| GabrielleLian | Hallo, ich weiß nicht, ob es dieses Thema schon gibt oder nicht, aber ich möchte gerne von euch wissen: - Was ist Liebe? - Woran merkt man, wenn man jemanden liebt? - Wann liebt man? Also eigentlich alles rund ums Thema Liebe. Ich bitte aber darum, es ernst anzugehen. Dieses Thema ist sehr wichtig für mich, denn ich will einfach wissen, wie ein jeder dieses seltsame Wort für sich definiert. Nebenbei, wo ist der Unterschied, eurer Meinnung nach, zwischen den Aussagen "Ich bin verliebt/ verknallt?" und "Ich liebe ..." ? Ich hoffe, dass das hier das richtige Forum ist, denn ich will, das dieses Thema echt mal unter allen Gesichtpunkten kommentiert wird (Religion, Tradition, Erfahrungen und was es noch so alles gibt) Würde mich über antworten freuen Gabrielle |
| TheTurningPoint | Das lässt sich in wenigen Worten nicht sagen. Viele meiner Ansichten finden sich in dem Büchlein [URL=http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3453199294]"Die Kunst des Liebens" von Erich Fromm[/URL] wieder, das eigentlich zu allen von dir genannten Fragen Antworten anbietet. Es gibt aber auch hier in den Nachtwelten schon etliche Threads zum Thema "Liebe". Versuch's mal über den Link "Suchen" rechts oben. |
| magus666 | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] [B]Das lässt sich in wenigen Worten nicht sagen. Viele meiner Ansichten finden sich in dem Büchlein [URL=http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3453199294]"Die Kunst des Liebens" von Erich Fromm[/URL] wieder [/B][/QUOTE] buch lesen! ubedingt ... ist echt nicht schlecht ... und danach nicht vergessen: eigene meinung bilden (so wie auch sonst überall im leben ;) ) |
| GabrielleLian | Danke erstmal...hmm ich weiß Liebe ist son komisches Thema, und kommt bestimmt häufig vor. Was ich aber wissen will, wie jeder einzelne das von euch sieht, ich habe da schon meine eigene Meinung drüber. Und die steht! Es wäre halt nur gut zu wissen, wie andere das sehen, und ob ich damit alleine stehe...Naja aber gut, vielleicht ist es bei mangelnder Resonanz dann besser, diesen Thread zu schließen...wer weiß, ob noch was kommt... |
| LaChatte | He, der Thread ist ja noch gar nicht lange auf! Nicht aufgeben... In Umberto Eco's "Name der Rose" sagt William von Baskerville zu seinem Schüler Adson von Melk: "Wahre Liebe sucht immer das Wohl des geliebten Wesens." Das kann ich nur unterschreiben - und das Wohl des geliebten Wesens kann eben manchmal auch durchaus darin bestehen, dass man ihm seine Abwesenheit schenkt - etwas vom Schwersten überhaupt. |
| Wistaire | Hmm - was ist für mich Liebe? Das in Worten auszudrücken ist ganz schön schwer. Fang ich mal lieber mit Verknalltsein an. Das ist für mich einfach Schwärmerei - man findet jemanden toll aus irgendwelchen Gründen, daraus kann dann Verliebtheit entstehen - muß aber nicht und kann auch einfach wieder verschwinden. Verliebt sein, find ich herrlich, immer diese Schmetterlinge im Bauch und die ganzen Begleiterscheinungen. Der andere ist immer im Kopf dabei den ganzen Tag. Auch seh wichtig finde ich dann den ersten körperlichen Kontakt, da kann man oft merken, ob man wirklich verliebt ist - und ob es das richtige ist und passt. Bei richtiger Liebe gehört für mich viel dazu - Vertrauen, Geborgenheit, sich in der Nähe des anderen wohl fühlen, Treue, Leidenschaft, Zärtlichkeit, für den anderen da zu sein, ihn so akzeptieren, wie er ist - als ganz eigenen Menschen, Offenheit und Ehrlickeit, kleine Gesten, gemeinsame Interessen - aber auch eigene haben. Wenn ich liebe, dann mit ganzem Herzen, mit Haut und Haar. Routine und Selbstverständlichkeiten gehören für mich nicht dazu, ebensowenig wie Lügen und jemanden verändern wollen... Wahrscheinlich könnte ich da jetzt einen Roman schreiben - was möchtest Du noch wissen? |
| Montrose | Als mal eine ziemlich ernste Sache kaputt ging, habe ich wochenlang nachts im Traum immer diese Person gesucht. Ich bin da im Traum Landschaften, Städte, Dörfer, Häuser, Straßen durchwandert. Das war total schrecklich. Das bringt mich aber auf den Gedanken, daß Liebe (unter anderem) so etwas wie ein Suchverhalten ist. Man möchte unbedingt wissen, wo der andere ist, ob es ihm gut geht, ob er da ist. Soweit meine bescheidene Meinung zu diesem Thema. |
| Seelenblind | [QUOTE][i]Original geschrieben von TheTurningPoint [/i] [B]Das lässt sich in wenigen Worten nicht sagen. Viele meiner Ansichten finden sich in dem Büchlein [URL=http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3453199294]"Die Kunst des Liebens" von Erich Fromm[/URL] wieder, das eigentlich zu allen von dir genannten Fragen Antworten anbietet. Es gibt aber auch hier in den Nachtwelten schon etliche Threads zum Thema "Liebe". Versuch's mal über den Link "Suchen" rechts oben. [/B][/QUOTE] Das Buch halte ich für absoluten Humbug. Es verwissenschaftlicht die Liebe und reduziert sie pauschal auf ein "Geben und Nehmen". Ich habe dieses Buch nur unter schulischem Druck gelesen und mich durchgequält, ich finde es nahezu schändlich, was Fromm mit dem Begriff der Liebe anstellt. Für mich ist Liebe eine Art geistige Symbiose und das Verlangen, einander und miteinander alles zu Teilen, keine Geheimnisse zu haben, sich zu öffnen. Es ist für mich eine Art Metagefühl, dem vieles zugrunde liegt. In unserem Leben dreht sich alles nur im Glück und Pech, um Schönes und Unschönes. Darum geht es doch, das ist der Grund, weshalb wir so handeln, wie wir es tun... Egoistisch, aber auch menschlich. Strebhaft, aber auch rücksichtsvoll. Jeder versucht sein Glück zu finden und jeder hat unterschiedliche Vorlieben, unterschiedliche Arten, dieses Glück zu erreichen. Doch in einem Punkt sind wir uns alle einig: Die Liebe ist die schönste Erfahrung von allen. Das Superlativ der Gefühlsebene. Und eben deshalb, weil sich die ganze Welt nur um Schönes und Unschönes dreht, denke ich dass die Liebe auch der Sinn oder zumindest eines der Sinne unseres Lebens ist. Als einen solchen größten Sinn ist die Liebe für mich das höchste auf Erden. Doch eines, da nähere ich mich ausnahmsweise wohl einmal dem Christentum, denke ich, dass diese Liebe auch sonst zwischen Menschen vorhanden ist, die nichts näheres miteinander zu tun haben. Was die Liebe zudem wohl noch zur menschlich humansten Eigenschaft emporheben würde. Die Liebe ist für mich weniger ein "Geben und ein Nehmen" als vielmehr ein "Schenken und ein Bekommen". Zuneigung, Solidarität, Vertrauen, Zweisamkeit und Einfühlsamkeit als Waren zu behandeln, wie Fromm es pflegt, halte ich für inhuman. Es gibt nunmal grenzen, wo Prinzipien und Tatsachen enden, meiner Meinung nach beginnt dieser Bereich in unserem Kopf und endet auch eben dort. Über alles andere lässt sich streiten. |
| Urizen | [color=green][quote]"Liebe ist nur die Angst vor der Einsamkeit in den Herzen der Menschen"[/quote][size=1,5]von unbekannt[/size] Dieses Zitat fällt mir immer ein, wenn dieses Thema angesprochen wird. Ich glaube nicht an sowas wie "Liebe". Im Endeffekt läufts eh aufs Bett hinaus. Das ganze drumherum (Zweisamkeit, Vertrauen usw.) halt ich für Geplänkel; Je nach Art der Beziehung (Dauer-Beziehung oder nur Bettgeschichte) jedoch notwendig/nicht notwendig. Ja..klingt nicht gerade romantisch, aber was soll ich mich verstellen. Vielleicht lieg ich in dieser Ansicht falsch - Mag sein...oder auch nicht [/color] |
| Montrose | [QUOTE]Ich glaube nicht an sowas wie "Liebe". Im Endeffekt läufts eh aufs Bett hinaus.[/QUOTE] Wenn Deine Theorie richtig wäre, würden Leute, sobald sie ausgepimpert haben und somit befriedigt sind, sich sofort trennen oder gleich in die nächste "Runde" starten. Nun, das erste ist offensichtlich nicht der Fall, weil es längerfristige Beziehungen gibt, die selbst dann noch funktionieren, wenn die Sache nicht mehr ganz so heiß" ist. Und das mit der nächsten Runde ist auch nicht plausibel, denn man kann nicht 24 Stunden am Tage im Bett rummachen. edit:umgekehrt kann man jemanden total erregend finden, ohne die Person zu lieben. Dies zeigt doch, daß die Gleichung Liebe = Sex falsch ist. |
| Lilas | Ich finde, Liebe ist das schönste und doch traurigste Spiel der Menschen. Denn manchmal denke ich, wir lieben nur, um in anderen das zu finden, was wir in uns selbst vergeblich suchen. |
| Leon4 | Zur Frage 'Verknallt=Verliebt' sag ich nur: NEIN. Verknallt ist für mich einfach nur dass,wenn man (in meinem Fall)ein Mädchen mehr mag als die anderen.Wenn man gerne mit ihr zusammen ist ,etc. Verliebt sein bedeutet für mich, sich dieser Person zu öffnen,mit ihr zu fühlen,und glücklich zu sein wenn man bei ihr sein kann. |
| Scheol | Hmm...ich will auch mutig sein und versuchen Liebe zu definieren obwohl wir alle wissen das es nicht geht weil sie jeder anders lebt/erlebt. Und doch sind wir von ihr verzaubert und suchen sie wie ein Heroinsüchtiger der sein Dealer braucht. Hier wurde erwähnt das Liebe einfach nicht existiert und das sie nur die Angst vor der Einsamkeit ist. Viele halten hier das Bild der romantischen Liebe aufrecht, aber so falsch ist das nicht. Es liegt im Trieb des Menschen sich fortzupflanzen. Selbst wenn beide Sex hatten ist die Gier nicht befriedigt solange nicht ein Kind dabei rauskam. Und dann setzt der Erziehungs/Aufziehungs Trieb ein. Wenn das Kind ein eigenständiger Mensch geworden ist vermissen sehr viele Verheiratete Paare etwas. Nun, viele Ehen scheitern dadurch. Nur ganz wenige schaffen es diese Romantik die wir uns alle wünschen aufrecht zu erhalten. Nur dürfen wir Liebe nur so betrachten? Nein! Sie würde ihre Magie verlieren, die Lust zu lieben würde in uns sterben und wir wären sehr arme Menschen. Man muß alle Seiten an ihr sehen, eher erleben. Für mich heißt Liebe soviel wie: Ständig das Wohl des anderen, Besorgtheit, absolute Treue (wo fängt sie an/wo hört sie auf?), Sex (dabei spielt es keine Rolle wann, nur eine Liebe vollkommen ohne ist keine, wo ist da noch das verlangen den anderen zu spüren), das verschenken des Herzes. Letzteres ist mir sehr wichtig, meine Freundin hat es bekommen. Und es läuft immer darauf hinaus...Schmerz. Liebe tut hauptsächlich weh, bringt uns Paranoia, man will den Partner nicht verlieren. Ich bin krankhaft Eifersüchtig gerade weil ich sie liebe. Meine Angst sie nicht mehr "haben" zu können ist unermeßlich. Aber es beruht auf Gegenseitigkeit. Somit ist Treue gegeben, nur kann man auch wenn man es weiß die Eifersucht nicht abstellen. Hier wurde erwähnt das "jemanden verändern zu wollen" nicht dazugehört. Zu- und Widerspruch. Auf der einen Seite: Wenn ich jemanden vorgebe zu lieben aber ihn umkrempeln will ist die Liebe oberflächlich und nicht real. Ich liebe doch den Menschen, also würde ich mit einer kompletten Veränderung das zerstören was ich vorgebe zu lieben. Auf der anderen: Es gibt ausnahmen. Der Versuch einen Menschen zu verändern kann auch aus Liebe passieren solange es sich um einzelne Dinge handelt. Z.B. Meine Freundin ist in einer staatlich anerkannten Gemeinde. Trotzdem ist es eine Freikirche, also für mich Sekte. Ich hatte knapp ein halbes Jahr Zeit mehr darüber zu erfahren (Baptismus) und ich bin auf Rassenhaß gestoßen. Auch das sie glauben das Frauen dreck sind weil schließlich die Frau dem Apfel nicht widerstehen konnte. Meine Freundin plagen Depressionen, sie fängt einfach ohne Grund in einer nicht traurigen Situation an zu weinen. Sowas macht einen fertig. Deswegen versuche ich sie zu heilen wo es nur geht. Das heißt auch ihr die Augen zu öffenen, was aber nicht damit zusammenhängt das ich ihr das Christentum ausreden will. Sondern einzig und alleine ihre Gemeinde die sie ohne zu Lügen fast mehr liebt als mich. Und diese Gemeinde zerstört sie mit allen Mitteln. Um sie daraus zubekommen muß ich ein paar Sachen an ihr verändern. 1. Den Mut zu Zweifeln. 2. Das bilden einer eigenen Meinung (es geht schließlich um ihre Seele) 3. Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl 4. Das sie auch nicht gläubigen Menschen (also mir) zuhören und vertrauen kann. Und das nicht jeder Nicht-Baptist Dreck ist und in die Hölle kommt. Nun, woran erkenne ich jetzt das ich sie Liebe? Es ist die Sucht. Ich habe schon einige Beziehungen hinter mir nur die waren mehr auf Sex oder Kumpel und Knutschen Basis. Hier ist es anders. Wenn sie mir weh tut weiß ich dass das Wort "Herzschmerz" nicht nur ein Gedanke sondern eine reale Reaktion ist die physikalisch schmerzt. Wenn ich das Gefühl habe sie zu verlieren quäle ich mich richtig heftig. Aber auch das Gefühl an einem Ort ohne Raum und Zeit zu sein. Als wäre es der Himmel. Man ist zufrieden, man braucht nichts (außer Zigaretten ;) ), das Hirn schaltet ab und der Blick versinkt in den Anblick des Partners. Man kann fast durch ihn durch sehen. Wenn man sich umarmt kann man nicht fest genug drücken, am liebsten möchte man sich in die Person reinlegen. Es heilt tiefe Wunden und fügt neue dazu. Es ist der schönste und böseste Trieb/Wunsch des Menschen. Es ist ganuso schlecht wie gut, also neutral. Doch wie Luft, ohne sie könnten wir nicht leben, würden nicht wissen das wir leben. Ich habe mal gehört (wo weiß ich nicht mehr), das die Liebe die Essenz aller Gefühle ist. Das ist vollkommen richtig. Erst wenn man liebt kann man hassen. Von ihr geht alles aus, durch sie entsehen erst andere Gefühle. Bevor man hasst muß man etwas geliebt haben und wenn wir geboren werden erfahren wir als erstes Liebe, die der Mutter. Das ist das aller erste was wir spüren, jedenfalls glaube ich das. Außer das es verdammt kalt im OP sein muß aber daran kann ich mich zum Glück nicht erinnern *g* Nun, eigentlich habe ich viel gesagt und dennoch nichts. Es bleibt wie es ist: Liebe ist unbeschreibar! bb Scheol |
| GabrielleLian | Huch, ist ja doch noch ganz viel zusammen gekommen....Schön...und auch so viele unterschiedliche Sichtweise, das find ich klasse! Also für mich ist Liebe irgendwie alles: Man ist abhängig, dennoch frei, willenlos, kann aber dennoch sich und den anderen lenken. Ein ständiger Wechsel von Geben und Nehmen. Ein Wechselbad der Gefühle. Dominiered ist aber das Gefühle und das Wissen, das es jemanden gibt, der einem Halt gibt auch wenn er nicht da ist, ein Gefühl von "Ich werde gebraucht!" und halt blindes Vertrauen, man fühlt sich vollkommen, nimmt gerne Leid in Kauf, damit es beiden gut geht, ist bereit vieles Aufzugeben...Zwei Menschen in perfekter Harmonie, wobei Streitereinen dazu gehören, ohne die geht es nicht, aber auch sie machen es perfekt - Menschlich!!!! Die Symbiose aus zwei Individuen und wenn alles gut läuft, dann entsteht daraus etwas neues, ein Kind.... Liebe ist ein Band, das von zei entgegengesetzten Seiten angefangen wird zu knüpfen und naja am Ende fügt es sich zu einem ganzen zusammen... Und verliebt sein, das ist meiner Meinung nach eine Vorstufe, bei einer Trennung schmerzhaft, aber Zeit heilt da viele Wunden... Schwärmereien lösen sich permanenet ab, und danach auch schmerzahaft, aber meist fürs Ego, wenn man denjeigen/diejenige nicht erobern kann... soweit dazu...vielleicht habe ich etwas vergessen, wenn ja dann schreibe ich es später noch hinzu...... |
| Malvina | Verliebt sein ist ein Gefühl des Glücks, welches aber nur bis zu einem bestimmten Punkt der Seele reicht. Wenn dieses Gefühl wachsen kann ist es möglich, dass daraus im Laufe von einigen Monaten Liebe werden kann. Liebe ist für mich alles! Sie ist Halt, Sehensucht, Geborgenheit, Lachen, Reden, Schmerz, ... Ich bin nicht der Meinung, dass ich für Liebe alles tun würde. Weder im Sinne von "Ich tu alles um geliebt zu werden." Weil dann wird jemand anders geliebt aber nicht die Person die man eigentlich ist. Und auch im Sinne von "Ich tu alles für meine Liebe, also für die Person." Ich würde NIE einen Maineid leisten oder andere Dinge, die strafbar sind. Ich würde mich auch nie selber aufgeben nur um der Liebe gerecht zu werden. Ich bin immer für meine Liebe da! Ich gebe ihr Halt so wie sie mir. Ich gebe Geborgenheit wie sie mir,... Liebe besteht aus einem ständigen Geben und Nehmen. Liebe bringt mich dazu aus mir das Beste zu machen und herauszuholen. Es ist die Sonne in meinem Leben die jeden Tag aufs neue aufgeht, auch wenn es mal schwer ist. Liebe erkennt man meist erst, wenn es schwierig wird. Die ersten Probleme auftauchen,... Aber sie gemeinsam zu meistern, sachlich disskutieren und sich dabei nicht gegenseitig bis aufs äußerste zu verletzten, das ist für mich Liebe. Sie besteht aus Respekt voreinander. Aus Hingabe auf beiden Seiten. Es gibt ein Gedicht dazu, das genau das ausdrückt, was mir schwer fällt in Worte zu fassen: Jemand hat mir zugelächelt mir Mut gemacht Zeit für mich gehabt mir liebevoll auf die Schulter geklopft sich von mir führen lassen mir Vertrauen geschenkt mir die Hand gereicht mir Blumen gegeben mir die Sterne gezeigt mir übers Haar gestrichen mich an sein Herz gedrückt mich ernst genommen... Das drückt gut aus, wie es ist, wenn man geliebt wird. Und wenn man selber liebt gibt man genau jenes auch zurück. Und genau so fühl ich für meinen Sonnenschein. Aber ich habe in diesem Jahr festgestellt, dass es auch Liebe in einer Freundschaft geben kann. Auf eine sehr gute Freundin von mir trifft genau dieses Gedicht auch zu. Und es ist wirklich so, dass es nicht möglich ist nur eine Person zu lieben, wenn einem alle anderen egal sind. "Liebe ist nicht in erster Linie eine Bindung an eine bestimmte Person, sie ist eine Haltung, eine Erwartungsorientierung. Wenn jemand nur eine einzige andere Person liebt, und ihm alle übrigen Menschen gleichgültig sind, dann handelt es sich bei seiner Liebe nicht um Liebe, sondern um einen erweiterten Egoismus." Dark Wishes Malvina |
| Wistaire | @ Malvina Das hast Du wirklich schön ausgedrückt *dirzustimm* @ Gabrielle Lian Vieles aufgeben - nein, das würd ich nicht tun, denn ich bin ich, ich würde ihn schließlich auch so nehmen, wie er ist - man kann ja auch Kompromisse schließen ohne was aufzugeben @ Scheol [QUOTE]Liebe tut hauptsächlich weh[/QUOTE] Das kann ich nicht so ganz nachvollziehen, Liebe soll doch gut tun, sicher gehört auch mal unsicherheit oder schmerz dazu - aber doch wohl hauptsächlich Schönes? Was gut tut? |
| Liby | Moinsen... Irgendwie ist's verrückt, dass es hier in Potsdam kaum jemanden gibt, den ich kenne, der so denkt wie ich. Und hier... Wah, drücken so viele das aus, was ich denke... Das nur so am Rande... Verliebt/verknallt sein ist für mich eher so eine Schwärmerei... Wie ein Vorgänger schon erwähnte: Etwas, das nur bis zu einem bestimmten Punkt geht, nicht wirklich innig ist. Liebe... Ein damaliger Freund fragte mich, ob es Liebe überhaupt gäbe... Auch eine wunderbare Frage... Ich bin wohl fast noch zu jung, um dazu wirklich etwas sagen zu können. Vor allem nach der Enttäuschung der ersten "großen" Liebe vor nicht all zu langer Zeit. Ich stell mir oft selber die Frage, ob ich einen Menschen nun wirlich liebe oder nicht... Und hey, ich kann's nie beantworten. Woher kommt dieses Gefühl der Liebe eigentlich? Dieses innige, endlose Gefühl. Leiden und Liebe - kann man das nicht wunderbar "vereinen"? Liebe kann so wunderbar sein, ein inniges Gefühl (s.o.), oft unbeschreibbar - aber ist doch immer verbundne mit Leiden auf veschiedene Weisen... Entfernung bei Fernbeziehungen als Bsp. Ich dneke zudem, dass es... Nun ya, mir geht es so, dass ich oft Geffühle verspüre, die ich gar nicht ausdrücken kann und auch nicht will, weil sie durch Worte ihren Wert bzw. die Bedeutung verlieren könnten. Kann man meiner Meinung nach sehr gut auf die Liebe beziehen... |
| Le Dalois | Liebe ist für mich das Gefühl, das man jemandem entgegenbringt, der die eigenen tiefsten Bedürfnisse erfüllt. Das können sein: Zweisamkeit, Bestätigung, das Bedürfnis, anderen helfen zu können, etc. Nicht sehr romantisch, ich weiß... Außerdem sind Liebe und Leid nur die Kehrseiten einer Medaille. |
| Malvina | @ Wistaire Danke! Auch wenn die Gedichte nicht meinem Geist entsprungen sind. @ Liby Du deiner Frage woher die Liebe kommt fällt mir noch ein schönes Gedicht ein: Mein Herz, ich will dich fragen: Was ist denn Liebe, sag? „Zwei Seelen und ein Gedanke, zwei Herzen und ein Schlag!“ Und sprich, woher kommt Liebe? „Sie kommt und sie ist da!“ Und sprich, wie schwindet die Liebe? „Die war´s nicht, der´s geschah!“ Und was ist reine Liebe? „Die ihrer selbst vergisst!“ Und wann ist Lieb am tiefsten? „Wenn sie am stillsten ist!“ Und wann ist Lieb am reichsten? „Das ist sie, wenn sie gibt!“ Und sprich, wie redet Liebe? „Sie redet nicht, sie liebt!“ Friedrich Halm Ich denke, dass beantwortet wohl am Besten deine Frage. @ Le Dalois Klar ist Liebe nur eine Seite, aber was wäre es für eine Medaille, die nur eine Seite hat. Allerdings ist die zweite Seite der Liebe der Hass. Ich denke nicht, dass eines ohne das andere sein kann. Hass und Liebe sind zwei der stärksten Gefühle die wir kennen. Nur wenn man jemanden geliebt hat, kann man ihn später hassen. Sonst wäre er egal. Und wenn eskeinen Hass geben würde, würde uns die Liebe warscheinlich nicht mal auffallen. Ich denke die Kehrseite zum Leid wäre wohl das Glück, und da ist es ebenso, wie sollte man das eine ohne das andere erkennen? Dark Wishes Malvina |
| GabrielleLian | Vieles aufgeben war so gemeint, als das man bereit ist viel zu tun....wie schon gesagt, [QUOTE]Die Symbiose aus zwei Individuen [/QUOTE] ...jeder bleibt er selbst...ich würde mich nie für eine Person verändern, würde aber viel dafür tun, dass es ihm gut geht! Und ich nehme den Menschen ja so an wie er ist, verbiegen will ich ihn nicht! Dann könnte ich mir ja gleich eine andere Person suchen!!! Ich denke auch, dass es deshalb so schwierig ist, mit einem Menschen glücklich zu werden, denn es prallen ja auch unterschiedliche Charaktere zusammen! Aber gerade das macht es auch so schön, ein langer Weg halt, um zueinander zu finden...Aber dennoch schön und erstrebenswert.... Naja schon schwierig, das ganze zu beschreiben... |
| Die_Hoffnung | Ich weiß nicht, ob Spinnen lieben können. Aber ich habe von ängstlichen Spinnen gehört. Ab und zu kommt es vor, dass sich diese Spinnen erschrecken, wenn sich ihr umklammertes gefangenes Geschöpf wert, dann haben sie Angst, Dieses zu verletzen, während sie ihm ein Kleid weben! PS: Der Name Hoffnung hat etwas mit meiner Weltanschaung zu tun! Hoffnung und Träume geben dem Leben die Energie das Leben zu erhalten, somit dürfen Träume und Hoffnung niemals sterben, denn mit Ihnen würde auch das Leben sterben. Eine meiner Hoffnungen ist, dass es die Liebe wirklich gibt! |
| Hastur | verliebt sein: ein feuer das dich verbrennt,stockender athem,der kloss im hals wenn du sie(ihn) siehst,das glücksgefühl wenn sie dich anlächelt ... verliebt sein ist ein rausch , wird es erwiedert schweben engel mit harfen um dich herum und die berühmten rosa wolken benebeln deine sicht. (und irgendwann:die wolken verziehen sich, die engel packen die harfen ein und gehen einen saufen ...) liebe: liebe ist wie ein licht das mir den weg zeigt. für mich heisst es, dass ich jemanden gefunden habe dem ich vertraue,der mir halt gibt, ohne die person die ich liebe bin ich nicht komplett und zusammen sind wir viel mehr als nur 2 menschen. Liebe heisst für mich ruhe,geborgenheit. Sicher, das kribbeln,die freude,das glücksgefühl bei jeder geste des anderen ist immer noch da aber es verzehrt nicht, es wärmt. verliebt bin ich um der guten und schönen dinge an meinem gegenüber, lieben tue ich auch um der fehler willen(und jeder hat die). ändern um der liebe willen ... manchmal, lieben heisst für mich auch, dass ich die bedürfnisse des geliebten menschens respektiere und versuche ihm entgegenzukommen, aber nicht selbstaufgabe. ... ok, alles ein wenig verworren. ich wünsche mir manchmal, dass man für einen kurzen moment einen anderen menschen seine eigenen gefühle und gedanken geben kann .. dann könnte ich euch zeigen was liebe für mich ist :-). @liby ... bei uns gibts menschen die denken? *fg* liebe gibt es, aber liebe muss nicht ewig sein und sie ist niemals selbstverständlich |
| Liby | @Hastur: lol ^^ Entschuldige diese unkeusche Behauptung *gg* ...und dieses Gedicht ist wunderschön... Vielen lieben Dank für diese Bereicherung, Malvina =) |
| Malvina | @ Liby Nichts zu danken. Ist ja auch leider nicht von mir. Also musste ich mir ja auch nicht den Kopf zerbrechen ;-)) Ich stell langsam fest, dass viele hier eine ähnliche Meinung zum Thema Liebe haben und diese doch völlig unterschiedlich sind. Oft bedeuten die Worte die man wählt mehr, als einem bewusst ist. @ Hastur *zustimmendnick* Gut gesprochen!!!! Vor allem, was das Entgegenkommen betrifft. Zwei Menschen, zwei Meinungen und doch zwei Teile der gleichen Seele. Das ist noch etwas, was mir zu dem Thema einfällt. Dark Wishes Malvina |
| Schattenwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von GabrielleLian [/i] [B]- Was ist Liebe? - Woran merkt man, wenn man jemanden liebt? - Wann liebt man? [/B][/QUOTE] Für mich bedeutet wahre Liebe, dass man sich mit einem Menschen zu jedem Zeitpunkt der Beziehung eine Zukunft vorstellen [I]kann[/I] ... dass man diesen Menschen nie wieder gehen lassen möchte, sich vollkommen verbunden fühlt. Dass nur der Andere genügt, damit man sich rundum wohl fühlt... Man hat das Gefühl, da ist jemand, der dich vervollständigt, der dir all das gibt, was dir bisher fehlte. Du würdest mit diesem Menschen ganz allein bis ans Ende der Welt oder auf eine einsame Insel gehen, und dennoch wärst du glücklich. Verliebt ist man in den ersten Wochen/ Monaten- das ist die Zeit der Herzklopfens und des Nervösseins... man ist ganz aufgeregt den Anderen zu sehen und bemüht sich sich auch ja von der allerbesten Seite zu prsäsentieren. Tja, dieses Verliebtsein schwindet dann irgendwann und wird von der Liebe ersetzt. An diesem Punkt zerschellen viele Beziehungen, weil das "Kribbeln" plötzlich fehlt. Leider wird Verliebtheit allzu oft mit Liebe verwechselt. Wie viele Pärchen haben schon nach 3 Monaten geheiratet, nur um nach einem Jahr zu merken, dass das Kribbeln plötzlich fort war und die Beziehung so keinen Sinn mehr machte? Doch da ist dann die Liebe. Eine wunderschöne, tiefe Verbundenheit, man kann sich total fallenlassen... Das ist meine Ansicht dazu in Kurzform... |
| Wistaire | @Schattenwesen Da kann ich Dir aber nicht ganz zustimmen, das die Verliebtheit schwindet, denn man kann lieben und die Verliebtheit trotzdem behalten - allerdings ist das wohl eher selten, wenn das passiert - aber wunderschön... |
| black_dämon | Liebe ist, wenn man nich mehr ohne den/die Menschen sein kann, wenn ophne ihn/sie alles sinnlos erscheint. Der unterschied zwischen lieben und verliebt sein ist, dass man am anfang in einen Menschen verliebt ist. Da sieht man nur die positiven Seiten an ihm. Doch nach einiger Zeit lässt das nach und man merkt, dass sdieser Mensch auch Schwächen hat. wenn man jemanden wirklich liebt, akzeptiert man ihn mit all seinen Schwächen. Oder man merkt, dass einen diese Schwächen zu sehr nerven; dann war es wohl doch nicht der/die Richtige. |
| VampireMiyu | Liebe? Verliebtsein? Verknalltsein? Verknalltsein würde ich mit Schwärmerei glaich setzten... wenn zb ein Popstar unerreichbar ist, man Tagträume erlebt aber weis ihn niemals erreichen zu können, man weis, dass alles nie real sein wird... Verliebtsein... dass ist schwerer zu bschreiben... aber aus meiner sicht ist es das gefühl, wenn einer einem nicht mehr aus dem kopf geht, man nicht mehr ohne ihn sein will, und alles sinnlos erscheint, diese erste Ekstase, die jeden in seinen bann zieht und das leben einfach nur herrlich schön macht. aber die wahre liebe ist ein gefühl darüber hinaus. die innere verbundenheit, die absolute sicherheit dass immer jemand da is, der einen auffängt wenn man fällt. jemand mit dem den rest seines leben verbingen will. jemand dessen schwächen man anerkennt, den man von ganzen herzen liebt, auch wenne s schweirigkeiten gibt... liebe ist soviel mehr als man in worte fassen kann... soviel mehr als man jemanls sagen könnte... liebe ist jemanden ohne worte zu verstehen. ihm jeden wunsch von den augen ablesen zu können und das ohne ihn anzusehen... A leave in the wind.... Miyu |
| Konkalit_4 | Liebe ist eine Lüge, Lüge existiert nicht oder nur in den wenigsten Fällen. Die meisten Menschen schieben die Liebe vor um sich nicht eingestehen zu müssen das alle zwischenmenschlichen Beziehungen reines Geschäft sind. Ein Beispiel: Mit 16 war ich mit einem Mädchen zusammen, verlobt, meine erste Beziehung damals, ich war noch nie jemand der so lebensfroh und optimistisch ist, aber damals begann ich aufzublühen. Bis ich dann eines tages erfahren oder besser gesagt live mitbekommen habe, wie sie mich betrogen hat, ich hab gehört wie sie über mich redeten:" Ach der Idiot merkt doch sowieso nichts...wieso bist du mit dem Versager überhaubt noch zusammen...blabla" Von da an wurden mir 2 Dinge klar, erstens das dies niemals Liebe war, und zweitens das es so in diesem Maße auch keine Liebe gibt, da ich diese Dinge immer wieder bei Freunden und Bekannten erlebe. Ich habe damals einen schrecklichen Fehler begangen meine wut und meinen Hass auszulassen und dafür auch meine Strafe bekommen. Seitdem, ist gut 4 Jahre her, habe niemals wieder jemanden an mich herangelassen, meinen Hass auf die Menschheit komplettisiert und bekomme auch immer wieder genügend Argumente, die diesen Hass berechtigen. Sobald sich etwas anbahnt, ein Mädchen sich mir nähert, was bislang 2x vorgekommen ist, die vorher nur befreundet war, breche ich jeglichen Kontakt ab, ich will dieses Risiko niemals wieder eingehen, lieber sterbe ich einsam und allein als noch mal mein Herz rausgerissen und vor die Füße geworfen zu bekommen. Soviel, meine Meinung dazu, danke fürs eventuelle Lesen... |
