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  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Der Begriff des Glaubens im Metaphysischen Sinn
HellscreamEin Problem an diesem virtuellen Ort der sich „Platz der Philosophen“ nennt und anderen, besteht mit dem Begriff des Glaubens im Metaphysischen Sinn, mit dem sich schon jegliche ernst zunehmende Philosophie verabschiedet, in Abgrenzung zu sehen zum Begriff des glauben im Sinne von Vermuten. Und welcher tief gläubige Mensch würde nicht widersprechen, wenn man ihm sagen würde das er ja nur Vermutungen anstellen würde mit Hilfe von tausend Jahre alten uneleganten Hypothesen über eine vermeintliche Wirklichkeit und damit über die Wahrheit von dem was ist und was nicht ist, was falsch und richtig ist. Eine sinnvolle philospische Argumentation verabschiedetlich sich, weil es nicht mehr um das Abwegen bestimmter Hypothesen über die vermeintliche Wirklichkeit geht und deren hergestellten kausalen Wert in Bezug auf unser Dasein in der Welt. Sondern nur noch um das darlegen des eigenen Inneren Erlebens, ohne das man sich der Gefahr aussetzen müsste den Versuch zu unternehmen dies in in Bezug zu irgend welchen Begründungen und Erklärungsversuchen zu tun. In diesem Fall hat sich mit dem Informationsgehalt eines Satzes der beinhaltet, „Dies ist mein Glaube!“ schon jegliche Argumentation erledigt. So kreist dann am ende jede Person nur um sein vermeintliches Inneres Erleben. Der Narr ist dann oft geneigt töricht genug zu sein um sein Inneres erleben als universell gütige Wahrheit zu erklären, was traurig oft der Fall ist. Womit jegliche Philosophie dann zu nichts anderem wird als zur Legitimation der Herrschaft und des Mordes der vermeintlichen Wahrheit gegenüber anderen, was sie unter anderem bestimmt auch immer war und ist.

Oft hat man es allerdings mit zwei Argumentationen zu tun die allerdings konträr zu einander stehen, auch wenn sie meiner Erfahrung nach oft genug nicht differenziert werden. Auf der seinen Seite die traditionelle Auffassung des wahren Glaubens, für den es schlicht nur die eine Wahrheit und Wirklichkeit gibt, welche die eigene Religion umschreibt. Diese Argumentation muss sich natürlich fragen lassen ob ihre Ausführungen überhaupt schlüssig, beweisbar und Erkenntnistheoretisch haltbar sind.

Auf der anderen Seite jene die Aussage das sowie so nur alles Menschliche Wahrnehmung auf glauben basieren würde, damit ist dann meist die Aussage nicht fern das letzten Endes ja alles nur Religion wäre. Diese Sichtweise unterschlägt auf der einen Seite den universellen Erkenntnis Anspruch jeglicher Religion. Auf der anderen Seite unterschlägt sie damit das in diesem Fall überhaupt nicht mehr von einer Wahrheit im klassischem Sinn gesprochen werden kann, sondern nur noch im Sinne eines Konstruktivismus. Sich die Religion quasi selbst entleert, denn Wahrheiten gibt es hier nicht mehr. Einen universellen Sinn und damit eine wichtige Legitimation von Religion kann sie damit aber nicht mehr vermitteln, weil der Sinn hier von jedem für sich selbst geschaffen wird, weil nicht mehr zählt was der Wahrheit entspricht weil man keine universell gütige Wirklichkeit mehr besitzt, sondern nur was „passend“ ist bzw. was nützlich ist. Meistens ist man sich dessen aber leider nicht Bewusst und so unterschlägt man oft die Auswirkungen der Aussage.
LaChatteHallo Hellscream


[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]Und welcher tief gläubige Mensch würde nicht widersprechen, wenn man ihm sagen würde das er ja nur Vermutungen anstellen würde mit Hilfe von tausend Jahre alten uneleganten Hypothesen über eine vermeintliche Wirklichkeit und damit über die Wahrheit von dem was ist und was nicht ist, was falsch und richtig ist. [/B][/QUOTE]

keiner. Weil tief gläubige Menschen viel und eindeutige Erfahrungen haben mit ihrem Glauben, und es sich eben nicht um Vermutungen und Hypothesen handelt.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]

Eine sinnvolle philospische Argumentation verabschiedetlich sich, weil es nicht mehr um das Abwegen bestimmter Hypothesen über die vermeintliche Wirklichkeit geht und deren hergestellten kausalen Wert in Bezug auf unser Dasein in der Welt. Sondern nur noch um das darlegen des eigenen Inneren Erlebens, ohne das man sich der Gefahr aussetzen müsste den Versuch zu unternehmen dies in in Bezug zu irgend welchen Begründungen und Erklärungsversuchen zu tun.[/B][/QUOTE]

Das stimmt so nicht. Spirituelle Traditionen weltweit und aus allen Kulturen haben immer viel Wert darauf gelegt, individuelles Erleben zu systematisieren und in einen Kontext einzuordnen, damit der Praktiker einer Religion nicht auf Irrwege gerät.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]
In diesem Fall hat sich mit dem Informationsgehalt eines Satzes der beinhaltet, Dies ist mein Glaube! schon jegliche Argumentation erledigt. [/B][/QUOTE]

Erfahrungen sind Erfahrungen sind Erfahrungen. Ein Satz wie "Feldsalat schmeckt mir gut" ist auch nicht argumentierbar. Entweder glaubst du der Person, die es sagt, oder du glaubst es nicht. Doch es gibt hier nichts zu argumentieren, nur festzustellen.



[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]
So kreist dann am ende jede Person nur um sein vermeintliches Inneres Erleben.[/B][/QUOTE]

Es ist ein tatsächliches inneres Erleben, nicht ein vermeintliches. Wenn der Gläubige sich nach einem Ritual ruhig und gelassen und geborgen fühlt, so fühlt er sich tatsächlich so. Und wenn er sich jedes Mal nach dem Ritual so fühlt, so ist einfach als Tatsache zu akzeptieren, dass es so ist.



[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]
Der Narr ist dann oft geneigt töricht genug zu sein um sein Inneres erleben als universell gütige Wahrheit zu erklären, was traurig oft der Fall ist. Womit jegliche Philosophie dann zu nichts anderem wird als zur Legitimation der Herrschaft und des Mordes der vermeintlichen Wahrheit gegenüber anderen, was sie unter anderem bestimmt auch immer war und ist.[/B][/QUOTE]


und du tust das etwa nicht, indem du das rationale Denkschema als das höchste überhaupt bewertest? Ist ja nicht so, dass eine Vorherrschaft des Denkens irgendwie von einem äusseren Sinnesreiz abgeleitet werden könnte. Es wird aus innerem Erleben und innerem Handeln, genannt Denken, geschlossen. ;)




[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]
Auf der seinen Seite die traditionelle Auffassung des wahren Glaubens, für den es schlicht nur die eine Wahrheit und Wirklichkeit gibt, welche die eigene Religion umschreibt.[/B][/QUOTE]

Das ist ein Satz, der für viele spirituelle Praktiken richtig ist. Weil er allgemein menschlich ist, so wie Wasser den Durst aller Menschen löschen kann.

Die Wahrheit - und darin sind sich die Religionen ebenso einig - kann nicht durch eine rationale Denkübung abstrakt und objektiv gefunden werden, sondern es geht darum, Worte zu finden für ein subjektives Erlebnis.



[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]
Diese Argumentation muss sich natürlich fragen lassen ob ihre Ausführungen überhaupt schlüssig, beweisbar und Erkenntnistheoretisch haltbar sind.[/B][/QUOTE]

Nein. Religionen sind durchaus nicht verpflichtet, Hellscream'sche private Vorlieben als das Höchste der Gefühle und der Massstab ihres Denkens und Handelns anzuerkennen. Warum sollten sie auch.



[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]
Auf der anderen Seite unterschlägt sie damit das in diesem Fall überhaupt nicht mehr von einer Wahrheit im klassischem Sinn gesprochen werden kann,
[/B][/QUOTE]

Was ist "Wahrheit im klassischen Sinn"?


[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]
sondern nur noch im Sinne eines Konstruktivismus.[/B][/QUOTE]

Dass unsere Wahrnehmungen und deren Interpretationen Konstrukte sind, ist eine Tatsache, die nicht zu leugnen ist. Es gibt nun mal nicht zu sehen "wie es wirklich ist". Es gibt nur etwas zu sehen, wie meine Sinnesorgane, meine Emotionen und mein Denken es möglich machen.



[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]
Sich die Religion quasi selbst entleert, denn Wahrheiten gibt es hier nicht mehr. [/B][/QUOTE]

Wahrheit (eine Wahrheit, nicht mehrere) gibt es durchaus - nur muss man die nicht auf der sinnlichen Ebene suchen, und man muss nicht glauben, man könne sie in Worte packen.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]
Einen universellen Sinn und damit eine wichtige Legitimation von Religion kann sie damit aber nicht mehr vermitteln, weil der Sinn hier von jedem für sich selbst geschaffen wird, weil nicht mehr zählt was der Wahrheit entspricht weil man keine universell gütige Wirklichkeit mehr besitzt, sondern nur was „passend“ ist bzw. was nützlich ist. [/B][/QUOTE]

Ein Lebenssinn ist etwas, das eher entdeckt als geschaffen wird. Und Religionen haben schon immer gewusst, dass dieser Sinn individuell ist. So sagen sie auch nicht "der Sinn des Lebens ist xyz", sondern fordern die Menschen auf: finde heraus, worum es in deinem Leben geht.

eine universell gültige Wirklichkeit kann man auch kaum "besitzen". Wie sollte das denn gehen? Es gibt Menschen, die erleben sie und die beschreiben sie. Wenn allerdings jemand solche Erfahrungen nie gemacht hat (was höchst selten ist ;) ), so kann man sich den Mund fusslig reden und der Angesprochene versteht nicht, worum es geht.

grüsse, barbara
ArrogantNickHellscream, ich hab da mal 'ne Frage:

Wenn Du glaubst, nicht zu glauben, warum glaubst Du dann nicht denen, die glauben können, dass sie glauben wollen was sie in sich (für) wahr (an)nehmen und lässt sie einfach in Ruhe? Sie glauben Dir doch auch, dass Du nicht glauben magst und lassen Dich in Ruhe. Natürlich prallen in Diskussionen, Ansichten und Meinungen aufeinander. Aber mit wem willst Du auch diskutieren, wenn alle gleichgeschaltet wären? Was treibt Dich eigentlich, Dich dauernd mit etwas zu beschäftigen, was Dich doch gar nicht interessiert, zumindest glaubst Du das.

Okay, das waren mehrere Fragen. Mea culpa....

;-)

....
JohnSteedSender-Empfänger-Thematik.

Der Mensch ist oft geneigt mit virtuellen Kräften
diskutieren zu wollen...
Ob er eine Antwort bekommt, sei dahingestellt.
Es steckt im Menschen.
Und wenn es der Glaube an das "Gute" sei.
Da ist etwas ausserhalb von mir, das ist grösser als ich.

I want to believe!
HellscreamAn LaChatte

Muss dieses extreme Satz gestückelt immer in diesem Ausmaß sein? Das empfinde ich als äußerst grausam. Satz gegen Satz ohne Struktur und Zusammenhang. Klar nur eine Still Frage.

[QUOTE]geschrieben LaChatte
Dass unsere Wahrnehmungen und deren Interpretationen Konstrukte sind, ist eine Tatsache, die nicht zu leugnen ist. Es gibt nun mal nicht zu sehen "wie es wirklich ist". Es gibt nur etwas zu sehen, wie meine Sinnesorgane, meine Emotionen und mein Denken es möglich machen.
[/QUOTE]

Dem stimme ich so weit absolut zu. Dann muss man dies aber auch reflektieren.
Wenn man dem Konstruktivismus recht gibt, gibt es schlicht keine wie auch immer geartete Wahrheit zu entdecken, dazu wärst du nämlich schlicht und einfach nicht in der Lage. Das heißt du hast nur noch Hypothesen über die Wirklichkeit die du mehr oder weniger abgleichen, bestätigen, untermauern usw. also mit diesen operieren kannst. Eine aussage im Sinne einer Religion die die Wahrheit verkündet ist aus dieser Sichtweise so ebenso absurd, wie der Physiker der meint das er die Welt mit Hilfe von technischen Hilfsmitteln und Fachwissens objektiv beobachten und bewerten kann. Man kann über Dinge die man nicht mit Sinnen begreifen kann, schlicht keine Aussage treffen. Denn alles was du und ich und all die anderen Menschen wahrnehmen, tun wir mit Hilfe unserer Sinne, die uns überhaupt erst in die Lage versetzen uns mit einer äußeren Welt auseinander zu setzen. Ganz egal ob dieses Bild dann einfach objektiv wahrgenommen werden sollte (was ich ernsthaft bezweifle) oder kognitiv Konstruiert wird.

[QUOTE]geschrieben LaChatte
Es ist ein tatsächliches inneres Erleben, nicht ein vermeintliches.
[/QUOTE]

Das ist im Grunde ein eigentlich Richtiger Einwand wie ich finde, wobei man sagen muss das eigentlich alles Erleben tatsächlich ist, die frage ist nur ob mir dies Erleben etwas über eine wie auch immer geartete Wahrheit um mich herum aussagt und wenn ja was. Und obwohl man hier noch sagen muss das es auch im inneren Strukturen gibt auf die wir keinen Zugriff haben oder besser gesagt unbewusste Anteile aufweisen, die das innere Erleben nicht immer so eindeutig gestalten wie wir es gerne hätten.

An ArrogantNick

[QUOTE]geschrieben ArrogantNick
Hellscream, ich hab da mal 'ne Frage:

Wenn Du glaubst, nicht zu glauben, warum glaubst Du dann nicht denen, die glauben können, dass sie glauben wollen was sie in sich (für) wahr (an)nehmen und lässt sie einfach in Ruhe? Sie glauben Dir doch auch, dass Du nicht glauben magst und lassen Dich in Ruhe. Natürlich prallen in Diskussionen, Ansichten und Meinungen aufeinander. Aber mit wem willst Du auch diskutieren, wenn alle gleichgeschaltet wären? Was treibt Dich eigentlich, Dich dauernd mit etwas zu beschäftigen, was Dich doch gar nicht interessiert, zumindest glaubst Du das.

Okay, das waren mehrere Fragen. Mea culpa....
[/QUOTE]

Weil sie meist nicht differenzieren zwischen dem was sie innerlich wahrnehmen und dem was sie davon einfach nach außen projizieren und lustige Ansprüche drauf aufbauen oder gar als Gründe anführen die keine sind. Was sie in sich Wahrnehmen ist deren Sache, was sie nach außen projizieren ist auch teil meiner Lebenswelt und dem entsprechend setzte ich mich damit auseinander. Ein passendes Zitat dem entsprechend ist meiner Meinung weitest gehend folgendes,
„Wenn die Wahrheit der religiösen Lehren abhängig ist von einem inneren Erlebnis, das diese Wahrheit bezeugt, was macht man mit den vielen Menschen, die ein solches Erlebnis nicht haben? Wenn der Eine aus einem ihn tief ergreifenden ekstatischen Zustand die unerschütterliche Überzeugung von der realen Wahrheit der religiösen Lehren gewonnen hat, was bedeutet das dem Anderen? Allein dieses Credo ist nur als Selbstbekenntnis interessant, als Machtspruch ist es ohne Verbindlichkeit. Es gibt keine Instanz über der Vernunft.“ Sigmund Freud

Es geht mir hier um nicht mehr oder weniger als Philosophie in meinem begrenzten Rahmen den ich Leisten kann und um der damit in Zusammenhang stehenden Denkübungen willen. Das ist aber auf Grundlage von reinen Glaubensüberzeugungen im Sinne eines Glaubens im Metaphysischen nicht möglich dazu bedarf es Argumentationen die auf Grundlage von Gründen beruhen.
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]Wenn man dem Konstruktivismus recht gibt, gibt es schlicht keine wie auch immer geartete Wahrheit zu entdecken, dazu wärst du nämlich schlicht und einfach nicht in der Lage. [/B][/QUOTE]

Konstruktivismus bedeutet, dass ein Mensch oder ein Tier "seine" Welt aus den zur Verfügung stehenden Sinnesdaten baut. Was nicht wahrgenommen werden kann, existiert nicht.

Nun ist aber der Spirit, der in der Spiritualität erforscht wird, sowieso nichts, was via die Sinne reinkommt. Wahrheit gibt es AUF DER EBENE DER SINNE tatsächlich nicht zu entdecken, aber es gibt ja noch andere Ebenen.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]
wobei man sagen muss das eigentlich alles Erleben tatsächlich ist, die frage ist nur ob mir dies Erleben etwas über eine wie auch immer geartete Wahrheit um mich herum aussagt und wenn ja was. [/B][/QUOTE]

Die spirituellen Traditionen der Menschheit haben dazu viel Kluges zu sagen. Es lohnt sich, sie genau zu studieren, sogar dann, wenn man keine religöse Praxis hat.

grüsse, barbara
HellscreamJa, ja und nur eine kleine Klicke Esoteriker, Priester, Mullahs oder was auch immer kann sie sehen und die Wahrheit verkünden, ist klar. Komisch nur das jeder meint etwas anderes als Wahrheit zu erkennen. Mit den einfachen Worten wie folgt. „Siehst du und meine Ebene wird für dich niemals erreichbar sein. Im überigen bin ich ja auf der höchsten Ebene überhaupt. Und überhaupt sind anders Gläubige gar nicht in der Lange die Weisheit Gottes zu deuten, weil sie keinen Zugang zu seiner endlosen weisen Wahrheit besitzen.“ Damit kann man jegliche Diskussion nun beenden.

Genau das meine ich. Diese vermeintliche Ebene entbehrt jeglicher Grundlage einer ernsthaften Argumentation. Einfach schon aus dem Grund weil entweder der Begriff des Metaphysischen Glaubens absolut inkonsistent ist in Bezug auf alle anderen Erfahrungen die uns zugänglich sind. Und das sind nun mal leider nur die Materiell erfahrbaren d.h. Sinnlich zugänglichen.

"Angewöhnung geistiger Grundsätze ohne Gründe nennt man Glauben"
Friedrich Nietzsche

Ich werfe jedem Begriff von Metaphysik vor sich von der Welt zu verabschieden und somit auch keine Rückschlüsse auf die Welt ziehen zu können. Dabei bleibt es zumeist aber nicht. Man muss noch die anderen Unterjochen, der wahre Grund für die Verbiegung.
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
Nun ist aber der Spirit, der in der Spiritualität erforscht wird, sowieso nichts, was via die Sinne reinkommt. Wahrheit gibt es AUF DER EBENE DER SINNE tatsächlich nicht zu entdecken, aber es gibt ja noch andere Ebenen.[/QUOTE]

wie unterscheidest du eigentlich "spirituelle erfahrungen" von neurologischen störungen, geisteskrankeheiten oder einwirkung durch psychotrope substanzen?
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]Ja, ja und nur eine kleine Klicke Esoteriker, Priester, Mullahs oder was auch immer kann sie sehen und die Wahrheit verkünden, ist klar. Komisch nur das jeder meint etwas anderes als Wahrheit zu erkennen. Mit den einfachen Worten wie folgt. „Siehst du und meine Ebene wird für dich niemals erreichbar sein. Im überigen bin ich ja auf der höchsten Ebene überhaupt. Und überhaupt sind anders Gläubige gar nicht in der Lange die Weisheit Gottes zu deuten, weil sie keinen Zugang zu seiner endlosen weisen Wahrheit besitzen.“ Damit kann man jegliche Diskussion nun beenden. [/B][/QUOTE]

Stimmt überhaupt nicht, was du sagst. Nicht für unsere heutige Zeit. Jeder Mensch kann sich tonnenweise Literatur zum Thema beschaffen, sie lesen und seine Experimente und Gedanken dazu machen.

Es handelt sich um das Verfahren "geh hin, guck es dir an und sage, was du gesehen hast", auf Introspektion angewandt. Wobei sich durchaus auch verschiedene Ebenen von Erkenntnis identifizieren lassen, genauso wie man leicht feststellen kann, im mentalen Bereich, dass zB ein Erstklässler und ein Doktorand ganz verschiedene Ebenen von Erkenntnis haben. Und dass ein Erstklässler lange und tüchtig üben und lernen muss, bis er es zum Doktoranden schafft. Warum sollte das in irgend einem Bereich des Lebens anders sein? Übung macht den Meister, und Genie besteht auch hier aus 1% Inspiration und 99% Transpiration.



