| XBurningTearsX | Schaut euch mal um.... Und ? Was seht ihr ? Lauter Farben.....rot, gelb, braun, orange..... Und jetzt holt euch jemanden her, und fragt diese Person, welche Farbe sie sieht....rot, gelb, braun, orange.... Mh... Was aber, wenn eure farben gar nicht meinen Farben entsprechen? Was wäre, wenn euer "gelb" mein "orange" wäre. Ich meine nicht die Namen, sondern die Farben. Ich hoffe ihr versteht was ich meine..... Der Name der der Farbe bleibt gleich. Gelb heißt bei allen Gelb. Bloß sieht der eine vielleicht die Farbe, die eurem Orange entspricht, und der andere tatsächlich Gelb. Aber Orange heißt Orange, bloß sieht der eine Gelb, also, sein Orange, und der andere wirklich Orange. Was dann ja bedeuten würde, dass man solche Dinge niemals herausfinden würde. Oder ???? Wäre so etwas überhaupt möglich ? Ich bin fest davon überzeugt, dass es so ist. Dass jeder Mensch andere Farben sieht....Und alle sind in dem Glauben, sie sähen das selbe.... |
| OceanGypsy | Ich glaube, dass alle Menschen die gleichen Farben sehen...außer sie leiden an der Rot- Grün- Blindheit...diese Menschen haben irgendwelche Fehler in ihrem Farbsystem...genau weiß ich das aber auch nicht, Bio- Unterricht ist schon zu lange her!;) |
| Mahsheed | Diese Frage habe ich mir schon häufig gestellt. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es so ist. Dass es Unterschiede im Farbensehen gibt, bezeugt ja schon ein Name, welcher für eine normativ abweichende Art des Sehens erfunden wurde: Farben-"Blindheit". Blindheit ist dabei eigentlich unzulässig abwertend formuliert und zeigt nur, wie wenig Toleranz in Bezug auf normabweichende Wahrnehmungsweisen besteht. Oder es ist eine schmucklose, weil funktionale Beschreibung, deshalb praktikabel, weil durch sie eine Einschränkung des Tätigkeitsspektrums von Menschen beschrieben werden kann; z. B. im Bezug auf den Führerschein (Kann rote und grüne Ampeln erkennen/Kann es nicht.). Dass es solche Sehwahrnehmungsunterschiede gibt, spüre beispielsweise ich selbst am eigenen Leib. Töne, die zwischen Hellgrün und Hellblau liegen, bezeichnen meiner Erfahrung nach die meisten Menschen noch eher als "Hellblau", während ich sie tendenziell eindeutig eher als "Hellgrün" sehe. Im Kindergarten gab es solche Situationen, in welcher die Erzieherin einen Baum an die Tafel malen wollte und bedauerte, dass sie kein Grün habe. Darauf hin war ich stets verwundert, weil ich die wohl türkis-farbige Kreide als grüne betrachtete. Meine Augen wurden sogar untersucht, ich musste Farbblättchen ordnen ... Eine sehr schwachsinnige Übung, wie ich finde, da ich noch heute, und als Kind natürlich erst recht, einen ganz eigenen Farbordnungssinn hatte. Ich kannte keine Regel, die besagt, dass nach gelb-orange-rot plötzlich grün kommen sollte. Für mich kam dort erst mal lila und dann blau und dann grün und dann braun und erst dann schwarz. Es gibt keine Einschränkungen, die ich mit meiner Farbwahrnehmung erlebe. Allenfalls stoße ich immer wieder an meine unterschiedliche Farbwahrnehmung, wenn es zu einem Austausch über gewisse Färbungen kommt. Beispielsweise konnte ich die Gesichtsfarbe von DATA (aus StarTrek) erst nicht als mintgrün identifizieren, wie sie andere gesehen haben. |
| decay73 | Das ist alles eine Frage der Erziehung... Wenn dir die Eltern gesagt haben, daß eine Orage orange ist, ist sie das auch. Wenn sie gesagt haben, daß sie gelb ist, ist sie halt gelb. Nur die Orange ändert dabei ihre Farbe nicht. Der Orange ist es egal, ob man sie als Gelb oder Orange bezeichnet (und mir eigentlich auch, hauptsache sie schmeckt ;)). Und natürlich sieht jeder die gleiche Farbe (sind ja auch die gleichen Wellenlängen des Lichts, die er sieht), nur ob er sie gleich bezeichnet, steht auf einem anderen Blatt. [i]decay[/i] |
| Ascaron | [QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i] [B]Und natürlich sieht jeder die gleiche Farbe (sind ja auch die gleichen Wellenlängen des Lichts, die er sieht[...][/B][/QUOTE] Bzgl. der Wellenlänge ist das schon richtig, allerdings habe ich bei mir schon ähnliche Beobachtungen gemacht wie Mahsheed: [QUOTE][i]Original geschrieben von Mahsheed [/i] [B]Dass es solche Sehwahrnehmungsunterschiede gibt, spüre beispielsweise ich selbst am eigenen Leib. Töne, die zwischen Hellgrün und Hellblau liegen, bezeichnen meiner Erfahrung nach die meisten Menschen noch eher als "Hellblau", während ich sie tendenziell eindeutig eher als "Hellgrün" sehe.[/B][/QUOTE]Ich denke, daß die Augen mancher Menschen einige Farbtöne, die sich nah an der Grenze zu anderen Farben befinden (z. B. hellgrün - hellblau), etwas anders wahrnehmen als die breite Masse. |
| decay73 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ascaron [/i] [B]Bzgl. der Wellenlänge ist das schon richtig, allerdings habe ich bei mir schon ähnliche Beobachtungen gemacht wie Mahsheed: Ich denke, daß die Augen mancher Menschen einige Farbtöne, die sich nah an der Grenze zu anderen Farben befinden (z. B. hellgrün - hellblau), etwas anders wahrnehmen als die breite Masse. [/B][/QUOTE] Oder vielleicht hat er es auch nur anders/differenzierter gelernt...Aber natürlich kann die Fähigkeit der Differenzierung auch damit zusammen hängern, wie gut die Augen trainiert bzw. konditioniert sind. Und manche haben sicher auch besser Augen als andere, so wie manche eine Brille brauchen und andere nicht. Aber generell 'sieht' jeder die gleiche Farbe, weil er die gleiche Wellenlänge des Lichts wahrnimmt. |
| David | Aber ich habe mal gelesen, es gbe auch Leute deren Sinneswahrnehmungen total durcheinander sind. Bei ihnnen schmeckt etwas vielleicht *spitz* und eine Farbe fühlt sich warm an. Wir empfinden rot ja auch als warm und manchmal wenn ich etwas rieche, assoziert mein Hirn das mit einer Farbe, das ist komisch, gängt aber mit ERinnerungen zusammen. Manche Leute haben eben beim sehen mehr ein Gefühl für Farbnuancen als andere, dafür achten sie weniger auf Formen, beispielsweise. |
| Mahsheed | Angenommen, wir deuten auf Gegenstände, in Grün, in Blau und stimmen in der Bezeichnung, der Wahrnehmung der Farben komplett überein. Dann können wir doch Mischtöne sogar formelhaft berechnen, und bezeichnen. Angenommen, wir einigen uns bei der Mischung des konkret gleichen Anteils von Blau und Grün (und Weiß) auf die Bezeichnung "Türkis". Wir WISSEN nun, was Türkis ist. Entsteht aber jener Mischton auf der Grundlage unserer definierten Berechnung, ist es möglich, dass wir dennoch verschieden -WAHRNEHMEN-. Während einer vielleicht ein Türkis erkennen kann, erscheint dem Anderen die Mischung noch immer als Blauund einem Übernächsten vielleicht als Grün(-ton) . |
| Ascaron | [QUOTE][i]Original geschrieben von decay73 [/i] [B]Oder vielleicht hat er es auch nur anders/differenzierter gelernt...Aber natürlich kann die Fähigkeit der Differenzierung auch damit zusammen hängern, wie gut die Augen trainiert bzw. konditioniert sind. Und manche haben sicher auch besser Augen als andere, so wie manche eine Brille brauchen und andere nicht. Aber generell 'sieht' jeder die gleiche Farbe, weil er die gleiche Wellenlänge des Lichts wahrnimmt. [/B][/QUOTE]Ich glaube nicht, daß es daran liegt, wie man etwas gelernt hat. Ich z. B. erkenne den Unterschied zwischen grün und blau. Wenn es allerdings in die hellen Töne geht, sehe ich eher als hellgrün, wo alle anderen darauf beharren, daß es hellblau ist. Ich denke, es liegt einfach an der individuellen Umsetzung der Wellenlängen des Lichts durch die Augen, daß diese unterschiedlichen Wahrnehmungen zustande kommen. Wenn Du Deine Aussage nur darauf beziehst, daß die Wellenlängen des Lichts für alle gleich sind, ohne die individuelle Wahrnehmung zu berücksichtigen, dann stimme ich Dir allerdings voll und ganz zu. |
| Fichu | [QUOTE][i]Original geschrieben von XBurningTearsX [/i] [B]Was aber, wenn eure farben gar nicht meinen Farben entsprechen? Was wäre, wenn euer "gelb" mein "orange" wäre. Ich meine nicht die Namen, sondern die Farben. [...] Was dann ja bedeuten würde, dass man solche Dinge niemals herausfinden würde.[/B][/QUOTE] "If it makes no difference, then there is no difference." -- Irgendwer (vergessen) [QUOTE][B]Ich bin fest davon überzeugt, dass es so ist. Dass jeder Mensch andere Farben sieht....Und alle sind in dem Glauben, sie sähen das selbe.... [/B][/QUOTE] Man könnte argumentieren, daß sie auf jeden Fall alle dasselbe sehen. [QUOTE]Ich z. B. erkenne den Unterschied zwischen grün und blau. Wenn es allerdings in die hellen Töne geht, sehe ich eher als hellgrün, wo alle anderen darauf beharren, daß es hellblau ist.[/QUOTE] Du benutzt die Wörter anders. |
| decay73 | Nunja, eines will ich ja auch gar nicht bestreiten, nämlich daß Wahrnehmung immer auch subjektiv eingefärbt ist. Etwa so wie manchen die Musik viel zu laut ist, während andere sich gerade dann dabei sehr wohlfühlen und die Musik gerade die richtige Intensität hat... |
| Ascaron | [QUOTE][i]Original geschrieben von Fichu [/i] [B]Zitat: --------------------------------------------------------- Ich z. B. erkenne den Unterschied zwischen grün und blau. Wenn es allerdings in die hellen Töne geht, sehe ich eher als hellgrün, wo alle anderen darauf beharren, daß es hellblau ist. --------------------------------------------------------- Du benutzt die Wörter anders. [/B][/QUOTE] Nein, eben nicht! Ich erkenne deutlich einen grünlichen Ton, während andere einen bläulichen sehen. Das hat nichts mit einer unterschiedlichen Definition zu tun, sondern mit einer anderen Wahrnehmung. |
| Strunki | Ich habe sone schöne Rot Grün Schwäche. Echt toll wenn man Rot als Braun sieht lila als blau etc. Toll toll, hatte in Zeichnen immer ne 4 bis man mal gemerkt hat das ich irgendwie andersfarbig male. Ich wünsche sowas keinen, man wird auch ziemlich oft dämlich angeguckt wenn man mal ne falsche farbe sagt. Naja. |
| more | Ich dachte immer, ich sei die Einzige, der diese Frage durch den Kopf geht... Vielleicht ist die Wiese ja garnicht mein grün, sondern blau und der Himmel ist eigentlich Grün, mit rosa Wolken... Und da es jeder seit Geburt an so kennt, wundert sich auch niemand drüber- der Sonnenuntergang ist nich rot sondern blau und grün... Ich finde diesen Gedanken ebenso lustig wie erschreckend, nur ergründen wird man diese Frage nie... |
| Ikonos | [QUOTE][i]Original geschrieben von XBurningTearsX [/i] [B] Was aber, wenn eure farben gar nicht meinen Farben entsprechen? Was wäre, wenn euer "gelb" mein "orange" wäre. Ich meine nicht die Namen, sondern die Farben. Ich hoffe ihr versteht was ich meine..... [/B][/QUOTE] Lustig, dass sich wohl fast jeder mal diese Frage stellt. Aber wenn verschiedne Leute die Farben anders als ich wahrnehmen, könnte ich mir zumindest die Leute erklären, die in so unpassenden Farbzusammenstellungen rumlaufen. Für die ist das vielleicht eine passende Kombination Gunter |
| hitokori | jedermensch nimmt unteschiedliche farben war! bestes beispiel ro grün blindheit.. keine menschen leiden an gleich starker rot grün blindheit, es gibt soviele ausprägungn davon welche farbtöne man nichr erkennen kann etc. die farbe die wir wahrnehmen haengt von unserem auge ab (also jetzt physikalisch betrachtet und nicht farben wie wir sie bezeichnen... also handelt es sich um konkrete wellelängen) das auge wird durch sehr viele gene bstimmt, sowie der aufbau der netzhaut auch, wie wir wissen haben keine 2 menschen das gleiche genom... auch ist daraus resultierend sehr unwahrscheinlich das 2 menschen den selben sehapparat haben! --> licht wird anders in der linse gebrochen , augenwasser trüber oder klarer, zusammensetzung der schutzhaut vor dem auge... all das sind faktoren die den lichteinfall auf das auge von auge zu auge verändern... also wenn nciht enimal das selbe licht die netzhaut trifft wie sollen dann die farben physikalisch egshen gleich sein.... und durch die erziehung erkennen wir alle als die farben als die wir sie erkennen! |