| Tapio Bearking | Liebe... ist der Dolch, der dir in die Brust gestossen wird, wenn du es am wenigsten erwartest. Du kannst kaum noch atmen, das Herz schmerzt. Liebe... ist das reißende Seil beim Bungiejumping. Der größte Kick, aber mit einem tödlichen Ende. Liebe... ist etwas, was ich nicht vermissen würde, wenn mir es nicht aller Furz lang vorgekaut wird. Nein, Liebe erzeugt nur unnötige Schmerzen. Ich gehöre zu den Menschen, die lieber allein bleiben. Das ist einfacher... Liebe sorgt nur für unnötige Komplikationen. |
| kien | Ich kenne jemanden, der sagt, dass er Liebe einfach nicht untergliedern will. Er will es nicht zerlegen. Ich finde es persönlich schon sehr wichtig diese Liebe einzuteilen. Wenn dich nämlich jemand nachher fragt "Liebst du mich" und derjenige antwortet "keine Ahnung" ist das schlecht für die fragende Person, denn sonst kommt sie in ihrem Leben vielleicht nicht weiter, kann sich auf nichts einstellen und hofft einfach nur das ganze Leben lang. Geschwisterliebe, Elternliebe, Schwärmerei...so viele Arten der Liebe kann man zu den Menschen aufbauen und man kann sie zu 100% erklären, wenn man es will. Es gibt einen Menschen, den ich kenne, der sich die Liebe zu seiner Freundin (die er seit der Jugendzeit kennt) nicht eingestehen will, weil er denkt "das darf ich nicht, sie ist meine Freundin". Es wäre schlimm für ihn, wenn er die Gefühle zugeben würde. Außerdem denkt er "warum soll ich es zugeben, wenn sich an der Situation sowieso nix ändern würde, weil sie mich nie lieben wird..." Schwärmerei ist bei mir, wenn ich Leute wegen ihres Charakters, ihres Aussehens oder irgendwelchen Dingen, die Standard sind. Die Person muss also nix besonders sein. Ich kann den bestimmten Grund aufzählen und auch schlechte Dinge über diese Person sagen, was mir an ihr nicht gefällt usw. Liebe, wie sie andere fühlen, ist bei diesen Mensch wie folgt: Sie verlieben sich, sehen zu 99% die schlechten Dinge beim Menschen als gut an (Lügen, schlechter Charakter usw.). Sie sind also Blind vor Liebe. Sie mögen die Leute, egal wie sie sind, oder werden. Sie lieben sie immer. Viele Menschen können genau aufzählen, weswegen Sie den Menschen mögen. Bei mir ist es ganz anders: Ich liebe kaum Menschen. Ich suche sehr nach bestimmten Leuten. Das wichtigste ist bei mir die SEELE! Sonst nix. Egal was sie tun (außer sie Leben nicht nach den 10 Geboten, bzw machen vorsätzlich diese Fehler), egal was sie sagen, was sie sind, egal welches Alter, egal ob krank oder sonst was. Ich werde diese Menschen lieben. Ich kann niemals sagen "Ich mag dich wegen dem und dem" sondern nur "Ich liebe deine SEELE." Aber leider haben so wenige Menschen eine gute reine Seele. Kinder haben diese auch schon oft nicht mehr. Schade. |
| HeaveninHell | ich denke so etwas wie "die" liebe gibt es nicht mehr dazu wurde sie zu oft benutzt um uns zu schaden, es fällt uns immer schwerer an die liebe zu glauben , den 3 kleinen worten "ich liebe dich" beachtung und respekt zu schenken... je weiter wir uns entwickeln , desdo mehr verliert die liebe ihren wahren wirklichen sinn... vergleichen wir nur einmal die altertümliche mit der modernen liebe... |
| Waldemar | Nur wer wirklich weiß was leiden ist. Wer erkennt, dass alles auf dieser Welt auf Leid gebettet ist und alles seinen Preis hat. - Ich unterstelle sogar eine emotionale Intelligenz, nämlich mit seinen eigenen Gefühlen umzugehen und darauß Zusammanhänge zu erkennen .. Nur wer den Schmerz nicht fürchtet, läßt auch die Liebe in sein Herz. Die Liebe gibt erst meinem Leben einen Sinn.. und schön, dass ich lieben darf.. auch wenn sie nochso schmerzhaft sein kann! Die Schönheit der Dinge, lebt in der Seele dessen, der sie betrachtet.. und somit auch die Liebe :) |
| Bina | Wann ist man glücklicher? Wenn man geliebt wird oder wenn man liebt? Die Liebe macht glücklich, wenn man liebt! Das Gefühl zu haben, jemanden zu kennen, dem man sich öffnen möchte, dem man "Gutes" tun kann, dem man vertrauen kann. Eine weiter schöne Sache, wenn es dazu gegenseitige Gefühle sind, aber ich denke, dass das nicht primär ist. Jeder Teenager möchte doch auch verliebt sein.. Die Liebe in sich zu finden ist das wahrlich die schönste Erfahrung. Wie auch schon oft gesagt, bringt die Liebe Schmerz mit sich. Liebe zeichnet sich durch Sehnsucht aus... Dieses Verlangen, nicht immer erreichbar, kann einen auffressen, aber macht einen doch so glücklich dabei. Liebe ist das einzige Gefühl, dass durch Sehnsucht solch eine Vielfältigkeit an Emtionen in den Menschen hervorrufen kann. |
| Sadujan | Ich hab über Liebesbeziehungen vor Kurzem einen Text geschrieben... ist ein bisschen zu viel zum Reinkopieren, deshalb nur den Link: [url]http://front.fr.ohost.de/include.php?path=content/content.php&contentid=2&catid=1&themeid=0[/url] |
| Asgards_Rune | ich habe lange nach der Antwort auf diese Frage gesucht.......und hab das gefunden: Liebe? ??Ist Liebe nicht jenes Gefühl, das einem den Schweiß auf die Stirn treibt, obwohl man bei minus zehn Grad durch den Eisregen spaziert? Ist Liebe nicht die höchste Form der Folter, wenn man sie nicht erlebt? ??Liebe? ??Nennt man es nicht Liebe, wenn zwei Menschen glauben, dass sie nur ein Mensch sind? Entsteht Liebe nicht, weil sie die einzige Alternative zum Suizid ist? ??Liebe???Gehört Liebe nicht zu jenen Empfindungen, die Steine zum Kochen bringt und selbst als kleine Träne ganze Meere überlaufen lässt???Liebe???Gibt es sie überhaupt? Oder ist Liebe der Betrug, der diese Welt atmen lässt? ??Liebe...??...ist Zweifel, Gewissheit und Unvernunft in Einem. Sie ist vernünftig, ungewiss, wechselhaft und ewig. Sie ist da, wenn man sie sieht. Sie ist unsichtbar, wenn man nicht an sie glaubt. Sie ist manchmal schwarz und manchmal weiß. Sie ist tot und doch nicht tot.??Liebe???Ist das andere Wort für ‚Leben’! ???Schatz,.....Ich liebe Dich |
| FavoleAngel | Für mich ist Liebe ein Gefühl, das immer stärker ist als der Verstand. Erst dann kann man von Liebe sprechen. Wenn man für eine Person ALLES (wirklich ALLES) tun würde, und sie wenn nötig so weitgehend beschützen würde, dass man sein eigenes Leben dafür geben würde. Ja, so stark ist wahre Liebe. Wegen der Frage nach dem Unterschied: "Ich liebe - " meine Mutter/ meine Schwester/ meine beste Freundin/ einfach Menschen, bei denen ich meine innere Ruhe finden kann, bei denen ich mich nicht verstellen muss.... "Ich bin verliebt - " in meinen Partner/ in eine Person, die mich allein durch ihre Anwesenheit nervös macht, die in der Lage ist, mich bis an den Rande des Wahnsinns zu treiben, mit ihren Berührungen, mit ihren Worten.... LG, Favole -.^ |
| Arimahn | Pragmatisch gesehen ist Liebe nichts anderes als der Sieg der Gene über den Verstand. Man verliebt sich weil ein archaischer Teil des Gehirns das Signal gibt dass diese oder jene Person ein guter Partner wäre. Das ist letztlich eigentlich nichts Gutes. Fiktional gesehen unterscheide ich zwischen der "gewöhnlichen" und der "poetischen" Liebe. Die poetische ist die Form die von der Kunst zum höchsten der Gefühle stilisiert wurde - Zu recht! Nur sind nach meiner (bewusst elitär-arroganten) Meinung nicht viele Menschen überhaupt zu solchen Gefühlshöhen (Und -tiefen) fähig. Da kommt die gewöhnliche Liebe ins Spiel. Instinktive (hauptsächlich sexuelle, gestehen wir es uns doch ein.) Anziehung, Schmetterlinge im Bauch, solche Sachen. Solche Liebe geht schneller als man meint kaputt und, schlimmer noch, verwandelt sich in Hass, was letztendlich auch nur ein eingebautes Mittel zur Verarbeitung des Verlustes ist. Hohe Liebe endet nicht einfach irgendwann. Sie verändert sich höchstens, bleibt aber nichtsdestotrotz eine tiefe Zuneigung zum anderen. In ihrer stärksten Phase führt sie zur völligen Aufopferungsbereitschaft für den anderen, zu einem "Ich würde für dich sterben". Und ich rede nicht von dahingesagten Schleimereien. |
| Gabriel Bell | Hm die pragmatische Sicht ist sicherlich als solche zutreffend, allerdings finde ich gerade beim Thema Liebe gibt es keinen Grund, sie pragmatisch anzugehen. Liebe kann nicht funktionieren, wenn man sie zerlegt...sie kann nicht funktionieren, wenn man sie analysiert. Wenn man sich seinen Lebenspartner aus einem anderen Grund, als aus "wahrer Liebe" (wie in Arimahns letztem Abschnitt) aussucht, dann wird sie irgendwann nicht mehr da sein. Alle Gründe, wie die Wahl des Partners als geeigneten Familienvater oder bestmögliche Zukunftsplanbarkeit mit einer bestimmten Person verurteilen die Chance auf eine wahre Liebe zu einer minimalen. Wie findet man wahre Liebe? Einerseits darf man sich nicht an den einfachen Signalen des Körpers festmachen - darf Partner nicht nur triebgesteuert auswählen...andererseits darf man keine Vernunftsfaktoren in seine Wahl einfließen lassen - keine Rechnungen, kein "der/die ist arm - das kann nicht gutgehen". Wenn Liebe funktionieren soll, dann muss sie aus Emotion entstehen - nicht aus Trieb und nicht aus Vernunft. Ich höre den wissenschaftlichen Ansatz nicht sehr gerne, denn er zerstört Hoffnung, er rationalisiert und wenn man sich bei aller Erfahrung, die man im Verlauf gescheiterter Beziehungen sammelt, eines nicht nehmen lassen darf, dann den Funken Einfalt, auch bei der nächsten Liebe wieder zu hoffen... |
| Arimahn | Hey, man kann versuchen rational darüber zu entscheiden aber es wird gar nicht klappen. Diesen Funken Einfalt KANN man nicht ersticken, er wird immer da sein. Einzig wenn man wirklich Zeit seines Lebens niemanden mehr findet in den man sich verlieben kann sieht es düster aus... Ein beängstigender Gedanke. |
| Gabriel Bell | Vor dem hab ich auch Angst...ist sehr beängstigend irgendwie... Der Gedanke, dass man sich eines Tages damit abfinden muss, dass man am Ende eine weitere Person war, die im Leben nur die normale, zeitbegrenzte Liebe kennenlernen durfte... Ob wir etwas besser Karten haben, weil wir drüber nachdenken? |
| Arimahn | Introspektive führt eher zu Depression als das glückliche "nicht kapieren" dass die geistige Unterschicht ausmacht. |
| Gabriel Bell | Hm...andererseits...findet man nicht eher den passendsten Partner, wenn man man selbst ist? Und ist man nicht irgendwie oft mehr man selbst, wenn man leidet? Soll jetzt nicht abgedroschen oder nach so typischem Dauerdepri klingen...aber gehts dir net auch oft so, dass sich nichts so falsch anfühlt, wie anhaltende Zufriedenheit? |
| schwester_S | [QUOTE][i]Original geschrieben von FavoleAngel [/i] [B]Für mich ist Liebe ein Gefühl, das immer stärker ist als der Verstand. Erst dann kann man von Liebe sprechen. Wenn man für eine Person ALLES (wirklich ALLES) tun würde, und sie wenn nötig so weitgehend beschützen würde, dass man sein eigenes Leben dafür geben würde. Ja, so stark ist wahre Liebe. Wegen der Frage nach dem Unterschied: "Ich liebe - " meine Mutter/ meine Schwester/ meine beste Freundin/ einfach Menschen, bei denen ich meine innere Ruhe finden kann, bei denen ich mich nicht verstellen muss.... "Ich bin verliebt - " in meinen Partner/ in eine Person, die mich allein durch ihre Anwesenheit nervös macht, die in der Lage ist, mich bis an den Rande des Wahnsinns zu treiben, mit ihren Berührungen, mit ihren Worten.... LG, Favole -.^ [/B][/QUOTE] |
| schwester_S | sorry, war gerade zu schnell mit auf "Antworten" drücken... Ich wollte dem nur zustimmen - ich bin ganz Deiner Meinung... Noch besser gesagt: Du hast mir aus der Seele gesprochen! |
| DesmodusDracule | Bis jetzt hab ich mit Liebe immer nur Schmerz in verbindung gebracht. Keiner kann dir so weh tun wie wenn jemand den du liebst dich verletzt. Liebe ist ein natürlicher Instink dem man sich nicht unterwerfen kann. Ohne ihn würde es die Menschheit nicht geben. Und das ist der einzige Grund zu lieben.... um für Nachfahren zu sorgen. Der Mensch ist kein Wesen das unzertrennlich ist. Sollte man seine Liebe verlieren, nach einer Trauerphase ist Mensch bereit sich auf etwas neues einzulassen... wegen des natürlichen Fortpflanzungsinstinkts. Ich denke nicht das es die große Liebe gibt. Man kann aber eine Liebe unvergessen machen. Sowohl in traurigen als auch schönen Erinnerungen. Ich denke Liebe ist, wie auch Kopfschmerz, nur ein Signal |
| Dark Will | jop genauso isses. das, was wir liebe nennen, ist nur ein tierischer instinkt, der zur fortpflanzung gehört. klingt traurig, ist aber so. |
| Gabriel Bell | Und zuviel Rationalisierung hat nichtmal der Medizin gutgetan, wie man an diversen immernoch existenten Vorurteilen gegenüber der Psychiatrie erkennen kann. Ich will nicht sagen, dass die Theorie von der Liebe als tierischem Instinkt Unsinn wäre, aber wäre Liebe ausschließlich das, so würde sich eine Diskussion darüber wohl nicht zwingend lohnen, da man diese Info an jeder Straßenecke aufschnappen kann... |
| Anaximander | [quote]Ich will nicht sagen, dass die Theorie von der Liebe als tierischem Instinkt Unsinn wäre, aber wäre Liebe ausschließlich das, so würde sich eine Diskussion darüber wohl nicht zwingend lohnen, da man diese Info an jeder Straßenecke aufschnappen kann...[/quote] Liebe ist kein tierischer Instinkt, aber Liebe ist die verfeinerte, sublimierte, kompliziertere Version eines solche Instinktes. Mehr aber auch nicht ;) Mich wundert es immer ein wenig, dass die meisten Menschen Probleme mit der Vorstellung haben, dass auch die Liebe nichts weiter als ein naturalistisches Phänomen ist, das sich genauso gut evolutions- und neurobiologisch erklären lässt, wie der Speichelflussreflex eines Hundes. Muss denn die Liebe unbedingt irgendetwas metaphysisches sein, um lohnenswert zu sein? Macht Liebe denn weniger Spaß, wenn man über ihre biologischen Ursachen bescheid weiß? |
| Gabriel Bell | Nun ja...ja sie macht dann weniger Spaß...aber die Sichtweisen sind sicherlich verschieden - ich hab in der Hinsicht denke ich sowieso nen leichten Knacks, weil ich bisher noch immer vor der Vorstellung fliehe, nur ein Tier zu sein....ich find Liebe sinnlos, wenn sie nurn Mechanismus ist - ich finds generell sinnlos, Zeit mit Dingen zu verbringen, von denen mir irgendwann auffällt, dass ich mich nicht selber dafür entschieden hab, sondern nur irgendn "Ding" in mir. Leider hab ich auch Angst, dass die vielen Kausalitätsphilosophen vielleicht damit recht haben, dass ich mich nie wirklich entscheiden konnte. Ich trenne gerne Gefühle und Triebe, möchte darin zwei verschiedene Dinge gesehen wissen. Dass Sexualität ein Trieb ist war mir immer bewusst, allerdings hatte ich Liebe immer anders gesehen...etwas besonderes, wegen dem man es seinem Trieb manchmal gestattet, die Kontrolle zu übernehmen... Najo muss wohl recht albern klingen :D |
| Aerie | Zu diesem Thema poste ich jetzt einfach mal diese Website: [url]http://www.puramaryam.de/liebewas.html[/url] Ist ziemlich interessant, aber ob man die gleiche Sichtweise teilen kann bleibt jedem selbst überlassen. Aber ich bin auch der gleichen Meinung, wir wissen heutzutage garnicht mehr was wirckliche Liebe ist, sonder beziehen dieses Wort immer auf das Verleibtsein, was so ja nicht stimmt. |
| Kinch | Die Seite klingt nach typischen Sektengeseier. Wer nicht an Gott glaubt LIEBT nicht. Wer nicht LIEBT, führt ein armseliges Leben. Aber keine Angst. Wir kennen den einzig wahren Weg zur LIEBE. [QUOTE] Aber ich bin auch der gleichen Meinung, wir wissen heutzutage garnicht mehr was wirckliche Liebe ist, sonder beziehen dieses Wort immer auf das Verleibtsein, was so ja nicht stimmt.[/QUOTE] Na. Ist das eine Projektion eigene Verhaltensweise auf Gesellschaftliche Zustände? |
| Frostdorn | hm... verliebt/verknallt sein ist für mich einfach dieses Gefühl der Schwärmerei - hey der/die sieht so gut aus und immer wenn ich ihn/sie sehe, habe ich so ein Kribbeln im Bauch und überhaupt... Also definitiv nichts ernsthaftes solange der/die andere darauf nicht eingeht. Liebe selbst sollte (wenn wir sie romantisch betrachten, als tiefstes Gefühl der Verbundenheit) immer bedeuten, dass man einander vertrauen kann, dass man füreinander da ist, dass man Leidenschaft (dazu unten gleich noch mehr) füreinander empfindet und - meiner Meinung nach das wichtigste, dass leider auf die meisten (meiner erfahrung nach) nicht zu trifft - sie sollte nicht nur auf der Angst aufgebaut sein ohne Partner/in alleine zu sein. Denn das bedeuted man würde im Fall der Trennung versuchen jemanden zu halten der schon lange weggeht. Die Freiheit also dass jeder noch über sich selbst entscheiden darf und ob und wie lange die Beziehung dauert und wann sie beendet sein soll oder auch nicht. Wer die Person die er "liebt" quasi nur als Droge benutzt wird sie niemals freigeben wollen. Das kann derjenigen Person massiv schaden. Da gefällt mir ein Satz den ich mal in irgendeiner Zeitung gelesen habe: Sucht hat mit Liebe genau so viel zu tun wie ein Stacheldraht mit zärtlicher Streicheleinheit... Hrm es gibt noch einen klugen Satz: (so cirka) die glücklichste Beziehung ist wo die Partner einander mehr lieben, als dass sie sich brauchen. Ansonsten sehe ich DIE Liebe(die zwischen mann und Frau bzw gleichgeschl. Partnern wo auch der SEX eine rolle spielt) (derzeit, dass kann sich ja bekanntlich sehr schnell ändern *grins*) auch eher als "erweiterten,verkomplizierten" Trieb. Ich denke, das einzige das eine platonische, tiefe, freundschaftliche/mütterliche/geschwisterliche Liebe von der Liebe zu einem anders-/gleichgeschlechtichen Partner unterscheidet ist - die Leidenschaft. Die Leidenschaft ist es demnach also, die uns beim Anblick eines Partners die "Schmetterlinge" in den Bauch zaubert. Dieses Gefühl bleibt bei einer Person die man liebt, zu der man aber keinen sexuellen Kontakt sucht eben aus. Der Trieb zur Fortpflanzung also mal wieder....(?) Für mich bedeuted das also, dass man auch durch freundschaftliche/mütterliche/geschwister Liebe wenn sie wirklich tief geht und das Wort LIEBE auch verdient - glücklich werden kann. Die Leidenschaft ist nur ein weiterer wirklich...netter Aspekt. Die kann man doch auch ohne fixen Partner in sein Leben einbauen... Wenn man sich einen Partner/in auserwählt um mit ihm/ihr Kinder zu zeugen und großzuziehen ist das also (meiner bescheidenen Meinung nach) ein Zweckbündniss und sicher nicht dafür gedacht "auf immer und Ewig" zu währen. Eine wirklich sehr liebe und in meinem Leben sehr bedeutsame Freundin sagte gestern dazu : "Aber eines steht fest: Es ist etwas verdammt schönes, einen Menschen zu finden den man so lieben und vertrauen kann." Egal ob es "nur" ein Trieb ist, oder tatsächlich etwas Höheres. Ich hoffe ich habe mich halbwegs verständlich ausgedrückt *lach* Mir ging und geht zu dem Thema viel duch den Kopf, es ist etwas schwer das hier alles in Worte zu fassen. Vor allem zu verdeutlichen von welcher "Liebe" ich im jeweiligen Satz spreche. mfg, Frostdorn~* PS.: klang vl etwas negativ - die Liebe zu Personen die nicht durch Leidenschaft geblendet wird schätze ich persönlich tatsächlich als etwas sehr Hohes ein. |
| Odessa | Liebe ist etwas, was mich ständig umgibt und ich gebe sie bereitwillig. Das ist, denke ich, ein Kennzeichen von wirklicher Liebe - sie fordert nicht, sie berechnet nicht... sie IST einfach und genügt sich selbst. Die Liebe ist das Annehmen einer Person aus bestimmten Gründen, und diese Annahme, dieses "ich will Dich so wie Du bist"-Fühlen, dieses Akzeptieren des Gegenübers mit dem starken Wunsch, diesen Menschen immer bei sich haben zu wollen auch "nur" geistig, für ihn kämpfen zu wollen und ihn schützen und stärken zu wollen - das ist für mich eine Liebe die länger Bestand hat als eine rein leidenschaftliche, die eher ein Begehren ist. Liebe ist auch wenn mir ein enger Freund so wichtig ist, daß ich ihn nie mehr missen möchte. Liebe ist wenn ich für meine Tochter sterben würde. Liebe ist wenn ich über das Fell meiner Katze streiche und sie vertrauensvoll schnurrt, mir den ungeschützten Bauch darbietet und mir dadurch zeigt, daß sie mir, Raubtier Mensch, blind vertraut und mich auf ihre tierische instinktive Art somit "Liebe" und Vertrauen zeigt. Platonische Lieben - da bin ich sehr skeptisch geworden. Ich habe vor über einem Jahr in einer Nacht erlebt, wie wenig platonisch die "platonische Freundschaft-Liebe" zwischen meinem damaligen Seelenbruder und mir war, und wie kompliziert es das Ganze machte - obwohl es doch so wunderschön, innig und fast schon kindlich-harmlos vertraut war. Die Wärme der Haut, der Geruch des "platonisch" geliebten, Freundes, ein kurzer Blick in Augen die nicht mehr ganz so "rein" dann waren von Begehren und "mehr", eine Berührung zu eng, ein Seufzer zu lang und eine Bettdecke, die zu sehr verrutscht... und es hat sich was mit der platonischen Liebe, zumindest bei mir und in dem Fall. Da ich sowas also nicht mehr reinen Herzens für die Zukunft ausschließen kann bei anderen männlichen besten Freunden, habe ich meine Sichtweise dahingehend erweitert daß ich klarstelle: sollte ich jemals mit meinem besten Freund/Seelenverwandten so intim werden, daß wir nicht nur unseren Geist, sondern auch Körperflüssigkeiten austauschen - so ist es gut so, soll so sein, wird als "Erweiterung und Vertiefung der bestehenden Freundschaft" betrachtet und einer Wiederholung steht dann nichts im Wege, solange sich beide einig sind daß damit weder eine "Paarbeziehung im üblichen Sinne", Besitzansprüche, Eifersuchtsdramen, Wiederholungs-"Zwang" oder diese sinnlosen albernen "wir müssen das alles ausdiskutieren und bereden und am besten unter Hinzuziehung zweier Psychotherapeuten, Paarberater und unseres gesamten Freundeskreises der hierüber informiert werden muß zwecks Abgabe sinnloser Ratschläge"-Kisten einhergehen. Da ich bisher mit jedem Mann zumindest rituell verheiratet war bevor ich die Kissen tauschte und dieser Gedankengang bisher also ein rein theoretischer ist, kann ich nur hoffen daß ich im Fall des Falles dann diesmal wirklich gut damit umgehen kann. In aller freundschaftlichen Liebe, sozusagen. |
| Psycho2006 | Hab schon einige beiträge gelesen und die sichtweisen von anderen user die ich zum teil auch vertrette, aber ich glaube das jeder anders darüber denkt bzw anders liebt. Liebe zwischen 2 Menschen kann was sehr schönes sein, aber ist man wirklich immer aus dem selben grund zusammen(egal ob man oder Frau)? es gibt auch viele Männer/Frauen die nur einen partner suchen weil sie die nähe brauchen oder nicht alleine leben können/wollen. natürlich ist bei der wahl des partners das äussere auch wichtig(mir kann keiner sagen das man darauf nicht schaut) aber es sollte nicht alles sein, weil wenn sich daraus eien beziehung oder so was wie liebe entwickelt hat das nicht hand und fuß auf dauer, man sagt ja auch "die chemie muss stimmen". Liebe ist aber immer noch ein "gewächs" es ist wie eine pflanze die man hänegn und pflegen muss, weil ansonsten stirbt sie. |
| *.*Hina*.* | Ich finde das Thema Liebe ist so komplex, dass ich es gar nicht in Worte fassen kann. Das Gedicht beschreibt Liebe sehr gut: Es ist Unsinn sagt die Vernunft Es ist was es ist sagt die Liebe Es ist Unglück sagt die Berechnung Es ist nichts als Schmerz sagt die Angst Es ist aussichtslos sagt die Einsicht Es ist was es ist sagt die Liebe Es ist lächerlich sagt der Stolz Es ist leichtsinnig sagt die Vorsicht Es ist unmöglich sagt die Erfahrung Es ist was es ist sagt die Liebe Erich Fried |
| Cagliostro | In dem Moment, wo ich dem anderen keine Funktion zuweise, ihn quasi nicht brauche, ihn nicht als Projektionsfläche meiner eigenen ungeklärten Rätsel missbrauche, ihn dennoch suche, liebe ich.......vielleicht. |
| king of fools | meine meinung: Was die liebe ausmacht ist nicht in worte zu fassen. man sollte darüber nachdenken wonach man sucht und wenn man es gefundne hat ob es das ist wonach man sucht. Ist es die bessere hälfte oder mehr ein seelenverwandter. Mna kann gar nicht sagen was liebe eigentlich ist, eine illusion, blanke täuschung oder gar die einzige realität die so perfekt vorgetäuscht werden kann dass es scheint es ein traum. Niemand weiß wie ihm geschieht oder gar was noch kommen wird, alles was wir wissen ist dass wir einen unbändigen Hunger nach der person unserer liebe haben, nach ihrer nähe, dme geruch nach einfach allem. Solange man diesen zustand hat sollte man sich erfreuen denn je mehr diese illusion anhält wird man sich bewusst dass die realität und die illusion miteinander verschmelzen und uns fällt immer mehr die realität an der person unserer liebe auf und all ihre fehler dazu. Diesen punkt sollte man dringend vermeiden oder besser noch überwinden denn dann beginnt das eigentliche leben, das leben für immer und die unsterbliche liebe... kurzum liebe ist undefinierbar und wohl die interessanteste sache der welt. sie lässt uns dinge tun die wir sonst nicht vermochten. manchmal hält sie sich in grenzen doch wenn die liebe extrem wird fließt blut... |
| zwergleuchten | [QUOTE][i]Original geschrieben von GabrielleLian [/i] [B]Hallo, ich weiß nicht, ob es dieses Thema schon gibt oder nicht, aber ich möchte gerne von euch wissen: - Was ist Liebe? - Woran merkt man, wenn man jemanden liebt? Gabrielle [/B][/QUOTE] was ist liebe? ein ideal ist das, dem menschen meinen nachzukommen, wenn sie einer beziehung einen ernst beimessen der über sympathie hinaus geht. bei heterosexuellen wird er auf das andere geschlecht bezogen bei homosexuellen auf das gleiche geschlecht. liebe freunde und freundinnen liebt man nicht, man hat sie sehr gern und mag sie. ob menschen sich wirklich lieben können sie nicht wissen. sie nehmen hoffend an, dass sie das tun was man für gewöhnlich als lieben bezeichnet, ohne zu wissen was die anderen menschen damit wohl meinen. um die anderen menschen zu verstehen müsste man fühlen können wie sie. keiner weiß, ob das eigene gefühl das ist, was die anderen als liebe bezeichnen. verliebtsein solle eine andere qualität haben als lieben. verliebtsein ist besser auf einen allseits nachvollziehbaren nenner zu bringen als lieben, weil es deutlichere körperliche begleiterscheinungen gibt. es gibt eine vielzahl von meist zeitlich begrenzten symptomen wie außerordentliche körperliche neugier und neugier am wesen, erröten, zittern, endorphinrauschartiger zustand, ungeduld, misstrauen, ängste vor verlust, besetzte gedanken, abgucken von eigenschaften, abnehmen, sexuelle reizbarkeit. als liebe wird auch der nach dem abklingen der symptome verbleibende rest betrachtet, wenn er dazu führt, dass beide partner noch immer ein unbeugsames interesse aneinander haben. liebe wird häufig an treue gekoppelt. das erweitert meine beobachtung vom liebeverständnis: liebe hinterlässt nach dem abklingen der verliebtseinssymptome keine lust andere menschen zu begehren und setzt somit ewige zufriedenheit beim ausleben der monogamen beziehung voraus. knapp gesagt bedeutet liebe einen mangel an durch die einengung der entfaltungsfreiheit ausgelösten frust, während einer dauerhaft monogamen beziehung. |
| zwergleuchten | [QUOTE][i]Original geschrieben von Urizen [/i] [B][color=green][size=1,5]von unbekannt[/size] "Liebe ist nur die Angst vor der Einsamkeit in den Herzen der Menschen" Dieses Zitat fällt mir immer ein, wenn dieses Thema angesprochen wird. Ich glaube nicht an sowas wie "Liebe". Im Endeffekt läufts eh aufs Bett hinaus. [/color] [/B][/QUOTE] dem widerspricht, dass es leute gibt die von liebe sprechen, die sich ihr leben lang ohne sexualierung von irgendwas nur geschrieben , sich aber nie getroffen haben. ihr motor war nicht das bett sondern die endlos vergötternde begeisterung für die persönlichkeit des anderen. das zitat ist mir eine überlegung wert. das heißt, man verliebt sich, wenn man im herzen ein einsamkeitsgefühl hat. das heißt man sucht notorisch nach einem seelenverwandten, den man zu jeder zeit vermisst. das verliebtsein macht eine ausnahme weil es raum für die illusion lässt, diese lücke könnte gefüllt werden. es endet mit der zerstörung dieser illusion. ebenfalls eine illusion ist die vorstellung der existenz einer seelenverwandtschaft. sie ist genetisch verankert, damit es überhaupt zur suche nach einem partner kommt, ohne den keine nachfahren entstehen könnten. |
| Odessa | --- dem widerspricht, dass es leute gibt die von liebe sprechen, die sich ihr leben lang ohne sexualierung von irgendwas nur geschrieben , sich aber nie getroffen haben. ihr motor war nicht das bett sondern die endlos vergötternde begeisterung für die persönlichkeit des anderen. --- Sehe ich wie Du. Ich habe den Mann den ich liebe auch noch nie getroffen - aber ich kenne ihn seit Jahren, habe sein Wesen, seinen Charakter und seine Seele dabei so gut als möglich erforscht und kennengelernt, wir hör(t)en uns, wir wissen "um uns". Dabei handelt es sich für mich aber um keine Vergötterung der Persönlichkeit (was ich für sehr ungesund halten würde), sondern das Annehmen genau der Person die der Andere auch wirklich ist, mit all seinen Fehlern und Macken. Die Erotik und Sinnlichkeit (und was diese Liebe von der un-erotischen Liebe zu einem vertrauten Freund oder Familienangehörigen unterscheidet) - das ist nur ein Teil dieser Liebe, nicht der Motor, wie Du schon richtig schriebst. Trotzdem dürfte es bei mir nicht fehlen, denn ein großer Teil der Sehnsucht nacheinander in so einer Liebe ist tatsächlich auch das Begehren und der Wunsch, den Geliebten im Arm zu haben und mit ihm auch körperlich eins zu sein. |
