| The Archangel | Also um mal einen Denkanstoß aus einem anderen Thread weiterzuspinnen. Was versteht man / der Philosoph unter dem Begriff "Weisheit"? Wann ist der Mensch weise - und ist [I]nur[/I] der Mensch weise? Und wie erlangt der Mensch Weisheit? Besteht Weisheit daraus "schlaue Sprüche zu klopfen" oder berühmte Menschen zu zitieren? Oder steckt vielleicht [I]doch[/I] mehr dahinter? Bezieht sich Weisheit nur auf den Menschen oder auch teilweise auf die Art und Weise wie ihm seine Umgebung begegnet ? Bin gespannt auf eure Posts! LG Angel (P.S.: wenn es das Thema schon gibt, sorry, ich hab aber gesucht ;) ) |
| judgedredd | Nun ein Beitrag von Wikipedia: Als Weisheit wird allgemein eine auf Lebenserfahrung und Einsicht beruhende innere Reife und kluge Überlegenheit im geistigen Sinne bezeichnet. Sie verbindet verschiedene Wissensbereiche, was im Gegensatz zu den Fachwissensbereichen steht (mit ihrem Aspekt der Intelligenz). Antike Die Weisheit wird zu den vier Kardinaltugenden, wie sie Platon nannte, gezählt. Weisheit wird oft auch umgangssprachlich als Kurztitel des Buchs der Weisheit bzw. der Weisheit Salomos, eines deuterokanonischen bzw. apokryphen Buch des Alten Testaments, gebraucht. Eine Auskunft zur Weisheit erteilte die Pythia des Orakels von Delphi einem Freund des Sokrates, der wissen wollte, wer denn der weiseste Mann in ganz Hellas sei: "Sokrates!", war die Antwort des Orakels. Dieser berief sich nämlich in seinem Prozess vor dem Athener Volksgericht vor 2300 Jahren geschickt auf die 'Dunkelheit' der pythischen Sprüche und schloss daraus, niemand wisse etwas, er aber sei wohl der Einzige, der dies von sich selber wisse: "Ich weiß, dass ich nichts weiß." Philosophische Betrachtungen Sie ist eher als ein Ziel zu definieren, das wir suchen sollen. Sie fragt nach dem (letzten) Grund, nach dem Sinn. Wissen und Weisheit sind verwandt, ohne dass die Summe allen Wissens Weisheit ergibt, denn die hängt als eine Tugend mit den anderen Tugenden eng zusammen. Weisheit ist Wissen um wesentliche Wahrheiten sowie dementsprechend zu leben (Wahrhaftigkeit). Viel (Halb)Wissen verschüttet oft Weisheit, die Unerforschbares und Ruhe, sowie ein Masshalten einschließt. So ist es weise, eher wenig zu reden. |
| Urvater | Weisheit beinhaltet u.a. stilles, ruhiges Abwägen. Irgendwie ist sie das Gegenteil von "Vorurteil", von "Dahinplappern". Mit "Weisheit" verbinde ich auch eigenes, unabhängiges Denken, also das Gegenteil von Opportunismus. "Weisheit" ist Parteilosigkeit (zumindest a priori), mithin auch das Gegenteil von Egozentrik. "Weisheit" ist letztendlich die weitestmögliche Annäherung an das Ideal von Objektivität. |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Urvater [/i] [B]Weisheit beinhaltet u.a. stilles, ruhiges Abwägen. Irgendwie ist sie das Gegenteil von "Vorurteil", von "Dahinplappern". Mit "Weisheit" verbinde ich auch eigenes, unabhängiges Denken, also das Gegenteil von Opportunismus. "Weisheit" ist Parteilosigkeit (zumindest a priori), mithin auch das Gegenteil von Egozentrik. "Weisheit" ist letztendlich die weitestmögliche Annäherung an das Ideal von Objektivität. [/B][/QUOTE] In den meisten Punkten stimme ich damit überein, nur bei der Objektivität kann ich nicht recht nachvollziehen, was aber nicht bedeuten muss, dass ich nicht übereinstimme. Das mit der Parteilosigkeit gefällt mir, betrachtete ich auch seit langem so. Hm, Weisheit....da war doch was mit Erfahrung. Und ich denke, genau das ist der Knackpunkt. Sicherlich kann man irgendwie in gewisser Weise weise sein (oje...), aber ich glaube, die absolute Weisheit können wir nicht erlangen, zuvor kommt der Tod. Obwohl ich auch denke, dass man nicht unbedingt sagen kann, dass ein älterer Mensch weiser sein muss als ein jüngerer, die Grundvoraussetzung muss vorhanden sein. Diese Veranlagung hat sicherlich nicht jeder. Mit Weisheit verbinde ich aber auch eine innere Ruhe in gewisser Art, wieso, kann ich gerade nicht wirklich erklären. Dies ist evtl das Bewusstsein der Weisheit oder aber das Wissen aufgrund der Weisheit, wo Grenzen sind und wo nicht, was eben diese Ruhe auslösen kann. |
| Urvater | Innere Ruhe: die bekommt man erst, nachdem man so einiges durchlebt hat, was aufwühlend war, und wenn man das verarbeitet hat. Ich bin auf dem Weg dazu, nach Pensionierung nach Jahrzehnten an der Hauptschule, nach Scheidung nach 26 Ehejahren, nach dem Tod meines Vaters (in meinem Arm), nach mehreren Krebsoperationen. Ich kann über die Welt und über mich selbst lachen. ( Amüsiert, nicht etwa verzweifelt! ) Das befreit alles ganz gewaltig im Sinne der Punkte, die ich oben geschrieben habe. Aber bin ich deswegen schon "weise" ??? |
| Trauerwesen | Urvater: Nunja, wenn wir Weisheit mit Lebenserfahrung in Verbindung bringen bzw generell Erfahrung, dann könnte das stimmen. Sofern Du daraus gelernt hast, in gewisser Weise. Oder sagen wir es anders: Dich kann nichts mehr schocken, gut, das ist eher innere Ruhe, aber diese Unschockierbarkeit, ist das nicht auch Weisheit in gewisser Weise? Ich kann mir derzeit noch schlecht eine andere Quelle der Weisheit vorstellen, als die Erfahrung, auch wenn ich denke, dass es immer gewisse Kompetenzen benötigt, dadurch auch Weisheit zu erlangen. |
| Urvater | Sicher hat Weisheit damit zu tun, dass man in der Lage ist, das Subjektive, rein Persönliche wegzulassen. Also schon irgendwie Objektivität (soweit menschenmöglich), "Drüberstehen" banal ausgedrückt... Womit ich aber keinen persönlichen Anspruch anmelden will, das wär vermessen ... |
| Urvater | Die gewissen Kompetenzen, die Du ansprichst - ich nehme an, Du meinst damit, nicht nur Erfahrung zu haben, sondern aus dieser auch LERNEN zu können, in dem Sinne, dass man irgendwie sein Bewußtsein auf einen neueren Stand bringt. Stimmt das so ? |
| Tromsø | Weisheit steckt in uns, wir haben sie nur vergessen und müssen uns nur an sie erinnern. |
| Dirchi | ...Weisheit ist, wenn man sie weder suchen, erlangen noch besitzen will! ;) |
| Fayve | [url]http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=47625[/url] <- auch über Weisheit und man hätte gar nicht lange nach suchen müssen... |