[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]
Diese vermeintliche Ebene entbehrt jeglicher Grundlage einer ernsthaften Argumentation. Einfach schon aus dem Grund weil entweder der Begriff des Metaphysischen Glaubens absolut inkonsistent ist in Bezug auf alle anderen Erfahrungen die uns zugänglich sind. Und das sind nun mal leider nur die Materiell erfahrbaren d.h. Sinnlich zugänglichen. [/B][/QUOTE]


Hast du für diese Behauptung auch Belege? Wenn ja, bitte her damit.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]
Ich werfe jedem Begriff von Metaphysik vor sich von der Welt zu verabschieden und somit auch keine Rückschlüsse auf die Welt ziehen zu können. Dabei bleibt es zumeist aber nicht. Man muss noch die anderen Unterjochen, der wahre Grund für die Verbiegung. [/B][/QUOTE]

Das hier läuft wohl irgendwo zwischen "Vorurteil" und "Absichtlicher Realitätsflucht". Es ist ja dein gutes Recht, mit Spiritualität nichts anfangen zu können, doch bitte mach es immerhin mit Sachkenntnis und nicht auf diesem billigen Niveau und nicht mit dieser Einseitigkeit.

grüsse, barbara
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i]
[B]wie unterscheidest du eigentlich "spirituelle erfahrungen" von neurologischen störungen, geisteskrankeheiten oder einwirkung durch psychotrope substanzen? [/B][/QUOTE]

Fragt sich erstens, ob dies in jedem Fall verschiedene Dinge sind.

Einwirkungen von bewusstseinsverändernden Substanzen können (müssen nicht) zu authentischen spirituellen Erfahrungen führen - was selbstverständlich mit sich bringt, dass das Nervensystem anders arbeitet als normal.

"Neurologische Störung" ist ein medizinischer Begriff, wobei es in der Medizin keine Beschreibung, zum Beispiel, für "Erleuchtung" gibt in den entsprechenden Handbüchern für Diagnostik. Erleuchtung ist, medizinisch gesehen, eine psychische oder neurologische Störung.

Du siehst, eine saubere Abgrenzung zu machen ist nicht ganz einfach. ;)

Eine sinnvolle Frage, die man sich stellen kann, könnte sein: Wird die Welt des Betroffenen grösser oder kleiner? Anders formuliert: gewinnt der Betroffene an Einsicht, Verständnis, Weisheit, an Handlungsoptionen? Dann war's wohl Spirit, und er wurde gut aufgenommen. Oder eben nicht, und seine Welt wird kleiner, zwanghafter, von einer fixen Idee beherrscht, unflexibel, unfähig zur Kommunikation mit anderen Menschen? Dann wars möglicherweise auch Spirit, vielleicht auch nur Spirituosen, und auf alle Fälle, der Betreffende hat's nicht gut aufgenommen.

Clarissa Pinkola Estes erzählt in "die Wolfsfrau" eine Geschichte zum THema:

[i]Eines Nachts wurden vier Rabbiner von einem Engel besucht, der sie aufweckte und auf seinen Schwingen in die Siebte Kammer des Siebten Himmels trug. Dort erblickten die vier das Heilige Rad von Hesekiel mit den eigenen Augen.

Auf dem Rückweg zur Erde jedoch verlor der erste Rabbiner bereits seinen Verstand, denn sein Geist war dermassen von dem göttlichen Glanz geblendet worden, dass er fortan nur noch brabbelnd durch die Lande irrte. Der zweite Rabbiner zeigte sich unbeeindruckt und verleugnete ganz einfach, was er im Siebten Himmel gesehen hatte. Er winkte nur ab und sagte: "ach was, das haben wir doch bloss geträumt!" Der dritte Rabbiner wurde fanatisch. Er hielt bald überall Vorträge über Sinn und Bedeutung seines Erlebnisses und stritt sich mit anderen Gelehrten. Aber der vierte Rabbiner wurde zum Dichter. Er setzte sich an das Fenster seiner Kammer und verfasste ein Danklied nach dem anderen über die Tauben im Kirschbaum, die kleine Tochter in der Wiege und alle Sterne in der Nacht. Er als einziger konnte sein Glück ertragen.[/i]

eine spirituelle Erfahrung wars allemal, ertragen hat es nur einer.

grüsse, barbara
Creobotradann hängts also kurz gesagt davon ab, welche auswirkung die störung hat. oder besser gesagt, für was man diese störung hält, denn auch eine "negative" auswirkung kann man ja im zuge dessen persönlich als positiv werten.
geflügelte elefanten > schlecht, geflügelte kinder > gut. für eine hindu ist es dann andersrum besser.

für eine herkunft dessen aus einer übergeordneten ebene gibts dann natürlich keinerlei belege (zwansgläufig), was die ganze sache in die übliche diskussion zwischen religiösem glauben vs wissenschaft verlegt.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i]
dann hängts also kurz gesagt davon ab, welche auswirkung die störung hat. oder besser gesagt, für was man diese störung hält, denn auch eine "negative" auswirkung kann man ja im zuge dessen persönlich als positiv werten.
geflügelte elefanten > schlecht, geflügelte kinder > gut. für eine hindu ist es dann andersrum besser.[/quote]

Wenn Du so willst, ja. Erleuchtungserlebnisse und/oder sonstige spirituelle Erlebnisse, sind immer auch Grenzerfahrungen. Ich hatte zwei davon. Beim Einen wäre ich fast gestorben und ich verleugnete es über Jahre, da es mir solche Angst machte und ich es nicht hätte ertragen können, dazu zu stehen. Beim Zweiten konnte ich mein Glück endlich fassen. Seitdem weiß ich, dass es für mich einen Gott gibt.

Beide Male war ich stocknüchtern und hatte keinerlei andere Drogen konsumiert. Mag sein, dass meine Psyche 2 mal durchdrehte, aber wenn es so war, dann war das das Beste, was mir je passiert ist. Ich fühle mich erlöst und bin zutiefst dankbar. Wo ist also das Problem?

[QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i]
für eine herkunft dessen aus einer übergeordneten ebene gibts dann natürlich keinerlei belege (zwansgläufig), was die ganze sache in die übliche diskussion zwischen religiösem glauben vs wissenschaft verlegt. [/B][/QUOTE]

Ich muss das nicht belegen. Ich habe es so erlebt, bin davon überzeugt und nehme mir das Recht heraus, dazu zu stehen und, im passenden Kontext, davon zu berichten. Ich lehne Wissenschaft nicht ab und will sie auch nicht widerlegen. Warum und wozu auch? Ich bin doch nicht bescheuert. Ohne Wissenschaft gäbe es viel weniger Optionen und Erklärungen in dieser Welt.

Das Eine ist äußere Definition, das Andere ist inneres Erleben und damit inwändige Wahrheit. Das sind zwei grundverschiedene Dinge, die jedoch beides Werkzeuge sind, um die Welt zu begreifen. Sie ergänzen sich, schließen sich aber nicht gegenseitig aus. ;-)

Grüßle
Mischa
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i]
[B]dann hängts also kurz gesagt davon ab, welche auswirkung die störung hat. oder besser gesagt, für was man diese störung hält, denn auch eine "negative" auswirkung kann man ja im zuge dessen persönlich als positiv werten.[/B][/QUOTE]

Eine Störung ist, was störend wirkt. Das ist ja auch der Ausgangspunkt für alle medizinische Diagnostik. Es gibt ja durchaus Dinge, die nicht dem Standard entsprechen, aber die nicht störend sind. Und was stört, ist dann auch noch im Zusammenhang der jeweiligen Kultur verschieden. Es gibt Zeiten und Orte, in denen epileptische Anfälle als eine enge Kommunikation mit Gott/Göttern interpretiert wurde, und nicht eine Krankheit, die man irgendwie wegmachen sollte. Und die Propheten und Prophetinnen früherer Zeiten würden heute ziemlich schnell beim Psychiater landen.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i]
[B]
für eine herkunft dessen aus einer übergeordneten ebene gibts dann natürlich keinerlei belege (zwansgläufig), was die ganze sache in die übliche diskussion zwischen religiösem glauben vs wissenschaft verlegt. [/B][/QUOTE]

Das ist doch nicht die Frage. Es gibt Phänomene, und es steht die Frage da, wie wir sei bewerten und mit ihnen umgehen. Was eng damit zusammenhängt, welche Ziele ein Mensch hat.

Mit Erfahrung und Übung lässt sich allerdings durchaus gut unterscheiden, welche Erlebnisse woher kommen. Ob es sich zum Beispiel um einen Ausfluss alter Kindheiterinnerungen handelt, um einen Zugriff auf das kollektive Unbewusste, oder um eine Vision tatsächlich übergeordneter Realitäten - was zum Beispiel die Erkenntnis wissenschaftlicher Gesetzmässigkeiten zur Folge haben kann. Während tausenden von Jahren hatten Leute den Mond beobachtet und ebenfalls beobachtet, dass Äpfel nach unten fallen - erst Newton hat erkannt, dass diese beiden Phänomene, die so verschieden erscheinen, der gleichen übergeordneten Gesetzmässigkeit gehorchen.

grüsse, barbara
logic_systemDu vergleichst hier Äpfel mit Birnen.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von logic_system [/i]
[B]Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen. [/B][/QUOTE]

Wow - tolle Argumentation. :rolleyes:
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
Eine Störung ist, was störend wirkt. Das ist ja auch der Ausgangspunkt für alle medizinische Diagnostik. Es gibt ja durchaus Dinge, die nicht dem Standard entsprechen, aber die nicht störend sind. Und was stört, ist dann auch noch im Zusammenhang der jeweiligen Kultur verschieden. Es gibt Zeiten und Orte, in denen epileptische Anfälle als eine enge Kommunikation mit Gott/Göttern interpretiert wurde, und nicht eine Krankheit, die man irgendwie wegmachen sollte. Und die Propheten und Prophetinnen früherer Zeiten würden heute ziemlich schnell beim Psychiater landen. [/QUOTE]

auch wenn man das in esoterische höhen hebt, bleibt epilepsi und konsorten eine "funktionsstörung" oder krankheit, unabhängig, ob mans toll findet und geld damit verdient.

[QUOTE]Das ist doch nicht die Frage. Es gibt Phänomene, und es steht die Frage da, wie wir sei bewerten und mit ihnen umgehen. Was eng damit zusammenhängt, welche Ziele ein Mensch hat.[/QUOTE]
interessiert doch erstmal gar nicht, wie man damit umgeht, bevor nicht geklärt ist, worums es sich bei dem "phänomen" handelt. erst dann lässt sich sowas vernünftig bewerten.

[QUOTE] Mit Erfahrung und Übung lässt sich allerdings durchaus gut unterscheiden, welche Erlebnisse woher kommen. Ob es sich zum Beispiel um einen Ausfluss alter Kindheiterinnerungen handelt, um einen Zugriff auf das kollektive Unbewusste, oder um eine Vision tatsächlich übergeordneter Realitäten - was zum Beispiel die Erkenntnis wissenschaftlicher Gesetzmässigkeiten zur Folge haben kann. [/QUOTE]
hm, da gehts ja schon los mit den unterscheidungsschwierigkeiten... übergeordnete realität: einbildung oder "real". ohne unterscheidungskriterien ist das eine breitband-ansicht, die möglichst viel abdeckt ohne wirklich was zu sagen, wie horoskope.


[QUOTE]Während tausenden von Jahren hatten Leute den Mond beobachtet und ebenfalls beobachtet, dass Äpfel nach unten fallen - erst Newton hat erkannt, dass diese beiden Phänomene, die so verschieden erscheinen, der gleichen übergeordneten Gesetzmässigkeit gehorchen.[/QUOTE]
und bis es soweit war hat sich eine fröhliche gemeinde von mondanbetern gebildet, die alles mögliche darauf projezierten (und immer noch machen).
korrelation und kausalität - der mensch hatte evolutionsbedingt schon immer unterscheidungsschwierigkeiten damit.
aber man wartet halt so ungern bis es soweit ist und man möchte bitte gern vorher eine erklärung. welche auch immer.
mir drängt sich da immer ein satz auf: "show me the money"
die wissenschaft hat keine erklärung für irgendwas? da steckt geld drin. viiiel geld. und ich frag mich, warum hab ich nicht was gscheites gelernt, wie chakra-masseur oder aura-resonanz-analyst*




*[SIZE=1]das hab ich jetzt erfun.. äh in alten schriftrollen entdeckt. wer dafür kurse anbieten will, zahlt copyright-gebühren![/SIZE]
ArrogantNickUnd endlos dreht sich die alte Leier. Aber bitte, 's scheint ja Spaß zu machen. :rolleyes: Meine Fresse - (fundamentalistische) Rationalisten sind auch nicht zufrieden, bevor das letzte Quentchen Freiheit aus den Köpfen und dem Erleben der Leute verbannt ist. Diese Entweder/Oder Scheiße ist unglaublich kontraproduktiv. Was juckt es denn die Wissenschaft, was Leute fühlen oder glauben? Sie kann das untersuchen und gut. Was hier aber schon wieder durchscheint, ist der Versuch, den Menschen vorzuschreiben, was sie zu fühlen und zu glauben haben. Das macht Wissenschaft zum Dogma und führt sie damit ad absurdum.

.
logic_system[quote]Sie kann das untersuchen und gut. Was hier aber schon wieder durchscheint, ist der Versuch, den Menschen vorzuschreiben, was sie zu fühlen und zu glauben haben. [/quote]

Nein, es geht nur darum, zu analysieren, wie Glaubensbilder entstehen bzw. was davon "man-made" ist. Glauben ist oft genug nur eine Deutung eines Phänomens auf einer symbolisch-interpretatorischen Ebene (d.h. "ein Zeichen", "Gotteserlebnis" etc.), keiner sachlich-analytischen. Diese Deutung ist von individuellen Denkmustern und Erfahrungswerten, sowie kultureller Prägung abhängig.

Von Seiten der Wissenschaft versucht man den Prozess des Glaubens bzw. spirituelle Phänomene durch Beobachtung, Theoriebildung und Verknüpfung mit vorhandenem Wissen zu untersuchen, um daraus neue Kenntnisse über die Funktionsweise des Menschen zu erlangen.

Nehmen wir z.B. den Glauben an Schadenszauber im Mittelalter und der Neuzeit: Da man die Wirkursache verschiedener Phänomene (z.B. Krankheit, Dürre, Kindstot) vor allem auf dörflicher Ebene nicht kannte, hat man versucht die mangelnde Erklärung durch übernatürliches Wirken zu liefern. Mangels kritischer Methode hat man selber Wirkungszusammenhänge auf Basis des in diesem Rahmen vorhandenen "Wissens" (d.h. tradierter Volksglaube + Predigt) konstruiert.
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von logic_system [/i]
Nein, es geht nur darum, zu analysieren, wie Glaubensbilder entstehen bzw. was davon "man-made" ist. Glauben ist oft genug nur eine Deutung eines Phänomens in seiner symbolischen Bedeutung. Diese Deutung ist von individuellen Denkmustern und Erfahrungswerten, sowie kultureller Prägung abhängig. [/quote]

Alles ist 'man-made', auch die Erfindung der Wissenschaft. Oder war das Gott? :D Ergo ist auch die Forschung determiniert. Weißt Du, wie früher Saurierskelette zusammengesetzt wurden? Sah witzig aus, wirklich. Damals nahm man halt noch Drachen zum Vorbild, heute ist das nicht mehr so 'in' und die Klauen werrden nicht mehr auf die Schnauzen montiert. Damals jedoch, war das absolut wissenschaftlich.

[QUOTE][i]Original geschrieben von logic_system [/i]
Von Seiten der Wissenschaft versucht man den Prozess des Glaubens bzw. spirituelle Phänomene durch Beobachtung, Theoriebildung und Verknüpfung mit vorhandenem Wissen zu untersuchen und zu erklären und daraus neue Kenntnisse über die Funktionsweise des Menschen zu erlangen.[/quote]

Das ist okay, so lange man den Menschen dennoch die Freiheit zur eigenen Interpretation lässt und nicht ein Wissenschaftsdogma entwirft, das der Religion in nichts nachsteht. Wissenschaft soll (den Menschen als Werkzeug) dienen, nicht (be)-herrschen.

[QUOTE][i]Original geschrieben von logic_system [/i]
Nehmen wir z.B. den Glauben an Schadenszauber im Mittelalter und der Neuzeit: Da man die Wirkursache verschiedener Phänomene (z.B. Krankheit, Dürre, Kindstot) vor allem auf dörflicher Ebene nicht kannte, hat man versucht die mangelnde Erklärung durch übernatürliches Wirken zu liefern. Die Mystik war hier nur Platzhalter. [/QUOTE]

Und die Wissenschaft hielt die Welt für eine Scheibe.

Tja.

.
logic_system"DIE Wissenschaft" gibt es genausowenig wie "DIE Religion".

[quote]Alles ist 'man-made', auch die Erfindung der Wissenschaft. Oder war das Gott? Ergo ist auch die Forschung determiniert. Weißt Du, wie früher Saurierskelette zusammengesetzt wurden? Sah witzig aus, wirklich. Damals nahm man halt noch Drachen zum Vorbild, heute ist das nicht mehr so 'in' und die Klauen werrden nicht mehr auf die Schnauzen montiert. Damals jedoch, war das absolut wissenschaftlich.[/quote]

Ja, nur ist sich die Forschung der eigenen Unzulänglichkeiten oft genug bewusst und thematisiert diese ganz offen, das ist auch ein wichtiger Teil seriösen Arbeitens. Dass dein Beispiel etwas hinkt, ist dir hoffentlich selbst bewusst.

[quote]Das ist okay, so lange man den Menschen dennoch die Freiheit zur eigenen Interpretation lässt und nicht ein Wissenschaftdogma entwirft, das der Religion in nichts nachsteht. Wissenschaft soll (den Menschen als Werkzeug) dienen, nicht (be)-herrschen.[/quote]

Klar kann jeder interpretieren, wie er will. Nur wenn Dinge nachgewiesen worden sind, engt sich der Interpretationsspielraum nun mal leider geringfügig ein. Dogma entsteht dort, wo man trotz andersartiger Erkenntnisse oder gar trotz besseren Wissens auf die Unumstößlichkeit der eigenen Überzeugung oder Interpretation pocht.

Die seriöse Wissenschaft ist nicht dogmatisch, denn jede Gesetzmäßigkeit leitet sich aus Wiederholbarkeit eines Gedankenmodells bzw. Versuches ab, sollte es zu Abweichungen kommen, muss das Gesetz auf den Prüfstand gestellt, modifizert oder gar verworfen werden.

[quote]Und die Wissenschaft hielt die Welt für eine Scheibe.

Tja.[/quote]

Dazu empfehle ich mal die Lektüre von: Russel, Jeffrey Burton: The Myth of the Flat Earth. 1997.: [url]http://www.asa3.org/ASA/topics/history/1997Russell.html[/url]

Also nix "Tja." ;)
(owned you)
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von logic_system [/i]
"DIE Wissenschaft" gibt es genausowenig wie "DIE Religion". [/quote]

Ja ja - man kann es auch anders nennen, bla blub... warum einfach wenn es auch kompliziert geht etc. etc.

Können wir uns darauf einigen, solch nebulöses Gedöns zu lassen? Klingt vielleicht recht wichtig und unheilschwanger, bringt aber nix. Danke.

[QUOTE][i]Original geschrieben von logic_system [/i]
Ja, nur ist sich die Forschung der eigenen Unzulänglichkeiten oft genug bewusst und thematisiert diese ganz offen, das ist auch ein wichtiger Teil seriösen Arbeitens. [/quote]

Schön. Ich thematisiere die Unzulänglichkeit meiner eigenen Wahrnehmung auch offen und bin mir meiner Begrenztheit bewusst. Dennoch mag ich auf's selbst Empfinden und Denken nicht verzichten. Das ist für mich seriöser Umgang mit mir selbst.


[QUOTE][i]Original geschrieben von logic_system [/i]
Dass dein Beispiel etwas hinkt, ist dir hoffentlich selbst bewusst.[/quote]

Nein - inwiefern?

[QUOTE][i]Original geschrieben von logic_system [/i]
Klar kann jeder interpretieren, wie er will. Nur wenn Dinge nachgewiesen worden sind, engt sich der Interpretationsspielraum nun mal leider geringfügig ein.[/quote]

Aha? Und warum? Geht es Dich oder die Wissenschaft etwas an, was ich interpretiere? Warum soll ich mich beschränken lassen, was genau habe ich davon? Und vor allen Dingen, mit welchen Recht soll mir hier etwas eingeschränkt werden?