| Lady Lafar | Liebe ist die Grauzone in unserer Welt des Schwarz-Weiß-Denkens. Eine Verliebtheit kann die Vorlage zur größten Liebe werden. Aber nur wenn dabei die Freundschaft nicht fehlt, weil man dann in der Regel bereits aufgehört hat, sich etwas vorzumachen. Liebe will Ehrlichkeit, Einigkeit, Vertrauen. Und noch vieles mehr der sogenannten "softskills"... Liebe kennt keine Grenzen, weder geografische noch ethische oder religiöse. Liebe kann nicht nur die Liebe zum Partner sein, sondern auch z.B. die Liebe zu den Eltern (auch wenn das viele nicht unerschreiben, im Endeffekt ist das so) oder die Liebe zur besten Freundin... Religiöse Sicht: "Und es bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei. Aber am größten unter ihnen ist die Liebe" (Korinther 1,13) (Eigentlich in der Religion der Universalbeweis für alles was man beweisen will) der Glaube an den einen Gott, die Hoffnung auf Erlösung und die Liebe zum Nächsten. Das kann auch der Bettler auf der Straße sein, dem man einfach mal zuhört, oder der Kollegin, die eigentlich Konkurrentin auf einen Posten ist, zu helfen, nicht vollends den Kopf zu verlieren. Sowas kann auch Liebe sein... als nächstes kommt die Liebe zu sich selbst. Wer sich selbst nicht liebt, kann andere nicht lieben, denn wenn man mit sich selbst nicht im Reinen ist, wie kann man dann mit anderen Menschen zurechtkommen. Selbstliebe findet man vor allem dadurch, sich einfach mal morgens im Spiegel zu betrachten und sich nur mal anzulächeln... meistens hilft das schon. Beachtlich ist die Liebe, die alte Menschen, die schon lang verheiratet sind, zu einander hegen. Das ist was völlig anderes. Man ist durch das Erlebte verbunden, hat ein ganzes Leben hinter sich und meist wird die Liebe dort zu dem was sich viele Wünschen: Fürsorge, das Wissen, dass jemand da ist und dass jemand einen so angenommen hat, wie man ist. Trotz der Jahre. So... das bedeutet für mich Liebe. Liebe braucht Freundschaft. Freundschaft braucht Liebe. :) Gute Nacht :) |
| C0rWiN | Das wichtigste ist nicht die Liebe, das wichtigste bist immer nur du und selbst wenn jm. etwas anderes sagt dann nur weil er durch seinen glauben an die Liebe einen Nutzen gewinnt. Da, wie wir alle wissen, der Mensch nichts tun kann was ihm nicht selber nützlich ist erübrigt sich die gesamte Thematik. Liebe ist beweis für einen Mangel an Erfahrung |
| Anaximander | [quote]Da, wie wir alle wissen, der Mensch nichts tun kann was ihm nicht selber nützlich ist erübrigt sich die gesamte Thematik.[/quote] Das halte ich für ein Gerücht. Der Mensch ist durchaus zu altruistischen Handlungen in der Lage, auch wenn wirklich selbstlose Handlungen vermutlich nur selten vorkommen. Richtig ist allerdings, dass die Liebe nun wirklich kein Beispiel für Selbstlosigkeit ist. In der Liebe sucht stets jeder seine eigene Befriedigung und seine eigene Lustmaximierung. Im Grunde ist Liebe nichts weiter als ein gut funktionierendes Tauschgeschäft, bei dem jeder vom anderen das erhält, was ihm Lust bereitet, und dadurch gleichzeitig dem anderen gibt, was dem anderen Lust bereitet. Weshalb manche naiven Poeten auf die Idee gekommen sind, in der Liebe eine edle und moralisch hochstehende Angelegenheit zu erblicken, konnte ich noch nie verstehen. In der Regel ist Liebe eine der reinsten und intensivsten Formen von Egoismus. In der Liebe geht es ausschließlich ums eigene Selbst. Womit ich die Liebe übrigens nicht abwerten möchte. Es ist ja ganz selbstverständlich, dass uns die Dinge am wichtigsten sind und uns die größte Freude bereiten, die den stärksten Bezug zu unserem eigenen Selbst haben. |
| Aymynt Candan | [quote]Anaximander: … Liebe … kein Beispiel für Selbstlosigkeit … In der Liebe sucht stets jeder seine eigene Befriedigung und … Lustmaximierung. … ist Liebe … ein gut funktionierendes Tauschgeschäft, bei dem jeder vom anderen das erhält, was ihm Lust bereitet, und dadurch gleichzeitig dem anderen gibt, was dem anderen Lust bereitet. … Weshalb … Liebe eine edle und moralisch hochstehende Angelegenheit … konnte ich noch nie verstehen. … ist Liebe … Egoismus. In der Liebe geht es ausschließlich ums eigene Selbst.[/quote]Liebe bedeutet seelisch-geistige Annäherung und Verschmelzung in unterschiedlichem Grade. Die (eingebildete) Grenze der "eigenen" (eingebildeten) Person zur geliebten Person wird durchlässiger bzw. löst sich mehr und mehr auf, so daß man in dem Bewußtsein lebt und handelt, die geliebte Person selbst zu sein, für die man ein tiefes Verständnis entwickelt. Man kann auch sagen: man wird sich der Tatsache bewußt, daß man die geliebte Person tatsächlich selbst ist. Wenn man aber auch als ein anderer handelt zu dessen Wohl, dann handelt man nicht mehr rein egoistisch, sondern auch selbstlos. Liebe ist somit stets mit Selbstlosigkeit in unterschiedlichem Maße verbunden und man ist in der Lage, ein Vielfaches von dem zu geben, was man bekommt – was den Rahmen der klugen egoistischen Berechnung bzw. eines vernünftigen Tauschgeschäftes sprengt. Es ist bekannt, daß Liebende "unvernünftig" handeln, und insofern paßt auch "Liebe macht blind." – gesehen mit den Augen der verständnislosen Menschen im Umfeld der Liebenden. In Wahrheit macht Liebe auf geradezu magische Weise sehend und (mit)fühlend. |
| Anaximander | Aymynt, ich habe wirklich keine Lust, an dieser Stelle schon wieder über deine esoterischen Ideen zu diskutieren. Wenn du vernünftige oder auf eigener Beobachtung basierende Argumente gegen meine Behauptung hast, dann immer her damit. Deduktionen aus selbstgemachten Phantasien haben in einem philosophischen Forum jedenfalls keinen Wert. |
| Gabriel Bell | Darüber lässt sich imho äußerst prägnant streiten. Zwar mag es aus psychologischer Sicht einerseits Stimmen, dass ein jeder die Liebe nur nutzt, um seinen Tagesablauf einfacher zu gestalten und eigene Bedürfnisse zu erfüllen, gerade aus philosophischer Sicht frage ich mich allerdings, ob eine solche Betrachtung des Themas nicht dessen gesamte Existenzberechtigung negiert, da sich über Liebe als Phänomen meiner Ansicht nach nur diskutieren lässt, wenn man sie auch so betrachtet, wie sie erlebt wird. Und der Liebende erlebt seine Liebe als selbstlos und romantisch verklärt und ich behaupte einfach mal, dass Liebe ihren gesamten Wert verliert an dem Tag, da man sich selbst gestattet, Rationalität in dieses Gefühl einkehren zu lassen.... |
| Aymynt Candan | [quote]Anaximander: Der Mensch ist durchaus zu altruistischen Handlungen in der Lage, auch wenn wirklich selbstlose Handlungen vermutlich nur selten vorkommen.[/quote]Was ist Altruismus anderes als Liebe? Vielleicht gibt es vom puren Egoismus zum puren Altruismus ja Abstufungen? [color=#D27D0B][b]Altruismus[/b] (von lateinisch:[i] alter:[/i] der andere) ist die willentliche Verfolgung der Interessen oder des Wohls anderer oder des Gemeinwohls. Altruistisches Handeln wird allgemein auch mit selbstlosem Handeln gleichgesetzt. Dabei bleibt der Aspekt des Ziels der Handlungen, die aus Selbstlosigkeit erfolgen, unberücksichtigt. Die Auffassung als Selbstlosigkeit betont stattdessen die Zurückstellung eigener Anliegen bis hin zur Selbstaufopferung. Der Begriff Altruismus, als dessen Schöpfer Auguste Comte gilt, ist ein Gegenbegriff zu Egoismus. Die erlebte Aufhebung dieses Gegensatzes wird oft als Liebe bezeichnet. [url=http://de.wikipedia.org/wiki/Altruismus]Quelle = Wikipedia[/url][/color] [quote]Anaximander: Im Grunde ist Liebe nichts weiter als ein gut funktionierendes Tauschgeschäft, bei dem jeder vom anderen das erhält, was ihm Lust bereitet, und dadurch gleichzeitig dem anderen gibt, was dem anderen Lust bereitet.[/quote]Ist Liebe für Deine Begriffe eine Art Prostitution? [quote]Anaximander: Wenn du vernünftige oder auf eigener Beobachtung basierende Argumente gegen meine Behauptung hast, dann immer her damit.[/quote]Ich will gar nicht leugnen, daß das, was man allgemein "Liebe" nennt, zu einem gewissen Teil Egoismus – und damit tatsächlich eine Art Tauschgeschäft – ist, wie Du nüchtern-sachlich registriert hast. Ich bin nur der Ansicht, daß es niemals purer Egoismus ist. Ein Mensch, der durch und durch Egoist wäre, würde gar keine Liebe empfinden, weil ihm jeder andere Mensch ganz fremd wäre und er gar keine liebenswerten Eigenschaften an ihm wahrnehmen könnte. Aus materialistischer Sicht kann man sich Liebe wohl nur als eine Art Prostitution erklären, weil das, was man etwa "Seelenverwandtschaft" nennt, nicht erkannt werden kann. Es erstaunt mich, daß Du altruistische Handlungen für möglich hältst. Wie erklärst Du Dir diese? Philosophisch verstehen kann man Liebe m.A.n. nur halbwegs, wenn man einsieht, daß Materialismus ein Irrtum ist. Nur so ist die Wesensverwandtschaft aller Menschen, ja aller Lebewesen, erkennbar und die Motivation der Liebe nachvollziehbar. Wenn ich Deiner Ansicht nach tatsächlich nur eine Person bin – warum sollte ich dann jemals nichtegoistisch handeln? Das erkläre mir bitte. Nichtphilosophisch kann man Liebe hingegen nur verstehen, indem man sie erlebt. |
| curupira | Ich denke Liebe so wie Anaximander sie beschreibt, dazu sind auch absolute Egoisten in der Lage. Diese Art und Weise der Liebe besteht, meiner Meinung nach, darin, das man sich selbst in der anderen Person sucht. Es sind vor allem immer Eigenschaften in dem anderen, welche wir sehr hoch schätzen welche uns zu ihm hinziehen. Nach der anfänglichen Liebe beginnt man auch die Seiten des Menschen zu sehen die man nicht so mag, woraufhin man anfängt den anderen umbiegen zu wollen, dahin wo man ihn haben will. Man versucht sich den Partner zu schaffen den man als perfekt erachtet. Dadurch das es rein die eigenen Vorstellungen und Wünsche sind,ist man es einzig selbst den man versucht zu konstruieren. Für mich ist diese Prozedur allerdings keine Liebe, jedenfalls keine Liebe zu dem anderen Menschen. |
| Waldemar | Aus psychologischer Sicht, ist Liebe für mich nichts weiter als eine Illusion. Eine verinnerlichte Emotionalität, ein innerer Zwang, als Ursprung auch Motivation genannt. Wie soll ein Mensch selbstlos handeln, wenn er sich von "sich selbst" eigentlich niemals "los" machen kann? Aber man schafft das doch, denn es stellt sich die Frage ob die Illusion allein nicht schon aussreicht, wenn sie uns etwas selbstloses vorspielt. Wahre Liebe wird immer selbstlos empfunden, jedenfals solange die Motivation reicht. Aber Liebe besteht auch aus Leidenschaft, die ja nach dem Namen "Leiden schafft". Ist man sich fern, sehnt man sich, ist man zusammen möchte man noch näher sein. Immer näher. Und um so näher man sich träumt, desto ferner wacht man meistens auf. In der Nähe, der Liebe wird man immer in gewissen Sinne leiden, weil unser Wille meist mehr sein wird, als man bekommen kann. So man allzuoft bemerkt, eigentlich ist immer einer unglücklich, nämlich der, der mehr liebt als der andere... |
| Misericordia | [QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i] [B]Aus psychologischer Sicht, ist Liebe für mich nichts weiter als eine Illusion. Eine verinnerlichte Emotionalität, ein innerer Zwang, als Ursprung auch Motivation genannt. Wie soll ein Mensch selbstlos handeln, wenn er sich von "sich selbst" eigentlich niemals "los" machen kann? [...] So man allzuoft bemerkt, eigentlich ist immer einer unglücklich, nämlich der, der mehr liebt als der andere... [/B][/QUOTE] Etwas eine Illusion zu nennen ist ohnehin immer so eine Sache. Schließlich kann man, skeptisch betrachtet, jede Form der Realität, die nicht objektiv und logisch nachweisbar ist, als Illusion hinstellen, schließlich gibt es keinen empirischen Beweis für ihre Existenz. Neben der Liebe verhält es sich da auch ähnlich mit Moral, Ethik, Wertungen, Dinge, die eben nur Gedankenprodukt sind und keine konkrete Präsenz in unserem Leben in Form eines Gegenstandes haben. Im Gegensatz dazu, ist Liebe jedoch nicht einfach nur Gedankenprodukt, sondern vor allem auch Gefühl und Emotion. Etwas, was sich eben nicht einfach rational erfassen lässt, dass man allerhöchstens beschreiben könnte in seinen Auswirkungen. Und weil es sich bei der Liebe, um ein Geüfhl handelt, dass voraussetzt, dass man sich einer anderen Person auf sonst ungewöhnliche Weise öffnet, sind Leiden oftmals vorprogrammiert, da gebe ich dir Recht, Waldemar. Allerdings sind sie, meiner Meinung nach, nicht zwingend notwendig. |
| Cagliostro | [QUOTE][i]Original geschrieben von Waldemar [/i] [B]Aus psychologischer Sicht, ist Liebe für mich nichts weiter als eine Illusion. Eine verinnerlichte Emotionalität, ein innerer Zwang, als Ursprung auch Motivation genannt. ... [/B][/QUOTE] Wissenschaftsjünger sind entweder ganz, ganz schlaue oder geistig sehr arme Wesen. Eventuell dadurch beides. Es geht auch nicht um den romantisch überhöhten Begriff der Liebe. Das ist eh alles Käse. Es geht um Loyalitäten, Freundschaft und solche Dinge. Und entweder man ist verbindlich oder man lässt es bleiben. Anstand aus Überzeugung lässt sich nicht wissenschaftlich messen, ist doch mit das Wichtigste im Leben. Die Allmacht des Wissenschaftlichen ist unanständig, ja obszön. |
| Waldemar | [QUOTE]Und weil es sich bei der Liebe, um ein Geüfhl handelt, dass voraussetzt, dass man sich einer anderen Person auf sonst ungewöhnliche Weise öffnet, sind Leiden oftmals vorprogrammiert, da gebe ich dir Recht, Waldemar. Allerdings sind sie, meiner Meinung nach, nicht zwingend notwendig[/QUOTE] Ja Misericordia, nicht zwingend notwendig, zum Glück auch niemals "dauerhaft" :) |
| Cagliostro | Leben ist Leid, Liebe ist schmerzhaft. Alles andere ist der Versuch des Menschen sich aus der Verantwortung zu stehlen. Interessant ist, dass das prüdeste Land der Welt, die USA, als Welthauptstadt der Liebesforschung gelten können. Jedoch haben die Amis in ihrem "höher, schneller, weiter" einfach nichts begriffen. Liebe kann weder wissenschaftlich bewiesen werden, dadurch auch nicht manipuliert werden und ich kann sie nicht erzwingen. Und das streng protestantische Bild vom WASP und seiner treu(doof) liebenden Frau, kann sich nicht als Blaupause für die Liebe betrachtet werden. Die Differenz zwischen meinem eigenen Wollen und dem was geschieht, ist genau die Schnittmenge, die dazu dient über mein eigenens Leben nachzudenken. Dies kann weder Peter Mosleitner für mich tun, noch Albert Einstein. Dieses Nachdenken, hat weder mit Mann- noch mit Frauwerdung zu tun, noch weniger mit Hormonen. Erst diese Fähigkeit macht mich zum Menschen. @Waldemar Dein Wissenschaftsbild in Ehren, aber ohne einen Rest an Ethik, ist die Wissenschaft reiner Selbstzweck. So wie du die Wissenschaft scheinbar interpretierst, ist es wohl auch nicht die Fähigkeit des Menschen etwas zu durchschauen, viel eher sieht es so aus, als würdest du vll. das reine Kummulieren von Wissen schon für Wissenschaft halten. Nun, das zitieren "alter Meister" und Quellen reinstellen ist erfüllt eben auch nicht den Tatbestand des Philosophierens. Der freie Fluss der Gedanken ist an keine Regeln gebunden. Es philosophiert der, der es tun, nicht der, der es nachahmt. |
| Cata | [QUOTE][i]Original geschrieben von GabrielleLian [/i] [B]Hallo, ich weiß nicht, ob es dieses Thema schon gibt oder nicht, aber ich möchte gerne von euch wissen: - Was ist Liebe? - Woran merkt man, wenn man jemanden liebt? - Wann liebt man? [/B][/QUOTE] Liebe ist für mich persönlich ein Gefühl. Woran man es merkt? Puh ich glaube es gibt fast nichts das schwerer ist, als Gefühle zu beschreiben, es ist wohl halt einfach da. Ich denke es ist auch bei jedem Menschen anders, der eine hat ein komische Gefühl im Bauch, dem anderen wird es warm oder kalt wenn er etwas liebt etc... Gerade das Gefühl Liebe zu beschreiben ist sehr kompliziert. Besonders ist Liebe nicht gleich Liebe, denn man kann etwas wirklich so sehr Lieben das es einem wichtiger als man selbst wird, man kann aber auch etwas vor Liebe verachten, schon alleine dann wenn man jemanden liebt und wird dann verletzt.... Aber um es einfach umfassend zu sagen, Liebe ist ein Gefühl und wohl das Gefühl das am schwierigsten zu kontrollieren kann. Den man kann es zb. nicht mit Angst vergleichen, Angst wäre hier für mich ein Gefühl das ich zumindest zum Teil steuern kann. Grüße |
| NoirLingua | Also ich finde das Buch "Die Liebe" von Peter Lauster ziemlich empfehlenswert. Für mich ist *jemanden lieben* irgendwie tiefer und nicht so oberflächlich wie *verknallen* bzw. *verlieben*. Um sich richtig zu lieben, muss man sich meiner Meinung nach kennen, zum Verlieben reicht aber manchmal schon ein Blick. Wenn man sich verknallt, kennt man die betreffende Person gar nicht richtig und macht sich irgendwein Bild von ihr... Ees gibt da etwas tolles von Bertolt Brecht: "Was tun Sie", wurde Herr K. gefragt, "wenn Sie einen Menschen lieben?" "Ich mache einen Entwurf von ihm", sagte Herr K., "und sorge, daß er ihm ähnlich wird." "Wer? Der Entwurf?" "Nein", sagte Herr K., "der Mensch." denkt mal drüber nach... ;) |
| NoirLingua | [QUOTE]Ich bin krankhaft Eifersüchtig gerade weil ich sie liebe.[/QUOTE] Hmmm...ich finde Eifersucht hat nichts mit wahrer Liebe zu tun, es ist reine Verlustangst und Besitzgier. Wenn man jemanden wirklich liebt, will man doch vor allem, dass die Person glücklich ist, auch wenn man an diesem Glück nicht immer beteiligt sein kann...alles andere ist keine Liebe sonder Egoismus... Allerdings ist es in dieser Gesellschaft, in der wir leben, kein Wunder, wenn man diese Besitzgier entwickelt...wir werden schließlich von kleinauf so geprägt...und letztendlich sind wir ja auch keine Götter, sondern MENSCHEN. Also ist es vielleicht *falsch*, aber auf jeden Fall verständlich, wenn man eifersüchtig ist. So schlimm find ich das jetzt auch nicht, solange es keine krankhaften Züge annimmt. Dann schadet man dem geliebten Menschen nämlich nur! |
| Schwarzewiwte | -Was ist Liebe, Liebe ist für mich etwas wunderbares was tief aus einem kommt, etwas was man nicht mit jeden X belieben Menschen teilen kann. Da man den Richigen Menschen in seinem Leben finden muss um seine richtige Liebe aus zu tauschen. - Woran merkt man, wenn man jemanden liebt? Ich würde sagen durch das kribbeln im Bauch, das wen man diesen Menschen über alles Liebt, eifersüchtig wird wen jemand scheiße oder sie/ihn anflirtet oder noch schlimmer sachen macht ... Oder sogar sie oder ihn mal gerne umbringen will. Das man für den Menschen den Geliebten Menschen alles machen würde. Das man sogar sein Leben geben würde. Das man etwas an sich hat was der jenige nicht mag, das man sich änderert. Das man alles mögliche in die wege leitet damit man zusammen bleibt. Das dieser Mensch einem Nicht Scheiß egal is, das man auf seine Gefühle ruhiksicht nimmt. Wann liebt man? ...Schwere Frage, Wen man sich sicher is, das dieser Mensch der wichtigeste im Leben is. Das man ihn nie nie wieder verlieren will. Wen man sich klar geworden is, was einem Diese Person bedeutet. Aussagen "Ich bin verliebt/ verknallt?" und "Ich liebe ..." ? Verliebt – da hat man nicht dieses eine Gefühl – diese – ich werde alles tun was in meiner macht sthet.Das ich ändere mich für dich um ewig zusammen zusein. Liebe is für mich – das wen man eine lange zeit getrennt is, und sich unbeschreiblich freut wen dieser Mensch das man ihn wieder sieht. Das man über leichen gehen würde die ganze Welt durch queren würde nur für diese eine Person. Das man keine angst hat, verletzt zu werden, sogar wen Alte wunden aufreisen können. Das is einem Egal, so lange man Liebt. Wen man bei dem Menschen is dem man sein Leben für immer und ewig Schenken will. |
| belladonna | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Als mal eine ziemlich ernste Sache kaputt ging, habe ich wochenlang nachts im Traum immer diese Person gesucht. Ich bin da im Traum Landschaften, Städte, Dörfer, Häuser, Straßen durchwandert. Das war total schrecklich. Das bringt mich aber auf den Gedanken, daß Liebe (unter anderem) so etwas wie ein Suchverhalten ist. Man möchte unbedingt wissen, wo der andere ist, ob es ihm gut geht, ob er da ist. Soweit meine bescheidene Meinung zu diesem Thema. [/B][/QUOTE] Ich würde nach meiner Erfahrung es eher so sehen, daß Liebe das ist wonach man sucht im Leben. Das Gefühl des Unvollständigseins, des Wissens daß es da noch etwas geben muß, die Unruhe weil "etwas fehlt" im Leben - eben diese Suche, das findet alles statt bevor man die Liebe gefunden hat. Es ist einem auch erst dann bewußt, daß es die Liebe war, die gefehlt hat, was einen sich "unvollständig" fühlen ließ. So ging es mir jedenfalls. Seit ich meinen Mann kenne, habe das Gefühl, daß jetzt alles richtig und vollständig ist. Ich bin nicht mehr auf der Suche, ich fühle mich geborgen und angekommen. Aber vielleicht hat die Liebe für jeden ja ein anderes Gesicht? |
| belladonna | Ein Blick in die Bibel kann auch sehr aufschlussreich sein ;) Wenn ich die Sprachen aller Menschen spreche Und sogar die Sprache der Engel, aber ich habe keine Liebe - dann bin ich doch nur ein dröhnender Gong oder eine lärmende Trommel. Wenn ich prophetische Eingebungen habe und alle himmlischen Geheimisse weiß und alle Erkenntnis besitze, wenn ich einen so starken Glauben habe, daß ich Berge versetzen kann, aber ich habe keine Liebe - dann bin ich nichts. Und wenn ich all meinen Besitz verteile und den Tod in den Flammen auf mich nehme, aber ich habe keine Liebe - dann nützt es mir nichts. Die Liebe ist geduldig und gütig. Die Liebe eifert nicht für den eigenen Standpunkt, sie prahlt nicht und spielt sich nicht auf. Die Liebe nimmt sich keine Freiheiten heraus, sie sucht nicht den eigenen Vorteil. Sie läßt sich nicht zum Zorn reizen und trägt das Böse nicht nach. Sie ist nicht schadenfroh, wenn anderen Unrecht geschieht, sondern freut sich mit, wenn jemand das Rechte tut. Die Liebe gibt nie jemanden auf, in jeder Lage vertraut und hofft sie für andere; alles erträgt sie mit großer Geduld. Niemals wird die Liebe vergehen. Prophetische Eingebungen hören einmal auf, das Reden in Sprachen des Geistes verstummt, auch die Erkenntnis wird ein Ende nehmen. Denn unser Erkennen ist Stückwerk, und unser prophetisches Reden ist Stückwerk. Wenn sich die ganze Wahrheit enthüllen wird, ist es mit dem Stückwerk vorbei. Einst, als ich noch ein Kind war, da redete ich wie ein Kind, ich fühlte und dachte wie ein Kind. Als ich dann erwachsen war, habe ich die kindlichen Vorstellungen abgelegt. Jetzt sehen wir ein unklares Bild wie in einem trüben Spiegel; dann aber schauen wir Gott von Angesicht. Jetzt kennen wir Gott nur unvollkommen; dann aber werden wir Gott völlig kennen, so wie er uns jetzt schon kennt. Auch wenn alles einmal aufhört - Glaube, Hoffnung und Liebe nicht. Diese drei werden immer bleiben; doch am höchsten steht die Liebe. |
| Misericordia | Man merkt schon, dass Liebe sehr verschieden betrachtet wird. Mal von der emotionalen und gefühlvollen Seite, mal psychologisch und analysierend. Ich weiß nicht so Recht, ob ich mich mit der Definition der Liebe als gutes Tauschgeschäft, wie es hier auch schon angeklungen ist, einfach abfinden kann. Ja sicher sollte man sich in das ganze Thema vielleicht nicht zu viel kitschiges Zeug hineinreden, das einem von Rosamunde Pilcher-Romanen in Erinnerung geblieben ist, aber ich denke dennoch, dass Liebe auch eine gewisse Form der Selbstlosgkeit (auch wenn man sich natürlich auch nicht von sich selbst wirklich losmachen kann, Waldemar, da gebe ich dir Recht) miteinschließt. Damit meine ich dann auch nicht, dass die liebende Person dabei zum wohltätigen Samariter wird, sondern auch sicherlich etwas von der anderen Person erhält, nämlich Gegenliebe. Aber dennoch glaube ich, dass der erste Impuls, jemanden zu lieben, oder lieben zu wollen, immer noch selbstlos ist, kann man sich doch nicht sicher sein, wie der Andere empfindet und hat man doch noch keinen genauen Überblick über dieses "Tauschgeschäft". @Schwarzewiwte Ich hoffe aber nich, dass du für deinen Liebsten wirklich über Leichen gehst. Da würde ich dir nicht gerne in die Quere kommen. |
| belladonna | [QUOTE]Im Grunde ist Liebe nichts weiter als ein gut funktionierendes Tauschgeschäft, bei dem jeder vom anderen das erhält, was ihm Lust bereitet, und dadurch gleichzeitig dem anderen gibt, was dem anderen Lust bereitet.[/QUOTE] Also das kann ich jetzt nicht so teilen. Ich persönlich habe festgestellt, daß es mir persönlich die größte Lust bereitet, meinem Partner zu geben was ihm Lust bereitet. Es macht mich glücklich zu spüren, daß er sich bei mir wohlfühlt, daß ich für ihn da sein kann. Das Nehmen ist bei mir da eher zweitrangig. [QUOTE]Weshalb manche naiven Poeten auf die Idee gekommen sind, in der Liebe eine edle und moralisch hochstehende Angelegenheit zu erblicken, konnte ich noch nie verstehen. In der Regel ist Liebe eine der reinsten und intensivsten Formen von Egoismus. In der Liebe geht es ausschließlich ums eigene Selbst.[/QUOTE] Klar sollte man nicht dem Irrglauben verfallen, daß alles wie auf rosa Wolken ist, wenn man liebt. Aber Liebe als eine der reinsten und intensivsten Formen von Egoismis anzusehen....ich habe die Erfahrung gemacht, daß Menschen die Liebe noch nicht wirklich gekannt haben es so sehen. Liebe sollte man nicht verwechseln mit Besitzenwollen, mit Nehmen oder gar mit der Erwartung der andere müsse einen glücklich machen. Glück ist nichts was man von anderen gratis hinterhergeworfen bekommt, daß kann nur aus einem selbst heraus kommen und man kann es dann mit anderen teilen. Wenn man jemanden wirklich liebt, ist man auch bereit seine eigenen Bedürfnisse mal hintenan zu stellen. Ich denke eher daß Wort Liebe wird allzu oft benutzt für Gefühle die damit nur wenig zu tun haben. Ist Liebe überhaupt ein Gefühl? Oder ist es nicht vielleicht so daß Liebe Gefühle in uns auslöst? Ich weiß nur daß ich meinen Mann liebe und ihn deshalb niemals aufgebe, ihm nichts nachtrage und ihm vertraue, ihn nicht in Frage stelle. |
| Anaximander II | [quote]Also das kann ich jetzt nicht so teilen. Ich persönlich habe festgestellt, daß es mir persönlich die größte Lust bereitet, meinem Partner zu geben was ihm Lust bereitet. Es macht mich glücklich zu spüren, daß er sich bei mir wohlfühlt, daß ich für ihn da sein kann. Das Nehmen ist bei mir da eher zweitrangig.[/quote] Nein, eben nicht. Du hast lediglich - aufgrund deiner zufälligen psychischen Beschaffenheit! - einen starken Instinkt, andere zu umsorgen und zu verwöhnen. Der Anblick eines glücklichen Angehörigen bereitet dir - Lust. Also tust du nur, was dir Lust bereitet und benutzt andere zur Absättigung dieses egoistischen Triebes ;) [quote]Klar sollte man nicht dem Irrglauben verfallen, daß alles wie auf rosa Wolken ist, wenn man liebt. Aber Liebe als eine der reinsten und intensivsten Formen von Egoismis anzusehen....ich habe die Erfahrung gemacht, daß Menschen die Liebe noch nicht wirklich gekannt haben es so sehen. [/quote] Das sehe ich anders. Die Wahrheit ist, dass Liebe gerade deshalb so schön ist, weil sie den allergrößten Bezug aufs eigene Ego hat. Nur das, was in engem Zusammenhang mit dem einen Ich steht, kann groß und eindrucksvoll sein. Die familiäre Liebe und die Liebe unter Freunden ist z.B. eine etwas weniger egoistische Form der Zuneigung, was sich daran zeigt, dass Eifersucht in diesen Beziehungen viel seltener vorkommt. Die meisten guten Menschen wären bereit, die Beziehung zu ihrer Mutter oder ihrem besten Freund abzubrechen, wenn sie wüssten, dass die Mutter oder der Freund nur auf diese Weise glücklich werden kann. Aber beim heiß und innig geliebten Partner? Ich bin sicher, da käme so eine noble Entscheidung nur selten vor! Freundschaftliche und familiäre Liebe sind m.E. weniger egoistische Beziehungen - aber eben deshalb sind sie auch weniger aufregend. [quote]Liebe sollte man nicht verwechseln mit Besitzenwollen, mit Nehmen oder gar mit der Erwartung der andere müsse einen glücklich machen.[/quote] Mach dir doch keine Illusionen. Natürlich hat Liebe mit einer (subtilen) Form von Besitzenwollen zu tun. Warum sonst sollte man fast ausrasten, wenn man mitbekommt, dass der Partner von einem anderen Menschen glücklich gemacht wurde? Wenn die Liebe nichts mit Besitzansprüchen zu tun hätte, sondern man in erster Linie am Glück des anderen interessiert wäre, dann wäre das doch ein vollkommen unangebrachtes Verhalten. Dann müsste man sich über fremdgehende Partner sogar freuen! Und ja, selbstverständlich hat man den Anspruch oder zumindest die heftigste Erwartung, dass der Partner einen glücklich machen wird. Das ist es, was man sich vom Partner erwartet. |
