat allerdings nichts mit gefühlvollem Handeln zu tun, sondern mit Handeln, in dem jene Gefühle eine Rolle spielen. Intuition bedeutet, dass man fühlt, dass eine Entscheidung richtig ist, wenn man auch nicht gleich die Argumente dafür bereit hat. [/quote] Hhmm, ich glaube, du warst wieder zu schnell, denn du erzählst mir gerade etwas was ich schon bereits erwähnt habe. Also ich sehe hier keinen Widerspruch, sondern eine Bestätigung meiner Darstellung!! [quote] Beispiel zu dem anderen von mir angeführten Punkt: Es ist irrational, zu sagen: Weil Wissenschaftler XY das behauptet hat, glaube ich dem erstmal. Es ist rational, zu sagen: Nach meinem Gefühl hat Wissenschaftler XY Recht und deshalb glaube ich ihm. [/quote] Hhmm. Dir ist ein Fehler unterlaufen. Denn bei dem zweiten Satz: „Es ist rational, zu sagen: Nach meinem Gefühl hat Wissenschaftler XY Recht und deshalb glaube ich ihm.“ Es klingt Rational, aber ist es nicht. Beispiel: Wissenschaftler XY behauptet, dass man sich mit Überlichtgeschwindigkeit bewegen kann. Nach deinem Beispiel entwickelt sich folgendes Schema: Weil Wissenschaftler XY das behauptet hat, glaube ich dem erstmal. (eindeutig irrational) Nach meinem Gefühl hat Wissenschaftler XY Recht und deshalb glaube ich ihm. (irrational oder rationaler als die erste Version, deshalb scheint es rational. Das ist eine subjektive Empfindung, denn wenn die Behauptung des Wissenschaftlers falsch ist, dann hast du dich von deinem Gefühl verleiten lassen!) Weil Wissenschaftler XY das behauptet hat und weil die Empirie die beweise liefert, dass eine Überlichtgeschwindigkeit unmöglich ist, NICHT GLAUBE ICH, SONDERN ICH BIN MIR SICHER, DASS SEINE BEHAUPTUNG EINDEUTIG RICHTIG IST. (eindeutig rational) Hmm, das erinnert mich ein bisschen, an einer vergangenen Behauptung von dir, dass Genialität genetisch übertragbar wäre, obwohl Wikipedia bzw. die Wissenschaft, das Gegenteil behauptet!! Deswegen würde ich als selektiv und egoistisch verurteilt. Hhhm, ich glaube der "Richter" hatte zufälligerweise, den gleichen Nick wie du!!!:D :cool: :cool: :D Nichts für Ungut, Judge kann nicht brav bleiben; er muss oft irrational handeln!!:cool: :cool: |
| Dyspenthes | Nein, du hast mich falsch verstanden in dem, was ich mit "Gefühl" meinte. Ich meine damit dieses ganze Zusammenspiel aus allem, was an Wissen sich angesammelt hat. Um bei deinem Beispiel zu bleiben: Du hast mal in der Schule gelernt, dass es nichts schnelleres gibt als Lichtgeschwindigkeit, und dass die Gravitation unendlich würde, würde man etwas über Lichtgeschwindigkeit bringen. Nun behauptet ein Wissenschaftler, dass das alles Quatsch sei. Du liest dir seine Theorie durch mit dem Hintergedanken an das, was du mal in der Schule gelernt hast. Rationales Denken wäre, wenn dir nun dein Gefühl sagen würde, dass irgendwas an der Berechnung dieses Wissenschaftlers nicht stimmen kann. Irrational wäre es, zu sagen: Der ist Wissenschaftler, der weiß das. Ich habe ganz am Anfang erläutert, wie ich Intuition begründet sehe: Du nimmst etwas wahr, aber kannst es nicht ganz einordnen. Diese Wahrnehmungen werden aber in deinem Gehirn gespeichert und verweben sich dort zu einem Bild, was du aber nicht logisch begründen kannst. Beispiel: Du nimmst an der Kleidung deiner Freundin ein anderes After Shave wahr, als du es benutzt, sie verspätet sich häufig, hat Ausreden, die dir unlogisch erscheinen, sieht dir nicht in die Augen. Das ganze kann ganz harmlose Ursachen haben, aber deine Intuition wird dich darauf schließen lassen, dass sie dich betrügt, richtig? Wenn noch mehrere solcher Faktoren zusammenkommen, wirst du rational handeln, indem du mit ihr schlussmachst. Du wirst es anhand dieser Fakten nicht wirklich logisch begründen können (das After Shave könnte ja auch von ihrem Bruder sein, den sie umarmt hat, sie könnte tatsächlich ständig aufgehalten werden, und vielleicht ist sie mit den Gedanken bei ihrer Arbeit), aber das Zusammenspiel aller Faktoren lässt dich darauf schließen und in 99% der Fälle wirst du damit auch richtig liegen, und wirst rational handeln, wenn du schlussmachst, und irrational, wenn du versuchst, Ausreden für sie zu finden. Verstehst du nun, was ich meine? |