[QUOTE][i]Original geschrieben von logic_system [/i]
Dogma entsteht dort, wo man trotz andersartiger Erkenntnisse oder gar trotz besseren Wissens auf die Unumstößlichkeit der eigenen Überzeugung oder Interpretation pocht. [/quote]

Nein, Dogma entsteht dort, wo (geistige) Freiheit/Grenzenlosigkeit verhindert werden soll.

[QUOTE][i]Original geschrieben von logic_system [/i]Die seriöse Wissenschaft ist nicht dogmatisch, denn jede Gesetzmäßigkeit leitet sich aus Wiederholbarkeit eines Gedankenmodells bzw. Versuches ab, sollte es zu Abweichungen kommen, muss das Gesetz auf den Prüfstand gestellt, modifizert oder gar verworfen werden.[/quote]

Na prima. Und warum diskutieren wir dann hier herum? Dann hat die Wissenschaft doch alles was sie will und braucht und kann die Gläubigen in Frieden glauben lassen. Und alle sind zufrieden. Oder nicht?

Warum der Wunsch, den Glauben auszumerzen oder, wie Du es sagst, Interpretationen zu begrenzen? Was soll das? Wozu dient das?

[QUOTE][i]Original geschrieben von logic_system [/i]
Dazu empfehle ich mal die Lektüre von

Russel, Jeffrey Burton: The Myth of the Flat Earth. 1997.: [url]http://www.asa3.org/ASA/topics/history/1997Russell.html[/url] [/QUOTE]

Tja, es gibt eben auch nicht wissenschaftliche Spinner, die sich aber dennoch als solche verkaufen wollen.

Na und? Spinner gib's halt überall. Lasse man sie doch spinnen - wen juckt's?

....
logic_system[quote]Tja, es gibt eben auch nicht wissenschaftliche Spinner, die sich aber dennoch als solche verkaufen wollen.

Na und? Spinner gib's halt überall. Lasse man sie doch spinnen - wen juckt's?[/quote]

Du sprichst in Rätseln. Deine Aussage wurde anhand der uns zur Verfügung stehenden Quellen widerlegt. Warum der Autor jetzt plötzlich ein Spinner sein soll, ist mir nicht ganz klar.


[quote]Aha? Und warum? Geht es Dich oder die Wissenschaft etwas an, was ich interpretiere? Warum soll ich mich beschränken lassen, was genau habe ich davon? Und vor allen Dingen, mit welchen Recht soll mir hier etwas eingeschränkt werden?[/quote]

Du sollst dich nicht beschränken lassen, nur wenn du dich erwiesenen Dingen verschließt, dann hast du dich bereits selbst beschränkt. Dass man einen kritischen Standpunkt zu etwas einnehmen kann, ist damit freilich nicht ausgeschlossen, sondern vielmehr erwünscht. Nur sollte man sich dann mit dem jeweiligen Thema etwas über das "ich nehme an" hinaus beschäftigen und sich nicht in einem Gedanken-Biotop einsperren.


[quote]Dann hat die Wissenschaft doch alles was sie will und braucht und kann die Gläubigen in Frieden glauben lassen.[/quote]

Naja...die Gläubigen lassen eher die Wissenschaft nicht in Frieden...ich sag nur Neo-Cons, Kreationismus, Dinosaurierreitende Menschen, Home Schooling ;)



Ich möchte nochmal auf Hellscream verweisen:

[quote]In diesem Fall hat sich mit dem Informationsgehalt eines Satzes der beinhaltet, „Dies ist mein Glaube!“ schon jegliche Argumentation erledigt.[/quote]

Ersetze Glaube durch das Wort "Interpretation"
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von logic_system [/i]
Du sprichst in Rätseln. Deine Aussage wurde anhand der uns zur Verfügung stehenden Quellen widerlegt. Warum der Autor jetzt plötzlich ein Spinner sein soll, ist mir nicht ganz klar.[/quote]

Also bitte - Flatliners, Du willst mich doch verarschen, oder? Natürlich sind das Spinner. Und, dass die Erde in historischem Kontext als Scheibe angesehen wurde, soll dadurch widerlegt sein? Okay, das ist ein anderes Thema und mir erschließt sich nicht der Sinn, historische Fakten umzudeuten. Lassen wir es also.

[QUOTE][i]Original geschrieben von logic_system [/i]
Du sollst dich nicht beschränken lassen, nur wenn du dich erwiesenen Dingen verschließt, dann hast du dich bereits selbst beschränkt. Dass man einen kritischen Standpunkt zu etwas einnehmen kann, ist damit freilich nicht ausgeschlossen, sondern vielmehr erwünscht. Nur sollte man sich dann mit dem jeweiligen Thema etwas über das "ich nehme an" hinaus beschäftigen und sich nicht in einem Gedanken-Biotop einsperren.[/quote]

Ach? Und die Wissenschaft tut das nicht? Du kennst recht wenig wissenschaftliche Texte, Medien, Literatur und Mailinglisten/Foren, scheint es mir. Was man da so an Fanatischem/Dogmatischem zu lesen bekommt, da sehen manche Fundichristen arg blass aus dagegen. Btw. mich müssen alle Studenten die ich kenne belügen und das wären dann so einige. Die erzählen mir nämlich permanent von den verknöcherten Strukturen, die man es nicht wagen darf in Frage zu stellen. Und dann noch Psychologie, das ist überhaut die geilste Wissenschaft ...oder Quantenphysik. Alles ja soooo sichtbar und verifizierbar - yes Sir! :D

[QUOTE][i]Original geschrieben von logic_system [/i]
Naja...die Gläubigen lassen eher die Wissenschaft nicht in Frieden...ich sag nur Neo-Cons, Kreationismus, Dinosaurierreitende Menschen, Home Schooling ;)[/quote]

Hm.... die haben hier keinen Thread eröffnet. Und nur weil es Fanatiker außerhalb der Wisenschaft(en) gibt, heißt das nicht, dass es sie nicht auch innerhalb gibt. Tja, und besser macht es sie auch nicht. Es ist völlig egal ob fanatisch wissenschaftlich oder fanatisch gläubig, beides erzeugt einen Tunnelblick. Sowohl als auch, das könnte die Lösung sein und nicht das gegeseitige Ausmerzen. Die Wissenschaft missachtet in ihrem Bestreben nämlich leider sehr oft die Bedürfnisse der Menschen und zu diesen gehört u. a. eben auch das Glauben (an was auch immer). Fanatischer Atheismus/Rationalismus ist auch eine Religion, was natürlich strikt geleugnet wird, im totalen Sendungsbewusstsein. Ich finde das immer ziemlich spaßig.

[QUOTE][i]Original geschrieben von logic_system [/i]
Ich möchte nochmal auf Hellscream verweisen:

(...)

Ersetze Glaube durch das Wort "Interpretation" [/QUOTE]

Ersetze Interpretation mit 'Rationalität'. Kommt auf's Gleiche raus. Ist nämlich auch nur eine Interpretationsweise. ;-)

.
logic_system[quote]Also bitte - Flatliners, Du willst mich doch verarschen, oder? Natürlich sind das Spinner. Und, dass die Erde in historischem Kontext als Scheibe angesehen wurde, soll dadurch widerlegt sein? Okay, das ist ein anderes Thema und mir erschließt sich nicht der Sinn, historische Fakten umzudeuten. Lassen wir es also.[/quote]

Durch den Mini-Artikel nicht, aber durch die diversen Bücher darüber. Das ist ein irriger Volksglaube, dass man das früher so gesehen hat.

Woran machst du denn deine "historischen Fakten" fest, würde mich als Historiker mal interessieren.


[quote]Hm.... die haben hier keinen Thread eröffnet. Und nur weil es Fanatiker außerhalb der Wisenschaft(en) gibt, heißt das nicht, dass es sie nicht auch innerhalb gibt. Tja, und besser macht es sie auch nicht. Es ist völlig egal ob fanatisch wissenschaftlich oder fanatisch gläubig, beides erzeugt einen Tunnelblick. Sowohl als auch, das könnte die Lösung sein und nicht das gegeseitige Ausmerzen. Die Wissenschaft missachtet in ihrem Bestreben nämlich leider sehr oft die Bedürfnisse der Menschen und zu diesen gehört u. a. eben auch das Glauben (an was auch immer). Fanatischer Atheismus/Rationalismus ist auch eine Religion, was natürlich strikt geleugnet wird, im totalen Sendungsbewusstsein. Ich finde das immer ziemlich spaßig.[/quote]

Unterscheide doch bitte zwischen Wissenschaft als Methode und Wissenschaft als Tätigkeitsbereich, in letzterem stimme ich deiner Kritik zu, auch wenn ersteres diesem Problem eigentlich entgegenwirken [I]sollte[/I].

Du kannst gerne an alles glauben, nur nicht wundern, wenn dir Leute in der Diskussion widersprechen. "Glaube" ist Ansichtssache, Vorstellung, Imagination, ein Selbstverhältnis, dass durch Religion o.ä. mit Symbolen etc. ausgestattet wird, die die Kommunikation und Einordnung von Dingen erleichtert.

Atheismus ist erst einmal eine Weltanschauung, die göttliches Wirken in der Welt ablehnt, aber auch eine wie auch immer geartete Wesenheit als geistigen Fluchtpunkt. Dass es da auch Fanatiker gibt, ist klar.

Ich bin dafür, Argumente sprechen zu lassen, jeder soll sich selber einen Reim draus machen. Nur ist es meiner Meinung nach die Aufgabe von Bildungseinrichtungen, die wissenschaftliche Erkenntnis zu vermitteln, nicht die Heilsbotschaften irgendwelcher Glaubensgemeinschaften.
HellscreamWahrheit ist das was Wirklich ist.

Ich finde nicht das man in irgend einer Weise von Wahrheit sprechen kann. Der Begriff würde ja meinen das wir die Welt objektiv Wahrnehmen könnten und das halte ich für zweifelhaft. Ich setzte diese Wirklichkeit nur voraus, um mich zu orientieren, als rein theoretischen Orientierungspunkt so zu sagen. Ein Anhänger des Phänomenologie oder eines Objektivismus wird das ganze aber anders sehen, würde sich aber immer noch auf diese Welt beziehen. Ich muss aber auch nicht von Wahrheit sprechen. Ich spreche von Vermutungen über die Welt die sich auf bestimmte Erkenntnisprozesse berufen, die man reflektieren kann. Auf einer wenigstens theoretisch für alle nachvollziehbaren materiellen, sinnlich erfassbaren Ebene. In dem Moment wo ich diese Ebene verlasse, Streite ich mich nur um Russells Teekanne.
JohnSteedJa Gott wird eines Tages kommen und mich abholen.

Eine abstruse Vorstellung?


Wenn ihr mal mit Linda Fiorentino unterwegs ward, werdet ihr nicht mehr so hart urteilen!:)
LaChatteCarl Gustav Jung sagte mal so etwas wie: die einzige Realität ist die der Psyche. Alles, was ein Wesen erlebt, sind psychische Inhalte. Und die sind, selbstverständlich, bei jedem anders.

Eigentlich ist es höchst erstaunlich, dass sich Menschen ab und zu überhaupt auf irgend etwas einigen können.

grüsse, barbara
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
Ich finde nicht das man in irgend einer Weise von Wahrheit sprechen kann. Der Begriff würde ja meinen das wir die Welt objektiv Wahrnehmen könnten und das halte ich für zweifelhaft. [/QUOTE]
irgendwann kommt man bei solchen diskussionen [I]immer[/I] an den punkt, wo jemand (in dem fall du) "was ist wahrheit überhaupt?" aufs tapet bringt.
wenn ich blau sag, kannst du dir auch blau vorstellen, vllt etwas heller oder dunkler, aber [I]auf jedenfall[/I] sind es photonen mit wellenlängen von ca. 420 bis 490 nm. also entweder man beschreibt blau auf einer unabhängigen wissenschaftlichen basis oder streitet sich um worte.
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i]
[B]irgendwann kommt man bei solchen diskussionen [I]immer[/I] an den punkt, wo jemand (in dem fall du) "was ist wahrheit überhaupt?" aufs tapet bringt.
wenn ich blau sag, kannst du dir auch blau vorstellen, vllt etwas heller oder dunkler, aber [I]auf jedenfall[/I] sind es photonen mit wellenlängen von ca. 420 bis 490 nm. also entweder man beschreibt blau auf einer unabhängigen wissenschaftlichen basis oder streitet sich um worte. [/B][/QUOTE]

Die Tatsache, dass wissenschaftlich "Blau" definiert ist als "420-490nm" sagt noch überhaupt nichts aus, was es für ein Wesen bedeutet, wenn zum Beispiel der Himmel blau ist. "Super Tag für einen Ausflug." vielleicht. Oder "Mist, schon wieder kein Regen, mein ganzer Acker wird dürr." oder "Ich will sofort die Wäsche draussen aufhängen gehn, sie duftet dann immer so schön nach frischer Luft und Sonne". oder "..."

Mit "420-490nm" werden all diese bedeutsamen Ereignisse nicht erfasst. Überhaupt ist es schwer, jene Dinge, die für Menschen wichtig sind, wissenschaftlich zu erfassen. Wissenschaft, das heisst unter anderem: die Regel finden, die statistischen Häufungen finden, das Allgemeine finden. Mensch-Sein, das heisst: die Ausrutscher und Seltsamkeiten beachten, das Einzigartige, das Besondere, das Konkrete.

grüsse, barbara
noire désir[QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i]
[B]irgendwann kommt man bei solchen diskussionen [I]immer[/I] an den punkt, wo jemand (in dem fall du) "was ist wahrheit überhaupt?" aufs tapet bringt. [/B][/QUOTE]
Nun, das ist ja Sinn der Metaphysik, wenn mich nicht alles täuscht.
Und die Frage ist imho berechtigt und auch innerhalb der Wissenschaften kontrovers diskutiert. Fragt man einen Quantenphysiker könnte es passieren, daß er einwendet, daß man nicht abschließend sagen kann, ob die Welt da draußen tatsächlich existiert, wenn man gerade mal seine Augen zumacht und wenn wir die Augen wieder aufmachen, konstruieren wir eben diese Welt aufs neue. Natürlich aus Erfahrung dann so, wie wir es einen Augenblick vorher gesehen haben.
Man kann meines Erachtens davon ausgehen, daß da draußen eine Welt existiert. Nur wie sie existiert, darauf haben wir uns geeinigt. Ob sie tatsächlich genauso so existiert oder vielleicht doch etwas anders, ist letztlich nicht zu klären, solange wir halt ein Mensch sind und die Welt so wahrnehmen, wie Mensch das tut.

Zum Glauben an sich: als Anhänger einer esoterischen Religion ist mir mein Innenleben wichtig und es ist immer spannend, wie andere ihr Innenleben wahrnehmen. Das führt oft zu langen Gesprächen. Aber vieles wird interessanterweise ähnlich erlebt. Viele Erfahrungen, die man dabei macht, haben andere auc h so oder so ähnlich erlebt.

Ich denke, daß auch die innere Erfahrungswelt ein wichtiger Bestandteil bei der Beschreibung der Welt ist. Oft nehmen wir Dinge verschieden wahr, je nach dem, in welchem Zustand wir uns gerade befinden oder welchen äußeren oder inneren Einflüssen wir ausgesetzt sind.

Das Problem sind oft tatsächlich die Worte. Also v.a. die Dogmen, die man sich zusammengebastelt hat. Der eine macht eine göttliche Erfahrung, der andere glaubt nicht an einen Gott, hat aber eine ähnliche Erfahrung gemacht. Jetzt kann man sich natürlich steiten oder aber man erkennt an, daß man ähnliche Erfahrungen anders benennt. An sich meint man vielleicht sogar das gleiche, haut sich aber wegen der Worte die Köpfe ein – nun gut, wers mag. ;)

Ich finde es gut, daß man da Unterschiede hat. Immerhin ist uns unsere Individualität ja auch sonst so wichtig und sie bereichtert das Leben. :)
PhilonIch habe doch immer gesagt, dass AmeNoir und NoirDesir die gleiche Person sei. Das bestätigt meinen Ruf als Sherlock Holmes!!
noire désiralso Philon: durch die Moderatorenprüfung bist du schon mal durchgefallen. ;)
Philonbeweisen kann ich es nicht...komisch ist es schon, dass die zweite noir genau dort fortsetzt, wo die andere Noir aufhört!

Und naja, würde man zugeben, dass man mit zwei Nicks schreibt. würde dies auch das Ende bedeuten, daher erwarte ich alles Andere als eine Bestätigung des Sacheverhalts!!
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
Und naja, würde man zugeben, dass man mit zwei Nicks schreibt. würde dies auch das Ende bedeuten, daher erwarte ich alles Andere als eine Bestätigung des Sacheverhalts!![/QUOTE]

es sind 2 verschiedene personen. ok?
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von ÂmeNoir [/i]
[B]
Wobei man daß was C. G. Jung sagt ... "die einzige Realität ist die der Psyche. Alles, was ein Wesen erlebt, sind psychische Inhalte. Und die sind, selbstverständlich, bei jedem anders " ... auch in Frage stellen kann, denn entspricht diese Aussage nicht auch dem Glauben? Eigentlich ist ein "es ist so" bereits Glaube, besser würde wohl zutreffen "ich sehe es so". [/B][/QUOTE]

Was genau möchtest du in Frage stellen? Es ist nun mal so, dass Wahrnehmung und Interpretation (zwei untrennbar eng verflochtene Prozesse) sich in der Psyche des Menschen abspielen.

Fragen stellen kann man höchstens auf die übergeordneten Ebene: was ist überhaupt ein Mensch? Inwiefern ist ein Mensch real? Was bedeutet das Wort "Realität" überhaupt?

Doch wenn wir einfach mal von einer Alltagsanschauung "mensch" ausgehen, so definiert, worauf ein kleines Kind mit dem Finger zeigen udn "Mensch" sagen würde, ist unbestreitbar: alles, was ein Mensch erlebt, sind psychische Inhalte.

grüsse, barbara
HellscreamÂmeNoir, wenn du meinen letzten Beitrag noch einmal liest wird dich hoffentlich auffallen das ich dies schon mit einbezogen habe. Wahrscheinlich springe ich nur ein wenig ungünstig zwischen den beiden Begriffen hin und her.

[QUOTE] geschrieben von Hellscream
Ich finde nicht das man in irgend einer Weise von Wahrheit sprechen kann. Der Begriff würde ja meinen das wir die Welt objektiv Wahrnehmen könnten und das halte ich für zweifelhaft. Ich setzte diese Wirklichkeit nur voraus, um mich zu orientieren, als rein theoretischen Orientierungspunkt so zu sagen. Ein Anhänger des Phänomenologie oder eines Objektivismus wird das ganze aber anders sehen, würde sich aber immer noch auf diese Welt beziehen. Ich muss aber auch nicht von Wahrheit sprechen. Ich spreche von Vermutungen über die Welt die sich auf bestimmte Erkenntnisprozesse berufen, die man reflektieren kann. Auf einer wenigstens theoretisch für alle nachvollziehbaren materiellen, sinnlich erfassbaren Ebene. In dem Moment wo ich diese Ebene verlasse, Streite ich mich nur um Russells Teekanne.[/QUOTE]

Außerdem betrachte man noch einmal diesen Abschnitt, weil ich den Einwand der jetzt kommen wird schon erahne.

[QUOTE] geschrieben von Hellscream
Auf der anderen Seite jene die Aussage das sowie so nur alles Menschliche Wahrnehmung auf glauben basieren würde, damit ist dann meist die Aussage nicht fern das letzten Endes ja alles nur Religion wäre. Diese Sichtweise unterschlägt auf der einen Seite den universellen Erkenntnis Anspruch jeglicher Religion. Auf der anderen Seite unterschlägt sie damit das in diesem Fall überhaupt nicht mehr von einer Wahrheit im klassischem Sinn gesprochen werden kann, sondern nur noch im Sinne eines Konstruktivismus. Sich die Religion quasi selbst entleert, denn Wahrheiten gibt es hier nicht mehr. Einen universellen Sinn und damit eine wichtige Legitimation von Religion kann sie damit aber nicht mehr vermitteln, weil der Sinn hier von jedem für sich selbst geschaffen wird, weil nicht mehr zählt was der Wahrheit entspricht weil man keine universell gütige Wirklichkeit mehr besitzt, sondern nur was „passend“ ist bzw. was nützlich ist. Meistens ist man sich dessen aber leider nicht Bewusst und so unterschlägt man oft die Auswirkungen der Aussage.[/QUOTE]
HellscreamÂmeNoir

Ich will dir dort im Grunde nicht widersprechen, vielleicht ist das auch so ein Punkt wo man an die Grenzen der möglichen Kommunikation in einem Form stößt. Wer weiß.