| belladonna | @Anaximander Gut, ich denke ich habe das Wort Egoismus jetzt zu negativ behaftet gesehen. Daß es mich eben mehr glücklich macht zu geben, ja da wußte ich schon gleich beim Schreiben, daß das Argument kommt, daß dies ja auch eine "egoistische" Handlung ist, wenn man es denn genau nimmt. Aber ich habe für meinen Mann auch schon Dinge getan, bei denen ich mich selbst nicht so glücklich gefühlt habe, einfach weil ich wußte daß es für ihn das Beste so ist in der jeweiligen Situation. Es gibt auch Dinge die ich für ihn tue von denen ich weiß er würde sie nicht für mich tun. Aber ich bleibe dabei, daß Liebe und Besitzenwollen zwei verschiedene Paar Schuhe sind und letzteres die Liebe kaputt macht. Wenn ich es nicht aushalten kann, daß mein Partner fremdgeht, dann sollte ich eben auch keine Beziehung mit einem notorischen Fremdgeher eingehen. ;) Ich selbst bin auch nicht gerade ein Freund von sogenannten offenen Beziehungen. Oder Swingerpartys:rolleyes: Wenn man partout auf seine Freiheit bestehen möchte, dann ist eine feste Beziehung wohl eben einfach nicht das richtige. |
| Anaximander II | [quote]Gut, ich denke ich habe das Wort Egoismus jetzt zu negativ behaftet gesehen. [/quote] Das geht den meisten so ;) Die meisten verkennen, dass Egoismus, wenn er durch richtige Erziehung und gesunde Gewöhnung in vernünftige Bahnen gelenkt wird, durchaus ein sozial fruchtbarer Trieb sein kann. Darum ist ein gemäßigter Kapitalismus auch besser und menschenfreundlicher als ein Sozialismus. :) [quote]Aber ich habe für meinen Mann auch schon Dinge getan, bei denen ich mich selbst nicht so glücklich gefühlt habe, einfach weil ich wußte daß es für ihn das Beste so ist in der jeweiligen Situation. Es gibt auch Dinge die ich für ihn tue von denen ich weiß er würde sie nicht für mich tun. [/quote] Na schön, also wenn jemand für einen anderen eine Handlung begeht, von der er genau weiß, dass die unangenehmen Folgen dieser Handlung vermutlich größer sind als der Lustgewinn, den die Handlung bringt (Streicheleinheit fürs Ego, beruhigendes Gefühl, dass das Objekt des Begehrens in Sicherheit gebracht wird), dann bin ich auch geneigt, von nicht-egoistischen Handlungen zu sprechen. Ich bin ja kein Unmensch ;) [quote]Aber ich bleibe dabei, daß Liebe und Besitzenwollen zwei verschiedene Paar Schuhe sind und letzteres die Liebe kaputt macht.[/quote] Ich würde eher sagen, dass man zwischen beidem keinen scharfen Schnitt machen kann und dass in _jeder_ intensiven Liebe eine zumindest sehr verfeinerte, sublimierte Form von Besitzenwollen enthalten ist. Je primitiver und oberflächlicher die Liebe, desto gröber und rücksichtsloser äußert sich dieses Besitzenwollen. [quote]Ich selbst bin auch nicht gerade ein Freund von sogenannten offenen Beziehungen. Oder Swingerpartys[/quote] Ich auch nicht. ;) |
| belladonna | [QUOTE]Ich würde eher sagen, dass man zwischen beidem keinen scharfen Schnitt machen kann und dass in _jeder_ intensiven Liebe eine zumindest sehr verfeinerte, sublimierte Form von Besitzenwollen enthalten ist. Je primitiver und oberflächlicher die Liebe, desto gröber und rücksichtsloser äußert sich dieses Besitzenwollen.[/QUOTE] Ja, da könnte was dran sein. Ich werd das mal beobachten ;) |
| SchwarzerSpäher | Liebe ist eine Illusion die es in Wirklichkeit nicht gibt. Eine bloße Ansammlung von irgendwelchen Reizen des Menschen. "Liebe geht durch den Magen" <-- und was ist danach?! |
| Nigthmare | [QUOTE]Liebe ist eine Illusion die es in Wirklichkeit nicht gibt.[/QUOTE] Milchmädchenlogik. Selbst ein eingebildetes Gefühl ist ein Gefühl. Andererseits könnte man auch sagen dass jedes Gefühl eine Illusion ist, was aber beides nichts an ihrer "Fühlbarkeit" ändert. MfG Nigthmare |
| Odessa | Und nur wer Liebe je gefühlt hat, kann wissen, wie wunderbar so eine "Illusion" (so sie denn eine wäre) ist und zu was sie uns Menschen befähigt... Mir ist es relativ egal, ob es Liebe "gibt" oder ob es "nur" etwas ist, was man sich aus Egoismus einredet um glücklich zu sein - solange es so dermaßen gut funktioniert, daß deswegen ganze (mentale) Berge versetzt werden, Menschen die schöpferischsten Phasen ihres Lebens haben, Kunstwerke von unvergänglicher Schönheit entstehen, zuvor depressive Menschen zu nahezu debil dauergrinsenden und sich gut fühlenden Glücksbomben werden und Telefongesellschaften ("die Wirtschaft muß boomen" *g*) sich dumm und dämlich daran verdienen wenn Liebende sich auf Dauerschlaf- und Nahrungsentzug befinden weil sie geographisch getrennt sind...solange ist diese "Droge" Liebe immer noch die beste, die es auf dem freien Markt gibt und sie hat relativ geringe Nebenwirkungen, führt im besten Falle - sh. oben - sogar zu äußerst befruchtenden menschlichen Höchstleistungen. Oder, um es im heutigen Jugendslang zu sagen: "luv rulez" :) .... |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i] [B]Und nur wer Liebe je gefühlt hat, kann wissen, wie wunderbar so eine "Illusion" (so sie denn eine wäre) ist und zu was sie uns Menschen befähigt... [/B][/QUOTE] Und befähigt uns zu wissen, wie stark psychischer Schmerz sein kann. Ich bin mittlerweile nicht mehr sicher, ob ich die wunderbare Seite nochmal haben will, wenn die negative aufzukommen droht. Bin da etwas pessimistischer geworden... (mal wieder, aber diese Phasen kennt wohl jeder). |
| belladonna | [QUOTE]Ich bin mittlerweile nicht mehr sicher, ob ich die wunderbare Seite nochmal haben will, wenn die negative aufzukommen droht. [/QUOTE] Wenn es wirklich Liebe ist, dann wird man gemeinsam auch die negativen Seiten durchstehen. ;) Wie oft habe ich schon an Liebeskummer gelitten und jetzt, wo ich meinen Mann habe, weiß ich daß seine Vorgänger reine Projektionsflächen waren. Ich habe immer nur ihn geliebt, nur eben noch nicht gefunden ;) |
| Waldemar | Bei dem Thema Illusion ist für mich das beste Beispiel der Film : Cast away, wo der Schauspieler Tom Hanks auf der einsamen Insel getrandet ist. Um seine Einsamkeit erträglicher zu machen, formte er sich einen Menschen, nämlich Mr. Wilson, einen Volleyball. Er wurde für ihn lebendig, als sein Blut als Handabdruck auf dem Ball sah. Als er dann später auf dem Floß im Meer war, und ihm Mr. Wilson "verlogenging" weinte er bitterlich. Denn er liebte Mr. Wilson! Als er fortschwamm starb ein echter Teil von ihm! Und das war keine Illusion mehr, das war die Wirklichkeit :) |
| Trauerwesen | belladonna: Danke, sowas baut auf :). Nur erschreckend, wie traumatisierend Liebe sein kann und wie sich Dinge so schlagartig ändern können. Aber ich denke mir dann auch, der richtige, der mich wirklich lieben kann und den ich lieben darf, wie ich liebe, war dann eben noch nicht dabei. Nur schade, wenn man wirklich dachte, der Mann fürs Leben war da schon bei gewesen... aber dann wohl eben nicht. |
| SchwarzerSpäher | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nigthmare [/i] [B]Milchmädchenlogik. Selbst ein eingebildetes Gefühl ist ein Gefühl. Andererseits könnte man auch sagen dass jedes Gefühl eine Illusion ist, was aber beides nichts an ihrer "Fühlbarkeit" ändert. MfG Nigthmare [/B][/QUOTE] Ja dann definier mir mal die Liebe! Deine Sinne spielen verrückt und du spürst den starken Drang einer Person nahe zu sein. Herrlich. Evolutionstechnisch, biologisch wollen wir uns eigentlich nur fortpflanzen, vornehm artikuliert, und jenes Gefühl versichert uns das die Person das richtige Genmaterial in sich hat. Wie viele Partner hat man im Leben? Welche ist die Richtige? Wie viele Goldene Hochzeiten gibt es denn. Oder gar Diamanthochzeit. Tja , c'est la vie. Liebe ist nunmal Illusion lieber Nightmare. Eh du dich versiehst ist es ein flüchtiges Gefühl. |
| Nigthmare | Erich Fromm gab eine Erklärung über die Liebe ab, die ich bei deiner Frage gerne heranziehe: [i]"Liebe ist mehr als ein Gefühl, es ist eine Entscheidung, ein Versprechen, ein Urteil"[/i] Diese "Definition" der Liebe trifft auf äußerst wenig Beziehungen zu, die sich tatsächlich größtenteils von ihrer Selbstwahrnehmung steuern lassen. Das "wahre Liebe" selten ist, dass viele Menschen eher sterben bevor sie sie kennenlernen zeigt sich auch in deinen Ausführungen... [quote]Evolutionstechnisch, biologisch wollen wir uns eigentlich nur fortpflanzen, vornehm artikuliert, und jenes Gefühl versichert uns das die Person das richtige Genmaterial in sich hat.[/QUOTE] Dieser Vorgang ist kaum mehr als der Nebeneffekt der Liebe. Menschen verlieben sich noch im Bewusstsein ihrer Zeugungsunfähigkeit, aber verlieren dennoch nicht ihren Antrieb dazu [QUOTE]Eh du dich versiehst ist es ein flüchtiges Gefühl.[/QUOTE] Jedes Gefühl ist flüchtig. Deswegen hast du trotzdem welche. MfG Nigthmare [b]Edit:[/b] [QUOTE]Tja , c'est la vie. Liebe ist nunmal Illusion lieber Nightmare.[/QUOTE] Meine Illusion bringt Telefone zum läuten... |
| Odessa | --- Tja , c'est la vie. Liebe ist nunmal Illusion lieber Nightmare. --- Die Illusion von nigthmare muß da natürlich auch noch was dazusenfen *G*: Meine Illusion sorgt dafür, daß ich jeden Tag und jede Nacht der glücklichste, zufriedenste, befriedigste und rundrum sich wohlig fühlendste Mensch bin und daß ich für einen anderen Menschen bereit wäre, mein Leben zu geben - wenn das Illusion ist, dann ist es aber ein verdammt geiler Trip eines verdammt guten Halluzinogens auf dem ich da bin ;-) --- Eh du dich versiehst ist es ein flüchtiges Gefühl. --- Manche Lieben vergehen, natürlich... Menschen ändern sich, Emotionen auch. Es zählt aber nur dass es "war", daß es gelebt wurde, dieses Gefühl. Und manchmal bleibt es auch für länger oder für immer. Ganz unabhängig von einem Fortpflanzungswunsch übrigens, denn wenn man z. B. weiß daß man sich gar nicht (mehr) fortpflanzen kann, dann dürfte doch eigentlich somit der "Trieb" dahingehend auch erloschen sein - ist er aber in den seltensten Fällen;-) --- Meine Illusion bringt Telefone zum läuten... --- ...und meine Illusion hebt dann auch immer sofort freudigst ab ;-) |
| LaChatte | Liebe ist bestimmt eine Illusion. Genauso wie mein Telefon Computer Tisch Katze Körper und so weiter eine Illusion ist. Aber die LIebe ist für mich das Wahrste, Echteste daran - etwas, das die Körperillusion und Weltillusion bei weitem überleben wird.:) Wenn ich allerdings so darüber nachdenke, [URL=http://www.spiriforum.com/modules/news/article.php?storyid=39]wie andere Menschen manchmal Liebe definieren,[/URL], so find ich das oft erschreckend... oder (hier mal passend), tatsächlich pervers. :( |
| Thianna | Liebe ist. |
| Lesbia | Liebe ist für mich das Gefühl der Wärme, das jemand anderer einem geben kann. Die stille innere Verbundheit bei jedem Blick, jedem Wort, jeder Berührung. Eine Nähe, die nicht durch Entfernung ausgelöscht und durch einen Brief, eine SMS, ein Telefonat sich wieder tief ins Bewustsein presst. Wenn man jemanden findet, der einem dieses Gefühl geben kann, dann ist es egal, wie derjenige aussieht, ob man ihm ähnlich ist oder völlig Gegensätzlich. Dann hat man einen Menschen gefunden, den man lieben aknn. Für mich sit das die generelle Bezeichnung von Liebe, zu romantischer Liebe gehört nach meiner Ansicht noch ein wenig der Hauch von Ewigkeit und eine Brise sexuelle Anziehung. Okay, kann auhc ein guter Schuss sein ;) |
| strange | ich würde Liebe so definieren: die freiwillige zurückstellung seiner eigenen Gefühle zum Wohl des geliebten Menschen. |
| Anaximander II | [QUOTE][i]Original geschrieben von strange [/i] [B]ich würde Liebe so definieren: die freiwillige zurückstellung seiner eigenen Gefühle zum Wohl des geliebten Menschen. [/B][/QUOTE] Also erstens verwendest du bei dieser Definition das Definiendum (den zu definierenden Begriff) bereits im Definiens (den Ausdrücken, durch die definiert wird): Du sprichst nämlich von dem geliebten Menschen und setzt dadurch bereits den Begriff der Liebe voraus ;) Zweitens wäre deine Definition eher die Definition des Begriffs "Altruismus". Liebe hat in der Realität dagegen nur selten und nur in sehr begrenztem Maße mit Selbstlosigkeit zu tun. |
| belladonna | [QUOTE]Liebe hat in der Realität dagegen nur selten und nur in sehr begrenztem Maße mit Selbstlosigkeit zu tun.[/QUOTE] Aber sie ist ein sehr starkes Motiv für selbstlose Handlungen ;) Wenn nicht sogar das einzige. Und: Liebe macht aus uns bessere Menschen. Das ist mal meine Definition. |
| Benetton Girl | Ach ja, die Liebe... Fluch und Segen zugleich. Sie kann das tollste sein und die tollsten Gefühle in uns wecken und doch gleichzeitig so schmerzhaft sein. Das ist manchmal schon echt verrückt. Liebe zu Definieren ist allerdings schwer und ich weiß auch nicht ob sowas sein muss. Eine Definition nur um etwas begreifbar zu machen, was man eigentlich gar nicht begreifen kann. Und natürlich macht es einen Unterschiedob man verliebt ist oder ob man liebt (also zumindest für mich ist da einer)... Liebe wächst mit der Zeit. Aus verliebtsein wird tiefe und innige Liebe (zumindest im Idealfall). Und das ist dann wirklich mit das Wundervollste, was einem passieren kann. Das wissen, jemanden zu haben, der einen liebt erzeugt doch irgendwie eine toefe innere wohlige Wärme. Liebe kann so vieles; Liebe macht uns zu besseren Menschen, Liebe lindert schmerzen, Liebe lässt uns vergessen, Liebe lässt uns lächeln und beflügelt uns Ich füge hier auch mal ein schönes Zitat an: [I]"Wo sich Wahrheit und Phantasie begegnen, da ist das höchste Menschliche Gefühl. Wir nennen es Liebe."[/I] Und dieses hier dürften einige von euch vielleicht kennen :) [I]"DER PROPHET Winkt Dir die Liebe, so folge ihr, sind auch ihre wege hart und steil. Und umfahren dich ihre Flügel, so ergib Dich ihr, mag auch das unterm Gefieder verborgene Schwert Dich verwunden. Und redet sie mit Dir, so trau ihrem Wort, mag auch ihre Stimme deine Träume erschüttern, wie der Nordwind den Garten verwüstet. Liebe gibt nichts als sich selber und nimmt nichts als aus sich selbst heraus. Liebe besitzet nicht und lässt sich nicht besitzen, denn liebe genügt der Liebe."[/I] |
| king of fools | - Was ist Liebe? - Woran merkt man, wenn man jemanden liebt? - Wann liebt man? 1. Lieben ist eine Kunst. Dazu ein Zitat von Erich Fromm:"...was [b]lieben[/b] eigentlich bedeutet. Der erste Schritt auf diesem Wege ist sich klarzumachen, dass Liebe eine Kunst ist, genauso wie Leben eine Kunst ist; wenn wir lernen wollen zu lieben, müssen wir genauso vorgehn wie wir das tün würden, wenn wir irgendeine andere Kunst, zum Beispiel Musik, Malerei, Tischlerei oder die Kunst der Medizin oder der Technik lernen wollten" Zusammengefasst heitß es, das man sowohl theorie als auch Praxis für die Meisterschaft braucht. Am wichtigsten jedoch ist die Leidenschaft und der Wille die gesamte Energie für diese Kunst zu opfern. 2. Bei jedem unterschiedlich. Ich z.b. fühle mich derartig zu dem menschen hingezogen dass ich jede sekunde mit ihr verbringen möchte und quasi nur noch davon träume sie in händen zu halten und zu küssen. 3. Von Geburt an. Liebe ist nicht einfach Liebe. Es gibt Gottliebe, Nächstenliebe, Liebe in der Richtung einer festen bindung etc. Du liebts von geburt an und bis zum Tode. so wie du es meinst würde ich sagen: Wenn man sich absolut geborgen und zu Hause fühlt. |
| belladonna | Ich weiß nicht, daß klingt mir arg kompliziert und idealisiert dieser Kunstvergleich. Mein Gott, jedes Kind kann lieben, sogar jedes Tier. Bedingungsloser, selbstloser und unschuldiger als manch erwachsener Mensch. Wir sind mit der Fähigkeit zu lieben geboren, aber wir verlernen es anscheinend auf unserem Weg in die Welt der "Erwachsenen" und müssen es uns mühsam wieder beibringen. Liebe kann nur da sein wo auch Vertrauen ist. Und dieses Urvertrauen, das wird uns ja oft genommen durch negative Erfahrungen. [QUOTE]Liebe ist nicht einfach Liebe.[/QUOTE] Sehe ich anders. Liebe ist immer nur Liebe. |
| Arimahn | Genau das ist die Gefahr: Die Liebe auf ein Podest zu heben. Das Konzept der Liebe wurde seit Jahrtausenden von Künstlern, Philosophen und Esoterikern so unglaublich verklärt, dass kein Mensch je zu dem bestehenden Ideal aufleben kann... |
| king of fools | heute wird das problem der liebe darin gesehen, selbst geliebt zu werden statt zu lieben zu können und zu lieben. lieben ist eine kunst. nur weil ich weiß wie eine beziehung läuft liebe ich noch nicht. nur weil ich weiß wie die fortpflanzung funktioniert liebe ich noch nicht. erst die breitschaft und der feste wille alles dafür zu geben, für diesen menschen macht die romantische liebe zu dem was wir denken dass sie ist. ursprung dieses ganzen romantischen nimmt es daher, dass früher ehepaare schon früh miteinander in eine zwangsheirat gebracht worden. daraus entstand manchmal auch eben diese romantische liebe die wir in unserer westlichen welt als selbstverständlich erklären. |
| belladonna | [QUOTE]Genau das ist die Gefahr: Die Liebe auf ein Podest zu heben. Das Konzept der Liebe wurde seit Jahrtausenden von Künstlern, Philosophen und Esoterikern so unglaublich verklärt, dass kein Mensch je zu dem bestehenden Ideal aufleben kann...[/QUOTE] Das führt auch dazu daß die Menschen wunder was von der Liebe erwarten. Dabei haben sie sie vielleicht längst gefunden wissen es aber nicht zu schätzen, weil keine Engel mit goldenen Trompeten sie in die Lüfte auf Wolke sieben heben...:rolleyes: Ich glaube Liebe ist eher in den einfachen, den wesentlichen Dingen des Lebens zu finden. Und man braucht ein gewisses Maß an Naivität und Einfalt um wirklich lieben zu können. |
| Gabriel Bell | Hm zwar mag es sicherlich sein, dass die Liebe als verklärtes Ideal in seiner Vollständigkeit nie erfüllt werden mag. Aber sollten wir Liebe deswegen das Podest nehmen, das ihr zusteht? Es war bereits jener kleine Zeichentrickfilm "Die Hexe und der Zauberer" - "ich glaube fast sie ist die größte Macht auf Erden". Natürlich ist das verklärt und versimpelt. Und dennoch...wenn es irgendetwas gibt, für das es sich zu sterben lohnt, irgendetwas, bei dem ich spontan geneigt wäre zu sagen "darum wäre die Auslöschung aller menschlichen Existenz zu bedauern", so ist es Liebe. Keine Nation, keine Ehre, kein Stolz...keine bedauernswerten Sittengesetze oder Moralvorstellungen. Oder in Dürrenmatts worten "Es ist viel größer und schwerer, einem Menschen die Treue zu halten als einem Staat." Hach, da schlägt wieder irgendwas in mir durch...ich sollte mal wieder die Wahlverwandschaften lesen um mich auf den bedauernswerten Boden der Tatsachen zurückzuholen *hust* nein, ich denke nicht *hust*. Liebe rational erklären, jetzt mal frei nach Pispers "kann ich den Witz nochmal in Farbe hören". Ich denke mal, wenn man in der Lage ist, Liebe rational zu betrachten, dann ist man gerade nicht in der Lage, zu lieben... Irgendwie klingt das, was ich geschrieben hab sehr nach rohform...ich glaub heute Abend wirds aber wohl nix besseres mehr. |
| Arimahn | [QUOTE]Aber sollten wir Liebe deswegen das Podest nehmen, das ihr zusteht? [/QUOTE] Warum steht es ihr denn zu? Wenn ich Kokain nehme fühle ich mich auch zeitweise großartig, sollten wir Drogen dann nicht auch verherrlichen? Liebe ist ein natürlicher Faktor, ein sehr sehr mächtiger aber genauso unbeständig. Wir können ihn nicht ignorieren - Wenn wirs versuchen verkrüppeln wir uns damit - aber wir müssen ihn in einen vernünftigen Rahmen setzen. |
| belladonna | Ich bin auch nicht dafür Liebe rational zu betrachten. Aber viele Menschen gehen doch mit einer falschen Erwartungshaltung an Liebe heran. Natürlich ist Liebe etwas ganz wunderbares. Und die Verliebtheitsphase läßt einen schon zu poetischen Höhenflügen aufschwingen. Aber Liebe zu "verkünsteln" sie auf ein (unerreichbares) Podest zu heben, sie zu einer unnahbaren Diva zu machen ist einfach falsch, weil Liebe die natürlichste Sache der Welt ist. Weil jeder sie in sich trägt. Aber die Menschen haben es scheinbar lieber kompliziert und sind der Meinung man müsste nach ihr suchen, wie nach dem Stein der Weisen. Dabei ist sie immer da. Und ich wage zu behaupten, daß Liebe die Antwort ist, die das Leben zu geben hat. Und man sollte sie weder in einen Schrein sperren noch sie mit Füßen treten ;) |
| king of fools | ein weiteres problem ist das liebe einfach liebe ist...für die meisten. wie bereits gesagt von mir :"Es gibt Gottliebe, Nächstenliebe, Liebe in der Richtung einer festen bindung etc." das wirklich interessante an der romantischen liebe ist doch dass dieser mensch uns zurück auf den boden holt. ich z.b. bräuchte gerade einen solchen menschen da ich in den letzten 4 wochen fast nur noch gekifft und gesoffen hab. und es tut verdammt gut. aber irgendwie will man auch davon weg. wieder eine art liebe: die Hassliebe. wir müssen die liebe hoch halten jedoch nicht so hoch dass sie nicht mehr in unserem alltag erreichbar ist. die poeten und andere künstler habn nichts anderes als die wahrheit geschrieben (bezogen auf gedichte und gemälde, also weg von romanen etc.). ihr wisst schon, dieses gefühl alles tun zu können und mehr. |
| belladonna | [QUOTE]Wirklich, selbstliebe ist oberstes Gebot![/QUOTE] Natürlich ist es das! Es heißt ja auch: "Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst" Entäuschungen und "Liebeskummer", lassen sich auch viel leichter verkraften, wenn man in der Lage ist, sich selbst zu lieben. Denn man macht sein Selbstvertrauen dann nicht davon abhängig, daß der andere einen auch liebt. Eine Zurückweisung strürzt einen dann nicht gleich in eine persönliche Krise. |
| king of fools | vergleicht mal selbstliebe mit der romantischen liebe... das ist dann die extremere form. bedenkt doch dass man dann alles nur für sich tun will. selbstLIEBE ist kein weg. selbstbewusstsein eher. ich bin mir darüber BEWUSST wer ich BIN (form von sein). selbstkritik ist gesund, selbstliebe ist meiner meinung nach doch eher ungesund und kommt nicht wirklich gut. |
| belladonna | [QUOTE]selbstliebe ist meiner meinung nach doch eher ungesund und kommt nicht wirklich gut.[/QUOTE] Nein, sich selbst nicht zu lieben DAS ist ungesund. ;) Ihr verwechselt Selbstliebe mit Selbstsucht ;) |
| belladonna | Um es noch mal etwas deutlicher zu machen hier noch mal ein Beitrag von mir aus einem anderen Thread: Ich zitiere mal Auszüge aus dem Artikel "Von der Kunst sich selbst zu lieben" aus Publik-Forum. So als kleiner Denkanstoß: Die Selbstliebe ist umstritten. Von Anfang an. Sie sei das größte Übel, meinte schon Platon, denn sie halte die Menschen davon ab, gut und gerecht zu sein. Doch sein Schüler Aristoteles konterte: Sich selbst nicht lieben zu können ist ein noch viel größeres Übel, denn es verhindert, andere Menschen lieben zu können. Schon im vierten Jahrhundert vor Christus führte Aristoteles in der Nikomachischen Ethik vor Augen, daß Freundschaft zu den vortrefflichsten Gütern zu zählen ist. Die wahre Freundschaft, die auf der gegenseitigen Zuwendung um ihrer selbst willen beruht. Viele Jahrhunderte später, 1788 sprang ihm Adolph Freiherr von Knigge zur Seite, als er in seinem WErk Über den Umgang mit Mencshen in einem kleinen Kapitel auch über den Umgang mit sich selbst schrieb: "Wehe dem, der sein eigenes Ich nicht kultiviert, statt dessen sich zu viel um fremde Dinge kümmert und fremd in seinem eigenen Hause wird! Er hat nichts mehr, wohin er sich zurückziehen kann, er verletzt die Freundschaft mit sich selbst, seinem teuersten Freund, und das könnte sich bitter rächen, denn es gibt Augenblicke, in welchen der Umgang mit seinem Ich der einzig tröstliche ist. Das Ziel ist Selbstfreundschaft, um ebenso vorsichtig, redlich, fein und gerecht mit dir selber umzugehen wie mit anderen. Und wie einem guten Freund gegenüber auch in unangenehmen Dingen aufrichtig gegen sich selbst zu sein, fern von Schmeicheleien." Es darf zu keiner Selbstvernachlässigung kommen: Daher kennt Knigge Pflichten gegen uns selbst, die sogar die wichtigsten und die ersten sind. Sie finden ihren Ausdruck in der leiblichen und seelischen Sorge für sich. "Das wichtigste Geschenk an sich selbst ist die Aufmerksamkeit", sagt auch der Philosoph W. Schmid: "Menschen brauchen Aufmerksamkeit. Man sieht es an sich selbst. WEnn ein Mensch, den man schätzt und liebt, die Aufmerksamkeit abwendet, hin zu einem andern oder dem Fernseher oder seiner Arbeit, dann weckt dies ein sehr schlechtes Gefühl. Das ist von Kindesbeinen an so, daß Menschen Aufmerksamkeit brauchen, daß sie das Auge von jemandem auf sich ruhen fühlen wollen, möglichst das wohlwollende Auge. Und das ist im Umgang mit uns selbst ganz genauso. Wir wollen unser Auge auf uns gerne fühlen, wir mögen es nicht gern, wenn wir ständig im Umgang mit uns selbst nur in die Röhre gucken, wenn wir pausenlos auf Partys unterwegs sind und alle Aufmerksamkeit auf andere werfen, aber nicht auf uns. Da werden wir mit uns selbst unzufrieden. Also ist es das erste Geschenk: ich widme mir Aufmerksamkeit. Ich persönlich mache das auch. Jeden Tag ist eine bestimmte Zeit reserviert, in der ich mich nur mit mir selbst befasse und mit mir selbst und meinen eigenen Dingen. Und es ist ein halber Tag in dder Woche, da streife ich durch die Gegend, gucke mir etwas NEues an und bin dabei ganz mit mir selbst befaßt." "Aha, auch so ein Egoist" Diesen Satz mußte sich der Philosoph W. Schmid öfter anhören, weil er mit seinem Buch für die Selbstfreundschaft plädiert. "Die Selbstfreundschaft" so erklärt Schmid, "soll dazu beitragen, sich sehr wohl mit sich zu befassen, aber letzten Endes nur zu dem einzigen Zweck, fähig zu werden, daß Verhältnis zu anderen besser eingehen und gestalten zu können, reifer zu werden für Beziehungen zu anderen, denn viele Beziehungen scheinen darunter zu leiden, daß die jeweils Beteiligten mit sich selbst nicht sehr gut umgehen können." Ich liebe mich - in guten wie in schlechten Zeiten. Auch wenn ich versage, krank werde, alt aussehe, mich hässlich fühle. ich liebe mich, auch wenn andere mich anfeinden, wenn ich in ihren Augen nciht funktioniere, wenn ich Fehler mache. Ich bleibe bei mir, bleibe mir treu, verlasse mich nicht. Ich liebe mich. Wer mit sich selbst befreundet sein will, sollte sich in die Kunst des Unglücklichseins einüben. Es ist ein Problem des modernen Menschen, daß er partout glücklich sein will, daß er das Negative, was ihm im Leben begegnet, feindselig abwehrt. Aber wie soll er dann das Unglück einer Krankheit, seines Alterns, seiner Gebrechlichkeit - das Unglück seiner vielen, vielen Unvollkommenheiten - bewältigen? Sollen ihm immer nur die Anderen seine Schwächen und Fehler verzeihen? Und was, wenn sie ihm diesen Liebesdienst verweigern? Es bleibt uns doch gar nichts anderes übrig, als uns selbst zu lieben - wenn wir uns nicht hassen wollen. Nicht an unseren Schwächen werden wir zu Grunde gehen, sondern an unserer Stärke. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Aber müsste es nicht eigentlich heißen: Liebe dich selbst wie deinen Nächsten? Der Mensch ist sich selbst sein größter Feind. In seinem Buch: "Gut mit sich selbst umgehen" nennt der Benediktinerpater Anselm Grün ein ganzes Heer von Gegnern, das sich in unserem Inneren heftige Gefechte liefert. "In jedem von uns steckt wohl die Tendenz des gewaltsamen Umgehens mit sich selbst. Jeder hat in sich die Veranlagung, seine Aggressionen gegen sich selbst zu richten. Rigoros gehen wir gegen uns selbst vor. Da ist viel Härte und Rechthaberei. Härte gegen sich selbst hat ihre Ursachen meistens in der eigenen Lebensgeschichte. Da gibt es Menschen, die als Kinder verletzt worden sind. Wenn sie ihre Wunden nicht anschauen und bearbeiten, sich mit ihnen aussöhnen, sind sie dazu verdammt, ständig sich selbst und andere zu bestrafen und verletzten." |
| king of fools | [QUOTE][i]Original geschrieben von belladonna [/i] [B]Nein, sich selbst nicht zu lieben DAS ist ungesund. ;) Ihr verwechselt Selbstliebe mit Selbstsucht ;) [/B][/QUOTE] Du übersiehst da etwas: wenn man sich selbst nicht liebt hat das meistens einen guten grund. ich habe viele meiner fehler bereits erkannt habe aber einfach nicht die Kraft das zu ändern. wie bereits ich definiere Selbstliebe als ungesund. Selbstbewusstsein ist weitaus besser. es steht neutraler. ausserdem: selbstsucht ist wieder etwas anderes... |
| belladonna | Wenn man jemanden liebt, dann akzeptiert man auch seine Fehler, die nunmal jeder Mensch hat. Wenn man sich selbst für seine Schwächen verachtet, wird man auch andere Menschen für ihre Schwächen verachten. Und wie kann man dann lieben? Es geht ja eben darum, sein Schwächen zu kennen - und man kann nicht alles ändern, niemand ist perfekt! - und sich trotzdem zu lieben! Zu sich zu stehen, sich zu vergeben und zu verzeihen. Und nicht Zeit seines Lebens mit sich zu hadern und sich dabei zu zerstören. Natürlich sollte man kritikfähig sein und einige Fehler die man macht, macht man dann eben kein zweites Mal. Wir sind ja alle lernfähig. ;) Aber wenn man sich für Schwächen geißelt, die einen Teil der Persönlichkeit ausmachen und sicherlich ihren Grund haben....das ist doch pure Selbstzerstörung. Es reicht doch schon, daß andere ständig auf einem wegen gewisser Eigenheiten rumhacken, die vielleicht nicht jedem passen, aber insgesamt niemandem schaden. Das sind die Momente in denen man zu sich selbst stehen sollte. Und nicht dauernd versuchen sollte, so zu sein wie andere einen gern hätten :rolleyes: So wie du das siehst, würde es ja heißen, daß du nur einen völlig fehlerlosen Menschen lieben könntest. :rolleyes: Und da wirst du wohl Zeit deines Lebens enttäuscht werden. Wenn du lernst dich selbst zu lieben, obwohl du Fehler hast, wenn du lernst dir deine Fehler zu verzeihen, nicht nachtragend mit dir selbst zu sein, dann wirst du auch andere Menschen lieben können, auch wenn sie Fehler machen. ;) |