| Phoenix1384 | Judge, dir ist ein Logikfehler unterlaufen! Vielleicht hast du aber auch einfach nur zu schnell getippt und nicht drüber nachgedacht, was du schreibst? Du hast folgendes geschrieben: [QUOTE]Weil Wissenschaftler XY das behauptet hat und weil die Empirie die beweise liefert, dass eine Überlichtgeschwindigkeit unmöglich ist, NICHT GLAUBE ICH, SONDERN ICH BIN MIR SICHER, DASS SEINE BEHAUPTUNG EINDEUTIG RICHTIG IST. (eindeutig rational)[/QUOTE] Da der Wissenschaftler XY in deiner Argumentation jedoch durchgehend behauptet, Überlichtgeschwindigkeit sei [B]möglich[/B], aber empirische Beweise vorliegen, dass Überlichtgeschwindigkeit [B]unmöglich[/B] sei, ist es eindeutig [B]irrational[/B] zu behaupten, der Wissenschaftler hätte dennoch recht! Ja sogar naiv, wenn man wider besseren Wissens sogar davon "überzeugt" ist.. Dieser Logikschnitzer passt aber nicht in deine Argumentation! Also wenn du das nächste mal jemandem sagst, er solle nicht zu schnell zur Tastatur greifen, dann solltest du vielleicht besonders darauf achten, was du wie schreibst. Denn alles was du sagst kann auch gegen [i]dich[/i] verwendet werden.. ;) |
| judgedredd | Natürlich Kumpel, Judge hat kein Problem damit, seinen Fehlern zu zugeben. Und ja, wie du sagtest, das war ein Tippfehler und kein Denkfehler. Das meine ich auch meistens mit dem "zu schnell zur Tastatur greifen". Wie beim Krafttraining. Mann muss die Gewichte nicht nur einmal sondern mehrere Male hochheben, sodass was bringt! He, he, ich musste gerade eben lachen. Ich habe mir bildlich vorgestellt, wie du die ganze darauf lauerst, dass ich einen Fehler begehe, ha, ha, du bist perfekt Kumpel! Hhmm, das ehrt mich einerseits, denn dadurch kriege ich eine Bestätigung bzw. eine Anerkennung für meine Denkleistung! Ich wollte wieder ein bisschen angeben. Viele Grüße Kumpel |
| judgedredd | Dysp, ja, ich hatte dich schon zuvor mal verstanden. Ich wollte mit meiner Darstellung folgendes differenzieren: Die Intuition steht nicht allein da. Ich meine sie kommt oft zum Einsatz, aber sie hängt mit der Gefühlbasis eines Menschen zusammen. Beispiel: die Intuition eines "Angsthasen" unterscheidet sich von der Intuition eines „Mutigen“, verstehst du mich jetzt? Der Angsthase z.B. würde sein Girokonto und andere sicheren Anlagen immer wieder „kraulen“, weil er sich dadurch sicher fühlt. Aktien oder andere „unsichere“ Geschäfte würde er in der Regel meiden bzw. seine Intuition würde in der Regel solche Geschäfte verneinen bzw. davon abraten, verstehst du mich jetzt. Das heißt also, wenn ich sage, dass das Gefühl nach Sicherheit den Frauen zugeschrieben wird, das heißt dann, dass die Intuition zweitrankig ist, so zu sagen. Natürlich Ausnahmen bestätigen die Regel, denn wie du erwähnt hast; jemand der immer wieder auf die Nase gefallen ist, seine Intuition wird sich im Laufe der Zeit verändern. Und natürlich gibt es auch die Situationen – das hast du ebenfalls erwähnt – wo sogar der Angsthase einen Blitz bekommt und etwas Mutiges wagt. Aber wie gesagt, die Regel besagt, dass das Gefühl im Vordergrund steht und die Intuition in der Regel beeinflusst bzw. teilweise steuert. Ach übrigens, dein Beispiel bestätigt meine Darstellung. Denn in der Regel sind die Frauen diejenigen, die mit dem falschen Kerl zusammen bleiben bzw. eine "schlechte" Beziehung eher dulden, weil das Gefühl nach Sicherheit, Liebe und Vertrauen sagt zu der Intuition: "Hey Intuition, warte noch ein bisschen". Und die Intuition gibt bescheid, und dann haben wir den Salat! Ich kannte und kenne immer noch viele Frauen, die sich darüber geärgert haben, wieso sie so lange mit dem "falschen" Partner zusammen blieben! Gruß |