| Fichu | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ascaron [/i] [B]Nein, eben nicht! Ich erkenne deutlich einen grünlichen Ton, während andere einen bläulichen sehen. Das hat nichts mit einer unterschiedlichen Definition zu tun, sondern mit einer anderen Wahrnehmung. [/B][/QUOTE] Wie willst du das wissen? ... Eben. ;) |
| Ascaron | [QUOTE][i]Original geschrieben von Fichu [/i] [B]Wie willst du das wissen? Zitat: --------------------------------------------------------- Original geschrieben von Ascaron Nein, eben nicht! Ich erkenne deutlich einen grünlichen Ton, während andere einen bläulichen sehen. Das hat nichts mit einer unterschiedlichen Definition zu tun, sondern mit einer anderen Wahrnehmung. --------------------------------------------------------- Wie willst du das wissen? ... Eben. ;) [/B][/QUOTE]Gar nicht mal so schwer. Wenn man sich bei den kräftigen Farben einig ist, daß es blau bzw. grün ist, und nur bei den hellen Farbtönen darüber diskutiert, ob es nun hellgrün oder hellblau ist, liegt es eigentlich sehr nahe. |
| hitokori | das ist keine gültige argumentation, da jeder mensche evtl andere farbbegriffe beigebrahct bekommen hat!für den eingen geht das objektive rot mehr in dungelorange während der andere einen balustich mehr als rot erkennt... sache der konditionierung ^^ aehhh erziehung :P |
| grazia | [QUOTE][i]Original geschrieben von more [/i] [B]Ich dachte immer, ich sei die Einzige, der diese Frage durch den Kopf geht... Vielleicht ist die Wiese ja garnicht mein grün, sondern [/B][/QUOTE] more, nein du bist nicht die einzige, die so denkt. für mich war diese frage mit ca. 15 bahnbrechend für mein selbstverständnis, als sie mir plötzlich in den sinn kam. ich begriff, dass ich einzigartig und allein bin mit meiner wahrnehmung. die hier gestellte frage ist hochphilosophisch. mein aha entstand aus einem nachtgespräch mit meiner älteren schwester, die seit jahren mir wesentliche dinge anders beurteilt hatte als ich, ohne dass ich dies an ihr wahrgenommen hatte noch mir dessen bewusst war. (wir hatten bis dahin nicht darüber gesprochen.) als ich mir erlaubte zu denken und zu akzeptieren, dass meine wahrnehmung der grünen wiese tatsächlich einzigartig sein könne und es keine NUR EINE von allen gesehenen (grün-wiesen)farbe geben muss, wurde mir auch mein allsein-sein im kosmos bewusst. einzigartig allein. menschlicher austausch ist eine anNÄHErung, keine exakte gleichsetzung. salve |
| Ascaron | [QUOTE][i]Original geschrieben von hitokori [/i] [B]das ist keine gültige argumentation, da jeder mensche evtl andere farbbegriffe beigebrahct bekommen hat!für den eingen geht das objektive rot mehr in dungelorange während der andere einen balustich mehr als rot erkennt... sache der konditionierung ^^ aehhh erziehung :P [/B][/QUOTE]Nochmal: es geht mir dabei nicht um die Definition einer Farbe, sondern um das subjektive, individuelle Wahrnehmen. Und in dem Punkt kann es meiner Meinung nach nunmal Unterschiede bei gewissen Farbnuancen geben. Wenn man mir beigebracht hätte, daß blau rot ist und grün braun, würde ich bei den besagten Farbtönen trotzdem darauf beharren, daß er rötlich ist und nicht bräunlich, weil ich eben einen Rotstich sehe und nicht, weil man mir irgendwann mal gesagt hat, daß es rötlich ist. |
| Fichu | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ascaron [/i] [B]Gar nicht mal so schwer. Wenn man sich bei den kräftigen Farben einig ist, daß es blau bzw. grün ist, und nur bei den hellen Farbtönen darüber diskutiert, ob es nun hellgrün oder hellblau ist, liegt es eigentlich sehr nahe. [/B][/QUOTE] Das Wort "blau" kriegt seine Bedeutung dadurch, daß wir es angesichts bestimmter Dinge mehr oder weniger übereinstimmend äußern. Entsprechend bei "grün" usw. Diese Bedeutungszuweisung ist keine Definition in dem Sinn. Die Bedeutung ergibt sich eben aus dem Gebrauch. So, und bei bestimmten Dingen, die eben farblich dazwischen liegen, ist der Gebrauch -- und damit die Bedeutung -- nicht eindeutig festgelegt: manche Leute sagen eher "blau", andere eher "grün". Ihr unterscheidet euch also im Gebrauch der Wörter. Und da es keine andere Möglichkeit gibt als die sprachliche, um sich darüber zu verständigen, erschöpft sich in dieser Feststellung auch schon mehr oder weniger, was man dazu sagen kann. |
| Ascaron | [QUOTE][i]Original geschrieben von Fichu [/i] [B]So, und bei bestimmten Dingen, die eben farblich dazwischen liegen, ist der Gebrauch -- und damit die Bedeutung -- nicht eindeutig festgelegt: manche Leute sagen eher "blau", andere eher "grün".[/B][/QUOTE] Seltsam ist allerdings, daß es zumindest bei mir immer in die selbe Richtung geht: eben grünlich und bläulich, wobei ich immer grün sehe. Deshalb bin ich einfach der Meinung, daß die Wahrnehmung unterschiedlich ist. |
| Fichu | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ascaron [/i] [B]Seltsam ist allerdings, daß es zumindest bei mir immer in die selbe Richtung geht: eben grünlich und bläulich, wobei ich immer grün sehe. Deshalb bin ich einfach der Meinung, daß die Wahrnehmung unterschiedlich ist. [/B][/QUOTE] Ja, natürlich geht es immer in dieselbe Richtung. Du schmeißt ja nicht zufällig mit Äußerungen um dich, sondern für dich hat "grün" eben diese leicht andere Bedeutung als für die andern Leute. Und dementsprechend nimmst du natürlich Ich will darauf hinaus, daß sich, weil ja keiner von uns aus der Sprache heraus kann, nicht sinnvoll behaupten läßt, einer nähme "eigentlich" was anderes wahr. Aufgemerkt: Ich sage nicht, daß es eine falsche Behauptung ist, sondern eine sinnlose. |
| Ascaron | Die Behauptung ist nicht sinnlos, sondern unsere Diskussion, weil wir uns im Kreis drehen, nachdem jeder seinen Standpunkt erläutert hat und daran festhält. ;) |
| Fichu | Ja, na ja ... Ich will dich ja zu nichts überreden. Wenns unsere grauen Zellen in Schwung hält, ist ja gut. Aber jetzt: Hirn aus, K[IMG]http://www.mtvhell.com/forum/headbang.gif[/IMG]pfhörer rein, Füße hoch, man liest sich n andern Tag. ;) |
| Neithan | Schon mal gefragt, warum Monitore mit den Farben Rot, Grün, Blau arbeiten, obwohl die drei grundfarben ja im grunde Rot, Gelb, Blau sind? Das liegt zum teil daran, dass Menschen kein Gelb wahrnemen könen. Menschen besitzen Nerven um Rot, Grün und Blau warzunemen, aber keine für Gelb. Das was wir im Grunde als Gelb kennen ist bloß der Ersatz des Gehirns für Fehlende Informationen. Es gibt in der Tat einige Menschen, die durch Mutation über Nerven verfügen, die Gelb wahrnemen können. Das was wir einheitlich als Gelb ansehen ist für diese Menschen ein ganz breites Spekrtum an verschiedenen Farben. Wäre mal interessant solche Leute die Farbenlehre neu erstellen zu lassen. Ich würde gerne wissen, ob die dann sowohl bei farbigen Gegenständen als auch bei farbigen Licht vier Grundfarben anführen würden... |
| hitokori | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ascaron [/i] [B]Nochmal: es geht mir dabei nicht um die Definition einer Farbe, sondern um das subjektive, individuelle Wahrnehmen. Und in dem Punkt kann es meiner Meinung nach nunmal Unterschiede bei gewissen Farbnuancen geben. Wenn man mir beigebracht hätte, daß blau rot ist und grün braun, würde ich bei den besagten Farbtönen trotzdem darauf beharren, daß er rötlich ist und nicht bräunlich, weil ich eben einen Rotstich sehe und nicht, weil man mir irgendwann mal gesagt hat, daß es rötlich ist. [/B][/QUOTE] eigentlich stimmt mein theorethscih physikalischer teil mit deiner aussage überein nur das ich denke das meins die sache besser begründet.. hscließt sich nicht aus aber verstärkt sich.... ich sagte ja das jeder mensch wenn er ein objekt (farbig) anschaut andere em impulse ans gehinr geliefertr bekommt, aus dem im vorherige post genannten gründe.... und das deshalb kein gel = gelb sine kann was ein mensch wahrnimmt, aber jeder die farbe die er sieht mit gelb verbindet. durch diese herangehensweise finde ich wird deutlicher das es stimmt was wir sagen... weil es eben nciht nru auf bloßen vermutungen basiert! |
| Haevion | Solange man alle Nuancen in ein Farbquadrat fassen kann, macht die Definition der Grautöne doch keinen Unterschied, oder? ;) |
| hitokori | eigntlich schon ;-) |
| Haevion | Solange Du Hell von Dunkel (die Kontraste) unterscheiden kannst, macht es keinen Unterschied, wie die Farbe "Rot" betitelt wird. Ihre Definitionen sind bedingt durch unseren Sprachgebrauch. Wie man die Farbe wahrnimmt bleibt allerdings Subjektiv, daher sehen Farbenblinde auch "Grün" und "Rot", weil sie die Nuancen des Graus als diese Farben kennengelernt haben. ;) |
| hitokori | tausendmal gesagt..... aber danke fuer deine meinung ich hoffe wir konnten ihnen helfen |
| Astatos | Habe selber wohl ne kleine Rot-Grünschwäche... wohl aber nur schwach ausgeprägt. Ist schwer zu erklären, erklär mal jemanden, wie man selber sieht. An einer Ampel sehe ich den Unterschied zwischen den Farben, ebenso bei anderen klaren "Grundfarbtönen"... Probleme in Kunst hab ich dadurch allerdings nur selten... nur bei bestimmten Farbgebungen... Dann hört es dann doch auf. Problematisch wird es bei grünem Text auf rotem Hintergrund, oder was mir da gerade noch einfällt, der hagebuttenstrauch bei uns im Kunstraum... Farbtheorie... Kontraste zwischen den farben, als Beispiel der Hagebuttenstrauch... Nur hat es echt ne Weile gedauert, bis ich da endlich etwas erkannt habe, was wie hagebutten aussieht, denn das sah dann doch irgendwie alles gleich aus... (abgesehen von der Form :D) Man kommt sich halt dann etwas sonderbar vor, wenn ale anderen die Dinger ohne Probleme darin sehen können, man selbst aber nur eine monotone Masse sieht... ;) Allerdings als Grau erscheine die mir nicht unbedingt... wohl eher als irgendwas komisches braunfarbenes... Das mischt sich dann irgendwie, ach ist verdammt schwer zu erklären... Aber es soll auch Menschen geben die Blau nicht von Gelb unterscheiden können, die sogenannte Blau-Gelbstörung, den Fachbegriff weiß dazu jetzt gerade nicht aus dem Kopf... Richtig Problematisch wird es dann, wenn ein Mensch unter echter Farbenblindheit leidet (was sehr selten ist), das heißt die Betroffenen sehen absolut keine Farben, nur verschiedene Grauabstufungen... Bestimmte Farben, die normalerweise leicht unterschiedbar sind, können von diesen Menschen nicht unterschieden werden, wenn sie die selbe Helligkeit aufweisen. Im Internet habe ich auch mal von einem Fall gelesen, eine Frau, die das erst erfahren hat, als sie erwachsen war. Die Eltern wunderten sich immer darüber dass das Kind verschidene bunte Legosteine ihres wesentlich jüngeren Bruders nicht nach den Farben sortieren konnte. Ihr Bruder, der noch ein Kleinkind war, hatte dagegen keine Probleme damit. Die Frau hatte sich nie gedanken darum gemacht, sie ging eigentlich wegen der zusätzlichen damit verbundenen Lichtempfindlichkeit zum Augenarzt. Dieser stellte dann schließlich die Diagnose... genauere Untersuchungen ergaben, dass dieser Frau sämtliche Zapfen (die für das Farbensehen zuständig sind) fehlten, sie nimmt ihre Welt nur mit den Stäbchen als Hell-Dunkelkontrast wahr. Zudem hat sie dadurch nur knapp 10% der normalen Sehschärfe, da die Auflösung der Stäbchen nicht so gut ist wie die der Zapfen. Die Frau hat das bis zu diesem Zeitpunkt für normal gehalten. Sie schrieb selbst, dass sie sich dadurch auch nicht beeinträchtigt fühlt, dass ihr die Farben fehlen, sie ist es ja nicht anders gewohnt. Das einzige was sie wirklich stört, ist das Problem der dadurch resultierenden Lichtempfindlichkeit der Augen und gleichzeitiges Dämmersehen... und die tatsache, dass sie bestimmte Gegenstände nur an ihrer Form un d den Hell-Dunkel-kontrasten unterscheiden kann... |