| king of fools | [QUOTE][i]Original geschrieben von belladonna [/i] [B]So wie du das siehst...[/B][/QUOTE] nein das is deine meinung ;) grade weil ich so fehlerhaft bin suche ich jemanden der in meiner weltsicht perfekt ist, um dann doch fehler zu entdecken udn somit noch enger mit ihr verbundne zu sein. ich kann niemanden lieben der mir so afs schwein geht deswegen kann ich mich nicht lieben. um mich lieben zu können müsst ich erstmal was irklich grandioses an mir finden aber ich find nüx :D |
| NigraAbdita | Erstmal bedeuted Liebe , einen Menschen bedingungnslos so zu akzeptieren, wie er ist. Aber wenn man sich nicht mal selber so akzeptiert, wie man ist und sich nicht ein Stück selbst liebt, kann man das doch auch nicht von einem anderen erwarten. Natürlich sollte man sich nicht so sehr von der Selbstliebe blenden lassen, dass man blind und selbstsüchtig durch die Gegend tappst, aber wenn man an sich sleber nur ganrichts finden kann, was man mag, wird es meiner Meinung nach sehr schwierig, eine andere Person zu finden, die das tut. |
| SensibleGhost | Hallo, also Ich möchte auch einmmal Meine Sichtweise zum Thema Liebe loswerden. Ich finde es völlig sinnlos darüber zu schreiben, was Liebe ist. Also Ich möchte versuchen das zu erklären: Für mich persönlich ist die Liebe zu einer Person, mit der Ich sehr tief emotional verbunden bin, so unwirklich schön, dass es keinem gelingen würde dies aufzuschreiben. Nicht in Worte fassbar ist es. Ist es nicht die Liebe, die das schönste auf der Welt ist? Man kann Gefühle in Gedichten aufschreiben, man kann sie in einem Text mitteilen, aber nie wird es jemand verstehen, der nicht das selbe fühlt. Das Bündnis der Liebe zwischen zwei Personen geht über den Verstand hinaus, es ist nicht greifbar, unendlich schön. Man könnte genauso gut das Wort der "Perfektion" dafür verwenden. Welches auch sinnlos ist zu erklären. Mag sein, dass jetzt jemand sagen wird, Ich schreibe einfach auf, was Liebe für mich ist. Was Ich denke und fühle. Das kann Ich doch tun. Aber wenn er selbst liebt, wird er seinen Text doch nur belächeln und sich sagen, dass ist noch unendlich mehr. Es ist möglich sein ganzes Leben und Gefühl in einen Text zu legen, wie es auch viele machen, und wie Ich es oft gelesen habe. Aber niemals wird jemand das verstehen, wenn er nicht selber fühlt und sich sein eigenes Bild machen kann. Es ist doch nur ein Bruchteil dessen, was wirklich geschieht. Dann mag mir einer erklären, wie man eine Liebe führt. Durch Zusammenhalten, aufeinander hören, sich zärtlich verhalten..... Sicherlich, aber besteht die Liebe dann nicht nur aus solchen Gefälligkeiten? Die nicht von Herzen kommen, sondern nur auf Grund von Ratschlägen passieren. Wenn Ich eine Frau, die Ich liebe, küsse, dann nur weil Ich das Verlangen nach Nähe zu Ihr habe. Aus einem Gefühl heraus, was eben unbeschreiblich schön ist. Das Wort "unbeschreiblich" wende Ich deswegen an, weil Ich denke, dass es möglich ist einen Teil seiner Gefühle aufzuschreiben, aber niemals alles zu sagen, was man kann. Wann liebt man? Wo liebt man? Und vor allen Dingen wie liebt man? Alles zu beschreiben, aber nicht zu erklären. Einfach, weil das ganze einfach da ist und niemand weiß woher! Wer hat die Liebe erschaffen? Brauchen wir sie? Wie wäre es ohne sie? Alles total egal! Liebt einfach jemanden und versucht nicht Erklärungen zu finden! Erfahrungen sind da vielleicht eine andere Sache, weil man dadurch ein Bild bekommt von einem anderen Menschen. Aber kein Bild von der Liebe. Nun sollte man also Erfahrung und die Beschreibung der Liebe nicht verwechseln. Die Erfahrung kann das Gefühl gegenüber der Liebe oftmals sehr stark beeinflussen. Eigentlich ist es das einzigste, was die Liebe verändern kann. Aber, was rede Ich? Wie soll man ein Gefühl verändern können? Es ist doch nur da und geht nie wieder! Das eigene Bild gegenüber der Liebe, das verändert sich. Aber bei jedem anders. Wie liebt man also? Meine Antwort steht fest: Einfach so, ohne Worte! |
| Mondelfe18 | Für mich ist Liebe die Vebindung zweier Seelen, welche sich so nah sind, dass ein magisches Band zwischen ihnen ensteht. Mondelfe |
| Maibe | Ich kann nicht an die Liebe glauben, vielleicht weil cih noch so jung bin. |
| Seneca | Ich glaube nicht am "Die Liebe", dafür bin ich zu alt. Aber ich glaube an diverse biochemische Prozesse die einem was vorgaukeln und das Urteilsvermögen stark beeinträchtigen. Aber an Sympathie und Vertrautheit glaube ich durchaus, auch wenn spektakuläre Gefühlsspitzen dabei eher die Ausnahme darstellen. |
| LaChatte | [QUOTE]Aber ich glaube an diverse biochemische Prozesse die einem was vorgaukeln und das Urteilsvermögen stark beeinträchtigen.[/QUOTE] Ich hab immer Probleme, wenn biochemische Prozesse vermenschlicht werden und in diesem konkreten Fall als so eine Art Magier oder Taschenspieler erscheinen. Mal abgesehen davon wird das Qualia-Problem nicht damit erklärt. [QUOTE]Aber an Sympathie und Vertrautheit glaube ich durchaus, auch wenn spektakuläre Gefühlsspitzen dabei eher die Ausnahme darstellen.[/QUOTE] "Spektakuläre Gefühlsspitzen" sind aus meiner Sicht eher ein Zeichen für emotionales Drama, nicht ein Zeichen für Liebe. [URL=http://www.spiriforum.com/modules/news/article.php?storyid=48]Liebe ist eine Entscheidung[/URL], etwas Dauerhaftes und Beständiges und oft Unspektakuläres, und nicht ein Feuerwerk an rosa Herzchen und überschäumenden Emotionen und Schmetterlingen im Bauch. Obwohl diese Phase, wenn sie denn da ist, auch sehr schön ist.:) |
| dyingwithoutyou | Die Liebe in Worte zu fassen ist meiner Meinung nach von Anfang an ein zum Scheitern verurteiltes Unterfangen. Es ist wohl nicht möglich, sie in ihrer ganzen Komplexität ohne Weiteres in einem einfachen Text zu formulieren, da es nicht möglich ist - wie auch vorher schon erwähnt - durch Worte die individuellen Emotionen zu übermitteln. Dabei stellt sich mir jedoch die Frage: 'Woher weiß ich eigentlich, dass es Liebe ist, was ich fühle?' Nur zu oft hat man schon den Satz gehört: "Wenn es soweit ist, wirst du schon merken, dass es Liebe ist!" Doch wer sagt mir, dass dies auch wirklich so ist; ...so etwas kann mir niemand unter Garantie versichern. Dies geht vielleicht nicht nur mir durch den Kopf, wenn ich an eine unglückliche Liebe denke. Was hat die Liebe für einen Sinn, wenn sie nicht erwidert wird, wenn sie einem das Leben schwer macht, oder irgendwann sogar zur Qual wird? Ist das dann überhaupt Liebe? An sich ist die Liebe ja etwas Wunderbares. Das Gefühl der Erfüllung bei der bloßen Anwesenheit eines anderen Menschen, ...wenn man das Leben einfach nur noch genießen kann und nicht mehr nach seinem Sinn fragen muss. Diese Verbindung, die einem Kraft gibt, so gut wie jede Hürde im Leben zu nehmen. Das ist zumindest die schöne Seite daran. Letztendlich kommt es aber immer auf den jeweiligen Menschen an, wie sich die Liebe äußert und was sie bewirkt; das wird auch in Zukunft jeder selbst erfahren müssen. Ich kann ja auch nur beschreiben, was ich selbst empfinde und leider wird es immer so bleiben, dass die Liebe - wie vieles anderes im Leben auch - zwei Seiten hat. Sie kann das Leben entweder gänzlich erfüllen, . . . oder ihm seinen Sinn nehmen. |
| trigger | Liebe simpel beschreiben? Naja..sehr schwierig.. Was ist Liebe? Liebe ist ein Gefuehl das oft bei Zwischenmenschlichen Beziehungen aufkommt. Liebe ist ein sehr schoenes Gefuehl, es jagd den Hormonspiegel in die Hoehe...man koennt Berge verschieben..man fuehlt sich phaenomenal.. jedoch hat Liebe auch eine sehr negative Seite.. scheitert eine Beziehung ist es sehr schwierig sich wieder aufzufangen und die Trennung zu verdauen und wieder das Vertrauen in die Liebe zu gewinnen...jeder kennt das wahrscheinlich..einmal Pech in der Liebe schuehrt Misstrauen - ein Leben lang |
| Letum | Liebe kommt und geht. Nichts ist für die Ewigkeit, auch die Liebe nicht. Alles ist vergänglich...... Zu lieben und geliebt zu werden ist zwar ein wunderschönes gefühl, jedoch ist "liebe" mit vielen negativen dingen und seiten verbunden. man sollte an ihr nicht hängen.... |
| Alana | Das mit dem biochemischen Prozessen kann ich echt nicht mehr hören.... Der Körper sagt einem vielleicht wer ein guter Sexualpartner wäre,wer gute Gene hat um mit ihm Kinder zu haben aber das hat mich Liebe doch nichts zu tun. In wen man sich verliebt das ist ein Zusammenspiel von dem was einem der Körper sagt,den Regeln für die Partnersuche die man für sic,dafürh selbst aufstellt und einem gewissen Teil den man einfach nicht erklären kann.Und verliert die Liebe/das verliebt sein nicht auch ein wenig an Zauber wenn man alles zu erklären versucht?Hat man was davon es wissenschaftlich erklären zu können was dabei im Menschen abläuft? Jetzt meine Definition: Liebe ist ein Gefühl von tiefer seelischer Verbundenheit und gleichzeitig sexueller Anziehung. Und das Hochgefühl kommt vom Verliebt sein das mit Liebe nicht unbedingt etwas zu tun hat..das ist dieses ich finde jemanden toll,ich könnte die ganze Welt umarmen,ich will Sex mit demjenigen...das ist noch lange keine Liebe In dem Stadium kennt man sich meistens nicht so gut das man den anderen für seinen Charakter wirklich lieben kann Liebe bringt immer das Risiko mit sich verletzt zu werden..nur das darf einen nicht abschrecken..wer das Risiko nicht will bekommt auch die schönen Seiten nicht zu spüren |
| paimon | Ich weiß eigentlich garn nicht, was ich zu dem Thema schreiben soll, da ich bestimmt die Falsche dafür bin zumindest im Moment (2. Scheidung am laufen) Doch etwas weiß ich: Liebe ist für mich: - ein warmes Gefühl, wenn ich den Menschen sehe der mir etwas bedeutet. - Hingabe ohne zu fragen warum - Vertrauen - zu seinem Partner stehen - sich miteinander zu streiten - miteinander Lachen oder Weinen - dem Anderen da zu sein und zu zuhören (auch wenn es manchmal nur Lapalien sind) Liebe bedeutet eigentlich soviel und auch so wenig, das man es eigentlich gar nicht beschreiben kann. Auch bewundere ich Menschen, die schon ihr Lebenlang miteinander verheiratet und auch nach so vielen Jahren noch glücklich sind. Ja ich glaube, das ist in meinen Augen die Wahre Liebe Und ich wünsche jedem Menschen, selbst meinem Ex- Mann das er solch eine Liebe finden und erfahren darf |
| Tears_in_vain | Meine Meinung ist das Liebe schön sein kann aber auch die größte Perversion auf Erden!!! Sie kann so was von wehtun dass man nicht mehr weiß wie es weiter gehen soll. Ich wurde schon zweimal so übel verrarscht und auf ne üble art und weiße Sitzengelassen als ich gedacht hab die Person ist alles für mich. |
| finsteres Wesen | ich denke, dass "liebe" vor allen mit den hormonen im hirn zusammenhängt. wenn man verliebt ist (das beudetet, wenn man eine person gefunden hat, die man vor allem äußerlich attraktiv findet), dann werden bei jeder berührung oder bei jedem gedanken an diesen menschen glückshormone im hirn freigesetzt. das ganze funktioniert ehrlich wie bei ecstasy, da wird serotonin freigesetzt und man "schwebt" für einen augenblick "auf wolke sieben". verliebt sein kann man in jeden, den man attraktiv findet, denke ich. wahre liebe jedoch (ich weiß nicht, ob es sie wirklich gibt, aber wenn ja, dann definiere ich sie folgendermaßen) ist nicht so leicht zu finden. man muss mit den macken und problemen des anderen klarkommen und ihm bei seinen problemen helfen. es gibt menschen, die ihren partner dann verlassen, weil sie "es nicht länger aushalten", obwohl diese beziehung angeblich "die große liebe" war. verliebte menschen sind egoistisch, sie wollen möglichst viel zeit mit ihrem partner verbringen und glücksmomente mit ihm erleben. wenn die liebe zwischen zwei menschen so groß ist, dann, so glaube ich jedenfalls, wird man nicht einfach wegen eines mehr oder minder großen problems alles hinwerfen. bis man jemanden wirklich lieben kann, muss man ihn erstmal kennenlernen, und das dauert seine zeit. nach ungefähr einem jahr hört das "verliebt-sein", wie ich es oben beschrieben habe, auf. die glückshormone werden nicht mehr in so großer menge ausgeschüttet und irgendwann erreicht der körper wieder seinen normalzustand. das ist dann die phase, in der menschen automatisch nach einem neuen partner aussschau halten. einerseits, weil ihre beziehung "eintönig" und "langweilig" geworden ist und andererseits, so denke ich, weil der mensch an sich nicht dazu geschaffen ist, monogam zu leben. wenn man dann dennoch bei seinem partner bleibt (und treu ist), dann denke ich, dass es der bezeichnung von "liebe" schon relativ nah kommt. gruß, f.w. |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von finsteres Wesen [/i] [B] bis man jemanden wirklich lieben kann, muss man ihn erstmal kennenlernen, und das dauert seine zeit. nach ungefähr einem jahr hört das "verliebt-sein", wie ich es oben beschrieben habe, auf. die glückshormone werden nicht mehr in so großer menge ausgeschüttet und irgendwann erreicht der körper wieder seinen normalzustand. das ist dann die phase, in der menschen automatisch nach einem neuen partner aussschau halten. einerseits, weil ihre beziehung "eintönig" und "langweilig" geworden ist und andererseits, so denke ich, weil der mensch an sich nicht dazu geschaffen ist, monogam zu leben. wenn man dann dennoch bei seinem partner bleibt (und treu ist), dann denke ich, dass es der bezeichnung von "liebe" schon relativ nah kommt. [/B][/QUOTE] :eek: . Im Grunde hast du Recht, aber wird das Verliebtsein nicht von Liebe abgelöst? Mein Verliebtsein dauerte immer einige Monate, dann kam langsam Routine und es gab Liebe. Beides hat seinen Reiz, hat man beim Verliebtsein noch das Kribbeln und die spannenden Momente, die gegenseitige Entdeckung, , bot die darauffolgende Liebe immer besonders viel Vertrauen, dieses "ein Blick und ich weiss, was du denkst" und eben eine Art Verschmelzung in ein Wesen. Und Routine, die aber keinesfalls hier negativ behaftet sein soll. Und ich bin ganz stark der Meinung, dass Leute, die nach der Verliebtheit einen anderen Partner suchen, nur wegen der Verliebtheit diese Beziehung eingegangen sind, nicht wegen des Partners. Für mich gehört sowas noch eher in die Pubertät. Und dass es nach der Verliebtheit nicht langweilig wird, dafür sind Paare selbst verantwortlich. "Jeden Tag neu erobern" sollte dann doch mehr Geltung bekommen. Ich würde aber auch nicht unbedingt sagen, dass treue und die Tatsache, dass man bei seinem Partner bleibt, für Liebe sprechen. Gerade in Ehen handelt es sich vielmehr um reine Gewöhnung, weswegen dann auch nicht geschieden wird, obwohl es genug Anlass gäbe (was nicht bedeuten soll, dass jede Ehe die Liebe verlieren wird). |
| Demon17 | Ich habe den Eindruck erhalten, das Liebe auf unerfüllter Sehnsucht beruht. Wenn dauernd aufeinander hängt und sich alle Wünsche erfüllt, ödet man sich ziemlich schnell an. Hinzu kommt der Klammereffekt. Man fühlt sich eingeschränkt und ringt nach Luft. Wenn Liebe aber wie eine Sucht ist, wie eine Droge von der man nie genug bekommt, weil man sich eben nicht den ganzen Tag sieht, dann kann sie Jahre dauern, allerdings auch unheimlich weh tun, so dass man froh ist wenn das Herz vernarben kann. Das blöde ist, das Liebe (fast) nie gleichermaßen auf beide Partner verteilt ist, sondern (fast) immer einer den anderen mehr liebt. |
| finsteres Wesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i] [B]:eek: . Im Grunde hast du Recht, aber wird das Verliebtsein nicht von Liebe abgelöst? Mein Verliebtsein dauerte immer einige Monate, dann kam langsam Routine und es gab Liebe. Beides hat seinen Reiz, hat man beim Verliebtsein noch das Kribbeln und die spannenden Momente, die gegenseitige Entdeckung, , bot die darauffolgende Liebe immer besonders viel Vertrauen, dieses "ein Blick und ich weiss, was du denkst" und eben eine Art Verschmelzung in ein Wesen. Und Routine, die aber keinesfalls hier negativ behaftet sein soll. Und ich bin ganz stark der Meinung, dass Leute, die nach der Verliebtheit einen anderen Partner suchen, nur wegen der Verliebtheit diese Beziehung eingegangen sind, nicht wegen des Partners. Für mich gehört sowas noch eher in die Pubertät. Und dass es nach der Verliebtheit nicht langweilig wird, dafür sind Paare selbst verantwortlich. "Jeden Tag neu erobern" sollte dann doch mehr Geltung bekommen. Ich würde aber auch nicht unbedingt sagen, dass treue und die Tatsache, dass man bei seinem Partner bleibt, für Liebe sprechen. Gerade in Ehen handelt es sich vielmehr um reine Gewöhnung, weswegen dann auch nicht geschieden wird, obwohl es genug Anlass gäbe (was nicht bedeuten soll, dass jede Ehe die Liebe verlieren wird). [/B][/QUOTE] naja, es muss nicht unbedingt mit der pubertät zu tun haben, wenn man nach der verliebtheit keine lust mehr auf die beziehung hat. es gibt auch (erwachsene) menschen, die offenbar keine geduld haben und immer auf der suche nach abenteuer und action sind... und wenn man keine schmetterlinge mehr im bauch hat, denkt man dann, dass ein neuer partner her muss. das habe ich schon häufig erlebt (nicht ich selbst habe ich die erfahrung gemacht; ich bin noch recht jung). allerdings hast du recht, wenn du sagst, dass die paare selbst dafür verantwortlich sind, ob ihre beziehung langweilig wird oder nicht. gerade was das thema routine angeht, weiß ich nicht so genau, wie ich dazu stehen soll... ich denke, dass gewohnheit schon irgendwo zur liebe dazu gehört, denn man lernt seinen partner schließlich im laufe der zeit kennen. sicherlich wird man nie alle seiten an ihm kennenlernen, aber es reicht auf jeden fall aus, um eine art routine in die beziehung zu bringen. wie oben schon gesagt, ich bin noch recht jung und habe daher nicht so viel erfahrung mit dem thema liebe (wenn man meine beobachtungen anderer beziehungen mal außer acht lässt ;) ), aber das ungefähr ist meine sicht der dinge. gruß, f.w. |
| SchlafenderMond | Kann Demon nur zustimmen. Ich hatte es schon mit solch unfassbar selbsüchtigen Menschen zu tun, die nur nach der Befriedigung ihrer eigenen Gefühlsbedürfnisse gierten und dies im Vorwand der Liebe! [I]Liebe ist[/I] (und da möchte ich eine einst gelesene Signatur zitieren, die meine eigene Formulierung und Auffassung pointierter darstellt) [I]die Fähigkeit, denen die uns lieb sind, die Freiheit zu lassen, zu sein wie sie sein wollen. [/I] Wahre Liebe ist Wohlgesonnenheit dem anderen Wesen gegenüber und Ermutigung zum eigenen selbstergriffenen Leben, zum eigenen Individum, ja zur Unabhängigkeit selbst wenn dies in einer Beziehung zur Trennung führen müsste. Liebe ist Ehrfurcht, Furcht die Ehre des anderen zu verletzen und Liebe ist eine einzigartige Sichtweise, welche die Schönheit des Einzigartigen erkennen lässt und es bewahren möchte oder gar zur höhren Entfaltung ermutigt. Jeder Eingriff in dieses sosein des anderen ist eine Bedrohung der Einzigartigkeit und Schönheit. Das gillt für alles Seiende, und sei es lediglich eine Blume in der Wiese, meine Liebe zu ihr zeigt sich im Seinlassen dieser Blume, sobald ich sie Pflücken würde, wäre ihre wirkliche Schönheit, dass sie genau an dieser Stelle zu genau dieser Zeit blüht, zerstört. Man muss erst leben können um zu lieben! Liebe ist somit letztendlich Anschaung. Und all dieses egoistische Gebahren, gehüllt in den Mantel der Liebe welcher die heutigen Menschen immer mehr umhüllt ist wiederwertig und hässlich und kaum auszuhalten. |
| TheTurningPoint | [QUOTE][i]Original geschrieben von finsteres Wesen [/i] ich denke, dass gewohnheit schon irgendwo zur liebe dazu gehört, denn man lernt seinen partner schließlich im laufe der zeit kennen. sicherlich wird man nie alle seiten an ihm kennenlernen, aber es reicht auf jeden fall aus, um eine art routine in die beziehung zu bringen.[/QUOTE]Ich glaube das ist gerade das Schöne an der Liebe, dass man den Geliebten nie ganz und gar vollständig kennenlernen kann. So wird es immer wieder Neues zum Entdecken geben. Was du "Gewohnheit" nennst, möchte ich lieber "Vertrautheit" nennen. "Gewohnheit" assoziiert, dass man sich (mehr oder weniger widerwillig) an irgendwelche "schlechten" Seiten des Partners gewöhnt. Mit "Vertrautheit" meine ich, dass man Seiten des Geliebten kennenlernt ohne sie zu bewerten, aber dass man darauf vertrauen kann, dass diese Seiten so sind, wie man sie kennengelernt hat, dass man also dem Geliebten mehr und mehr vertrauen kann. Ich verstehe unter Lieben kurz gesagt ein Kennenlernen-Wollen. Und die Liebessehnsucht kommt meines Erachtens daher, dass man den Geliebten ganz und gar vollständig kennenlernen will, was man aber nie erreichen wird. @ SchlafenderMond: Deine Definition von Liebe finde ich sehr schön, und ich denke sie passt gut mit meiner Beschreibung zusammen. |
| Blutengel86 | Da hast du dir aber ne ganz schön schwere Frage ausgesucht :-D Was für mich " Liebe "ist?! Ich bin auch der Meinung, dass es einen Unterschied zwischen verliebt sein und einen Menschen lieben gibt. Verliebt sein ist für mich, wenn diejenige Person in der Nähe ist, ihr nah sein zu wollen, ab undn zu mal ein Lächeln schenken,ab und zu mal an ihn denken, wenn er nicht grad da ist... Liebe ist für mich, an einen Menschen Tag und Nacht zu denken, am Telefon sitzen und darauf zu warten, dass er sich meldet..wenn man an ihn denkt, kribbelt es als ob 100 Schmetterlinge einem im Bauch rumfliegen würden, und wenn man einschläft und wieder aufsteht, ist er der erste und letzte Gedanke... wenn er einem im Traum begegnet und das Nacht für Nacht, und einen einfach nicht mehr los lässt... Liebe ist, für einander da zu sein, in guten wie in schweren Tagen,einem einfach das Gefühl zu geben, ich kann das nich beschreiben... dieses Gefühl einfach geborgen zu sein... |
| trigger | Liebe...ist schön, tut weh, macht blind, besoffen und süchtig... |
| Angramar | Liebe ist ein unnötiger Fluch vieler, er schwächt das Wesen, verdirbt den Geist und ist einzig und allein eine pure Lüge. |
| DarkHeart | Lieben und geliebt werden læsst sich nicht in Worte fassen, man muss es einfach fuehlen und erleben, dann wird man verstehen, wovon so viele verzaubernd sprechen und dieses Gefuehl nicht missen wollen und warum so viele sich danach sehen, die es schonmal erlebten |
| DrFaustus | Die einen nennen es einen Korb bekommen, wenn dabei Liebe im Spiel ist und nicht nur Spass, - dann birgt jedes Lied Tränen, - dann ist die Welt genau eine zuviel, - dann will man einfach nicht mehr, - dann ist jeder Blick der Geliebten wie ein Messer, - dann verhöhnt dich die Welt mit jedem Atemzug, - dann glaubst Du, es wird nie wieder schön, - dann gibt es kein Morgen, - dann ist der Tod eine ernstzunehmende Alternative, - dann hat Essen keinen Geschmack mehr, - dann findest Du keinen Schlaf, - dann hasst Du deine Trauer, die Du sonst kultivierst - dann bergen Spiegel nur Monster - dann zerbricht etwas Liebe kann man schwer fassen, der Abwesenheit von Liebe kann man leider nie entgehen... aus aktuellem Anlass :( |
| Elea | Ich befürchte ich bin ziemlich radikal was die Liebe angeht. Ich mache da keine Kompromisse und mittlerweile habe ich mich in einen sehr weltfremden Zustand hineinmanövriert. Ich male mir die Liebe in Gedanken aus, in allen Faben und Schattierungen und es wundert nicht, dass die Realität meiner Imagination bisher nicht mithalten konnte. Liebe ist für mich grenzenloses Vertrauen, gegenseitige Achtung, Respekt, zusammenhalt auch in schwierigen Lebensphasen, für den Partner mehr als nur kompromisse eingehen, vielleicht muss man sogar Dinge tun die man für keinen anderen Menschen tun würde, man beschützt sich gegenseitig, man ergänzt sich, aber fordert sich gleichzeitig. verschlingt sich und nährt sich (okay, hier bitte metaphorische leseweise :rolleyes: ) man ist für den anderen immer da und doch kennt man sich nie wirklich ganz. wie soll das auch gehen, einen anderen geist kann man nie vollkommen kennen, wo die meisten menschen sich selbst nichtmal in allen aspekten erkennen. ich könnte jetzt adjektive zu massen bringen, vergleiche aus literatur und film, aber letztlich bleibt es jedem menschen selbst überlassen. jeder mensch liebt anders und es geht darum den menschen zu finden, der deine liebe empfangen kann und am besten ist´s natürlich sie erwiedert. Der Mensch den ich lieben kann, jetzt beschränkt auf die romantische Liebe, ist mir noch nicht über den Weg gelaufen und ich will nicht davon ab, dass es einen solchen Menschen gibt. Auf der anderen Seite kann ich mir nicht vorstellen, dass es einen Menschen gibt der mich lieben könnte, aber das ist ein subjektives Urteil und daher, ich weiß nicht wirklich ausschlaggebend. Ich habe das Gefühl das in mir genug Liebe steckt um mich selbst vollkommen zu zerstören. ich weiß, dass klingt bescheuert und pathetisch, aber es ist halt so ien Gefühl in mir. außerdem bin ich, und das ist eigentlich peinlich zuzugeben, aber wir sind hier ja anonym, was das alles angeht mehr als nur naiv. |
| finsteres Wesen | @Elea: das, was du da geschrieben hast, klingt ziemlich anspruchsvoll. es ist natürlich sehr schwierig, einen solchen menschen zu finden, in dessen gegenwart man sich völlig erfüllt fühlt. darf ich vielleicht fragen, wie alt du bist? |
| DarkHeart | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elea [/i] [B] Liebe ist für mich grenzenloses Vertrauen, gegenseitige Achtung, Respekt, zusammenhalt auch in schwierigen Lebensphasen, für den Partner mehr als nur kompromisse eingehen, vielleicht muss man sogar Dinge tun die man für keinen anderen Menschen tun würde, man beschützt sich gegenseitig, man ergänzt sich, aber fordert sich gleichzeitig. verschlingt sich und nährt sich (okay, hier bitte metaphorische leseweise :rolleyes: ) man ist für den anderen immer da und doch kennt man sich nie wirklich ganz. wie soll das auch gehen, einen anderen geist kann man nie vollkommen kennen, wo die meisten menschen sich selbst nichtmal in allen aspekten erkennen. ich könnte jetzt adjektive zu massen bringen, vergleiche aus literatur und film, aber letztlich bleibt es jedem menschen selbst überlassen. jeder mensch liebt anders und es geht darum den menschen zu finden, der deine liebe empfangen kann und am besten ist´s natürlich sie erwiedert. [/B][/QUOTE] Das gibts noch vielleicht, bei der allerersten Liebe. Beide Partner muessen ohne jegliche Enttæuschungen zuvor eine Partnerschaft beginnen..dann kønnte es etwas werden. Aber nicht mal da klappt es, da størt pløtzlich eine liegen gelassene Zahnpasta mehr oder eine andere Eigenart, das man vergisst, warum man sich liebt. Menschen kønnen sich wohl insgesamt schlecht akzeptieren und respektieren - jeder will dem Anderen seine Vorstellungen aufdruecken, møchte ein Klon von sich selbst zum Partner haben. Ich kann mit Eigenarten leben, sie sind fuer mich nebensæchlich und gar nicht nennenswert - wenn man mich dafuer auch in Ruhe lassen wuerde... |
| Kakyuu | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elea [/i] [B]Ich befürchte ich bin ziemlich radikal was die Liebe angeht. Ich mache da keine Kompromisse und mittlerweile habe ich mich in einen sehr weltfremden Zustand hineinmanövriert. Ich male mir die Liebe in Gedanken aus, in allen Faben und Schattierungen und es wundert nicht, dass die Realität meiner Imagination bisher nicht mithalten konnte. Liebe ist für mich grenzenloses Vertrauen, gegenseitige Achtung, Respekt, zusammenhalt auch in schwierigen Lebensphasen, für den Partner mehr als nur kompromisse eingehen, vielleicht muss man sogar Dinge tun die man für keinen anderen Menschen tun würde, man beschützt sich gegenseitig, man ergänzt sich, aber fordert sich gleichzeitig. verschlingt sich und nährt sich (okay, hier bitte metaphorische leseweise :rolleyes: ) man ist für den anderen immer da und doch kennt man sich nie wirklich ganz. wie soll das auch gehen, einen anderen geist kann man nie vollkommen kennen, wo die meisten menschen sich selbst nichtmal in allen aspekten erkennen. ich könnte jetzt adjektive zu massen bringen, vergleiche aus literatur und film, aber letztlich bleibt es jedem menschen selbst überlassen. jeder mensch liebt anders und es geht darum den menschen zu finden, der deine liebe empfangen kann und am besten ist´s natürlich sie erwiedert. Der Mensch den ich lieben kann, jetzt beschränkt auf die romantische Liebe, ist mir noch nicht über den Weg gelaufen und ich will nicht davon ab, dass es einen solchen Menschen gibt. Auf der anderen Seite kann ich mir nicht vorstellen, dass es einen Menschen gibt der mich lieben könnte, aber das ist ein subjektives Urteil und daher, ich weiß nicht wirklich ausschlaggebend. Ich habe das Gefühl das in mir genug Liebe steckt um mich selbst vollkommen zu zerstören. ich weiß, dass klingt bescheuert und pathetisch, aber es ist halt so ien Gefühl in mir. außerdem bin ich, und das ist eigentlich peinlich zuzugeben, aber wir sind hier ja anonym, was das alles angeht mehr als nur naiv. [/B][/QUOTE] Ich versteh das sehr gut, ich male mir auch unheimlich viel aus in meiner phantasie und dann steht da jemand der nicht mal ansatzweise an meine Phantasie rankommt. Dann schaut man sich um und denkt, wollte ich das wirklich? Meist sind meine Beziehungen deswegen dann auch schnell beendet. Erstaunlicherweise ist es jetzt anders, ich habe mich mit jemandem getroffen, weil ich langeweile hatte, bin auch jetzt ohne große vorstellungen ran gegangen, wusste ja nur wie er aussieht, habe auch sonst nie viel mit ihm geredet. Da kommt man kaum dazu sich etwas auszumalen. Ich dachte mir dann, ochja für ne kleine kurze bettgeschichte vielleicht. Und wenn man davon mal abkommt, dann fallen einem die tatsächlichen dinge auf. Dass ich glücklich bin in seiner nähe, dass er mich zum lachen bringt, dass ich es kaum erwarten kann bis er wieder bei mir ist. Seit dem führe ich eine glücklichere Beziehung als vorher. |
