German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 
  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Linke Psychologie
LazertaIch wurde von der Kindheit an erzogen nicht zu hassen, zu prügeln und zu stehlen. Ich musste meine Aggressionen zurückhalten, Autoritäten akzeptieren, wurde angehalten zu lernen und Hausaufgaben zu erledigen. Ich lernte mich Gesetzeskonform zu verhalten. Ich wurde für "gutes" Handeln belohnt, für "schlechtes" bestraft. Mein ganzes Leben verlief auf vordefinierten Bahnen und ich kannte es nicht anders. Meine Eltern ebenfalls nicht. Und meine Großeltern womöglich auch nicht. Das industrielle System, mit seiner derzeitigen Form und seinen Anforderungen, existiert schon seit den Anfängen des 20. Jahrhundert und benötigt für dessen Erhalt einen zunehmend maßgeschneiderten Menschentypus, welcher psychologisch unter Kontrolle gehalten werden muss. Der Mensch soll sich also in dem industriellem System an Gesetze halten, sich als Individuum den gesellschaftlichen Zielen unterordnen, unerwünschte Gefühle wie Hass unterdrücken, Frustration aushalten können, nicht stehlen, sich bilden, gesund verhalten, Tolerant sein und Autoritäten achten. Die Schulen mit ihren Pädagogen sorgen dafür, dass das Kind dementsprechend genormt wird und den Anforderungen des Systems irgendwann genügt. Ich lernte also als Kind nicht nur Lesen und Schreiben, Rechnen und Zeichnen, sondern auch "richtiges" Verhalten. Ich fühlte mich dann später als Jugendlicher zunehmend eingeengt und machtlos, hatte Schuldgefühle und Selbsthass, weil ich mich den Anforderungen dieser Gesellschaft nicht gewachsen sah und mein Leben hinterfragte. Also versuchte ich mich gegen diese Zwänge und Normen zu wehren. Ich schwänzte zunehmend die Schule, wurde aggressiv und trotzig, hörte auf zu pauken und bekam schlechte Noten. Alles Rebellion nützte aber nichts. Die Schule kontaktierte meine Eltern und drohte mit Konsequenzen. Notfalls würde die Polizei einen Schulschwänzer wie mich von Zuhause zur Schule fahren. Das System weiss was gut für mich ist. Meine Eltern redeten mir dann stark ins Gewissen und malten ein düsteres Szenario meiner Zukunft, so dass ich es mit der Angst zu tun bekam und mich anpasste. Der Selbsthass und die Schuldgefühle verstärkten sich und aus der Erkenntnis, die gesellschaftlichen Zwänge nicht überwinden zu können, folgte ein Gefühl der Machtlosigkeit und der Schwäche. Ich begann unbewusst alles zu hassen was stark und erfolgreich war. Ich hasste Kapitalisten, ich hasste die USA, ich hasste den weissen Mann, ich hasste Bonzen. Auf der anderen Seite empfand ich Sympathie mit den „Unterdrückten“ und reagierte empfindlich gegenüber jede abwertende Äußerung gegenüber diesen. Ob nun Schwarze, Frauen, Homosexuelle, Behinderte oder sonstige Minderheiten. Weil ich sie tatsächlich unbewusst entweder als Schwach, Abstoßend und Minderwertig ansah, waren sie in meinen Augen besonders schutzbedürftig, eben weil ich mich mit ihnen identifizierte. Dies erklärt auch die Wandlung der Begriffe wie „Schwarzer“, „Zigeuner“ und auch „Behinderter“, welche wir Linke ablehnen und ständig durch neue Begriffe wie „Farbiger“, „Sinti und Roma“ und auch „Körperlich Beeinträchtigter“ zu ersetzen versuchen. Die negative Konnotation legen wir Linke den ursprünglich wertneutralen Begriffen selber bei, eben weil wir die Gruppen als Minderwertig und schwach ansehen und diesen Eindruck durch neue Wortkreationen zu vermeiden versuchen.
Es verwundert mich heute auch nicht, weshalb wir Linke unseren Fokus oft auf Afrika lenken. Wir Linke empfinden Afrika als Schwach und versuchen diesen Eindruck unter allen Umständen zu vermeiden, indem wir den Industrienationen vorwerfen sie seien schuld daran, dass Afrikaner in Lehmhütten zu leben haben. Zugleich fordern wir Hilfsgelder für den Bau von Schulen und Straßen, damit aus Afrika ein zweites Europa wird. Wir Linke sind Eurozentristen, denn wir können nicht akzeptieren, dass Lehmhütten ein Teil der afrikanischen Kultur sind. Alle Afrikaner sollen so leben wie wir! Sie sollen Strom haben und fließendes Wasser, hochwertige Kleidung und Schuhe. Ihre Kinder sollen zur Schule gehen und in Fabriken arbeiten können.
Das Fatale meiner späteren Entwicklung war nun: Weil ich die gesellschaftlichen Zwänge nicht überwinden konnte, eignete ich sie mir unbewusst an und warf der Gesellschaft zugleich vor diese zu missachten. Ich warf der Gesellschaft fehlende Toleranz gegenüber Minderheiten vor, auch Frauenfeindlichkeit, ich kämpfte für mehr Bildung, gegen Atomkraft, gegen Nazis und für Frieden. Als linke Bewegung fühlten wir uns so moralisch der Gesellschaft überlegen, dass wir aber etwas Entscheidendes übersehen haben: Unsere Normen und Werte waren bereits in der Gesellschaft im Wesentlichen akzeptiert. Auch war unsere Auflehnung gegen das System im Grunde keine. Mir mochten zwar vereinzelt mit Steinen schmeißen und aufgrund unserem Selbsthass es auf die gewaltsame Gegenreaktionen der Polizei abgesehen haben (Fightclub rulez!). Doch waren wir Linke im Gegenteil in den WESENTLICHSTEN Punkten der größte Fürsprecher der gesellschaftlichen Normen und Werte: Wir forderten die Eingliederung der Frau und ihre Gleichberechtigung im Arbeitsleben. Wir begrüßen den Zuzug von ausländischen Arbeitskräften und sprechen uns gegen Rassismus aus. Wir verlangen soziale Gerechtigkeit um soziale Unruhen zu verhindern. Wir befürworten den Kampf gegen Nazis und setzen uns für Frieden und Stabilität ein. Wir sind gegen Hass und Gewalt. Wir fordern die Abschaltung der Atomkraftwerke. Wir verlangen vom Einzelnen, dass er sich den gesellschaftlichen Zielen unterwirft. Wir fordern mehr Krippenplätze und mehr staatliche Erziehung. Sind das aber nicht alles Normen, welche von der Gesellschaft bereits akzeptiert und für das Überleben des Systems erforderlich sind? Ein Kapitalist teilt im WESENTLICHEN dieselben Normen und Werte wie wir Linken. Auch er ist gegen Krieg, für sozialen Frieden, gegen Rassismus, für die Eingliederung der Frau ins Arbeitsleben, gegen Grenzen, für mehr Freizügigkeit, für mehr Krippenplätze, aber nun auch gegen Bedrohung durch Atomkraftwerken, für die Unterordnung der Bedürfnisse des Einzelnen gegenüber die der Gesellschaft, usw. usf. Erstaunlich ist nur, dass wir Linke dies bisher nicht sehen konnten oder mochten. An der Freiheit liegt uns wenig, sonst hätten wir längst beispielsweise die Abschaffung der Anschnallpflicht gefordert. Stattdessen machen wir weiter wie bisher, indem wir unsere Kinder mit den selben Zwängen einengen und unser Defizit an Freiheit mit sexueller Enthemmung, Promiskuität, übermäßigem Drogenkonsum, Feierwut und sonstigem Eskapismus zu entfliehen versuchen. Unsere Gesellschaft ist tatsächlich relativ freizügig. Aber nur in jenen Punkten, welche das System nicht stören und auch nicht wichtig sind. Was für ein Desaster! Unser Machtbedürfnis versuchen wir dadurch zu stillen, indem wir die erfahrenen Zwänge an die nächste Generation weitergeben, überdurchschnittlich häufig Lehrer und Journalisten werden und der Gesellschaft unsere Vorstellungen einer schönen neuen Welt aufzudrängen versuchen. Wann aber erkennen wir endlich wohin unser Denken und Handeln tatsächlich führen wird?
Wacht auf!
ElementarsatzUnd wie sieht nun deine Alternativkonzeption einer gerechten, zwanglosen, freien Gesellschaft aus?
Lazerta[QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i]
[B]Und wie sieht nun deine Alternativkonzeption einer gerechten, zwanglosen, freien Gesellschaft aus? [/B][/QUOTE]
Diese Frage ist unsinnig. Wohin führt es denn, wenn man der Gesellschaft ein Alternativkonzept aufdrängen möchte, welche Freiheit und Zwanglosigkeit vorsieht?
Elementarsatz[quote] Wir Linke sind Eurozentristen, denn wir können nicht akzeptieren, dass Lehmhütten ein Teil der afrikanischen Kultur sind. Alle Afrikaner sollen so leben wie wir! Sie sollen Strom haben und fließendes Wasser, hochwertige Kleidung und Schuhe. Ihre Kinder sollen zur Schule gehen und in Fabriken arbeiten können. [/quote]
Die Afrikaner "sollen" gar nichts, aber wenn sie bei ihrer minimal entwickelten Gesellschaftsform bleiben wollen, dann müssen sie auch mit den Konsequenzen leben, wie z.B. exorbitant hohe Kindersterblichkeit, Hungersnöte, hohe Kriminalität, niedrige Lebenserwartung etc.

Ein Land flächendeckend mit Krankenhäusern und Arztpraxen auszustatten, setzt nun mal sehr viel Disziplin und Arbeit voraus. Und wenn kein Krankenhaus und kein Arzt verfügbar ist, und ein Kind bekommt Lungenentzündung oder Wundbrand, dann stirbt es eben. So lief es im vormodernen Europa und im vorkolonialen Afrika sowieso.
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von Lazerta [/i]
[B]Diese Frage ist unsinnig. Wohin führt es denn, wenn man der Gesellschaft ein Alternativkonzept aufdrängen möchte, welche Freiheit und Zwanglosigkeit vorsieht? [/B][/QUOTE]
Was heißt aufdrängen? Du kannst es ja vorschlagen.

Wenn du selbst keine Alternative weißt, ist es sinnlos zu klagen.
Lazerta[QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i]
[B]Die Afrikaner "sollen" gar nichts, aber wenn sie bei ihrer minimal entwickelten Gesellschaftsform bleiben wollen, dann müssen sie auch mit den Konsequenzen leben, wie z.B. exorbitant hohe Kindersterblichkeit, Hungersnöte, hohe Kriminalität, niedrige Lebenserwartung etc.[/QUOTE]
Es sind vielmehr die psychologischen Zwänge mit denen der Mensch in der Neuzeit konfrontiert wird, diese allerdings als solche oft nicht erkennt. Er fügt sich diesen Zwängen, glaubt aber aus freien Stücken zu handeln. "Du musst nicht, ABER wenn, dann!" ist solch ein psychologischer Zwang. Insbesondere in Industrienationen sind diese allgegenwärtig und auch für den Erhalt des Systems erforderlich. Es ist kein Zufall, dass Depressionen und sonstige psychische Erkrankungen in den entwickelten Staaten sehr weit verbreitet sind.
Auch sind wir Europäer gut darin unsere psychologischen Zwängen an Naturvölkern weiterzutragen, indem wir ihnen klarzumachen versuchen, diese würden ein unwürdiges und schlechtes leben führen. Mit unserer Hilfe allerdings könnten sie Würde und Wohlstand erlangen, so die Denkweise moderner Linken. Afrikanische Naturvölker, Indianer, Aborigines, die indigenen Völker Südamerikas, sie alle bedurften vermeintlich unsere Hilfe, weil sie keine Bildung, Krankenhäuser, Strom und fließendes Wasser hatten und nicht für sich selber sorgen konnten. Eine widerliche Denkweise.

"Eine gute Schulbildung ist der Schlüssel für die Zukunft. Unsere SOS-Schulen bieten weltweit armen und verlassenen Kindern eine Ausbildung - so ebnen wir Mädchen und Jungen den Weg in ein selbstbestimmtes und menschenwürdiges Leben."
[url]http://www.sos-kinderdoerfer.de/informationen/wie-wir-helfen/bildung/schule/pages/default.aspx[/url]


[QUOTE] Ein Land flächendeckend mit Krankenhäusern und Arztpraxen auszustatten, setzt nun mal sehr viel Disziplin und Arbeit voraus. Und wenn kein Krankenhaus und kein Arzt verfügbar ist, und ein Kind bekommt Lungenentzündung oder Wundbrand, dann stirbt es eben. So lief es im vormodernen Europa und im vorkolonialen Afrika sowieso.[/QUOTE] Es ist nur billig mit dem Wohl der Kinder zu argumentieren. Die primitiven Naturvölker Afrikas besaßen viele Kenntnisse der Medizin, bzw. Naturheilkunde, so dass sie selbst mit einer Lungenentzündung fertig werden konnten. Dieses Wissen ist durch moderne und kostenpflichtige Pharmaka weitgehend erloschen.


[QUOTE]Was heißt aufdrängen? Du kannst es ja vorschlagen. Wenn du selbst keine Alternative weißt, ist es sinnlos zu klagen.[/QUOTE] Es liegt mir nichts daran der Gesellschaft eine Alternative vorzuschlagen. Ich will ein weitgehend autonomes Leben führen und mein Leben intensiver, echter und freier gestalten. Hierzu gehört, dass ich mich von Ersatzhandlungen löse und anfange mein Leben mit wirklich sinnvollen Zielen zu erfüllen (Eine Ersatzhandlung wäre zB das Streben nach Geld..., einer Yacht, sportlichen Höchstleistungen, Macht, wissenschaftlichen Entdeckungen. Sie sind jedoch nicht wichtig, weil sie nur der Ablenkung von dieser Erkenntnis dienen) Wichtig ist mir der soziale Umgang mit anderen Menschen, welcher nicht durch Verträge sondern durch Vertrauen und Empathie geprägt ist. Mir gefällt die Vorstellung eines einfachen Lebens. Was wirklich wichtig für mich ist, ist Kontrolle über die eigenen existentiellen Dinge zu haben, die Leben und Tod bestimmen; Nahrung, Kleidung, Unterkunft und Verteidigung gegen Gefahren der Umwelt. Freiheit bedeutet Macht zu haben, aber keine Macht, um andere Menschen zu kontrollieren, sondern Macht über die Kontrolle der eigenen Lebensumstände. Man hat keine Freiheit, wenn irgend jemand über einen Macht ausübt, ganz gleich ob sich der Machthaber wohltätig oder autoritär verhält. Ich träume nicht die Gesellschaft zu verändern, sondern mich von ihr zu separieren. Ich kann nur kein selbstbestimmtes Leben führen, wenn Linke aufgrund ungestillter Machtbedürfnisse immer tiefer in meine Lebensbelange eindringen. Das ist mein Problem.
SynergieMeinen aufrichtigen Dank, Lazerta. Eine sehr schöne Typologie.

MfG
KampfsauMit anderen Menschen zusammenzuleben heißt doch immer auch, sich anzupassen oder Kompromisse finden. Würde das nicht passieren, würden sich die meisten über kurz oder lang an die Gurgel gehen.

Nehmen wir mal das Beispiel nicht stehlen, nicht prügeln und nicht töten. Das sind doch schonmal Dinge, die es seit Jahrtausenden in organisierten Gesellschaften gibt, einfach weil es sich als effektiv herausgestellt hat.