| Trauerwesen | [QUOTE][i]Original geschrieben von Urvater [/i] [B]Die gewissen Kompetenzen, die Du ansprichst - ich nehme an, Du meinst damit, nicht nur Erfahrung zu haben, sondern aus dieser auch LERNEN zu können, in dem Sinne, dass man irgendwie sein Bewußtsein auf einen neueren Stand bringt. Stimmt das so ? [/B][/QUOTE] Ja, so in etwa meine ich das. Erfahrung macht schliesslich jeder in seinem leben, notgedrungen, aber daraus eben Nutzen ziehen zu können. Jemand, der schon alles gesehen hat, muss nicht weise sein, aber ich glaube, dass viele Weisen viel gesehen haben. So in etwa. Die anderen beiden Zitate finde ich übrigens nett. |
| vonAquin | "Was nützt der Stein der Weisen, wenn dem Stein der Weise fehlt?" Weisheit. Eines der Themen, über das zu philosophieren niemand fertig werden wird. Die angesprochene Unschockierbarkeit ist für mich eher als ein Grundgedanke der Stoa aufzufassen, aber ob das weise ist? Die Definition des Begriffes Weisheit ist wohl von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Ich denke, Weisheit bedeutet, sein Wissen einzubringen bei verschiedenen Fragen, dabei mehr Wissen zu haben als andere Leute in dieser Kombination der unterschiedlichen Wissensteinchen, ohne einen Absolutheitsanspruch zu stellen, den anderen die Freiheit zuzugestehen, ihre eigene Weisheit zu haben und insgesamt dabei relativ außen vor zu stehen, also unbelastet an die eigentliche Problemfrage heranzugehen. Und hätte jemand die Zugriffsmöglichkeit zur Akashachronik, ist es natürlich die Frage, ob derjenige damit weise umgeht (umgehen kann) oder sie für seine eigenen (egoistischen) Pläne nutzt. Ein Zitieren berühmter Menschen ist sicherlich genausowenig Weisheit wie schlaue Sprüche zu klopfen. "Wissen - ich weiß es - Weisheit", die Begriffe gehören nicht von ungefähr zusammen. Bloß ist es eine sinnvolle (auch das natürlich eine Definitionsfrage) Zusammenstellung des vorhandenen Wissens? Weisheit könnte man für eine Person annehmen, d. h. sie setzt Wissen und Erfahrung für sich selbst als nutz- und sinnvoll ein. Oder die Weisheit eines Menschen wird genutzt für andere, um ihnen einen Sinn ihres Lebens/ihrer momentanen Lebenssituaton aufzuzeigen bzw. ihnen damit zu helfen, mit bestimmten Situationen adäquat umzugehen, oder auch ihr Denken (und Wissen) zu erweitern (praktisch und/oder theoretisch). Ansonsten halte ich den Begriff der Weisheit für kaum, wenn überhaupt, "richtig" ergründbar. Es ist halt individuell. Aber Nachdenken lohnt immer. |
| Timberwolf | @ Judgedredd: Was die intensive Benutzung von Wikipedia anbelangt, könnte ich dich knuddeln. :D Ich werd von anderen teils komisch angemacht, wenn ich mit Sachtexten antanze, aber es kann nicht schaden, sich konzentriertes Wissen zu besorgen anstatt immer nur seinen eigenen geistigen Dünnpfiff virtuell auszuscheißen... // back to topic [quote]Weisheit steckt in uns, wir haben sie nur vergessen und müssen uns nur an sie erinnern.[/quote] Ist das deine eigene Meinung oder nur das gekonnte Zitieren buddhistischer Schriften? ;) |
| vonAquin | Oh, damit kommen wir in zutiefst spirituelle Bereiche. Und auch an die Grenzen von Weisheit. Vielleicht aus dem Buddhismus mehr bekannt, aber auch in der Bibel vorhanden. Abgesehen davon, warum sollte man sich nicht mit der eigenen Meinung an die Meinung anderer anschließen, wenn sie einem schlüssig erscheint!? ;-) |
| Timberwolf | Aber natürlich darf die eigene Meinung auch der des Buddhismus entsprechen. :) Ich frage ja nur und mit Bedacht, da ich schon gewisse Erfahrungen im Umgang mit Zitierern habe. ;-P |
| vonAquin | Ja, das ist ja in Ordnung. Nur empfand ich das als gefärbt wegen des Wortes "gekonnt". |
| Dirchi | Guten Morgen und einen schönen 1. Mai!:) ...weiter oben hatte ich ja schon mal etwas zur Weisheit geschrieben,... ich denke, wie es auch im Buddhismus gesehen wird, das Weisheit jedoch nicht nur aus theoretisch-philosophischen Gedanken-Komplexen besteht, sondern erst recht die Geisteshaltungen und "pragmatisch"-intuitives Wissen die Weisheit entfalten und erfahren lässt. An Geisteshaltungen meine ich die nicht-unterscheidende Selbstlosigkeit, das allumfassende Mitgefühl, Gleichmut und liebende Güte. Weisheit und Geisteshaltung bedingen sich selbst und wirken wechselseitig abhängig, d.h., Weisheit kann nicht ohne diese "Tugenden" erlangt werden und auch nicht existieren, und diese Geisteshaltungen selbst sind (schon) Weisheit! ;) Da der Herr Timberwolf so manches flache Gesülze und eigene Inspirationen und Meinungen, als "Dünnpfiff" :D bezeichnet, (wobei ich das in dem ein oder anderen speziellen Fall auch mal so sehe, aber nicht veralgermeiner oder verurteile!), möchte ich nun zum Schluss ein paar (professionelle und WEISE) Textstellen, zur Definition der Weisheit im Buddhismus, zitieren!: Prajna, im Sanskrit wörtlich "Weisheit", "Einsicht", "Erkenntnis". ...ist für alle buddhistischen Richtungen ein zentraler Schlüsselbegriff, der die Natur des buddh. Heilsweges und Heilszieles kennzeichnet. Obwohl Prajna deutlich den gnoseologischen (die Erkenntnislehre betreffend) Aspekt akzentuiert, ist sie nie getrennt von existenzieller Realisation im Sinne meditativer und ethischer Persönlichkeitsentwicklung und daher nicht mit rein intellektuellem Wissen zu verwechseln, sondern eng verbunden mit in psychologischen Kategorien beschreibbarer Erfahrung. Gegenstand der Pranja im engeren Sinn ist die buddh. Lehre, im Grunde jedoch die von dieser vermittelte Einsicht in die Grundgegebenheiten des Daseins und die Heilswirklichkeit. ... In dieser dem Buddhismus spezifischen Konzeption von Prajna dürfte der Grund dafür liegen, dass seine hohen intellektuellen Leistungen meist von einseitigem Rationalismus frei bleiben. (aus: Das Lexikon des Buddhismus, von Klaus-Josef Notz, Herder-Spektrum-Verlag) ----------------------------------------------------------------------------------------------------- ...ein zentraler Begriff des Mahajana-Buddhismus ("Mittlerer-Weg-Buddhismus") , der eine nicht begifflich-intellektuell vermittelte, sondern unmittelbar erfahrene, intuitive Weisheit bezeichnet, deren entscheidendes Moment das Begreifen und die Einsicht in die Leere, das Wahre-Wesen der Welt, ist. Das Verwirklichen von Prajna wird vielfach mit dem Erlangen von Erleuchtung gleichgesetzt und ist eins der wesentlichen Kennzeichen der Buddhaschaft. (aus: Lexikon der östlichen Weisheitslehren, O.W. Barth-Verlag) ...Ich selbst bin nicht umbedingt der Mensch, der viel Labern, Erklären, Definieren oder philosophisch auseinander nehmen muss. Wissen ist begrenzt und führt deshalb auch meist zu Missverständnissen...die dann wiederum eine Lawine von Emotionen, wie Ärger, Wut, Eingeschüchtertheit, Besserwisserei