| Rosaceae | Für die Liebe braucht man Vetrauen an sich selbst. Denn Liebe macht verletzlich und angreifbar. Liebe ist eine der drei Schwestern, die da sind Angst, Eifersucht und Liebe. Sie gehören zusammen - ob du willst oder nicht. Wenn man sich darauf einlassen kann, dann kann man Liebe definieren und weitersehen. (Es mag grausam klingen, aber Narben spürt man.) |
| Blackened Soul | Es gibt keine Liebe. |
| DarkHeart | Du glaubst die Liebe existiert nicht sie ist für Dich nicht sichtbar genug sie ist nicht lesbar wie ein Gedicht sie ist nicht fassbar Du glaubst daher an Lug und Betrug "Ich liebe Dich" läßt sich so leicht sagen daher möchtest Du hinterfragen die 100%ige Sicherheit haben und fragst: "Sind die Worte echt?" Du sagst selbst: "Es ist nicht alles Gold was glänzt" sicherlich, Du hast Recht trotzdem sollte man jeden Versuch wagen aber Du hast Angst, das Du Dich in was verrennst und eine Enttäuschung möchtest Du nicht ertragen. Liebe läßt sich nicht in Worte beweisen das es sie gibt oft läßt sie Gedanken um sich herumkreisen wer war nicht schonmal verliebt? wer kennt nicht das Gefühl der Übermacht die so manchen hat um den Schlaf gebracht. Die Liebe ist wie die Seele unbeschreiblich, unergründbar sie gibt uns Signale und Befehle und ist stets in uns da zum Abruf bereit zur gegebenen Zeit Wir können sie nicht steuern, nicht erzwingen andere dazu bringen dasselbe zu fühlen wir würden uns damit nur selbst betrügen. Die Liebe ist sensibel sie ist verletzlich und auch oft nur noch entsetzlich Die Liebe, die einst mal war da sie kann vergehen verfliegen wie im Wind ohne die Antwort zu verstehen laßt die Liebe einfach gehen, ganz geschwind Doch seid nicht traurig darüber und zweifelt an der Liebe denn für alles gibt es immer wieder einen Neu-Anfang Auch für die Liebe (@ DarkHeart) |
| Ceryni | @Darkheart Das drückt so ziemlich das aus, was ich auch denke... Danke! |
| Nightheart | @Darkheart Ich kann mich Ceryni nur anschließen |
| DarkHeart | bin peinlich beruehrt, das noch mehrere gleich empfinden ;) Danke |
| Tod | Liebe ist wahrscheinlich vor allem zu lieben, wen/was man nicht liebt. Denn wenn man jemanden, wie man sagt, "liebt", dann ist es sehr wahrscheinlich, daß es nur Egoismus und damit eben keine Liebe ist. Liebt man aber jemanden, den man im Grunde nicht liebt, dann ist das Risiko, aus Egoismus zu handeln, vermutlich viel geringer. Und ich vermute, das Risiko, unglücklich zu werden, ist auch viel geringer. |
| finsteres Wesen | @ tod: koenntest du das vielleicht etwas näher erläutern? ich komme da nicht ganz mit, denn ich verstehe nicht, wie man jemanden lieben kann, den man nicht liebt. wenn einem ein mensch sehr wichtig ist und man viel zeit mit ihm verbringt, entwickelt sich daraus vielleicht nach einer zeit soetwas wie liebe. liebe muss jetzt natürlich jeder für sich definieren, das thema hatten wir schon. liebe hat schon etwas mit egoismus zu tun, denn man möchte viel zeit mit dem geliebten menschen verbringen, hauptsächlich, damit man selbst glücklich ist, vielleicht auch, damit der andere sich wohl fühlt. aber wenn man die liebe des anderen menschen nicht erwidert und trotzdem mit ihm zusammen ist, wird man selbst nicht glücklich. und wenn der andere dir all seine liebe schenkt, aber nichts zurückbekommt, hält die beziehung das auf dauer auch nicht aus. menschen sind emotionale wesen... |
| EloraLuna | Wie man an all diesen Beiträgen erkennen kann, ist es nicht einfach so etwas wie "Liebe" zu beschreiben, man würde wohl 1000 Varianten finden um so etwas in Worte zu fassen, sie ist wohl so schwer und individuell zu beschreiben wie das Leben selbst. Vielleicht ist es auch das Leben, oder eher der Sinn des Lebens. Ich möchte gar nicht so viel schreiben, nur eine einzige Sache. Ich arbeite auf der Krebsstation und sehe viele Menschen sterben. Was ich für mich dabei erfahren habe war, dass die Essenz der "Liebe" die Essenz des "Lebens" sich oft am Ende zeigt! Was ich damit sagen will ist, dass an diesem Punkt alles andere unwichtig wird und nur noch eines zählt: Ein Mensch gibt einem anderen Menschen etwas, obwohl er sicher ist, dass er nichts mehr zurück bekommt, und das ist Liebe. "Die wirkliche Liebe beginnt, wo keine Gegengabe mehr erwartet wird." Antoine de Saint-Exupéry |
| finsteres Wesen | [QUOTE] Ein Mensch gibt einem anderen Menschen etwas, obwohl er sicher ist, dass er nichts mehr zurück bekommt, und das ist Liebe.[/QUOTE] Das ist dann doch eher unerwiderte Liebe. In einer Beziehung lieben sich die beiden Menschen gegenseitig, das sollten sie zumindest. Gibt der eine dem anderen Liebe, so sollte er sie auch zurückbekommen. |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von finsteres Wesen [/i] [B]Das ist dann doch eher unerwiderte Liebe. In einer Beziehung lieben sich die beiden Menschen gegenseitig, das sollten sie zumindest. Gibt der eine dem anderen Liebe, so sollte er sie auch zurückbekommen. [/B][/QUOTE] Eben. Wer einen Menschen liebt, der ist in der Regel sehr wohl darauf aus, dafür etwas zurückzubekommen, nämlich die Liebe des anderen, die ihm Lust und Vergnügen bereitet. Die Liebe ist nun wirklich die letzte Sache auf Erden, bei der man auf die Idee kommen sollte, dass es sich um eine "selbstlose" Angelegenheit handelt. |
| herbstliebe | [QUOTE][i]Original geschrieben von finsteres Wesen [/i] [B]Das ist dann doch eher unerwiderte Liebe. In einer Beziehung lieben sich die beiden Menschen gegenseitig, das sollten sie zumindest. [/B][/QUOTE] Ich denke, du hast das Zitat aus dem Kontext gerissen. EloraLuna schrieb von totkranken Menschen, die die Liebe, die ihnen in ihrem totkranken Zustand zuteil wird nicht mehr erwidern können. Was hat das mit unerwiderter Liebe zu tun? [QUOTE][B]Gibt der eine dem anderen Liebe, so sollte er sie auch zurückbekommen. [/B][/QUOTE] Wie sollte das im Falle eines Totkranken deiner Meinung nach bewerkstelligt werden? [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] [B]Eben. Wer einen Menschen liebt, der ist in der Regel sehr wohl darauf aus, dafür etwas zurückzubekommen, nämlich die Liebe des anderen, die ihm Lust und Vergnügen bereitet. [/B][/QUOTE] Heißt das, dass in der Regel geliebt wird, weil man Liebe erwartet? |
| x-xcva | Huhu Herbsti,- [QUOTE][i]Original geschrieben von herbstliebe: [/i] Heißt das, dass in der Regel geliebt wird, weil man Liebe erwartet? [/QUOTE] ...ich würde es anders formulieren und das 'Erwarten' in ein 'Wünschen' umwandeln. Zumindest entspricht das meiner Erfahrung, nämlich, dass man sich von geliebten Wesen durchaus Gegenliebe wünscht. ;) Grüßlie Mischa .... |
| Xenomorph | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] [B]Eben. Wer einen Menschen liebt, der ist in der Regel sehr wohl darauf aus, dafür etwas zurückzubekommen, nämlich die Liebe des anderen, die ihm Lust und Vergnügen bereitet. Die Liebe ist nun wirklich die letzte Sache auf Erden, bei der man auf die Idee kommen sollte, dass es sich um eine "selbstlose" Angelegenheit handelt. [/B][/QUOTE] Ja, eben, und nur dann "funktioniert" sie, die Liebe...wenn ein solcher "Austausch" zum gegenseitigen Nutzen zwischen beiden Partnern tatsächlich stattfindet...aber eben nur dann, in diesem höchst seltenen Fall...sobald sie nur einseitig ist, ein "Transfer" in nur einer Richtung stattfindet und kein entsprechendes "Feedback", keine Resonanz erzeugt wird...läuft sie unweigerlich ins Leere und ist ein zum Scheitern verurteiltes, wertloses Konzept... |
| x-xcva | Hi Xeno,- [QUOTE][i]Original geschrieben von Xenomorph [/i] [....]und kein entsprechendes "Feedback", keine Resonanz erzeugt wird...läuft sie unweigerlich ins Leere [....][/QUOTE] ....hm.... wobei dann wohl erst einmal explizit zu klären wäre, was Du unter 'Feedback' verstehst. Ich liebe z. B. auch das Leben als solches, einfach weil es schön ist und Spaß macht. Spezielles, personengebundes Feedback, bekomme ich dafür jedoch nicht.... ;) Grüßlie Mischa |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von herbstliebe [/i] Heißt das, dass in der Regel geliebt wird, weil man Liebe erwartet? [/B][/QUOTE] Nein. Genauso wenig wie gehungert wird, weil man Essen erwartet. Hunger hat man einfach, aber trotzdem ist Hunger ein Wollen, das auf Befriedigung durchs Essen abzielt, genauso wie Liebe ein Trieb ist, der auf Befriedigung durchs Widerlieben abzielt. |
| x-xcva | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] Nein. Genauso wenig wie gehungert wird, weil man Essen erwartet. Hunger hat man einfach, aber trotzdem ist Hunger ein Wollen, das auf Befriedigung durchs Essen abzielt, genauso wie Liebe ein Trieb ist, der auf Befriedigung durchs Widerlieben abzielt. [/QUOTE] Hübsche Erklärung, wie immer. :) Nur ist Liebe ebensowenig ein Trieb wie Hass oder Freude. Sowas nennt man Emotionen, nicht Triebe, da besteht schon noch ein Unterschied. ;) Grüßlie Mischa |
| herbstliebe | Hi Mischa :) [QUOTE][i]Original geschrieben von x-xcva [/i] [B] ...ich würde es anders formulieren und das 'Erwarten' in ein 'Wünschen' umwandeln. [/B][/QUOTE] Das sehe ich auch so. Und auch wenn die Liebe vom Geliebten nicht erwidert werden kann, weil er vielleicht totkrank ist, so weiß man, dass man geliebt wird. Es müssen also nicht immer Liebesbeweise folgen. Dass Liebe auf Widerliebe abzielt ist vollkommen klar, aber auch wenn diese Widerliebe nicht stattfindet, ist deswegen das Gefühl nicht weg. Kann man von Befriedigung seines Liebesbedürfnisses/-wunsches sprechen, wenn man weiß, dass einen die geliebte Person ebenfalls liebt? Manchmal ergibt es sich ja nicht, dass die Geliebten auch zusammen kommen. Lieber Elementarsatz, vom Sexualtrieb habe ich ja schon gehört, aber vom Liebestrieb nicht. ;) An fehlender Widerliebe stirbt man in der Regel nicht, aber an fehlender Nahrung wohl. Und wenn man widergeliebt wird, ist in der Regel auch die Liebe nicht beseitigt. :) Lieber Lord Herz, sicher hast du recht, was die reine, vorbehaltlose Liebe betrifft. |
| finsteres Wesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von herbstliebe [/i] [B]Ich denke, du hast das Zitat aus dem Kontext gerissen. EloraLuna schrieb von totkranken Menschen, die die Liebe, die ihnen in ihrem totkranken Zustand zuteil wird nicht mehr erwidern können. Was hat das mit unerwiderter Liebe zu tun? Wie sollte das im Falle eines Totkranken deiner Meinung nach bewerkstelligt werden? Heißt das, dass in der Regel geliebt wird, weil man Liebe erwartet? [/B][/QUOTE] es ging mir in diesem falle um die liebe allgemein, nicht um die liebe eines totkranken menschen... natürlich kann man, wenn man im sterben liegt, die liebe eines anderen nicht erwidern, aber wie schon gesagt, ich meinte eigentlich die liebe gesunder menschen. natürlich ist es schwer, wenn man auf so einer station arbeitet und davor habe ich auch sehr viel respekt, aber für mich passte dieser beitrag jetzt nicht ganz, gerade daher habe ich das zitat aus dem kontext gerissen, wie du schriebst. |
| EloraLuna | @finsteres wesen: du findest, dass meine Darstellung von Liebe nicht passt? Ist Liebe denn nur Liebe, wenn sie unter "gesunden" oder funktionierenden Menschen besteht? Was ich damit eigentlich sagen wollte ist, dass man WAHRE Liebe erst erkennen kann in Momenten, in denen Liebe auf die Probe gestellt wird. Also genau dieses Ungleichgewicht von Geben und Nehmen entsteht. Wenn ein Mensch in einer solchen Situation für den, den er liebt seine Erwartungshaltung (welche im Alltag, bis zu einem gewissen Punkt ganz normal ist) zurücknimmt und einfach da ist, für den anderen. Von sich selbst weggeht, in diesem Moment selbstlos wird und die Gewissheit, dass die Liebe die man gibt, dem anderen gut tut. Nur wenn man dies ohne Zweifel FÜR DEN ANDEREN tut, dann ist es meiner Meinung nach wahre Liebe. |
| DarkHeart | [QUOTE][i]Original geschrieben von Lord_Fallerton [/i] [B]Liebe ist selbstlos. [/B][/QUOTE] Jaaaaaaaaaaaaaa ;) Sogar gestørte Liebesgefuehle kann man vereinen, man muss sich nur gegenseitig bemuehen den richtigen Zeitpunkt zu finden, hab ich bemerkt und akzeptieren, das es nicht anders geht. Herbeizwingen bringt nichts |
| x-xcva | [QUOTE][i]Original geschrieben von EloraLuna: [/i] [.....] dass man WAHRE Liebe erst erkennen kann in Momenten, in denen Liebe auf die Probe gestellt wird. Also genau dieses Ungleichgewicht von Geben und Nehmen entsteht. [....] Nur wenn man dies ohne Zweifel FÜR DEN ANDEREN tut, dann ist es meiner Meinung nach wahre Liebe. [/QUOTE] Ich gebe zu, dass ich ein gewisses Problem darin sehe, dass nur die Liebe, die sich 'quasi beweisen' muss, indem sich in einem Ungleichgewicht womöglichst aufgeopfert wird (auch und gerade in selbstzerstörerischer Weise), als 'wahre Liebe' und damit als sozusagen höherwertig, definiert wird. Aus dieser Ansicht ist schon viel Elend entstanden, u. a. Stalking, denn in vielen Fällen, will der Stalker sein 'geliebtes Objekt' ja auch nur 'erretten', natürlich gaaanz selbstlos. :rolleyes: Grüßlie Mischa .... |
| finsteres Wesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von EloraLuna [/i] [B]@finsteres wesen: du findest, dass meine Darstellung von Liebe nicht passt? Ist Liebe denn nur Liebe, wenn sie unter "gesunden" oder funktionierenden Menschen besteht? Was ich damit eigentlich sagen wollte ist, dass man WAHRE Liebe erst erkennen kann in Momenten, in denen Liebe auf die Probe gestellt wird. Also genau dieses Ungleichgewicht von Geben und Nehmen entsteht. Wenn ein Mensch in einer solchen Situation für den, den er liebt seine Erwartungshaltung (welche im Alltag, bis zu einem gewissen Punkt ganz normal ist) zurücknimmt und einfach da ist, für den anderen. Von sich selbst weggeht, in diesem Moment selbstlos wird und die Gewissheit, dass die Liebe die man gibt, dem anderen gut tut. Nur wenn man dies ohne Zweifel FÜR DEN ANDEREN tut, dann ist es meiner Meinung nach wahre Liebe. [/B][/QUOTE] das habe ich so nicht gesagt... oben habe ich schon versucht, zu erklären, dass ich IN DIESEM MOMENT von liebe im allgemeinen sprach, NICHT von der liebe zu totkranken menschen. [QUOTE]Nur wenn man dies ohne Zweifel FÜR DEN ANDEREN tut, dann ist es meiner Meinung nach wahre Liebe[/QUOTE] ist das wieder auf den kranken menschen oder auf liebe im allgemeinen bezogen? wenn man sich nämlich völlig für einen menschen aufopfert, der weiß, dass man alles für ihn tun würde, nimmt dieser sich oft freiheiten, die ihm eigentlich nicht zustehen, so sind jedenfalls meine erfahrungen. ich habe noch nie ein paar erlebt, bei dem die liebe so ausgeglichen war, dass keine wirklichen probleme entstanden sind. der eine mensch liebt den anderen immer mehr, als er selbst geliebt wird. und ich weiß nicht, ob es dann so klug ist, ihm das zu zeigen, gerade weil man sich so oft freiheiten nimmt, die die beziehung in gefahr bringen, weil man glaubt, der andere mensch liebt einen so sehr, dass er ohne einen nicht leben kann. [QUOTE]du findest, dass meine Darstellung von Liebe nicht passt? Ist Liebe denn nur Liebe, wenn sie unter "gesunden" oder funktionierenden Menschen besteht? [/QUOTE] ich denke, dass der verlust eines geliebten menschen einen sehr prägt, man jedoch über die jahre darüber hinwegkommt. man weiß (in den meisten fällen jedenfalls), dass der sterbende einen ebenfalls liebt, und dass es ihm gut tut, wenn man selbst für ihn da ist, auch dann, wenn man nichts von der liebe, die man gibt, zurückbekommt. |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von x-xcva [/i] [B]Hübsche Erklärung, wie immer. :) Nur ist Liebe ebensowenig ein Trieb wie Hass oder Freude. Sowas nennt man Emotionen, nicht Triebe, da besteht schon noch ein Unterschied. ;) Grüßlie Mischa [/B][/QUOTE] Sei nicht so erbsenzählerisch. Der Unterschied ist rein gradueller Natur und zuweilen hauchdünn ;) |
| x-xcva | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] [B]Sei nicht so erbsenzählerisch. Der Unterschied ist rein gradueller Natur und zuweilen hauchdünn ;) [/B][/QUOTE] Nun ja, 'hauchdünn' ist Definitionssache. Ich habe mich zeitweilig mit der differentiellen Emotionstheorie beschäftigt und darin wird schon eine Unterscheidung vorgenommen. Was man von dieser Theorie hält, das lasse ich mal dahingestellt, ich persönlich erachte sie für plausibel. Ergo gehe ich davon aus, dass eine Emotion, im Gegensatz zum Trieb, durch das sogenannte animale Nervensystem ausgelöst und durch das vegetative Nervensystem aufrechterhalten wird, damit wird dieser Zustand dem Individuum bewusst/wahrnehmbar. Ähnlich verhalten sich lediglich zwei Triebe, nämlich der Sexualtrieb und Schmerz (ja, auch das ist ein Trieb). Alle anderen Triebe, wie zum Beispiel der von Dir angeführte Hunger, entstehen (werden) erst durch ein Defizit im Körpergewebe/Hormonhaushalt o. ä. ausgelöst, sind folglich gar nicht ständig präsent. Das Ganze wird in der Regel unter dem Begriff 'Affekt' zusammengefasst. Gut, Liebe ist also 'affektiv', was jedoch nichts darüber aussagt, wie die einzelne Person damit umgeht. Es ist in der Psychologie bekannt, dass Emotionen oftmals unterdrückt und anderweitig kanalisiert werden (Ersatzhandlungen etc.), dies ist mit Trieben [u]nicht[/u] möglich, bzw. so dies getan wird, führt es zum Tode, da das auslösende Defizit nicht ausgeglichen wird. Bei Emotionen ist das nicht der Fall. Anders ausgedrückt: Nicht Essen ist auf Dauer tödlich, nicht lieben, nicht. ;) Grüßlie Mischa |
| TheLongestDay | Heißt das, es ist tödlich, seinen Geschlechtstrieb nicht auszuleben? Vielleicht verstand ich etwas falsch, aber an der Stelle könnte die Theorie eine Lücke haben. Edit: OK ich habe nicht aufmerksam gelesen. Problem gelöst. |
| Entwine | Gibt es einseitige Liebe? Kann ich jemanden lieben, der mich eindeutig nicht liebt? Oder irre ich mich dann bei der Benennung meiner Gefühle, und nenne etwas Liebe, was in Wahrheit nicht Liebe ist? Ich denke, die Liebe kann nur existieren, wenn sie auf Gegenseitigkeit beruht. Und damit meine ich nicht die Form von Geben und Nehmen, zu der ein sterbender Mensch nicht mehr in der Lage ist. Sondern ich meine einfach eine Art Gewissheit, daß der andere Mensch mich liebt, oder zu seinen Lebzeiten geliebt hat. |
| herbstliebe | [QUOTE][i]Original geschrieben von Entwine [/i] [B]Kann ich jemanden lieben, der mich eindeutig nicht liebt? Oder irre ich mich dann bei der Benennung meiner Gefühle, und nenne etwas Liebe, was in Wahrheit nicht Liebe ist? [/B][/QUOTE] Um mal das Beispiel von Elementarsatz zu nehmen... wenn du einmal Hunger hattest, weißt du was Hunger ist. |
| lizium | was ist wenn liebe nur etwas das sich jemand ausgedacht hat? eine illusion, etwas das eigentlich nicht existiert, von dem sich doch jeder einbildet es unbedingt erlangen zu müssen, weil jeder glaubt in der liebe einen sinn für seine existenz zu finden? ich finde die theorie beunruhigend.. ich weiß nicht was die liebe für mich ist. ich kenne vertrautheit, sympathie, ein fesselndes gefühl das mich stark zu einem menschen zieht. aber ist da auch liebe dabei? |
| finsteres Wesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von lizium [/i] [B] ich finde die theorie beunruhigend.. ich weiß nicht was die liebe für mich ist. ich kenne vertrautheit, sympathie, ein fesselndes gefühl das mich stark zu einem menschen zieht. aber ist da auch liebe dabei? [/B][/QUOTE] was ist mit dem "fesselnden gefühl", das dich zu einem menschen hinzieht? ist das für dich rein freundschaftlich? vielleicht ist liebe wirklich für jeden etwas anderes... oft redet man auch von den sogenannten "schmetterlingen im bauch", das ist für mich verliebt sein, aber wenn ich an meinen freund denke, wird mir ganz anders... ich fürchte, ich kann das gefühl nicht beschreiben, aber es tut auf jeden fall gut, zu wissen, dass er für mich da ist, egal, welches problem ich gerade habe. |
| Cagliostro | [QUOTE][i]Original geschrieben von lizium [/i] [B]was ist wenn liebe nur etwas das sich jemand ausgedacht hat? eine illusion, etwas das eigentlich nicht existiert, von dem sich doch jeder einbildet es unbedingt erlangen zu müssen, weil jeder glaubt in der liebe einen sinn für seine existenz zu finden? ich finde die theorie beunruhigend.. ich weiß nicht was die liebe für mich ist. ich kenne vertrautheit, sympathie, ein fesselndes gefühl das mich stark zu einem menschen zieht. aber ist da auch liebe dabei? [/B][/QUOTE] Seitdem der Mensch sich sesshaft gemacht hat, geht es nur noch um den Eigentumsgedanken. Heirat hat mehr mit Eigentum, als mit Liebe zu tun. Es geht seit 2000 Jahren nur darum, dass Kamele und Schafe den Besitzer wechseln, als Ausgleich für zu erwartende Kinder und dass man, wenn man jemand aus einem anderen Stamm heiratet, evtl.Zugriff auf das Land des anderen Stammes hat. In der deutschen Romantik hat sich daran nichts grundlegendes geändert. Mit viel Schmalz wurde dieser Eigentumsvorbehalt verbrämt. Die einzige Hoffnung, die man haben kann im Leben, ist dass ein Seelenverwandter auftaucht. Wenn man mit ihm (dem Seelenverwandten) auch noch schlafen kann, ist es schön, wenn nicht, auch egal. |
| finsteres Wesen | deine antwort klingt irgendwie sehr abgebrüht. ich hoffe, dass es im leben doch eine art liebe gibt, nicht bloß diesen eigentrumsdrang... und was du als seelenverwandtschaft bezeichnest, klingt doch eher nach einer art freundschaft. sex ist in einer beziehung sehr wichtig, weil man dem, den man liebt, doch auch körperlich nahe sein will. |
| lizium | seelenverwandtschaft...sowas habe ich erst ein einziges mal gefunden...und als wir unsere verbundenheit auf eine "beziehung" reduzieren wollten ging alles kaputt... ich hoffe dass ich einfach noch keine ahnung habe was liebe ist... |
| Cagliostro | [QUOTE][i]Original geschrieben von lizium [/i] [B]seelenverwandtschaft...sowas habe ich erst ein einziges mal gefunden...und als wir unsere verbundenheit auf eine "beziehung" reduzieren wollten ging alles kaputt... ich hoffe dass ich einfach noch keine ahnung habe was liebe ist... [/B][/QUOTE] Tja, ich bin ein steinalter Mann, ich habe auch keine Ahnung was Liebe ist. Das, was uns als solches verkauft werden sollen (Eltern z.B.), ist es sicher nicht. |
| Anubis-Schakal | - Was ist Liebe? Liebe ist wenn man für jemanden durch die Hölle gehen würde und es auch tut, wenn es soweit ist. - Woran merkt man, wenn man jemanden liebt? Wenn man sich ein Leben ohne diesen jemand absolut nicht mehr vorstellen kann ... ohne dessen Character, Körper und selbst seine Marotten - Wann liebt man? Wenn man jemanden absolut vertrauen kann und weiss, das dieser jemand einem ebenso vertraut. Wenn man den anderen als das schönste auf der Welt empfindet, auch wenn er nicht perfekt ist. Wenn man weiss, das man alle Probleme zusammen lösen kann, ob seine oder die eigenen. Wenn der jenige sich traut, selbst die intimsten und schlimmsten Dinge zu erzählen und man weiss, man kann es auch, ohne das der andere einen deshalb weniger liebt. Wenn man merkt, da ist jemand, für den es sich zu kämpfen lohnt, für den es sich lohnt, selbst die härsteten Zeiten durchzumachen. Wenn .... da könnte ich jetzt noch soviel schreiben. |
| finsteres Wesen | deine definition von liebe gefällt mir. allerdings ist doch sehr schwer, so jemanden im leben zu finden. ich frage mich, wie du auf diese definition gekommen bist... hast du diesen jemand schon gefunden? |
| Anubis-Schakal | Gefunden ja .... aber im moment gehe ich noch durch die Hölle in der Hoffnung, diesen Menschen wiederzubekommen ... wobei ich weiss, das unsere Liebe darunter gelitten hat, das sie zuvor für mich durch die Hölle gegangen ist und ich zu blind war, um es zu merken und zu würdigen. Nun bin ich drann durch die Hölle zugehen, um das war wir hatten zu retten. |
| Cagliostro | Schere im Kopf. unsere kulturellen Aspekte machen uns eh das Leben schwer, ich will niemand in seinen Vorstellungen diskrimnieren, aber 2000 Jahre Christentum haben halt nicht nur positive Dinge hinterlassen. Liest man die Bibel, was in letzter Zeit bei mir (absichtlich) eher selten vorkommt, so geht es dauernd um Besitz und Eigentum. Das Frauenbild ist zwar noch über dem Esel, weil man an Frauen wohl mehr Freude hat, als am Grautier, aber dem Manne gleichgestellt ist die Frau dort nicht. Dies hat zu vielleicht auch eigentümlichen Verhaltensweisen geführt. Viele Frauen sind nicht in der Lage über Bedürfnisse aller Art zu reden, sie warten bis der Mann sie dazu drängt, schon um nicht die Verantwortung dafür übernehmen zu müssen.Dieses Verhalten wird von Mutter auf Tochter seit Jahrhunderten übertragen. Das Leben einer Frau scheint voll zu sein mit: "das macht man nicht, das ist böse..." etc. Dementsprechend heiratet Mutters Tochter selten den Mann, den sie will, weil sie ja nicht weiss, was sie will.Das auch nicht wissen will/darf. Somit werden viele Ehen nur verwaltet. Das Herz aber kann keine Bibel und kein Koran ausschalten. Männer mit mehr Niveau sind dann auf der Suche nach einer Seelenfreundin, was die eigene Frau aus der oft lächerlichen Profanität des Alltags heraus gar nicht leisten kann. Männer mit etwas weniger Niveau, naja... Meines Erachtens liegt die Schuld aber nicht bei den Menschen, sondern in den Verhältnissen. Auf Moral und dergleichen kann man quasi verzichten, wenn der Betreffende sie nicht intuitiv versteht, ja eben lebt. Sonst ist Moral nur ein niedergeschriebenes "du sollst!"-Monster, um Kinder zu erschrecken. Sich von den Fesseln der geistigen Unfreiheit, unter denen unsere Altvorderen nicht immer gelitten haben (es hat ihnen auch Spass gemacht),zu befreien heisst ja nicht, von nun ab nur noch zu machen, was einem gerade einfällt. Sicher nicht. Sondern zu lernen, selbst zu denken, seinen eigenen Weg zu Gott zu finden, wenn man an Ihn/Sie glaubt. Bibel,Koran, aber auch das Grundgesetz können ja immer nur Krücken sein, Gehhilfen. Mehr nicht. Alles was man braucht, steckt in einem selbst. Gott ist in einem selbst. Und wenn es nicht dort ist, ist es nirgendwo. Das intuitive Erfassen, das Leben von guter "Moral" (ohne darübe nachzudenken), ist vermutlich so etwas wie Liebe. |
| viol3tLigh7 | wenn ich liebe geht es mir schlecht. das hat dann nichts mehr mit dem normalen"verliebtsein" zu tun, währenddessen man dieses typische hochgefühl hat. Sicherlich sollte das nicht der Normalfall sein, ich gerate jedenfalls dann immer in eine Art Krise. Liebe ich einen Menschen, so schließe ich ihn fest in mein Herz ein ohne je wieder loszulassen. es dauert sehr lange bis ich mich z.B. nach einer Trennung wieder erholt habe. ich kann schlecht mit derartigen Emotionen umgehen. |
| Cagliostro | Loslassen können heisst nicht, dass man sich eine für alle Zeit gültige Kontaktsperre auferlegen muss, wenn der Verrat nicht allzu gross war. |
| obscuritas lux | siehe signatur :D |
| Elementarsatz | [quote]Glück ist Liebe, nichts anderes. Wer lieben kann, ist glücklich.[/quote] Ist das nicht etwas kurzsichtig? ;) Weder macht Liebe ausschließlich glücklich noch ist es wahr, dass Liebe die einzige Quelle von Glück ist. |
| finsteres Wesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] [B]Ist das nicht etwas kurzsichtig? ;) Weder macht Liebe ausschließlich glücklich noch ist es wahr, dass Liebe die einzige Quelle von Glück ist. [/B][/QUOTE] so ziemlich das gleiche habe ich mir auch gedacht... gerade "wer lieben KANN". wer lieben kann, liebt nicht unbedingt. |
| Razielim | [QUOTE][i]Original von finsteres wesen[/i][b] gerade "wer lieben KANN". wer lieben kann, liebt nicht unbedingt.[/QUOTE] [/b] Mag ja sein, aber die allein physikalischen und psychischen Vorraussetzungen dazu waren damit vermutlich ohnehin nicht gemeint. Wer gerade am lieben ist könnte es gerade auch einfach [i]nicht[/i] tun bzw. wenn die Ausübung selbst dieser dazu nur noch im Weg steht, sich über die jederzeitige Möglichkeit freuen. Ach, und inwiefern Liebe Glück oder nicht eher Glück Liebe ist, darüber könnte man auch philosophieren.. Cheers Razielim |