Was ist denn die Alternative? Die Alternative ist es das zu tun was man will. Wenn man eine Frau begehrt, dann nimmt man sie sich einfach, ob sie jetzt will oder nicht.Wenn einem die Visage des anderen nicht gefällt, dann poliert man ihm halt einfach mal die Fresse.

Ich glaube sogar, dass das ein sehr befreiendes Leben ist, wenn man zu denen gehört, die anderen den eigenen Willen aufzwingen.

Und selbst wenn man nicht zu denen gehört, die dies anderen Menschen antun könnte, so müsste man dies permanent von Mitmenschen erwarten.



[QUOTE]Eine widerliche Denkweise. "Eine gute Schulbildung ist der Schlüssel für die Zukunft. Unsere SOS-Schulen bieten weltweit armen und verlassenen Kindern eine Ausbildung - so ebnen wir Mädchen und Jungen den Weg in ein selbstbestimmtes und menschenwürdiges Leben." [url]http://www.sos-kinderdoerfer.de/inf...es/default.aspx[/url][/QUOTE]

Es ist in der Tat selbstherrlich, nur sollte man vielleicht mal einige der Schüler selber fragen, was genau sie jetzt davon halten. Wie z.B. die Fähigkeit zu lesen, zu schreiben und zu rechnen ihr Leben beeinflusst haben, ob es eine Bereicherung für sie darstellt oder nur eine unnötige Belastung war.

[QUOTE] Mir gefällt die Vorstellung eines einfachen Lebens. Was wirklich wichtig für mich ist, ist Kontrolle über die eigenen existentiellen Dinge zu haben, die Leben und Tod bestimmen; Nahrung, Kleidung, Unterkunft und Verteidigung gegen Gefahren der Umwelt. Freiheit bedeutet Macht zu haben, aber keine Macht, um andere Menschen zu kontrollieren, sondern Macht über die Kontrolle der eigenen Lebensumstände.[/QUOTE]

Ich versteh was du meinst, darum ist es z.B. auch so befriedigend genau nachzuvollziehen, wo das eigene Essen herkommt. Nur bei so einem Leben würde man vermutlich auch ganz schnell merken, dass man über viele Dinge eben überhaupt keine Macht haben kann. Nicht über das Wetter oder über Krankheiten die einen treffen, ob man immer genug Nahrung bekommt oder nicht einfach mal spontan eine Horde brutaler Raubmörder vorbeikommt.

Gerade Völker die häufig von Naturkatastrophen geplagt wurden bilden oft Götterkulte um sich zumindest der Illusion hinzugeben, ihre Schicksale wären ansatzweise begründet und beeinflussbar.

In unserer Gesellschaft sind diese Risiken weitestgehend eliminiert. Die meisten Menschen sind hier so erzogen, dass sie nicht wahllos schlägereien anfangen und morden und brandschatzen und dann gibt es eine halbwegs zuverlässige Polizeibehörde, genug zu essen ist immer da, das essen ist auch vorhanden, es gibt Rettungsdienste und Krankenhäuser.

Eigentlich müsste unser Leben viel freier von Angst sein, als jemals zuvor. Nur weiß man das leider nicht zu schätzen. Darum brauchen manche Menschen wohl erstmal einige existenzielle Angsterfahrungen um die Furcht vor der Auslebung des eigenen Ichs zu verlieren.

Ich glaube die Menschen aus anderen Ländern, die permanent wahre Überlebenskämpfe zu führen haben, müssen uns für bekloppt halten, über was für Kleinigkeiten wir uns alle aufregen.

Ich für meinen Teil muss sagen, dass ich lieber in einer etwas linksgerichteten, überkorrekten Gesellschaft lebe, als woanders. Die Alternativen überzeugen mich einfach nicht.

Ich meine wenn man z.B. einem Sexkult beitreten will, der auf gesellschaftliche Anerkennung scheißt ,bei dem sich Frauen nicht die Beine rasieren , dann kann man das wohl auch irgendwie machen.

Ultimative Freiheit wird es leider nicht geben, man kann nur aus dem Rahmen in dem man sich befindet, das Beste rausholen
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von Lazerta [/i]
[B]Es sind vielmehr die psychologischen Zwänge mit denen der Mensch in der Neuzeit konfrontiert wird, diese allerdings als solche oft nicht erkennt. Er fügt sich diesen Zwängen, glaubt aber aus freien Stücken zu handeln. "Du musst nicht, ABER wenn, dann!" ist solch ein psychologischer Zwang. [/B][/QUOTE]

Nein, ein Sachzwang. Ein simpler kausaler Zusammenhang. Wenn man Krankenhäuser, Arztpraxen, funktionierende Infrastruktur, hygienische Zustände, ein funktionierendes Rechtssystem haben will, dann braucht man Schulen , dann braucht man Universitäten, die Ingenieure, Ärzte, Chemiker ausbilden.

Wenn man diesen Trubel nicht haben will - bitteschön. Aber dann soll man nicht darüber klagen, dass von den sechs Kindern, die man zeugt, drei in den ersten Lebensjahren verrecken, dass man selbst ab 30 seine Zähne verliert und noch vor 60 ins Gras beißt. Dass man nichts tun kann, wenn man vergewaltigt oder vom Nachbarstamm angegriffen wird, weil es kein funktionierende Rechtssystem gibt usw. usf.

[quote]
Es ist nur billig mit dem Wohl der Kinder zu argumentieren. Die primitiven Naturvölker Afrikas besaßen viele Kenntnisse der Medizin, bzw. Naturheilkunde, so dass sie selbst mit einer Lungenentzündung fertig werden konnten. Dieses Wissen ist durch moderne und kostenpflichtige Pharmaka weitgehend erloschen.[/quote]
Jaja, natürlich. Und die alten Inkas haben schon UFOs gebaut. Ist leider alles durch den weißen Mann in Vergessenheit geraten ;)

Kurze Antwort: Nein. Es gibt keine naturheilkundliche Lösung gegen bakterielle Krankheiten. Wenn ein Mensch im Urwald gebissen wird und Wundbrand entsteht, dann stirbt er einfach. Das ist nicht so wie in den Hollywoodfilmen, wo irgendein weiser Indianer ein paar Blätter auf die Wunde legt und alles ist paletti, viel besser als mit Doxycyclin.
Das Leben in vormodernen Gesellschaften hat nichts mit paradiesischen Zuständen zu tun. Was glaubst du, warum die Bevölkerungsdichte bei Naturvölkern so gering ist? Weil dort geheimnisvolles Medizinmann-Wissen die Antibabybille ersetzt? Nein, sondern weil man mit vormodernen Wirtschaftsmethoden eben nur wenige Menschen ernähren kann, und die überschüssigen Menschen sterben oder schon als Säuglinge getötet werden.
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von Lazerta [/i]
[B]
Es liegt mir nichts daran der Gesellschaft eine Alternative vorzuschlagen. Ich will ein weitgehend autonomes Leben führen und mein Leben intensiver, echter und freier gestalten. [/B][/QUOTE]

Dann mach einen Anfang, und wirf deinen Computer aus dem Fenster. Den hast du ja schließlich nicht selbst gebaut, vielmehr ist er ein Symbol des logozentrischen, phallozentrischen Technikwahns weißer Männer ;)
Davy Crockett[QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i]

Jaja, natürlich. Und die alten Inkas haben schon UFOs gebaut. Ist leider alles durch den weißen Mann in Vergessenheit geraten ;)

Kurze Antwort: Nein. Es gibt keine naturheilkundliche Lösung gegen bakterielle Krankheiten. Wenn ein Mensch im Urwald gebissen wird und Wundbrand entsteht, dann stirbt er einfach. Das ist nicht so wie in den Hollywoodfilmen, wo irgendein weiser Indianer ein paar Blätter auf die Wunde legt und alles ist paletti, viel besser als mit Doxycyclin.[/quote]

...einerseits will die "westliche Zivilisation" jeden am Leben erhalten - nur, um ihm dann eines schönen Tages zu eröffnen: "nein, tut uns echt leid, wir brauchen dich eigentlich gar nicht, weil wir deiner Arbeitskraft nicht bedürfen - du darfst zwar leben, ja, ja...aber mehr als "Existenzminimum" können wir dir in unserer superreichen Gesellschaft nun wirklich nicht anbieten..." ist es da nicht ungleich humaner, oder doch wenigstens konsequent -die "Überzähligen" gleich krepieren zu lassen...?

...die Inkas haben selber vielleicht keine gebaut -aber sie kannten sie, oder doch zumindest wussten die Inkas schon, wie die Welt aus einer Vogelperspektive aussieht...die Zeichnungen in der Hochebene von Nazca in Peru wurden in der "westlichen Zivilisation" erst bekannt, seit es die Luftfahrt gibt, denn die Bilder sind nur aus großer Höhe sichtbar...also die Frage: wie können sie überhaupt entstanden sein, wenn die Erschaffer dieser Bilder sie nicht aus der Luft betrachten und damit gar nicht sehen konnten, was sie da in den Sand scharrten...?

...in einigen Königsgräbern, aus präkolumbianischer Zeit, sogar noch aus der vor- Inka-Zeit...gibt es goldene Amulette, die so etwas wie Flugzeuge darstellen könnten...die Anordnung der Flossen/Flügel an diesen Dingern findet sich bei keinem bekannten Tier, weder bei einem Vogel, noch bei Insekten/Libellen oder Fischen...

...in altindischen Sanskrit-Texten gibt es ganz ähnliche Hinweise, es wird von sogenannten "Vimanas", Fahrzeugen oder Schiffen der Götter, berichtet....was auch immer man davon halten mag...ich zumindest bin überzeugt, dass die Arroganz des "westlich" geprägten Menschen, "Herr der Welt" zu sein, völlig unangemessen ist...der "westliche" Mensch und sein Wahn, so etwas wie eine Herrenrasse unter den Menschen darzustellen - sie sind das eigentliche Übel auf dieser Welt...ja, ja, ich darf meinen Computer jetzt nicht mehr benutzen, weil ich ihn nicht gebaut habe, blah blah...hast du deinen selber zusammengebastelt...? na also..es ist auch gar nicht von Belang, woher die Mittel dazu stammen, die ich benötige, um meine geistigen Fähigkeiten zu entwickeln und einzusetzen...wichtig ist nur, dass sie vorhanden sind...wäre ich ein Inka, ein Maya, Ägypter oder Grieche, würde ich in diesem Moment auf Papyrus, Ton, oder eine Steintafel schreiben...und würden wir in einer noch "primitiveren" Kultur leben, in der es noch keine Schrift gab - nun, es gäbe noch immer die Möglichkeit, dich verbal "zur Sau zu machen"...der technische Stand einer Zivilisation allein für sich genommen ist nicht das Kriterium für ihren kulturellen "Wert"...der liegt bei nicht materiellen Faktoren, bei dem, was jenseits von "Existenzsicherung" liegt, bei der Art und Weise zu denken und Gedanken auszudrücken, bei der Kommunikationsfähigkeit, der Fähigkeit, sich den "anderen" gegenüber auszudrücken und ihnen die eigenen Gedanken und Überzeugungen verständlich zu machen...bei den Griechen etwa war es die Philosophie, bei Ägyptern, Sumerern, Mayas, Indern, etc. ihre Erkenntnisse in der Astronomie, ihre Architektur, etc..."unsere" westliche Zivilisation hat ihren Zenit längst überschritten, die Phase, wo sie bedeutende Werke, etwa in der Literatur, Philosophie oder Kunst - hervorbrachte, ist lange vorbei...die moderne imperialistische Zivilisation dient allein noch dem Mammon, ist ihm mit Haut und Haaren verfallen, "Existenzminimum" und Pauperismus, materieller Reichtum für wenige, materielle und geistige Armut für den Rest, so lautet ihr Credo...nein, es wäre am besten, wenn 2012 wirklich der von den Mayas offenbar seit langem vorrausberechnete Komet einschlägt...
ElementarsatzDiesen Blödsinn werde ich jetzt nicht zerpflücken.
Davy Crockett[QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i]
[B]Diesen Blödsinn werde ich jetzt nicht zerpflücken. [/B][/QUOTE]

... :D du hast wieder einmal nichts in der Hand...dafür aber sehr viel heisse Luft im Kopf...:D
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von Davy Crockett [/i]
[B]... :D du hast wieder einmal nichts in der Hand...dafür aber sehr viel heisse Luft im Kopf...:D [/B][/QUOTE]
Ich bin schon mal auf diesen Däniken-Quatsch eingegangen und habe an solchen Scheingefechten kein Interesse.

Wer diesem Unsinn wirklich auf den Leim geht, findet bei esowatch erste Hilfe.
Davy Crockett[QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i]
[B]Ich bin schon mal auf diesen Däniken-Quatsch eingegangen und habe an solchen Scheingefechten kein Interesse.

Wer diesem Unsinn wirklich auf den Leim geht, findet bei esowatch erste Hilfe. [/B][/QUOTE]

...es ging mir jetzt auch eigentlich viel eher darum aufzuzeigen, dass die "westliche Zivilisation", so wie wir sie heute vorfinden, keinen Anspruch auf die Herrenmenschen-Moral erheben kann, die sie bei jeder Gelegenheit zur Schau stellt...dass der selbstgewählte Titel "Krone der Schöpfung", den sich der westliche Mensch zugelegt hat - eine unerhörte Anmassung darstellt...

...und dass die "westliche Zivilisation" eigentlich eine kleine Lektion in Demut verdient hätte...
Seidenspinner[QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i]
[B]Ich bin schon mal auf diesen Däniken-Quatsch eingegangen und habe an solchen Scheingefechten kein Interesse.

Wer diesem Unsinn wirklich auf den Leim geht, findet bei esowatch erste Hilfe. [/B][/QUOTE]
Geht es um Erich von Däniken? Dann mehr Respekt bitte!

Der Mann hat nicht nur Atlantis entdeckt, sondern auch gute Kontakte zu Außerirdischen. ;)
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von Davy Crockett [/i]
[B]...es ging mir jetzt auch eigentlich viel eher darum aufzuzeigen, dass die "westliche Zivilisation", so wie wir sie heute vorfinden, keinen Anspruch auf die Herrenmenschen-Moral erheben kann, die sie bei jeder Gelegenheit zur Schau stellt[/B][/QUOTE]
Weil schon die Sumerer und Azteken mit E.T. telefoniert haben, jaja.

[quote]
...dass der selbstgewählte Titel "Krone der Schöpfung", den sich der westliche Mensch zugelegt hat - eine unerhörte Anmassung darstellt...[/quote]
"Krone der Schöpfung" bezieht sich normalerweise auf die Menschheit insgesamt.

[quote]...und dass die "westliche Zivilisation" eigentlich eine kleine Lektion in Demut verdient hätte... [/quote]
Dass die westliche Zivilisation auch solche Knallchargen wie Erich von Däniken hervorgebracht hat, reicht doch eigentlich zum Schämen. :)
Seidenspinner[QUOTE][i]Original geschrieben von Lazerta [/i]
[B]... Wacht auf! [/B][/QUOTE]
Ich finde so viel Schubladendenken in einem Beitrag eher ermüdend. ;)
Davy Crockett[QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i]


"Krone der Schöpfung" bezieht sich normalerweise auf die Menschheit insgesamt.[/quote]

....in dem Sinne, wie es nach der Bibel verstanden wurde, sollte es für alle Menschen gelten...doch der westliche "Herrenmensch" hat sich lange schon die exklusiven Nutzungsrechte für diesen Titel gesichert, bzw., sie einfach gestohlen...