etc., ins Rollen bringt! Aber das bleibt bei solchen Diskussionen und Erörterungen nicht aus, erst recht weil manche Grenzgebiete nicht kognitiv-rational "begehbar" und begreifbar sind, und wo jedes gedachte, gesprochene oder definierte Wort nur noch mehr Verwirrung und Unwissenheit erzeugt! :eek: ...Ich selbst hab zwar schon einiges an Büchern gelesen und interessiere mich auch für den ganzen theoretisch-philosophischen Kram bzw. Literatur, aber wahre Einsicht brachte mir letztendlich nur mein stink-normaler Lebensweg und meine Zen-Praxis des Zazen (Meditation)! Wenn wir alle nicht so viel an uns selbst, an unseren Meinungen, Ansichten und Definitionen festhalten würden und weniger, auf kleinkarierter Weise, verurteilen oder alles besser wissen wollten, dann hätten wir auch schon eine ganz und gar fruchtbare und menschlich-tolerantere Atmosphäre hier auf'm GothicBoard und würden der WEISHEIT einen gigantischen Schritt entgegen kommen!;) In diesem Sinne, lieben Gruß: Dirchi "Das es nichts zu erreichen gibt sind keine leeren Worte, sondern die allerhöchste Weisheit." (Huang Po, Zen-Meister) :p |
| Tromsø | @Timber Mit buddhistische Schriften habe ich mich kaum befaßt. Was ist denn deine Meinung zu dem Thema? |
| vonAquin | [QUOTE][i]Original geschrieben von Dirchi [/i] [B] Wenn wir alle nicht so viel an uns selbst, an unseren Meinungen, Ansichten und Definitionen festhalten würden und weniger, auf kleinkarierte Weise, verurteilen oder alles besser wissen wollten, dann hätten wir auch schon eine ganz und gar fruchtbare und menschlich-tolerantere Atmosphäre hier auf'm GothicBoard und würden der WEISHEIT einen gigantischen Schritt entgegen kommen!;)[/B][/QUOTE] Hi! Ich denke, dieser Punkt ist nicht falsch gedacht. Meine Meinungen möchte ich auch nicht als besserwisserisch verstanden wissen oder als aus Beton (d. h. unveränderbar. Anm. d. Verf. :D ). Aber meine eigenen Ansichten sind mir selbstverständlich deshalb so nah, weil es halt meine sind, was automatisch seinen Grund darin findet, dass ich mich mit diesen auseinandergesetzt habe. Nur kann ich fruchtbar damit nur "arbeiten", wenn ich menschlich-tolerant damit umgehe, das denke ich auch. Es gibt allerdings natürlich auch viele Menschen, die dieses wie auch anderes, ähnlich gelagertes, grundsätzlich für Laberei und Gesülze halten. Und diese leben ihr Leben ohne jegliches Nachdenken. Und sind dabei auch noch glücklich sowie der festen Überzeugung, dass das zeigt, wie weise sie sind.:p Ich denke, das zeigt deutlich, dass nicht vorhandenes Wissen vermutlich automatisch in einen Mangel an Weisheit mündet.;) |
| Dirchi | Joah... da ist was dran - ohne Wissen keine Weisheit, ebenso mit zu viel des Guten! ;) ...und dran festhalten, an dem zu viel oder zu wenig Wissen, geht sowieso inne Hose! :D |
| vonAquin | [QUOTE][i]Original geschrieben von Dirchi [/i] [B]Joah... da ist was dran - ohne Wissen keine Weisheit, ebenso mit zu viel des Guten! ;) ...und dran festhalten, an dem zu viel oder zu wenig Wissen, geht sowieso inne Hose! :D [/B][/QUOTE] Mh, ich glaube nicht, dass man(n/frau) zuviel wissen kann. Die Frage ist vielmehr, ob der-/diejenige vergleichsweise korrekt, also ohne Besserwissen, Rechthaberei o. ä. damit umgeht/umgehen kann. Und das betrifft u. U. ein vermeintliches Wissen. Z. B. im Bereich Beziehung. Wie will mir jemand was zu meinen Problemen in dem Bereich sagen, wenn er schon seit über 40 Jahren "neben seinem Partner in den Sessel furzt", aber meint, es sei unnötig, wenn ich im Falle einer Fernbeziehung (mit der möglichen Option des Aufbaues eines gemeinsamen Lebens) mit einer potentiellen Lebenspartnerin telephoniere oder smse. Das ist z. B. eine Art und Weise, in der ich das Vorhandensein von Weisheit bezweifeln muss. Auch wenn Wissen da ist, allerdings ein Wissen, was nur für eine langjährige Beziehung vorhanden und somit begrenzt ist. Mh... Richtig, daran festzuhalten bedeutet wohl automatisch eine Begrenzung, die nicht hilfreich ist. Flexibilität ist da nötig, bedeutet das doch eine Erweiterung des Wissen und persönliche Entwicklung. Das könnte wohl auch damit gemeint sein, wenn Sokrates sagte, "ich weiß, dass ich nichts weiß". Wissen ist nie endgültig... |
| Dirchi | Mit zu viel Wissen, meinte ich nicht, das es schlecht ist viel zu wissen, z.B. für eine Klausur oder Doktorarbeit! ...Da kann man ja nicht genug wissen. Was ich mit "zu viel Wissen" meinte, ist das Wissen im spirituellen Bereich - hier, in Bezug auf das Erlangen der vollkommenen Weisheit, der Erleuchtung, ist zu viel kognitives Wissen, auf der Ebene des diskursiven Denkens, eher hinderlich und versperrt einem den Weg! |
| vonAquin | Mh, so meintest Du das. Da bin ich allerdings durchaus anderer Meinung, denn wenn ich viel Wissen auf beiden Ebenen habe (sowie die erforderliche Intelligenz (sollte natürlich automatisch in dem Falle vorhanden sein)), sollte ich auch in der Lage sein, beides geschickt einzusetzen (also mehr im Sinne von Weisheit). Mit dem vorhandenen spirituellen Wissen also durchaus in der Lage sein, mit beiden Sorten umgehen zu können. Und es dürfte, die erforderliche Qualität vorausgesetzt, also nicht hinderlich sein... |
| Dirchi | ...tja, das kannst Du wohl nicht ganz verstehen, da kommen wir so nicht weiter, weil es irgendwann einen Punkt gibt, bei dem es auf dieser Erklärungsebene nix mehr zu erklären oder zu begreifen gibt. Würden wir hier die "Lösung" oder die "Definition" durch intellektuelles Gequarke und Philosophieren finden oder selbst kreieren können, dann könnten wir auch gleich ein dickes weises Buch durchlesen und hätten danach die Erleuchtung erlangt - träumt weiter!:D Im Ernst, so geht das nicht - Intelligenz wird auf dieser Ebene nicht nur hinderlich, sie wird zur heimtückischen Falle.... reintreten tut bestimmt weh und bringt einen gleich wieder auf den Boden der nüchternen Tatsachen! Guten Abend und gute Nacht! Dirchi ;) |
