| Elementarsatz | Ich lese gerade das Buch "The Hidden Reality" von Brian Greene. Da geht es um eine Frage, die uns alle im täglichen Leben ständig beschäftigt (oder auch nicht): Gibt es Paralleluniversen, und wenn ja, wie viele? Ihr könnt [url=http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/07/the-hidden-reality-die-komplette-rezension.php]hier[/url] eine unverschämt ausführliche Zusammenfassung des Inhalts nachlesen, wenn ihr zu geizig seid, euch das Buch zu kaufen. Unabhängig von der Frage, wie plausibel diese Ideen sind - was ich als Nicht-Physiker nicht beurteilen kann - möchte ich hier die Frage in den Raum stellen, inwiefern sich unser Weltbild und unsere Einstellung dem Leben gegenüber ändern würden, sollte sich eine dieser Multiversum-Hypothesen, beispielsweise das Patchworkmultiversum, als zutreffend erweisen. |
| Changeling II | ...entgegen vieler anderslautender Behauptungen sind derartige Paralleluniversen, "Bran-Welten", "höherdimensionale Korridore/Räume" und ähnliches reine Gedankenspielereien - und absolut nicht beweisbar...mit "Wissenschaft" im eigentlichen Sinne hat das ganze daher - für mich zumindest -nur noch wenig zu tun...doch die Vorstellung an sich ist schon durchaus reizvoll - und sie hat bereits, bevor sie ins Feld der "seriösen" Wissenschaft aufgerückt ist, Schriftsteller wie den berühmten Philip K.Dick ganz erheblich inspiriert...und bereits in einer Erzählung Lovecrafts, "Durch die Tore des Silberschlüssels", wird davon berichtet, wie der Protagonist, Randolph Carter, sich durch einen mysteriösen Zauberschlüssel Zugang zu multiplen Universen/Seinsebenen ausserhalb der uns bekannten Realität verschafft...und dort u.a. auch unzähligen anderen Inkarnationen seiner selbst begegnet... ...doch selbst wenn man mit absoluter Sicherheit wüsste, dass es so etwas gibt -was würde sich dadurch am tristen "hier und jetzt"-Zustand ändern - sofern man nicht auch über jenen "Zauberschlüssel" verfügt, der die Tore öffnet...? vermutlich rein gar nichts...es wäre nur ein weiteres nutzloses Wissen... ich weiss ja auch, dass es ausserhalb unseres Sonnensystems noch andere bewohnbare - und vermutlich auch bewohnte - Planeten gibt...doch das ändert rein gar nichts daran, dass die Menschheit diesen Planeten hier völlig ungeniert genauso weiter ruiniert wie bisher... |
| Elementarsatz | [QUOTE][i]Original geschrieben von Changeling II [/i] [B]...entgegen vieler anderslautender Behauptungen sind derartige Paralleluniversen, "Bran-Welten", "höherdimensionale Korridore/Räume" und ähnliches reine Gedankenspielereien - und absolut nicht beweisbar...[/B][/QUOTE] Bis jetzt ist das natürlich alles nicht beweisbar. Es sind aber auch keine völlig willkürlichen Hirngespinste, sondern Hypothesen, die von bestimmten Ergebnissen der Physik "nahegelegt" werden. Natürlich sollte man trotzdem sehr skeptisch sein. [quote] ...doch selbst wenn man mit absoluter Sicherheit wüsste, dass es so etwas gibt -was würde sich dadurch am tristen "hier und jetzt"-Zustand ändern[/quote] Gar nichts. Aber das Weltbild würde sich doch erheblich ändern, wenn man wüsste, dass wir nicht in einem sterbenden, einmaligen Universum leben, das irgendwann entropisch ausgebrannt sein wird, sondern Teil eines ewigen Multiversums sind, das immer wieder neue Universen aus sich hervorbringt. |