[quote]Dass die westliche Zivilisation auch solche Knallchargen wie Erich von Däniken hervorgebracht hat, reicht doch eigentlich zum Schämen. :) [/B][/QUOTE]

...es gibt weit größere Knallchargen...siehe z.B. Sarrazin...dass überhaupt irgend jemand einen Scharlatan wie ihn ihn und sein pseudowissenschaftliches Machwerk ernst nimmt, ist ein mehr als nur deutlicher Indikator für den geistigen Zustand dieser Gesellschaft, für die kollektive Demenz, der sie verfallen ist...von Däniken hat sich wenigstens noch ein paar eigene Gedanken zu gewissen Ungereimtheiten der menschlichen Geschichte gemacht...was man vom gewöhnlichen durchschnitts-Blödmichel eher nicht behaupten kann...
SeidenspinnerErich von Dänikens Bedeutung für unsere Geisteswelt würde ich kurz vor derjenigen von Uriella einordnen. Ich bezweifle auch, dass er seinen Freizeitpark in Interlaken aus Philanthropie gebaut hat.

Nun ja, wenn die Maya recht hatten und die Welt nächstes Jahr untergeht, dann könnt Ihr uns im Jenseits unsere Nichtgläubigkeit aber sowas von vorwerfen.
Davor fürchte ich mich jetzt schon. :D
SynergieSeltsam..........
ich habe das Eingangsposting satirisch aufgefasst. Aber vielleicht sollte man das mit dem was danach kommt auch tun.
SeidenspinnerAlso mein Standpunkt über Erich von Däniken ist ernst gemeint.

Beim Rest überlege ich mir das, glaube ich, noch. :D
Kampfsau[QUOTE]Diesen Blödsinn werde ich jetzt nicht zerpflücken.[/QUOTE]

Lass es mich mal probieren, mir ist grad langweilig ^^

[QUOTE]...einerseits will die "westliche Zivilisation" jeden am Leben erhalten - nur, um ihm dann eines schönen Tages zu eröffnen: "nein, tut uns echt leid, wir brauchen dich eigentlich gar nicht, weil wir deiner Arbeitskraft nicht bedürfen - du darfst zwar leben, ja, ja...aber mehr als "Existenzminimum" können wir dir in unserer superreichen Gesellschaft nun wirklich nicht anbieten..." ist es da nicht ungleich humaner, oder doch wenigstens konsequent -die "Überzähligen" gleich krepieren zu lassen...?[/QUOTE]

Wenn du den Tod vorziehst, kannst du dich doch immer noch selber für den Freitod entscheiden.

Leute gibt´s auch, da beschwert er sich tatsächlich darüber, dass man den Menschen das Lebensnotwendigste quasi schenkt.

Natürlich muss in dieser Gesellschaft nicht mehr jeder arbeiten, nur warum sollte man sein Lebensglück von Ansichten anderer Menschen abhängig machen? Die wenigsten Menschen hier stört, dass du keiner regulären Berufstätigkeit nachgehst oder auch sonst nicht im materiellen Sinne "erfolgreich" bist, das tuen viele nicht.

Was einen ankotzt ist diese Heuchelei, einerseits willst du angeblich nicht so sein wie die anderen aber anderseits treibt dich im Kern genau das gleiche an, was du bei anderen kritisierst.

[QUOTE]...die Inkas haben selber vielleicht keine gebaut -aber sie kannten sie, oder doch zumindest wussten die Inkas schon, wie die Welt aus einer Vogelperspektive aussieht...die Zeichnungen in der Hochebene von Nazca in Peru wurden in der "westlichen Zivilisation" erst bekannt, seit es die Luftfahrt gibt, denn die Bilder sind nur aus großer Höhe sichtbar...also die Frage: wie können sie überhaupt entstanden sein, wenn die Erschaffer dieser Bilder sie nicht aus der Luft betrachten und damit gar nicht sehen konnten, was sie da in den Sand scharrten...?[/QUOTE]

Weil der Mensch über sowas wie Vorstellungskraft verfügt? Wie kann man über Radioaktivität und Atomkerne sprechen? Schließlich hat noch kein Mensch auf der Welt ein Atom mit eigenen Augen gesehen:rolleyes:

Einen Bauplan für eine Villa kriegt man schließlich auch auf ein Zeichenbrett und nachher muss man trotzdem nicht in einem Schuhkarton wohnen.

Aber vielleicht kommt man auch auf so eine Idee wenn man auf einem Berg steht , sich ein Dorf ansieht und auf einmal merkt, "hey von hier oben sieht das ganz anders aus" aber du hast vermutlich recht, wahrscheinlich haben die Aliens zu ihnen gesprochen.

Die Inkas sind doch auch nicht dümmer oder schlauer als wir gewesen.

[QUOTE]...in einigen Königsgräbern, aus präkolumbianischer Zeit, sogar noch aus der vor- Inka-Zeit...gibt es goldene Amulette, die so etwas wie Flugzeuge darstellen könnten...die Anordnung der Flossen/Flügel an diesen Dingern findet sich bei keinem bekannten Tier, weder bei einem Vogel, noch bei Insekten/Libellen oder Fischen...[/QUOTE]

Jules Verne hat auch schon über Mondreisen und Tiefseeuboote geschrieben, lange bevor diese Dinge effektiv in die Wirklichkeit umgesetzt wurden, was willst du uns jetzt genau sagen? Wie hätte denn jemals auch nur ein Flugzeug in die Luft steigen können, wenn nie ein Visionär und Tüftler versucht hätte, diese bereits vorhandene Vorstellung umzusetzen. In der Phantasie war der Mensch immer schon deutlich weiter, als in der Wirklichkeit.

In Comics und Filmen sind viele technische Errungenschaften der heutigen Zeit schon angesprochen worden, Jahrzehnte bevor sie Alltagsrealität wurden.

[QUOTE]...in altindischen Sanskrit-Texten gibt es ganz ähnliche Hinweise, es wird von sogenannten "Vimanas", Fahrzeugen oder Schiffen der Götter, berichtet....was auch immer man davon halten mag...[/QUOTE]

Das sagt mir, dass die Menschen immer schon voller Phantasie waren.

[QUOTE].ja, ja, ich darf meinen Computer jetzt nicht mehr benutzen, weil ich ihn nicht gebaut habe, blah blah...hast du deinen selber zusammengebastelt...? na also..es ist auch gar nicht von Belang, woher die Mittel dazu stammen, die ich benötige, um meine geistigen Fähigkeiten zu entwickeln und einzusetzen...wichtig ist nur, dass sie vorhanden sind...[/QUOTE]

Das ist nicht der Punkt, der Punkt war die Kritik an unserer Gesellschaft und der Wunsch nach einem autonomeren Leben. Das wurde von Lazerta angesprochen und von Elementarsatz schließlich aufgegriffen. Nur wie will man tatsächlich behaupten können,autonom zu sein, wenn fast alles was man benutzt von anderen Menschen erdacht und erschaffen wurde und man diese Dinge überaupt nicht wirklich versteht?

Wenn man autonom werden will in dem Sinne dass man alles was man braucht direkt von der Natur bekommt, anstatt es vorher durch die Mitglieder der Gesellschaft verarbeitet zu bekommen, dann muss man nunmal auf alle diese Errungenschaften verzichten. Überleben kann man dann vermutlich auch aber wahrscheinlich denken sich die meisten auch, dass die Vorteile, die Nachteile der Anpassung überwiegen.

Und selbst wenn es so ist wie du sagst, dass sie vorhanden sind ist auch nur denkbar dadurch, dass die Gesellschaft organisiert und reglementiert ist.

[QUOTE]wäre ich ein Inka, ein Maya, Ägypter oder Grieche, würde ich in diesem Moment auf Papyrus, Ton, oder eine Steintafel schreiben...und würden wir in einer noch "primitiveren" Kultur leben, in der es noch keine Schrift gab - nun, es gäbe noch immer die Möglichkeit, dich verbal "zur Sau zu machen"[/QUOTE]

Wenn du Inka oder Maya wärst, könntest du vermutlich gar nicht lesen und schreiben oder der an den du dich richten willst, könnte es nicht und Papyrus zum Beschreiben stände dir auch nicht in großen Mengen zur Verfügung und wenn, dann garantiert nicht genug, dass jeder Hinz und Kunz wie heutzutage einfach mal so eben alles niederschreibt, was ihm oder ihr in den Sinn kommt. Folglich gebe es vielleicht gar nicht die Möglichkeit ihn "verbal zur Sau zu machen"

Wahrscheinlich wärst du auch zu sehr mit den Geschäftigkeiten des normalen Lebens befangen, dass du gar nicht die Zeit hättest, andere mit deinem Unsinn zu belästigen.

[QUOTE].der technische Stand einer Zivilisation allein für sich genommen ist nicht das Kriterium für ihren kulturellen "Wert"...der liegt bei nicht materiellen Faktoren, bei dem, was jenseits von "Existenzsicherung" liegt, bei der Art und Weise zu denken und Gedanken auszudrücken, bei der Kommunikationsfähigkeit, der Fähigkeit, sich den "anderen" gegenüber auszudrücken und ihnen die eigenen Gedanken und Überzeugungen verständlich zu machen...[/QUOTE]

Kultur kann sich erst wirklich entwickeln, wenn man nicht permanent mit Existenzsicherung beschäftigt ist. Bei uns wird dieser Vorgang durch zunehmende Technisierung immer weiter vorangetrieben. Und Technologie kann sich dann erst entwickeln, wenn Kultur einen gewissen Entwicklungsstand erreicht hat. Wenn wie du es angesprochen hast, eine gewisse Kommunikationsfähigkeit und ein Austausch und eine Entfaltung von Gedanken möglich ist.



[QUOTE]bei den Griechen etwa war es die Philosophie, bei Ägyptern, Sumerern, Mayas, Indern, etc. ihre Erkenntnisse in der Astronomie, ihre Architektur, etc..."unsere" westliche Zivilisation hat ihren Zenit längst überschritten, die Phase, wo sie bedeutende Werke, etwa in der Literatur, Philosophie oder Kunst - hervorbrachte, ist lange vorbei...[/QUOTE]

Ohne Sklaventum und fehlende materielle Nöte vieler Philosophen wären deren gedankliche Leistungen größenteils nicht denkbar gewesen. Die Griechen oder Ägypter sind folglich ein eher schlechtes Beispiel.

Wenn man 5 Kinder und 3 Morgen Land versorgen muss, hat man nunmal keine Zeit sich mit Mathematik oder den Ursprung des Seins zu befassen, eben weil man die Zeit einfach nicht erübrigen kann. Viele der Philosophen hatten einfach die Zeit und ordentlich Langeweile.


Und mal ehrlich, was weißt du schon ernsthaft über den momentanen Stand der Philosophie und Literatur oder der Naturwissenschaften?


[QUOTE]...und dass die "westliche Zivilisation" eigentlich eine kleine Lektion in Demut verdient hätte...[/QUOTE]

Das sehe ich ähnlich, trotzdem macht die westliche Zivilisation nicht alles falsch, das muss man auch sehen. Es gebe zumindest viele Dinge, die ich anderswo auf der Welt vermissen würde.

[QUOTE]nein, es wäre am besten, wenn 2012 wirklich der von den Mayas offenbar seit langem vorrausberechnete Komet einschlägt...[/QUOTE]

Mal angenommen der Komet schlägt 2012 nicht auf der Erde ein, was ist dann?Was sagt uns das dann über die Maya?
PhilonShit, ich habe zu lange gewartet...als ich den Thread gelesen habe, hatte ich es im Gefühl gehabt, dass es darum ging...Maya und die 2012!

Wetten wir, dass dies der Anfang ist? Die Eso- und die Psychedelic-Fraktion wird demnächst richtig loslegen! Ach, das arme Philoforum!
OdessaLazerta, ein äußerst FriedeFreudeEierkuchen-Links-Öko-Eso-Ideologie befreiter Mann, der seit Jahren seine Ansichten auf diesem Forum klarmachte als "Lacerta" und "42" (oder war es in Buchstaben?), ist wirklich der Letzte, der gegen Fortschritt, Wissenschaft und eine bodenständige Sichtweise der Dinge generell wäre ;-)


Lazerta moj szarak, Dein Deutsch wird immer besser. Ich wünschte, ich könnte das von meinem Polnisch auch sagen :). Zum Beitrag: was ich von "den Linken" und ihrer "Psychologie" halte, weißt Du und ich habe es auf diesem Forum auch oft genug gepostet früher: ich halte von "denen" genausoviel oder genausowenig wie von allen anderen "denens" und "mans", denn ich möchte weder mich noch meine Ansichten in Sachen Leben, Politik, Gesellschaft und alles was dazu gehört in solche engen Ecken wie "links" oder "rechts" pressen. Ich bin auch politisch mehrdimensional, was heißt daß ich nur das als "gut" empfinde, was mir selbst, ohne eine Partei bzw. ihre -isms dafür zu brauchen, als richtig erscheint. Das kann manchmal eine Idee der Linken sein, das kann ein guter Vorschlag der SPD sein, das kann ein Sinn machendes Gesetz der CDU sein, das kann ein mich von seiner Menschlichkeit her überzeugender Politiker der FDP oder CSU oder der Tierschutzpartei sein und das kann auch mal eine mit "den Grünen" geteilte Ansicht sein.

So wenig, wie ich mich musikalisch in eine Szene und ihre einheitlichen (spießigst uniformierten Herden-)Spielregeln schieben lasse, so wenig lasse ich mich politisch in Ecken stellen. Und entsprechend zieht bei mir weder linke noch rechte Manipulation oder Psychologie, sondern immer nur eines: ist das vorgeschlagene Konzept, die ausgearbeitete (Gesetzes-)Vorlage oder die zur Diskussion gestellte Lebensphilosophie für mich selbst und im Idealfall auch für die allergrößte Mehrheit aller anderen Menschen und Tiere lebbar, gerecht, tragbar und ganz real.istisch umsetzbar, und überwiegen unter Abwägung aller Interessen, Vor- und Nachteile dann immer noch die Vorteile für eine Mehrheit? Ganz egal, ob das nun für Andere jeweils eine "linke" oder "liberale" oder "rechte" oder "grüne" Ecke ist, die sie vermeinen darin zu erkennen.
Waldemar[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]Ich bin auch politisch mehrdimensional, was heißt daß ich nur das als "gut" empfinde, was mir selbst, ohne eine Partei bzw. ihre -isms dafür zu brauchen, als richtig erscheint. Das kann manchmal eine Idee der Linken sein, das kann ein guter Vorschlag der SPD sein, das kann ein sinn machendes Gesetz der CDU sein und das kann auch mal eine mit "den Grünen" geteilte Ansicht sein.[/B][/QUOTE]

Neeeiiin Odessa. Wie kannst du nur so frivol sein. Keiner wird dich mehr einordnen können in diese schönen einfachen Schubladen. Was soll aus der Welt nur werden. Hunde und Katzen werden sich vertragen.. das Ende ist nah!