| vonAquin | [QUOTE][i]Original geschrieben von Dirchi [/i] [B]...tja, das kannst Du wohl nicht ganz verstehen, da kommen wir so nicht weiter, weil es irgendwann einen Punkt gibt, bei dem es auf dieser Erklärungsebene nix mehr zu erklären oder zu begreifen gibt. Würden wir hier die "Lösung" oder die "Definition" durch intellektuelles Gequarke und Philosophieren finden oder selbst kreieren können, dann könnten wir auch gleich ein dickes weises Buch durchlesen und hätten danach die Erleuchtung erlangt - träumt weiter!:D Im Ernst, so geht das nicht - Intelligenz wird auf dieser Ebene nicht nur hinderlich, sie wird zur heimtückischen Falle.... reintreten tut bestimmt weh und bringt einen gleich wieder auf den Boden der nüchternen Tatsachen! Guten Abend und gute Nacht! Dirchi ;) [/B][/QUOTE] Mh. Ja. So einen Punkt gibt es wohl öfter mal. Noch besser, WIR könnten ja ein weises Buch schreiben und von den Tantiemen dann bequem leben! *gg* Dass wir hier DIE Lösung oder DIE Definition nicht finden oder gar kreieren können, ist mir klar. Aber ein wenig Nachdenken wird ja wohl erlaubt sein? Das ist das, was mit den meisten "Normalos" in der Form nicht möglich ist... Nein, da habe ich definitiv eine andere Ansicht. Wenn ich ganzheitlich denke bzw. mich darum bemühe, dann ist Intelligenz nur ein (notwendiges) Teilchen im Lebenspuzzle. Wie meinst Du denn, sollte Intelligenz zur (sogar tückischen) Falle werden?? Dir ebenfalls eine gute Nacht! vA |
| Urvater | Egal wie man Weisheit nun definieren mag, glaube ich schon, dass sie Bewußtheit von Zusammenhängen und deren Refexion voeraussetzt. Dafür ist eine gewisse Intelligenz unabdingbar. Unabhängig davon wird auch Wissen nötig sein als Fundus, aus dem man schöpft, um überhaupt Querverbindungen zwischen verschiedenen Aspekten z.B. eines Problems herstellen zu können. Aus dem hohlen Bauch kommt keine Weisheit. |
| Dow | Für mich entsteht Weisheit aus Wissen. Wissen wiederum aus Erfahrung und gelerntem. Ob jemand Weise ist, ist dabei Relativ zum Fragesuchenden. Jemand der sehr Alt ist und sich über die Jahre ein große Menge Wissen angeeignet hat, kann eher als Weise gesehen werden, da er relativ zum Durschnitt der Fragesuchenden "Mehr Weis". Aber auch die Eltern sind für das Kind Weise, "Stecke Deine Finger nie in die Steckdose!". Überlicherweise ist jemand der von vielen als "Weise" gesehen auch Inteligent, ist aber nicht unbedingt Vorrausetzung in meinen Augen. Den ich kann jemanden auch einen Weisen nennen wenn er etwas unreflektiert wiedergibt, solange er nur über das passende Wissen verfügt. Jemand der Inteligent ist kann sich aber meiner Meinung nach insgesamt mehr Wissen aneignen, ist also Wahrscheinlich weiser ^^ Die Weisheit des Tages: Lese nicht zuviel von Dows Posts, das gibt Knoten im Hirn ^^ |
| Montrose | [QUOTE]Was versteht man / der Philosoph unter dem Begriff "Weisheit"? [/QUOTE]Philosophie und Weisheit haben nichts miteinander zu tun. Du solltest zwischen Worten und Wirklichkeiten unterscheiden. [QUOTE]Für mich entsteht Weisheit aus Wissen. [/QUOTE]Jemand, der viel weiß, kann trotzdem falsch denken und handeln. Ich sehe da keinen Zusammenhang. Weisheit ist etwas, über das man so wenig spricht wie über Wunder. Denn wo es auftritt, kann man es eh nicht richtig greifen und in Worte fassen. |
| Dirchi | ...Mensch Herr Montrose, was für eine Überraschung! Auch wenn wir uns sonst die Köppe gegenseitig, per Konversation, einschlagen..., haben wir anscheinend hier zu diesem Thema die gleiche Ansicht!;) ...Du sprichst mir von der "Seele"; ich hatte es auch schon versucht einigermaßen zu beschreiben, aber manche Philosophen hier denken immer noch, das man mit genügend Verstand und Intelligenz, die Weisheit (be-)greifen könnte, ...wenn man nur weiter mit seinem diskursiven Denken, hartnäckig an der Oberfläche nagt! Im Übrigen, ...was ich weiter oben mit der "heimtückischer Falle" des intellektuellen Denkens meine, ist, dass unser diskursives, also rational-kausales, Denken uns in die Irre führt, wenn wir angeblich Theorien verstehen und begreifen, was jedoch nicht so ist! Z.B. der folgende Satz, der Kernaussage des buddh. Herz-Sutras: "Form ist Leere und Leere ist Form." Wenn man sich länger mit der buddh. Lehre und Philosophie beschäftigt hat, kommt man der Essenz dieser Kernaussage näher und glaubt sie annähernd zu verstehen, zumindest deren "groben" Sinn. Dies ist jedoch eine riesen (Selbst-)Täuschung, da der wahre Sinn, die allumfassende Weisheit dieses Herzsutras, niemals durch unser (diskursives) Denken "verstanden" oder begreifbar werden kann, sondern nur, auf rein intuitiver Erfahrungsebene, erfahren werden kann! Und hierfür braucht man keinen riesen Wissensschatz oder einen hohen IQ. Warum wohl liegt die Wichtigkeit und Essenz des Buddhismus in der buddhistischen Praxis der Meditation und der tugendhaften Geisteshaltungen wie Mitgefühl oder Gleichmut?:rolleyes: Der Buddhismus hat mit unter die komplexesten und profundesten Philosophien und Psychologien aller Religionen und Weltanschauungen auf Erden... und dennoch sieht er die Priorität in der intuitiv-praktischen Erfahrung, der Erkenntnis der wahren Wirklichkeit, in der Übung der Meditation. Grüße: Dirchi :) |
| vonAquin | [QUOTE][i]Original geschrieben von Dirchi [/i] [B]...was ich weiter oben mit der "heimtückischer Falle" des intellektuellen Denkens meine, ist, dass unser diskursives, also rational-kausales, Denken uns in die Irre führt...[/B][/QUOTE] Und wie sieht es mit analogem Denken aus? Nur mal so gefragt. |
| Dirchi | ... ich wusste noch gar nicht, dass unser Denken, wie in der Elektronik, auf analogem oder dialogem Wege funktioniert!:rolleyes: Es gibt doch entweder, auf intellektuell-rationaler Ebene, das diskursive Denken, oder, auf der instinktiv-unbewussten Ebene, das intuitive Erfahren!:eek: |
| vonAquin | Ok, dann verzeihe, dass ich danach gefragt habe. |
| Timberwolf | Hossa. Hier tut sich ja etwas... @ Dirchi: Das mit dem geistigen Dünnpfiff hast du gut wiedergegeben. :D Kein weiterer Kommentar dazu. Was Buddhismus und Taoismus anbelangt, habe ich auch schon diverses dazu gelesen, aber mich nie wirklich tiefer gehend damit befasst. Mir sind mittlerweile diverse Nachtweltler bekannt, die sich da vermutlich weit besser auskennen (du unter anderem)... ich weiß nur, dass der Buddhismus einen Hang zu - durchaus sehr interessanten und lesenswerten - Antagonismen hat und manche Leute aus unserem Kulturkreis dann gerne damit um sich werfen, wobei ich mich dann wiederum oft frage, was der Sinn eines solchen Zitierens "nackter" Dogmen (ohne eine erläuternde Erklärung) sein soll. Buddhistische Schriften verlangen vom Leser eine gewisse Reflektion und solch ein Zitat müsste dann im Rahmen einer Diskussion wie dieser hier ebenfalls erläutert werden, was wiederum ihren Rahmen sprengt und und und... @ Tromsø: Da ich den Begriff Weiheit ebenso diffus finde wie Montrose, setze ich mich nicht sonderlich damit auseinander. Nichtsdestoweniger linse ich immer gerne in solche Diskussionen und gebe meine Kommentare zu diesen als solchen ab. In diesem Sinne: Wahre Worte sind nicht schön und schöne Worte sind nicht wahr. :p |