| Cagliostro | @Judge jetzt bist du in einer argumentativen Sackgasse. Die Intuition ist unverrückbar. Sie ist nicht dynamisch. Die Intuition eines Angsthasen ist die gleiche, wie bei einem Superhelden. Das was jemand zum Angsthasen macht, ist die Frage welchen Gebrauch er von seiner Intuition macht. An und für sich hat jeder Mensch wohl die gleichen Ausgangsbedingungen, wenn auch immer etwas anders gewichtet. Intuition ist im Unterbewusstsein angesiedelt, vielleicht ist sogar noch etwas kollektives Gedächtnis mit drin. Man könnte aber noch weiter gehen und in der Intuition den Sitz des göttlichen Funken sehen, den manche Menschen haben und andere nicht zu haben scheinen. Es ist in der Tat schon sehr wichtig, welche Signale mein Solarplexus sendet, wenn ich einem mir bis dato nicht bekannten Menschen begegne. Es ist der berühmte 30Sek.Test, den ein Mensch bestehen muss. Innerhalb dieser 30Sek legt jeder Mensch instinktiv fest,ob er jemand mag oder nicht. Wenn es um die Partnerwahl geht, ist es vielleicht noch deutlicher. Dinge wie Aussehen sind sekundär, es geht mehr um den Geruch und einen bestimmten Habitus. Evtl. Hormone und dergl., aber das allein kann so nicht stehen. Jedenfalls legt man die Grundzüge des Verhaltens ggü. einem Menschen fest, erst dann versucht man Argumente für oder gegen einen Menschen zu formulieren. |
| judgedredd | [quote]@Judge jetzt bist du in einer argumentativen Sackgasse. [/quote]Ha, ha, Caglio du bist gut! Du hast aber etwas Wichtiges vergessen. Wenn man sich allzu sehr auf einem Kampf konzentriert, dann kann es passieren , dass der Krieg schon verloren ist! [quote]Die Intuition ist unverrückbar. Sie ist nicht dynamisch.[/quote] Hhmm, du verschwendest deine Energie mit pseudointellektuelles Gerede, das bringt nichts, denn deine Formulierung ist inadäquat. Genauere Erklärung kann ich dir liefern, allerdings auf Bezahlung![quote]Die Intuition eines Angsthasen ist die gleiche, wie bei einem Superhelden. Das was jemand zum Angsthasen macht, ist die Frage welchen Gebrauch er von seiner Intuition macht. [/quote]Ich hoffe, du weißt, was Intuition bedeutet oder? Ich helfe dir ein bisschen:[i] unmittelbares Erkennen von Vorgängen oder Zusammenhängen vom Gefühl her, Eingebung [ Wenn es um die Partnerwahl geht, ist es vielleicht noch deutlicher. Dinge wie Aussehen sind sekundär, es geht mehr um den Geruch und einen bestimmten Habitus. Evtl. Hormone und dergl., aber das allein kann so nicht stehen [/quote] Die Intuition des Angsthasen sagt ihm folgendes wenn ein hübsche Frau ihn anguckt: „Oh Mann, sie ist so hübsch, soll ich sie ansprechen?....hmm…nee..lieber nicht…sie wird sowieso nein sagen…und bestimmt hat sie einen Freund…. Die Intuition von Judge klingt so: hey, diese hübsche Maus…warum guckt sie so??...Hmm…alles klar…..Attacke!! Du hast nichts zu verlieren Judge, nur gewinnen wenn! Gruß Caglio. Grüß mal den Phönix von mir, er hat übrigens auch versucht mich zu berichtigen. Aber na ja, das war amüsant. Bei dir jetzt, finde ich es ein wenig verwirrend. Was wolltest du damit erreichen? Ich meine, du kennst mich doch. Ich springe auf so etwas direkt an! |