Das ist ja der Punkt Religion oder auch der metaphysische Glaube geht wie ich meine erfasst zu haben immer von einer absoluten überlieferten Wahrheit aus. Sie maßt sich an das was Wirklich ist bestimmen zu können, auf Grund von uralten Dogmen und theologischen Verrenkungen. Das würde ich vielleicht als den Prototypen aller Religion bezeichnen. Auch wenn man es sicherlich noch konkreter Untermauern und differenzieren müsste. Ich weiß das Religion heute sehr Plural auftritt in Europa. Würde aber nicht davon ausgehen das dies ihrem Grundwesen entspricht. Wobei man hier sicherlich überlegen müsste, wie sehr ich mich hier nur auf abrahamitische Religionen verschränke.

Alle anderen Form von Religion tun im Grunde nichts anderes als dort oben im schon vorausschauend von mir selbst zitierten Text. Wenn man das dann so reflektiert ist es auch absolut in Ordnung. Ich stelle nur all zu oft fest, dass es das von den meisten Menschen aber nicht reflektiert wird.
HellscreamWas macht noch mehr Spaß als Sandburgen bauen? :rolleyes:
Sandburgen kaputt machen! :D


[QUOTE] geschrieben von ÂmeNoir
Deine Feststellung ist auch Glaube, entspricht Deiner Weltsicht. [/QUOTE]

Ich darf korrigieren beziehungsweise will dir eine aus meiner Sicht passendere Formulierung anbieten, „Meine Feststellung ist auch Glaube und zwar in dem Sinn, dass sie meiner Vermutung über die Welt entspricht, deren vermutungsgehalt ich mir bewusst bin und deren Inhalte ich bereit bin jederzeit in Zweifel zu ziehen. Die aber als unumgänglicher theoretischer Orientierungspunkt für die Praxis dient.“ So oder so ähnlich hört es sich für mich richtiger an.
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von ÂmeNoir [/i]
[B] Alleine dadurch, daß man Dinge benennt, be- und verurteilt, ihnen eine bestimmte Be-DEUTUNG beimisst, glaubt man letztendlich, bzw. nennen wir es Glauben. [/B][/QUOTE]

Worte sind missverständlich und nie ganz passend, stimmt. was aber die Basis der Weltanschauung ist - bei jedem Menschen - ist die Erfahrung. Und Erfahrungen lassen sich nun mal nur dann sprachlich austauschen und sinnvoll diskutieren, wenn alle Beteiligten zumindest solche Erfahrungen machten, die ähnlich genug sind.

Was "Glauben" betrifft - "vertrauen auf etwas" oder "für richtig halten" und so weiter - auch das basiert auf Erfahrungen. Bis man - wieder mit C.G. Jung - vielleicht eines Tages sagt "ich glaube nicht, ich weiss."

grüsse, barbara
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]Das ist ja der Punkt Religion oder auch der metaphysische Glaube geht wie ich meine erfasst zu haben immer von einer absoluten überlieferten Wahrheit aus. [/B][/QUOTE]

Ich meine, das hast du nur teilweise erfasst.

Am Anfang steht, wie ich oben schon schrieb, die Erfahrung. Eine so berührende, besondere Erfahrung, die zum Bespiel dazu führen kann, dass Menschen keine Angst mehr vor Schmerzen oder keine Angst mehr vor dem Tod haben. Rund um solche Menschen werden Geschichten erzählt, diese Leute selbst erzählen auch von dem, wie sie die Welt erleben - woraus manchmal Religionen entstehen können.

Der Ausgangspunkt muss immer die Erfahrung sein. Nur dann kann man einen alten Text lesen, Bibel oder Tao Te King oder afrikanische Mythen oder whatever, und verstehen, wovon die überhaupt reden. Ohne eigene Erfahrungen (bzw ohne bewusste Erkenntnis, selbst spirituelle Erfahrungen zu haben) kann es nur wirr und seltsam erscheinen.

Die gute Nachricht ist, dass die meisten Menschen tatsächlich solche Erfahrungen haben... und von jenen, die sich überhaput für Diskussionen zu Metaphysik und Spiritualität interessieren, haben so gut wie alle solche Erfahrungen gemacht, auch wenn sie sie möglicherweise nicht als solche erkennen.

grüsse, barbara
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]Ich habe doch immer gesagt, dass AmeNoir und NoirDesir die gleiche Person sei. Das bestätigt meinen Ruf als Sherlock Holmes!! [/B][/QUOTE]

Bist du auch so ein "Yank", der meint einen hehren Engländer geben zu müssen?
PhilonEs ist amüsant zu beobachten, wie Menschen, die wenig Ahnung von Philosophie haben, immer wieder philosophische Begriffe schwammiger und aufgedunsener Natur in ihren Ausführungen einbeziehen…ich glaube, das ist so einer Art Mainstream geworden, Sätze wie „Wissen ist auch Glauben“ und Ähnliches häufiger zu benutzen, mit der Überzeugung den „Gegner besiegen zu können“, indem man ihn in die Irre führt:
[quote] [b]LaChatte:[/b] keiner. Weil tief gläubige Menschen viel und eindeutige Erfahrungen haben mit ihrem Glauben, und es sich eben nicht um Vermutungen und Hypothesen handelt. [/quote]

[quote] [b]LaChatte:[/b] Es ist ein tatsächliches inneres Erleben, nicht ein vermeintliches. Wenn der Gläubige sich nach einem Ritual ruhig und gelassen und geborgen fühlt, so fühlt er sich tatsächlich so. Und wenn er sich jedes Mal nach dem Ritual so fühlt, so ist einfach als Tatsache zu akzeptieren, dass es so ist. [/quote]

[quote] [b]Amenoir:[/b] Deine Feststellung ist auch Glaube, entspricht Deiner Weltsicht.

Zu reflektieren bedeutet irgendwo auch, sicheres Terrain zu verlassen und womöglich auf Dinge zu stossen oder Erkenntnisse zu erlangen, die das eigene, bislang gültige Weltbild kräftig ins Wanken bringen oder völlig in Frage stellen. Das kann extrem verunsichern und mächtig Angst machen. Wer setzt sich diesen beiden Dingen gerne aus? Wohl nur jemand, der wissbegierig oder mißtrauisch ist, geistige Abenteuerlust verspürt oder das Gefühl hat, daß es ihm zu seicht ist, einfach nur zu Glauben ... [/quote]

Eins plus eins macht zwei…die Dinge sind ganz einfach. Wenn jemand oder die Wissenschaft vom Wissen spricht, bedeutet dies nicht, dass diese Wahrheit einen Stempel für die Ewigkeit besitzt. Es ist lächerlich, lexikalische Begriffe in einem philosophischen Kontext einzuschmeißen. Wissen bzw. Wahrheit bedeutet, dass etwas eine allgemeine Geltung hat, wovon man auszugehen hat. Die Übereinstimmung bzw. die Einigkeit und die Gewissheit macht es. Fall es irgendwann wieder bewiesen wird, dass die Erde doch flach ist, dann kann man gewiss behaupten, dass dies die Wahrheit ist. Ein Apfel fällt immer auf die Erde, und das seit Anbeginn der Zeit des ersten Apfelbaums. Von einem Gott auszugehen, genießt die gleiche Berechtigung wie die Existenz des Olymps und seiner Götter.

Hmm, tja… inneres Erleben und Wahrheit bzw. Wirklichkeit und Glauben…ich glaube, ich muss eingreifen, bevor das Ganze zu einem Roman ausartet, da der Geruch nach femininer Empathie immer stärker wird, wie ich sehe. Apropos Romane, da kann man genau wissenschaftlich feststellen, wie ein Evolutionsmerkmal missbraucht wird. Denke man einfach an die Verkaufszahlen von Liebesromane…über 99% der Käufer sind es Käuferinnen… da wird so viel Geld verschwendet… wenn das Lexika oder Wissenschaftsbücher wären, dann hätte die Welt viel mehr davon gehabt! Es gibt Menschen, die haben ihr ganzes Leben für ein wissenschaftliches Werk geopfert…um der Welt was Bedeutendes mitzuteilen…vergebens, denn sie haben keine Chance gegen den Autor eines Liebesomans, das über Nacht zum Bestseller schafft!

Nun, wenn ich das richtig verstanden habe, dann dreht sich alles um dies hier:
[quote][b]Hellscream[/b] So kreist dann am ende jede Person nur um sein vermeintliches Inneres Erleben. Der Narr ist dann oft geneigt töricht genug zu sein um sein Inneres erleben als universell gütige Wahrheit zu erklären, was traurig oft der Fall ist. [/quote]
Ich nehme an, Hellscream pointiert die Einsicht zum Gleichgewicht zwischen dem kritischen bzw. skeptischen Glauben und dem akritischen Glauben. Ähnlich verhält sich auch mit dem Leben…manche Menschen halten sich an ihren Überzeugungen fest…nun die Frage hier ist, wer ist in der Lage, festzustellen, ob er in Wirklichkeit nur ein törichter Mensch ist oder nicht?

Hier sehe ich sogar eine kräftige Verbindung…Menschen die weniger stark im Leben sind, neigen auch zum akritischen Glauben, also zur Leichtgläubigkeit im spirituellen Sinne.

Also, wir brauchen nicht so weit zurückzugehen…auch die jüngste Vergangenheit offenbart diese akritische Glaubensneigung. Die 68er Bewegung glaubte fest daran, dass LSD das Seelenheil zur Erweiterung des spirituellen Horizonts sei, der Schlüssel zur Öffnung der Tore der Erleuchtung. Und das waren keineswegs nur Menschen der niedrigen Bildungsschichten.
Anneliese Michele, die Inspiration und die Quelle zum Film „Exorzist“ war alles andere als ein Teufelsbesessene. Aber naja, 1976 musste sie für die Glaubensüberzeugungen Anderer sterben. Was haben wir noch? Ach ja, das Sektenmassaker von Johntown…guckst du hier (mit Kaya Yanar Akzent gesprochen!)

[url]http://www.welt.de/vermischtes/article2744410/Jonestown-ein-Sektenmassaker-schockt-die-Welt.html[/url]
Dann habe ich noch das hier:
[url]http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,517882,00.html[/url]

und einige Listen
[url]http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,69598,00.html[/url]
[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Massenselbstt%C3%B6tung[/url]
[url]http://www.rp-online.de/panorama/ausland/Weitere-grosse-Sekten-Dramen_bid_28854.html[/url]


Der Mensch des Westens sucht nach einer Wahrheit gemäß seinen Ängsten, Bedürfnissen und Wünsche, eine Wahrheit die ihm Sicherheit und Geborgenheit gibt. Das ist etwas ganz Anderes, als die Wahrheit gemäß der Wissensneugierde um die Wahrheit bzw. um deren Entdeckung zu suchen.

Unzufriedenheit, Trauer, sogar Depressionen sind nichts Neues in der Geschichte des Menschen. Allerdings die Häufigkeit, also wie oft solche Zustände und psychische Krankheiten auftreten plus der hoher Anstieg der Summe der Betroffenen deutet deutlich daraufhin, dass der heutige moderne Mensch Dinge im Kauf nimmt bzw. Dinge tut, die ihm eher Hoffnung spenden; zufriedener und glücklicher wird er damit tatsächlich nicht bzw. sehr selten. Denn der Mensch „bevorzugt“, es eher mit dem falschen Partner zu versuchen, als im Kauf zu nehmen, längere Zeit alleine und einsam zu bleiben, denn das ist ziemlich hart...um ein Beispiel zu nennen. Nicht alleine zu sein, fällt es jemandem einfacher, plus dass er in dem Glauben leben kann, dass alles sich später zum Besseren wenden wird.

Prozentuell betrachtet, ist es ziemlich wahrscheinlicher, dass Menschen, die viel Pech und Unglück im Leben erlebt haben, eher an Engel glauben, (ein Beispiel), da sie aus ihnen Kraft schöpfen können, denn sie haben diese Kraft und die Hoffnung mehr nötig, als Menschen die kaum „Niederlagen“ erlebt haben. Sehr introvertierte Menschen, Menschen die mit Anderen nicht so klar kommen, Menschen die aufgrund ihres Äußeres benachteiligt fühlen und nicht selbstbewusst bzw. selbstsicher durchs Leben gehen…(die Beispielliste kann nicht lang genug werden) neigen eher zum akritischen Glauben und zur Konstruktion sowie ans Festhalten persönlicher Wahrheiten. Nicht nur das, sie besitzen auch ein Mitteilungsbedürfnis dieser Wahrheiten, denn sie fühlen sich stärker und bestätigt, wenn sie Gleichgesinnte gewinnen. Und das sind keine Märchen sondern Psychologie des 20ten und 21ten Jahrhunderts!
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]Wissen bzw. Wahrheit bedeutet, dass etwas eine allgemeine Geltung hat, wovon man auszugehen hat.[/B][/QUOTE]

nein, davon hat man nicht auszugehen. Grosse Teile von Wissen sind rein subjektiv. Wenn du herausfinden willst, ob du Austern magst, musst du welche probieren - subjektiv und höchstpersönlich. Die meisten Dinge, die für Menschen im Alltag wichtig sind, gehören zu diesen subjektiven Wahrheiten, die auf Erfahrung basieren.



[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]
ich glaube, ich muss eingreifen, bevor das Ganze zu einem Roman ausartet, da der Geruch nach femininer Empathie immer stärker wird, wie ich sehe.
[/B][/QUOTE]

du meinst, eine gute Dosis männlicher Grobheit verbessere in irgend einer Weise diese Diskussion? na dann bin ich ja mal gespannt, ob du nebs dem ganzen Unsinn auch noch was Vernünftiges erzählst.



[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]Apropos Romane, da kann man genau wissenschaftlich feststellen, wie ein Evolutionsmerkmal missbraucht wird. Denke man einfach an die Verkaufszahlen von Liebesromane…über 99% der Käufer sind es Käuferinnen… [/B][/QUOTE]

fast jeder gute Roman beinhaltet eine Liebesgeschichte. Bei Jeremias Gotthelf ist das zB immer der Fall, der wird aber auch von Männern gelesen. Goethe auch. Somerset Maugham auch. Umberto Eco auch. Terry Pratchett auch...

Wir können uns allerdings bestimmt darauf einigen, dass 99% aller Pornos von Männern gekauft werden, die sich für die eher handgreiflichen Aspekte der Evolution interessieren. Was nun was genau beweisen könnte...?


[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]
da wird so viel Geld verschwendet… wenn das Lexika oder Wissenschaftsbücher wären, dann hätte die Welt viel mehr davon gehabt! [/B][/QUOTE]

Echt? "Der Name der Rose" ist ein sehr lehrreiches Buch, daraus hab ich jede Menge gelernt. Um nur ein Beispiel von vielen zu nennen.

Mir ist auch nicht ganz klar, inwiefern der Welt ein besserer Ort wäre, würden mehr Wissenschaftsbücher gelesen.



[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]
Die 68er Bewegung glaubte fest daran, dass LSD das Seelenheil zur Erweiterung des spirituellen Horizonts sei, der Schlüssel zur Öffnung der Tore der Erleuchtung. [/B][/QUOTE]

Es handelt sich um die Tore der WAHRNEHMUNG, und es wird wohl niemand bestreiten, dass LSD tatsächlich ein Halluzinogen ist. Der persönliche Horizont wird dadurch bestimmt erweitert - lassen wir mal offen, ob dies zum Guten oder Schlechten geschieht.



[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]
um die Wahrheit bzw. um deren Entdeckung zu suchen.
[/B][/QUOTE]


"Die Wahrheit macht euch frei", sagte mal vor längerer Zeit ein recht bekanntre Dozent.



[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]
Nicht nur das, sie besitzen auch ein Mitteilungsbedürfnis dieser Wahrheiten, denn sie fühlen sich stärker und bestätigt, wenn sie Gleichgesinnte gewinnen. Und das sind keine Märchen sondern Psychologie des 20ten und 21ten Jahrhunderts![/B][/QUOTE]

schön und gut. Und warum erzählst du all das?

grüsse, barbara
PhilonOh, ich genieße es immer, wenn erfahrene Menschen zu Trotzreaktionen greifen!
[quote] nein, davon hat man nicht auszugehen. Grosse Teile von Wissen sind rein subjektiv. Wenn du herausfinden willst, ob du Austern magst, musst du welche probieren - subjektiv und höchstpersönlich. Die meisten Dinge, die für Menschen im Alltag wichtig sind, gehören zu diesen subjektiven Wahrheiten, die auf Erfahrung basieren. [/quote]
Soll das ein Spiel werden? Dann spiele ich eben mit! Also, ein Bekannter von mir versucht immer wieder seinen Geruchssinn zu bereichern, indem er mit Furzen experimentiert, da gewisse Gerichte, speziell Asiatische, Indische und Arabische, einen besonderen Geruch hinterlassen. Insofern besitzt er ein außerordentliches und seltenes Wissen, das auf einmalige Erfahrungen basiert!

Sorry dein Argument…ist einfach kein Argument, denn du differenzierst nicht, du schmeißt Wissen in Form von „ich weiß, dass mein Klo sauber ist“, mit Wissen in Form von „ich weiß, dass Menschen atmen müssen“ in einem Topf zusammen. Insofern kann ich das Ganze nicht ernstnehmen, denn dann könnte man ebenfalls behaupten können, dass das Wissen bzw. die Wahrheit eines Psychopathen, die gleiche Geltungsberechtigung hat wie die Wahrheit gesunder Individuen. Ein anderer Bekannter von mir, wiegt 200 Kilo, sieht wie ein Nilpferd aus, dennoch scheint er zu wissen, dass seine „Wahrheit“ - nämlich dass er sich dabei gut, gesund und attraktiv fühlt - auch wahr ist, sozusagen. Welche Wahrheit wohl die wahre sein soll, das ist mir bisher ein Rätsel!!!
[quote] du meinst, eine gute Dosis männlicher Grobheit verbessere in irgend einer Weise diese Diskussion? na dann bin ich ja mal gespannt, ob du nebs dem ganzen Unsinn auch noch was Vernünftiges erzählst. [/quote]
Trotzreaktion Nr. 2!
[quote] fast jeder gute Roman beinhaltet eine Liebesgeschichte. Bei Jeremias Gotthelf ist das zB immer der Fall, der wird aber auch von Männern gelesen. Goethe auch. Somerset Maugham auch. Umberto Eco auch. Terry Pratchett auch...


Wir können uns allerdings bestimmt darauf einigen, dass 99% aller Pornos von Männern gekauft werden, die sich für die eher handgreiflichen Aspekte der Evolution interessieren. Was nun was genau beweisen könnte...?

Echt? "Der Name der Rose" ist ein sehr lehrreiches Buch, daraus hab ich jede Menge gelernt. Um nur ein Beispiel von vielen zu nennen.

Mir ist auch nicht ganz klar, inwiefern der Welt ein besserer Ort wäre, würden mehr Wissenschaftsbücher gelesen. [/quote]
Trotzreaktion Nr. 3. Meine Argumentation war eine Pointe zum heutigen Gleichgewicht. Die Welt sollte nicht aus Wissenschaftlern bestehen aber auch nicht aus Romantikern. Fakt ist, dass die Schere zwischen Dummen und Gescheiten sich immer mehr öffnet. In der Psychologie spricht man vom Knowledge-Gap-Effekt bzw. von der Wissenskluft, was die Masse anbelangt. Denn die Masse konsumiert einfach, die meisten Menschen kaufen sich Bücher, schauen fern, etc. aber nicht um sich weiter zu bilden bzw. um Wissen anzusammeln sondern weil sie nur einfach Spaß daran haben. Die Balance zwischen der Ebene der Bildung bzw. Kultivierung der eigenen Potenzialle und Fertigkeiten und der Ebene des Spaßes ist nicht mehr da...die Spaßgesellschaft herrscht.

Insofern ist deine Argumentation zu den Pornos ebenfalls trivial. Denn Männer hatten und haben immer noch den Sex primär im Kopf. Insofern sehe ich keinen Missbrauch bezüglich der Evolutionsanlagen. Aber eine Ansammlung von 200 Liebesromanen macht aus einer Mutter keine bessere Mutter, bessere Partnerin oder was auch immer. Und wenn, dann weniger täte es auch!