| Dirchi | ...Ja Timber, schön Dich zu hören! ...Hoffen wir mal alle hier für uns, auf ein mentales "Imodium-akut"... so das die geistige Diarrhoe im Forum abheilt! :D ...aber wie gesagt...Durchfall hat jeder Mensch mal im Leben! ;) |
| Timberwolf | Da sieht man mal wieder die Tücken religiöser Dogmen: deine Worte sind weder schön noch wahr @ Dirchi. :p Oder sollte ich sagen: "Na, welch ein Glück, dass dein Kommentar nicht auf mich bezogen ist"? :D Sag jetzt nichts falsches... ansonsten hätte ich dir nämlich mitteilen müssen, dass das einzige Immodium Akut, das schnell und dauerhaft gegen mich hilft, von der Mafia bezahlt wird und dich bei Inanspruchnahme seiner Dienste in die Illegalität hätte abdriften lassen... und das wollen wir doch nicht. ;-P |
| Dirchi | ...Da verstehe ich gerade mal nix, was Du da so von Dir gibst - und ich bin weder übermüdet oder stehe unter Drogen...! Vielleicht ist bei Dir wat nicht ganz dicht? (Wenne schon Imodium mit doppel-m schreibst!:D) Im Ernst Herr Timberwolf, what's the matter? Und übrigens, lass die bösen Mafia-Drogen weg... alles Mist, illegal und macht Birne hohhhhl! ...Da wüsste ich was Besseres... im Rettungsdienst gibt's Sachen die dröhnen sogar schon auf Rezeptpflicht - aber über sowas habe bzw. nehme ich mir Schweigepflicht!:D Geh mal inne Heia, dann kannste mir morgen noch mal den Sachinhalt in Ruhe erörtern! Gut's Nächtle und träume süß... mit oder ohne Mafia-Exportschlager! Dirchi ;) |
| Timberwolf | Mich versteht ja sowieso niemand. :D Also mach dir keine Sorgen wegen deiner Auffassungsgabe. Und: du hast den Rechtschreibfehler des Jahres beim Wolf gefunden und erhältst dafür den Goldenen Keks mit Kirsch- und Bananemarmeladefüllung... what's the matter? The matter is wisdom. Thus: back to topic! ;-) |
| Dirchi | Ah, the matter is wisdom! ...musste gerade mal nachschlagen was das auf deutsch heißt... hatte selbst beim Abi in Englisch ne tolle 5!:) Weisheit also - gut das Du mir das sagst... ich dachte bei dem Thema hier gehts um die Moral der Gummibärchen! Du böser Wolf...bekomme ich den Keks auch mit Schokofüllung? Golden muss er nicht sein, so hohe Ansprüche hab ich net! Da ich nun so richtig unweise-müde werde, sag ich mal gute Nacht und bis morgen - ohne Weisheits-Dünnschiss, gelle Wolfi!;) |
| Montrose | Ich sage nicht, daß Weisheit geistiger Dünnpfiff ist. Und ich wehre mich dagegen, Weisheit im Buddhismus, Taosimus oder in einer sonstigen Religion oder Philosophie prinzipiell zu sehen (wenn Gott ganz persönlich an Deinem Telefon hängt, ist das natürlich wieder etwas anderes). Ich sage aber, daß es Entscheidungen gibt, die richtig oder falsch sind. Und warum jemand eine richtige Entscheidung gefunden hat, läßt asich gelegentlich nicht nachvollziehen. Denn a. die klare, analytische Erkenntnis war eben doch nicht im Spiel. Im Schachspiel oder auf dem Schlachtfeld oder beim Menschen oder bei Spekulationen oder oder hat man manchmal ein Gefühl, daß da etwas so oder so sein müsse, ohne daß man es begründen könnte. Man sollte daraus keinen Sport machen, denn das Hirn auszuschalten wie bei den teppichfliegern oder Esos oder sonstigen führt in der Regel ins Verderben. Und dennoch .... manchmal .... und auf eigene Gefahr!! b. Mit der Moral oder Tradition ist das genau dasselbe. Ich glaube, kein mensch kann wirklich glücklich und stark sein, wenn er nicht ggf. Regeln bricht. Die Welt wird durch eine vollkommene Moral unglücklich und tot. Und hier wieder dasselbe.... man sollte daraus keinen Sport oder keine Gewohnheit draus machen, denn das führt ins Verderben. Und dennoch .... manchmal .... und auf eigene Gefahr!! ;) Über eines bin ich mir ziemlich sicher: Weisheit kann man nicht über Bücher gewinnen. Deshalb, wenn jemand mir einen Guru oder einen Philosophen oder einen Wissenschaftler zitiert ...also alles in Worte und Bücher gefaßte Behauptungen.... dann weiß ich ohne viel nachzudenken ...das kann gar nicht weise sein. |
| Dirchi | ...ja Montröschen, da hat Du wieder mal den rechten Nagel auf'n Kopp getroffen! Warum sonst antworten weise (Zen-)Meister meist in Form eines Koans, mit ihrem Lachen, eines Witzes, mit dem Schweigen oder gar mit einer spontanen Ohrfeige?! :rolleyes: Montrose, mich wundert Deine Einstellung, dass man Weisheit nicht über Bücher gewinnen kann! Warst Du nicht sonst hier einer DER Philosophen und (Quer-)Denker schlecht hin, der alles und jeden Pfurz, auf intellektuell-rationaler Ebene, determinieren wollte und stets versucht dies zu bewerkstelligen? Vielleicht kann ich Dich auch manchmal nur schlecht einschätzen!? Also gibt es anscheinend auch für Dich, die nicht explizierbare intuitive Erfahrung, welche jenseits des Intellekts und des Denkens liegt?!? Deine Gedanken zu den Regeln und der Moral finde ich interessant, weil viel Wahres dran ist. In Hinsicht auf die Moral finde ich sehr bedeutsam, dass das Karma primär in keinster Weise mit der Moral was zu tun hat,... aber genau dies macht Karma ja auch als ein universelles Gesetzt erst aus! Lieben Gruß: Dirchi ;) |
| Montrose | Lieben Gruß zurück. Wenn man Karma als Bestimmung auffaßt, kann ich damit sogar was anfangen. ;) |
| Urvater | Weisheit ist einzig und allein eine Sache der Lebenserfahrung. Man muss wohl einfach oft genug auf die Schnauze gefallen sein, um die dafür nötige innere Ruhe zu bekommen. Die Engländer haben dafür ein schönes, unübersetzbares Wort : composure. |
| Montrose | [QUOTE]dass man sich dadurch, dass man sich in geschriebenen gedanken anderer menschen wiederfindet und bestätigt sieht, in sich sebst und seinem empfinden sicherer wird. [/QUOTE]Das trifft nur zu, wenn die Bücher gut sind. Sind sie schlecht, so bestärken sie Dich in falschen Dingen. Um also von Büchern profitieren zu können, muß man erst in der Lage sein, die Qualität eines Buches einschätzen zu können. In einer Sache bin ich mir ziemlich sicher: ich könnte einen x-beliebigen rausgreifen, egal wieiviel Scheiß er im Leben gebaut hat, und ihn bitten, ein Lebensberatungsbuch zu schreiben. Kein Mensch würde herausfinden, ob der Autor ein Champ oder ein Loser oder ein Gauner ist, und kaum einer würde bemerken, ob das, was der Typ da schreibt, Hand und Fuß hat. Bücher sind für viele Leute etwas "magisches". Nicht, was das Buch besagt, sondern daß es überhaupt als Buch vorliegt, das begeistert die Leute. [QUOTE]ziemlich viel mit dem 'inneren nachspüren' zu tun, mit intuition und der bewusstwerdung von un(ter)bewusstem. [/QUOTE]Vielleicht. Man kann aber auch einen nüchternen Standpunkt einnehmen: wenn eine Entscheidung gute Konsequenzen hatte, war sie weise, wenn daraus schlechtes erwuchs, war sie unweise. Daß aus einer Sache gutes resultiert, das ist ein Mischmasch aus Verstand, Glück, Mut ...und auch aus Gefühl. Sehr richtig. Und weil man das nicht alles so sauber auseinanderhalten kann, stimme ich Dirchi zu, daß sich Weisheit kaum beschreiben läßt. |