| Cagliostro | @Judge geblendet vom eigenen Licht, liegst du wieder mal knapp daneben... die Intuition ist eine Fähigkeit, die im weitesten Sinne mit Informationsgewinnung zu tun hat. Es werden auch intern bestimmte Situationen interpretiert. Intuition ist also durchaus eine Art schlüsselfertiges Konstrukt, dass man nur abzurufen braucht, als eine Art Orientierungshilfe. Diese Fähigkeit ist grundsätzlich Teil der Grundausstattung/Bordausrüstung eines jeden Menschen. Die Fähigkeit ist also von Mensch zu Mensch vergleichbar. Was du meinst ist die operative Ebene. Die nicht direkt mit der Intuition zu tun haben muss. Dein Angsthase, also ein von der Ratio völlig verwirrter Mensch, hat nicht die Möglichkeit operativ tätig zu werden, weil ihm viel zu viele widersprüchliche Informationen vorliegen. In aller Regel ist Angst etwas, das in starkem Masse von der Ratio mitbeeinflusst wird. Menschen, bei denen die Intuition zugeschüttet ist, sind oft sehr rational wirkende Menschen. Man könnte fast die Gleichung aufmachen, dass es ohne Ratio weniger Angst auf der Welt gäbe, weniger Paranoia. Denn die Ratio beschäftigt sich nur mit Was-wäre-wenn-Dingen, nicht mit der Gegenwart. |
| judgedredd | @Caglio [quote] die Intuition ist eine Fähigkeit, die im weitesten Sinne mit Informationsgewinnung zu tun hat.[/quote] Das passiert wenn man etwas zu abstrakt betrachtet. Ich freue mich, dass du das Ganze philosophisch angehst, aber du solltest etwas systematisch und methodisch vorgehen. Kannst du mir ein Beispiel nennen, wo die Informationsgewinnung mit Intuition in Verbindung steht? Intuition hat mit Eingebung zu tun, sie ist eine spontane Reaktion und steht mit der Entscheidung in Verbindung. Wo ist dann die Informationsgewinnung?? Eher das Gegenteil. Die Intuition hat in der Regel hängt mit der gespeicherte Information zusammen! Dein Beispiel war auch nicht richtig, denn wenn man einen Unbekannten trifft, dann werden in dem Moment gespeicherte Informationen abgerufen bzw. Muster und Strukturen die mir bei der Entscheidung helfen, diese Person als angenehm oder nicht einzustufen. Intuition besitzt in der Regel die gleiche „Funktionsstruktur“, aber in der Regel, nicht immer. Es ist möglich z.B. dass eine unbekannte Person mir komisch erscheint; meine Intuition sagt mir aber: „hey, ich weiß nicht, aber irgendwie vertraue ich dir!“. Das ist das Spontane. Glücksspiele sind ein gutes Beispiel zur Intuition. Ich fühle, dass ich im nächsten Moment irgendwie gewinnen werde, und investiere eine größere Summe. Nachdem ich gewonnen habe, fragt mich mein Kumpel: „hey, woher wusstest du es? Die Antwort lautet: Intuition! Den restlichen Klamauk von dir, mit operativer Ebene usw. gehe ich nicht ein, denn deine fundamentalen Argumente sind schon verloren gegangen. Außerdem Lesen ist vorteilhaft. Es gibt bestimmt Internetquellen die das Thema Intuition erklären! Gruß Kumpel |
| Phoenix1384 | "Die [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Intuition]Intuition[/URL] (v. lat.: intueri = betrachten, erwägen; PPP intuitum) ist die Begabung, Einsichten in Sachverhalte, Sichtweisen, Gesetzmäßigkeiten oder Richtigkeit von Entscheidungen durch spontan sich einstellende Eingebungen zu erlangen, die sich auf unbewusstem Wege eingestellt haben. Das vom Substantiv Intuition abgeleitete Adjektiv ist intuitiv." "[URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Information]Information[/URL] (v. lat.: informare = bilden, eine Form geben) ist ein potenziell oder tatsächlich vorhandenes nutzbares oder genutztes Muster von Materie und/oder Energieformen, das für einen Betrachter innerhalb eines bestimmten Kontextes relevant ist. Wesentlich für die Information ist die Wiedererkennbarkeit sowie der Neuigkeitsgehalt. Das