[quote] Es handelt sich um die Tore der WAHRNEHMUNG, und es wird wohl niemand bestreiten, dass LSD tatsächlich ein Halluzinogen ist. Der persönliche Horizont wird dadurch bestimmt erweitert - lassen wir mal offen, ob dies zum Guten oder Schlechten geschieht. [/quote]
Jetzt widersprichst du dich aber. Was ist mit den subjektiven Wahrheiten? Schon vergessen? Wieso sollte der Konsument am Frankfurt-Hauptbahnhof mit seiner Wahrheit nicht Recht haben? Wo ist der Unterschied zwischen Glauben und Wissen hier?
[quote] schön und gut. Und warum erzählst du all das? [/quote]
Trotzreaktion Nr. 4... ist ein bisschen verdächtig...na, schon etwas über dich rausgefunden?

Ich erzähle das, weil Hellscream Recht hat. Ich bin der Aufklärungsgesandte!
Es gibt zum Beispiel immer noch Menschen, die früher behaupteten, Biophotonen sind das Ergebnis wissenschaftlicher Natur und waren froh darüber, dass eine Brücke zwischen Esoterik und Naturwissenschaft endlich etabliert wurde. Mittlerweile fühlen sie sich in der Hinsicht so bestätigt, dass sie Bücher in der Spalte Naturwissenschaftsliteratur auf ihrer Webseite auflisten, obwohl diese Bücher überall unter der Rubrik Esoterik zu finden sind!

Tja, die Wahrheit halt!

Deshalb bleibe ich lieber bei Wahrheiten, die Gewissheit und Übereinstimmung liefern:
[quote] [b]Wikipedia:[/b] Die Ansicht der Vertreter der Theorie, dass diesem Phänomen eine physiologische Bedeutung zukommt, hat bei Biologen und Physiologen bisher kaum Zustimmung gefunden, wohl aber in der Esoterik und in Teilen der Alternativmedizin.

Physikalisch kann die Strahlung mittels hochempfindlicher Photonendetektoren nachgewiesen werden. Da diese Messung jeweils nur die abgestrahlten Photonen erfassen kann, ist der Rückschluss auf die in den Zellen herrschenden Strahlungsverhältnisse nicht direkt möglich. Kritiker dieser Theorie weisen darauf hin, dass insbesondere die postulierte Kohärenz der Photonen nicht nachweisbar sei.

In den Hypothesen über „Biophotonen“ sehen Kritiker den Versuch einer Wiederbelebung des Vitalismus, eines Konzepts, das in Biologie und Medizin im Laufe des 19. Jahrhunderts aufgegeben worden war. Statt der immateriellen Lebenskräfte des herkömmlichen Vitalismus werde nun ein pseudowissenschaftlicher Neovitalismus propagiert.

Dies erklärt zum einen die Distanz der etablierten biologischen und medizinischen Wissenschaft zu Forschungen über Biophotonen, zum anderen aber auch das große Interesse bei einigen Vertretern der Alternativmedizin.[/quote]
Oh, wie ich sehe, da gibt es noch mehr Naturwissenschaftsliteratur...zum Beispiel "Das Nullpunkt-Feld", da werden u.a. Beweise zur Telepathie, etc. geliefert.

Nur ein Tipp...auch wenn ein Author Wissenschaftler ist...das heißt schon lange nicht, dass seine Arbeit oder Forschung echter wissenschaftlicher Natur ist. Es gibt nicht nur Lügner und Scharlatane, es gibt Wissenschaftler die Esoteriker sind, das ist nicht verboten. Aber von einer Wahrheit auszugehen?
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B] du schmeißt Wissen in Form von „ich weiß, dass mein Klo sauber ist“, mit Wissen in Form von „ich weiß, dass Menschen atmen müssen“ in einem Topf zusammen. [/B][/QUOTE]

Und was sollte man bei diesen Beispielen hier denn differenzieren? Es handelt sich beide Male um Tatsachenbehauptungen, die man überprüfen gehen kann.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]
Insofern kann ich das Ganze nicht ernstnehmen, denn dann könnte man ebenfalls behaupten können, dass das Wissen bzw. die Wahrheit eines Psychopathen, die gleiche Geltungsberechtigung hat wie die Wahrheit gesunder Individuen.[/B][/QUOTE]

Wenn du Menschen und Gesellschaften verstehen willst, ist es sehr wichtig, ihre persönlichen Wahrheiten zumindest ansatzweise zu kennen und nachvollziehen zu können. Jeder Mensch handelt aufgrund seiner eigenen persönlichen Wahrheiten. Auch du.



[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]
Ein anderer Bekannter von mir, wiegt 200 Kilo, sieht wie ein Nilpferd aus, dennoch scheint er zu wissen, dass seine „Wahrheit“ - nämlich dass er sich dabei gut, gesund und attraktiv fühlt - auch wahr ist, sozusagen. Welche Wahrheit wohl die wahre sein soll, das ist mir bisher ein Rätsel!!![/B][/QUOTE]

"gut" müsste näher definiert werden, was "gesund" betrifft, da kann man recht leicht diverse Anhaltpunkte finden - zum Beispiel, meldet er sich auf der Arbeit häufig krank, oder nicht? - und was das "attraktiv" betrifft, nun, auch das lässt sich durchaus feststellen, wenn man ihn in Kommunikation mit dem andern Geschlecht beobachtet.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]
Fakt ist, dass die Schere zwischen Dummen und Gescheiten sich immer mehr öffnet.[/B][/QUOTE]

Beleg?



[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]
Die Balance zwischen der Ebene der Bildung bzw. Kultivierung der eigenen Potenzialle und Fertigkeiten und der Ebene des Spaßes ist nicht mehr da...die Spaßgesellschaft herrscht.[/B][/QUOTE]

Beständige Weiterbildung für Erwachsene und eine akademische Ausbildung für ein Maximum von jungen Menschen war noch nie so ausgeprägt wie heute. Ein Milliardengeschäft. Und von "Spass" ist in unserer Gesellschaft im Moment kaum was zu spüren. Guckst du eigentlich hin und wieder mal aus dem Fenster deines Elfenbeinturms und siehst, was in der Welt tatsächlich passiert?


[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]Aber eine Ansammlung von 200 Liebesromanen macht aus einer Mutter keine bessere Mutter, bessere Partnerin oder was auch immer. Und wenn, dann weniger täte es auch! [/B][/QUOTE]

Ja, es täten es bestimmt auch weniger Pornos für die Männer, die ganze Festplatten voll davon haben. Dass Liebesromane ein Missbrauch der Evolutionsanlagen sein sollen, ist Quatsch. Frauen sind, im Gegensatz zu Männern, angewiesen auf stabile Partnerschaften und brauchen Männer, die sich nicht nach dem Akt gleich wieder verziehen. Sondern solche, die ein paar Jahrzehnte dabei bleiben und Kinder aufziehen helfen. Die "ewige Liebe", die in den Liebesromanen propagiert wird, ist durchaus evolutionsgerecht.



[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]Was ist mit den subjektiven Wahrheiten? Schon vergessen? Wieso sollte der Konsument am Frankfurt-Hauptbahnhof mit seiner Wahrheit nicht Recht haben? Wo ist der Unterschied zwischen Glauben und Wissen hier?[/B][/QUOTE]

Erlebnisse auf LSD sind subjektiv. Ich habe nie das Gegenteil behauptet. Liest du eigentlich, was da steht, oder fantasierst du nur?



[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]
Ich bin der Aufklärungsgesandte![/B][/QUOTE]


oh, ein Missionar. Gratuliere :D




[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]
Es gibt zum Beispiel immer noch Menschen, die früher behaupteten, Biophotonen sind das Ergebnis wissenschaftlicher Natur und waren froh darüber, dass eine Brücke zwischen Esoterik und Naturwissenschaft endlich etabliert wurde. Mittlerweile fühlen sie sich in der Hinsicht so bestätigt, dass sie Bücher in der Spalte Naturwissenschaftsliteratur auf ihrer Webseite auflisten, obwohl diese Bücher überall unter der Rubrik Esoterik zu finden sind![/B][/QUOTE]

Dazu gibts ja auch zahlreiche wissenschaftliche Studien, formal und inhaltlich korrekt durchgeführt. Ist nun mal so. Das muss dir nicht gefallen, aber die objektive Realität zu verleugnen, steht einem Aufklärungsmissionar wie dir nicht wirklich gut an. Es wirkt unglaubwürdig.



[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]
Nur ein Tipp...auch wenn ein Author Wissenschaftler ist...das heißt schon lange nicht, dass seine Arbeit oder Forschung echter wissenschaftlicher Natur ist. Es gibt nicht nur Lügner und Scharlatane, es gibt Wissenschaftler die Esoteriker sind, das ist nicht verboten. Aber von einer Wahrheit auszugehen? [/B][/QUOTE]

Woran erkennst du denn den "echten Wissenschaftler"? In der heutigen Zeit, wo nachgewiesenermassen bis 10% aller Arbeiten Fälschungen beinhalten, selektive Auswahl von Datenreihen, Rundung von Resultaten in der einem selbst genehmen Richtung oder gar einfach Erfindungen, da ist es nicht ganz einfach, herauszufinden, was stimmt.

Und diese Beurteilung nach dem Motto zu machen "woran ich eh schon glaube, daran glaube ich noch mehr, wenn es Studien dazu gibt - und woran ich nicht glaube, daran glaube ich trotzdem nicht, auch wenn es Studien dazu gibt" - ist höchstens eine Art, die eigenen Vorurteile zu pflegen. Mit Aufklärung, Unvoreingenommenheit, Neugier und Offenheit des Geistes hat das gar nichts zu tun.

grüsse, barbara
Arimahn[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]Ja, ja und nur eine kleine Klicke Esoteriker, Priester, Mullahs oder was auch immer kann sie sehen und die Wahrheit verkünden, ist klar. Komisch nur das jeder meint etwas anderes als Wahrheit zu erkennen. Mit den einfachen Worten wie folgt. „Siehst du und meine Ebene wird für dich niemals erreichbar sein. Im überigen bin ich ja auf der höchsten Ebene überhaupt. Und überhaupt sind anders Gläubige gar nicht in der Lange die Weisheit Gottes zu deuten, weil sie keinen Zugang zu seiner endlosen weisen Wahrheit besitzen.“ Damit kann man jegliche Diskussion nun beenden.
[/B][/QUOTE]

[QUOTE]Everybody has an answer, but not just any answer, the answer. If you think about it it's truly amazing the sheer number of people that have the officially authorized monopoly on truth. This fact alone highlights the dissonance of absolute values and the misguided nature of idealism. What quantitative value would you place on your life? A life insurance corporation could concoct an exact dollar amount. But even that figure may be inflated, the chemical compounds that make up your body are only worth a few cents. But isn't life more valuable than gold, oil or other commodities? Think again.[/QUOTE]
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]

Insofern ist deine Argumentation zu den Pornos ebenfalls trivial. Denn Männer hatten und haben immer noch den Sex primär im Kopf. Insofern sehe ich keinen Missbrauch bezüglich der Evolutionsanlagen. Aber eine Ansammlung von 200 Liebesromanen macht aus einer Mutter keine bessere Mutter, bessere Partnerin oder was auch immer. Und wenn, dann weniger täte es auch!
[/QUOTE]

Ach? Aber eine Sammlung von 200 Pornos, macht aus einem Mann einen besseren Liebhaber oder sowas in der Art?

*ürgs*

Ich möchte keine Frau sein, die mit Dir ins Bett geht. :rolleyes:

Deine Logik ist, um es mal sehr freundlich zu sagen, äußerst krude.

Den Rest hat LaChatte ja schon schön zerpflückt.

....
PhilonWeißt du, ich bin nicht verantwortlich für dein Denken und wie du die Dinge interpretierst…Es macht dich nicht geistreicher, wenn du mir Dinge im Munde legst, die ich gar nicht behauptet habe. Also, wie war das mit der Logik?
LaChatteArmer Philon, jetzt ist die weibliche Empathie gleich im Multipack über dich hergefallen. Du hast es schon nicht leicht.:D

grüsse, barbara;)
logic_system"Eine Lehre, wenn sie ein System, d.i. ein nach Prinzipien geordnetes Ganzes der Erkenntnis sein soll, heißt Wissenschaft"

(zitiert nach Kant: Metaphysische Anfangsgründe der Naturwissenschaft, Seitenzahl gerade entfallen. Müsste allerdings ziemlich am Anfang stehen)

Mit Erkenntnis sind übrigens keine Halluzinationen aus LSD-Trips gemeint.
LaChatteInteressant, dass Kant reichlich Dinge auslässt, die heute als wesentlich für (Natur)-Wissenschaft gelten: Die empirischen Fakten als Basis, das Experiment als Methode, die intersubjektive Nachprüfbarkeit, die Messbarkeit...

Wissenschaft, nach Kant, kann sich also völlig geistig abspielen - nur durch Introspektion. Nach der Definition Kants wär zB der Buddhismus eine Wissenschaft, der ja ohne Zweifel ein "nach Prinzipien geordnetes Ganzes der Erkenntnis" ist, und zwar ein sehr ausgeklügeltes und durchdachtes Ganzes.

Erkenntnissen ist es übrigens egal, woher sie kommen; und es wurden schon immer bewusstseinsverändernde Techniken benutzt, um Erkenntnisse hervorzulocken. Eine Erkenntis ist schliessilch auch immer der Übergang von einem Bewusstseinszustand in den nächsten, und das Alltagsbewusstsein neigt dazu, sich zu verhärten und erstarren - um Neues zuzulassen, ist es wichtig, Lockerheit und Freude hineinzubringen.

grüsse, barbara
noire désir[QUOTE][i]Original geschrieben von logic_system [/i]
[B]"Eine Lehre, wenn sie ein System, d.i. ein nach Prinzipien geordnetes Ganzes der Erkenntnis sein soll, heißt Wissenschaft"
[/B][/QUOTE]
Dann ist also eine religiöse Lehre wenn sie ein nach Prinzipien geordnetes System darstellt eine Wissenschaft?

Das beruhigt mich natürlich, da der Buddhismus oft auch als "Wissenschaft des Geistes" bezeichnet wird, da es ein komplettes und komplexes System darstellt, das geordnet und umfassend ist...auch wenn ich auf den Titel "wissenschaftlich" nicht viel Wert lege. :)
Wichtiger ist für mich der Inhalt und ob es einem hilft sein Leben zu meistern oder nicht.

[quote][i]aus Nagarjunas Juwelenkette[/I]
[b]Wahrheit ist, was anderen Wesen hilft.
Und so ist Falschheit das, was nicht hilfreich ist.[/b][/quote]
logic_systemDu hast die Erkenntnis überlesen, btw. damit ist nicht spirituelles "erkennen" (=glauben) gemeint.
noire désir[QUOTE][i]Original geschrieben von logic_system [/i]
[B]Du hast die Erkenntnis überlesen, btw. damit ist nicht spirituelles "erkennen" (=glauben) gemeint. [/B][/QUOTE]
Die Erkenntnisse im Buddhismus sind auch nicht unbedingt immer nur spirituell. Wenn es um Erkenntnisse z.B. bezüglich der funktionsweise des Geistes sind, sind dies imho Erkenntnisse, die auch von nichtspirituellen Menschen nachvollzogen werden können und teilweise auch von den westlichen Wissenschaften bestätigt werden.
Mir scheint aber, daß manche "wissenschaftlich" geprägte Menschen eher ein Problem damit haben, wenn von Seiten der Religionm was kommt.

Naja, ist halt die übliche dualistische Teilung der Welt... ;)
PhilonLogic, Argumente zählen hier nicht. Das ist wie bei den Zeugen Jehovas...die Macht des Glaubens!!
Philon[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
[B]Armer Philon, jetzt ist die weibliche Empathie gleich im Multipack über dich hergefallen. Du hast es schon nicht leicht.:D

grüsse, barbara;) [/B][/QUOTE]
Da hast du Recht...ich kriege langsam Angst!
ArrogantNick[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]Logic, Argumente zählen hier nicht. Das ist wie bei den Zeugen Jehovas...die Macht des Glaubens!! [/B][/QUOTE]

Genau, Hase.... sieh es ein, Du bist chancenlos. Gegen empathisch-romantische Glaubensliebesromanheldinnen, kannst Du Dich nur ergeben und genießen. Die Griechen können das angeblich doch so gut, also das Genießen. ;-)


[QUOTE]Da hast du Recht...ich kriege langsam Angst![/QUOTE]

*tätschel*

:cool:
Philon[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i][B]Und was sollte man bei diesen Beispielen hier denn differenzieren? Es handelt sich beide Male um Tatsachenbehauptungen, die man überprüfen gehen kann. [/B][/QUOTE]
Machst du Witze jetzt? Ich meine, natürlich ist wahr bzw. eine Tatsache, dass mir Austern nicht schmecken und einem Anderen schon. Das ist eine subjektive Sache, klar, deswegen gehe ich auch nicht von meiner Wahrheit aus und predige sie in der Welt. Denn da liegt der große Unterschied. Wenn ich mit einem Plakat, wo drauf steht „Die Wahrheit lautet: Austern schmecken gut“, herumlaufen würde, dann würde ich gewiss einige Anhänger meiner Austernreligion finden, und natürlich Menschen, die mich für einen Spinner halten würden.

Und da liegt genau der entscheidende Punkt, nämlich der einer zuverlässigen Objektivität. Ich darf meine Wahrheit hochpreisen, aber ich kann sie unmöglich als Argumentation gegen einer wissenschaftlichen bzw. empirischen Denkweise benutzen, denn der Wissenschaftler antwortet nicht mit seiner eigenen subjektiven Wahrheit; er führt eine vollständige oder eine repräsentative Statistik, mit der er dann ZUVERLÄSSIG behaupten kann, x% der Menschen auf diesem Planeten, schmecken die Austern gut, und y% der Menschen nicht. Er kann sogar eine detaillierte Statistik führen mit dem prozentualen Anteil von sehr gut, gut, mittel, geht, schlecht, etc. Aber diese Wahrheit ist erstens zuverlässig und genießt allgemeine Geltung, also wovon jeder auszugehen hat.

[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i][B]Wenn du Menschen und Gesellschaften verstehen willst, ist es sehr wichtig, ihre persönlichen Wahrheiten zumindest ansatzweise zu kennen und nachvollziehen zu können. Jeder Mensch handelt aufgrund seiner eigenen persönlichen Wahrheiten. Auch du. [/B][/QUOTE]
Jetzt enttäuscht du mich aber gewaltig. Hey, rede ich über Quantenmechanik oder wie? Hmm, offenbar muss ich die „Mathestunde“ mit dem Abakus fortsetzen!

Ein Beispiel habe ich gerade eben oben erläutert. Aber es gibt mehrere. Ich meine, einer verliert seinen Job, seine Frau verlässt ihn einem Monat später. Aufgrund seiner subjektiven Wahrheit, trifft er die Entscheidung, Amok zu laufen…schließlich bringt er 7 Menschen um. Soll er nun wie du oder Amenoir argumentieren und einem Wissenschaftler entgegnen: das ist mein Glaube und deine Wissenschaft ist auch Glaube? Seit ihr vielleicht von allen guten Geistern verlassen worden oder wie? Dass ich auf diesem Niveau argumentieren muss, fällt mir gerade nicht so leicht.

Ich meine, wo bleibt die Selbstreflexion und die gesunde Skepsis, wenn man Wahrheiten von Unwahrheiten unterscheiden will? Die Wissenschaft antwortet mir keineswegs, dass die Wahrheit vom Amokläufer eine zuverlässige und echte Wahrheit ist…im Leben nicht! Langsam laufe ich Amok hier, da ich mich mit Trivialitäten hier befasse!