| Montrose | [QUOTE]...stimmt, ist jedoch individuell begrenzt[e] (weisheit).[/QUOTE] Nö. Das stimmt nicht. Wenn ich von guten und schlechten Konsequenzen sprach, meinte ich nicht den persönlichen Vorteil. Sondern ich meinte, daß wir alle sehr wohl verstehen, was unser Verhalten für Konsequenzen für das gesamte soziale Umfeld hat. Und von daher kann und wird auch jeder Mensch die Konsequenzen nicht nur individuell, sondern umfassend abchecken. Daß jemand das Überindividuelle so ganz ausblenden kann, das glaube ich nicht. Ich hab jetzt mehrfach die Erfahrung gemacht, daß bei den meisten Leuten, wenn sie bestimmte Grenzen übertreten, ein Stop-Signal kommt. Mag sein, daß sie dieses Signal dann doch übertreten .... aber die Leute wissen ganz genau, was ihr Tun überindividuell bedeutet und wo sie Fehler begehen. Das ist sicher nicht "individuell" oder "subjektiv" oder "jeder so wie er mag". Die Gretchenfrage ist für mich da immer, wenn solche Grenzen überschritten werden: hab ich es jetzt mit einer Person zu tun, die aufgrund eines Hirnschadens oder aufgrund schlimmer früheren Erfahrungen diese Signale nicht erkennen kann, oder kann sie diese Schwellen erkennen und geht trotzdem drüber. Die Antwort ist bis vielleicht in meinem ganzen Leben eine einzige Person: die Menschen wissen ganz genau, was sie tun, sie spüren die Stopp-Signale. [QUOTE]ein zufriedenes leben zu führen und das auch ohne dass ich konkret in etwas eingreife. weisheit kann auch sein, sich einfach heraus zu halten und ab zu warten bis die sache sich ganz von alleine fügt. weisheit ist u. a. auch taktik, verständnis und geduld, mit sich selbst und anderen. (my two cents)[/QUOTE]Ein interessanter Standpunkt. Neulich hatte ich eine Diskussion mit einer Mutter über Erziehungsmethoden, ums mal recht allgemein zu formulieren. Da ging es dann auch um Verständnis, ums Entschuldigen usw. usw. Das Gespräch bestand und endete in einem Aneinander-Vorbeireden. Aber um hier nochmals meinen Standpunkt dieses Gespräch darzulegen: es macht meines Erachtens keinen Sinn, Kinder von allem "Bösen" fernzuhalten, ihnen die besten Sitten und Manieren angedeihen zu lassen, und niemals ---um ja kein schlechtes Vorbild abzugeben ---- eine böses Wort zu sagen, auf daß das Kind nicht ins Grübeln käme, sein Selbstwert nicht angekratzt würde.... und warum bin ich gegen diese Sicht? Ganz einfach, weil die Welt nicht so gebaut ist. Die edelsten Menschen werden für gewöhnlich zu den schlimmsten Schweinen und Nazis, weil sie nie gelernt haben, mit dem Unedlen umzugehen. Es ist eine der Lebensaufgaben, daß ein Mensch auch mit Unverständnis und Ungeduld zurandekommt. Und genau da fängt für mich auch Weisheit an: nicht einfach das Unliebsame mit Phrasen auszublenden, sondern damit umgehen zu lernen. Weisheit, so glauben die Menschen irrtümlich, hätte etwas mit Wohlbefinden und mit Introspektion oder "psychischer" Entwicklung zu tun. Dem ist aber nicht so, denn Wohlbefinden, Introspektion und psychische Entwicklung sind selbstbezogene Konsumgüter. Weisheit hingegen ist etwas nach außen gewandtes: weise ist, wer im Feld drinsteht....weise ist, der mit der Welt verbunden ist, weise ist, wer wie in einem Nervengeflecht mitschwingt. Der alleinige Betrachter ist nicht weise, sondern er hat sich nur der Aufgabe entzogen. |
| finsteres Wesen | "weisheit" ist in meinen augen schwer zu definieren... ich denke, dass viele alte menschen weise sind, weil sie einfach viel lebenserfahrung haben... (das versteht ihr jetzt doch nicht falsch, oder? ;) ) jedenfalls ist man meiner meinung nach weise, wenn man sich in andere menschen hineinversetzen kann (und/oder ihnen mit ihrer "weisheit" helfen kann). zum beispiel denke ich auch, dass psychologen weise sind, da sie dinge kennen, die der normale mensch nicht kennt. sie beschäftigen sich mit dem unterbewusstsein und überlegen, wie der mensch denkt, sie können sich in einen hineinversetzen und dinge erklären und beschreiben, die man selbst nicht zu beschreiben vermag. das ganze klingt jetzt wahrscheinlich in euren ohren entweder schnulzig oder albern, aber es ist zumindest meine eigene meinung. :p vielleicht ist es auch einfach nur zu schwer zu erklären und ich bekomms nicht auf die reihe. :D liebe grüße finsteres wesen |
| Urvater | Weisheit hat sicher primär mit gemachten Erfahrungen (und damit sekundär mit dem Alter) zu tun. Als (ziemlich) alter Mensch habe ich einfach schon mehr erlebt und mehr Probleme bewältigen müssen als ein junger Mensch. Ich kann diese Erfahrungen weitergeben. Im Laufe des Sammelns dieser Erfahrungen wird man auch zwangsläufig ruhiger - "abgeklärter" wäre vielleicht ein besserer Ausdruck, wenn er nicht gleich überheblich klingen würde. Aber echt, wenn man ein halbes Jahrhundert mit allen möglichen Problemen fertig werden musste und daran nicht kaputtgegangen ist, muss man schon eine gewisse Stabilität entwickelt haben, die man sich sich selbst mit 20 noch nicht vorstellen konnte. Das Problem ist nur : Wie kann ich meine "Weisheit" (bitte den Ausdruck hier nicht so ganz ernst nehmen) vermitteln ? Kleines dummes Beispiel, eine Ebene unter "Weisheit": Du hast beim Elektrobasteln schon mal einen gewischt bekommen, Du kennst auch Fälle, wo jemand von Strom getötet wurde. Nun erzähl mal einem Kleinkind, warum es keinen Nagel in die Steckdose stecken soll... Also, jetzt mal im Versuch allgemein zu sprechen, ohne mich selbst allzusehr zu meinen: Das Problem liegt nicht darin, weise zu sein; es liegt darin, die Weisheit zu vermitteln, ankommen zu lassen. Euer Urvater |