verwendete Muster verändert den Zustand eines Betrachters – im menschlichen Zusammenhang insbesondere dessen Wissen. Formaler ist Information die Beseitigung von Unbestimmtheit bzw. die Beseitigung einer Ungewissheit durch Auskunft, Mitteilung, Benachrichtigung oder Kenntnis über Gegenstände und Phänomene." [QUOTE][i]jugdedredd schrieb:[/i] Das passiert wenn man etwas zu abstrakt betrachtet. Ich freue mich, dass du das Ganze philosophisch angehst, aber du solltest etwas systematisch und methodisch vorgehen. Kannst du mir ein Beispiel nennen, wo die Informationsgewinnung mit Intuition in Verbindung steht? Intuition hat mit Eingebung zu tun, sie ist eine spontane Reaktion und steht mit der Entscheidung in Verbindung. Wo ist dann die Informationsgewinnung?? Eher das Gegenteil. Die Intuition hat in der Regel hängt mit der gespeicherte Information zusammen![/QUOTE] Bei einer intuitiven Entscheidung kommt es sehr wohl zu einer Informationsgewinnung! Nämlich etwas zu tun, oder nicht zu tun - ja/nein. Zwar eine Information in der Größenordnung 1bit, aber 1bit mehr Information ist Informationsgewinn! Judge, google mal nach "Informationstheorie", falls du anzweifelst, dass 1bit bereits Information ist.. ;) Gruß |
| judgedredd | [QUOTE][i]Original geschrieben von Phoenix1384 [/i] [B] Bei einer intuitiven Entscheidung kommt es sehr wohl zu einer Informationsgewinnung! Nämlich etwas zu tun, oder nicht zu tun - ja/nein. Zwar eine Information in der Größenordnung 1bit, aber 1bit mehr Information ist Informationsgewinn! Judge, google mal nach "Informationstheorie", falls du anzweifelst, dass 1bit bereits Information ist.. ;) Gruß [/B][/QUOTE] Kumpel, was erzählst du da für einen Krempel? Die Ausführung ist keine Informationsgewinnung. Informationsgewinnung hängt mit dem Resultat unmittelbar zusammen – was Menschen betrifft natürlich! Bei der Ausführung eines Computerprogramms oder bei der Zusammensetzung der Doppelhelix des DNA handelt es sich, um gespeicherter Information. Was erzählst du mir da? Dass ich in meinem Kopf die Entscheidung Ja/Nein speichere? HA, ha, wie amüsant!! Also jedes Mal, wenn ich eine Entscheidung treffe, dann speichere ich ein Ja oder Nein, WOW, was für eine Erkenntnis, ha, ha! Gruß |
| Dyspenthes | [QUOTE][i]Original geschrieben von judgedredd [/i] [B]Das passiert wenn man etwas zu abstrakt betrachtet. Ich freue mich, dass du das Ganze philosophisch angehst, aber du solltest etwas systematisch und methodisch vorgehen. Kannst du mir ein Beispiel nennen, wo die Informationsgewinnung mit Intuition in Verbindung steht? Intuition hat mit Eingebung zu tun, sie ist eine spontane Reaktion und steht mit der Entscheidung in Verbindung. Wo ist dann die Informationsgewinnung?? Eher das Gegenteil. Die Intuition hat in der Regel hängt mit der gespeicherte Information zusammen![/B][/QUOTE] Intuition und Informationsgewinnung sind aber insofern miteinander verknüpft, als dass erstere direkt aus letzterer folgt, ebenso wie rationales Denken. Man kann heute nicht mehr einteilen in Wissen, was direkt abrufbar im Gehirn ist (von Wörtern über Grammatik bis zu Fremdsprachen und Mathematik) und Dingen, die im Unterbewusstsein gespeichert sind und zur Intuition führen (ob man jemandem besser aus dem Weg geht, das Gefühl, dass irgendwas so nicht in Ordnung ist, etc.). Rationales Handeln hat mit Informationsgewinnung auch nichts zu tun. Du gewinnst Informationen, die du dir durch Lesen, das Besuchen von Vorträgen oder das Leben aneignest, die unterschiedlich ausgewertet werden. Der Verstand (nicht Ratio!) zieht sich Informationen anders, als Intuition. Rational, also vernunftbegabt, ist beides. |