:eek: :)
Holy Diver[QUOTE][i]Original geschrieben von Lazerta [/i]
[B]
Das Fatale meiner späteren Entwicklung war nun: Weil ich die gesellschaftlichen Zwänge nicht überwinden konnte, eignete ich sie mir unbewusst an und warf der Gesellschaft zugleich vor diese zu missachten. Ich warf der Gesellschaft fehlende Toleranz gegenüber Minderheiten vor, auch Frauenfeindlichkeit, ich kämpfte für mehr Bildung, gegen Atomkraft, gegen Nazis und für Frieden. Als linke Bewegung fühlten wir uns so moralisch der Gesellschaft überlegen, dass wir aber etwas Entscheidendes übersehen haben: Unsere Normen und Werte waren bereits in der Gesellschaft im Wesentlichen akzeptiert. Auch war unsere Auflehnung gegen das System im Grunde keine. Mir mochten zwar vereinzelt mit Steinen schmeißen und aufgrund unserem Selbsthass es auf die gewaltsame Gegenreaktionen der Polizei abgesehen haben (Fightclub rulez!). Doch waren wir Linke im Gegenteil in den WESENTLICHSTEN Punkten der größte Fürsprecher der gesellschaftlichen Normen und Werte: Wir forderten die Eingliederung der Frau und ihre Gleichberechtigung im Arbeitsleben. Wir begrüßen den Zuzug von ausländischen Arbeitskräften und sprechen uns gegen Rassismus aus. Wir verlangen soziale Gerechtigkeit um soziale Unruhen zu verhindern. Wir befürworten den Kampf gegen Nazis und setzen uns für Frieden und Stabilität ein. Wir sind gegen Hass und Gewalt. Wir fordern die Abschaltung der Atomkraftwerke. Wir verlangen vom Einzelnen, dass er sich den gesellschaftlichen Zielen unterwirft. Wir fordern mehr Krippenplätze und mehr staatliche Erziehung. Sind das aber nicht alles Normen, welche von der Gesellschaft bereits akzeptiert und für das Überleben des Systems erforderlich sind? Ein Kapitalist teilt im WESENTLICHEN dieselben Normen und Werte wie wir Linken. Auch er ist gegen Krieg, für sozialen Frieden, gegen Rassismus, für die Eingliederung der Frau ins Arbeitsleben, gegen Grenzen, für mehr Freizügigkeit, für mehr Krippenplätze, aber nun auch gegen Bedrohung durch Atomkraftwerken, für die Unterordnung der Bedürfnisse des Einzelnen gegenüber die der Gesellschaft, usw. usf. Erstaunlich ist nur, dass wir Linke dies bisher nicht sehen konnten oder mochten. An der Freiheit liegt uns wenig, sonst hätten wir längst beispielsweise die Abschaffung der Anschnallpflicht gefordert. Stattdessen machen wir weiter wie bisher, indem wir unsere Kinder mit den selben Zwängen einengen und unser Defizit an Freiheit mit sexueller Enthemmung, Promiskuität, übermäßigem Drogenkonsum, Feierwut und sonstigem Eskapismus zu entfliehen versuchen. Unsere Gesellschaft ist tatsächlich relativ freizügig. Aber nur in jenen Punkten, welche das System nicht stören und auch nicht wichtig sind. Was für ein Desaster! Unser Machtbedürfnis versuchen wir dadurch zu stillen, indem wir die erfahrenen Zwänge an die nächste Generation weitergeben, überdurchschnittlich häufig Lehrer und Journalisten werden und der Gesellschaft unsere Vorstellungen einer schönen neuen Welt aufzudrängen versuchen. Wann aber erkennen wir endlich wohin unser Denken und Handeln tatsächlich führen wird?
Wacht auf! [/B][/QUOTE]


Oder in aller Kürze:
"Da der aristokratische Rebell genug zu essen hat,
muss es andere Gründe für seine Unzufriedenheit geben."
Bertrand Russell

Leider kannte Mr. Russell noch keine Anschnallgurtpflicht.
Davy Crockett[QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i]
Lass es mich mal probieren, mir ist grad langweilig ^^



Wenn du den Tod vorziehst, kannst du dich doch immer noch selber für den Freitod entscheiden.[/quote]

Das sehe ich auch so. Und die Entscheidung steht für mich definitiv...

[quote]Leute gibt´s auch, da beschwert er sich tatsächlich []darüber, dass man den Menschen das Lebensnotwendigste quasi schenkt.[/quote]

...schon wieder das Uralt-Totschlagargument eines Sarrazin-Jüngers und Hartz IV-Apologeten: denn das ist genau der Punkt, warum ich dieses fade Leben verabscheue und es beenden möchte...das "Lebensnotwendigste" ist mir leider zu wenig -viel zu wenig: ich will einfach mehr, viel mehr als das...

[quote]Natürlich muss in dieser Gesellschaft nicht mehr jeder arbeiten, nur warum sollte man sein Lebensglück von Ansichten anderer Menschen abhängig machen? Die wenigsten Menschen hier stört, dass du keiner regulären Berufstätigkeit nachgehst oder auch sonst nicht im materiellen Sinne "erfolgreich" bist, das tuen viele nicht.

Was einen ankotzt ist diese Heuchelei, einerseits willst du angeblich nicht so sein wie die anderen aber anderseits treibt dich im Kern genau das gleiche an, was du bei anderen kritisierst.[/quote]

..wo siehst du darin Heuchelei...?darin, dass ich ganz einfach ehrlich bin...? dass ich einräume, auch nicht besser zu sein als ihr kleinen materialistischen Systemstricher...?



[quote]Weil der Mensch über sowas wie Vorstellungskraft verfügt? Wie kann man über Radioaktivität und Atomkerne sprechen? Schließlich hat noch kein Mensch auf der Welt ein Atom mit eigenen Augen gesehen:rolleyes:

Einen Bauplan für eine Villa kriegt man schließlich auch auf ein Zeichenbrett und nachher muss man trotzdem nicht in einem Schuhkarton wohnen.

Aber vielleicht kommt man auch auf so eine Idee wenn man auf einem Berg steht , sich ein Dorf ansieht und auf einmal merkt, "hey von hier oben sieht das ganz anders aus" aber du hast vermutlich recht, wahrscheinlich haben die Aliens zu ihnen gesprochen.

Die Inkas sind doch auch nicht dümmer oder schlauer als wir gewesen.[/quote]

...sie sind vielleicht nicht schlauer gewesen...aber "Vorstellungskraft" allein reicht nicht, um Pyramiden und Tempel zu bauen...denn das konnten sie offensichtlich...



[quote]Jules Verne hat auch schon über Mondreisen und Tiefseeuboote geschrieben, lange bevor diese Dinge effektiv in die Wirklichkeit umgesetzt wurden, was willst du uns jetzt genau sagen? Wie hätte denn jemals auch nur ein Flugzeug in die Luft steigen können, wenn nie ein Visionär und Tüftler versucht hätte, diese bereits vorhandene Vorstellung umzusetzen. In der Phantasie war der Mensch immer schon deutlich weiter, als in der Wirklichkeit.[/quote]

Jules Verne schrieb davon zu einer Zeit, als diese Dinge in der "westlichen Zivilisation" bereits vorstellbar und ansatzweise Realität waren, als es beispielsweise schon Fernrohre, Kanonen und Schießpulver gab....nur wird bei "primitiven" Völkern wie Mayas oder Inkas einfach angenommen, dass sie noch längst nicht soweit waren...doch das scheint ein Irrtum zu sein...

[quote]In Comics und Filmen sind viele technische Errungenschaften der heutigen Zeit schon angesprochen worden, Jahrzehnte bevor sie Alltagsrealität wurden.[/quote]

...der "Comic" der Inka befinet sich auf der Hochebene von Nazca...und der hat eine Ausdehnung von etlichen Quadratkilometern und ist nur aus mehreren Metern Höhe zu "lesen"...



[quote]Das sagt mir, dass die Menschen immer schon voller Phantasie waren.[/quote]

...du scheinst mir ein wenig zuviel davon zu besitzen...



[quote]Das ist nicht der Punkt, der Punkt war die Kritik an unserer Gesellschaft und der Wunsch nach einem autonomeren Leben. Das wurde von Lazerta angesprochen und von Elementarsatz schließlich aufgegriffen. Nur wie will man tatsächlich behaupten können,autonom zu sein, wenn fast alles was man benutzt von anderen Menschen erdacht und erschaffen wurde und man diese Dinge überaupt nicht wirklich versteht?


Und selbst wenn es so ist wie du sagst, dass sie vorhanden sind ist auch nur denkbar dadurch, dass die Gesellschaft organisiert und reglementiert ist.[/quote]

...man kann auch einfach die enteignen, die es bereits haben..schon die Mayas, Azteken oder Inkas - sie haben auch nicht alles selbst geschaffen, was sie brauchten, sie konnten auf die Dienste zahlreicher Sklavenvölker zurückgreifen - ähnlich wie auch die Griechen oder die Römer...so stand denen, die wirklich Geist besassen, dieser für wirklich wichtiges zur Verfügung...ein paar Sklaven, damit die anderen frei sein konnten, für wirklich wichtige Dinge...heute wäre es nicht mehr nötig, man könnte alles "lebensnotwendige" allen umsonst zur Verfügung stellen und gut ist...es bedürfte dazu nur einer kleinen Anzahl von Experten, an Ingenieuren und Technikern, der Rest könnte sich getrost mit anderem befassen...die einzige Hürde ist der Mammonsgötze und dessen Dienerschaft, nur wenn es gelingt seine Herrschaft zu beenden, ihn zu stürzen, wäre es möglich...



[quote]Wenn du Inka oder Maya wärst, könntest du vermutlich gar nicht lesen und schreiben oder der an den du dich richten willst, könnte es nicht und Papyrus zum Beschreiben stände dir auch nicht in großen Mengen zur Verfügung und wenn, dann garantiert nicht genug, dass jeder Hinz und Kunz wie heutzutage einfach mal so eben alles niederschreibt, was ihm oder ihr in den Sinn kommt. Folglich gebe es vielleicht gar nicht die Möglichkeit ihn "verbal zur Sau zu machen"

Wahrscheinlich wärst du auch zu sehr mit den Geschäftigkeiten des normalen Lebens befangen, dass du gar nicht die Zeit hättest, andere mit deinem Unsinn zu belästigen.[/quote]

...vielleicht wäre ich ja auch Priester und gerade damit beschäftigt, irgend einem Großmaul das Herz aus der Brust zu schneiden oder ihn lebendig zu häuten...und dann könnte ich einfach die Haut zum schreiben benutzen...der Geist findet immer einen Weg, wenn ein Bedürfnis besteht...das solltest du nicht unterschätzen...



[quote]Kultur kann sich erst wirklich entwickeln, wenn man nicht permanent mit Existenzsicherung beschäftigt ist. Bei uns wird dieser Vorgang durch zunehmende Technisierung immer weiter vorangetrieben. Und Technologie kann sich dann erst entwickeln, wenn Kultur einen gewissen Entwicklungsstand erreicht hat. Wenn wie du es angesprochen hast, eine gewisse Kommunikationsfähigkeit und ein Austausch und eine Entfaltung von Gedanken möglich ist.[/quote]

..dennoch kommt dieser Prozess nur wenigen zugute...die Resultate des "Fortschritts" dienen einer kleinen Gruppe von Besitzenden, die sie in ihrem Sinne, nach ihrem Gutdünken verwerten und verwalten, und die Mehrheit davon ausschliessen und mit ein paar Krümeln abspeisen...siehst du in diesem Widerspruch zwischen Möglichkeit und Wirklichkeit in dieser Gesellschaft nicht einen Widerspruch, der nicht auf einen Mangel in ersterem Bereich -also der Möglichkeiten, bzw. wie Marx gesagt hat, der Produktivität, sondern deren mangelhafte/einseitige Umsetzung infolge der ideologischen Ausrichtung dieser Gesellschaft, rückfühbar ist...?





[quote]Ohne Sklaventum und fehlende materielle Nöte vieler Philosophen wären deren gedankliche Leistungen größenteils nicht denkbar gewesen. Die Griechen oder Ägypter sind folglich ein eher schlechtes Beispiel.

Wenn man 5 Kinder und 3 Morgen Land versorgen muss, hat man nunmal keine Zeit sich mit Mathematik oder den Ursprung des Seins zu befassen, eben weil man die Zeit einfach nicht erübrigen kann. Viele der Philosophen hatten einfach die Zeit und ordentlich Langeweile.[/quote]

...da siehst du mal, wie gut es ist keine Blagen zu haben - und wozu viel Zeit und Langeweile gut sein können...


[quote]Und mal ehrlich, was weißt du schon ernsthaft über den momentanen Stand der Philosophie und Literatur oder der Naturwissenschaften? [/quote]

...also über Literatur und Philosophie weiss ich hoffentlich eine ganze Menge - wenn dem nicht so wäre, dann müsste ich mich wirklich als Versager bezeichnen...über Naturwissenschaften, nun, da würde mich als "Laie" bezeichnen, da ich kein naturwissenschaftliches Fach studiert habe...aber dennoch interessiert mich sowohl die Geschichte der Naturwissenschaften , alsauch das, woran dort aktuell geforscht wird, wobei ich sicherlich nur einen Bruchteil davon wirklich verstehe..was ich aber auch gar nicht muss, um auch Konzepte und Ideen, die dort geboren werden, zu hinterfagen und zu kritisieren...denn auch die Naturwissenschaft ist nicht unfehlbar, hat in der Vergangenheit immer wieder Irrtümer und Fehler begangen und wird es auch in Zukunft tun...




[quote]Mal angenommen der Komet schlägt 2012 nicht auf der Erde ein, was ist dann?Was sagt uns das dann über die Maya? [/B][/QUOTE]

...da gäbe es gleich mehrere Möglichkeiten:

1. es sagt vielleicht gar nichts über sie - sondern über die Forscher, die den Maya-Kalender falsch interpretiert, bzw. das Ausgangsdatum, also den Beginn der drei miteinander interagierenden Zählsysteme [I]Haab[/I], [I]Tzolkin[/I] und [I]Long Count[/I], falsch berechnet haben...

2. das Datum zwar stimmt aber die Aussage fehlintepretiert wurde: der "Neubeginn" des Kalenders, derf Beginn des neuen "Zyklus" eine ganz andere Bedeutung hat...das wäre dann ein Problem der Auslegung, eben der Interpretation der fehlerhaften Intepretation der Maya-Quellen...

3. Dass die Angaben der Maya-Quellen, oder das Kalendersystem selbst tasächlich fehlerhaft sind...was zwar unwahrscheinlich, aber dennoch möglich ist...doch selbst das hätte nicht grundsätzlich zur Folge, alles andere als falsch anzusehen, was von den Maya überliefert ist...
Kampfsau[QUOTE]...schon wieder das Uralt-Totschlagargument eines Sarrazin-Jüngers und Hartz IV-Apologeten: denn das ist genau der Punkt, warum ich dieses fade Leben verabscheue und es beenden möchte...das "Lebensnotwendigste" ist mir leider zu wenig -viel zu wenig: ich will einfach mehr, viel mehr als das...[/QUOTE]

Was erwartest du denn, dass man dir alles schenkt ohne dass du etwas dafür tun musst?Mir persönlich ist es schon zuviel, dass man irgendwelchen nutzlosen Beamten, Politikern ,Adeligen und Großkapitalbesitzern das Geld hinten im Überfluss reinschiebt.

Wenn man den Leuten das Lebensnotwendigste gibt, Unterkunft, Nahrung, Kleidung und medizinische Versorgung, dann ist das doch schonmal nicht schlecht. Man könnte natürlich noch mehr für die Bevölkerung tun. Freie Büchereien, Jugendtreffs, Vereine, mehr Parks und Sportplätze, besser ausgebauter Nah- und Fernverkehr,Kultur, Unterhaltung und dergleichen für alle, prinzipiell finde ich den Gedanken Eigeninitiative zu fordern aber gar nicht schlecht.

Wenn man mehr will als andere, dann muss man halt etwas mehr dafür tun

[QUOTE]..wo siehst du darin Heuchelei...?darin, dass ich ganz einfach ehrlich bin...? dass ich einräume, auch nicht besser zu sein als ihr kleinen materialistischen Systemstricher...?[/QUOTE]

[QUOTE]...sie sind vielleicht nicht schlauer gewesen...aber "Vorstellungskraft" allein reicht nicht, um Pyramiden und Tempel zu bauen...denn das konnten sie offensichtlich...[/QUOTE]

Stimmt, man braucht dazu auch jede Menge Baumaterial, mehrere Jahrzehnte lang Zeit und eine Unmenge an (Sklaven-)arbeitern von denen dann auch immer ein paar bei der Schufterei draufgegangen sind.