| Changeling II | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] Gar nichts. Aber das Weltbild würde sich doch erheblich ändern, wenn man wüsste, dass wir nicht in einem sterbenden, einmaligen Universum leben, das irgendwann entropisch ausgebrannt sein wird, sondern Teil eines ewigen Multiversums sind, das immer wieder neue Universen aus sich hervorbringt. [/B][/QUOTE] ...gut, es wäre dann so etwas wie Hoffnung vorhanden, dass es immer etwas geben wird, dass das Ganze ewig ist, dass immer wieder neues entsteht, usw....aber zugegebenermassen traue ich den aktuellen Hypothesen über den Zustand und die weitere Entwicklung des uns bekannten Universums auch nicht zu 100% über den Weg...in dem einen Szenario ist seine Ausdehnung noch zeitlich und räumlich unbegrenzt, im nächsten gibt es einen Scheitelpunkt der Expansion, wo diese sich umkehrt...und irgendwann alles in sich zusammenstürzen wird...gefällt mir ehrlich gesagt auch nicht so besonders... |
| JohnSteed | [QUOTE][i]Original geschrieben von Changeling II [/i] [B]...gut, es wäre dann so etwas wie Hoffnung vorhanden, dass es immer etwas geben wird, dass das Ganze ewig ist, dass immer wieder neues entsteht, usw....aber zugegebenermassen traue ich den aktuellen Hypothesen über den Zustand und die weitere Entwicklung des uns bekannten Universums auch nicht zu 100% über den Weg...in dem einen Szenario ist seine Ausdehnung noch zeitlich und räumlich unbegrenzt, im nächsten gibt es einen Scheitelpunkt der Expansion, wo diese sich umkehrt...und irgendwann alles in sich zusammenstürzen wird...gefällt mir ehrlich gesagt auch nicht so besonders... [/B][/QUOTE] Gefiele mir sehr gut, nur warte ich schon seit den 80ern auf den Big-Bang. |
| LaChatte | [QUOTE][i]Original geschrieben von Elementarsatz [/i] [B] Unabhängig von der Frage, wie plausibel diese Ideen sind - was ich als Nicht-Physiker nicht beurteilen kann - möchte ich hier die Frage in den Raum stellen, inwiefern sich unser Weltbild und unsere Einstellung dem Leben gegenüber ändern würden, sollte sich eine dieser Multiversum-Hypothesen, beispielsweise das Patchworkmultiversum, als zutreffend erweisen. [/B][/QUOTE] gar nicht. vielleicht hol ich mir da Buch von Greene, ich hab ihn immer gern gelesen - auch wenn da diverser alter Wein in neue Schläuche abgefüllt wird. Aber eben, da ist nichts Neues unter der Sonne, es wird nur immer wieder neu gesagt. Doch dieses hier: [url]http://www.scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2011/07/realitat-ist-wie-mathematik-sich-anfuhlt.php[/url] das hatten wir schon bei Pythagoras... aber es ist ja auch schön, wenn die Arbeit des grossen Mathematikers und Mystikers nicht (mehr) auf eine einzige Formel reduziert wird. ;) grüsse, barbara |
| JohnSteed | [QUOTE][i]Original geschrieben von LaChatte [/i] [B]gar nicht. .... das hatten wir schon bei Pythagoras... aber es ist ja auch schön, wenn die Arbeit des grossen Mathematikers und Mystikers nicht (mehr) auf eine einzige Formel reduziert wird. ;) grüsse, barbara [/B][/QUOTE] Richtig erkannt! Der grosse oberschlesische Philosoph Dr.Lukas Podolski meint hierzu: „Wir müssen jetzt die Köpfe hochkrempeln. Und die Ärmel auch.“ |
| translucent | Ja, das stimmt. Vermutlich würde sich gar nichts ändern. Denn dann hätte es ja die Multiversen schon immer gegeben, ohne dass sie uns bisher beeinflusst haben. Und wir selber könnten wahrscheinlich auch nicht auf sie zugreifen ... |