| Cagliostro | @Judge von den endlosen Quellenkolonnen, der sich manche user in verschiedenen Foren befleissigen nehme ich geflissentlich Abstand. Denn keine eigene Meinung zu haben, wird nicht besser, indem ich irgendwelche Quellen bemühe. Ausserdem lasse ich mir - von einem Amateurlexikon - wie Wikipedia keine Definitionen vorschreiben. Also kannst du diese Quellenreiterei in meinem Fall grundsätzlich vergessen. Was Intuition anbelangt,so halte ich mich an das, was ich in meinem Leben erlebt habe. Und glaube mir, die Ratio ist nur die halbe Wahrheit. Eine Art Hilfswissenschaft, die den Zweck hat Verbindungslinien zu ziehen, wo bisher keine waren. Nicht mehr,nicht weniger. Die Ratio ist keine Angelegenheit, die für sich alleine stehen könnte. Genauso könnte man sagen,die Durchführung des Bauauftrages für Auschwitz war rational durchdacht. Toll! Wirklich schön, was unsere Ratio so zu leisten vermag. Nicht immer ist es das Richtige. Was Angst betrifft, so bleibe ich dabei, dass ein Mensch, der nicht nur durch Ratio bestimmt wird, sondern auch durch seine Intuition, weniger operative Angst hat, als jemand, der von der Unkultur des Zer-denkens von Dingen angesteckt, sich drei Wege aus der Angst denkt und keinen geht, weil er sich nicht entscheiden kann. Es ist im Sinne der Ratio vernünftig sich vorzustellen,was alles passieren kann, wenn man eine Strasse überquert. Jedoch wird man dies auf der operativen Ebene dann tunlichst vermeiden, denn rein statisch könnte man bei jeder zehnten Überquerung sterben. Schon hat man eine Angsstörung. Wer sich auf Intuition, auf Gespür verlässt, wird durch fast jede Situation des Lebens durchkommen. Wer an der Strassenkreuzung steht und sich aufgrund dessen, was er zu wissen glaubt, nicht mehr über die Strasse traut, der wird in jedem Fall stagnieren. Ratio ist also nicht immer von Vorteil, schon gar nicht besser als die Intuition. |
| judgedredd | Nein, definitiv nicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass Intuition das Richtige Ergebnis liefert liegt prozentual weit unten. Und hier meine ich nicht, kleine Alltagsgeschichten, sondern ernsthafte Entscheidungen, die eine große Rolle spielen. GRuß @Dysp, guter Beitrag! Das ist auch ein Faktor zur Diplomatie. Diplomatie versucht rationalerweise die innere Stimme zu beeinflussen. |
| Dyspenthes | @judge: Cagliostro hat mit seinem Beitrag nicht ganz Unrecht. Ich gebe dir mal ein persönliches Beispiel: Ich habe in meinem Leben gelernt, dass man niemandem vertrauen kann. Jeder Mensch, dem ich jemals sowas wie Vertrauen entgegenbrachte, hat mich verletzt und verraten. Mein Verstand sagt mir: Du kannst keinem Menschen trauen. Meine Intuition hat gelernt, bestimmte Warnsignale wahrzunehmen. Wenn ich mich auf reine Informationen aus meinem Leben verlasse, kann ich mich gleich einsperren, weil dann kann ich niemanden mehr in mein Leben lassen. Aber da ich auch gelernt habe, mich auf meine Intuition zu verlassen, weiß ich, dass diese mich warnt, wenn etwas ist. Das ist nicht logisch begründbar, aber ich habe das Gefühl, mich auf verschiedene Menschen verlassen zu können, zumindest, bis meine Intuition mir sagt, dass es nicht mehr so ist. Ich hasse es oft, wenn mein Verstand mir, wie heute, sagt: Du kannst niemandem trauen, jeder wird dich verraten. In so einem Fall MUSS man sich auf die Intuition verlassen, weil man sonst durchdreht und völlig irrational handelt. Das meine ich wieder damit, zu unterscheiden in das, was man an Faktenwissen hat (niemandem trauen können), was man als Intuition hat (Signale wahrnehmen können) und das rationale Handeln, was aus beidem zusammen entsteht. |