[QUOTE] Jules Verne schrieb davon zu einer Zeit, als diese Dinge in der "westlichen Zivilisation" bereits vorstellbar und ansatzweise Realität waren, als es beispielsweise schon Fernrohre, Kanonen und Schießpulver gab....nur wird bei "primitiven" Völkern wie Mayas oder Inkas einfach angenommen, dass sie noch längst nicht soweit waren...doch das scheint ein Irrtum zu sein...[/QUOTE]

Man kann doch viele Vorstellungen haben, wir träumen schon seit vielen vielen Jahren von Kernfusionsreaktoren, schon im 19ten Jahrhundert träumte man von Reisen in den Weltraum. In Star Trek gibt es das beamen und Maschinen, die Energie beliebig in Materie umformen können, so dass man nen White Russian mit Eiswürfeln bekommen kann, wenn man das will. Das ist natürlich "noch" nicht umsetzbar aber man kann auch nicht ausschließen, dass es innerhalb dieses Jahrhunderts einen voll funktionsfähigen Kernfusionsreaktor geben könnte. Einzelne Photonen konnten bereits in Versuchen transportiert werden.

Du redest hier von Amuletten die angeblich wie Flugzeuge aussehen und Vimanas die an heutige Technologie erinnern könnten. Fakt ist doch, dass sie das trotz der Vorstellung eben nicht umsetzen konnten, die Inka haben eben keine richtige Luftfahrt entwickelt, genauso wie wir trotz Star Trek noch keine intergalaktischen Reisen durchführen können.

[QUOTE]...der "Comic" der Inka befinet sich auf der Hochebene von Nazca...und der hat eine Ausdehnung von etlichen Quadratkilometern und ist nur aus mehreren Metern Höhe zu "lesen"...[/QUOTE]

Ja und? Das heißt doch auch nur, dass man sich eine Heidenarbeit gemacht hat, trotzdem weiß ich nicht, was daran jetzt so unmöglich sein soll?

Menschen haben doch permanent Dinge getan, die nicht unbedingt einem Zweck dienten,sondern einfach nur die Grenzen dessen ausloten sollten, was ihre Zivilisation erreichen konnte. Heutzutage bauen wir ein Megahochaus nach dem anderen, ein Prestigebauwerk nach dem anderen, dann standen die Inka uns in diesem Bestreben halt in nichts nach. Nur dass die halt ihr Land mit ihren Zeichnungen tapeziert haben.

[QUOTE]...du scheinst mir ein wenig zuviel davon zu besitzen...[/QUOTE]

Ich sehe es als Kompliment an, wenn man mich als Phantasievoll bezeichnet. Du warst doch derjenige der hier von Vimanas schrieb , auch wenn immer noch nicht genau klar ist, was du damit jetzt ausdrücken wolltest.

[QUOTE]...man kann auch einfach die enteignen, die es bereits haben..schon die Mayas, Azteken oder Inkas - sie haben auch nicht alles selbst geschaffen, was sie brauchten, sie konnten auf die Dienste zahlreicher Sklavenvölker zurückgreifen - ähnlich wie auch die Griechen oder die Römer..[/QUOTE]

Okay, also ist Sklavenhaltung doch okay?

[QUOTE].so stand denen, die wirklich Geist besassen, dieser für wirklich wichtiges zur Verfügung...ein paar Sklaven, damit die anderen frei sein konnten, für wirklich wichtige Dinge...heute wäre es nicht mehr nötig, man könnte alles "lebensnotwendige" allen umsonst zur Verfügung stellen und gut ist...es bedürfte dazu nur einer kleinen Anzahl von Experten, an Ingenieuren und Technikern, der Rest könnte sich getrost mit anderem befassen...die einzige Hürde ist der Mammonsgötze und dessen Dienerschaft, nur wenn es gelingt seine Herrschaft zu beenden, ihn zu stürzen, wäre es möglich...[/QUOTE]

Weißt du, das habe ich schon mehrmals angeschrieben in anderen Threads und ich sehe das genauso wie du. Es wird zu sehr unnötiger Scheiß produziert und entwickelt, anstatt sich auf das zu konzentrieren, was Menschen wirklich glücklicher machen würde oder allen ein besseres Leben versprechen würde.

Ich hab mir auch überlegt, wie man die wenigen "Experten" dann auch für das kompensieren könnte was sie tun. Schließlich müssten immer weniger Leute immer mehr wissen, weil diese Technik von der alle profitieren unheimlich anspruchsvoll ist. Und wenn das Wohl vieler von wenigen abhängt, sammelt sich wieder Machtpotential in den Händen weniger. Stellt sich halt die Frage, ob Techniker, Ingenieure und Ärzte dann weniger schlimm wären als die Wirtschaftsbonzen und Lobbyisten die heute zuviel Macht haben.

[QUOTE]...vielleicht wäre ich ja auch Priester und gerade damit beschäftigt, irgend einem Großmaul das Herz aus der Brust zu schneiden oder ihn lebendig zu häuten...und dann könnte ich einfach die Haut zum schreiben benutzen...der Geist findet immer einen Weg, wenn ein Bedürfnis besteht...das solltest du nicht unterschätzen...[/QUOTE]

Und vielleicht würde man genau das mit dir machen? Aber könnte dann ja auch sein, dass dann irgendwann ein paar hundert Spanier über den Atlantik segeln und deine gesamte Zivilisation in den Niedergang treiben. Die Spanier hätte man wohl auch nicht unterschätzen sollen .

[QUOTE]...siehst du in diesem Widerspruch zwischen Möglichkeit und Wirklichkeit in dieser Gesellschaft nicht einen Widerspruch, der nicht auf einen Mangel in ersterem Bereich -also der Möglichkeiten, bzw. wie Marx gesagt hat, der Produktivität, sondern deren mangelhafte/einseitige Umsetzung infolge der ideologischen Ausrichtung dieser Gesellschaft, rückfühbar ist...?[/QUOTE]

Ich sehe den Widerspruch. Es wäre in der Tat mehr Möglich, die Entwicklung könnte sicherlich auch Jahrzehnte weiter sein als sie ist, wenn unsere schlauesten Köpfe an wirklich wichtigen Patenten arbeiten würde, anstatt die Karosserie der nächsten Golfgeneration zu entwickeln oder Produkte absichtlich fehlerhaft zu entwerfen, damit man irgendwann neue kaufen muss.


[QUOTE]...da siehst du mal, wie gut es ist keine Blagen zu haben - und wozu viel Zeit und Langeweile gut sein können...[/QUOTE]

Das ist korrekt, nur anstatt in die Wissenschaft zu gehen oder sich anderweitig aktiv zu machen, gibt es heutzutage viele andere Arten der Zerstreuungen die unheimlich viel Zeit in Anspruch nehmen, mal ehrlich, wer befasst sich heute in seiner Freizeit noch mit mathematischen Fragestellungen?

[QUOTE]...also über Literatur und Philosophie weiss ich hoffentlich eine ganze Menge - wenn dem nicht so wäre, dann müsste ich mich wirklich als Versager bezeichnen...[/QUOTE]

ich muss gestehen, ich wäre alleine in Mathematik nicht wissend genug, um z.B. einige Philosophen des 20ten Jahrhunderts nachvollziehen zu können.


[QUOTE]über Naturwissenschaften, nun, da würde mich als "Laie" bezeichnen, da ich kein naturwissenschaftliches Fach studiert habe...aber dennoch interessiert mich sowohl die Geschichte der Naturwissenschaften , alsauch das, woran dort aktuell geforscht wird, wobei ich sicherlich nur einen Bruchteil davon wirklich verstehe..was ich aber auch gar nicht muss, um auch Konzepte und Ideen, die dort geboren werden, zu hinterfagen und zu kritisieren...[/QUOTE]

Du musst etwas nicht verstehen, um etwas zu hinterfragen? Ich finde Naturwissenschaften sind extrem abstrakt, sie werden abstrakter je weiter man zu des Pudels Kern vordringt. Ich meine welcher Mensch kann einem schon genau sagen, wie das Rutherford´sche Atommodell aussieht, auch wenn das noch vergleichsweise einfach ist? Bestimmt die meisten Menschen. Wenn man dann von Richtungsquantenzahlen, Orbitalen,Quarks usw anfängt, dann wissen schon viele Oberstufenschüler nicht mehr worum es geht, die haben die Begriffe mal gehört, können diese aber nicht einordnen und erklären.

Wie kann man dann also sagen, dass es z.B. in der letzten Jahrzehnten keine nennenswerten Erkenntnisse und Theorien mehr gab, wenn man nichtmal von dem was die Menschheit vor z.B. 80-100 Jahren wusste, wirklich eine Ahnung hat ?
Kampfsau[QUOTE]...da gäbe es gleich mehrere Möglichkeiten:

1. es sagt vielleicht gar nichts über sie - sondern über die Forscher, die den Maya-Kalender falsch interpretiert, bzw. das Ausgangsdatum, also den Beginn der drei miteinander interagierenden Zählsysteme Haab, Tzolkin und Long Count, falsch berechnet haben...

2. das Datum zwar stimmt aber die Aussage fehlintepretiert wurde: der "Neubeginn" des Kalenders, derf Beginn des neuen "Zyklus" eine ganz andere Bedeutung hat...das wäre dann ein Problem der Auslegung, eben der Interpretation der fehlerhaften Intepretation der Maya-Quellen...

3. Dass die Angaben der Maya-Quellen, oder das Kalendersystem selbst tasächlich fehlerhaft sind...was zwar unwahrscheinlich, aber dennoch möglich ist...doch selbst das hätte nicht grundsätzlich zur Folge, alles andere als falsch anzusehen, was von den Maya überliefert ist...[/QUOTE]

oder

4. Dass die Maya sich geirrt haben und es einfach nicht stimmt
Waldemar[QUOTE]Was erwartest du denn, dass man dir alles schenkt ohne dass du etwas dafür tun musst?Mir persönlich ist es schon zuviel, dass man irgendwelchen nutzlosen Beamten, Politikern ,Adeligen und Großkapitalbesitzern das Geld hinten im Überfluss reinschiebt.[/QUOTE]

Dann hast du leider den Kapitalismus überhaupt nicht verstanden.. braucht man auch nicht. Er kennt keine Moral keine Nationalität und das ist der Geist des Geldes: Geld deckt das Geld. Arbeit hat und ihre Bewertungen sind an deine moralische Vorstellung gebunden, die nichts mit der Realität mehr am Hut hat..
Davy Crockett[QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i]

Was erwartest du denn, dass man dir alles schenkt ohne dass du etwas dafür tun musst?Mir persönlich ist es schon zuviel, dass man irgendwelchen nutzlosen Beamten, Politikern ,Adeligen und Großkapitalbesitzern das Geld hinten im Überfluss reinschiebt.[/quote]

...siehst du...? bei denen ist auf einmal möglich, was anderswo -angeblich - nicht geht...das ganze Beamtengesocks und Bonzenpack hat es nicht nötig, um irgend etwas zu betteln - die bekommen es, ohne irgendetwas dafür zu tun, das irgendwem nützt ausser ihnen selbst und den Herrschenden...das Lebensnotwendige für alle und zwar umsonst -das wäre schon o.k., doch das allein schon widerspricht dem Geist des Kapitalismus...Hartz IV ist gerade das Gegenteil davon, denn damit soll nur erreicht werden dass ebenjenes Pack -korrupte Beamte und Bankiers, Börsenspekulanten, schikanöse ARGE-Mitarbeiter und ähnlicher Abhub der Menschheit auf seinem gutbezahlten und staatlich übersubventionierten Posten weiterhin sein Auskommen findet...

[quote]Wenn man den Leuten das Lebensnotwendigste gibt, Unterkunft, Nahrung, Kleidung und medizinische Versorgung, dann ist das doch schonmal nicht schlecht. Man könnte natürlich noch mehr für die Bevölkerung tun. Freie Büchereien, Jugendtreffs, Vereine, mehr Parks und Sportplätze, besser ausgebauter Nah- und Fernverkehr,Kultur, Unterhaltung und dergleichen für alle, prinzipiell finde ich den Gedanken Eigeninitiative zu fordern aber gar nicht schlecht.

Wenn man mehr will als andere, dann muss man halt etwas mehr dafür tun[/quote]

...gut, das wäre vielleicht ein brauchbarer Ansatz, und sicherlich würde es weit mehr Menschen geben, die bereit wären derartiges zu unterstützen - wenn der Zwang zur Lohnsklaverei erst einmal entfällt, wenn Zeit und gedanklicher Raum für andere Wege frei wird...Menschen hätten einfach die nötige Zeit und vermutlich auch ungleich mehr Motivation, nach Alternativen zum bestehenden imperialistischen Herrschaftssystem zu suchen, wenn sie sich nicht mehr in dem extrem engessteckten Rahmen von Staat und Kapital als Bezugspunkten bewegen müssten...



[quote]Du redest hier von Amuletten die angeblich wie Flugzeuge aussehen und Vimanas die an heutige Technologie erinnern könnten. Fakt ist doch, dass sie das trotz der Vorstellung eben nicht umsetzen konnten, die Inka haben eben keine richtige Luftfahrt entwickelt, genauso wie wir trotz Star Trek noch keine intergalaktischen Reisen durchführen können.[/quote]

...es gibt diese Dinge, ja, doch welche Bedeutung sie genau haben, ist unklar...ob es sich nun um Ausgeburten der Phantasie handelt oder ob ein realer Hintergrund besteht, weiss wohl niemand....



[quote]Okay, also ist Sklavenhaltung doch okay?[/quote]

...in der Epoche der Azteken und Inkas, ebenso wie in Rom oder bei den Griechen war sie notwendig, damit diese Kulturen entstehen und sich zu dem entwickeln konnten, was sie waren...notwendig ja, aber deswegen nicht gut...doch für die Zeit und angesichts der Resultate womöglich ein akzeptabler Preis...doch heute ist die Situation völlig anders beschaffen...es wäre längst möglich, jede Form von Sklaverei restlos abzuschaffen und dennoch allen Menschen ein glückliches Leben zu ermöglichen - und genau das wird nicht getan, trotz der längst bestehenden Möglichkeiten dazu...das Verbrechen des Kapitalismus besteht darin, die Resultate des von ihm tatsächlich herbeigeführten immensen Fortschritts in Wissenschaft und Technik den Menschen vorzuenthalten...in vorindustriellen Epochen waren Sklaverei und Leibeigenschaft teilweise ebenso unvermeidlich wie Armut oder Seuchen...heute ist all das vermeidbar...doch es wird nicht vermieden, sondern Armut gezielt als Druckmittel zur Erpressung und zur Durchsetzung von imperialistischen und staatlichen Herrschaftsinteressen eingesetzt - und genau ab da handelt das System kriminell...




[quote]Du musst etwas nicht verstehen, um etwas zu hinterfragen? Ich finde Naturwissenschaften sind extrem abstrakt, sie werden abstrakter je weiter man zu des Pudels Kern vordringt. Ich meine welcher Mensch kann einem schon genau sagen, wie das Rutherford´sche Atommodell aussieht, auch wenn das noch vergleichsweise einfach ist? Bestimmt die meisten Menschen. Wenn man dann von Richtungsquantenzahlen, Orbitalen,Quarks usw anfängt, dann wissen schon viele Oberstufenschüler nicht mehr worum es geht, die haben die Begriffe mal gehört, können diese aber nicht einordnen und erklären.