Die Wahrheit von einem früheren Bekannten lautete: ich finde Claudia Schiffer voll hässlich. Nun die Wahrheit allgemeiner Geltung lautete, dass Claudia Schiffer Millionen durch ihr Aussehen verdient hatte. Wer hat nun Recht? Ist das alles Glauben, das zur jeder Zeit in Frage gestellt werden kann, wie Amenoir behauptet? Bin ich der einzige normale Mensch hier überhaupt?
[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i][B]"gut" müsste näher definiert werden, was "gesund" betrifft, da kann man recht leicht diverse Anhaltpunkte finden - zum Beispiel, meldet er sich auf der Arbeit häufig krank, oder nicht? - und was das "attraktiv" betrifft, nun, auch das lässt sich durchaus feststellen, wenn man ihn in Kommunikation mit dem andern Geschlecht beobachtet. [/B][/QUOTE]
Da haben wir den Salat wieder! Ein bisschen Kraut, Tomaten, Grün und Gewürze…fertig ist die Argumentation. Weißt du, Dinge vereinzelt zu beobachten und daraus Wahrheiten zu fabrizieren, das kann nur dann funktionieren, wenn die Dinge auch beziehungslos zu einander stehen…deswegen bitte…

Die Natur des Menschen hat sich kaum verändert, die Bewertung der Dinge ist immer noch die Gleiche, wer attraktiv ist, hat die besseren Karten zur Hand und bekommt mehr und besseren Chancen als die Anderen, das ist Natur, das ist Evolution. Das was sich heute geändert hat, ist dass das System dem Schwachen, dem Unattraktiven, dem Behinderten und dem Benachteiligten auch eine Chance gibt bzw. Schutz bietet, das ist alles. Ein Mensch mit den gleichen Eigenschaften und Fertigkeiten wie der 200 Kilo Mann, aber mit normalem Gewicht, hat in der Regel die besseren Karten. Und bezüglich seiner Gesundheit ist nicht nur die momentane Situation gemeint sondern auch die zukünftige, denn früher oder später wird er gesundheitliche Probleme bekommen. Und bitte erspare mir die Art der Argumentation…denn vereinzelt betrachtet; mag sein, dass der Typ ein gesundes und langes Leben haben wird, dennoch ich gehe von Regeln aus und nicht von Ausnahmen…das ist Wissenschaft!
[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i][B]Beleg?

Woran erkennst du denn den "echten Wissenschaftler"? In der heutigen Zeit, wo nachgewiesenermassen bis 10% aller Arbeiten Fälschungen beinhalten, selektive Auswahl von Datenreihen, Rundung von Resultaten in der einem selbst genehmen Richtung oder gar einfach Erfindungen, da ist es nicht ganz einfach, herauszufinden, was stimmt.

Dazu gibts ja auch zahlreiche wissenschaftliche Studien, formal und inhaltlich korrekt durchgeführt. Ist nun mal so. Das muss dir nicht gefallen, aber die objektive Realität zu verleugnen, steht einem Aufklärungsmissionar wie dir nicht wirklich gut an. Es wirkt unglaubwürdig. [/B][/QUOTE]
Hmm so weit ist es schon ja? Die eigenen Wahrheiten sorgen für massive Verzerrung, wie ich sehe! Selektiv bist du gar nicht. Du bombardierst direkt mit der Forderung von Belegen, andererseits postest du keine Belege zu deiner Behauptungen. Die Frechheit oben drauf ist, dass Wikipedia und andere wissenschaftliche Quellen die Sache bestreiten, dennoch du bestehst darauf, obwohl deine Wahrheit in der Regel unter der Rubrik Esoterik zu finden ist!!
Wie dem auch sei, zum Thema Belege…ich habe schon geschrieben: Knowledge-Gap. Ich hatte schon ein bisschen erwartet, dass du das Wort in deiner Suchmaschine eintippst. Ansonsten gibt es Literatur zum kaufen…meine Bücher kann ich dir leider nicht ausleihen:
[url]http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3940185078/ref=ord_cart_shr?_encoding=UTF8&m=A3JWKAKR8XB7XF[/url]

[url]http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3456823029/ref=ord_cart_shr?_encoding=UTF8&m=A1WPUJI8FC9BUX[/url]

[url]http://www.amazon.de/Nervensachen-Perspektiven-Geist-Gehirn-Gesellschaft/dp/3794522028/ref=sr_1_42?ie=UTF8&s=books&qid=1266462134&sr=1-42[/url]

[url]http://www.amazon.de/Mythos-Wissensgesellschaft-Gesellschaftlicher-Information-Einf%C3%BChrung/dp/3531164082/ref=sr_1_4?ie=UTF8&s=books&qid=1266463042&sr=8-4[/url]

[url]http://www.amazon.de/Handbuch-Wissenssoziologie-Wissensforschung-Erfahrung-Imagination/dp/3896695517/ref=sr_1_8?ie=UTF8&s=books&qid=1266463042&sr=8-8[/url]

[url]http://www.amazon.de/Wissenskluft-beginnt-Kindesalter-Sozialisation-Kinderzeitschriften/dp/3638905896/ref=sr_1_15?ie=UTF8&s=books&qid=1266463406&sr=8-15[/url]

[url]http://www.amazon.de/nicht-wei%C3%9Ft-Wissenskluft-Digital-Divide/dp/3640512197/ref=sr_1_19?ie=UTF8&s=books&qid=1266463462&sr=8-19[/url]

[url]http://www.amazon.de/Die-Macht-Psyche-zur%C3%BCckkehren-Lebensl%C3%BCgen/dp/3636070126/ref=sr_1_35?ie=UTF8&s=books&qid=1266463498&sr=8-35[/url]

Zu deiner Behauptung, 10% Fälschung, etc… Erspare dir die Mühe, Belege darüber zu finden. Auch wenn es so ist…dann formuliere ich es so…auch AmeNoir-fachgerecht…ein 90%iger zuverlässiger und objektiver Glauben ist mir vollkommen willkommener als ein 0-0,5%iger!! Hey, siehst du? Ich bin sogar spendabel damit umgegangen!
[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i][B]Beständige Weiterbildung für Erwachsene und eine akademische Ausbildung für ein Maximum von jungen Menschen war noch nie so ausgeprägt wie heute. Ein Milliardengeschäft. Und von "Spass" ist in unserer Gesellschaft im Moment kaum was zu spüren. Guckst du eigentlich hin und wieder mal aus dem Fenster deines Elfenbeinturms und siehst, was in der Welt tatsächlich passiert? [/B][/QUOTE]
Schon wieder diese vereinzelte Betrachtung. Ich habe nicht von einer Wissenskluft zwischen den Menschen des 21ten und Denen des 18tenJahrhunderts. Fakt ist, dass die jüngere Generation eher auf Stefan Raab steht als auf eine vernünftige Dokumentation. Die Zahl der Akademiker eliminiert diese Kluft nicht, denn die zentrale Frage hier ist, wie das Gehirn weiter trainiert wird. Das Gehirn verhält sich plastisch, Wissenseignung und Problembasiertes Denken sind u.a. die Hauptfaktoren zur Förderung. Das Thema vertiefe ich nicht. Hier einige Links, die in Verbindung stehen:
[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Spa%C3%9Fgesellschaft[/url]

[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Popkultur[/url]

[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Konsumgesellschaft#Kritik_an_der_Konsumgesellschaft[/url]

[url]http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cberflussgesellschaft[/url]

[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Erlebnisgesellschaft[/url]
Philon[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i][B] Ja, es täten es bestimmt auch weniger Pornos für die Männer, die ganze Festplatten voll davon haben. Dass Liebesromane ein Missbrauch der Evolutionsanlagen sein sollen, ist Quatsch. Frauen sind, im Gegensatz zu Männern, angewiesen auf stabile Partnerschaften und brauchen Männer, die sich nicht nach dem Akt gleich wieder verziehen. Sondern solche, die ein paar Jahrzehnte dabei bleiben und Kinder aufziehen helfen. Die "ewige Liebe", die in den Liebesromanen propagiert wird, ist durchaus evolutionsgerecht. [/B][/QUOTE]
Irgendwie scheinst du, meine Ausführungen immer wieder zu vergewaltigen! Liebesromane sind kein Missbrauch der Evolutionsanlagen. Der Missbrauch beginnt mit der Investitionssumme, sei es die Häufigkeit der Beschäftigung, Geld, etc. Damit habe ich das Gleichgewicht gemeint. 90% der Freizeit für Liebesromane ist gewiss nicht so „gesund“ für das Denkvermögen als wenn das Ganze 60% zu 40% wäre. Und das gilt für die Pornos natürlich.
[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i][B] Erlebnisse auf LSD sind subjektiv. Ich habe nie das Gegenteil behauptet. Liest du eigentlich, was da steht, oder fantasierst du nur? [/B][/QUOTE]
Habe ich auch nicht behauptet. Damit wollte ich dir klar machen, dass dein Wissen bzw. die Aufklärung darüber, also über die LSD-Wahrheiten, letztendlich von der Wissenschaft kam, nicht von der Esoterikfraktion!
[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i][B] Und diese Beurteilung nach dem Motto zu machen "woran ich eh schon glaube, daran glaube ich noch mehr, wenn es Studien dazu gibt - und woran ich nicht glaube, daran glaube ich trotzdem nicht, auch wenn es Studien dazu gibt" - ist höchstens eine Art, die eigenen Vorurteile zu pflegen. Mit Aufklärung, Unvoreingenommenheit, Neugier und Offenheit des Geistes hat das gar nichts zu tun.grüsse, barbara [/B][/QUOTE]
Der Mensch sollte dann den Mund voll nehmen, wenn man etwas beweisen und aufzeigen kann, Indizien hat, etc. Das sollte die Regel sein wenn man Wahrheiten von Unwahrheiten unterscheiden will und nicht umgekehrt. Denn das ist mindestens die Seite, die viel zuverlässiger ist als der Glaube. Und es ist meistens so, dass diejenigen die solche Wahrheiten hochpreisen, sich zufälligerweise verpflichtet fühlen, die Rolle eines Missionars einzunehmen um die Wahrheit zu verbreiten. Und da habe ich massiv was dagegen. Ich habe auch meinen Glauben, aber ich behalte meine Wahrheit für mich. Ich behaupte auch nicht oben drauf, dass sie wissenschaftlicher Natur sei.
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
Machst du Witze jetzt? Ich meine, natürlich ist wahr bzw. eine Tatsache, dass mir Austern nicht schmecken und einem Anderen schon. Das ist eine subjektive Sache, klar, deswegen gehe ich auch nicht von meiner Wahrheit aus und predige sie in der Welt. Denn da liegt der große Unterschied. Wenn ich mit einem Plakat, wo drauf steht „Die Wahrheit lautet: Austern schmecken gut“, herumlaufen würde, dann würde ich gewiss einige Anhänger meiner Austernreligion finden, und natürlich Menschen, die mich für einen Spinner halten würden. [/QUOTE]

lustig, an genau das mit den austern musste ich gestern auch denken.
ich denke diese aussage [I]kann[/I] man gar nicht als "wahrheit" werten, im sinne von weitestgehender gültigkeit.
die aussage: "Austern sind für den menschlichen Verzehr geeignet" wäre dann eine Wahrheit von allgemeingültigkeit.
Philon[QUOTE][i]Original geschrieben von ArrogantNick [/i]
[B]Genau, Hase.... sieh es ein, Du bist chancenlos. Gegen empathisch-romantische Glaubensliebesromanheldinnen, kannst Du Dich nur ergeben und genießen. Die Griechen können das angeblich doch so gut, also das Genießen. ;-)




*tätschel*

:cool: [/B][/QUOTE]
Ha,ha, das erinnert mich an die Zeit mit dem Film Titanic. Ich war damals mit meiner Ex drin...überall nur Weiber die pausenlos am Weinen waren. Ich wollte direkt aufstehen und allen Einen links und rechts Klatschen!

Ich will natürlich fair bleiben, es gibt auch Gegenbeispiele für Männer, aber tja...Männer sind eigentlich doch die Gewinner, denn Frauen beschäftigen sich auch mit Männersachen, sei es Kinofilme, etc. Männer bieten mehr Aktion, Spaß, Lust etc. Deswegen gibt es viele Frauen, die Autos geil finden, ins Fussballstadion mitgehen und so weiter und so fort, Beispiele gibt es genug. Aber umgekehrt, Männer für weibliche Aktivitäten zu begeistern...das klappt schon, aber meistens wenn der Typ eine Tussi ist, haha!

Bin ich gut oder gut??

Übrigens, hier der Beweis dafür, warum Männer einfach die Gewinner sind:

[url]http://www.huschi-witze.de/2008/06/02/maennerkaufhaus/[/url]
Philon[QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i]
[B]lustig, an genau das mit den austern musste ich gestern auch denken.
ich denke diese aussage [I]kann[/I] man gar nicht als "wahrheit" werten, im sinne von weitestgehender gültigkeit.
die aussage: "Austern sind für den menschlichen Verzehr geeignet" wäre dann eine Wahrheit von allgemeingültigkeit. [/B][/QUOTE] Ich sagte doch...differenzieren...danke Crebo! Da spürt man den Wissenschaftler...ich meine... Crebo du bist Ärztin oder? So weit ich mich erinnern kann, doch oder?
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
Ich sagte doch...differenzieren...danke Crebo! Da spürt man den Wissenschaftler...ich meine... Crebo du bist Ärztin oder? So weit ich mich erinnern kann, doch oder?[/QUOTE]

*lol* ne, da bringst du [I]einiges[/I] durcheinander.
Creo, männlich, keine ärztin ;)
aber ja, verhinderter biologe.
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]Ein Beispiel habe ich gerade eben oben erläutert. Aber es gibt mehrere. Ich meine, einer verliert seinen Job, seine Frau verlässt ihn einem Monat später. Aufgrund seiner subjektiven Wahrheit, trifft er die Entscheidung, Amok zu laufen…schließlich bringt er 7 Menschen um. Soll er nun wie du oder Amenoir argumentieren und einem Wissenschaftler entgegnen: das ist mein Glaube und deine Wissenschaft ist auch Glaube? [/B][/QUOTE]

Es ist seine Entscheidung. Und wenn du sein Kumpel wärst, und ihm grad vorher so zufälligerweise telefonierst, und merkst, wie schlecht es ihm geht und was er im Schilde führt, gelingt es dir vielleicht einzugreifen BEVOR er alle und alles in die Luft jagt.

Mit einer Statistik zu wedeln, die besagt "0.01% aller verlassenen arbeitslosen Männer planen Amoklauf" hilft dir gar nichts. Denn du musst hier einen Einzelfall beurteilen, das Glaubenssystem eines einzelnen, konkreten Menschen durchschauen und dann angemessen handeln. Du musst entscheiden, ob dein Kumpel zu den 99.99% gehört oder zu den 0.01%.



[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]
Die Natur des Menschen hat sich kaum verändert, die Bewertung der Dinge ist immer noch die Gleiche, wer attraktiv ist, hat die besseren Karten zur Hand und bekommt mehr und besseren Chancen als die Anderen, das ist Natur, das ist Evolution. [/B][/QUOTE]

Richtig. Die Frage war aber: ist dieser stark übergewichtige Mann attraktiv? Wenn er in die Disco geht, geht er allein hinein und mit einer Frau am Arm hinaus, oder nicht? Hat er viele Sexpartnerinnen, oder zumindest viele Angebote (die er ja auch ausschlagen könnte?)

Auch hier wieder: Wissenschaft verallgemeinert und stellt Statistiken auf - wo genau eine einzelne Person in der Statistik ist, ist ein ganz anderes Thema.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]
hat in der Regel die besseren Karten. [/B][/QUOTE]

Es gibt eben auch immer wieder die Ausnahmen, die Ausreisser, und jene, die es nach Statistik eigentlich gar nicht geben dürfte.

Nach den Regeln zu gehen ist meist nicht falsch, aber damit wirst du den Ausnahmen nicht gerecht. Die es eben auch gibt.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]
Fakt ist, dass die jüngere Generation eher auf Stefan Raab steht als auf eine vernünftige Dokumentation. [/B][/QUOTE]

ja, und in meiner Generation standen wir mehr auf Nenas 99 Luftballons als auf eine vernünftige Dokumentation. Und eine ähnliche Klage kam, soviel ich weiss, schon von Sokrates, der die Welt vor die Hunde gehen sah. oh tempora, oh mores... (das hingegen, glaub ich, ist Cicero)



[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]
Damit wollte ich dir klar machen, dass dein Wissen bzw. die Aufklärung darüber, also über die LSD-Wahrheiten, letztendlich von der Wissenschaft kam, nicht von der Esoterikfraktion! [/B][/QUOTE]


Das wissen darüber, wie LSD wirkt, kommt in erster Linie von denen, die es probiert haben und darüber berichteten. die ganzen Hippies eben, die kein Problem damit hatten, praktisch mit Bewusstseinsveränderung zu experimentieren mit allerlei Methoden und Substanzen und gleichzeitig theoretisch-wissenschaftlich darüber zu schreiben.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]
Der Mensch sollte dann den Mund voll nehmen, wenn man etwas beweisen und aufzeigen kann, Indizien hat, [/B][/QUOTE]

Was bei Biophotonen der Fall ist. Seriös und wissenschaftlich, ohne die geringste Esoterik. Kannst ja dazu googlen und die zahlreichen Studien nachlesen die es gibt.

Aber nein, es müssen nur bestimmte Triggerworte da stehen, und Philon ist dagegen. Ganz empathisch-emotional, während die Ratio offenbar grad Urlaub hat und sich nicht bemüht, ein Veto einzulegen.:p

grüsse, barbara
Philon[quote]Es ist seine Entscheidung. Und wenn du sein Kumpel wärst, und ihm grad vorher so zufälligerweise telefonierst, und merkst, wie schlecht es ihm geht und was er im Schilde führt, gelingt es dir vielleicht einzugreifen BEVOR er alle und alles in die Luft jagt.

Mit einer Statistik zu wedeln, die besagt "0.01% aller verlassenen arbeitslosen Männer planen Amoklauf" hilft dir gar nichts. Denn du musst hier einen Einzelfall beurteilen, das Glaubenssystem eines einzelnen, konkreten Menschen durchschauen und dann angemessen handeln. Du musst entscheiden, ob dein Kumpel zu den 99.99% gehört oder zu den 0.01%. [/quote]
Sonst geht es dir gut? Noch mehr Trivialitäten oder wie? Was hat alles mit dem Thema zu tun? Ich muss gar nichts tun. Wenn jemand die Möglichkeit zu helfen hat und es tun will, dann soll er das tun, kein Thema.Wenn du aber jemanden effektiv helfen willst, dann musst du ihm etwas Greifbares geben, etwas Glaubwürdiges, und die Empirie liefert in der Regel Wahrheiten die zuverlässig sind. Ob das Depressionen sind, oder andere psychischen Leiden; Psychologie mit all ihren Sparten ist eine empirische Wissenschaft, die es sehr weit gebracht hat. Und natürlich würde die Mehrheit ihren Kumpel eher der Wissenschaft, also der Psychologie in dem Fall anvertrauen als der Esoterikfraktion oder der subjektiven Wahrheit eines Einzelnen.

Und auch wenn, ich habe nichts gegen. Aber die Berechtigung, die subjektive Wahrheit eines Einzelnen höher als die der Empirie zu stellen, mit der Begründung 10% der Wissenschaft ist Scheiße und Ähnliches, und dass Ausnahmen existieren, das ist Verblendung und Engstirnigkeit, denn gerade Ausnahmen bestätigen die Regeln…sie stehen nicht alleine da.
[quote] Richtig. Die Frage war aber: ist dieser stark übergewichtige Mann attraktiv? Wenn er in die Disco geht, geht er allein hinein und mit einer Frau am Arm hinaus, oder nicht? Hat er viele Sexpartnerinnen, oder zumindest viele Angebote (die er ja auch ausschlagen könnte?)

Auch hier wieder: Wissenschaft verallgemeinert und stellt Statistiken auf - wo genau eine einzelne Person in der Statistik ist, ist ein ganz anderes Thema.

Es gibt eben auch immer wieder die Ausnahmen, die Ausreisser, und jene, die es nach Statistik eigentlich gar nicht geben dürfte.

Nach den Regeln zu gehen ist meist nicht falsch, aber damit wirst du den Ausnahmen nicht gerecht. Die es eben auch gibt. [/quote]
Oh Herrje, was willst du mir damit sagen? Eine Ausnahme bleibt eine Ausnahme, na und? Willst du vielleicht damit andeuten, dass Esoterik eine Ausnahme, eine Wahrheit ist, der man unbedingt nachgehen sollte zwecks der Bestätigung ihres Wahrheitsgehalts?

Oder meinst du behandelt die Wissenschaft die Ausnahmen anderes? „Hey Junge, die Statistik besagt, dass du krank sein solltest, also DU BIST auch krank, deswegen nimm die Pillen sofort!“ Langsam frage ich mich, was ich hier mache.
[quote] ja, und in meiner Generation standen wir mehr auf Nenas 99 Luftballons als auf eine vernünftige Dokumentation. Und eine ähnliche Klage kam, soviel ich weiss, schon von Sokrates, der die Welt vor die Hunde gehen sah. oh tempora, oh mores... (das hingegen, glaub ich, ist Cicero)[/quote]
Wie gesagt, Salat mag ich aber eher den Griechischen mit gutem Schafskäse! Deine Generation war auch meine Generation. Trotz Nena hatte ich damals die Gelegenheit vielen Gleichgesinnten zu finden, also Menschen die ihr Hirn regelmäßig trainierten. Ich wiederhole es so oft, dennoch kommt es bei dir nicht an. Nicht die Nena oder der Raab ist von Bedeutung sondern das Gleichgewicht zwischen Raab und Hirntraining. Und Belege habe ich dir schon gepostet…genug sogar…im Gegensatz zu dir!