| finsteres Wesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Razielim [/i] [B][/b] Mag ja sein, aber die allein physikalischen und psychischen Vorraussetzungen dazu waren damit vermutlich ohnehin nicht gemeint. Wer gerade am lieben ist könnte es gerade auch einfach [i]nicht[/i] tun bzw. wenn die Ausübung selbst dieser dazu nur noch im Weg steht, sich über die jederzeitige Möglichkeit freuen. Ach, und inwiefern Liebe Glück oder nicht eher Glück Liebe ist, darüber könnte man auch philosophieren.. Cheers Razielim [/B][/QUOTE] das tun wir ja gerade. ;) wie philosophieren darüber... ich denke, das ganze ist aber auch wirklich ansichtssache. es gibt z.b. menschen, die wirklich nicht lieben können, weil sie dazu psychisch nicht in der lage sind. wenn man dann von dieser lethargie geheilt wird (ja, das geht), dann freut man sich mit sicherheit darüber, dass man wieder lieben kann. geht man allerdings von einem gesunden menschen aus, der jemanden liebt, der einen selbst nicht liebt, ist man alles andere als glücklich... deswegen: wer lieben kann, muss nicht immer glücklich sein. |
| Cagliostro | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] [B]Ist das nicht etwas kurzsichtig? ;) Weder macht Liebe ausschließlich glücklich noch ist es wahr, dass Liebe die einzige Quelle von Glück ist. [/B][/QUOTE] Es ist ohnehin allzu eindimensional gedacht, dem Leben ausschliesslich die Funktion des Glückes zuordnen zu wollen. Metaphysischer Unsinn. |
| Aymynt Candan | Liebe macht ausschließlich glücklich und ist die einzige Quelle von Glück. Mit "Liebe" meine ich mindestens Feindesliebe im weitesten Sinne. Wahrscheinlich kann man "Liebe" auch als ein Verbundenheitsgefühl mit allem, was ist, betrachten. Liebe ist es dann, wenn es für den Liebenden weder Freund, noch Feind mehr gibt. Liebe überwindet alle Vorlieben und Abneigungen, alle Unterschiede. Liebe befreit das Herz. |
| finsteres Wesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Aymynt Candan [/i] [B]Liebe macht ausschließlich glücklich und ist die einzige Quelle von Glück. Mit "Liebe" meine ich mindestens Feindesliebe im weitesten Sinne. Wahrscheinlich kann man "Liebe" auch als ein Verbundenheitsgefühl mit allem, was ist, betrachten. Liebe ist es dann, wenn es für den Liebenden weder Freund, noch Feind mehr gibt. Liebe überwindet alle Vorlieben und Abneigungen, alle Unterschiede. Liebe befreit das Herz. [/B][/QUOTE] wunderschöne defintion. :) |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von finsteres Wesen [/i] [B]wunderschöne defintion. :) [/B][/QUOTE] Kindische Definition. Meiner Vermutung zufolge von jemandem, der selbst kaum reale Erfahrungen mit der Liebe hat und sich daher mit solchen kitschigen Phantasien behilft. Wenn Liebe ausschließlich glücklich machen würde, dann wären Bücher wie "Die Leiden des jungen Werther" nie enstanden, und die Weltliteratur wäre um ein großes Topos ärmer. Werdet erwachsen. Liebe hat, wie jeder Aspekt der menschlichen Natur, auch ihre Schattenseiten. Eine einseitige, rosafarbene Verklärung, die dazu neigt, diese Schattenseiten auszublenden, führt letztlich nur zu Frust und schmerzhafter Desillusionierung. |
| Astarte | Danke, Elementarsatz. Gab´s hier nicht irgendwo anders noch eine ähnliche Diskussion über die endlose Liebe (welche es meiner Ansicht nach nicht gibt)? Die rosarote Klammeraffenphase hält eh allerhöchstens ein Jahr an, man ist verblendet, sieht sich selbst nicht mehr und tut Dinge, welche man so nicht unbedingt tun möchte und hinterher ist das Gejammer groß, wie sehr man sich doch getäuscht hat, weil zu hohe Erwartungen an den Partner gestellt wurden, blablabla, immer dasselbe Spiel. auch wenn ich mich selbst da nicht unbedingt ausnehme ... Wer liebt, möchte, dass der andere glücklich ist. Liebe kann man weder besitzen noch festhalten. In meiner momentanen Gefühlslage kann ich das Ganze gerade gar nicht nachvollziehen und sage, es ist ein nur eine Wortschöpfung. Liebe - was ist das schon. Verbundenheit gibt es ja, Freundschaft und vielleicht noch Vertrauen - alles darüber hinaus übersteigt gerade meinen emotionalen Horizont :mad: |
| x-xcva | Ich bekomme Zahnschmerzen wenn ich hier mitlese. Das was 99,9% der Menschen als Liebe definieren, ist nichts als eine flüchtige Emotion, die dann in dieses hier oft proklamierte 'Gejammer' umschlägt, so das schöne neue Spielzeug, das man ja 'so sehr liebt', nicht mehr tut was man will. Erbärmlich diese Art 'Liebe'. .... Liebe ist ein bewusster Seinszustand, eine Entscheidung die man willentlich trifft und zum Grundprinzip seines Lebens bestimmt, sich entsprechend danach ausrichtend. Und nein Eli, es hat keinen Haken und auch keine Schattenseite, denn es ist weder Trieb noch Emotion, sondern (innere) Haltung und selbstbestimmt gewählte Lebensprämisse. ;) Grüßlies Mischa |
| Elementarsatz | [quote]Und nein Eli, es hat keinen Haken und auch keine Schattenseite, denn es ist weder Trieb noch Emotion, sondern (innere) Haltung und selbstbestimmt gewählte Lebensprämisse.[/quote] Verstehe ich nicht. Worin genau besteht der Widerspruch in der Annahme, dass eine "selbstgewählte Lebensprämisse" über Schattenseiten verfügen kann? :confused: Selbstverständlich hat die Liebe Schattenseiten und Haken. Dass man in einer Beziehung weniger Zeit für andere Dinge hat, ist zum Beispiel eine mächtige Schattenseite. Dass der eine meistens angepisst ist, wenn der andere die Beziehung beendet, ist eine Schattenseite. Dass der Rausch der ersten Monate, der nun mal (daran ist nicht zu rütteln) das Beste an einer Liebe ist, nach einiger Zeit nachlässt, ist eine Schattenseite. Dass Frauen ab dem 35. Lebensjahr sehr rasch an Schönheit verlieren ist eine Schattenseite. etc. All das ist kein Grund, auf Liebe zu verzichten. Aber die rosafarbenen Illusionen dreizehnjähriger Gören, die von der Liebe träumen, sollte man sich abschminken. Und man sollte vor allen Dingen nicht die Liebe für die einzige Glücksquelle im Leben halten. Liebe ist nur eine von vielen Glücksquellen... neben guten Freunden, guten Büchern, guter Musik, gutem Essen, guten Gesprächen, Selbstzufriedenheit, und so weiter. Überhaupt sollte man sich im Leben nie darauf versteifen, seinen Nektar ausschließlich aus einer Blüte zu beziehen. |
| Cagliostro | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] [B]... All das ist kein Grund, auf Liebe zu verzichten. Aber die rosafarbenen Illusionen dreizehnjähriger Gören, die von der Liebe träumen, sollte man sich abschminken. Und man sollte vor allen Dingen nicht die Liebe für die einzige Glücksquelle im Leben halten. Liebe ist nur eine von vielen Glücksquellen... neben guten Freunden, guten Büchern, guter Musik, gutem Essen, guten Gesprächen, Selbstzufriedenheit, und so weiter. Überhaupt sollte man sich im Leben nie darauf versteifen, seinen Nektar ausschließlich aus einer Blüte zu beziehen. [/B][/QUOTE] Glück ist Illusion. Damit die Liebe. Liebe wurde in der "deutschen Romantik" verklärt, aber auch nur, weil man sich nicht politisch äussern durfte. Anyway...bei Mann+Frau geht es immer um "Haben wollen", Besitz und Eigentum, um die Macht. Die reine Liebe existiert meistens nicht, denn diese "verlangt" die unverlangte einseitige Hingabe an einen anderen Menschen. Ohne unmittelbare Aussicht auf Gegenleistung. Alles andere ist Taktik. |
| x-xcva | Moin Eli,- (kannst Du diese Verniedlichung überhaupt ab?) [QUOTE]Verstehe ich nicht. Worin genau besteht der Widerspruch in der Annahme, dass eine "selbstgewählte Lebensprämisse" über Schattenseiten verfügen kann?[/QUOTE] Das Prädikat [i]selbstgewählt[/i] impliziert die Tatsache, dass nach meiner proklamierten Definition von Liebe, diese weitgehend von unbewussten Faktoren befreit ist, ergo ist auch die Erwartungshaltung eine andere. Die rosarot verklärte Blümchenromantik, die Du zu Recht in die Ecke der Realitätsferne stellst, hat meiner Auffassung nach, mit Liebe nicht das Geringste zu tun, sondern ist nichts weiter als eine abgewandelte Form von sexuellem Begehren, also ein emotional besetzter Triebzustand. Das ist nicht Liebe, das ist 'Ficken Wollen' und das war's dann. Zu diesem Zwecke verklärt sich der Blick auf das 'Objekt der Begierde', welches, auf einen realitätsfernen Sockel gestellt, nur kurzzeitig dem Alltag enthoben ist. Tauchen die ersten Diskrepanzen zwischen Wunschbild und Realität auf, ist's sehr schnell vorbei mit der 'Liebe'. Das wovon ich hier rede, ist nichts weiter als eine Grundhaltung, die einen selbst gemahnt, mit sich und all seiner Umwelt, liebevoll, achtsam und anständig zu verfahren. Wenn das mal nicht gelingt, weiß man wo der Fehler liegt, einzig bei sich selbst. Folglich ist das keine unerwartete und Vorwürfe/Schuldzuweisungen erzeugende 'höhere Gewalt', sondern nichts weiter, als ein Hinweis darauf, dass man noch etwas zu lernen hat. Ich betrachte das nicht als Schattenseite, eher im Gegenteil. .... [QUOTE]Selbstverständlich hat die Liebe Schattenseiten und Haken. Dass man in einer Beziehung weniger Zeit für andere Dinge hat, ist zum Beispiel eine mächtige Schattenseite. Dass der eine meistens angepisst ist, wenn der andere die Beziehung beendet, ist eine Schattenseite. Dass der Rausch der ersten Monate, der nun mal (daran ist nicht zu rütteln) das Beste an einer Liebe ist, nach einiger Zeit nachlässt, ist eine Schattenseite. Dass Frauen ab dem 35. Lebensjahr sehr rasch an Schönheit verlieren ist eine Schattenseite. etc. [/QUOTE] Das wovon Du da redest ist in meinen Augen keine Liebe, sondern diese 'erweiterte Geilheit' von der ich oben schon sprach. Klar hat diese Schattenseiten, ist jedoch keine Liebe. Das was ich meine, benötigt keinerlei Beziehungen im herkömmlichen Sinne, denn es ist etwas, das ICH lebe, mit allem und jedem, das ist das Endziel und je mehr mir das gelingt, umso glücklicher kann es mich machen. Einfach ist es nicht, gut, das könnte man als Schattenseite sehen, dass es einem nicht in den Schoß fällt, allerdings ist diese Betrachtungsweise nur mit viel gutem Willen noch angemessen. [QUOTE]All das ist kein Grund, auf Liebe zu verzichten. Aber die rosafarbenen Illusionen dreizehnjähriger Gören, die von der Liebe träumen, sollte man sich abschminken. [/QUOTE] Wenn ich Dich so lese, habe ich den Eindruck, Du hast keine Ahnung wovon ich rede und für Dich ist Liebe eben die Erweiterung des Paarungstriebes. [QUOTE]Und man sollte vor allen Dingen nicht die Liebe für die einzige Glücksquelle im Leben halten. Liebe ist nur eine von vielen Glücksquellen... neben guten Freunden, guten Büchern, guter Musik, gutem Essen, guten Gesprächen, Selbstzufriedenheit, und so weiter. [/QUOTE] All dies entspringt einem liebevollen, achtsamen, bereitwilligen und wohlwollendem Umgang. Was ist es dann schlussendlich? ;) Grüßlies Mischa |
| Razielim | Ich denke, x-xcva's Definition lässt sich auch mit einem Spruch von Erich Fromm zusammenfassen, der im übrigen auch meinen Standpunkt zur Liebe darstellt: [i]"Liebe ist mehr als ein Gefühl, es ist ein Urteil, eine Entscheidung, ein Versprechen"[/i] Cheers Razielim |
| Aymynt Candan | [quote]Elementarsatz: Kindische Definition.[/quote]Von Deinem Standpunkt aus gesehen wirkt sie kindisch. Das wundert mich nicht. Ich möchte noch etwas ergänzen: Tiefer Hass schlägt tiefe Wunden und schafft schweres Leid. So resultiert aus tiefem Hass schwere Schuld. Aus dem Bewusstsein tiefer Schuld resultiert das dringende Bedürfnis, das angerichtete Leid wiedergutzumachen. Und so ist tiefer Hass letztlich die Wurzel tiefer Liebe. Doch wie kann ich lieben, solange ich mich für unschuldig halte? Ich halte die Einsicht in die eigene schwere Schuld für notwendig, um tiefe Liebe (Barmherzigkeit) zu entfalten. Solange ich mich für ein Englein halte, kann ich nicht wahrhaft lieben. Warum sollte ich auch? Aber mit der Einsicht, dass ich ein Massenmörder bin, der an Grausamkeit nicht zu überbieten ist, wird grenzen- und bedingungslose Liebe leicht und zum Bedürfnis. Und sie macht glücklich. Feindesliebe resultiert aus der Einsicht, sich den anderen SELBST zum Feind gemacht zu haben --- durch Bosheit, durch Grausamkeit. |
| Impermanence | [QUOTE][i]Original geschrieben von Aymynt Candan [/i] [B]Feindesliebe resultiert aus der Einsicht, sich den anderen SELBST zum Feind gemacht zu haben --- durch Bosheit, durch Grausamkeit [/B][/QUOTE] --- und damit letztlich auch sich selbst. Deswegen kann Feindesliebe auch wieder zur Selbstliebe werden. :) |
| x-xcva | [QUOTE][i]Original geschrieben von Razielim: [/i] Ich denke, x-xcva's Definition lässt sich auch mit einem Spruch von Erich Fromm zusammenfassen, der im übrigen auch meinen Standpunkt zur Liebe darstellt: [i]"Liebe ist mehr als ein Gefühl, es ist ein Urteil, eine Entscheidung, ein Versprechen"[/i] [/QUOTE] Hm.... das ist im Grunde völlig richtig, allerdings würde ich das ergänzen wollen, um den Zusatz, dass es ein Versprechen ist, welches man sich selbst gibt, nämlich dahingehend, sich selbst an seiner selbstgewählten, inneren Haltung auszurichten. Es gilt da nämlich noch einen anderen Umstand zu beachten, für den es auch einen klugen Spruch gibt: [I]Man kann nicht die Welt verändern, nur sein eigenes Verhalten.[/I] - und daraus resultierend, schlussendlich doch wieder die (Um)welt. Die Art von Liebe zu der ich hier Stellung nehme, hat [u]nicht[/u] explizit mit Paarbeziehungen zu tun, in denen es mE keinerlei Garantie gibt und auch nicht geben kann. In Paarbeziehungen ist Liebe oftmals emotional besetzt und Emotionen lassen sich bekanntlich nicht steuern, folglich auch nicht 'versprechen'. Was ich mir selbst jedoch versprechen kann und damit auch dem Gegenüber, das ist, dass ich meinen inneren Vorgaben folgen will, nach bestem Wissen und Gewissen; und folglich auch mein Gegenüber achtsam zu behandeln gedenke, solange dies eben möglich ist.... denn wie gesagt, Garantien gibt es nicht. Ich habe auf das Verhalten meiner Umwelt keinen unmittelbaren Einfluss. Wenn mein Partner mich z. B. schlagen/misshandeln würde, so hätte es nichts mit Liebe zu tun, dies zu ertragen, sondern wäre in meinen Augen, nichts weiter als destruktive Abhängigkeit, die schnellstmöglich beendet werden sollte, im Interesse beider Seiten - 'Versprechen' hin oder her. Grüßlies Mischa PS: Das hehre Ziel der [I]Feindesliebe[/I], wird oft missverstanden, da glorifiziert. Wobei es meiner Erfahrung nach schon ausreicht, sich nicht auf Feindschaften einzulassen, um wesentlich ruhiger und zufriedener zu leben. Dies gelingt mir schon recht gut und da ich wenige Feinde habe, komme ich nicht mehr oft in Nöte. Feindesliebe ist mE missverständlich, denn es bedeutet nichts weiter, als auch in einem Feind, in erster Linie einen Menschen zu sehen und zwar einen mit einem Problem (u. U. auch mit mir), ihn dennoch vernünftig zu behandeln, nicht als Monster abzuklassifizieren, sondern sich klar zu machen / zu sein, dass das Gegenüber eine Person ist wie ich, die vielleicht Hilfe braucht. Diese dann ehrlich anzutragen, und, so sie nicht angenommen wird, ohne Groll einfach des Weges zu ziehen und sämtliche Befehdungen zu unterlassen, das ist für mich 'Feindesliebe'. Mit Scham und Schuld hat das nicht das Geringste zu tun und auch nicht damit, dass ich jetzt in heißen Emotionen zu meinem Feind zerfließen müsste um selig zu sein oder zu werden. ;) .... |
| Aymynt Candan | [quote]x-xcva: Mit Scham und Schuld hat das nicht das Geringste zu tun…[/quote]Wer ist an der Feindschaft schuld? |
| Aymynt Candan | Vielleicht ist Liebe auch die Einstellung zu einem Wesen, für das man Mitleid fühlen würde, wenn es litte. |
| x-xcva | [QUOTE][i]Original geschrieben von Aymynt Candan [/i] [B]Wer ist an der Feindschaft schuld? [/B][/QUOTE] Diese Frage stellt sich imho nicht, sondern einzig die, wie ich persönlich damit umgehe. Lasse ich mich auf Feindschaft ein, dann ist das mein Problem, dann mache ich mich zum Teil des Feindthemas und es ist meine Verantwortung. Das gilt mE für jeden Menschen. In aller Regel lasse ich mich nicht mehr auf diese Dinge ein und es geht mir damit besser. Grüßlie Mischa |
| x-xcva | [QUOTE][i]Original geschrieben von Aymynt Candan [/i] [B]Vielleicht ist Liebe auch die Einstellung zu einem Wesen, für das man Mitleid fühlen würde, wenn es litte. [/B][/QUOTE] Liebe ist eine Einstellung zu sich selbst und daraus resultierend zur gesamten Umwelt. Mir ist unklar, warum es Dir vollständig unmöglich zu sein scheint, einfach bei Dir zu bleiben. ;) .... |
| finsteres Wesen | [QUOTE]Vielleicht ist Liebe auch die Einstellung zu einem Wesen, für das man Mitleid fühlen würde, wenn es litte.[/QUOTE] das kann ich mir eher nicht vorstellen. es gibt sehr mitfühlende menschen und weniger mitfühlende menschen. trotzdem können beide arten auf eine gewisse art und weise lieben... ich empfinde z.b. mitleid mit gequälten tieren oder hungernden menschen in afrika. genauso empfinde ich mitleid mit obdachlosen oder behinderten. ich denke, wenn meinem freund jetzt etwas zustoßen würde, weswegen er leiden müsste, wäre das wieder ein völlig anderes gefühl. vielleicht ist liebe einfach das gefühl der geborgenheit, verbundenheit und zuneigung. |
| Aymynt Candan | [quote]jet: Wer ist an der Feindschaft schuld?[/quote][quote]x-xcva: Diese Frage stellt sich imho nicht…[/quote]Wegen dem Wort "schuld"? [quote]x-xcva: Feindesliebe … bedeutet … in einem Feind … einen Menschen zu sehen … mit einem Problem…[/quote]Vielleicht ja auch ohne Problem? |
| x-xcva | Guten Morgen,- [QUOTE][i]Original geschrieben von Aymynt Candan [/i] Wegen dem Wort "schuld"?[/quote] Nein. Weil das Konzept 'Schuld', schon ein Teil des Irrtums ist, der Feindschaft erst entstehen lässt. Wenn man sich darüber im Klaren ist, dass Feindschaft nur dort entstehen kann, wo diese angenommen und darauf eingegangen wird, sieht man bereits die Eigenverantwortung und kann sich einer Lösung zuwenden, bei der es nicht darum geht, einen Sündenbock zu finden und sei es man selbst. Schuld drückt nieder und erzeugt falsche Scham. Nichts was einer konstruktiven Umgehensweise dienlich wäre. Mit Liebe hat das erst recht nichts mehr zu tun, im Gegenteil, Liebe bedeutet Annahme und Akzeptanz, dessen 'was ist' und 'wie es ist'. Schuldzuweisungen sind da völlig fehl am Platze. [QUOTE][i]Original geschrieben von Aymynt Candan [/i] Vielleicht ja auch ohne Problem? [/QUOTE] Meiner Erfahrung nach, hat jeder ein Problem der sich offensichtlich aggressiv verhält und sei es Hilflosigkeit. Grüßlies Mischa |
| Demon17 | Also Begriffe wie Feindesliebe halte ich für Mißverständlich. Echte Feinde hassen Dich und schaden Dir wenn sie können. Wenn Du auf sie zugehst wird das als Schwäche interpretiert und das Beste was man für sich und den Feind zun kann, ist ihn in seine Schranken zu weisen, die Kontrolle zu gewinnen. Gegen echten Hass hilft nur strategisches Handeln. Sozialromantik ist ja gut und schön, aber sich zu behaupten, wenn man (existentiell) bedroht wird, ist wesentlich wichtiger. Natürlich sollte man den Feind differenziert sehen und darauf achten, dass er auch für die Umwelt der Übeltäter ist und das eigene Handeln als Notwehr interpretiert wird. Es gibt Leute, die sich gerne neutral, bzw. objektiv geben, obwohl die Agression eindeutig von einer Seite ausgeht. Es ist nützlich wenn Dein Feind auch diesen schadet. |
| LaChatte | [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B]Wenn Du auf sie zugehst wird das als Schwäche interpretiert [/B][/QUOTE] Ach nee, da gibts doch noch das Ding mit "sammle glühende Kohlen auf das Haupt deiner Feinde" und beschäme sie dadurch... [QUOTE][i]Original geschrieben von Demon17 [/i] [B] Gegen echten Hass hilft nur strategisches Handeln. Sozialromantik ist ja gut und schön, aber sich zu behaupten, wenn man (existentiell) bedroht wird, ist wesentlich wichtiger. [/B][/QUOTE] Es ist in unseren Gefilden nun definitiv die Ausnahme, lebensgefährlich bedroht zu werden. Der Nachbarschaftsstreit um den Maschendrahtzaun hingegen ist die ungefährliche Regel. Wenn da zwei vor Gericht gehen, bleibt mir oft als einziger Schluss: die haben tatsächlich Spass daran! - naja. grüsse, barbara |
| Demon17 | Mobbing greift allerdings immer weiter um sich. Es gibt inzwischen sogar Gesetze dagegen. Wer Mobbern entgegenkommt, bestärkt sie nur in ihrem agressiven Verhalten. Wenn sie halbwegs intelliegnt ins, konzentrieren sie sich auf eine Person. Falls Du dieses Opfer sein solltest, sorge dafür, das das Verhalten Deines Feindes möglichst vielen schadet, ohne das man Dich dafür verantwortlich machen kann. |
| LaChatte | ich sag ja nicht, man müsse alles mit sich machen lassen. Ich halte es nur für eine gute Idee, sich aus dem emotionalen Drama von Hass und Feindschaft herauszuhalten. Dann hat man nämlich auch den klaren Kopf, der dazu nötig ist, sinnvolle Massnahmen treffen zu können. grüsse, barbara |
| Demon17 | Selbstverständlich, darf man sich dabei nicht von Gefühlen leiten lassen und sollte den Feind möglichst differenziert sehen. Ich gehe solchen Konflikten auch aus dem Weg, wenn das geht, aber wenn das nicht geht hilft nur Gegenwehr. Außerdem tut man ja ein gutes Werk, wenn man ein Arschloch aus dem Wege räumt. |
| Aymynt Candan | [quote]x-xcva: Weil das Konzept 'Schuld', schon ein Teil des Irrtums ist, der Feindschaft erst entstehen lässt. Wenn man sich darüber im Klaren ist, dass Feindschaft nur dort entstehen kann, wo diese angenommen und darauf eingegangen wird, sieht man bereits die Eigenverantwortung und kann sich einer Lösung zuwenden, bei der es nicht darum geht, einen Sündenbock zu finden und sei es man selbst.[/quote]Hat niemand einen bösen Willen? Ist niemand ein Feind? Lehrt uns nicht der Schmerz, dass es Feinde und Feindschaft gibt? Sind etwa nicht die meisten Menschen ihrer wahren – meistens raffiniert versteckten – Natur nach feindlich, feindschaftlich – böse? Was soll das Gefasel von Liebe also?! Es gibt sie nicht, höchstens als Wunschtraum. Wären die Menschen gut, gäbe es keine Kriege im Großen und im Kleinen. Die Menschen sind böse, sind feind(schaft)lich. Dies lehrt die Erfahrung. Warum sollte man sich also etwas vormachen: man ist umgeben von Feinden, mehr oder weniger übel, boshaft, grausam. Warum nicht der Wahrheit ins Auge blicken? Du bist umgeben von Feinden, auch wenn sie nett gekleidet sind und sich mit Unschuldsminen maskieren. Wohin willst Du Dich zurückziehen? Du bist umzingelt! Wie Demon17 richtig schreibt: sie erkennen Deine Schwäche. Der Realität angemessener (re)agierst Du, wenn Du Deinen Mitmenschen, sprich Deinen kleinen und großen Feinden, in regelmäßigen Abständen zeigst, dass Du noch lebst und den Widerstand noch nicht aufgegeben hast. Das ist keine Feindschaft Deinerseits, nur angemessenes Verhalten. Wären Deine Mitmenschen liebevoll und Dir gegenüber wohlwollend gesonnen, kämst Du gar nicht auf den Gedanken, ihrer Bosheit Grenzen zu setzen. Besinne Dich einmal! Wie oft haben Dir Deine ach so liebevollen Mitmenschen weh getan?! Wie oft bist Du von ihnen verletzt worden! Sie haben auf Dich keine Rücksicht genommen! Sie haben Dich übersehen, wenn Du gelitten hast! Sie sind über Dich hinweg gestiegen, ihrem Glück entgegen! Für ein neues Auto und einen Urlaub im Ausland würden sie Dich zertreten! Es ist ihr Anrecht, glücklich zu sein, und Du hast Dich ihrem Glück nicht in den Weg zu stellen! Besinne Dich: sie sind nicht Deine Freunde! Niemals haben sie auch nur ansatzweise wiedergutgemacht, was sie in Deiner Seele an Zerstörung angerichtet haben, von Kindheit an bis zum heutigen Tage! Deine Mitmenschen sind Deine Feinde und sie sind schuld an all Deinen schmerzenden Wunden! Ihnen zu vergeben, sie zu verschonen ist eine völlig unangemessene Gutmütigkeit. Wie kann ein realistisch denkender Mensch wie Du die Augen vor der Wahrheit verschließen, die darin besteht, dass die Menschen im Großen wie im Kleinen kriegerisch sind, feindschaftlich sind, zerstörerisch sind? Was, Du denkst, sie sind unschuldig? Weil sie nichts dafür können, dass sie so sind, wie sie sind? Weil sie sich nicht gemacht haben? Dann wäre der schuld, der die Menschen gemacht hat! Doch der läßt sich offenbar nicht blicken, wen wundert's?! Andererseits hat doch jeder Mensch die Möglichkeit, sich umzuschaffen – Du lebst doch schließlich vor, dass es geht! Wenn sich jeder aus Feindschaftlichkeiten heraushält, dann gibt es keine! Du hältst Dich raus und Frieden ist! Wer dies dann aber nicht tut, ist selbst schuld und kann nicht Gott zum Sündenbock machen! Nein, die Menschheitsgeschichte beweist doch, dass es die Menschen nicht schaffen, ihre Feindlichkeit abzulegen! Können sie es nicht oder wollen sie es nicht? Sind sie Marionetten oder Monster? Sind sie bemitleidenswert oder hassenswert? Sieh Dir die Menschen an: sind sie wirklich gewillt, sich zu bessern? Schau Dir an, womit sie die Zeit totschlagen! Sie wollen sich gar nicht bessern! Vergegenwärtige Dir, was sie all die Jahrhunderte an Bestialität hervorgebracht haben! Und Du hältst das Konzept "Schuld" für einen Irrtum?! Ist Dein Realismus doch irgendwann auf der Strecke geblieben? Hast Du Dich inzwischen aufgegeben? Liebe Dich selbst – zeig Deiner Umwelt wieder mehr Stärke – wehre Dich gegen die feindliche Belagerung durch Deine "lieben" Mitmenschen! Du hattest noch niemandem weh getan, da hat man Dich schon zutiefst verletzt! Du warst noch ein unschuldiges Kind und weintest bittere Tränen ob Deiner "lieben" Mitmenschen! Du warst es nicht, die mit der Feindschaft anfing. Noch ehe Du denken konntest, wurdest Du Opfer Deiner "Nächsten"! Das Konzept "Schuld" ist kein Irrtum! Deine frühesten Erfahrungen lehrten Dich bereits seine Wahrheit. Offenbar ist der Schmerz über diese Wahrheit so groß, dass Du Dir eine heilere Phantasiewelt geschaffen hast, schaffen musstest! Du hast angefangen, Dir einzureden, dass die Menschen gar nicht so schlecht sind, sondern dass etwas Unerklärliches sie schlecht gemacht und sein läßt, ohne dass sie sich dagegen wehren können. Du stellst Dir vor, als Opfer in einer Welt voller Opfer zu leben. Und all diese Opfer haben Probleme. Und hinter all diesen Problemen steckt … ES. ES ist das Böse. Und alle die Opfer sind – wie es scheint – dem bösen ES hilf- und schutzlos ausgeliefert. Niemand bekommt ES zu fassen. Wenn kein Mensch schuld ist – ES – das Böse – IST SCHULD! Es ist vollkommen berechtigt, es zu hassen, dem Bösen gegenüber feindlich zu sein, denn ES ist UNSER FEIND! Doch wo ist der Beweis, dass es ES überhaupt gibt?! Es gibt keinen! Es ist nur ein kläglicher Lösungsversuch der ewigen Problematik. Was wissen wir? Was glauben wir? Und wo ist sie – die Liebe? Wenn sie so mächtig ist … warum rettet sie uns nicht? Warum befreit sie uns nicht aus den Klauen des Bösen? Wir irren und irren in der Welt umher, verdrängen das Leid, solange es geht, und sind verzweifelt, wenn wir ihm wieder ausgeliefert sind. Was ist das für ein Wahnsinn? Was ist das für ein beklagenswerter Zustand! Feindschaft entsteht nicht, sie BESTEHT bereits und existiert schon, solange es Leben gibt. Schon das Baby an der Mutterbrust ist feindlich – man sieht es nur noch nicht. Es sammelt seine Kräfte, um später loszuschlagen! Was aussieht wie Friedlichkeit, ist nur heimliche Rüstung für die beabsichtigten Anschläge. Wenn Du damit beginnst, Dich aus dem Sog der Feindschaft zu befreien, ist es schon zu spät! Die Schlinge um Deinen Hals zieht sich schon zu. Du spürst schon die kühle Klinge in Dein Fleisch gleiten. Es ist schon zu spät, Du kannst der Feindschaft nicht mehr entrinnen! Feindschaft herrscht, nicht Liebe! Die Schlinge um Deinen Hals ist kein Irrtum! Das Messer in Deinem Fleisch ist real! Und nicht Freundschaft und Liebe sind es, die Dich umgeben! Und es bist nicht Du, die daran schuld ist! Träume von einer besseren Welt! Vielleicht ist dies das einzige, was Dir bleibt in einer Welt voller Hass und Unfriede! Nicht einmal ein Realist kann es hier lange aushalten ohne mit Spinnen anzufangen! Die Welt ist groß. Du bist so viel kleiner als die Welt! Was willst Du machen? Eigenverantwortung übernehmen? Du übernimmst Dich mit der Eigenverantwortung! Du trittst gegen einen übermächtigen und dazu unsichtbaren Gegner an! Dagegen hast Du keine Chance! Von einer Lösung des Problems der Feindschaft kann keine Rede sein! Die Feindschaft ist riesig, weltumspannend, ein tausendarmiger Krake, der Dich verschlingt, noch ehe Du auch nur in die Nähe einer Lösung gekommen bist. Alles, was Dir bleibt, ist, Dich selbst zu lieben, gut auf Dich aufzupassen, Dich energisch zur Wehr zu setzen, wo ein offensiver Angriff nicht wirkungsvoller ist. [quote]x-xcva: Schuld drückt nieder und erzeugt falsche Scham. Nichts was einer konstruktiven Umgehensweise dienlich wäre. Mit Liebe hat das erst recht nichts mehr zu tun, im Gegenteil, Liebe bedeutet Annahme und Akzeptanz, dessen 'was ist' und 'wie es ist'. Schuldzuweisungen sind da völlig fehl am Platze.[/quote]Es gibt keine konstruktive Umgehensweise. Die Geschichte beweist es. Jeder wehrt sich seiner Haut so gut er kann. Soll doch Schuld niederdrücken! Das ist besser, als von seinen ach so lieben Mitmenschen niedergeknüppelt zu werden! Sind andere niedergedrückt, hast Du wieder Luft zum Atmen! Es ist Liebe zu Dir selbst! Gibst Du Dich selbst auf, kannst Du für Deine Lieben nicht sorgen. Liebe zu Dir selbst bedeutet, anzunehmen und zu akzeptieren, dass Du nicht von Engeln umgeben bist, sondern von ewig kriegführenden Menschen, die Dich nur sein lassen, wenn Du sie in den Graben stößt. Schuldzuweisungen sind da völlig richtig am Platz! Sie sind Ausdruck eines ungetrübten Verhältnisses zur Wirklichkeit. Schuldzuweisungen sind Deine (Über)Lebensgrundlage! Es ist gesund, Schuld zuzuweisen. [quote]x-xcva: Meiner Erfahrung nach, hat jeder ein Problem der sich offensichtlich aggressiv verhält und sei es Hilflosigkeit.[/quote]Dann ist es Zeit, ihm das Problem auszutreiben! Denn Du hast ein Problem mit seinem Problem! Er hat lange genug Zeit gehabt, sich seines Problems zu entledigen. Er ist kein Kind mehr, sondern eigenverantwortlich! Er hat seine Aggressivität und von mir aus seine Hilflosigkeit widerstandslos hingenommen! Die Zeit ist um, nun ist er schuldig und wird zur Verantwortung für seine Versäumnisse gezogen. Er hat nicht nur ein Problem, er ist eines! Probleme löst man, indem man sie beseitigt, indem man sie an der Wurzel ausrottet! Wie lange willst Du Dir von jemandem auf der Nase herumtanzen lassen, der ein Problem hat? Das hat er in 10 oder 20 Jahren gewiss immer noch! Man muss die Plage ausrotten, damit man Ruhe und Frieden hat. Man darf nicht zimperlich sein! Man muss die Schuldigen deutlich erkennen, um sie angemessen behandeln zu können. Chirurgische Eingriffe, gezielte Operationen sorgen am effizentesten für Erleichterung. Für die Liebe und für Märchen ist nachher immer noch Zeit. ;) |