| Dunkeldorn | Gegenfrage zur Ausgangsfrage: Und noch einmal im Kreis herum... immer wieder... auf und nieder... Essen wir alle die gleichen Lebewesen (Tiere)??? ednegarF essürG nrodleknuD PS: Ich möchte weder diese, noch die "reziproke" (siehe den Thread: Ist es richtig, Tiere zu essen????) Fragestellung ins Lächerliche ziehen, sondern mit dieser Zirkulation eine Denkanregung geben, mehr nicht... Alles andere, was evtl. persönlich aufgefasst werden mag, hat nur eine Ursache: Die Tatsache, dass meine Lust am Spiel mit (der) Sprache....persönlich aufgefasst wird, was aber nicht zutrifft... |
| ShadowMatter | Also, ich sehe den Hintergrund dieses Forums, und habe von meinen Mitmenschen vor sehr vielen Jahren mal gelernt, dass, wenn ich diese Farbempfindung habe, man dazu "schwarz" sagt. Ein anderer hat - in seinem Geist, nicht physikalisch - eine ganz andere Farbempfindung als ich, er sieht dort das, was ich als rot sehe. Nur nennen wir unsere 2 Farbempfindung beide "schwarz". Einen Unterschied würden wir wohl niemals bemerken. Genausogut könnte wir überhaupt völlig andere Farbpaletten haben, und keiner könnte sich die Farben des anderen vorstellen. Aber deshalb ist es wohl auch sinnlos darüber zu diskutieren. Es wäre aber wirklich mal interessant beispielsweise auch mal ultraviolette Farben zu sehen... |
| Satans_Doughter | interessant. diese theorie scwirrte mir auch schon durch den kopf.. ..letztendlich denke ich, dass es so ist, jeder sieht die welt, und damit auch ihre farben, anders. Jeder hat einen anderen Geschmack. Eine blume zum Beispiel. Manche finden sie schön, manche nicht. Warum soll dies also nicht auch mit farben der fall sein?? |
| isi | ich denke schon, dass jeder mensch die farben irgentwie etwas anders wahrnimmt. zb dass einer der meinung ist, das sogenannte hellblau des anderen ist mittelblau. habe meiner mutter letztens gesagt, sie solle mir eine dunkelrote farbkastenfarbe mitbrigen. allerdings bekam ich dann ein helles rot..... aber ich denke jeder "normalsehende" wird blau für dunkeler als gelb halten. |
| Astatos | Ja gut, dass ist klar, dass Problem kenne ich auch, der eine sagt hellblau, der andere normales blau, oder sonst was... Hab jetzt mal auf einer speziellen Internetseite Bilder so umgewandelt, dass normalsichtige in etwa vorstellen können, was jemand mit Rot-Grünschwäche sieht... hab zwar selbst bei manchen Bildern keinen Unterschied gesehen, meine eltern schon... waren etwas geschockt... soll irgendwie seltsam aussehen... Bei Bildern, zum Beispiel von Gras habe ich gar keinen Unterschied zwischen normal und der Farbenblindversion gesehen... Haben einfach von allem möglichen Bilder gemacht und die dann mal umgewandelt... Naja, bei manchen Bildern hat sich gar nichts für mich verändert, bei anderen ein wenig, aber nicht so gravierend, wie meine eltern das empfanden, die übrigens beide normal sehen... (Was auch laut Vererbungsregeln normal ist)... Wenn jemand die Seite wissen will und selbst mal ein paar Bilder umwandeln will, ich kann sie ja bei Interesse noch mal raussuchen. Man kann damit auch andere Farbfehlsichtigkeiten "testen"... Wie gut, dass ich "nur" Rot-grünschwach bin und nicht Blau-gelb-schwach... denn das was die sehen, sieht für mich ziemlich beschissen aus... |
| Satans_Doughter | das wäre interessant mal zu wissen...schreib am besten gleich in diesen thread... rot-grün schwäche ist wahrscheinlich das hervorstechenste beispiel dafür, dass menschen die farben verschieden sehen. ich bin es nicht, doch ich kenne leute, die es sind, und für diese kann es unter umständen ziemlich schwer sein, dinge von anderen zu unterscheiden... |
| Astatos | Naja, wenn man es nicht anders kennt, ist es irgendwie normal... und bei mir ist es wohl nicht so extrem... Die Zahlen bei den verschiedenen Testbildern seh ich zwar fast nie... auch dass manchmal ein bestimmtes grün eher wie ein Rot aussieht, aber naja... Man ist es halt gewöhnt, ist bei mir nur durch einen ganz dummen Zufall herausgekommen. Und das auch erst vor knapp einem halben Jahr... Biountericht: Mendelsche Gesetze, dabei auch Rot-grün-blindheit... Dazu erst ein Video, wobei auch ein Testbild dafür zu sehen war, alle außer mir und jemand anderes, der weiß, dass er Farbenblind ist, haben die Zahl gesehen... irgendwie seltsam, dann ein solches Testbild im Buch, hab da ebenfalls keine Zahl gesehen... Nach ein paar weiteren Tests wieß ich nun, dass ich wohl nicht alle Farben so sehe, wie es sein sollte... Wäre dieses Bild nicht gewesen, wäre mir das selbst nie aufgefallen. Entgegen der weit verbreitetn Meinung können fast alle Rot-grün-blinden sehr wohl ein Rot und ein Grün an einer Ampel farblich unterscheiden... beschissen ist es nur, wenn man irgenwelche roten Gegenstände irgendwo zwischen andersfarbigen raussuchen muss, das geht nämlich nicht mehr so einfach. Nu halt wie gesagt, ohne solche Tests merkt man es selber nicht, weil man keinen Vergleich hat. Ach ja, die Seite zum selber gucken, wie Menschen mit Farbschwäche sehen... Ne direkte Verlinkung geht nicht richtig, die seite wird dann nicht geladen, daher dieser etwas komliziertere weg auf die seite: auf [url]www.ichbinfarbenblind.de[/url] (dort gibt es auch ein paar Bilder, die bereits bearbeitet wurden). Dann auf "farbenblindheitssimulator" klicken Dann auf "Vischek" Danach auf "simulates" Dann "run vischek on your own image files" Dort könnt ihr dann eigene Bilder durch den Simulator schicken, es sollten jedoch am besten jpg's sein, die maximale Größe weiß ich jetzt nicht genau, ich glaub um die 400x400 Pixel, am besten einfach ausprobieren. Ihr könnt zwischen den beiden Grundformen der Rot-grünblindheit aussuchen, ebenso kann man auch Bilder erzeugen, wie Menschen mit Blau-Gelb-Blindheit das Bild sehen. Links ist dann das Original, rechts die Version, wie ein Farbenblinder das jeweilige Bild sieht. (Dennoch ist die Farbenblindheit bei jeden unterschiedlich ausgeprägt! Die Bilder können nur eine ungefähre Vorstellung liefern) Manchmal dauert das Laden etwas länger, manchmal wird für einige zeit auch ein leerer Bildschirm angezeigt, trotzdem lieber einen Moment warten, kann manchmal ein paar Minuten dauern, normalerweise ist es aber nach wenigen Sekunden fertig. Manches soll meinen Eltern nach wohl etwas schockierend wirken, obwohl auch farbenschwache einen Unterschied zwischen beiden Bildern sehen können, zumindest manche... nur ist es nicht so gravierend wie für normal Sehende... Meine jüngeren Brüder hat es wohl auch erwischt, sind ebenfalls farbenblind, nur den allerkleinsten kann man noch nicht darauf testen... meine eltern sehen hingegen normal, waren daher etwas schockiert, als sie die umgewandelten Bilder gesehen haben... |
| Astatos | so habe mich mal schlau gemacht, was die farbpalette im Gehirn des Menschen betrifft. Neue Forschungen weisen darauf hin, dass die Farbpalette bei normal-farbtüchtigen Personen identisch ist, dass heißt dass jeder bei der Farbe "Blau" die gleiche Farbe sieht... ist durch die Gene bei allen Menschen fest im Sehzentrum verankert, die Wahrnehmung der Farben scheint also bei allen normal-farbsehenden Menschen gleich zu sein... Habe gestern mithilfe eines speziellen Algorithmus für Rot-grün-schwache Menschen am Computer mal das gesehen, was normal-farbsehende Personen sehen... Nun, es sieht extrem ungewohnt aus, man kann dadurch mal tatsächlich auch die Zahlen in diesen Testbildern sehen... ja, der Unterschied zwischen Rot und Grün erscheint dann um ein vielfaches stärker... Ebenso ein Regenbogen... ein Sonnenuntergang... Aber wie gesagt, es sieht sehr seltsam in meinen Augen aus... Doch jetzt weiß ich, was das besondere an einem Sonnenuntergang ist, warum er für die Menschen so eindrucksvoll erscheint... Richtig gesehen habe ich ihn bisher nie, jedenfalls nicht so, wie normalsehende Personen... ja dagegen ist das, was ich sehe doch verdammt trübe und blass... *schnief* :confused: |
| broken dreams | Ich habe erst vor kurzem mit einer Freundin über dieses Thema geredet und wir haben uns gefragt ob Männer und Frauen diesselbe Farben sehen, weil es ja bekannt ist, dass Männer sehr oft die Rot-Grün-Krankheit haben. Ich dachte bei einer Farbenblindheit würde man gar nichts mehr sehen und nicht nur die Farben anders sehen. Aber der Unterschied zu "Normalesehenden" ist schon krass. |
| Astatos | Das ist so nicht ganz richtig, es gibt Menschen, die wirklich keine Farben wahrnehmen können, d.h. sie sehen die Welt so, wie andere einen Schwarz-weiß-Fernseher sehen, ihre Farben bestehen nur aus den verschiedenen Abstufungen des Graus... Diese Personen sind nicht in der Lage, Auto zu fahren, haben nur knapp 10% der normalen Sehschärfe, sind sehr Lichtempfindlich. Diese "echte" Farbenblindheit kommt allerdings nur sehr sehr selten vor, betroffen sind Männer wie auch Frauen, im Verhältnis 50:50... Es gibt auch Menschen, die nur eine der drei Grundfarben des Auges wahrnehmen können, sie sehen dann z.B. alles rot... oder blau... oder grün... Bei Rot-grünschwäche ist lediglich die Fähigkeit, Rot und Grün zu unterscheiden, stark eingeschränkt... allerdeings gibt es dort auch mehrere Varianten... bei manchen fehlt eine Farbe komplett... bei den meisten ähneln sie sich nur sehr stark, aber ein Farbenblinder kann diese dennoch auseinander halten, ein Normalsichtiger könnte damit nichts mehr anfangen... Dennoch, die Unterscheidung der beiden Farben ist extrem erschwert, sie werden sehr leicht verwechselt... Vorallem kann man selbst nicht feststellen, wenn man farbenblind bzw, farbschwach ist, jedenfalls nicht ohne tests... Man kennt es ja nicht anders, ich wüsste nicht, dass ich das jemals anders gesehen hätte, bis auf eine Ausnahme... Dieser Algorithmus, der hochgeladene Bilder in den betroffenen Farbtönen verstärkt und dadurch einem Farbenblinden in etwa die Sicht eines Normal-farbsehenden verschafft... Zumindest im Computer... Wenn der Regenbogen plötzlich wesentlich differenzierter aussieht, man einen Sonnenuntergang so sehen kann, wie andere ihn sehen... ist schon ein gewaltiger unterschied. Lässt man diese Farbtestbilder aus dem Internet durchlaufen, sieht man auch die Zahlen, die Normalsehende darin sehen können... Und für alle, die Farbenblind sind, da sind wirklich Zahlen drin, auch wenn man sie nicht sieht! Auch wenn man es nicht glaubt... Habe mit dem Farbenblindheitsimulator mal meinen Eltern meine Sicht gezeigt, auch, wie ich z.B. eine Erdbeere sehe... Ja, damit haben sie nicht gerechnet... denn so wie ich eine erdbeere sehe, sehen sie auch eine, nur für sie ist das, was ich sehe, ein total fauliges etwas... Kann man wohl nix machen... ach ja, das was ich als Regenbogen kenne, hat auch nicht viel mit einem Regenbogen gemeinsam, außer das es am Himmel ist... So nen verdammter Mist... wäre mir so nie aufgefallen... Aber wie gesagt, da kann man wohl nichts machen :( Dumm gelaufen... |
| broken dreams | Ähm...also bist du farbenblind??? Oder habe ich das falsch verstanden? Das ist ja alles ganz schön kompliziert. Aber was ich mir auch ganz schlimm vorstelle ist nur eine Farbe zu sehen. Zumal z.B. rot aggressiv machen soll. Ich glaube das würde mich verrückt machen...aber ich würde es dann ja nicht anders kennen...*verwirrt is* Am schlimmsten ist es wohl, wenn man zuerst alles "normal" sieht und es nach einer Zait anders wird. |