| Montrose | [QUOTE]ich denke, dass viele alte menschen weise sind, weil sie einfach viel lebenserfahrung haben... [/QUOTE]Es gibt auch ältere Menschen, die andere terrorisieren. Somit glaube ich, daß das Alter nur dann einen Vorteil darstellt, wenn jemand aus seinen Erfahrungen die richtigen Schlüsse gezogen hat. [QUOTE]zum beispiel denke ich auch, dass psychologen weise sind, da sie dinge kennen, die der normale mensch nicht kennt.[/QUOTE]Ein Psychologe spielt in seiner Berufsrolle den Weisen und kann aus Büchern eine ganze Menge schlauer Sprüche ablesen. Wenn er aber nicht in dieser Rolle ist, also nach Feierabend Privatperson, also nicht mehr dieses Etikett "weiser Mann" trägt, dann kann auch er Dummheiten begehen ...entweder weil er so drauf ist oder weil ihn andere dazu bringen. Warum suchen wir den Weisen? Warum versuchen wir, ihn an einem Ort oder an einer Person festzumachen? Weil wir glauben, wenn wir mit einem Weisen zusammen sind, werden wir selbst weise. Das kann klappen oder auch nicht. Weisheit hat nichts damit zu tun, sich an einen anderen ranzuschmeißen oder jemand anderen auf ein Podest zu heben und ihn damit zu meinem Götzen zu machen (den ich eh, wenn er anfängt lästig zu werden, von seinem Podest werfe). Weisheit ist wie Spiritualität oder Gott etwas, das ich nicht so gerne greifbar machen möchte ("dort an jenem Ort ist es"), weil dies Gefahr läuft, etwas sehr Großes in eine kleine Schachtel zu packen. Weisheit hat m. E. etwas damit zu tun, gute Gründe zu haben, Ungewißheit zu ertragen. Ungewißheit jedoch nicht zu ertragen, sondern sie auflösen wollen, das ist nicht weise. [QUOTE]Im Laufe des Sammelns dieser Erfahrungen wird man auch zwangsläufig ruhiger - "abgeklärter"[/QUOTE]Dem würde ich zustimmen. Vielleicht gibt es dafür einen ziemlich düsteren Grund: je älter man wird, desto weniger hat man zu verlieren, weil man dem Tod näher kommt. Das ist nicht bei allen Menschen so, klar. Jedenfalls bei mir war es aber so, daß ich früher viel mehr geplant habe, weil ich dachte "wenn Du was falsch machst, ist Dein ganzes Leben futsch." Weil das so viel war, dachte ich, besonders aufpassen zu müssen. Im Nachhinein muß ich sagen, das war nicht so weise, weil ich das meiste doch nicht voraussehen konnte. [QUOTE]Das Problem liegt nicht darin, weise zu sein; es liegt darin, die Weisheit zu vermitteln, ankommen zu lassen.[/QUOTE]Auch hier Zustimmung. Hin und wieder, so scheint mir, kommt allerdings doch was an. |
| finsteres Wesen | @ montrose: deshalb hatte ich gehofft, nicht missverstanden zu werden, denn man kann weisheit wirklich nur sehr schlecht erklären... nun, wie es mir scheint, bin ich bei diesem versuch kläglich gescheitert, wobei ich die schilderung von urvater doch als recht passend empfand. vor allem scheinst du mich bei dem beispiel mit dem psychologen falsch verstanden zu haben, weisheit bedeutet für mich nicht, schlaue sprüche klopfen, aber ich denke, wenn man sich eingehend mit dem thema mensch im weitesten sinne beschäftigt, dann ist man in gewisser hinsicht doch weise. wie gesagt, besser kann ich es nicht erklären, aber vielleicht hast du einfach nur eine andere sichtweise als ich. lieber gruß finsteres wesen |
| Montrose | Nicht unbedingt. Und Du bist auch in keinster Weise gescheitert. Das Thema Psychologe ist aber halt so ein bißchen problematisch. Weisheit kann sich nach meinem Verständnis bei jedem zeigen, ob Mutter oder nicht, ob studiert oder nicht, ob reich oder arm, ob Mann oder Frau. Das ist nicht festgelegt. [QUOTE]aber ich denke, wenn man sich eingehend mit dem thema mensch im weitesten sinne beschäftigt, dann ist man in gewisser hinsicht doch weise. [/QUOTE]Aber jeder beschäftigt sich doch mit anderen Menschen. Und zwar nicht "im weitesten Sinne", sondern ganz unmittelbar als Freund oder Vater oder Kind oder Kollege. Somit müßte ja jeder weise sein. "Sich mit Menschen beschäftigen"... was heißt das denn? Der Psychologe beobachtet oft nur und trägt keine persönliche Verantwortung wie das zum Beispiel zwischen Freunden gilt. Und der Psychologe hat zu fast 99 % der wichtigen lebensthemen (also Recht, Beruf, Ökonomie usw.) überhaupt nichts zu sagen. Deshalb finde ich das einfach für unzutreffend, daß Psychologen weiser sind. Und wenn, dann ist jeder Rechtsanwalt oder jeder Ingenieur genauso weise wie ein Psychologe, Psychologie ist eher eine Technik. Weisheit würde ich eher in der Religion vermuten. Irgendwie finde ich das komisch und auch etwas klischeehaft daß bei Weisheit "Psychologe" assoziiert wird. Warum nicht General? Das wäre doch viel mehr plausibel, weil seine Entscheidung unmittelbar über das Leben tausender Menschen Konsequenzen hat (wenn sein Schlachtplan falsch ist, sterben tausende seienr Soldaten)..... während das Tun eines Psychologen bestenfalls einen einzigen vor dem Selbstmord rettet. Die Verantwortung und das Wirken des Generals ist doch viel größer .... und dementsprechend fällt seine "Weisheit" auch mehr ins Gewicht. Und nochmals: Weisheit hat nichts mit dem persönlichen Ich zu tun, sondern mit dem gesamten Feld. Mit dem, was aus der Summe vieler Prozesse bei vielen Menschen an mehr entsteht. |
| Dirchi | ;) ...Montröschen! Deine Ansicht zur Weisheit gefällt mir und ist wahrhaftig nachvollziehbar! Ich frage mich auch hier, was die meisten Menschen unter Weisheit verstehen! Echte Weisheit liegt für mich jenseits dem Begrifflichem, dem Kognitivem und dem Kausalem. Intuition, fernab von Wissen, und auch das Durchschauen der eigenen Lebenserfahrung, ergibt für mich ein Hinweis auf wahre Weisheit. Ein einfacher Bauer auf dem Lande, vermag mehr dessen zu haben als ein akademischer Psychologie-Professor! Das Eine schließt nie das Andere aus - und Weisheit ist nie das, für was wir es determiniert halten! Weisheit gibt es nicht und nirgens zu finden, Weisheit ist, und ohne Selbst! :rolleyes: Grüße: Dirchi |