| Beowulf | [QUOTE][i]Original geschrieben von judgedredd [/i] Nein, definitiv nicht. Die Wahrscheinlichkeit, dass Intuition das Richtige Ergebnis liefert liegt prozentual weit unten. Und hier meine ich nicht, kleine Alltagsgeschichten, sondern ernsthafte Entscheidungen, die eine große Rolle spielen.[/QUOTE] Beim Lösen mathematischer Probleme verlasse ich mich - je nach Problemklasse - auch auf meine Intuition. Man kann adäquates intuitives Handeln auch lernen. Wer sich zum Beispiel mit der Wahrscheinlichkeitstheorie befasst, wird wohlmöglich intuitiv wahrscheinlichere Entscheidungen beim Glücksspiel treffen. Der Begriff der Intuition beschreibt im Grunde nur, dass der Entscheidungsfindungsprozess zu Teilen oder im Ganzen nicht bewusst abläuft. Welche Qualität die "Überlegungen" hinter dem intuitiven Vogang haben ist völlig unterschiedlich. [QUOTE]Cagliostro Genauso könnte man sagen,die Durchführung des Bauauftrages für Auschwitz war rational durchdacht.[/QUOTE] Genauso gut könnte man sagen, diese Aktion war im größeren Kontext gesehen irrational, bzw. ging auf emotionale Impulse (Rassenhass) zurück. Toll was die Irrationalität, bzw. die Emotionalität alles leisten kann. [QUOTE]Cagliostro Denn keine eigene Meinung zu haben, wird nicht besser, indem ich irgendwelche Quellen bemühe.[/QUOTE] Gibts Quellen die diese Aussagen belegen? |
| judgedredd | [quote]Beim Lösen mathematischer Probleme verlasse ich mich - je nach Problemklasse - auch auf meine Intuition. Man kann adäquates intuitives Handeln auch lernen. Wer sich zum Beispiel mit der Wahrscheinlichkeitstheorie befasst, wird wohlmöglich intuitiv wahrscheinlichere Entscheidungen beim Glücksspiel treffen. Der Begriff der Intuition beschreibt im Grunde nur, dass der Entscheidungsfindungsprozess zu Teilen oder im Ganzen nicht bewusst abläuft. Welche Qualität die "Überlegungen" hinter dem intuitiven Vogang haben ist völlig unterschiedlich.[/quote] Richtig, das ist auch was ich meinte, mit dem Unterschied zwischen der Intuition eines Mutigen und der eines Angsthasen. Denn wie du erwähnt hast, bei der Wahrscheinlichkeitstheorie entwickelt man ein Informationssystem. Auch bei Aktien verhält sich ähnlich. Die großen „Aktientiere“ sind Personen, die ein System entwickelt haben, das den richtigen „Riecher“ liefert. Andererseits existiert auch der reine Riecher, wo kein Schema vorhanden ist. So nach dem Motto: „ich habe das Gefühl, dass Morgen die Ölpreise steigen werden“. Und Morgen jagt Binladen ein Paar Ölraffinerien in die Luft!! Gruß |
| Firlefant | [QUOTE][i]Original geschrieben von Beowulf [/i] [B][...] Welche Qualität die "Überlegungen" hinter dem intuitiven Vogang haben ist völlig unterschiedlich. [/B][/QUOTE] Ich weiß, was du meinst: Ich denke bei fruchtbarer mathematischer Arbeit ist das Wechselspiel zwischen Intuition und objektivem Beobachten entscheidend. [QUOTE][i]Original geschrieben von Cagliostro [/i] [B][...] Es ist im Sinne der Ratio vernünftig sich vorzustellen,was alles passieren kann, wenn man eine Strasse überquert. Jedoch wird man dies auf der operativen Ebene dann tunlichst vermeiden, denn rein statisch könnte man bei jeder zehnten Überquerung sterben. Schon hat man eine Angsstörung. [...] [/B][/QUOTE]Wenn deine Ratio nicht bis zum nächsten Zebrastreifen reicht, dann rate ich dir davon ab, dich auf sie zu verlassen. :p |
| judgedredd | ich habe das Thema vermisst! |