| Astatos | Ja, ich weiß es ist etwas verwirrend... Ja ich bin Farbenblind, um es genauer zu sagen, Rotgrün-blind... Zwar sehe ich auch rot und grün, allerdings sehen sich diese beiden Farben für mich sehr ähnlich... Nachdem ich einigen Personen mithilfe dieser Website meine Sicht der Dinge gezeigt habe, stellten sie fest, dass mein rot um einiges dunkler als normalerweise erscheint... Habe meinen Eltern mit der Seite gezeigt, wie ich eine Erdbeere sehe... wie meine Mutter sagte, ich sehe die Dinger um ein vielfaches dunkler als normal... Wie meine Mutter auch sagte, so wie ich die sehe, so sehen sie eine falue Erdebeere... zwischen faulen und noch essbaren Früchten kann ich nur sehr schwer unterschieden, eigentlich erst dann, wenn die jeweiligen Früchte langsam matschig werden... nur farblich kann ich das nicht erkennen... Ebenso keine roten Äpfel an einem Baum... vorallem, wenn das Grün dazwischen kommt... dann sehe ich da keine Äpfel mehr... höchstens ihre charakteristische Form, oder wenn ich mich direkt unter den Baum stelle... Wie soll man das erklären? Wenn normalsehende Personen schon aus der Ferne rote Tomaten an einem Strauch hängen sehen, sehe ich keine... nur einen grünen Strauch... Erst wenn ich direkt davor stehe, sehe ich die Tomaten, allerdings mehr an ihrer Form, als an ihrer Farbe... Und dennoch kann ich bei guten Lichtverhältnissen Rot und Grün von einander unterscheiden, aber halt schwieriger... Bei einem etwas weiter entfernten Auto, am besten, wenn irgendwelche Pflanzen dahinter stehen, kann ich nicht mehr erkennen, ob das Auto rot ist. Meine Mutter hat mir gesagt, dass das rot, was ich sehe, am ehesten einem braun eines Normalsehenden entspricht... Nur ich kenne es nicht anders, bisher habe ich es noch nie anders gesehen, außer dieser Umrechnung und Farbintensivierung am Computer... Das erste mal habe ich dabei gesehen, wie ein Sonnenuntergang wirklich aussieht. Noch nie vorher habe ich ihn so gesehen, dagegen existiert das was ich als rot kenne, so gut wie gar nicht... Habe es auch nur selbst durch Zufall vor knapp einem halben Jahr, also letztes Schuljahr, im Biountericht entdeckt... Thema Vererbungsregeln... Beispiel Rot-grün-blindheit... "Ich sehe doch alle Farben richtig, hab das zum Glück nicht" sagte ich noch so zu mir... "Ich sehe ja rot und grün"... Dann sahen wir ein Video dazu, dann ein Testbild als Beispiel... Und dann habe ich es bemerkt, fast alle konnten dort eine Zahl lesen, nur ich und ein anderer, der weiß, dass er farbenblind ist, haben nichts gesehen... Dann im Buch fand ich ein weiteres dieser Bilder... ebenfalls nichts... soll wohl ne 7 oder so gewesen sein, jedenfalls sah ich keine... "Sind die schlechten Lichtverhältnisse..." Leider waren die nicht daran schuld, wie ich später immer mehr feststellte. Ich bekam einige weitere dieser testbilder zu sehen, hmmm... tja, bin wohl doch rot-grün-blind... Bemerkt hatte es all die Jahre niemand, dann fragte ich meine Eltern deswegen, tja, der vater meiner Mutter ist ebenfalls farbenblind... Mittlerweile wissen wir, dass von den insgesamt vier Jungs inklusive mir im Haushalt, mindestens drei farbenblind sind, der kleinste ist noch zu jung, um da was zu testen, ist erst knapp 9 Monate alt. Aber naja, ich kenne es nicht anders, mir wäre es ohne dieses Video wahrscheinlich noch viel später aufgefallen. ich empfand das was ich sehe, als normal... Es sind ja alle Farben da... Das mein rot zu dunkel ist, mein grün eher einem Braun ähnelt, woher sollte ich das wissen? Zwar gab es immer mal ein paar Hinweise darauf, die ich jedoch nciht einmal selbst deuten konnte... dass ich beim Arbeiten im Garten, abgestorbene Lebensbäume ausgraben, nicht richtig zwischen lebenden und toten unterscheiden konnte... Ich in Kunst, jedes mal, wenn ich ein Bild nachmalen musste, schlechte Noten bekam, obwohl ich eigentlich sehr gut in Kunst bin... Dass ich bestimmte Dinge, in rot oder grün, nicht so schnell wie andere erkennen konnte, weil sie alle irgendwie gleich aussahen, "Farbsprünge", also dass mir manchmal ein rotes schild als grün erscheint, ich die Farben einfach sehr schlecht zuordnen kann... Als ich mich bei meiner Mutter beschwert habe, warum sie von ihren Stickgarnrollen immer mehrere Gleichfarbene hat, obwohl sie immer sagte, das die alle unterschiedlich sind. Ja ich weiß, es ist schwer zu erklären, wenn man es nicht selbst kennt... andererseits ist es aber auch für andere schwierig, mir zu erklären, wie stark sich rot und grün doch von einander unterscheiden... :rolleyes: Denn, wie gesagt, sie sehen für mich doch recht ähnlich, oftmals sogar irgendwie gleich aus... und dennoch habe ich es nie bemerkt... Dumm gelaufen, kann man halt nix machen... |
| Lea B. | Diese Frage habe ich mal auf dem Weg zur Schule gehört, das haten die ohl gerade im Philo-Unterricht. Na ja, eine Möglichkeit ist woht, dass wir es einfach nur glauben, aber nicht wissen. Einem Menschen, den man eintrichtert, blau sei grün wird es wohl denken... Oder wisen ir so was einfach? Und warum ist blau eigentlich blau? MFG LeaB. PS.:Diese diskussion zwischen zwei Schülern, hat mich ermutigt, in der Oberstufe ebenso mal Philo zu wählen |
| Seneca | Worauf willst Du nun hinaus? Auf Determinismus, Erkenntnistheorie, Terminologie? Zu alle diesem existieren bereits aktive Themenstränge. |
| Trauerwesen | Ohja, diese Fragestellung hatte ich auch mal irgendwo aufgegriffen, weiss aber nicht mehr, wo wir es genau diskutiert hatten. Vielleicht ist für mich ja blau auch das, was für andere rot ist, wer weiss das schon... |
| Heph | Blau ist keine Farbe sondern ein Zustand.... Abgesehen davon ist blau blau weil: 1. Der Mensch das bedürfnis hat alles zu benennen und zu beschreiben um seine welt zu verstehen. 2. Es von der Algemeinheit so gelehrt wird. Für Trauerwesen: Farben werden meist mit Gegenständlichkeiten Assoziert. Blau zum Beispiel mit dem Himmel, grün mit Pflanzen, und Rot mit Erdbeeren usw. Würdest du jetzt die Sinnesempfindung eines anderen menschen annehmen könnten für dich sich die Farben ändern aber der Mensch dem diese Sinneseindrücke eigentlich gehören würde die Farben genauso benennen wie du weil er sie anhand von gegenständlichkeiten gelehrt bekommen hat. Demnach ist die beschreibung eines Silbernen Würfels immer "ein Silber farbender würfel" was mit einem grünen Blauen gelben oder roten freilich nicht geht weil es auch Farbenblinde giebt aber die lassen wir mal außen vor. ;) |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i] [B]Ohja, diese Fragestellung hatte ich auch mal irgendwo aufgegriffen, weiss aber nicht mehr, wo wir es genau diskutiert hatten. [/B][/QUOTE] [color=red]Beide Themen Zusammengeführt![/color] |
| Lea B. | Gott, ich habe mir schon gedacht, es hätten 49 Leute über nacht geantwortet... @Seneca ich habe die Frage aufgegriffen, fabd es interessant, wolllte mehr darüber wissen... Im übrigen ist es auch schwer solche Themen in der Suche zu finden (wegen dem Titel) Na ja, ich habe ja jetzt genug Antworten zum lesen... |
| Trauerwesen | Heph: Das ist mir schon klar, aber es geht mir um das Subjekt, denn man kann es nur aufgrund seiner eigenen Wahrnehmung definieren. |
| Heph | OK ich muss zugeben ich verstehe dich nicht ganz. |
| Montrose | [QUOTE]1. Der Mensch das bedürfnis hat alles zu benennen und zu beschreiben um seine welt zu verstehen. 2. Es von der Algemeinheit so gelehrt wird.[/QUOTE] Der Punkt ist folgender: selbst wenn Du das Wort "blau" nicht gelernt hättest und Du das Wort nicht kennen würdest... .... hättest Du einen Sinneseindruck ....den wir hier mal blau nennen wollen. Der thread zielt darauf ab: wie kann es sein, dass es Bewußtsein gibt? Die Frage ist derzeit wissenschaftlich nicht beantwortbar. Kein Nobelpreiträger, kein Hinrforscher, kein Physiker, kein Philosoph, nicht ein einziger Mensch auf dieser Welt könnte derzeit diese Frage beantworten. Stichwort "explanatory gap". Warum aus Lichtwellen und Gehirnarealen ein Eindruck des "ich sehe"entsteht, weiß keiner. Genausowenig weiß jemand, warum es Gravitation gibt oder warum die Welt aus Atomen und nicht aus etwas ganz anderem besteht. Da kommt man an Grenzen, dass man sagt "Das ist so, aber wir wissen nicht, warum das so ist bzw. ob das überhaupt so sein muss oder ob in einem anderen Universum etwas ganz anderes gelten könnte." Vielleicht gibt es Lebewesen, die das, was wir als blau Empfinden, als gelb oder grün oder Grau sehen. Wer weiß. |
| Azraiyl | Mir sind zur Fragestellung mehrere Dinge in den Sinn gekommen: Für den menschen sichtbares Licht kann unter bestimmten Umständen als Welle betrachten. Eine Welle hat eine Frequenz. Dass was unser Auge rein technisch sehen kann reicht von 380nm (violett) bis 740nm (rot), was unter 380nm ist wird als Ultraviolett bezeichnet, was über 740nm ist wird als infrarot bezeichnet. Das sind einfach simple Definitionen von Menschen die man so akzeptieren kann oder auch nicht. Dass wir den UV oder IR Bereich nicht weiter unterteilt bzw. benamst haben liegt nur daran dass wir ihn nicht direkt wahrnehmen können, für andere Lebewesen ist dies jedoch eingeschränkt möglich. Es gibt so ein schönes Wort das heisst Effabilität. Es stellt sich die allgemeine Frage alle Sprachen das gleiche, bzw. alles denkbare Ausdrücken können. Diese Frage ist insofern interessant weil man oftmals versucht eine Antwort dazu zu finden wenn man sich anguckt wie Leute aus unterschiedlichen Völkern Farben benennen. Soweit ich mich erinnern mag ist es zwar tatsächlich so dass je nach Land die Leute bestimmte Farbbereiche feiner unterscheiden als Andere, aber es ist für Uneingeweihte mit einer Lernphase durchaus möglich diese Unterscheidungen auch zu treffen. Es gibt im Auge für die Farbwarhnehmung drei unterschiedliche Rezeptoren (Blau, Grün, Rot). Wenn nun alle roten feuern dann ergibt sich bei mir der Eindruck Rot. Nehmen wir mal bei einer Person seien alle Blau/Grün Rezeptoren vertauscht dann müsste man offensichtlich sagen dass er Farben anderst sieht. Ich würde aber behaupten dass derjenige davon kaum was merken würde weil einfach andere Neuronen gelernt werden. Wenn einer eine Sehschwäche bei einer bestimmten Farbe hat so erklären die Rezptoren auch warum er das nicht merkt. Es nimmt eine Farbe nicht so stark wahr (oder gar nicht) und bekommt keine Informationen. Mit den restlichen Informationen versucht das Hirn so viel wie möglich zu deuten. (Dass das einfach auszutricksen ist, zeigt sich das es möglich ist dem Hirn Farben vorzugaukeln, die es auf einem ausgewählten Bild gar nicht gibt). |
| Heph | @ Montrose: Das ist mir klar ich habe aber die Frage die Lea gestellt hat auf einer rein sozialen Ebene versucht zu beantworten. Sehen an sich hat nichts mit Bewußtsein zu tun sondern nur das gesehene und bewußt interprtierte. Ein Computer kann auch über eine Kamera "sehen" mit Bilderkennungssoftware ist das genau das gleiche Funktionale Prinzip wie beim Menschen. Eine abfolge Ellektrische impulse wird durch Neuronen (Programm?) analysiert um den umgebenen raum zu erschließen. Dieses erschließen des Raums ist ein Evolutionärer Vorteil weil wir nahrungsquellen, Feinde etc auf Reichweite erkennen können. Der Eindruck/gedanke "ich sehe" ist losgelößt vom reinen Sehen da hier bereits bewusstsein mit reinspielt was ich den meisten insekten und tierarten sowie Computern noch absprechen möchte. Du musst hier zwischen "Funktionen des Überlebens" aka Instinkte verhalten etc. und echtem "Bewußtsein" unterscheiden. Wenn du Fachbegriffe anlegst würde ich dich bitten auch mit entsprechenden erklärungen zu verlinken weil die Meisten hier Kein Philostudium haben weil dies hier ein leien Forum ist. Wenn du den Vortrag von Levine irgendwo rumligen hast Könntest du mir eine Kopie schicken würde mich wirklich interresieren. |