Wie kann man dann also sagen, dass es z.B. in der letzten Jahrzehnten keine nennenswerten Erkenntnisse und Theorien mehr gab, wenn man nichtmal von dem was die Menschheit vor z.B. 80-100 Jahren wusste, wirklich eine Ahnung hat ? [/B][/QUOTE]

Die Frage dabei ist, ob die, die diese Theorien entwickeln, sie selbst überhaupt noch verstehen können...? ich habe da durchaus berechtigte Zweifel...denn sehr viele dieser extrem abstrakten Modelle sind vor allem eines: nicht beweisbar und völlig hypothetisch...die Kritik setzt nicht unbedingt vorraus, etwas inhaltlich zu verstehen, sie kann gerade da ansetzen, dass etwas nicht mehr verstehbar ist...denn ein Kriterium für eine wirklich brauchbare wissenschaftliche These ist leichte Nachvollziehbarkeit, bzw. Schlüssigkeit...und das bedeutet im Klartext, dass sie möglichst einfach zu sein, auf möglichst wenigen Ausgangsannahmen zu basieren hat..und vieles was heute so an abgehobenen Theorien herumspukt, ist das Gegenteil von Klarheit...
Seidenspinner[QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i]
[B]Shit, ich habe zu lange gewartet...als ich den Thread gelesen habe, hatte ich es im Gefühl gehabt, dass es darum ging...Maya und die 2012! ...[/B][/QUOTE]
Linke interessieren sich nun einmal für Maya (Ausländer). :D
LazertaÖhm Kinder, was wird das hier ?
PhilonLazerta hat Recht...[URL=http://www.stupidedia.org/stupi/Westliche_Zivilisation]westliche Welt[/URL]
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i]
[B]Ich bin schon mal auf diesen Däniken-Quatsch eingegangen und habe an solchen Scheingefechten kein Interesse.

Wer diesem Unsinn wirklich auf den Leim geht, findet bei esowatch erste Hilfe. [/B][/QUOTE]

Ja ich weiss, du hast eine schwierige Aufgabe und wenn du das nächste Mal deinen ausserirdischen Vorgesetzten über unser Verhalten berichtest, bitte lege ein gutes Wort ein.
Wir sind ja noch soo klein und dumm wie beim letzten Besuch der Forschungseinheit "Wrkjzirkkl IV"

@Lazerta
Dein Weg ist nicht ausdrücklich links oder rechts.
So ist halt das Leben und was dich stört streife doch einfach ab und mache nicht August Bebel, Herbert Wehner oder muhaha Frau Lötzsch dafür verantwortlich, dass du im richtigen Moment die Klappe nicht aufkriegst (vermutlich z.B. in Gegenwart von Mädchen).
Lazerta[QUOTE]@Lazerta
Dein Weg ist nicht ausdrücklich links oder rechts.
So ist halt das Leben und was dich stört streife doch einfach ab und mache nicht August Bebel, Herbert Wehner oder muhaha Frau Lötzsch dafür verantwortlich, dass du im richtigen Moment die Klappe nicht aufkriegst (vermutlich z.B. in Gegenwart von Mädchen).[/QUOTE]
Ich möchte mit diesem Thema nicht mein, sondern das Denken und Handeln eines Großteils der Bevölkerung im Sinne dieses Unterforums erklären versuchen. Fragen wie: Wieso neigen linke Bewegungen und viele ihrer Anhänger zu Totalitarismus, warum liebäugeln sie mit kollektivistischen Ideen, weshalb sind psychologische Erkrankungen in Industrienationen weit verbreitet, warum ist oft Selbsthass und Destruktivität bei diesen vorzufinden? Ich habe als Advocatus Diaboli die Ich-Form im Eingangspost gewählt, um Lesern die Identifikation und somit Selbsterkenntnis zu erleichtern. Natürlich ist der Begriff "Linker" recht schemenhaft und breit gefächert. Trotzdem kann man jenes beschriebene Verhalten vornehmlich bei denen feststellen, welche sich als Feministen, Anhänger von Schwulenbewegungen, Political Correctness, etc. verstehen, also im eher linken politischen Spektrum anzutreffen sind. Natürlich gibt es viele Ausnahmen, welche sich als Linke verstehen, aber nicht dem beschriebenen linken Typus entsprechen. Doch der allgemeine Charakter der linken Bewegung tut dies sehr wohl. Es hat seine psychologischen Gründe, weshalb in der Menschheitsgeschichte sozialistische und kommunistische Ideen stets im Totalitarimus endeten. Ich würde diese Gründe gerne durch eine rege Diskussion verteidigen und näher erläutern wollen.

EDIT: Leider sehe ich erst jetzt einige lesenswerten Beiträge wie von Elementarsatz und Odessa, welche auf das eigentliche Thema eingegangen sind. Tut mir leid hierfür. Als die Diskussion sich hier um E.T. Mayas, Azteken und Inkas drehte habe ich mich von der Diskussion ausgeklinkt und diese glatt übersehen. Ich will aber darauf eingehen, sobald ich kann.
PaperboyK.Ich stimme dir zu, ohne jetzt die Diskussion weit verfolgt zu haben, ich hab eigentlich nur den Haupttext gelesen, dass die Bewegung, die sich Links nennt, nicht viel mehr als das zweite Gesicht der industrialisierten Welt ist.
An sich genau das selbe, nur mit anderen Worten.
Interessant das ich das hier finde, ich schreib grad mit nem Kumpel an einem Drehbuch, nur zum Spaß, aber ein bisschen größer aufgemacht, wo es auch zu Teil genau um dieses Thema geht, dass ich hier auch rausgelesen hab:
Realität vs Idealismus.
Zwänge von Menschen, das eigentliche, ursprüngliche "tierische", und das moderne, dass aus der Macht über die Welt folgt.
Interessantes Thema, mir hat dein Text sehr gefallen.
Davy Crockett[QUOTE][i]Original geschrieben von Lazerta [/i]

Bisher hat noch niemand das Ziel dieses Threads verstanden. Ich möchte mit diesem nämlich nicht mein, sondern das Denken und Handeln eines Großteils der Bevölkerung im Sinne dieses Unterforums erklären versuchen. Fragen wie: Wieso neigen linke Bewegungen und viele ihrer Anhänger zu Totalitarismus, warum liebäugeln sie mit kollektivistischen Ideen, weshalb sind psychologische Erkrankungen in Industrienationen weit verbreitet, warum ist oft Selbsthass und Destruktivität bei diesen vorzufinden? Ich habe als Advocatus Diaboli die Ich-Form im Eingangspost gewählt, um Lesern die Identifikation und somit Selbsterkenntnis zu erleichtern. Natürlich ist der Begriff "Linker" recht schemenhaft und breit gefächert. Trotzdem kann man jenes beschriebene Verhalten vornehmlich bei denen feststellen, welche sich als Feministen, Anhänger von Schwulenbewegungen, Political Correctness, etc. verstehen, also im eher linken politischen Spektrum anzutreffen sind. Natürlich gibt es viele Ausnahmen, welche sich als Linke verstehen, aber nicht dem beschriebenen linken Typus entsprechen. Doch der allgemeine Charakter der linken Bewegung tut dies sehr wohl. Es hat seine psychologischen Gründe, weshalb in der Menschheitsgeschichte sozialistische und kommunistische Ideen stets im Totalitarimus endeten. Ich würde diese Gründe gerne durch eine rege Diskussion verteidigen und näher erläutern wollen. [/QUOTE]

...keines der von dir benannten Kriterien trifft auf "linke Bewegungen" im allgemeinen zu - ebensownig kann man sie bei speziellen Einzelpersonen hier wie anderswo konkret nachweisen...das ist schon deshalb unmöglich, weil die von dir angelegte "Schablone" unbrauchbar ist...denn du greifst bei deiner Charakterisierung auf Unterstellungen, bewusst unscharf formulierte, in ihrem Sinn entstellte oder schlichtweg fehlerhafte Begrifflichkeiten zurück:
...was verstehst du denn unter "Totalitarismus" und "kollektivistischen Ideen"....? - und welche angeblich "linken Bewegungen" verfolgen sie deiner Ansicht nach...? wenn du solche Behauptungen schon in derart verallgemeinernder Form in den Raum stellst, dann hätte ich gern schon ein paar Beispiele, wo du diese Phänomene ganz konkret am Werk siehst...und ich hätte ebenso gern den Beweis ihrer Abwesenheit im Kapitalismus von dir erbracht...denn das, was du uns hier im ersten Anlauf offenkundig verschweigst, indem du den Finger auf die "bösen, bösen kollektivistischen Linken" hältst, ist natürlich der Versuch, den Kapitalismus umso besser, weil noch "alternativloser" dastehen zu lassen...

...
Ikarus[QUOTE][i]Original geschrieben von Lazerta [/i]
Wieso neigen linke Bewegungen und viele ihrer Anhänger zu Totalitarismus, warum liebäugeln sie mit kollektivistischen Ideen?[/QUOTE]

Das halte ich für ein bösartiges Gerücht auf dümmsten Axel Springer-Niveau. Da Du vermutlich aber auch Deutschland bist (Kollektivismus pur), sei dir das verziehen. Alle mir bekannten "linken" Bewegungen sind Friedens- und Freiheitsbewegungen. Kannst Du mir eine "rechte" Revolution nennen? Dem gemeinen "Linken" ging es nie um kollektivistisches Untertanen-Dasein, der offensichtlich auch deiner Ideologie entspricht (ansonsten würdest Du das jetzige System konsequent ablehnen) sondern um Selbstbestimmung. Links steht nicht für Norm, sondern für Alternative und Vielfalt. Internationalismus statt Nationalismus und Multi-Kulti statt deutscher Leitkultur (Kollektivismus pur) sind nur zwei Beispiele um den Wesenskern linker Ideologie zu kennzeichnen. Der gemeine "Linke" war schon immer derjenige, der aus der Reihe tanzt. Gleichberechtigung und Gleichwertigkeit von Menschen hat mit Kollektivismus rein gar nichts zu tun. Kollektivismus bedeutet tatsächlich Unfreiheit für 99% der Weltbevölkerung. Du leidest unter extremen Realitätsverlust. Vielleicht brauchst gerade Du einen Psychologen? Die meisten Kollektivisten die sich einreden, sie seien Individualisten, sind Opfer ihrer eigenen verquerten Ideologie.

PS: Wer stand zu SED-Zeiten eigentlich links? Die Staats-Bonzen der Honecker-Etage oder diejenigen, die sie gestürzt (und anschließend reformiert) haben? Drei Mal darfst Du raten.
Seidenspinner[QUOTE][i]Original geschrieben von Lazerta [/i]
Bisher hat noch niemand das Ziel dieses Threads verstanden. ...[/quote]
ZOMFG

[quote]... Es hat seine psychologischen Gründe, weshalb in der Menschheitsgeschichte sozialistische und kommunistische Ideen stets im Totalitarimus endeten. ... [/QUOTE]
Na, da bin ich ja mal gespannt, welche Leute sich mit Dir über die Psychopathologie der (krankhaften) Linken unterhalten wollen. ^^
Lazerta[QUOTE][i]Original geschrieben von Davy Crockett [/i]
...keines der von dir benannten Kriterien trifft auf "linke Bewegungen" im allgemeinen zu - ebensownig kann man sie bei speziellen Einzelpersonen hier wie anderswo konkret nachweisen...das ist schon deshalb unmöglich, weil die von dir angelegte "Schablone" unbrauchbar ist...denn du greifst bei deiner Charakterisierung auf Unterstellungen, bewusst unscharf formulierte, in ihrem Sinn entstellte oder schlichtweg fehlerhafte Begrifflichkeiten zurück:[/QUOTE]Deine Meinung deckt sich mit meiner vorherigen Klarstellung: Dass der Begriff "Linker" tatsächlich recht schemenhaft und breit gefächert ist und eine klar umrissene Definition unmöglich ist. Du hast recht wenn du sagst, eine Schablone sei unbrauchbar. Doch ging es mir auch nie darum eine solche Schablone am einzelnen Linken anzulegen. Natürlich gibt es viele, welche sich in ihrem Selbstverständnis als Linke betrachten und dem durchschnittlichem Typus nicht entsprechen, indem sie z.B. den Liberalismus befürworten, für laschere Waffengesetze eintreten, den Wettbewerb gutheißen. Auch können Linke Feminismus, Internationalismus, Multikulti, Gleichstellung von Mann und Frau, gleichgeschlechtliche Heirat, "political correctness" ablehnen. Das ändert aber nichts daran, dass z.B. Anhänger des Feminismus, der Schwulenbewegung und der "Political Correctness" überwiegend links sind. Dass vereinzelt linke Merkmale bei Nicht-linken anzutreffen sind ändert auch nichts daran. Es sei denn man lehnt die Begriffe Links und Recht grundsätzlich ab, da man diese für reine Worthülsen hält. Ich glaub, selbst du würdest nicht so weit gehen.
Mit meiner Interpretation was eine linke Bewegung ausmacht wollte ich auch nie einen jeden Linken in ein Schema pressen. Ich wollte vielmehr den psychologischen Charakter der linken Bewegung als ganzes beleuchten und aufzeigen, dass diese eine totalitäre Richtung ist, selbst dann, wenn viele Linke ihren Willen niemandem aufzwingen wollten und tolerant sind. Diesen Drang der linken Bewegung als ganzem, eben anderen ihren Willen aufzudrängen, kann man erkennen wenn man nicht jeden einzelnen Linken aus der Nähe betrachtet. Anderen seinen Willen aufzudrängen ist Totalitarismus und dieser Totalitarismus ist, wie PaperboyK. formuliert hat, das zweite Gesicht des industriellen Systems.
[QUOTE]Ich stimme dir zu, ohne jetzt die Diskussion weit verfolgt zu haben, ich hab eigentlich nur den Haupttext gelesen, dass die Bewegung, die sich Links nennt, nicht viel mehr als das zweite Gesicht der industrialisierten Welt ist.[/QUOTE]