| skywalker | Ja, das stimmt, die Ausführung von Monty hat mir ebenfalls gefallen; durchdachte Darstellung. Natürlich existieren Faktoren die den Grad der Weisheit beeinflussen, andererseits können diese, ebenfalls als Hindernisse wirken. Das Einzige was man in der Hinsicht herausfiltern könnte, wäre die Anzahl und der Wirkungsgrad der Faktoren, die in der Regel eine hilfreiche Wirkung aufweisen. Das Alter ist zum Beispiel ein Faktor, der in der Regel dieses Resultat vorweist. Wie erwähnt, in der Regel, Ausnahmen sind natürlich vorhanden. Die damit verknüpfte Erfahrung ist hier natürlich vorausgesetzt - in der Regel neuerdings. Was Wissen und Psychologie betrifft, das sehe ich genauso wie Monty und Dirchi, das spielt im eigentlichen Sinne keine Rolle. Wenn man die gesamte Palette aller kognitiven Fähigkeiten besitzt, vermutlich schon, da die Erkenntnisfähigkeit im Vordergrund steht und mit dem Selbst verknüpft ist. Also kurz gesagt, es dreht sich vielmehr um das „Wie ich es mache“ als ums „Was ich mache“, natürlich im normalen Bereich, denn wenn ich jemanden umbringe, dann spielt keine Rolle, was und wie. Damit meine ich den Prozess der Reifung. Und hier sehe ich als zentralen Begriff, die [B]Vernunft.[/B] Das Beispiel von Monty mit dem General passt gut zu einem Gedanken von mir, bezüglich der Weisheit. Man könnte Weisheit wie mit dem Schach vergleichen. Man kann Schach relativ schnell erlernen. Man kann sich Wissen und Erfahrung eineignen, aber es gehört viel mehr dazu, um ein Meister zu werden. Die Gefühle z.B. können als Hindernisse wirken. Viel mehr dreht sich um das Ganze. Und da hat der Monty wieder Recht, das Ganze ist in meinen Augen wie ein Puzzle, wo die Teile (Fertigkeiten) richtig zusammengesetzt werden müssen, um das Tor zur Wahrheit öffnen zu können. Kant hat mal gesagt:"der muss viel wissen, der andere lehren soll, mit wenig Wissen weise zu sein". "Philosophie ist die Idee einer vollkommenen Weisheit, die uns die letzten Zwecke der menschlichen Vernunft zeigt"! Gruß |
| Fräulein Abend | Meiner Meinung nach ist Weisheit genau das Stadium in dem man um die Dinge weis, ohne damit prahlen zu müssen, dass man es weis. Die Sache mit dem Zitieren ist so eine Geschichte, ich denke wenn man weis was das zitierte zu bedeuten hat und man ähnlich oder genauso über die Dinge denkt, dann ist es weitgedacht, aber nicht wirklich weise. Weise sind Zitate dann, wenn sie von einem selbst stammen und man sie nur zum besten gibt, wenn danach verlangt wird. |
| Fräulein Abend | :p |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Fräulein Abend [/i] [B]:p [/B][/QUOTE] OT: Das hat aber lange gedauert, bis dieser Nachbrenner kam! 5 Jahre und 10 Monate! :D |
| Eloandra | Aber lernt man nicht Stück für Stück an Weisheit hinzu, wenn man Erfahrungen sammelt? Ich meine, weise ist der Mensch, der die Weisheit aus dem eigenen Leben gesammelt und zusammengesucht hat. Weisheit ist meiner Meinung nach ein übergreifendes Wort. Jeder kann es sagen, doch besitzen nur die wenigsten. Als was definiert ihr denn die Weisheit? Es ist ein großes Wort mit tiefer Bedeutung. Aber die Frage ist doch: Kann man es überhaupt definieren? Grüßchen, Eloandra |
| blacklilacow | [QUOTE][i]Original geschrieben von Montrose [/i] [B]Nicht unbedingt. Und Du bist auch in keinster Weise gescheitert. ...... "Sich mit Menschen beschäftigen"... was heißt das denn? Der Psychologe beobachtet oft nur und trägt keine persönliche Verantwortung wie das zum Beispiel zwischen Freunden gilt. Und der Psychologe hat zu fast 99 % der wichtigen lebensthemen (also Recht, Beruf, Ökonomie usw.) überhaupt nichts zu sagen. Deshalb finde ich das einfach für unzutreffend, daß Psychologen weiser sind. Und wenn, dann ist jeder Rechtsanwalt oder jeder Ingenieur genauso weise wie ein Psychologe, Psychologie ist eher eine Technik. Weisheit würde ich eher in der Religion vermuten. nd das Wirken des Generals ist doch viel größer .... und dementsprechend fällt seine "Weisheit" auch mehr ins Gewicht. . [/B][/QUOTE] Seh ich eigentlich genau so! |
| Nix | Sein Beitrag ist erst sechs Jahre her. Mit Glück liest er Deine zustimmende Bemerkung und freut sich. |
| JohnSteed | Das Alter von Postings ändert nichts an deren Weisheit/Dummheit... Nein, ich war nicht Montrose....das wüste ich aber... |
| hagzissa13 | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nix [/i] [B]Sein Beitrag ist erst sechs Jahre her. Mit Glück liest er Deine zustimmende Bemerkung und freut sich. [/B][/QUOTE] Mit Glück liest er es nicht und bleibt, wo er ist..... *Valium schluck* ;) |
| GrimFandango91 | Grundsätzlich würde ich Weisheit erst einmal als den Schatz an Erfahrungen und Wissen definieren, den man über die Jahre sammelt. Grundsätzlich wird man also weiser mit dem Alter, wobei manche Menschen schneller weiser werden als andere, da sie mehr aus ihren Erfahrungen lernen. |
| Philon | Was mich immer in der Hinsicht total fasziniert hat, war dieses Zitat von Lao Tse: [I]Ohne aus dem Haus zu gehen - kannst du die Welt erkennen Ohne aus dem Fenster zu sehen - kannst du den rechten Weg erkennen Je weiter deine Reise dich fortführt - desto geringer deine Erkenntnis Der Weise erkennt - ohne zu reisen - versteht ohne zu sehen - vollendet ohne zu handeln[/I] Menschen besitzen die Fähigkeit, mehr an Weisheit zu erlangen, indem sie ihre Umwelt aktiv beobahten und vieles daraus lernen können. Ich meine, ich brauche keine Heroinerfahrung zu machen, damit ich später die weise Entscheidung treffen kann, Heroin sei schlecht. Mit anderen Dingen im Leben ist allerdings nicht so einfach wie in dem Beispiel zuvor. Die Basis ist aber die gleiche. Ich kann beobachten, analysieren, objektivieren und daraus eine Entscheidung treffen. Denn letztendlich geht es nicht nur darum das Richtige zu tun, sondern es auch richtig tun. |
| Nix | [QUOTE][i]Original geschrieben von Philon [/i] [B] Denn letztendlich geht es nicht nur darum das Richtige zu tun, sondern es auch richtig tun. [/B][/QUOTE] Alles, was wert ist, getan zu werden, ist es wert, gut getan zu werden. |
| JohnSteed | [QUOTE][i]Original geschrieben von GrimFandango91 [/i] [B]Grundsätzlich würde ich Weisheit erst einmal als den Schatz an Erfahrungen und Wissen definieren, den man über die Jahre sammelt. Grundsätzlich wird man also weiser mit dem Alter, wobei manche Menschen schneller weiser werden als andere, da sie mehr aus ihren Erfahrungen lernen. [/B][/QUOTE] Nein, man kann sich auf diesem Idiotenplaneten nichts verdienen oder erarbeiten...... Das sind traditionelle Märchen. Man hat es oder auch nicht! |
| LaChatte | [QUOTE][i]Original geschrieben von JohnSteed [/i] [B]Nein, man kann sich auf diesem Idiotenplaneten nichts verdienen oder erarbeiten...... Das sind traditionelle Märchen. Man hat es oder auch nicht! [/B][/QUOTE] Das stimmt doch hinten und vorne nicht. Weisheit ist nun eindeutig etwas, was mit Erfahrung zusammen hängt. Ihr Mass erhöht sich unvermeidlich, je mehr und je vielfältiger die Erfahrungen sind, die ein Mensch macht. und welche Art von Erfahrungen jemand zu machen wünscht, liegt grösstenteils in der Macht des Einzelnen - ob jahrzehntelang immer gleiche Routine, oder das Suchen nach immer neuen Erfahrungen. grüsse, barbara |