| Montrose | [url]http://en.wikipedia.org/wiki/Explanatory_gap[/url] Den Levine-Vortrag hab ich nicht. Philosophie hab ich auch nicht studiert, und ich wollt jetzt auch gar nicht auf ein hohes Niveau aus, sondern nur 'ne Randbemerkung machen. Es gibt nämlich Leute, sogar echte Philosophiestudierende, die irrtümlich glauben, das Problem sei gelöst. Die kommen dann mit so einem Quatsch daher, der Leib-Seele-Dualismus gelte nicht mehr, man könne alles physiologisch aka materlialistisch erklären, im Prinzip sei alles nur Physik. Das Problem des explanatory gap, der Umstand, dass die Hirnaktivität inhaltlich und prinzipiell etwas anderes ist als das, was die Hirnaktivität prozessiert, zeigt, dass der Materialismus/Physikalismus/Physiologismus an Grenzen stößt. Wie Du selbst zu recht anmerkst, sind selbst die Meßinstrumente/Wellenlinien, die doch angeblich "objektiv" sein sollen, subjektiv konstruiert. Mich "Philosoph" zu nennen würde ich als Beleidigung auffassen. Denn deren Tun und Denken ist unter meinem Niveau. Einer, der Philosophie studiert, kommt in der Regel zu falschen Antworten in diesen Dingen, weil die Gegenwartsphilosophie nicht problematisiert, sondern pseudo-wissenschaftliches Fast Food, aus der Konserve, dreifach aufgewärmt und dann auch noch mißverstanden, auftischt. Philosophie taugt (derzeit) nichts. Vielleicht wird das Fach aber irgendwann auch mal wieder besser. Im Moment ist es halt so, dass Philosophen echten Wissenschaftlern wie ein Klotz am Bein hängen, Messergebnisse abgreifen, deren Entstehung und deren Probleme sie nicht kennen (weil ihnen die Praxis des Experimentierens fehlt), und dann Nonsens-Bücher drüber schreiben. Aber wie schon gesagt, vielleicht ändert sich das ja irgendwann mal. |
| Porcelain | interessant. ich bin auch eher naturwissenschaftler als philosoph (montrose hat da nicht ganz unrecht). und ich stehe kurz vor meiner vordiplomsprüfung in wahrnehmung. es ist schon erstaunlich, wie wissenschaftler es schaffen, herauszufinden, wie wahrnehmung funktioniert und was dabei in unseren hirnen passiert. es müsste möglich sein, die hypothese "alle menschen haben bei "blau" genau die gleiche wahrnehmung" zu widerlegen oder zu bestätigen. alles, was sich im gehirn vom menschen abspielt, ist ja ein komplizierter neuronaler code. vielleicht könnte man mehreren menschen das gleiche blau präsentieren und dann den code ableiten, den diese wahrnehmung hervorruft. aber weil man dazu evtl. elektronen in den kopf rammen müsste, wird sowas meistens an armen unschuldigen affen gemacht. |
| Heph | CRT? MRT? oder wie die Verfahren und Dinger heißen können doch ohne Ellektroden im Kopf die Aktivität messen. Du Kannst also am Menschen untersuchen. Bekannt ist schon seit langem das es einen Unterschied zwischen Männern und Frauen giebt. Frauen nehmen Farben, Männer hingegen Bewegungen und Tiefe besser wahr als das jeweil andere Geschlecht. |
| lizium | ich liebe diese frage...als ich sie mir das erste mal gestellt habe hat sie mir allerdings angst gemacht. vielleicht sind es nicht nur die farben die vielleicht gar nicht eindeutig für jeden definiert sind sondern alles? |
| Cthugha | [QUOTE][i]Original geschrieben von lizium [/i] [B]vielleicht sind es nicht nur die farben die vielleicht gar nicht eindeutig für jeden definiert sind sondern alles? [/B][/QUOTE] Wenn dem so wäre, wäre zumindest die Abbildung für jeden persönlich eindeutig. Andernfalls wäre jede Form von Kommunikation und geordnetem Zusammenleben unmöglich. Wenn jemand das, was ich als rotes Ampellicht wahrnehme, als hüpfendes Kaninchen wahrnimmt, macht das keinen Unterschied, weil er dann halt immer bei der Wahrnehmung eines hüpfenden Kaninchens anhalten wird. |
| der fremde | was uns die überlegung zeigt ist doch nichts anderes als dass wir nie sicher sein können wie andere dinge wahrnehmen, und damit auch nie die denkweise anderer ganz nachvollziehen können. es können immer gewisse unterschiede in der wahrnehmung und damit auch in der denkweise da sein die man allerdings dann nur inderekt mitbekommt. auf die frage der farbwahrnehmung übertragen heißt das dass wir erst einen unterschied wahrnehmen wenn jemand eine farbe als was anderes bezeichnet als wir dies tun, aber selbst dann wenn man weiß dass da ein unterschied vorhanden ist werden wir nie wissen wie derjenige diese farbe denn genau wahrnimmt. das problem worum es hier geht ist die schnittstelle zwischen den beiden "köpfen" der beiden personen die ja die sprache ist, die als solche nie eindeutig sein kann. dies würde gleichzeitig bedeuten dass man immer auf eine gewisse art und weise ein fremder unter fremden ist, da man andere nur in einer näherung versteht und man selber auch nur bestenfalls ungefähr verstanden wird, zumindest wenn es um etwas kompliziertere fragen geht. |
| BrokenWings | Blau ist Blau weil wir blau als blau definieren..wäre blau nicht blau was wäre es dann. Wenn blau nicht blau wäre gebe es dann noch blau?:) |
| Icy | Die Grundfarben des Lichtes für das menschliche Auge sind Rot [COLOR=red](■)[/COLOR], Grün [COLOR=lime](■)[/COLOR] und Blau [COLOR=blue](■)[/COLOR]. Der Mensch hat 3 Arten von Zapfen, die für das Farbsehen zuständig sind. Für Rot, für Grün und für Blau. Die restlichen Farben werden durch die kombinierte Anregung der Zapfen "gemischt". Wie man sieht, ist blau die dunkelste Farbe, obwohl die Leuchtstärke der drei gezeigten Farben alle gleich sind. Das liegt daran, das der Mensch nicht von jeder Sorte gleich viele Zapfen hat, von Blau am wenigsten. Jetzt kommt das Interessante, die Verteilung. [URL=http://de.wikipedia.org/wiki/Zapfen_%28Auge%29]Da sagt Wiki:[/URL] [quote]Der Anteil der Blauzapfen beträgt bei allen Menschen nahezu konstant 12%. [b]Das Verhältnis der Rot- und Grünzapfen auf der Retina variiert innerhalb einer Familie sehr stark.[/b][/quote] So wie ich es rausinterpretiere, heißt das, das die Grundfarben zwar gleich (Unterschiede nur in der Helligkeit), aber die Mischtöne unterschiedlich gesehen werden. Für mich wäre das eine Erklärung, warum Monitore, Scanner und Kameras mit Standard RGB arbeiten können, aber bei Gegenständen, die grünblau sind, der eine sagt, "es ist grün" und der andere, "es ist blau" |
| Anderswelt | Mhm..ich bin mir nicht sicher ob ich wirklich verstehe, was du meinst. Aber ich hab mir immer vorgestellt, das es vllt doch noch mehr Farben gibt, als die die wir sehen können oder wahrnehmen..und es gibt gar keine Namen für diese Farben, die wir nicht sehen können.. |
| der fremde | andere unsichtbare farben gibt es natürlich und man kann sie zumindest messen. sie heißen z.b. infrarot, ultraviolett,röntgen usw dass das menschliche auge an sich genau diese drei (siehe Icy) grundfarben sieht ist ja klar, die frage ist aber für mich wie das menschliche gehirn z.b. die farbe blau empfindet, ob diese farbe nicht nur von der netzhaut zweier menschen gleich "gemessen" wird sondern ob das dazugehörige muster in den beiden gehirnen ebenfalls dasselbe ist. nach meinem bild eines menschlichen gehirns wäre es aber unmöglich. klar beide bezeichnen dieses blau mit blau, zumindest solange ihre augen gleich sehen. aber für jeden bedeutet diese farbe doch was anderes, in dem sinne, dass jeder mit dieser farbe unterschiedliches assoziert. |
| Icy | @Anderswelt: wir bennen Farben nachdem was wir sehn und nicht was sie wirklich sind. Beispiel: Man malt Würfel 1 mit einer Farbe an, die nur rotes und grünes Spektrallicht reflektiert und den rest schluckt Man malt Würfel 2 mit einer Farbe an, die nur gelbes Spektrallicht reflektiert und beleuchtet die beiden Würfel mit idealem weißen Licht (kontinuierliches Spektrum, das alle Wellenlängen enthält) Ergebnis: Für den Menschen sind beide Würfel Gelb, obwohl die Würfel strenggenommen jeweils unterschiedliche "Farben" sind. Selbst wenn man mit einer Fotokamera die Würfel ablichtet, sieht man kein Unterschied, da die Kameras ebenfalls mit Rot-Grün-Blau arbeiten. In Folge zeigt auch Photoshop & Co. für beide Würfel nur den RGB-Wert [255,255,0] an. Den gleichen Effekt würde man auch bekommen, wenn Würfel 1 mit Rot und Würfel 2 mit Rot und UV Anteile einfärbt wird: dann erscheinen beide Würfel für den Menschen in Rot, obwohl objektiv gesehen es zwei verschiedene Farben sind. Will man die reale Farbe eines Gegenstandes rausfinden, so kommt man um eine Spektralanalyse mit speziellen Messgeräten nicht herum. @der fremde: genaues kann ich auch nicht sagen. Das Gehirn leistet eine Menge an Arbeit. Das Auge soll ja sogar die ganze Umgebung auf den Kopf gestellt an das Hirn senden, wobei das Gehirn das Bild richtig herum dreht. Hinzu kommt bei der menschlichen Wahrnehmung die Fähigkeit des automatischen Weißabgleichs und wegretuschierung des blindes Flecks, so das ich denke das die Unterschiede nicht riesengroß ausfallen dürften. |
| Okko | Ich glaube schon, daß Menschen in der Regel Farben gleich wahrnehmen. Würden Menschen mit der Farbe konfrontiert, die allgemein als blau gilt, und aufgefordert werden, diese Farbe zu benennen, werden sie sicher in der Regel die Bezeichnung blau wählen, um jene Farbe zu benennen, die sie vor sich haben. Blau meint nur eine ganz bestimmte Farbe. Daß die meisten wohl dieses Wort blau benutzen werden, wenn sie diese bestimmte Farbe vor sich sehen, zeigt ja, daß die Menschen diese Farbe ähnlich wahrnehmen. Denn auf diese Bezeichnung haben sich die Menschen im Laufe der Sprachentwicklung geeinigt, um eben jene Farbe und keine andere zu bezeichnen. Sprache dient ja u. a. der Kommunikation. Hätte jeder Mensch eine andere Bezeichnung für die Farbe, die man gemeinhin unter dem Wort blau kennt, wäre eine Verständigung schwierig. Natürlich wäre es für jede Person möglich, seine "Privatausdrücke" für die Farbe, die man allgemein als blau kennt, zu benutzen. Doch mit wem will er sich dann noch sinnvoll über diese Farbe unterhalten und dabei sicher gehen, auch verstanden zu werden? Natürlich könnte er im Gespräch vorab ankündigen, die Farbe, die andere als Blau kennen, würde bei ihm etwa orange heißen. Doch letzlich würde er ja auch mit der Bezeichnung orange die selbe Farbe meinen, die auch von den übrigen Gesprächspartnern gemeint ist. Da kann er doch gleich die Bezeichnung blau wählen, um die Verständigung nicht zu erschweren. |
| Solon | Dieser Thread ist wie ein einziger Beweis und Kommentar der Wahrheit, dass philosophische Probleme im Großen und Ganzen nichts weiter als begrifflich-gedankliche Verwirrungen sind. Der Weg zur Beantwortung der hier in Rede stehenden Fragen besteht in der Klärung des Sinnes dieser Fragen. |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Okko [/i] [B]Ich glaube schon, daß Menschen in der Regel Farben gleich wahrnehmen. Würden Menschen mit der Farbe konfrontiert, die allgemein als blau gilt, und aufgefordert werden, diese Farbe zu benennen, werden sie sicher in der Regel die Bezeichnung blau wählen, um jene Farbe zu benennen, die sie vor sich haben. Blau meint nur eine ganz bestimmte Farbe. Daß die meisten wohl dieses Wort blau benutzen werden, wenn sie diese bestimmte Farbe vor sich sehen, zeigt ja, daß die Menschen diese Farbe ähnlich wahrnehmen. [/B][/QUOTE] Ich schrieb hier bereits, dass das irrelevant ist. Aber meinetwegen wiederhole ich es: Natürlich wird immer das gleiche "blau" genannt, aber weisst du, ob das, was du als blau empfindest, für deinen gegenüber nicht rot ist? Dass alles, das für dich blau ist, für andere rot ist? Du kannst nämlich nicht wissen, wie jemand anderes diese Farbe wahrnimmt. Es geht schon bei Rot-Grün-Schwäche los; sie verwechseln die Farbe. Und was, wenn das bei jedem anders ist? Aber allein davon abgesehen, kann man nicht wissen, ob das, was du als blau empfindest, für andere auch blau ist oder nicht doch rot oder gelb. Informier dich mal, wie manche Tiere ihre Umgebung wahrnehmen. Und dann frag dich, was nun real ist ;). |