[QUOTE][i]Original geschrieben von Davy Crockett [/i]
...was verstehst du denn unter "Totalitarismus" und "kollektivistischen Ideen"....? - und welche angeblich "linken Bewegungen" verfolgen sie deiner Ansicht nach...? wenn du solche Behauptungen schon in derart verallgemeinernder Form in den Raum stellst, dann hätte ich gern schon ein paar Beispiele, wo du diese Phänomene ganz konkret am Werk siehst...und ich hätte ebenso gern den Beweis ihrer Abwesenheit im Kapitalismus von dir erbracht...denn das, was du uns hier im ersten Anlauf offenkundig verschweigst, indem du den Finger auf die "bösen, bösen kollektivistischen Linken" hältst, ist natürlich der Versuch, den Kapitalismus umso besser, weil noch "alternativloser" dastehen zu lassen...
... [/QUOTE] Ich will den Kapitalismus nicht dadurch besser aussehen lassen, nur weil ich auf anderen Seite den sozialistischen Kollektivismus ablehne (Der Sozialismus ist ein Beispiel für den Kollektivmus). Wieso sollte ich außerdem den Beweis der Abwesenheit beschriebener Phänomene im Kapitalismus erbringen? Der Kapitalismus ist in seiner Eigenart ebenfalls kollektivistisch, in welchem der Einzelne sich also den Interessen der Allgemeinheit unterzuordnen hat. Warum? Wenn der Kapitalismus den Individualismus als oberstes Prinzip erhoben hätte, dann frage ich mich, wieso die Gesellschaft in diesem kapitalistischem System auf Arbeitslose und bildungsferne herabschaut und Steuer"sünder" verfolgt. Subtil wird jedem Menschen in diesem kapitalistischem System klargemacht, dass er zu lernen, zu arbeiten, gesetzeskonform zu verhalten und steuern zu zahlen hat. Er soll sich also den Interessen der Allgemeinheit unterordnen. Das ist Kollektivismus und dieser ist bei den Linken im Prinzip derselbe. Der Linke betont die Pflicht des Einzelnen, der Gesellschaft zu dienen und die Pflicht der Gesellschaft, den Einzelnen zu schützen. Dieses Bedürfnis im starken Kollektiv aufzugehen ist bei vielen Linken zu beobachten und meiner Ansicht nach nicht mit materieller Armut zu erklären. Tatsächlich hat das industrielle System mit seiner maschinellen Massenproduktion, zunehmender Komplexität, unnatürlichen Verhaltensnormen, Kontrolle, Zwängen etc. den Menschen die Möglichkeit geraubt, sich mit realen Zielen zu verwirklichen und als stark und wertvoll zu begreifen. An Stelle von realen Zielen sind künstliche Ziele herangetreten, welche eine innere Leere, ein Gefühl der Ohnmacht und Schwäche bei vielen Linken hinterlassen. Wie im Eingangsbeitrag beschrieben versuchen sich viele dieser Zwänge, bzw. Normen und Werte zu entledigen, scheitern allerdings daran weil sie zu mächtig sind. Sie übernehmen somit im Gegenteil diese Zwänge, welche für das Überleben des Systems notwendig sind, und werfen der Gesellschaft vor diese Normen zu missachten.[QUOTE]Internationalismus statt Nationalismus und Multi-Kulti statt deutscher Leitkultur (Kollektivismus pur) sind nur zwei Beispiele um den Wesenskern linker Ideologie zu kennzeichnen. Der gemeine "Linke" war schon immer derjenige, der aus der Reihe tanzt.[/QUOTE]Ikarus ist ein gutes Beispiel des von mir beschriebenen linken Typus. Er steht vermutlich stellvertretend für Millionen anderer, welche sich als Opfer dieses Systems empfinden. Seine linken Ideale sind alle ausnahmslos für das Überleben des Systems notwendig. Ein Bankier würde seinen Idealen vom Internationalismus, Frieden, Multi-Kulti, Gleichberechtigung etc. zustimmen. Wie ist also die Diskrepanz zwischen dem Anspruch "aus der Reihe zu tanzen" und der Realität zu erklären? Weil Menschen wie Ikarus keine andere Möglichkeit sehen ihr Machtbedürnis zu stillen, als sich diese Normen und Werte anzueignen und als machtvolle Waffe zu benutzen!!!
Man kann bei der Linken Bewegung eine hohe Feindseligkeit und einen hohen Machttrieb beobachten, weil sie dadurch ihre negativen Gefühle zu beseitigen versuchen. Ihren Machttrieb können sie hauptsächlich nur dadurch befriedigen, indem sie stark konfrontativ und extrem moralisierend auftreten und anderen ihren Willen aufdrängen. Hoffentlich konnte ich nun einige klarstellen. Wenn gewünscht, will ich weitere und konkretere Beispiele für den linken Totalitarismus und Kollektivismus nennen.

EDIT: Leider sehe ich erst jetzt einige lesenswerten Beiträge wie von Elementarsatz und Odessa, welche auf das eigentliche Thema eingegangen sind. Tut mir leid hierfür. Als die Diskussion sich hier um E.T. Mayas, Azteken und Inkas drehte habe ich mich von der Diskussion ausgeklinkt und diese glatt übersehen. Ich will aber darauf eingehen, sobald ich kann.
SeidenspinnerSag jemandem vor anderen Leuten, dass er ein Arsch ist, und seine feindselige Reaktion wird Dein Beweis sein!

Brillante Taktik...
Lazerta[QUOTE][i]Original geschrieben von Seidenspinner [/i]
[B]Sag jemandem vor anderen Leuten, dass er ein Arsch ist, und seine feindselige Reaktion wird Dein Beweis sein!

Brillante Taktik... [/B][/QUOTE] Ich habe tatsächlich erlebt, wie eine Frau ihrem Mann vorwarf ein Arsch zu sein. Das ganze artete in Pöbeleien von Seiten des Mannes aus und hätte beinahe einen Polizeieinsatz zur Folge. Dies nur am Rande.
Denn die Feindseligkeit brauche ich nicht durch Reaktionen aus diesem Forum aufzuzeigen, indem ich diese herbeiprovoziere. Die Feindseligkeit zeigt sich überall dort wo beispielsweise gegen die Political Correctness verstoßen wird, wo Minderheiten kritisiert werden, wo der Wille der Linken nicht umgesetzt wird. Ich denke, dass ich nicht unbedingt die Krawalle zum 1. Mai als Beispiel heranzuziehen brauche, um zu verdeutlichen was ich meine. Es ist aber festzuhalten, dass nicht jeder diese Feindseligkeit in sich trägt, nur weil er links ist. Dies halte ich für eine Selbstverständlichkeit, so dass ich nicht näher darauf eingehen möchte.


EDIT: Leider sehe ich erst jetzt einige lesenswerten Beiträge wie von Elementarsatz und Odessa, welche auf das eigentliche Thema eingegangen sind. Tut mir leid hierfür. Als die Diskussion sich hier um E.T. Mayas, Azteken und Inkas drehte habe ich mich von der Diskussion ausgeklinkt und diese glatt übersehen. Ich will aber darauf eingehen, sobald ich kann.
IkarusHallo Lacerta,

ist deine PI-Seite zur Zeit offline? Ich möchte deine geistig verwirrten Monologe ja nur ungerne unterbrechen, aber gedenke Dich in Deiner Verzweiflung an Gott und der Welt ein wenig aufzumuntern. Dieses Bildchen wird dir sicherlich zusagen.

[img]http://bilder.rofl.to/pic/epic-fail-6/download/www.rofl.to_epic-fail-6.jpg[/img]
LazertaOh ein Nazi-Argument. Wie originell :) Godwin`s Law ist dir ein Begriff?

EDIT: Außerdem bestätigst du mit deinem Beitrag das, was ich vorhin zu erklären versucht habe. Ein Linker eignet sich die Normen und Werte (hier der Anti-Rassismus) der Gesellschaft als Waffe an, um seine Machtbedürfnisse dadurch zu befriedigen, indem sie anderen stark moralisierend und konfrontativ vorwerfen diese zu missachten. Du wirfst mir vor, ich sei ein Nazi und fühlst dich dadurch mir moralisch überlegen. War das mit Absicht? Also, wolltest du mir auf diese Weise deutlich machen, dass du mir zustimmst? Scheint beinahe so.
Ikarus[QUOTE][i]Original geschrieben von Lazerta [/i]
Du wirfst mir vor, ich sei ein Nazi[/QUOTE]

Schizophrenie ist diesem Forum bekanntlich keine Ausnahme. In Deinem Fall haben wir es jedoch mit einem ganz speziellen Fall zu tun. Den Gefallen dir eine Nazikeule einzuverleiben werde ich Dir nicht tun, du musst es dir schon selber besorgen.
Davy Crockett[QUOTE][i]Original geschrieben von Lazerta [/i]
[B]Oh ein Nazi-Argument. Wie originell :) Godwin`s Law ist dir ein Begriff?

EDIT: Außerdem bestätigst du mit deinem Beitrag das, was ich vorhin zu erklären versucht habe. Ein Linker eignet sich die Normen und Werte (hier der Anti-Rassismus) der Gesellschaft als Waffe an, um seine Machtbedürfnisse dadurch zu befriedigen, indem sie anderen stark moralisierend und konfrontativ vorwerfen diese zu missachten. Du wirfst mir vor, ich sei ein Nazi und fühlst dich dadurch mir moralisch überlegen. War das mit Absicht? Also, wolltest du mir auf diese Weise deutlich machen, dass du mir zustimmst? Scheint beinahe so. [/B][/QUOTE]

...du hast nur leider den Fehler begangen, dir einen klassischen Pseudo-"linken" Gutmenschen von heute als "Studienobjekt" auszusuchen - deine "Forschung" am unbrauchbaren Subjekt zu betreiben...demnach kannst du auch nur zu falschen Schlussfolgerungen über "die Linken" im allgemeinen gelangen: dass sie alle faschistoid und kollektivistisch sind - und einen "Sozialismus" propagieren, bei dem eigentlich nur noch die Vorsilbe "National-" fehlt...

...
Ikarus[QUOTE][i]Original geschrieben von Davy Crockett [/i]
[B]...du hast nur leider den Fehler begangen, dir einen klassischen Pseudo-"linken" Gutmenschen von heute als "Studienobjekt" auszusuchen[/quote]

Die Anarchie predigen, und Misanthropie pflegen.

[quote]deine "Forschung" am unbrauchbaren Subjekt zu betreiben...[/quote]

Er meint tatsächlich: unwertes Leben.
Lazerta[QUOTE][i]Original geschrieben von Davy Crockett [/i]
[B]...du hast nur leider den Fehler begangen, dir einen klassischen Pseudo-"linken" Gutmenschen von heute als "Studienobjekt" auszusuchen - deine "Forschung" am unbrauchbaren Subjekt zu betreiben...demnach kannst du auch nur zu falschen Schlussfolgerungen über "die Linken" im allgemeinen gelangen: dass sie alle faschistoid und kollektivistisch sind - und einen "Sozialismus" propagieren, bei dem eigentlich nur noch die Vorsilbe "National-" fehlt...

... [/B][/QUOTE] Dein Anarchismus ist leider nicht sehr weit verbreitet, Davy. Ich bedauere dies, da ich mich ebenfalls als Anarchisten sehe. Ikarus braucht den Staat wie auch viele andere Linke den Staat brauchen um gesellschaftliche Kontrolle ausüben zu können. Der Mensch soll umerzogen und eine "schöne neue Welt" soll geschaffen werden. Ohne Staat ist dies nicht möglich. Ikarus ist tatsächlich im Denken totalitär. Er ist gefährlich.
Ikarus[QUOTE][i]Original geschrieben von Lazerta [/i]
.... da ich mich ebenfalls als Anarchisten sehe.[/quote]

Hast Du Deinen Kampf gegen die Islamisierung etwas schon aufgegeben? Erbärmlich.

[quote]Ikarus braucht den Staat wie auch viele andere Linke den Staat brauchen um gesellschaftliche Kontrolle ausüben zu können.[/quote]

Ich brauche den Staat, um ihn mit seinen eigenen Waffen (dem Parlamentarismus) "von unten" auszuhölen. Anarchisten sind einfach zu dumm, um sich einem Staat zu entledigen.

[quote]Ikarus ist tatsächlich im Denken totalitär. Er ist gefährlich.[/QUOTE]

:)
Lazerta[QUOTE][i]Original geschrieben von Ikarus [/i]
Hast Du Deinen Kampf gegen die Islamisierung etwas schon aufgegeben? Erbärmlich.[/QUOTE]Wie kommst denn zu dieser Schlussfolgerung?

[QUOTE]Ich brauche den Staat, um ihn mit seinen eigenen Waffen (dem Parlamentarismus) "von unten" auszuhölen. Anarchisten sind einfach zu dumm, um sich einem Staat zu entledigen. [/QUOTE]
Wie sieht eigentlich dein Konzept eines guten Lebens aus, Ikarus? Besteht er größtenteils nur aus Kampf oder findet sich in ihm auch ein selbstbestimmtes Leben mit Frau und Kindern?

[QUOTE] :) [/QUOTE] Das Attribut "gefährlich" gefällt dir, hm? Wenn du die Wahl hättest entweder geliebt oder gefürchtet zu werden, du würdest garantiert letzteres wählen. Aber dieses gefallen tue ich dir nicht. Ich verabscheue dich nur.
Davy Crockett[QUOTE][i]Original geschrieben von Ikarus [/i]

Die Anarchie predigen, und Misanthropie pflegen.[/quote]

Irrtum...es handelt sich um ein ganz spezielles Bild, das ich mir von dir gemacht habe: nämlich, dass ich dich für einen Heuchler halte...das hat rein gar nichts mit "Misanthropie" zu tun - ich habe nirgends "den Menschen" als von "Natur aus schlecht, böse, egomanisch, habgierig", usw. hingestellt -du schon, und dein daraus abgeleitetes autoritäres Welt- und Menschenbild liefert den Beweis hierfür....



[quote]Er meint tatsächlich: unwertes Leben. [/QUOTE]

...wenn du dich selbst gern so sehen möchtest, bitte, es steht dir frei...nur ich habe etwas derartiges mit keinem Wort behauptet...der Kapitalismus -er teilt Menschen in "lebenswerte", "weniger lebenswerte" und "nicht lebenswerte" Individuen ein, indem er sie aufgrund ihrer angeborenen Verschiedenheit in "leistungsfähige", sprich verwertbare und damit "nützliche" und Leistungs-"verweigerer" und somit "Unnütze" selektiert...und damit scheinst du ja kein allzu großes Problem zu haben...
Ikarus[QUOTE][i]Original geschrieben von Davy Crockett [/i]
Irrtum...es handelt sich um ein ganz spezielles Bild, das ich mir von dir gemacht habe:[/quote]

Du nimst Dir also heraus, ein vorurteilbeladenes "spezielles Bild" über andere Menschen zu fällen, welches Deinen totalitären Hirngespinsten entspringt und nach Gutdünken deiner Meinungsdiktatur ausgelegt ist? So langsam entlarvst Du Dein wahres Wesen mehr und mehr.

[quote]der Kapitalismus -er teilt Menschen in "lebenswerte", "weniger lebenswerte" und "nicht lebenswerte" Individuen ein, indem er sie aufgrund ihrer angeborenen Verschiedenheit in "leistungsfähige", sprich verwertbare und damit "nützliche" und Leistungs-"verweigerer" und somit "Unnütze" selektiert...und damit scheinst du ja kein allzu großes Problem zu haben...[/QUOTE]

Wir wissen inzwischen alle, dass du ein Vollversager bist, die Schuld dafür liegt aber nicht im Kapitalismus, in jeder anderen Gesellschaftsform auch würde man Dir nicht anders gegenübertreten. Die Menschheit besteht nun einmal nicht nur aus Gutmenschen wie mich, die für so jämmerliche Gestalten wie deiner einer Mitleid aufbringen.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Lazerta [/i]
[B]...Feministen, Anhänger von Schwulenbewegungen, Political Correctness, etc. verstehen, also im eher linken politischen Spektrum anzutreffen sind. Natürlich gibt es viele Ausnahmen, welche sich als Linke verstehen, aber nicht dem beschriebenen linken Typus entsprechen. Doch der allgemeine Charakter der linken Bewegung tut dies sehr wohl. Es hat seine psychologischen Gründe, weshalb in der Menschheitsgeschichte sozialistische und kommunistische Ideen stets im Totalitarimus endeten. Ich würde diese Gründe gerne durch eine rege Diskussion verteidigen und näher erläutern wollen.

...[/B][/QUOTE]

Woher weisst du, dass bestimmte Bewegungen "links" sind?
Manche homosexuelle oder feministische Aktionen sind in der Tat faschistoid....

Man braucht die Fehlleistungen des Sozialismus`vulgo Kommunismus nicht weiter zu diskutieren: Sie sind erwiesen! Eindrucksvoll.
"Und willst du nicht mein Bruder sein, dann schlag ich dir den Schädel ein!"

Der Mensch an sich ist böse, nicht nur einzelne Menschen, die sozusagen überdurchschnittlich böses tun, weder nur die UCK, Hitler oder Breivik sind allein böse...das böse steckt in jedem Menschen!
Und das hat selten ausdrücklich mit links oder rechts zu tun.
MephistoXSchließe mich Lazerta in dieser Sache an.