[quote] Das wissen darüber, wie LSD wirkt, kommt in erster Linie von denen, die es probiert haben und darüber berichteten. die ganzen Hippies eben, die kein Problem damit hatten, praktisch mit Bewusstseinsveränderung zu experimentieren mit allerlei Methoden und Substanzen und gleichzeitig theoretisch-wissenschaftlich darüber zu schreiben. [/quote]
Schon wieder Salat. Die Hippies und die Hippiewissenschaftler, die es ausprobierten, konstruierten eine Wahrheit, die keine Wahrheit war. Erst der Fortschritt und die kritische Auseinandersetzung der Wissenschaft sorgte für eine empirische Aufklärung. Das ist auch das Thema hier!
[quote] Was bei Biophotonen der Fall ist. Seriös und wissenschaftlich, ohne die geringste Esoterik. Kannst ja dazu googlen und die zahlreichen Studien nachlesen die es gibt.

Aber nein, es müssen nur bestimmte Triggerworte da stehen, und Philon ist dagegen. Ganz empathisch-emotional, während die Ratio offenbar grad Urlaub hat und sich nicht bemüht, ein Veto einzulegen.

grüsse, barbara [/quote]
Anscheinend hast du Recht…ich gebe Amazon und Co Bescheid, dass sie die Büchern unter der Rubrik Esoterik entfernen sollen. Wenn du es sagst, dann muss es stimmen! LaChatte-Gesetz
logic_system[quote]Das wissen darüber, wie LSD wirkt, kommt in erster Linie von denen, die es probiert haben und darüber berichteten. die ganzen Hippies eben, die kein Problem damit hatten, praktisch mit Bewusstseinsveränderung zu experimentieren mit allerlei Methoden und Substanzen und gleichzeitig theoretisch-wissenschaftlich darüber zu schreiben. [/quote]

leary *hust* leary
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]Wenn du aber jemanden effektiv helfen willst, dann musst du ihm etwas Greifbares geben, etwas Glaubwürdiges, und die Empirie liefert in der Regel Wahrheiten die zuverlässig sind. [/B][/QUOTE]

ich stell mir das grad so bildlich vor: Philon durchforstet seine Bibliothek und sucht Studien (wozu? um sie jemanden über den Kopf zu hauen?) während der Verzweifelte am andern Ende des Telefons von Amok und Selbstmord spicht. ja sicher. Wer sich grad wegen dem höchst individuellen Unglück in die Luft jagen will, der interessiert sich für Statistiken. :D



[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]
Und natürlich würde die Mehrheit ihren Kumpel eher der Wissenschaft, also der Psychologie in dem Fall anvertrauen als der Esoterikfraktion oder der subjektiven Wahrheit eines Einzelnen. [/B][/QUOTE]

in dem konkreten Fall wär's wohl das Angebrachteste, mal die Polizei zu alarmieren. Das ist eine Krisensituation, das braucht Leute, die sich damit auskennen.



[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]
Und auch wenn, ich habe nichts gegen. Aber die Berechtigung, die subjektive Wahrheit eines Einzelnen höher als die der Empirie zu stellen, mit der Begründung 10% der Wissenschaft ist Scheiße und Ähnliches, und dass Ausnahmen existieren, das ist Verblendung und Engstirnigkeit, denn gerade Ausnahmen bestätigen die Regeln…sie stehen nicht alleine da. [/B][/QUOTE]

Du sprichst ins Leere. Kein Mensch behauptet sowas.

Wahr ist aber nach wie vor, dass Wissenschaft den Regelfall beurteilt, aber grösste Mühe hat mit dem Individuellen, dem Einzelfall.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]Willst du vielleicht damit andeuten, dass Esoterik eine Ausnahme, eine Wahrheit ist, der man unbedingt nachgehen sollte zwecks der Bestätigung ihres Wahrheitsgehalts? [/B][/QUOTE]

keineswegs.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]
Schon wieder Salat. Die Hippies und die Hippiewissenschaftler, die es ausprobierten, konstruierten eine Wahrheit, die keine Wahrheit war. [/B][/QUOTE]


was du nicht sagst. Aber du bist ja der Hüter der Wahrheit. sorry, hab ich ganz vergessen.


*kopfschüttelnd*, barbara
PhilonAnscheinend läuft bei dir ein Film ab, denn zum Thema hast du nichts Vernünftiges erläutert. Das Thema lautet nicht Persönlichkeit oder Analyse von persönlichen Erfahrungen, Eingehen in die Welt eines Individuums oder Ähnliches. Das Thema betrifft das Unterscheidungsvermögen zwischen Wahrheiten und Unwahrheiten.

Ansonsten habe ich schon im Leben gelernt, dass Esos eine hartnäckige Gruppe ist, daher erspare ich mir die Mühe, solange keine Argumentation erfolgt.

Obwohl, das hier finde ich interessant:
[quote]Wahr ist aber nach wie vor, dass Wissenschaft den Regelfall beurteilt, aber grösste Mühe hat mit dem Individuellen, dem Einzelfall. [/quote]
Allerdings wäre es gut, wenn du es auführlicher erklären würdest. Denn je mehr ich habe umso klarer das Ziel für die Bombardierung!

Bin ich mal gespannt, was Wissenschaft bisher alles so versäumt hat! Die Wahrheiten des Einzelnen, der geheimnisvolle Pfad zur Erleuchtung der Wissenschaft!
ArrogantNickMich deucht, hier prallt Theoretiker ungebremst auf Praktiker. :D

....
PhilonJa, deshalb hier die besten Links wissenschaftlicher Praxis:

[url]http://www.spiriforum.net/artikel/a12-werner-heisenberg.html[/url]

[url]http://www.spiriforum.net/artikel/a58-zukunft-welt.php[/url]

und natürlich die Antwort zum Thema:

[url]http://www.spiriforum.net/artikel/a56-glaube-wissen.php[/url]

Nachdem ich das alles gelesen habe, bin ich fest davon überzeugt, dass die LSD-Hippies immer noch unter uns weilen!!

Die objektive Wahrheit hier ist...ich war mir immer sicher, dass ich unter voll normalen Leuten hier bin!!!!
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]Anscheinend läuft bei dir ein Film ab, denn zum Thema hast du nichts Vernünftiges erläutert. Das Thema lautet nicht Persönlichkeit oder Analyse von persönlichen Erfahrungen, Eingehen in die Welt eines Individuums oder Ähnliches. Das Thema betrifft das Unterscheidungsvermögen zwischen Wahrheiten und Unwahrheiten. [/B][/QUOTE]

Um Wahrheit von Unwahrheit zu entscheiden, muss man
a) diese Begriffe sauber definieren und den Kontext festlegen und dann
b) den fraglichen Einzelfall analysieren, mit seinen besonderen Umständen



[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]
Allerdings wäre es gut, wenn du es auführlicher erklären würdest. Denn je mehr ich habe umso klarer das Ziel für die Bombardierung! [/B][/QUOTE]

Wissenschaft kann dir sagen, wie die Durchschnittstemperatur an Weihnachten ist - aber niemand kann dir sagen, welches Wetter und welche Temperatur an Weihnachten 2010 herrschen wird. Sie kann dir noch nicht einmal genau sagen, wie das Wetter in zwei Wochen sein wird.

Wissenschaft kann dir sagen, dass x% der Menschen an einem Herzinfarkt sterben, und y% an einem Krebsleiden. Aber niemand kann dir sagen, woran du sterben wirst. Und wann du sterben wirst.

und danke fürs Verlinken meiner Artikel, selbst hätte ich mich nie in dem Ausmass getraut. ;)

grüsse, barbara
PhilonJa da kannst du uns vielleicht in der Hinsicht weiter helfen, Wahrheiten von Unwahrheiten unterscheiden zu können...

Ich habe hier überall in den BestOf Wissenschaft...
[url]http://wissenschaft.toppx.de/[/url]

[url]http://www.scientificamerican.com/[/url]

[url]http://www.sciencemag.org/[/url]

[url]http://www.weltderphysik.de/index.php[/url]

[url]http://www.nature.com/[/url]

...gesucht und nichts nach Biophotonen gefunden. Amazon hat auch mein Anliegen nach der Änderung der Rubrik ebenfalls abgelehnt...

dann haben wir natürlich das LCH-Gesetz zu berücksichtigen:
[quote]Und diese Beurteilung nach dem Motto zu machen "woran ich eh schon glaube, daran glaube ich noch mehr, wenn es Studien dazu gibt - und woran ich nicht glaube, daran glaube ich trotzdem nicht, auch wenn es Studien dazu gibt" - ist höchstens eine Art, die eigenen Vorurteile zu pflegen. Mit Aufklärung, Unvoreingenommenheit, Neugier und Offenheit des Geistes hat das gar nichts zu tun.[/quote]
Denn hier ist ebenfalls zu berücksichtigen. Nachweise und Belege dürfen nur einseitig verlangt werden...nur der Widersacher ist verpflichtet, dem LCH-Institut Belege nachzuweisen!

Dann habe ich mir die Mühe gemacht und ebenfalls nach Beweise, Indizien oder Daten über die wissenschaftlichen Artikeln von SpiriForum gesucht und ebenfalls nichts gefunden. Ich muss ehrlich sagen...die Wahrheit macht sich schwer, entdeckt zu werden!

Nun, nachdem wir die meisten Faktoren berücksichtigen haben, und da ich nicht fähig bin, Wahrheiten von Unwahrheiten unterscheiden zu können, bitte ich dich, uns eine Lösung zu präsentieren!

Da ich schon weiß, was auf mich zukommt, möchte ich mich für das Resultat im Voraus bedanken. Ich bin sogar zu der Erleuchtung gekommen, das Thema hier komplett an das Nature Magazin zu senden, damit sie auch die Wahrheit erfahren!

Mit Amazon hat es nicht geklappt vielleicht klappts mit Nature dieses Mal. Außerdem ich kann noch das LCH-Verfahren zur Überpüfung und Unterscheidung von Wahrheiten gleich jetzt bei Wikipedia eintragen...was meint ihr, ob die meinen Beitrag löschen werden?:D

Ach du armer Nezach! Deine Wahrheit haben alle hier ignoriert...tja...du hattest auch keine wissenschaftliche Systematik wie Lachatte...vielleicht deswegen?
LaChatteVersuch's mal mit leben, Philon...;)

grüsse, barbara
HellscreamWenn er nicht Leben würde, wäre er wohl Tot oder? Das würde ihm dann aber auch nicht Gestatten hier zu schreiben. Das ist doch Inhaltslos, ich bitte dich.
PhilonDoch, sie hat Recht Hellscream, Menschen der Wissenschaft leben nicht wirklich sondern nur theoretisch. Zum Beispiel, während sie Sex machen denken Sie an diverse Formeln, deshalb sind sie unfähig es so zu genießen wie die LCH-Spezies. Wenn sie von der Arbeit nach Hause zurückkommen, dann begrüßen sie ihre Ehefrauen mit binärem Code. Ihr rationales Denken macht sie zu Androiden – wie beim Raumschiff Enterprise!

Jetzt verstehe ich auch, warum meine Ex-Freundin mich so sehr geliebt hat…ich war der Roboter für alles….bzz….bzzz….tzzz…zu ihren Diensten Herrin….bzz…tzzz…!
LaChatteWer nur für real hält, was er in wissenschaftlichen Studien nachlesen kann, und es nicht wagt, sich auf seine eigenen Sinnesorgane zu verlassen, ist tatsächlich näher am Tod als am Leben.

und was Philon propagiert, ist genau das: nimm nur ernst, was durch den Filter wissenschaftlicher Versuche schon einmal aufgeschrieben wurde.

Also, wenn du glücklich dabei bist... bitte schön.;)

grüsse, barbara
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
Wer nur für real hält, was er in wissenschaftlichen Studien nachlesen kann, und es nicht wagt, sich auf seine eigenen Sinnesorgane zu verlassen, ist tatsächlich näher am Tod als am Leben.

und was Philon propagiert, ist genau das: nimm nur ernst, was durch den Filter wissenschaftlicher Versuche schon einmal aufgeschrieben wurde.
[/QUOTE]

ich denke, du verwurstest da verschiedene dinge einfach miteinander und reduzierst es auf eine simple aussage.
wenn du irgendwas "esoterisches" nur mit deinen sinnesorganen verarbeiten willst, ist das mE auch kein "leben", sondern träumerei.
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i]
[B]ich denke, du verwurstest da verschiedene dinge einfach miteinander und reduzierst es auf eine simple aussage.
wenn du irgendwas "esoterisches" nur mit deinen sinnesorganen verarbeiten willst, ist das mE auch kein "leben", sondern träumerei. [/B][/QUOTE]

nein, das ist es nicht, was ich will.

Und überhaupt frag ich mich, wie du auf diese sonderbare Ansicht kommst, die sich auf keine Weise aus dem ableiten lässt, was ich tatsächlich geschrieben habe. Weder hier noch anderswo.

grüsse, barbara
Creobotra:rolleyes: dafür hab das entsprechende doch zitiert...

du reduzierst philon einfach auf "alles muss wissenschaftlich untersucht sein". und das ist quatsch, weil es an dem vorbeigeht, was er mit wissenschaftlicher methodik als besser untersucht sieht, denn als nur mit sinnesorganen.
LaChatteBei dem was du von mir zitierst, kommt das Wort "Esoterik" gar nicht vor. Ich sprach von Sinneswahrnehmungen, einem wissenschaftlich durchaus gut bekannten Sachverhalt, und von nichts anderem.

Und dass Philon, nicht ich, eine Plausibilitätsprüfung gewisser Aussagen so anstellt, dass er nach wissenschaftlicher Literatur dazu sucht, und wenn er nichts findet, ist es nicht plausibel für ihn. Das ist auf Philons Mist gewachsen, nicht auf meinem. Er reduziert sich selbst sehr erfolgreich auf die wissenschaftlichen Nachweise. Mich würd's ja durchaus freuen, wenn er noch ein paar andere Facetten seiner selbst zeigen würde.;)

Es gibt eben viele Dinge, die das "Messgerät" Mensch nach wie vor deutlich besser und klarer und differenzierter wahrnimmt als jedes noch so ausgeklügelte Messgerät. Als ganz unesoterisches Beispiel: Gerüche und Geschmäcker. Was ein guter Wein ist, oder ein guter Käse, kann dir eine Maschine nicht sagen - sehr wohl aber ein geübter und ausgebildeter Mensch in dem Fach.

grüsse, barbara
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
Es gibt eben viele Dinge, die das "Messgerät" Mensch nach wie vor deutlich besser und klarer und differenzierter wahrnimmt als jedes noch so ausgeklügelte Messgerät. Als ganz unesoterisches Beispiel: Gerüche und Geschmäcker. Was ein guter Wein ist, oder ein guter Käse, kann dir eine Maschine nicht sagen - sehr wohl aber ein geübter und ausgebildeter Mensch in dem Fach.[/QUOTE]
erstmal: "gut" ist relativ, das hatten wir ja schon.
aber was geruch und geschmack angeht, dass sind messbare werte, nämlich anhand der inhaltstoffe und jetzt rate mal, wie die bestimmt werden? jupp, mit so dingen wie messgeräten (gaschromatographen zB, wenn ich csi richtig in erinnerung hab ;)) aus diesen zutaten ein parfum zB herzustellen, klar, das macht ein parfumeur, aber eben nach gusto und obs einem anderen gefällt, ist eben persönliche geschmackssache. dito bei wein. für mich riecht der beste blauschimmel der welt nach katzenscheisse und das obwohl ich dieselben duftmoleküle aufnehm. das ist keine objektive qualität. und das bringst du durcheinander.

[QUOTE]Und dass Philon, nicht ich, eine Plausibilitätsprüfung gewisser Aussagen so anstellt, ...[/QUOTE]
das zauberwort heisst hier "gewisser". nicht "aller".

[QUOTE]Ich sprach von Sinneswahrnehmungen, einem wissenschaftlich durchaus gut bekannten Sachverhalt, und von nichts anderem.[/QUOTE]
:rolleyes:
ich sprech von dem, was du mit den sinnen aufnehmen und verarbeiten willst.
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i]
[B]erstmal: "gut" ist relativ, das hatten wir ja schon.
aber was geruch und geschmack angeht, dass sind messbare werte, nämlich anhand der inhaltstoffe und jetzt rate mal, wie die bestimmt werden? jupp, mit so dingen wie messgeräten (gaschromatographen zB, wenn ich csi richtig in erinnerung hab ;)) aus diesen zutaten ein parfum zB herzustellen, klar, das macht ein parfumeur, aber eben nach gusto und obs einem anderen gefällt, ist eben persönliche geschmackssache. dito bei wein. für mich riecht der beste blauschimmel der welt nach katzenscheisse und das obwohl ich dieselben duftmoleküle aufnehm. das ist keine objektive qualität. und das bringst du durcheinander.[/B][/QUOTE]

Da gibts durchaus Qualitätsmerkmale, und wer sich dessen bewusst ist, kann auch die Dimension "mag ich - mag ich nicht" von der Dimenstion "hat Qualität - hat keine Qualität" unterscheiden. Qualität ist nichts Beliebiges, und Qualität hat nichts mit persönlichen Zuneigungen und Abneigungen zu tun.

Wobei die persönlichen Abneigungen durchaus dazu führen können, sich mit einem bestimmten Thema - wie Blauschimmelkäse - gar nicht näher auseinanderzusetzen. Was dann auch eine differenzierte Wahrnehmung im Keim erstickt.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i]
[B]
das zauberwort heisst hier "gewisser". nicht "aller".[/B][/QUOTE]


Die Dinge, mit denen ich mich vornehmlich beschäftige, sind solche, die aus der Erfahrung stammen - also gerade jene, die einer wissesnchaftlichen Untersuchung bisher nur schwer oder noch gar nicht zugänglich sind, die aber der persönlichen Erfahrung sehr wohl zugänglich sind.

Was Philon hier tat, war einer Kuh vorzuwerfen, dass sie keine schönen Eier legt. Aber wer verlangt das schon von einer Kuh, solange sie Milch gibt...




[QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i]
[B]
ich sprech von dem, was du mit den sinnen aufnehmen und verarbeiten willst. [/B][/QUOTE]

Was mit den Sinnen verarbeitet werden Nervenreize, sonst nichts. Mir ist nach wie vor nicht klar, warum bei dir da auf einmal die Esoterik reingerutscht ist, die du garantiert nicht bei mir abgeschrieben hast. Und noch weniger ist mir klar, was du damit eigentlich sagen willst.

grüsse, barbara
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
Da gibts durchaus Qualitätsmerkmale, und wer sich dessen bewusst ist, kann auch die Dimension "mag ich - mag ich nicht" von der Dimenstion "hat Qualität - hat keine Qualität" unterscheiden.[/QUOTE]

jaaaaaa? und die wären so zum beispiel?

[QUOTE]Qualität ist nichts Beliebiges, und Qualität hat nichts mit persönlichen Zuneigungen und Abneigungen zu tun. [/QUOTE]
ach, du meinst es sollte also unabhängig davon sein, objektiv sozusagen?
dann sollte es die masseinheit dazu auch sein, meinst nicht?
und wie man die wohl kriegt?

[QUOTE]Wobei die persönlichen Abneigungen durchaus dazu führen können, sich mit einem bestimmten Thema - wie Blauschimmelkäse - gar nicht näher auseinanderzusetzen. Was dann auch eine differenzierte Wahrnehmung im Keim erstickt. [/QUOTE]
ja, und? was hat jetzt "differenzierter wahrnehmung" damit zu tun?

[QUOTE]Die Dinge, mit denen ich mich vornehmlich beschäftige, sind solche, die aus der Erfahrung stammen - also gerade jene, die einer wissesnchaftlichen Untersuchung bisher nur schwer oder noch gar nicht zugänglich sind, die aber der persönlichen Erfahrung sehr wohl zugänglich sind. Was Philon hier tat, war einer Kuh vorzuwerfen, dass sie keine schönen Eier legt. Aber wer verlangt das schon von einer Kuh, solange sie Milch gibt...[/QUOTE]
wenns beim thema um das gefühl der kuh beim eierlegen geht...
und, so seh ich das zumindest, ging es eben nicht um die "schönheit" der eier, sondern um die eier selbst.
LaChatteDu bist doch Künstler. Du hast doch bestimmt einen Begriff davon, was Kunst von Kitsch unterscheidet. Und es gibt bestimmt Kunstwerke, denen du Qualität zusprichst, und dennoch würdest du sie nicht in deinem Wohnzimmer aufhängen oder aufstellen, weil sie eben nicht zu deinem persönlichen Geschmack und Stil passen.