| Okko | Ob jemand anders, die Farbe, die wir beide vor uns haben, nun optisch anders empfindet als ich, läßt sich niemals klären, da müsste man schon in einen anderen reinschlüpfen können. Daher bleibt diese Frage reine Spekulation, die nie bewiesen werden kann. Ich werde daher nie herausfinden können, ob nicht das, was ich als blau bezeichnen würde, in der Innenperspektive eines anderen vielleicht so aussieht wie das, was ich als rot bezeichnen würde. Ich werde daher nie die Möglichkeit haben, meinen individuellen Farbeindruck mit dem eines anderen vergleichen zu können. So oder so sprechen wir beide jedenfalls sprachlich von derselben Farbe, denn diese haben wir beide mit der Bezeichnung blau kennengelernt, unabhängig davon, wie wir sie nun individuell empfinden. |
| Ronin76 | Eine interessante Fragestellung. Eigentlich lassen sich Farben nur mit opto-technischen Hilfsmitteln definieren, aber im Falle des Menschen übernimmt eben das Auge in Kombination mit dem Gehirn diese Aufgabe. Die optische Komponente ist mir dabei bekannt, wie jedoch dieser Prozeß im Gehirn verarbeitet wird, damit eben blau als blau erkannt wird, ist mir nicht bekannt, aber vermutlich ist es grob gesagt eine Lernsache in Form einer Konditionierung/Programmierung. Das ironische dabei ist, daß es Farben von einem anderen Standpunkt aus betrachtet gar nicht gibt. Sie existieren nur in Gehirnen. Tritt ein Lichtstrahl auf eine Oberfläche werden bestimme Anteile von elektromagnetischen Wellen reflektiert und andere absorbiert, so daß diese unsichtbar werden. Die Daten bzw Wellenfragmente welche das Auge dann absorbiert und an das Gehirn weiter gibt sind also nur Reflektionen. Die Basis aller Farben könnte man also "weiß" oder als Photonen bezeichnen. |
| finsteres Wesen | das habe ich mich auch schon sehr oft gefragt. ich habe, wie einige andere hier auch, schon oft daran gedacht, dass es farben gibt, die keiner mit namen nennen kann, weil jeder sie anders sieht. mir gefällt das, was icy schreibt... genau das gleiche denke ich nämlich auch. es gibt menschen, die verwechseln rot und grün, daher wird es wohl auch menschen geben, die blau-grün nur als grün sehen. sie nehmen das blau nicht wahr, weil viele grün-zapfen vorhanden sind, allerdings nur wenig blaue. gruß, f.w. |
| Fäulnis usw | blau ist nunmal blau. so blau wie nach ner holden feiernacht. so blau dass hier die schwarte kracht. Blauer grün das ist schün und total am blühn. blau ist in wien doppelkinn blau ist nicht die ananas und trotzdem machts auch natascha spaß. danke meine fans. |
| NeoGenetic | Die Frage des ersten Posts hab ich mir auch schon sehr, sehr oft gestellt, und ich finde es immer wieder wahnsinnig faszinierend, darüber nachzudenken... Was, wenn die Welt, die wir sehen, für den Menschen, der uns gegenüber sitzt, vollkommen anders aussieht? Was, wenn Schwarz für mich Schwarz ist, aber das, was das Gegenüber unter "Schwarz" sieht, für mich Neongelb wäre? Es ist erschreckend und absolut faszinierend zugleich, darüber nachzudenken, dass die Sicht der Welt unter Umständen genauso einzigartig ist wie die Menschen an sich... Hat der Schokoladennikolaus, der gerade in der Agentur verteilt wird, nun einen Roten Mantel, oder siehst du ihn als Blau?... |
| Nigthmare | Diese Fragen kann man ganz einfach durch die Folgen der direkten Wahrnehmung auflösen: Die Farbe blau wirkt entspannend. Wenn ein Dozent sagt, "stellt euch die Farbe Blau vor, das wirkt entspannend", ergäbe sich ein Folgefehler für Menschen, die unter Blau grelles gelb verstehen. Ich bin mir sicher dass die Reaktion auf eine Farbe zum Großteil bei den Menschen die selbe wäre wenn man eine Studie durchführen würde. Abgesehen davon, faszinierend an dieser Überlegung finde ich nur die Tatsache, dass für die wahrgenommene gleiche Handhabung aller an einem Objekte die Wahrnehmung keine Rolle spielen würde sondern eben nur die anerzogenen oder angelernte Handhabung damit. Das bedeutet praktisch dass für die Regulierung des Straßenverkehrs anstatt Ampeln auch brennendes Buschfeuer herhalten könnte. Da es aber Sinn von Ampeln ist aufgrund ihrer Höhe von möglichst vielen gesehen zu werden und mir nur wenige bekannt sind, die eine fünf-Meter hohe Ampel nicht wahrgenommen haben weil das für sie ein nur zehn-Zentimeter grosses Chamäleon ist, halte ich diese Überlegungen insgesamt für recht dürftig und unrealistisch. MfG Nigthmare |
| Erebos | varab: es tut mir leid, ich war zu faul alle antworten zu lesen ^^ also falls ich was doppelt erwähne, wisst ihr wiso ;-) So, blau ist blau... Wissenschaftlich ist nicht bewießen, dass alle Menschen die Farbe "blau" auch gleich sehen. Man geht jedoch davon aus, dass sie das selbe sehen bzw die selbe Farbe. Warum? Farben können Stimmungen wecken bzw "anregen" So wirkt grün beruhigend, Blau ist kalt, Rot aggressiv usw Bzw Stimmungen: Gelb anregend, heiter, befreiend, Intuition, Kontakt Orange Freude, erwärmend, Glanz, Sonne, Fruchtbarkeit Rot (zinnober) erregend, lebhaft, Feuer, Gefahr, Liebe Rot (purpur) erhaben, würdig, prächtig Rosa süßlich, zurückhaltend, zart, Abstand Violett mystisch, Unruhe, hoher Anspruch, Rausch, Magie Dunkelblau vertiefend, konstruktiv, beherrschend, Philosophie Hellblau sehnend, gemütsvoll, empfangend, Klarheit Dunkelgrün beherrschend, naturhaft, Ruhe, Feuchtigkeit Hellgrün zart, innig, weich, Schonung, besänftigend Da nun beinahe alle Menschen bei gewissen Farben gleich reagieren ist anzunehmen, dass sie das selbe sehen... cu |
| Nigthmare | Hättest du nur mal wenigstens den Beitrag direkt über dir gelesen... :p MfG Nigthmare |
| Icy | [QUOTE][i]Original geschrieben von Erebos [/i] [B]Man geht jedoch davon aus, dass sie das selbe sehen bzw die selbe Farbe. Warum? Farben können Stimmungen wecken bzw "anregen" So wirkt grün beruhigend, Blau ist kalt, Rot aggressiv usw Bzw Stimmungen: ... Da nun beinahe alle Menschen bei gewissen Farben gleich reagieren ist anzunehmen, dass sie das selbe sehen...[/B][/QUOTE] Da wäre ich mir nicht 100% sicher. Was spräche dagegen, das Farben total vertauscht gesehen werden und die Wirkung der Farben durch die Erziehung/Psyche bestimmt ist? Wenn ein Mensch zum Beispiel Rot und Blau vertauscht sieht, dann könnte die Psyche sich doch so entwickeln, das er Rot als kalt und Blau als aggresiv empfindet, genauso wie die Tatsache, das das Bild der Umgebung auf der Netzhaut eines normalen menschlichen Auges falschrum auf der Netzhaut projeziert wird und wir trotzdem "richtig rum" sehen. |
| Ronin76 | [QUOTE] Das sagt gar nichts aus, da es reiner (Irr-)Glauben ist. Man muß schon selbst durch DENKEN zu Erkenntnissen gelangen, und nicht etwas kopieren. Es ist rein subjektiv was für Emotionen, und um nichts anderes geht es, in Farben hineininterpretiert werden. zB: [QUOTE]Orange Freude, erwärmend, Glanz, Sonne, Fruchtbarkeit[/QUOTE] Seit wann ist die Sonne orange ?? Wenn dann nur bei Dämmerung. Und wieso soll Orange ein Symbol für Glanz sein ? Weil die Haut einer Orange evtl glänzt ? Für mich sind diese Assoziationen totaler Unsinn. Ich denke bei der Farbe orange sofort an die Müllabfuhr und Leuchtwesten der Straßenmeisterei und Bauarbeitern. Auch an die Frucht Orange, aber das wars dann auch so ganz spontan. Daher verbinde ich mit der Farbe orange zB: Gestank, Teergeruch, Lärm, Schweiß, Zitrusgeruch, evtl sogar Ekel ! |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] [B]Das sagt gar nichts aus, da es reiner (Irr-)Glauben ist. Man muß schon selbst durch DENKEN zu Erkenntnissen gelangen, und nicht etwas kopieren. Es ist rein subjektiv was für Emotionen, und um nichts anderes geht es, in Farben hineininterpretiert werden. [/B][/QUOTE] Man kann Fakten aber prima heranziehen, um in seinem Denken weiterzukommen. Ich kann mich ja schlecht auf den Weg nach Russland machen, ohne zu wissen, in welche Richtung ich muss. Den Weg bewältigt man aber dennoch alleine. Und es ist nicht subjektiv, es ist psychologisch. Sicherlich assoziiert jeder anders, aber von der Basis her haben diese Farben jene Wirkungen, das ist ein ganz natürlicher Vorgang. Manche sind eben empfänglicher, andere nicht. Denn es geht nicht um Interpretationen, sondern um psychische Wirkungen. |
| Ronin76 | [QUOTE]Denn es geht nicht um Interpretationen, sondern um psychische Wirkungen.[/QUOTE] Ist für mich das Gleiche. Das eine ist eben mehr bewußt und das andere unterbewußt. Erfahrungen, Konditionierung, Kultur, usw spielt da auch eine starke Rolle. Verkehrsampeln sind zB ein schönes Beispiel einer klassischen Konditionierung in Bezug auf die Farben grün, orange/gelb und rot. |
| Nigthmare | Welche Rolle simple, assoziationslose Farben haben lernt man kennen wenn man Diagramme zeichnen darf. Dann weiß man, dass die Farbe weiß auf einem weißen Blatt leer wirkt, blau kalt und abstoßend und orange wärmend und anziehend. Das ist von Bedeutung wenn es darum geht dem Kunden oder dem Chef gewisse Informationen schmackhaft zu machen oder ihn mit sanftem, subtilem Nachdruck von dummen Entscheidungen abzubringen. Mit Übergangsfarben lassen sich auch prima Hierarchien abbilden oder die Prioritäten von Arbeitsprozessen. Wenn man das Beispiel Farben hier mal rauslässt und sich eindeutig beschreibbarer Formen bedienen würde hätte das Denkkonstrukt sicherlich schon auf Seite zwei ihr wohlverdientes Ende gefunden, aber die Selektion von Beweismitteln verläuft ja nunmal evolutionär: Was nicht geeignet ist die These zu unterstützen oder sogar in der Lage ist sie zu widerlegen fliegt kurzerhand raus. MfG Nigthmare |
| Odessa | ---- Dann weiß man, dass die Farbe weiß auf einem weißen Blatt leer wirkt, blau kalt und abstoßend und orange wärmend und anziehend. ----- Und dann kommt so was wie ich daher und sagt: blau wirkt auf mich beschützend, warm (wenn es dunkel ist) und mystisch. Während ich bei Orange einen Schreikrampf kriege weil ich diese Farbe als laut, abstoßend, aufdringlich und "geh mir vom Leib" empfinde; ich verbinde damit sofort die Schneeräumwägen, die ich 6 Monate im Jahr von morgens vier bis nachts zu sehen kriege. Bei Orange denke ich also an den lästigen verhaßten Schnee und an laute blinkende Autos;-). ---- aber von der Basis her haben diese Farben jene Wirkungen, das ist ein ganz natürlicher Vorgang. Manche sind eben empfänglicher, andere nicht. ---- Es ist für mich ähnlich wie bei Ronin so, daß es reine Konditionierung ist wie wir eine Farbe empfinden, was am Ampelbeispiel von Nigthmare gut rüberkam: wir reagieren auf das Rot als "Warnung, Stop", auf das "Grün" mit "freie Fahrt". Im Umgangssprachlichen setzt sich das sogar noch fort, a la "ich habe grünes Licht gegeben" wenn ich was erlaube, oder ich "habe rot gesehen" im Sinne von "Achtung, stop, wenn ich jetzt noch weiter mache wirds gefährlich". Das heißt wir assoziieren die Farben zumindest zu einem großen Teil sicherlich "nur" mit irgendwas, was man uns anlernte daß wir damit verbinden sollen. Ich bin mir fast sicher, daß ein Urwaldbewohner am Amazonas mit der Farbe "Grün" weder eine Ampel noch mit Rot "Stop" verbindet, dafür vielleicht mit knallgelb aber sofort "Achtung, Gift" - weil viele hochgiftige Tiere die Farbe Gelb auf dem Körper haben. Deswegen ist aber der Urwaldbewohner nicht "weniger empfänglich" - er ist einfach nicht in die Denkschienen unserer westlichen Zivilisation gepreßt worden, die anscheinend sogar die Wirkung von Farben auf