Zum Thema:
Links ist rechts, bloß aufwändig retuschiert und verkleidet, aber im radikalen Kern das selbe; Antifaschisten sind die größeren Nazis. (Ganz neutrale Aussage ohne Beleidigung oder Nazivergleich)

[QUOTE][i]Original geschrieben von JohnSteed [/i]
[B]
Man braucht die Fehlleistungen des Sozialismus`vulgo Kommunismus nicht weiter zu diskutieren: Sie sind erwiesen! Eindrucksvoll.
"Und willst du nicht mein Bruder sein, dann schlag ich dir den Schädel ein!"
[/B][/QUOTE]

Gute Neuigkeiten:
Sozialismus ist heilbar!
In Amiland hatten sie da mal diese Kommunistenheilanstalt.
Man muss sich bewusst machen, dass die Kommunisten mal Menschen waren. Sie erlagen der Gehirnwäche schutzlos und jetzt verbreiten sie ihre hirntoten Parolen überall.
Ich kannte mal nen Kerl, der seinen Schäferhund auf das Wort 'Kommunisten' spezialisiert hatte. Sobald dann einer in die Kneipe kam, der irgendwo nen roten Stern hatte und sein Kommigehirndünnpfiff verbreiten wollte kam auch schon der Hund angerannt, was meistens in Schmerzensgeldzahlungen seitens des Hundehalters endete, was sich aber gelohnt hätte.

[QUOTE][i]Original geschrieben von JohnSteed [/i]
[B]
Der Mensch an sich ist böse, nicht nur einzelne Menschen, die sozusagen überdurchschnittlich böses tun, weder nur die UCK, Hitler oder Breivik sind allein böse...das böse steckt in jedem Menschen!
Und das hat selten ausdrücklich mit links oder rechts zu tun. [/B][/QUOTE]

Nein.
Der Mensch ist von grundauf 'gut'.
Ich lehne dieses gut-und-böse-Gefasel ab, da es nur Ansichtssache ist. Sobald einer erkennt, dass es ihm mehr nützt, gewisse Sachen zu tun als die anderen und zu weiterführenden Erkenntnissen gelangt, wird er von den anderen sofort als 'böse' dargestellt. Und sobalt jemand sich selbst schadet, wird er als 'gut' und 'tugendhaft' dargestellt.
Das 'böse' an sich gibt es nur in der Form des Kommunistenkeims.
Hitler war nicht 'böse', der hatte halt nur ein Ei und war darüber mächtig angepisst und unzufrieden mit sich selbst (weil er's bei Eva im Bett nicht gebracht hat), was sich in Sozialdarwinismus und Rassenhass äußerte. Und der Mörder von Oslo war nicht 'böse', der war nur heftigst plemplem-und-grüß-mit-die-Heidi im Kopf.
Davy Crockett[QUOTE][i]Original geschrieben von Ikarus [/i]

Du nimst Dir also heraus, ein vorurteilbeladenes "spezielles Bild" über andere Menschen zu fällen, welches Deinen totalitären Hirngespinsten entspringt und nach Gutdünken deiner Meinungsdiktatur ausgelegt ist? So langsam entlarvst Du Dein wahres Wesen mehr und mehr.[/quote]

...ich urteile über dich nicht einfach nach Gutdünken -sondern nur nach dem Bild, das du von dir selber abgibst...und ich wette, selbst in einer Reformistenpartei wie "die Linke" würden sie dich nicht haben wollen...



[quote]Wir wissen inzwischen alle, dass du ein Vollversager bist, die Schuld dafür liegt aber nicht im Kapitalismus, in jeder anderen Gesellschaftsform auch würde man Dir nicht anders gegenübertreten. Die Menschheit besteht nun einmal nicht nur aus Gutmenschen wie mich, die für so jämmerliche Gestalten wie deiner einer Mitleid aufbringen. [/B][/QUOTE]

...wer sind "wir"...? oder nimmst du jetzt schon den pluralis majestatis des Allwissenden für dich in Anspruch...? hört, hört... "die Menschheit", so wie du sie gern hättest...? nein danke, ich verzichte darauf....mir sind ehrlich gesagt Leute lieber, die sich nicht hinter der Maske des anständigen Biedermannes verstecken, sondern gleich sagen, was sie denken...ehrlich währt doch am längsten und Lügen haben krumme Beine, hm...? pass mal auf, dass du nicht irgendwann nicht mehr laufen kannst und im Rollstuhl landest deswegen - und andere dich durch die Gegend karren müssen...könnte nämlich gut sein, dass niemand sich bereit findet, der einen Finger für dich krumm machen will...dass für dich keiner irgendwelches Mitleid aufbringen wird...
JohnSteed@Dummy Krockett


Mitleid ist die Höchststrafe, wenn ich einen Menschen hasse,nehme ich ihn wenigstens noch als Feind ernst.
Wenn ich einen Menschen liebe, in aller Regel eine Menschenfrau, lasse ich mich notfalls verprügeln für ihn/sie.
Aber Mitleid?

Wenn ich einem Menschen gegenüber nur noch Mitleid übrig habe, dann habe ich ihn als Denkeinheit aufgegeben.
Dann ist er für mich kein Kombatant mehr, kein Wesen, das mir ebenbürtig ist.

Meintest du vielleicht eher Mitgefühl?
Pro Deutschland[QUOTE][i]Original geschrieben von MephistoX [/i]
Sozialismus ist heilbar!
In Amiland hatten sie da mal diese Kommunistenheilanstalt.
[/QUOTE]

In Deutschland scheint sich diese Krankheit wie eine Seuche zu verbreiten. Dabei könnte man so etwas doch auch hier einführen: Eine hohe Mauer um Neukölln ziehen und rein mit allen grünen Ökokommunisten, Alt 68er, Zecken, "Die Linke" und dem Antifanten/Anarchisten-Pack. Anschließend können sie sich in Ruhe ausrauben, mit Steinen bewerfen und zukiffen.
Davy Crockett[QUOTE][i]Original geschrieben von Pro Deutschland [/i]
[B]In Deutschland scheint sich diese Krankheit wie eine Seuche zu verbreiten. Dabei könnte man so etwas doch auch hier einführen: Eine hohe Mauer um Neukölln ziehen und rein mit allen grünen Ökokommunisten, Alt 68er, Zecken, "Die Linke" und dem Antifanten/Anarchisten-Pack. Anschließend können sie sich in Ruhe ausrauben, mit Steinen bewerfen und zukiffen. [/B][/QUOTE]

...eine andere Seuche verbreitet sich noch viel schneller - die Dummheit - und die scheint auch noch höchst ansteckend zu sein...
MephistoX[QUOTE][i]Original geschrieben von Pro Deutschland [/i]
[B]In Deutschland scheint sich diese Krankheit wie eine Seuche zu verbreiten. Dabei könnte man so etwas doch auch hier einführen: Eine hohe Mauer um Neukölln ziehen und rein mit allen grünen Ökokommunisten, Alt 68er, Zecken, "Die Linke" und dem Antifanten/Anarchisten-Pack. Anschließend können sie sich in Ruhe ausrauben, mit Steinen bewerfen und zukiffen. [/B][/QUOTE]

Stop stop stop!
Mooomentmal.

'Zecken' klingt nach einem Wort aus dem Fachjargon der rechtsradikalen Ecke.

Und lass da die Anarchisten raus.
Du kannst die nicht in einen Topf mit den ekligen Kommis werfen, da die Anarchos die nämlich auch hassen.

Ansonsten wär's natürlich eine ganz witzige Idee.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Pro Deutschland [/i]
[B]In Deutschland scheint sich diese Krankheit wie eine Seuche zu verbreiten. Dabei könnte man so etwas doch auch hier einführen: Eine hohe Mauer um Neukölln ziehen und rein mit allen grünen Ökokommunisten, Alt 68er, Zecken, "Die Linke" und dem Antifanten/Anarchisten-Pack. Anschließend können sie sich in Ruhe ausrauben, mit Steinen bewerfen und zukiffen. [/B][/QUOTE]

Nun, ich wäre dafür ganz Berlin zum Gewalterlebnispark zu machen und für treue Volksgenossen gibt es bunte Reichskriegsflaggen (ist im Eintrittspreis enthalten).
Bier darf nicht mitgebracht werden!
weisskreutz[QUOTE][i]Original geschrieben von MephistoX [/i]
Gute Neuigkeiten:
Sozialismus ist heilbar!
In Amiland hatten sie da mal diese Kommunistenheilanstalt.
Man muss sich bewusst machen, dass die Kommunisten mal Menschen waren. Sie erlagen der Gehirnwäche schutzlos und jetzt verbreiten sie ihre hirntoten Parolen überall.
[/QUOTE]

Kommunisten sind immernoch Menschen, und ihre Ideologie ist m.A.n. keine Krankheit.
Ich würde sagen, der Kommunismus/Sozialismus ist lediglich eine (relativ) neue Taktik in einem alten, allzu menschlichen Spiel: Wie bekomme ich im Vergleich zu anderen, für meine Leistung möglichst viel?

Es hat viele solcher Taktiken gegeben, und keine davon kann man uneingeschränkt als positiv bewerten, aber die Taktik der Kommunisten, ist bestimmt die schädlichste.

In der Vorzeit war das wohl derjenige, der am Stärksten war. Der stärkste Kämpfer und beste Jäger, bekam das beste Stück der Beute, hatte den besten Stich bei Frauen etc.
Dazu musste er natürlich auch fair zu einem auserwählten Kreis anderer kräftiger Krieger sein, die seine Machtbasis bildeten und ihn vor Umsturzversuchen beschützten.
Wenn dieser Häuptling seine Machtbasis einbüste und/oder selbst körperlich schwächer wurde, konnte es durchaus passieren, dass ein anderer Chef wurde.

Die nächste Taktik war bestimmt die, der Göttlichen Legitimation. So konnten auch schwächere Führer an der Macht bleiben, da sie ja eine "höchste Autorität" auf ihrer Seite hatten, und diejenigen die diese Göttliche Ordnung infrage stellten, mussten mit ewigen Qualen im Jenseits rechnen. Der Privilegierte konnte zunehmend weniger beitragen, und gleichzeitig immer mehr für sich beanspruchen.
Eine sehr gute Taktik, die bis zur Aufklärung gut funktioniert hat- und teils darüber hinaus.

Dann kam das Prinzip Kapitalismus: Der Leistungswillige und/oder Leistungsfähige beansprucht sein Stück vom Kuchen nach seiner Leistung, die er im Vergleich du der Leistung anderer, so stark wie möglich zu gewichten versucht, um möglichst viel zugesprochen zu bekommen.
Hier kommen vor allem die Multiplikatoren zu Wohlstand, also diejenigen, die Voraussetzungen schaffen können, mittels dener andere ihrerseits mehr zu erzeugen in der Lage sind, also Ingenieure, Ökonomen usw.
Wohlhaben werden auch die Händler, die versuchen das Produkt möglichst teuer zu verkaufen, wofür sie ebenfalls ihren Teil verlangen.

Kommunismus/Sozialismus ist eine weitere Taktik, nämlich die Taktik der Leistungsunwilligen.
Das Neue an dieser Taktik ist, dass sie- im Gegensatz zu "dem Stärksten", "dem göttlich Legitimierten" und "dem Leistungsfähigsten"- nicht das größte Stück des Kuchens für sich beanspruchen. Vielmehr fordern sie absolute Gleichverteilung, während sie selbst im Gegenzug nur zu Geringstleistung oder Scheinleistung bereit sind. Das ist das Prinzip des "Jeder trägt nach seinen Möglichkeiten zur Gemeinschaft bei", wobei der Verfechter dieser Ideologie- ach was für ein Zufall- entweder für sich reklamiert, nicht soviele Möglichkeiten zu besitzen, oder seinen Beitrag darin sieht "künstlerisch" tätig zu sein, oder die tatsächlichen Leister "moralisch zu unterstützen" (Sozialarbeit, Agitation etc.).
Künstler und Agitator ist da natürlich der tollste Job, weshalb sozialistische Regime eigentlich immer gezwungen sind, repressiv zu werden, um das Lebensnotwendige zu erzwingen- auf Leinwand geschmissene Farbe und "konkret"-Heftchen kann man halt nicht essen.


Die Taktik Kommunismus/Sozialismus wird es solange geben, wie es für die Leistungsunwilligen keine bessere gibt.
Auch den "Göttlich Legitimierten" kann man durchaus als potentiell Leistungsunwillig ansehen, den er konnte sich freiwillig zur Nichtleistung entscheiden, und konnte denoch seine Bauern auspressen. Der Unterschied zu den Kommis ist der, dass sich bei denen nicht nur einzelne Adlige, sondern jedermann dazu entscheiden kann Nichtleister zu sein.
Außerdem ist die Legitimation des Kommis nicht mehr göttlich, sondern "moralisch".

*edit da im Philo*

Auch diese Ideologie würde ich daher nur als einen weiteren Aspekt im ewigen Ringen der Menschen miteinander sehen.
KampfsauEs mag ja schon irgendwie was dran zu sein daran, dass Menschen egoistisch und faul sein können.

Ich glaube aber, dass das nicht alles ist, was hinter den Menschen steckt. Also dass es die Faulen gibt und die die Arbeiten müssen und jeder halt irgendwie versucht seine Arbeit auf andere abzuwälzen.

Es ist auch eine Frage der Erziehung aber es gibt auch relativ viele ehrenamtlich tätige Menschen.Außerdem haben Menschen auch eine gewisse Schaffenskraft und Intelligenz. Sie wollen gefordert werden und sich beweisen können.

Nehmen wir mal Altenpfleger oder Streetworker, die arbeiten lang und hart und verdienen sicherlich nicht sehr gut. Genauso wie viele Menschen lieber in beschissenster Zeitarbeit schuften, als zuhause zu hocken.

Viele Menschen wollen etwas bewegen, die suchen nach Sinn in ihrer Existenz. Wenn viele davon demotiviert sind von ihrer Arbeit, dann wahrscheinlich eher davon, dass man die Sinnhaftigkeit dieser nicht erkennt oder sich ausgebeutet fühlt und hat weniger Probleme damit, dass Arbeit auch anstrengend sein kann.

Ich meine wieviele Leute verbringen ihre Freizeit mit Heimwerkern und Hobbygärtnern?

Ein Bauer der das Feld bestellt, der sieht was er am Ende des Tages getan hat, ebenso ein Handwerker, ein Krankenpfleger und Arzt weiß auch, was er leisten kann. Jemand in der Verwaltung kann sich sagen er hilft, dass der Laden am laufen bleibt.

Die Fragen die man sich oft gestellt hat sind doch ganz einfach."Was mache ich eigentlich?" "Für wen?" und "warum mache ich es?"

Wenn die Antworten solche sind wie

"weil ich irgendetwas tun muss"

"weil ich sonst nicht über die Runden komme" ,

"ich ziehe Leute über den Tisch, damit meine Vorgesetzten reicher werden"

"ich setze meine Unterbezahlten Angestellten unter Druck, damit meine Vorgesetzen mich nicht mehr zur Sau machen"

"ich verkaufe einen großen Teil meiner Lebenszeit, Gesundheit und Nerven für wenig Geld, damit meine Chefs sich auch noch den 5ten Jahresurlaub leisten kann"

dann sind das nunmal keine Dinge, die viele Leute glücklich machen können und dass die dann keinen Bock auf den Scheiß haben ist verständlich.

Man kann es sicherlich nich allen recht machen aber ich denke es gibt noch gewaltige Möglichkeiten, Arbeitnehmern entgegenzukommen.

German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 

German Gothic Board

Startseite Chat Grüße SchwarzKultur