| x-xcva | Guten Morgen,- **** Demon,- wie LaChatte schon andeutete, beziehen sich meine Aussagen auf mein Leben, was meint, ich lebe im neuzeitlichen Mitteleuropa und nicht im Kriegsgebiet. Das Maximum an Feindschaft mit dem ich mich konfrontiert sehen könnte, sind diverse leichte bis mittelschwere, zwischenmenschliche Streitigkeiten, in diesen Kontext sind auch meine Aussagen zu stellen. ;) **** [QUOTE][i]Original geschrieben von Aymynt Candan: [/i] [....] [size=1][Gaaanz viel Geschwafel über Bösartigkeit und Feindschaft....][/size] [....] [/quote] AC,- zum Einen bist Du völlig offTopic und zum Zweiten, sorry, kann ich dieses Geschwurbel nicht ernst nehmen. Die Welt ist so wie man sie sieht und an-nimmt, ergo ~> wir leben auf zwei verschiedenen Planeten, aber auch das ist für mich okay. Ich jedenfalls, bin mit meinem ganz zufrieden, ich hoffe für Dich, dass es Dir mit Deinem ähnlich ergeht. Schönen Tag noch. :) Grüßlies Mischa PS: Ich klinke mich an dieser Stelle bis auf weiteres aus, bis es womöglich mal wieder interessant wird, respektive vielleicht etwas neues und somit anregendes [i]zum eigentlichen Thema[/i] auftaucht. Im Grunde habe ich sowieso gesagt, was es denn meinerseits zu sagen gab. .... |
| Cagliostro | @Mischa wäre es nicht besser, wir würden das eine oder andere über die Liebe, ihre Abgründe, nichteingehaltenen Versprechen, aber auch eingelöste Hoffnungen, selbst alles herausfinden, was es in einem Leben herauszufinden gibt, statt drüber zu reden? Liebe und ihre Derivate (vll. auch Sex) ist DAS Thema, über das alle reden, das jeden Tag in der Zeitung ist und in Billigsendern im Fernsehen behandelt wird, aber keiner traut sich seine Erfahrungen (inklusive Enttäuschungen) selbst zu machen. Das stimmt doch auch irgendetwas nicht. Wir sollten unschuldig, frei und neugierig sein, stattdessen sind wir piefig, materiell und sehr kleinkariert, gerade bei diesem Thema. Liebe ist für viele von uns eine Art Versorgungseinrichtung. Nehmen statt geben. "Gib du zuerst!" Das ist aber keine Liebe. |
| Tod | Liebe bedeutet, den anderen intuitiv als Guten zu erkennen. Man ist mit ihm identifiziert. ("Ich bin du." Buddha) Man wird mit allen Guten (Liebenswerten) Mitleid empfinden. Im Grunde ist jeder ein Guter. Die Frage ist, was die intuitive Einsicht "Ich bin du." nährt. Wie kommt es, dass ich den einen mag, den anderen aber nicht? Wenn jeder im Grunde gut ist, gibt es keinen triftigen Grund, den einen mehr zu mögen als den anderen. Wer Vorlieben und Abneigungen hegt, befindet sich im Irrtum. Ist es so schön, im Irrtum zu verharren? |
| Cagliostro | Nach der Lamistischen Vorstellung gibt es sicher gewisse Abstufungen und wenn man zu viel mit schwarzer Magie hantiert, braucht man einen "tantrischen Weg", an der Seite eines Lamas um da unten wieder rauszukommen. Schwarze Magie kann auch passive Dinge u. Duldungen betreffen, muss nicht automatisch e. aktives Element sein. Somit sind die Menschen nicht immer füreinander geeignet, Lama oder Begleiter zu sein. Wir deuten dies als Symphatie/Antipathie, aber es ist halt ein unterbewusster Reflex, der uns sagt, dass wir oder der andere noch nicht so weit ist. Daher würde eine Kontaktaufnahme wenig bringen. Das christliche Weltbild ist leider oft sehr undifferenziert. Jegliche gutgemeinte Hilfe kann verpuffen, weil die einzelnen Leute halt nicht passen, man aber mit dem Evangelium in der Hand, meint sich gegenseitig zur Glückseligkeit vergewaltigen zu dürfen. Der Ostasiatische Pragmatismus ist mir da lieber. |
| Organdi | [QUOTE][i]Original geschrieben von GabrielleLian [/i] [B]Hallo, ich weiß nicht, ob es dieses Thema schon gibt oder nicht, aber ich möchte gerne von euch wissen: - Was ist Liebe? - Woran merkt man, wenn man jemanden liebt? - Wann liebt man? [/B][/QUOTE] die liebe zu beschreiben oder zu sagen, was das ist, fällt mir irgendwie schwer... die liebe ist für mich, wenn man sich ohne eine andere person nicht vorstellen kann, wenn man es noch nicht mal 2 tage lang schafft, an diese person nicht zu denken, sie nicht zu vermissen. liebe ist wenn man angst hat die person zu verlieren, wenn man sich um sie sorgen macht, wenn diese person ein teil von einem selbst wird. vor allem aber, ist liebe viel mehr als nur das, so ein instinktives gefühl, wo man nur unterbewußt wahrnimmt, was sache ist, so eine angelegenheit des herzens und nicht des verstandes, ein dauerhaftes anziehen, ohne wirklich zu verstehen warum eigentlich. folglich merke ich, ob ich eine person liebe, wenn die oben genannten sachverhalte zutreffen. |
| ~arcaneNebula~ | Um mal auf einige der letzten Beiträge einzugehen.. Niemand ist von Natur aus böse. Ich bestreite allerdings auch nicht, dass jeder das Potenzial dafür in sich hat. Es kann jedoch für immer versteckt in einen bleiben,es sei denn, es wird durch äußere Umstände "hervorgeholt".. Zum Beispiel durch die Erziehung oder durch ständige(seelische)Verletzungen. Wo Licht ist,ist auch Schatten und wo Schatten ist,ist auch Licht..ohne dem einen kann das andere nicht existieren. Von daher ist niemand nur böse oder nur gut. Genauso wie es nicht nur Liebe oder nur Hass gibt. Soviel dazu von meiner Seite. Um zu dem eigentlichen Thema zu kommen: -Was ist Liebe? Liebe hat viele Gesichter. Ich würde es nicht nur auf die typische Partnerschaft beziehen sondern auch auf andere Dinge. Zum Beispiel auf die Liebe zu seinem Haustier,keine Ahnung ob das manche nachvollziehen können, ich jedenfalls empfinde richtige Liebe dabei wenn ich meine süßen Meerschweinchen rumspringen sehe. Oder die Freundschaft. Auch sie ist eine Art der Liebe,finde ich. Man fühlt sich dem anderen hingezogen,wenn auch auf eine andere Art und Weise als in der Partnerschaft. -Woran merkt man dass man jemanden liebt? Hmm..dass man jede Minute an ihn denken muss und dabei das Gefühl hat irgendwas bringt gerade den Bauch ziemlich durcheinander. Die Trennung von dieser Peron-und sei es nur für ein paar Stunden-empfindet man schon als schmerzhaft.. "LIebe"Grüße, ~Nebula~ |
| Steve Stitches | Die partnerschaftliche Liebe ist im Grunde nur der sexuelle Drang den anderen zu begatten (is das eklich wissenschaftlich). Eine inzwischen 83 jährige Freundin hat mir das Geheimnis der ewigen Liebe verraten - Um seine Frau nicht durch Schwangerschaft zu gefährden, hat ihr Mann nur Petting zugelassen und bis zu seinem Tode nie den richtigen Wams-Bamsakt vollzogen, so haben sie sich immer zutiefst begehrt und wurden aneinander nie satt. |
| GabrielleLian | O mein Gott, es gibt diesen Beitrag immernoch??? Ich muss mich mal einklinken und sage: Liebe ist einfach nur eine Illusion, von sich-geliebt-fühlen wollen... Nothing to add |
| Cabal | [QUOTE]Zitat: GabrielleLian Liebe ist einfach nur eine Illusion, von sich-geliebt-fühlen wollen...[/QUOTE] Na? Verbittert ob der Zerstörung aller vorangegangenen Illusionen einer ewig, innig, alles bestimmendend verbindenden Liebe? Liebe ist ein Gefühl. Mein Gott, für diese Erkenntnis müssen sich hier wohl wirklich erst die Weisen von Zion treffen. Cheers |
| Sahm Fan | mal ein Zitat: Liebe ist Leben. Und wer in der Liebe bleibet, der bleibet im Leben. (Layla - Unsterblich verliebt) |
| Scheol | Meine Meinung: 1. Ein Hormonüberschuß der klar macht...hier kann ich meine Genetik weiter geben. Den Rausch der dadurch verursacht wird überfordert unsere Logik und lässt uns an etwas Magisches glauben. Das ist verliebt sein. 2. Die Gewohnheit der Sicherheiten. Im Rudel ist man überlebensfähiger. Ein Partner und eine Familie erleichtern die Arbeitsteilung beim Überleben. Für diese Sicherheit machen wir uns von dem Anderen abhängig. Das ist Liebe 3. Narzissmus. Ich bin einer von Vielen, fühle mich aber individuell. Das liegt in der Natur der Dinge. Da eine Gefühlswelt immer persönlich und nicht vermittelbar ist. Also wird versucht mit allgemeinen begriffen wie Freude, Wut und Liebe seinen Standpunkt zu erläutern. Was immer fehlschlägt. Also suche ich etwas, was mich einzigartig fühlen lässt. Für diese Illusion nehmen wir den anderen in Besitz. Und noch schlimmer, wir geben uns in den Besitz eines anderen um das Umgekehrte zu verlangen. Wir glauben wir könnten den Besitzanspruch damit leichter Rechtfertigen. Im Grunde liebt man nicht den Anderen. Man idealisiert ihn und liebt sich im Grunde nur selbst dafür, daß man von diesem Idealbild geliebt wird. Jede Liebesbeziehung beginnt und endet mit einem ganz großem ICH. So ist das nunmal...aber wie gesagt...eben nur meine Meinung. Und vermutlich schon tausendmal gesagt... lg Scheol |
| Louveteau | - Was ist Liebe? - Woran merkt man, wenn man jemanden liebt? - Wann liebt man? hab mit meinen mehr oder weniger jungen jahren schon viel erfahrung (auch durch meine mum usw.) gemacht... ^^ deswegen hab ich eher eine negative einstellung dazu: 1. Liebe kann man nicht beschreiben... Ist eher eine Form der Freundschaft... Ohne Freundschaft nur Lust = keine Liebe 2. das merkt man nie xD das glaubt man einfach ^^ man kann sich eig. nie sicher sein... zumindest ist das bei mir nie vorgekommen 3. das ist auch unterschiedlich ^^ liebe ist halt i.wie mehr als freundschaft... und trotzdem geht es nicht ohne freundschaft: deswegen kann man das nie so wissen ^^ und einmal von einem nicht-gothic (meiner allerliebsten cousine): -etwas einzigartiges !Wunderschön & schrecklich zugleich ! -wenn man diesen jemand sehen will !24h am tag !365tage im jahr !wenn man in seiner anwesenheit lächeln muss !wenn man bei ihm ist und kribbeln im bauch hat ! -das kann ich dir nicht sagen ! immer unterschiedlich ! das ist immer anders ! |
| °poison_jasmin° | @Louveteau Ich stimme mit dir vollkommen in dem Punkt überein das Liebe ohne Freundschaft nicht existieren kann....Liebe funktioniert nur mit Vertrauen und traut man jemanden mit dem man nicht befreundet ist so sehr das man ihm sein Herz schenken würde?^^ Ich denke nicht... Dennoch möchte ich an dieser Stelle auch deiner " liebsten Cousine" beipflichten was die Symptone der Liebe bzw. des Verliebtseins angeht... Aus eigener Erfahrung würde ich sagen sie hat Recht, ausser vielleicht das Sie vergessen hat-oder es nicht besser weiss,weil sie es nicht erlebt hat- zu erwähnen das, wenn man einander aus irgendwelchen Gründen nicht nahe sein kann, sich fühlt als wäre man nicht komplett... Mit anderen Worten,ich glaube richtige Liebe ist eine Symbiose zweier Menschen, die ohne einander nicht leben können weil Ihnen sonst etwas wesentliches fehlen würde,ähnlich wie die Luft zum Atmen die man braucht;) lg, °poison_jasmin° |
| fxsend | [QUOTE][i]Original geschrieben von °poison_jasmin° [/i] [B]@Louveteau Mit anderen Worten,ich glaube richtige Liebe ist eine Symbiose zweier Menschen, die ohne einander nicht leben können weil Ihnen sonst etwas wesentliches fehlen würde,ähnlich wie die Luft zum Atmen die man braucht;) [/B][/QUOTE] Liebe und Verliebsein sind schon zwei verschiedene Gefühle, auch wenn das eine von dem anderen manchmal schwer zu unterscheiden ist. Zum Verliebsein gehört die Sehnsucht nach dem Anderen, zur Liebe die Fähigkeit Loslassen zu können. Immer zusammen zu sein, nimmt beiden die Luft zum Atmen. Aber kann man zwischen Liebe und Freundschaft unterscheiden? Wo hört das eine auf, wo beginnt das andere? Vielleicht ist das weniger eine unterschiedliche Qualität als vielmehr ein Unterschied in der Quantität, wenn man das überhaupt so sagen kann. Mir scheint, der Unterschied wird hauptsächlich von Menschen gemacht, für die Liebe etwas einzigartiges, exklusives ist, die nur einem Menschen [I]gehören[/I] kann. Dann tut es wirklich Not, zwischen Freundschaft und Liebe zu unterscheiden. Aber wieviel geht dabei verloren, wenn man sich selber in seinen Gefühlen derart beschränkt. |
| Odessa | Naja ich seh das eigentlich ganz klar: Freundschaft ist eine Liebe, bei der ich NICHT das sinnliche Begehren empfinde wie es für mich zu einer Mann-Frau (Mann-Mann, Frau-Frau)-Liebe dazugehört. Tiefste Freundschaft ist für mich zwar auch eine Art von Liebe, so wie es auch die Liebe zum (eigenen) Kind oder zu einem Tier ist in ihrer eigenen Art... es ist aber für mich keinerlei Vergleich zur allumfassenden, jeden geistigen, spirituellen, emotionalen und eben auch sinnlich-erotischen Aspekt abdeckenden und in dieser "Einheit" alle meine menschlichen Bedürfnisse erfüllenden Liebe, wie sie (für mich als Hetero) zu einer beglückenden Mann-Frau-Beziehung gehört. --- Zum Verliebsein gehört die Sehnsucht nach dem Anderen, ---- Sehe ich ein bisserl anders - Liebe ohne Sehnsucht nacheinander ist für mich keine Liebe mehr, sondern sowas ist meist nur noch Gewohnheit, Routine, Bequemlichkeit. Zu einer wirklich tiefen und echten Liebe gehört für mich ganz klar, daß man sich immer noch, auch nach Jahren, nach seinem geliebten Partner sehnt, daß man ihn bei und um sich haben will (natürlich MIT genügend Freiraum und "Luft zum Atmen", dass man dabei immer noch auch "bei sich selbst" bleibt und auch dem Anderen sein eigenes Menschsein und seine Interessen zugesteht, ganz klar!). Würde man das nicht wollen, spräche ich wie gesagt nicht (mehr) von Liebe, sondern von erwähnten Gewohnheitsbeziehungen oder von eher oberflächlichen Verliebtheiten, wo man den Partner nur dann ins Leben "lässt" wenn es einem gerade nach "Zweisamkeit" gelüstet (aus Gründen immer), man ansonsten aber diesen Menschen eben NICHT "herbeisehnt" weil er einem ja auch ansonsten gar nicht "fehlt". ---- zur Liebe die Fähigkeit Loslassen zu können. Immer zusammen zu sein, nimmt beiden die Luft zum Atmen. ----- Richtig. Jedoch denke ich, daß es immer so individuell sein wird wie die Paare individuell sind. Ich kenne Liebespaare, die wirklich 24 Stunden über Jahrzehnte zusammen und total glücklich damit sind, sie sind einfach auf eine ihnen genehme und gewollte Art eine Einheit und keiner von beiden vermißt dabei etwas. Ich selbst könnte das so nie haben, hatte es auch nie, eher im Gegenteil - da war schon fast immer zu viel "Distanz" und "Abstand", wie ich jetzt merke wo ich das so nicht mehr möchte. Ich denke (vermutlich wie Du), daß man sich auf jeden Fall aber immer eigene Interessen bewahren sollte, damit man mit dem Partner immer wieder neuen Gesprächsstoff hat und sich auch weiterentwickelt, geistig und psychisch. Von daher - Luft zum Atmen, unbedingt. Aber "jeder geht seiner Wege" oder "man lebt nebeneinander her in Freiheit" ist wiederum nichts (mehr), was ich mit tiefer Liebe verbinden würde (edit: ich weiß daß Du mit "loslassen können" was Anderes meintest, aber ich wollte es generell zum Thema passend nur anführen ;) ). |
| fxsend | Schön, dass Du den Faden aufnimmst, Ilo. Vielleicht gelingt es uns, das Ganze auch in "unserem" Sinne für andere deutlicher zu machen. Liebe und Verliebtsein ... ich sehe da keine zeitliche Abfolge. Die schönste Liebe ist doch die, die es schafft, sich das Verliebtsein zu erhalten, jenes Gefühl für den anderen, das einfach da ist und gegen das man sich nicht wehren kann und auch nicht mag. Liebe ist für mich immer auch eine eher bewusste Entscheidung, nicht im Sinne eines Kalküls, einer rationalen Entscheidung, sondern im Sinne eines "Ich will!", bedingungslos und ohne Erwartung eines Mehrwertes. Liebe und Freundschaft ... wo beginnt sinnliches Begehren? Wo ist dort die Grenze? Eine Umarmung? Ein Kuss? Sex? Definiere mir einer Sex. Ich glaube daran, das es keine wirkliche Grenze gibt, sondern das der Übergang fließend ist, individuell und nicht eindeutig bestimmbar. Immer zusammen sein, 24 Stunden am Tag, 7 Tagen die Woche ... Für mich funktioniert es nicht. Aber warum nicht für andere? Gerade dies ist ein Bereich für den es kein Patentrezept gibt, wo Ratgeber und Sitte und Tradition für nichts nütze sind, ausser vielleicht zur Erzeugung von Schuldgefühlen im Sinne von ... Was mache ich falsch? Warum fühle ich anders als andere? Loslassen können ... das bezog ich vornehmlich auf die Zweisamkeit. Freiraum geben für Entfaltung, Entwicklung, Nachdenken, zur Ruhe kommen. Um dann wieder zurück zu kommen, wenn die Sehnsucht wieder spürbar wird. |
| Odessa | Das heutige "Ich liebe dich" ist doch nur noch eine bedeutungslose Phrase, es wird so leicht dahergesagt, wie "ich habe Hunger" oder "Gib mir mal die Butter." --- Verzeih, aber findest Du es nicht ein bißchen ungut formuliert, so pauschal über andere Leute und deren ja nur ihnen bekanntes verbales Gefühlsempfinden zu urteilen ;-)? Ich habe z. B. diesen Satz bisher gerade mal einem Dutzend Menschen gesagt in 45 Lebensjahren, und wenn ich ihn benutze, trifft er auch zu. Ich kann es einem geliebten Menschen auch gar nicht oft genug sagen daß ich ihn liebe, denn ich finde die meisten Menschen sagen sich das gerade heute viel zu wenig - man beleidigt sich, man demütigt sich... aber daß man dem Anderen sagt, wie sehr man ihn liebt (die Echtheit dieses Gefühls vorausgesetzt) - das kommt viel zu kurz, höre und sehe ich mich so um. Wer Liebe empfindet, darf und soll sie auch so benennen, wann immer es ihm ein Bedürfnis ist. Es steht Außenstehenden meiner Meinung nach nicht zu, das dann abzuwerten nach für sie selbst geltenden "Normen" oder (schlechten) Eigenerfahrungen. edit - lieber fxsend, bei vielen Deiner Fragen geht es mir so wie Dir vor einiger Zeit, Du erinnerst Dich an das was Du mir schriebst? Auch einige meiner - damaligen - Ansichten gerieten nun ins Wanken oder sind dabei, sich vielleicht zu ändern, weswegen ich momentan nicht wirklich adäquat dazu Stellung nehmen kann;-). |
| Milten | [QUOTE]Das heutige "Ich liebe dich" ist doch nur noch eine bedeutungslose Phrase, es wird so leicht dahergesagt, wie "ich habe Hunger" oder "Gib mir mal die Butter." --- Verzeih, aber findest Du es nicht ein bißchen ungut formuliert, so pauschal über andere Leute und deren ja nur ihnen bekanntes verbales Gefühlsempfinden zu urteilen ;-)? Ich habe z. B. diesen Satz bisher gerade mal einem Dutzend Menschen gesagt in 45 Lebensjahren, und wenn ich ihn benutze, trifft er auch zu. Ich kann es einem geliebten Menschen auch gar nicht oft genug sagen daß ich ihn liebe, denn ich finde die meisten Menschen sagen sich das gerade heute viel zu wenig - man beleidigt sich, man demütigt sich... aber daß man dem Anderen sagt, wie sehr man ihn liebt (die Echtheit dieses Gefühls vorausgesetzt) - das kommt viel zu kurz, höre und sehe ich mich so um. Wer Liebe empfindet, darf und soll sie auch so benennen, wann immer es ihm ein Bedürfnis ist. Es steht Außenstehenden meiner Meinung nach nicht zu, das dann abzuwerten nach für sie selbst geltenden "Normen" oder (schlechten) Eigenerfahrungen.[/QUOTE] Ich möchte kein mies macher sein, aber Leyata liegt völlig richtig mit ihrer Behauptung, auch wenn sie nicht von ihr belegt ist. Es ist nämlich so, dass wir Glück bzw. das selbe Glück immer in mehr und mehr abnehmenden Intervallen wahrnehmen. Das bedeutet, dass das Glücksgefühl beim ersten "Ich liebe dich" deutlich intensiever ist als das beim 100. usw. siehe dazu folgende Quelle :[url]http://www.hulda-pankok-gesamtschule.de/uploads/media/LSE_DE09_2005_TVhappT.pdf[/url] sollte der Link nicht funktionieren, kann man auch alternativ nach dem Text googeln. Er heißt "Happy Thalamus" Um auf die Liebe selbst zurückzukommen, Liebe kann man unter zwei Perspektiven untersuchen. Zum einen rational. Daher gesehn ist Liebe etwas wie eine Mischung aus dem Trieb zur Fortpflanzung und dem Verlangen nach Sicherheit und Geborgenheit. Subjektiv gesehen kann Liebe in unzähligen verschiedenen Formen existieren. |
| Odessa | Ich möchte kein mies macher sein, aber Leyata liegt völlig richtig mit ihrer Behauptung, auch wenn sie nicht von ihr belegt ist. --- Milten, ich bezog mich nur auf die verallgemeinernde Formulierung, und ich denke nach wie vor: niemand liegt richtig mit der Behauptung, daß "Ich liebe Dich" heute GENERELL eine leere Floskel ist. Denn ich glaube nicht daß es "leer" oder inflationär ist, wenn z. B. eine Mutter ihrem Kind sagt "ich liebe Dich" oder wenn ein Geliebter seiner Geliebten aus tiefstem Herzen empfunden sagt "ich liebe Dich". Nur so meinte ich es, wegen dieser Formulierung die ALLE Menschen (die diesen Satz sagen) beinhaltete ;-). Leyata, danke für die liebe Erklärung, und keine Sorge ich habe mich in keinster Weise persönlich angegriffen gefühlt, warum auch, wir kennen uns ja gar nicht, also keine Sorge - ich wollte Dir nur antworten bzw. meine Sicht, die Formulierung von Dir betreffend, mit einbringen :). Weißt Du, ich denke daß "Liebe" wie auch Freundschaft oder Sympathie etwas ist, das Jeder individuell erlebt und auch nur individuell für sich werten kann. Der eine Mensch "liebt", wenn er sich in einem Rausch befindet der für Andere "nur" Begehren und "Verliebtsein" meint. Der Nächste "liebt", wenn er über Jahre einen Menschen "anbetet". Der wieder Nächste "liebt", wenn er mit seiner Frau/seinem Mann 30 Jahre lang zusammenlebt jeden Tag, obwohl es Andere als "nebeneinanderherlebende Gewohnheit" bezeichnen würden. Deswegen hat es eigentlich Cabal imho am Besten getroffen: "Liebe ist ein Gefühl". Punkt. Denn jeder Mensch wird dieses Gefühl immer wieder anders erleben, immer wieder anders definieren (mit 20 liebte ich anders, mit anderen Gefühls-Prioritäten dabei, als jetzt mit 45). Und obwohl die Symptome von Verliebtheit bei den meisten Menschen für Außenstehende gleich sind/gleich wirken, so ist doch jede einzelne dieser Verliebtheiten für den, der sie erlebt, individuell und einzigartig, einmalig. :-) --- Dennoch, "ich liebe dich", sollte meiner Meinung nach eine Rarität bleiben, sonst verkommt es und ist auch schon verkommen, glaube ich und somit finde ich auch die Definition von "Liebe" an sich ist mittlerweile sehr verkommen. --- Stimme ich Dir durchaus zu, das gilt auch für Begriffe wie "Freund". Ich konnte mich z. B. eine Zeitlang überhaupt nicht mit einer Plattform namens myspace anfreunden, weil dort die Kontakte "Freunde" heißen. Und ich bei Anmeldung von diesem "bot" Tom willkommen geheißen wurde, der mir sagte er wäre jetzt "mein Freund". Ein Freund ist für mich ein Mensch, den ich lange und gut kennen muß. Der sich bewährt hat in guten und vor allem schlechten Zeiten. Der mich kennt und TROTZDEM mag, schätzt oder gar liebt. Der loyal ist ohne blind für meine Fehler zu sein. Der ehrlich ist ohne verletzend oder abwertend zu sein. Der kämpft für mich aber ohne mich dabei wie ein Kleinkind zu bevormunden. Solche Menschen sind rar, und ich überlege mittlerweile sehr lange, wann ich jemand Freund nenne, und selbst dann unterziehe ich Freundschaften immer wieder mal einer Bestandsaufnahme, denn Menschen und ihre Bedürfnisse ändern sich im Laufe eines Lebens. Ich unterscheide genau zwischen Bekannten, "losen Bekannten", näherstehenden Bekannten, Freunden, geschätzten/engen Freunden, Vertrauten (noch eine Stufe mehr für mich), Seelenverwandten (Symbiosen - das Nonplusultra an Freundschaft als auch an Liebe für mich) und Geliebten. Und eben "Kontakten", die ich pflege - und weswegen es für mich so absurd ist, auf einer virtuellen Plattform irgendwelche (Musik-, Film- oder sonstige Kunst-)Kontakte als "Freund" zu bezeichnen. Aber nachdem 99% der jungen user damit scheint es keine Probleme haben, jeden Kontakt gleich als "Freund" zu adden/zu bezeichnen, vermute ich daß ich einfach nur mal wieder zu wortklauberisch oder altmodisch für diese Zeit bin ;-). Für mich ist Liebe - zu einem Partner - einfach dieses Gefühl, daß ich ohne diesen Menschen zwar weiterhin durchaus gut leben kann... es aber nicht WILL. Weil dieser Mensch mich ergänzt, bereichert, ich seinen Geist, seine Seele, seinen Charakter, sein ganzes "Sein" annehmen kann, auch all seine Fehler und Macken. So wie er mein ganzes "ich" annimmt mit all seinen Macken, und ich für ihn darin unersetzbar, un-austauschbar und einmalig bin. Eine tiefe Verbundenheit zweier Seelen, zweier Geister, und in einer Paarbeziehung darüber hinaus der Wunsch, sich auch körperlich nah zu sein, eins zu sein, dem Anderen in jeder Beziehung nur Glück, Wohlbefinden, Freude schenken zu wollen. Wahre Liebe ist für mich absolut selbstlos, sie will nichts, fordert nichts, sie will sich nur selbst erfüllen und fragt nicht nach "Sinn, Zweck, Vernunft oder Zukunft". Sie IST einfach, und ich für meinen Teil möchte sie weder wissenschaftlich analysiert noch zerlegt haben - das nimmt der Liebe als auch der Sinnlichkeit und Erotik den Zauber, die Mystik, die Heiligkeit. |
| Milten | [QUOTE]niemand liegt richtig mit der Behauptung, daß "Ich liebe Dich" heute GENERELL eine leere Floskel ist.[/QUOTE] Das war auch nicht Intention meiner Aussage, sondern eher, dass der Effekt konstant abnimmt und so "Ich liebe dich" zu etwas gewöhnlichem wird. [QUOTE]Sie IST einfach, und ich für meinen Teil möchte sie weder wissenschaftlich analysiert noch zerlegt haben - das nimmt der Liebe als auch der Sinnlichkeit und Erotik den Zauber, die Mystik, die Heiligkeit.[/QUOTE] Tut mir leid. Ich wollte nur beide Sichtweisen erwähnen, da man fairerweise alle Möglichkeiten Aufzeigen sollte, um eine fundierte Antwort zu liefern. Ich persönlich tendiere auch zu der subjektiven Variante. Ich dachte nur es wäre passen alle Sichtweisen wenigstens zu erwähnen. |
| fxsend | [QUOTE][i]Original geschrieben von Leyata [/i] [B] Heißt nicht, dass ich was gegen kurze/stürmische/nicht ganz so tiefgehende Beziehungen habe, ganz im Gegenteil, ich halte sie für zeitweise sehr gut. Aber ich finde es schade, dass mittlerweile jegliche Affäre von vielen Leuten als ernsthafte Liebe bezeichnet wird und (was mich am meisten stört), die Leute, bei denen ich es mitbekommen habe, es einem auch auf die Nase binden wollen und mit jeglichen Mitteln mir/anderen zeigen wollten, ja beweisen wollten was Liebe ist und DAS fand ist ich sehr fehl am Platz. Liebe braucht keine Beweise und auch kein Publikum. [/B][/QUOTE] Kurze/stürmische/nicht ganz so tiefgehende Beziehungen haben in den Augen vieler Menschen einen geringeren Wert als die große und ewige Liebe, manchmal scheint es, als erscheinen sie ihnen minderwertig. Als ob es eine Rangfolge gäbe, eine Skala, an der man messen könnte, was mehr oder weniger wert sei oder gar gut oder schlecht. Ich glaube, die inflationäre Verwendung des Begriffes Liebe soll vielfach einfach eine dieser scheinbar "minderwertigen" Beziehungen aufwerten. Sie werden als defizitär empfunden, weil es dabei keine "großen" Gefühle geben mag, die in den Augen vieler Menschen dazugehören müssen. Aber müssen sie? Bevor ich falsch verstanden werden: Ich glaube an die Liebe, habe sie erfahren und erfahre sie und das reicht mir als Beweis ihrer Existenz. Aber warum kann eine tiefe Freundschaft nicht einfach eine tiefe Freundschaft sein? Warum kann Freundschaft nicht Sexualität einschließen, wenn es sich für beide richtig anfühlt? Warum muss das ganz große Kino ablaufen? Warum muss das Etikett "Liebe" draufpappen? Weil es das ist, was die Menschen eigentlich suchen? Oder weil sie nicht zugeben möchten, dass es ihnen schlicht um ganz andere Bedürfnisse geht? |
| fxsend | [QUOTE][i]Original geschrieben von Leyata [/i] [B] Wäre wunderschön, wenn noch mehr so denken würden. Freundschaft ist für mich die innigste Liebe die es gibt (wenn sie richtig ausgeübt wird) und steht persönlich für mich über allem, auch über Beziehungen. Warum also nicht alles mit den Freunden teilen? Also wirklich alles? [/B][/QUOTE] Darf ich fragen, was für Dich den Unterschied zwischen Freundschaft und Beziehung ausmacht? |
| fxsend | [QUOTE][i]Original geschrieben von Leyata [/i] [B]Die Frage ist dann natürlich - werden dann Freunde zu Beziehungen wenn man dem Verhältnis allgemein mehr Freiraum lässt? Wo ist die Grenze zur Beziehung, wenn man Freunde in sein sexuelles Leben miteinbezieht? [/B][/QUOTE] Das sind zwei sehr gute Fragen. Bemerkenswert finde ich, dass es möglich ist seine Freunde zu lieben und ebenso möglich ist, mehrere Freunde zu haben. Bei einer Beziehung ist die Liebe mit einem Mal nicht mehr teilbar, sondern darf sich nur auf eine Person beziehen. Ist die Qualität der Liebe in einer Beziehung eine andere als in einer Freundschaft? Ist das wirklich ganz klar abzugrenzen? Ist es ein ganz anderes Gefühl? Mich würde die Meinung anderer dazu interessieren, wo sie eine Grenze ziehen und mit welchen Begründungen. |