Und du weisst auch, dass die Aussagen "diese Bild hat das Format 50x70cm" zwar eine wissenschaftlich korrekte, aber in den meisten Fällen nur sehr nebensächliche Information ist, wenn es darum geht, das Wesen eines Bildes zu erfassen.

grüsse, barbara
Creobotra[QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i]
Du bist doch Künstler. Du hast doch bestimmt einen Begriff davon, was Kunst von Kitsch unterscheidet. Und es gibt bestimmt Kunstwerke, denen du Qualität zusprichst, und dennoch würdest du sie nicht in deinem Wohnzimmer aufhängen oder aufstellen, weil sie eben nicht zu deinem persönlichen Geschmack und Stil passen.
[/QUOTE]
ah, ok, bekanntes terrain. also jut.
im studium sind wir mit nem professor nach frankfurt ins museum für moderne kunst gefahren. tolle sammlung, alles interessant. bei einem bild erzählte er uns ne halbe stunde lang, warum diese bild der knaller ist, grandiose kunst und der künstler ein genie, allerseits zustimmendes knicken. nach dem rundgang 2 stunden später kamen wir wieder an diesem bild vorbei und er erzählte uns ne halbe stunden lang, warum das bild mies und der künstler ein versager ist. kam uns dann ebenfalls völlig einleuchtend vor.

wenn ich einem kunstwerk qualität zuspreche, dann auch nur mit ganz vielen subjektiven erfahrungswerten, die der nächste nicht hat.

[QUOTE]Und du weisst auch, dass die Aussagen "diese Bild hat das Format 50x70cm" zwar eine wissenschaftlich korrekte, aber in den meisten Fällen nur sehr nebensächliche Information ist, wenn es darum geht, das Wesen eines Bildes zu erfassen.[/QUOTE]
aber es ist eine aussage über das bild, die du objektiv machen kannst. das "wesen" des bildes ist interpretationssache und hängt eher vom umfang des wortschatzes ab. ob ersteres "nebensächlich" ist, hängt auch nur von deiner persönlichen bewertung ab. bei manchen bildern ist das format entscheidend.
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i]
[B]wenn ich einem kunstwerk qualität zuspreche, dann auch nur mit ganz vielen subjektiven erfahrungswerten, die der nächste nicht hat.[/B][/QUOTE]

genau, darum gehts. :)

Analog auch bei Käse und Wein und durchaus auch bei der Beurteilung von menschlichen Beziehungen, und und und: wer einigermassen solide Beurteilung machen will, muss als erstes eine ganze Menge an Erfahrung und Vergleichsmöglichkeiten sammeln. Sonst ähnelt der Picasso auch nur dem Gekritzel eines Kindergartenkindes, und der Blauschimmelkäse riecht wie Katzenpisse.

Darum ist es in solchen Zusammenhängen legitim zu fragen: welche Erfahrungen hast du denn in dieser Branche? - um herauszufinden, ob das Urteil dieser Person vertrauenswürdig oder zumindest plausibel ist oder nicht.


[QUOTE][i]Original geschrieben von Creobotra [/i]
[B]
aber es ist eine aussage über das bild, die du objektiv machen kannst. das "wesen" des bildes ist interpretationssache und hängt eher vom umfang des wortschatzes ab. ob ersteres "nebensächlich" ist, hängt auch nur von deiner persönlichen bewertung ab. bei manchen bildern ist das format entscheidend. [/B][/QUOTE]

Ja, das Wesen eines Bildes ist nichts, was objektiv festgestellt werden kann. Doch wenn du fünfzig Menschen mit reichlich Erfahrung separat zu einem Bild befragst, sollten doch alle etwas Ähnliches erzählen. Es werden sich einige Grundaussagen herauskristallisieren, die immer und immer wieder genannt werden. Es ist nichts Beliebiges, auch wenn es nicht eindeutig und objektiv fassbar ist.

Auch die Frage, ob das Format eines Bildes in einem konkreten Fall etwas Wichtiges ist oder nicht, ist ein Erfahrungswert.

Und diese Erfahrungswerte sind durchaus vergleichbar. Die entstehen ja nicht im luftleeren Raum, sondern im Gespräch von Menschen miteinander, und so bildet sich ein Referenzrahmen, der im Grossen und Ganzen allgemein akzeptiert ist.

grüsse, barbara
PhilonDas ist nichts anderes als das:

[url]http://de.wikipedia.org/wiki/Subjektivismus[/url]
HellscreamUnd die Gegenseite wäre ein naiver Objektivismus. Was sagt uns das jetzt? Entscheidend für mich ist, dass wenn der Begriff des Glaubens erst einmal durch einen Skeptizistischen Ansatz durch tränkt wird, wie das auch hier geschieht, ist er weitest gehend entschärft. Demontiert sich ab diesem Punkt selbst und kann keine Machtansprüche mehr Stellen aufgrund einer absoluten Wahrheit die er traditionell für sich in Anspruch nimmt. Leider muss man die Menschen dann aber oft noch auf die Auswirkungen der Perspektive aufmerksam machen.
noire désirVielleicht ist es hilfreich, diese ganzen -ismusse wegzulassen und zudem den Begriff "Glaube" näher einzugrenzen. Fällt mein glaube, daß morgen schönes Wetter ist auch darunter oder ist der Glaube an einen Schöpfer gemeint, oder der Glaube im christlichen oder monotheistischen Sinne?

Da kommt man ja ganz durcheinander ;)
HellscreamDie Unterscheidung zwischen dem glauben im Sinne einer Vermutung und dem Glauben im Sinne eines religiösen Dogmas habe ich eigentlich doch schon versucht klar machen. Hier soll es eigentlich um den ursprünglichen Begriff des Glaubens im religiösen Sinn also metaphysischen Sinn gehen. Die ganzen -ismusse dienen primär dazu die Diskussion abzukürzen, Voraussetzung ist natürlich das man sich vorher schon mit diesen Auseinander gesetzt hat. Das kann im überigen nicht nur unübersichtlich werden, sondern ist es hochgradig. Weil sich z.b. hinter dem Skeptizismus so viele weitere Denkansätze verbergen, die nicht mal einheitlich sind. Trotzdem sind sie nützlich um Inhalte zu komprimieren und grobe Richtungen anzumerken. Das Gefühl eines riesigen Durcheinander das im Kopf entsteht kann ich sehr gut nach voll ziehen. :)
Philon[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]…… Entscheidend für mich ist, dass wenn der Begriff des Glaubens erst einmal durch einen Skeptizistischen Ansatz durch tränkt wird, wie das auch hier geschieht, ist er weitest gehend entschärft. Demontiert sich ab diesem Punkt selbst und kann keine Machtansprüche mehr Stellen aufgrund einer absoluten Wahrheit die er traditionell für sich in Anspruch nimmt…[/B][/QUOTE]
….durchtränkt wird….entschärft…hey Hellscream, soll das ein Stück von Shakespeares Othello werden oder was? Bisher habe ich nichts gesagt, aber jetzt muss ich langsam…kannst du auch normal Deutsch reden oder denkst du dir vielleicht, dass so eine „Sonate“ dich gescheiter macht? Oder steckt wieder Separaude dahinter?

Kannst du mal ganz normal schreiben, worüber du überhaupt diskutieren möchtest?
noire désir[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]Die Unterscheidung zwischen dem glauben im Sinne einer Vermutung und dem Glauben im Sinne eines religiösen Dogmas habe ich eigentlich doch schon versucht klar machen. Hier soll es eigentlich um den ursprünglichen Begriff des Glaubens im religiösen Sinn also metaphysischen Sinn gehen. Die ganzen -ismusse dienen primär dazu die Diskussion abzukürzen, Voraussetzung ist natürlich das man sich vorher schon mit diesen Auseinander gesetzt hat. Das kann im überigen nicht nur unübersichtlich werden, sondern ist es hochgradig. Weil sich z.b. hinter dem Skeptizismus so viele weitere Denkansätze verbergen, die nicht mal einheitlich sind. Trotzdem sind sie nützlich um Inhalte zu komprimieren und grobe Richtungen anzumerken. Das Gefühl eines riesigen Durcheinander das im Kopf entsteht kann ich sehr gut nach voll ziehen. :) [/B][/QUOTE]
Eben drum. Immerhin müßte man dann auch die ganzen Diskussionen um diese -ismusse kennen. Etwas viel verlangt für ein Laienforum (natürlich ist das Unterforum hie ein Philoforum, aber es ist eben nur ein Unterforum. Im übrigen führt das nur zu ständigen Metadiskussionen; aber gut, jeder hat natürlich einen anderen Hintergrund und das ist auch gut so :)). Nur eine Diskussion mit Links oder einfachen Schlagworten zu führen halte ich generell nicht für förderlich.
Aber vielleicht liegt das auch daran, daß mir eine solche "Komprimierung" aus prinzipiellen Gründen einfach nicht gefällt.

Nun gut, Beschränken wir den Begriff "Glauben" mal auf den metaphysischen Sinn. Da gibt es allerdings auch viele Abstufungen und unterschiedliche Glaubensinhalte. Also ist für mich diese "Komprimierung" auch nicht hilfreich. Aber vielleicht geht mir dieses Thema in diesem Sinne ja auch am Allerwertesten vorbei und ich habe das nur noch nicht gemerkt. :D
Hellscream[QUOTE] geschrieben von Philon
….durchtränkt wird….entschärft…hey Hellscream, soll das ein Stück von Shakespeares Othello werden oder was? Bisher habe ich nichts gesagt, aber jetzt muss ich langsam…kannst du auch normal Deutsch reden oder denkst du dir vielleicht, dass so eine „Sonate“ dich gescheiter macht? Oder steckt wieder Separaude dahinter?

Kannst du mal ganz normal schreiben, worüber du überhaupt diskutieren möchtest?[/QUOTE]

Hätte eigentlich nichts dagegen. Aber gut.
Der Glaube der auf Zweifel aufbaut kann mir egal sein. Das Fundament ist ein ganz anderes als das des traditionellen religiösen Glaubens. Ein Dogma lebt ja gerade davon das es nicht in Zweifel gezogen werden soll. Meine Vermutung ist, dass dies vielen nur nicht klar ist wenn sie damit anfangen das die ganze Welt subjektiv sei. Von wegen „Ist doch alles nur Glaube.“ Nein, ist es nicht. Und zwar deswegen weil Religion unter Glaube mehr auffasst als eine einfache Vermutung.
Religion, lebt von Dogmen über die Wirklichkeit, beziehungsweise über das was über dieser Wirklichkeit Sein soll. Das berechtigt natürlich zur Kritik. Wenn man aber erst einmal anfängt Dogmen kritisch zu Hinterfragen neigen sie dazu in die Brüche zu gehen.
noire désir[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]Wenn man aber erst einmal anfängt Dogmen kritisch zu Hinterfragen neigen sie dazu in die Brüche zu gehen. [/B][/QUOTE]
Das muß nicht so sein. Wenn man beginnt zu hinterfragen und zu prüfen, kann es auch ein noch tieferes Verständnis der Lehre geben, denn man hat sich ja dann ausführlich damit auseinandergesetzt. Wenn man zunächst mal seinen Lehrer geprüft hat (was Jahre dauern kann), und dann herausgefunden hat, daß er der Richtige ist und er die Lehren richtig vermittelt und sie auch lebt, ist man davor gefeit, bei jeder Gelegenheit Gefahr zu laufen, aufzugeben. Das Fundament ist dann viel stabiler.
Ebenso ist es mit der Lehre: wenn man selbst geprüft hat (und nicht nur oberflächlich), was die Lehre sagt, dann kann das zu einer wundervollen Sache werden.
Wenn man geprüft hat und es nicht für das richtige hält, läßt man es halt bleiben.
Das bewahrt die Lehre auch davor, in die falschen Hände zu geraten und authentisch zu bleiben... :)
LaChatteZu Definition von Glauben: da halte ich mich an die vom Christlichen kommende Übertragung, die heisst "vertrauen auf". Woran ich glaube, darauf vertraue ich. Was das Wetter von morgen genauso betreffen kann wie Theologie und Metaphysik. Ich vertraue darauf, getragen zu werden von der Urquelle... zum Beispiel.

Der zweite Schritt ist dann die Überprüfung, ob das, was ich glaube, sich auch als wahr herausstellt, und aus welchen Gründen ich was glaube. Ob es gute oder weniger gute Gründe sind. Und diese Gründe können aus allen Lebens- und Wissenschaftsbereichen kommen, aus der subjektiven Erfahrung, aus den intersubjektiven Wissenschaften, aus der Logik, und so weiter.

Da Menschen alle verschiedene Erfahrungen machen, sind natürlich auch die Dinge, worauf Menschen vertrauen (woran sie glauben) sehr verschieden.

grüsse, barbara
HellscreamIch vermute ein bisschen mehr hinter dem Begriff. Weniger Vertrauen sonder eher tiefste Überzeugung. Anders kann ich mir die Reaktionen von Gläubigen nicht erklären die beim Angriff auf ihren Glauben. Wenn ich auf eine Person Vertraue kann ich enttäuscht werden, das scheinen mir Gläubige auszuschließen. Es scheint das der Gläubige dort wo ich vielleicht nur ein Gefühl des Vertrauens entwickle, eine tiefe Gewissheit auszumachen scheint, deren Motiv mir zwar im Ursprung nachvollziehbar erscheint, die ich aber in der Reflexion lächerlich finde.
LaChatteEs geht um Erfahrung.

Wer die Erfahrung macht - wie Kässmann anlässlich ihres Rücktritts so schön formulierte - dass man sehr tief fallen kann, aber nie tiefer als Gottes Hand, so braucht man nicht mehr spekulieren, weil man es einfach weiss, da man es erlebt hat.

Wie diejenigen, die das nicht erlebt haben, in der Reflexion finden, ist völlig wurst. Was haben die denn schon zu sagen dazu? mangels Wissen: nichts, ausser theoretischer Spekulationen.

grüsse, barbara
HellscreamWie kann man sich dessen so sicher sein das das was man Erlebt mit der Wirklichkeit übereinstimmt? Schon alleine wenn wir betrachten wie viele Dinge wir schon in der unmittelbaren Wahrnehmung in die Irre führen. Jetzt sag nicht das dies keine Erfahrung wäre. Das ist sogar eine die man erklären kann mittels optischer Täuschungen, psychischer Prozesse und so weiter.

Aus deiner Antwort lese ich heraus das ich recht habe, es ist mehr als ein Vertrauen, es ist eine tiefe Überzeugung. Ich frage aber nach den Gründen für diese Überzeugung. Es ist ein Erfahrungswert das man sich nicht blind seinen Überzeugungen hingeben darf, denn sie führen nur all zu oft in die Irre. Das ausweichen an der Stelle deute ich als Versuch die Konstruktion der Welt im eigenen Kopf nicht hinter fragen zu müssen. Die Stabilität dieses Weltbildes nicht gefährden zu wollen.
LaChatte[QUOTE]Wie kann man sich dessen so sicher sein das das was man Erlebt mit der Wirklichkeit übereinstimmt? [/QUOTE]

Wenn ein Mensch Geborgenheit oder inneren Frieden fühlt, so ist das in Wirklickeit Geborgenheit oder inneren Frieden, ganz unabhängig davon, wie die äusseren Umstände sein mögen.



[QUOTE]Ich frage aber nach den Gründen für diese Überzeugung.[/QUOTE]

Weil ich erlebt habe, mehrfach, dass es möglich ist, auch in ungünstigen Umständen diesen inneren Frieden zu finden. Dass es Wege dazu gibt. Dass es funktioniert.

[QUOTE]Es ist ein Erfahrungswert das man sich nicht blind seinen Überzeugungen hingeben darf, denn sie führen nur all zu oft in die Irre. [/QUOTE]

Was hätte jemand davon, sich bewusst und absichtlich unglücklich zu machen? Das wär doch absurd, etwas nicht zu tun, das gut funktioniert und nachhaltig gesund ist und wofür es keine Gründe gibt, es nicht zu tun.

[QUOTE] Das ausweichen an der Stelle deute ich als Versuch die Konstruktion der Welt im eigenen Kopf nicht hinter fragen zu müssen. Die Stabilität dieses Weltbildes nicht gefährden zu wollen.[/QUOTE]

Gib mir einen guten Grund es zu tun.

Das Weltbild ist praxiserprobt und funktioniert unter den widrigsten Umständen und bringt gute Resultate. Ich ändere das doch nicht nur aus dem Grund, weil einer, der das nicht kennt, skeptisch ist.

grüsse, barbara
HellscreamDas heißt das das was Wahr sein soll, damit zusammen liegen soll, was dir passt und was nicht? Was wiederum dazu führt das du dich nicht Irren kannst, weil du ja nicht wollen kannst was nicht sein darf. Und das du einer Täuschung unterliegst? Du ziehst es ja nicht mal in Betracht. Damit legt man doch den Grundstein für jedwede Träumerei. Wenn alles nur von deiner Inneren Überzeugungen abhängt, was Interessiert dich überhaupt noch was um dich herum geschieht? Was bedeutet das dem anderen? Ich halte das für sehr inkonsistent.

Aber das ist es ja gerade, der Begriff des Glaubens im metaphysischen schafft sich seine eigenen Bedingung und Voraussetzungen, es ist mehr als ein Vertrauen in die Welt, es ist ein schaffen einer eigenen Welt, einer im gedanklichen jenseitig liegenden Welt, der bedingungslos gefolgt wird. Damit verhält es sich wie mit den Gefangenen in der Höhle des Höhlengleichnisses in der Politeia von Platon. Man verweigert sich dann einfach der Möglichkeit das alles was man bisher für Wahr an nahm, nur Licht und Schatten gewesen sein könnten.
LaChatte[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]Das heißt das das was Wahr sein soll, damit zusammen liegen soll, was dir passt und was nicht? Was wiederum dazu führt das du dich nicht Irren kannst, weil du ja nicht wollen kannst was nicht sein darf. Und das du einer Täuschung unterliegst?[/B][/QUOTE]

Nein, es heisst lediglich, dass das, was ich empfinde, eben das ist, was ich empfinde. Ganz egal, wie diese Empfindung zustandekommt, es ist meine Empfindung und in dem MOment, wo ich sie empfinde, ist sie wirklich.

Wahr ist auch, dass bestimmte Methoden dabei helfen, bestimmte Empfindungen erleben zu können.



[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]
Du ziehst es ja nicht mal in Betracht. Damit legt man doch den Grundstein für jedwede Träumerei. Wenn alles nur von deiner Inneren Überzeugungen abhängt, was Interessiert dich überhaupt noch was um dich herum geschieht? Was bedeutet das dem anderen? Ich halte das für sehr inkonsistent.[/B][/QUOTE]

Ich leugne keineswegs meine Sinneswahrnehmungen. Ich kann sie aber auf sehr verschiedene Weisen [i]deuten[/i]. Und ich kann sehr verschiedene Dinge mit dem anfangen, was ich erlebe.



[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]
Aber das ist es ja gerade, der Begriff des Glaubens im metaphysischen schafft sich seine eigenen Bedingung und Voraussetzungen, es ist mehr als ein Vertrauen in die Welt, es ist ein schaffen einer eigenen Welt, einer im gedanklichen jenseitig liegenden Welt, der bedingungslos gefolgt wird. [/B][/QUOTE]


Wir alle haben solche Welten. Deutungen der Sinneswahrnehmungen. Die Frage ist, wie funktionieren sie? Lebt ein Mensch gut und glücklich mit seinem Deutungssystem?

Mein Glaube hilft mir eindeutig, besser und glücklicher zu leben, als wenn ich ihn nicht hätte.




[QUOTE][i]Original geschrieben von Hellscream [/i]
[B]
Damit verhält es sich wie mit den Gefangenen in der Höhle des Höhlengleichnisses in der Politeia von Platon. Man verweigert sich dann einfach der Möglichkeit das alles was man bisher für Wahr an nahm, nur Licht und Schatten gewesen sein könnten. [/B][/QUOTE]

Glaube ist, in seiner optimal gelebten Form, aus der Höhle rauszugehen in die Sonne.

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