uns Menschen genormt hat. :rolleyes: Da nehm ich jetzt mal nur diese auf mich in keinster Weise passende Aufzählung: --- Gelb anregend, heiter, befreiend, Intuition, Kontakt --- für mich: abstoßend, kalt, Panik auslösend und sowas von nicht befreiend, anregend oder gar "mich Kontakt suchen lassend". Gelb ist für mich immer eine Weglauffarbe, es sei denn an der Sonne aber in die guck ich so selten im Interesse meines Augenlichts und sehe deren Gelb auch nicht wirklich ;-) --- Orange Freude, erwärmend, Glanz, Sonne, Fruchtbarkeit --- sh. Gelb und "laute nervige Autos", Schnee. Und seit wann ist die Sonne orange? Fruchtbarkeit - seit wann ist die erwachende Natur im Frühling orange? Sie ist grün, es "grünt" alles wieder wenn der fruchtbare Naturkreislauf beginnt, also wo das was mit Orange zu tun hätte....? --- Rot (zinnober) erregend, lebhaft, Feuer, Gefahr, Liebe --- Mit Rot verbinde ich aus Gründen immer Blutrausch und somit tatsächlich damit Hand in Hand gehend Lust, Liebe, Leidenschaft, Feuer, Sex, Gewalt. --- Rot (purpur) erhaben, würdig, prächtig --- Purpurrot ist für mich in erster Linie Kartoffelbrei und eine gewitzelte Heirat in einem Werbespot. Und nun? ;-) --- Rosa süßlich, zurückhaltend, zart, Abstand --- Rosa - möglichst noch schweinchenrosa an Kleidung - ist für mich abstoßendstes Kleinmädchentum, provozierend zur Schau getragene Naivität, "hab mich lieb ich bin so ein armes Hasi"-Aufdringlichkeit von nicht erwachsen werden wollenden Lolitas oder von ältlichen Damen, die damit auf "jugendlichen Stil und dezenten Schick" machen, und ja, süßlich: aber in der widerlich-penetranten Art von "Barbie", "Hello Kitty"-Federmäppchen und ähnlichem Kleinmädchenkram oder von Häkelpullis mit Ajourmuster an 70jhr. Damen mit Karohosen dazu an. Soviel zum Thema: wie Umwelt und "Kultur" das Empfinden über eine Farbe prägen können *g*. Abstand - ja, halte ich zu der Farbe auf mindestens 100 m. Es sei denn es wäre ein dunkles elegantes Altrose oder venezianisch-Rose. Was mit Rosa ja gar nichts zu tun hat. Oder es handelt sich um ein süßes kleines Ferkel was rosa auf mich zuwetzt, weil ich die Tierchen ob ihrer Intelligenz sehr mag und somit könnte man noch sagen, daß ich Rosa mit Intelligenz gleichsetze aber nur, wenn es auf vier Beinen läuft. Das Rosa. --- Violett mystisch, Unruhe, hoher Anspruch, Rausch, Magie --- Violett ist für mich DIE Farbe der Erleuchtung, der inneren RUHE, des Frieden gefunden Habens, der Einheit von Seele und Körper und ja, der Magie. Schamanen sehen Violett oft auch als Heilige Farbe an, weil diese Farbe in der Natur relativ selten vorkommt (von Auberginen und einigen Blumen mal abgesehen), während in gewissen Rauschzuständen und bei Halluzinationen auffallend oft die Menschen von violetten "Bildern" berichte(te)n. Es gib keine Farbe, die mich WENIGER "unruhig" macht als Violett. Also auch hier wieder: sowas von Fehlanzeige mit dieser "allgemeingültigen Wirkungsweise" einer Farbe, wie man sie da aufstellte. ---- Dunkelblau vertiefend, konstruktiv, beherrschend, Philosophie ---- Philosophie ist für mich z. B. sowas von Braun. "Vernünftig". Dunkelblau hingegen wirkt auf mich beruhigend, warm, schlaffördernd, zärtlich-weich umfangend, geheimnisvoll. Alles, was Philosophie nicht ist;-) --- Hellblau sehnend, gemütsvoll, empfangend, Klarheit --- Helles Blau macht mich fröhlich und erinnert mich an Sommer, Wärme, Licht und Freiheit. Freiheit als Farbe wäre für mich immer ein Blauton. --- Dunkelgrün beherrschend, naturhaft, Ruhe, Feuchtigkeit ---- Dunkelgrün ist für mich eine sehr sinnliche Farbe, warm und geborgen ähnlich Dunkelblau, sehr edel, und trotz der Geborgenheit die sie vermittelt doch irgendwie "stolz" und unnahbar. --- Hellgrün zart, innig, weich, Schonung, besänftigend --- Hellgrün - innig auf keinen Fall, alles Helle wirkt auf mich eher distanziert und kalt. Ich denke bei einem gewissen Grün auch sofort an Chirurgen-Kleidung und somit an Krankenhaus, Schmerz, Angst, Panik, Tot sein. Alles andere als besänftigend also. Ginge es nach mir, trügen Chirurgen und das OP-Team auf jeden Fall dunkelblau, violett oder ein tiefes Rot (zwecks der lustvoll-sexuellen Komponente dabei, sofern man überhaupt vor einer OP noch fähig ist solche Gedanken zu entwickeln *g*). Und wie gut daß man Weiß als Nichtfarbe außen vor ließ, denn Weiß ist sowas von übel für mich, daß man mich in den Wahnsinn treiben könnte, würde man mich in weiß hüllen. Brautkleid in weiß? Kotz würg und Blutdruckanstieg. Ein völlig weißer Raum? Nach ca. 30 Minuten würd ich toben und rasen oder einfach tot umfallen vor lauter Langeweile (und da Langeweile mich aufregt ohne Ende, sh. Toben und Rasen zuvor). Weiß ist genauso schlimm wie Grau, und könnte ich, würde ich beide Farben verbieten bis auf das Grau bei Vögeln und an tollen italienischen Herren-Anzügen :D |
| Jagdwolf | Schwarz, Rot, Gelb... Die sind einzeln oder in Kombination WARNFARBEN in der Natur. Die sagen: "Leg' dich besser nicht mit mir an, ich bin stärker als du/giftig." Darum würde ich gelb und rot eher weniger als anregend bezeichnen. |
| Odessa | Genau, gelb kommt gerne in Kombi mit schwarz dann. Das könnte vielleicht (?) erklären, warum so viele Security-guys und überhaupt Wachmänner etc. schwarze Uniformen tragen. Schwarz verkörpert für mich unglaubliche Stärke, Dominanz, Kraft, Wucht, Intensität. |
| Jagdwolf | Gewiss. Man denke doch nur mal an die schwarze Mamba, den schwarzen Leoparden, die schwarze Witwe... Alles sehr beeindruckende und tödliche Tierchen, die komplett im zeitlos-eleganten Schwarz rumlaufen. |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Ronin76 [/i] [B]Ist für mich das Gleiche. Das eine ist eben mehr bewußt und das andere unterbewußt. Erfahrungen, Konditionierung, Kultur, usw spielt da auch eine starke Rolle. Verkehrsampeln sind zB ein schönes Beispiel einer klassischen Konditionierung in Bezug auf die Farben grün, orange/gelb und rot. [/B][/QUOTE] Es ist aber nicht das gleiche. Nehmen wir mal ein anderes Beispiel, ätherische Düfte: Viele würden mit Vanille Weihnachten verbinden, das ist konditioniert, sozialisiert. Lavendel hingegen wirkt entspannend und beruhigend, das ist natürlich, ob man je in seinem Lavendel eine Assoziation bekommen hat oder nicht. Sonst ziehe man das Beispiel von Jagdwolf heran, dass die Wirkung von Farben natürlich ist. |
| Ronin76 | Ok aber ich zB verbinde mit Vanille nicht Weihnachten, sondern eher Vanilleeis, also den Sommer. Ob man Gerüche mit Farben vergleichen kann ist wieder ein anderes Thema, aber ich vermute das kann man nicht so einfach. Man sollte sich also fragen, woher diese "natürliche" Wirkung stammt, so daß Lavendel zB entspannend wirken kann aber nicht muß ! Ist das nicht auch konditionierbar, oder ist es ein chemischer Prozeß ? Evolutionär vererbt kann es jedenfalls kaum sein, da Lavendel soweit ich weiß nur in warmen Regionen wie Südfrankreich und Nordspanien, also um die Provence vorkommt. Die Farben schwarz und gelb.. Katzen haben Angst vor schwarz, sie sehen aber auch nur Grautöne, dh besitzen nur Rezeptoren für weiß und schwarz. Bei kleinen Kindern kann man diesen Instinkt auch noch oft beobachten. Primaten haben jedoch zusätzlich Rezeptoren für blau und gelb entwickelt und diese an die Menschen vererbt, später kamen dann noch rot und grün hinzu. Wespen, Hornissen, Hummeln u. Bienen tragen ja auch alle die Warnfarben schwarz und gelb. |
| Black-Cultist | ;) lol das hab ich mich auch schon immer gefragt |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Black-Cultist [/i] [B];) lol das hab ich mich auch schon immer gefragt [/B][/QUOTE] Ein sehr geistreicher Einstandsbeitrag. Nur weiter so :rolleyes: |
| kathy | Du hast vollkommen recht! Niemand sieht eine Farbe gleich!!! Das ist aber auch nicht wichtig, weil es gut ist das jeder etwas Anderes verbindet mit ein und der gleichen Sache. Wo wäre da sonst der Platz für die Persönlichkeit oder die Philosophie? Wir können nur versuchen durch preziese Angaben unsere Ideen und Gedanken dem Anderen mitzuteilen wer wir sind und was wir meinen und hoffen, daß der Andere unsere oder besser eine ähnliche Sprache spricht. Viel Glück beim Finden dieser 'Personen... |
| Seneca | [QUOTE][i]Original geschrieben von kathy [/i] [B]Du hast vollkommen recht! Niemand sieht eine Farbe gleich!!! [/B][/QUOTE]Allerdings nicht. Und nur für die Kuriositätensammlung: Ich sehe mit dem rechten Auge und dem linken Auge unterschiedliche Töne... Rechts hat Rot- links hat Blauverlagerung. Dieser Umstand macht es mir natürlich sehr schwer anzunehmen dass wir alle die gleiche Wellenlänge auch gleichermaßen wahrnehmen. |
| Elementarsatz | Machen wir nur munter weiter so: Woher weiß ich, dass ich blau heute genauso wahrnehme wie gestern? ;) |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] [B]Machen wir nur munter weiter so: Woher weiß ich, dass ich blau heute genauso wahrnehme wie gestern? ;) [/B][/QUOTE] Die Frage ist doch nun wohl nicht ernst gemeint, oder? Ich kann mir nämlich durchaus vorstellen, dass du es weisst ;). Ich habe Vergleichsmöglichkeiten. Im übrigen gibt es einen netten Versuch mit einem grünen Punkt. Die Tester haben nach Zeigen des Punktes suggeriert, dass dieser aber blau ist, und die Versuchsperson nahm es als richtig an und war der Meinung, der Punkt sei wirklich blau gewesen. Die Wahrnehmung wurde durch die Gruppenmeinung beeinflusst. Aber das ist ja doch fast ein anderes Thema. |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i] [B]Die Frage ist doch nun wohl nicht ernst gemeint, oder? [/B][/QUOTE] Eigentlich nicht, nein. Dennoch würden mich Antworten auf die Frage interessieren. [quote] Ich kann mir nämlich durchaus vorstellen, dass du es weisst ;). Ich habe Vergleichsmöglichkeiten.[/quote] Was für Vergleichsmöglichkeiten? Kannst du deine jetzige Rotwahrnehmung mit deiner gestrigen Rotwahrnehmung vergleichen? Doch wohl nur mit der Erinnerung an deine gestrige Rotwahrnehmung. Und wenn die auch verkehrt ist? |
| Montrose | Da gab es noch einen anderen Versuch (sorry, hab die Literatur gerade nicht vor mir und kann es deshalb nur vage erzählen). Versuchspersonen wurden in drei Sitzungen untersucht. In der ersten Sitzung sollte ein Teil der Leute eine Handlung ausführen, ein Teil sollte sich die Handlung nur vorstellen und ein Teil sollte die Handlung erzählen. In der zweiten Sitzung mußte jede Untergruppe eine andere Aufgabe als in der ersten Sitzung durchführen. In der dritten Sitzung schließlich wurden die Personen gefragt, was in der ersten Sitzung ihre Aufgabe war: handeln, vorstellen oder erzählen. Ein verhältnismäßig hoher Anteil an Personen (über 30 %) hatten falsche Erinnerungen, was sie in der ersten Sitzung taten. Fazit: Auch Erinnerungen bzw. "Vergleichsmöglichkeiten" können falsch sein. |
| Menedemos | Bislang ist noch nicht das Stichwort "Qualia" gefallen, damit bezeichnet man in der Philosophie das Phänomen, Farben zu "sehen", obwohl es sie in der Natur nicht gibt (dort gibt es bekanntlich nur Wellenlängen). Der Sinneseindruck einer Farbe entsteht erst im Gehirn bzw. im menschlichen Bewußtsein. Wie das möglich ist, gilt immer noch als Rätsel. Ein objektiver Austausch über diese "Qualia" ist deshalb auch nicht möglich. Unbeweisbar ist, ob Menschen z.B. "Blau" gleich wahrnehmen. Ob man nun die gesehene Farbe oder die dazugehörige Wellenlänge als das Wahre, das Eigentliche ansieht, entspricht dem alten Streit zwischen Idealismus und Materialismus. |
| Montrose | [QUOTE]Ob man nun die gesehene Farbe oder die dazugehörige Wellenlänge als das Wahre, das Eigentliche ansieht, entspricht dem alten Streit zwischen Idealismus und Materialismus.[/QUOTE] Nö, mit Sicherheit nicht, Und zwar deshalb, weil die Wellenlänge auch nur eine Qualia ist. ;) |