| Waldemar | [QUOTE] Judge: Die Intuition steht nicht allein da. Ich meine sie kommt oft zum Einsatz, aber sie hängt mit der Gefühlbasis eines Menschen zusammen. Beispiel: die Intuition eines "Angsthasen" unterscheidet sich von der Intuition eines „Mutigen“, verstehst du mich jetzt?[/QUOTE] Richtig Judge. Der Risiko Typus, auf Thema Aktien bezogen, wird sich vielleicht denken, was ist dort eigentlich wichtiger, meine Intuition, also das so genannte Bauchgefühl? Oder dass aus jahrelanger Erfahrung gebildete Wissen, dass dann eine erweiterte Intuition entwickelt? Oder dass so genannte "Insiderwissen"? Eine Mischung aus allem, würde ich sagen. Aber um Insiderwissen zu erlangen braucht er Informationsgewinnung, die manchmal sogar fließend ist, zum legalen, muss intelligent vorgehen, damit er zum Erfolg komme und gleichzeitig darf er sich nicht erwischen lassen, sobald er illegal wird.. Dazu muss er wieder rationell vielleicht auch ein wenig irrational handeln. Das sehen diejenigen, die gerade das Geld ausgeben, was andere verdient haben, auch so, denke ich.. und die Frauen derjenigen werden den sogar auch recht geben: "Super gemacht, Schatzi, jetzt kann ich im Luxus mit Dir leben" Moralisch verwerflich? Natürlich verwerflich, ich habe das Geld nicht, für große Aktien, aber die.. |
| Fayve | Joa, ist eigentlich nen interessantes Thema. Hier hat glaube ich noch niemand Vernunft und Gefühl historisch betrachtet. Man kann in der Geschichte immer Schwankungen von der Befürwortung der Vernunft oder des Gefühls beobachten. Die Begriffe wurden zwar öfters gewechselt, aber die Bedeutung ist doch meist die gleiche geblieben. Man kann da natürliche wie immer im alten Griechenland anfangen und hedonistische Vorstellungen und die der Stoiker gegeneinander stellen. Der Hedonist ist ein Befürworter des Triebes und des Gefühls, der Stoiker ist dagegen ein Befürworter der Vernunft der versucht sich von Gefühlen zu verabschieden. Der Versuch ein vernünftiges oder ein Leben dem Trieb/Gefühl nach zur führen ist immer die Überzeugung über das eine oder das andere glücklich werden zu können und richtig zu Handeln. Aber die Geschichte hat auch immer gezeigt das die radikale Verfolgung eines Extrems nie zum angestrebten Ziel geführt hat. Man leugnet nämlich, wenn man nur Vernunft oder Gefühl/Trieb lebt, den jeweils anderen Teil. Und wenn man bei den alten Griechen bleibt, hat das dann zu Modellen wie die von Aristoteles in der griechischen Klassik geführt. Modelle die das Ideal in der Mitte zwischen den Extremen suchen. Es wird also versucht eine Balance zwischen Vernunft und Gefühl/Trieb anzustreben. Tja, nach Aristoteles ist man aber trotzdem immer wieder in die einseitigen Extreme zurückgefallen. Das Zeitalter der Aufklärung postuliert ja klar die Vernunft. Man war der Überzeugung das man den Trieb überwinden würde. Kant geht mit seiner Ethik davon aus das die Neigung überwunden werden wird. Manche sagen Kant ja auch nach das er ein Stoiker war, womit man auch wiederholung Feststellen kann. Ein anderes Beispiel für die Betonung des Gefühls ist die Romantik oder der Expressionismus. da sieht man wieder das andere Extrem. Der Bestreben nach Balance lässt sich im Humanismus der Klassik und auch im Instanzenmodell von Freud beobachten. Bei Freuds Instanzenmodell gibt es ja das Über-Ich, das Ich und das Es. Das Über-Ich als moralische Instanz kann man grob mit der Vernunft gleichsetzen und das Es mit dem Trieb, somit hätte man wieder beide Extreme. Freud hat die Probleme der Unterdrückung des Triebes bemerkt und strebt quasi auch wie Aristoteles eine Balance an. Wenn man das Seelenmodell von Aristoteles mit Freud vergleicht findet man sehr starke Übereinstimmung. Das ist auch wieder ein Zeichen für das sich wiederholende. Ich weiß das ist jetzt alles ziemlich grob und lässt sich auch an manchen Stellen kritisieren, aber man kann diese Entwicklung im Umgang mit Gefühl und Vernunft sehen. Und man sieht sie Heute auch noch immer, man kann verschiedenen Bewegungen die Befürwortung des einen oder des anderen Extrem zuschreiben. |