| Aristophanes | [QUOTE][i]Original geschrieben von Menedemos [/i] [B]Wie das möglich ist, gilt immer noch als Rätsel. Ein objektiver Austausch über diese "Qualia" ist deshalb auch nicht möglich.[/B][/QUOTE] Nicht nur aus diesem Grunde nicht. Kein Mensch beherrscht Mentalesisch. Niemand von uns ist in der Lage, in den Kopf eines anderen hineinzuschauen. Auch unabhängig von dieser simplen Tatsache verstehe ich nicht den Sinn und Zweck der ursprünglichen Fragestellung dieses Themas. |
| Montrose | [QUOTE]Niemand von uns ist in der Lage, in den Kopf eines anderen hineinzuschauen.[/QUOTE] Aber in den eigenen Kopf. Wenn einer etwas erlebt, was kein anderer erlebt: existiert das Erlebte dann trotzdem? |
| Menedemos | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Nö, mit Sicherheit nicht, Und zwar deshalb, weil die Wellenlänge auch nur eine Qualia ist. ;) [/B][/QUOTE] Sorry, aber ich verstehe dich nicht. Warum soll die Wellenlänge eine Quale (Singular von Qualia) sein? Zur Info zum Begriff: [url]http://de.wikipedia.org/wiki/Qualia[/url] |
| Montrose | Warum sollte die Wellenlinie keine Quale sein? Alles, was wir wahrnehmen, hat eine subjektive Qualität, weil es Wahrnehmung nicht ohne Wahrnehmenden gibt. Und von dem, das wir nicht wahrnehmen, wissen wir nichts. |
| SchlafenderMond | Schoppenhauer sagt ja, dass Wirklichkeit, also Materie z.B. lediglich Wirkung im Geiste ist, müsste da denn nicht etwas sein, aus dem die Wirkung hervorgeht? Insofern wäre die Welle keine Quale, sondern die Beschaffenheit des auf mich Wirkenden, die Wirkung selbst, also die Quale ist die wahrgenommene Strahlung. |
| Montrose | [QUOTE]Insofern wäre die Welle keine Quale, sondern die Beschaffenheit des auf mich Wirkenden, die Wirkung selbst, also die Quale ist die wahrgenommene Strahlung.[/QUOTE] Das Problem ist, dass Du die "Beschaffenheit des auf Dich Wirkenden" nur durch Wahrnehmung, also eine Quale, erfahren kannst. Du tauschst Worte aus:"Welle", "Strahlung", aber aus diesen Worten geht kein Unterschied hervor, dass das eine tatsächlich draußen und das andere nur im Geist ist. |
| SchlafenderMond | Stimmt wohl schon, die Beschreibung der Strahlung als Welle geht natürlich aus der Weise des menschlichen Denkens hervor. Streng genommen ist alles Erscheinung, eine durch die menschliche Physiologie geformte Vorstellung im Geiste. Beobachtungen und Forschungsergebnisse, die unabhängig von einander gleiches feststellen, halte ich aber dennoch für ein sehr starkes Indiz, dass es eine Wirklichkeit ausserhalb gibt. Denn eine Wahvorstellung z.B. ist eine solche, weil sich für Aussenstehnde nicht erkennbar ist, ein Naturgesetz oder die Beschaffenheit eines Gegenstandes ist es aber. Damit halte ich es aber tatsächlich für nicht bewiesen, dass blau eben irgend eine Art von absolutem blau ist. |
| Cagliostro | Warum ist Blau blau? Nach Sheldrake verfestigen sich bestimmte Wahrnehmungsformen, wenn es genug Menschen gibt, die ähnliches oder das gleiche behaupten. Wer weiss? Vielleicht gab es früher mal mehrere Vorschläge... Es gibt z.B.die Farbenblindheit. Der Mensch neigt dazu, alles was vom kollektiven Kontext abweicht, als krankhaft zu bezeichnen, somit ist Farbenblindheit halt eine "Krankheit". Im Grunde nur eine Variation. Die Zahl der Menschen vielleicht mit Grünwahrnehmung war evtl. geringer, als der mit Blauwahrnehmung, ergo setzen sich die Blauen durch und legen fest, dass Grün die Abweichung sei. Ganz normaler Vorgang in der Menschheitsgeschichte. |
| Ronin76 | Das Problem bei allen Wahrnehmungen ist, daß sie immer subjektiv sind, dh man nimmt auch starken Bezug auf Erfahrungen und Emotionen. Aus einer bestimmten esoterischer Sichtweise sind Wahrnehmungen Reflektionen bzw Projektionen des Bewußtseins, dh alles existiert nur im Geist, selbst man selbst (körperlich). |
| Giftzahn | Das wäre vielleicht wirklich die Erklärung für (in meinen Augen) Geschmacksverirrungen. Oder was ist mit Lieblingsfarben? Vielleicht finden wir ja alle die gleiche Farbe schön, sozusagen die ultimative Farbe, aber wir alle nennen sie anders, weil wir die Farben unterschiedlich wahrnehmen. Wir sehen also jeder in einer anderen Farbe diese ultimative Farbe, aber irgendwie ist es doch diese eine Farbe, die so ist wie sie ist. Versteht mich irgendjemand? Ich dachte übrigens auch, ich sei die einzige, die sich diese Frage stellt. Ich stelle mir dann gerne vor, wie es ist, wenn die Farben alle wild durcheinandergewürfelt sind. |
| Icy | [QUOTE][i]Original geschrieben von Giftzahn [/i] [B]Vielleicht finden wir ja alle die gleiche Farbe schön[/B][/QUOTE] Wie soll das gehen wenn einer dunkle Farben und der andere eine helle Farbe liebt? [QUOTE][i]Original geschrieben von Giftzahn [/i] [B]sozusagen die ultimative Farbe, aber wir alle nennen sie anders,[/B][/QUOTE] Eine wahrgenommene Farbe kann man auf verschiede Weise mit einen mindestens dreidimensionalen Vektor beschreiben, sei es RGB, CMY, Lab oder sonstwas, unter anderen auch Farbton, Helligkeit und Sättigung. Und wenn jemand ein Gelb mag, weil es eine helle Farbe ist und die "Farbe der Sonne" und der andere ein intensives dunkles Blau, dann 1) sind es Objektiv gesehen schon mal unterschiedliche Farben wie nun mal gelbes und blaues Licht physikalisch im Spektrum auseinanderliegen 2) spricht es (für mich), auch subjektiv gesehen für unterschiedliche Farben, erstens wegen der unterschiedlichen Eigenschaften wie die wahrgenommene Grundhelligkeiten der beiden Beispielsfarben und zweitens wegen der unterschiedliche Assoziationen zu der Farbe. |
| Zeradin | Hey Also meine Meinung ist ziemlich ähnlich der des Autoren... Jede Farbe wird anders wahrgenommen oder warum gibt es Diskussionen, wie z.B. "Das ist pink" "Nein, das ist rosa"? Jeder findet andere Farben schön nur, was Farben bewirken hängt zwar auch von der Kultur ab, aber z.B. verbindet jeder Mitteleuropäer Gelb mit Sonne usw. Dies ist aber wieder eine Norm der Gesellschaft und diese Normen sind nicht immer passend. Es gibt auch in der Veranstaltungstechnik Farben, die ziemlich jeder als angenehm empfindet dazu gehört die Farbe "Golden-Amber" (Orange) Das zeigt doch das Empfindung von Farben nicht nur subjektiv ist oder? Greez Zera |
| Peacefulltomy | ist es im grunde wichtig ob etwas so wahrgenommen wird wie es jemand anderes wahrnimmt, wenn man in der sprache oder einer sonstigen ausdrucksform die gleiche bezeichnung dafür hat? eigendlich nicht. wenn x grün sieht und zu y sagt "streich das mal rot" dann wird y das ganze rot streichen. und zwar in dem rot was er als rot gelernt hat, ihm also übermittelt wurde. demnach kann der wunsch von x erfüllt werden, selbst wen x das rot anders sieht als y. die sicht der menschen ist jedoch ziehmlich ähnlich. es gibt nur bei mischfarben disskusionen. gleich verhält es sich mit der wahrnehmung der umwelt ansich. die meisten menschen nehmen ihre umwelt ähnlich wahr, erlernen sie ähnlich und man kann daher davon ausgehen das jeder das sieht, was man selbst auch sieht. nun kommt allerdings der emotionale effekt dazu. dies macht die betrachtungsweise der umwelt individuell, obwohl sie von der funktionellen sicht her für jeden gleich ist... |
| lizium | interessant finde ich es den gedanken weiterzuspinnen. vielleicht verhält es sich mit gegenständen und menschen genauso? ich meine wer sagt dass ich dich so sehe wie du dich wenn du dich im spiegel betrachtest? |
| Terranigma | [QUOTE][i]Original geschrieben von Cagliostro [/i] [B]Die Zahl der Menschen vielleicht mit Grünwahrnehmung war evtl. geringer, als der mit Blauwahrnehmung, ergo setzen sich die Blauen durch und legen fest, dass Grün die Abweichung sei.[/B][/QUOTE] Eine Abweichung ist es natürlich, weil es von der [i]Norm[/i] abweicht. Aber man spricht von einer RG-Schwäche, weil diese Menschen in der Hinsicht nicht bloß anders sondern tatsächlich schlechter sehen, da sie gewisse Rot- und Grüntöne nicht auseinanderhalten können. Das hat nichts damit zu tun, dass [i]die[/i] Gesellschaft sie als Außenseiter abstempelt oder sie bloß [i]anders[/i] sind, sondern das sie eben eine schlechtere Farbwahrnehmung haben als der Durchschnitt. Der Begriff RG-Schwäche ist da denke ich schon legitim - Ich hab's ja selber und merke auch, dass ich die Farben manchmal kaum auseinander halten kann und sowieso manche Farben sehr anders wahrnehme als die meisten. An sich ist das ja auch gar kein Problem, wenn man dann aber mal'n Haufen Kabel in der Hand hält und man sich teilweise arg schwer tut die auseinander zuhalten, so darf man meinetwegen ruhig von einer Sehschwäche sprechen denn es ist eine Schwäche, nicht bloß eine Variation. [QUOTE][i]Original geschrieben von lizium [/i] [B]interessant finde ich es den gedanken weiterzuspinnen. vielleicht verhält es sich mit gegenständen und menschen genauso? ich meine wer sagt dass ich dich so sehe wie du dich wenn du dich im spiegel betrachtest? [/B][/QUOTE] Warum sollte es schließlich nicht? Einen Menschen kann man, mal ganz großspurig gesagt, ja sowieso nicht sehen - Das Auge nimmt nur Licht wahr. Man sieht nicht den Holztisch, sondern man [i]sieht[/i] die Reaktion des Holz auf elektromagnetische Wellen - In Deutsch: Der Tisch wird beschienen, man sieht ih also. Ich wüsste nicht, weshalb es mit Menschen anders sein sollte, oder überhaupt etwas. Da Farbeindrücke sehr variieren können, und Farben nunmal über's Licht übertragen werden, kann man wohl davon ausgehen, dass jeder Mensch [b]alles[/b] auf unterschiedliche Art und Weise sieht. Ich denke nicht, dass es Unterschiede im großen Rahmen sind, kleine Nuancen vielleicht - Wenn ein Körper, z.B. ein Tisch, eben [i]"braunes Licht"[/i] abstrahlt, so wird wohl kein Mensch dort blau oder gar schwarz sehen. Aber ich denke die Annahme stimmt schon, dass man alles auf ganz persönliche Art und Weise wahrnimmt, denn wir sehen faktisch ja nur Licht bzw. wie die einzelnen Stoffe eben auf die elektromagnetische Strahlung/Wellen reagiert. Den einzelnen Menschen selber sehen wir genau genommen ja eben nicht, nur die Energie welche er abstrahlt. |
| Peacefulltomy | ...das wäre die physikalische seite. die alleine macht jedoch nur das sensorische erkennen aus. interessannt ist die frage des inneren erkennen. sehe ich, empfinde ich die umwelt wie mein gegenüber in dessen sinnen das gleiche ankommt wie in meinen... |
| Terranigma | [QUOTE][i]Original geschrieben von Peacefulltomy [/i] [B]...das wäre die physikalische seite. die alleine macht jedoch nur das sensorische erkennen aus. interessannt ist die frage des inneren erkennen. sehe ich, empfinde ich die umwelt wie mein gegenüber in dessen sinnen das gleiche ankommt wie in meinen... [/B][/QUOTE] Wenn du [i]Erkennen[/i] mit [i]Sehen[/i] gleichsetzt, ob mein Gegenüber eben genauso sieht wie du, so lässt sich das denke ich ausreichend auf der biologischen und physikalischen Ebene beschreiben. :) Wobei man das innere Erkennen, was ja die Aufgabe des Gehirns ist, wohl ebenso ganz unterschiedlich ausfällt so wie jeder Mensch einzigartig ist. Das Gehirn eines jeden Menschen verändert sich mit dessen Erfahrungen, sodass man denke ich ruhig davon ausgehen kann, dass jeder auch auf eigene ganz eigene Art sieht und erkennt. Musikalische Menschen, oder sogar welche mit einem absoluten Gehör, werden Töne, Klange und jegliches Geräusch wohl gänzlich anders verarbeiten als jene welche ihr Gehör eben nicht so intensiv nutzen. Bei einem Menschen mit absoluten Gehör geht ja nicht mehr rein als bei jedem anderen auch, nur ist das Gehirn ist wesentlich besser in der Lage die kleinen Feinheit zu erkennen. |