| Nataraja | Was bedeutet euch Freundschaft? Jeder denkt darüber nach, was Freundschaft genau ist, was Freundschaft ausmacht und ab wann man etwas als Freundschaft bezeichnen kann. Hat sich einmal jemand die Frage gestellt, welche Bedeutung Freundschaft in seinem Leben spielt? Ich versuche es immer mit Liebe zu definieren. Wahre Freundschaft beinhaltet meiner Meinung nach eine Art von Liebe. Genauso wie eine Beziehung erst auf verliebt sein beruht und dann mit der Zeit Liebe daraus ensteht, entwickelt sich meiner Meinung nach so eine ähnliche Bindung bei einer wirklichen Freundschaft. Ich weiß nur, dass wenn man einmal so einen Freund findet, ihn niemals loslassen sollte!! Ich habe erst einmal in meinem Leben eine wahre Freundschaft gehabt, die sich leider mit der Zeit verlaufen hat, weshalb ich zum ersten mal in meinem Leben eine Freundschaft gekündigt habe und ich weiß, dass ich es mein Leben lang bereuen werde.. Ich rate euch nur das niemals zu tun!! Liebe Grüße Eine schwarze Seele |
| Daimon | Ich glaube "Liebe" trifft es bei wahrer Freundschaft schon ganz genau. Mein wahrer Freundeskreis ist sehr sehr klein. Es sind Menschen, mit denen ich mich prächtig verstehe, mal heftig streiten kann und kurz darauf wieder gegenseitig verziehen wird. Ich kann z. B. nicht diese Leute verstehen, die sich so streiten, das sie sich hassen und gegenseitig verletzen und nie wieder zusammenkommn: Das war nie wahre Freundschaft. Meine Freunde geben mir meistens Kraft. Vergleichbar mit einer duften zweiten 'Familie'. Ich würde alles für sie geben und ich würde alles bekommen (schon erprobt *lächel*). Diese Freundschaft muss sich nicht immer entwickeln, meist 'funkt' es bei der ersten Begegnung. Ob sich diese Freundschaft festigt hängt dann von beiden Seiten ab. [QUOTE]Ich weiß nur, dass wenn man einmal so einen Freund findet, ihn niemals loslassen sollte!![/QUOTE] Manchmal muss man so einen Freund loslassen. Klammern kann genauso wehtun wie von sich stossen ... [I][COLOR=red]Liebe ist ... wie Freundschaft, nur stärker![/COLOR][/I] |
| ctulhu | Ich denke, das "wahr" ist hier ein sehr dehnbarer Begriff. Hier vielleicht mal als Denkanstoß eine alternative Definition: So ziemlich das Ultimative bei einer Freundschaft ist, wenn es keinen Unterschied zu Deinem Verhalten macht, ob der Freund/die Freundin da ist oder nicht .... d.h. wenn die Nähe, die Du zu ihm/zu ihr fühlst, praktisch gleich ist mit der Nähe, die Du zu Dir selbst fühlst. Ob der Freund da ist oder nicht, hat auf Dein Verhalten keinerlei Einfluß, weil sein Dasein so selbstverständlich ist wie die Einrichtung Deiner Wohnung und so weiter.... Das ist schon ein Unterschied zu Liebe, wo es ja gerade nicht gleichgültig ist, ob die geliebte Person da ist oder nicht. So gesehen sind Freundschaft und Liebe zwei verschiedene Aspekte der emotionalen Beziehung, die man zu einem Menschen haben kann. |
| rainraven | Freundschaft ist auch für mich eine Art von Liebe, Verbundenheit. Die Leute, die ich meine Freunde nenne, und diese sind es schon seit vielen Jahren, sind für mich meine "Familie". Leute, bei denen ich mich geborgen und wohl fühle, die mich kennen und akzeptieren, wie ich bin, vor denen es mir nicht peinlich sein muß, wenn sie mich beim Weinen oder in einer blamablen Lage sehen und die mir verzeihen, wenn ich mich mal im Ton vergriffen habe. Die sich von mir auch mal Kritik gefallen lassen und zu mir ehrlich sind, ohne mich deswegen fertig machen zu wollen. ich bin dazu da, meine Freunde glücklich zu machen, und andersrum gibt es mir ein Glücksgefühl, wenn sie zeigen, daß ihnen meine Gesellschaft und Nähe wichtig ist. Ich habe nicht viele, aber nur sehr gute Freunde und bin auch nicht absichtlich auf der Suche nach neuen. Ich möchte meine Freunde behalten und hoffe, daß uns auch Partner, Kinder, Entfernungen etc. nicht auseinanderbringen. Daran erkennt man dann die wahren Freundschaften. T.R. |
| ctulhu | Zum Unterschied zu Dir bin ich schon daran interessiert, viele Freunde zu haben, aber man muß da natürlich abstufen. Nicht jeder kann so eng sein, wie ich das beschrieben habe.... aber allein schon für einen gesunden Gedankenaustausch ist es wichtig, daß die Anzahl der Menschen, denen man auch sehr persönliche Dinge anvertraut - und das ist für sich gesehen noch NICHT so eine intensive Freundschaft, wie ich sie in meinem Posting beschrieben habe - relativ groß ist und immer wieder erneuert wird - denn dann bekommst Du auch immer wieder neue Impulse/Ideen für dein Leben. |
| Cagliostro | Freundschaft ist ein Geschenk, keine Dienstleistung, keine taktische Angelegenheit. Wenn Menschen sich in der Arbeit mit ihren Chefs "anfreunden" ist dies per se keine wirkliche Freundschaft. |
| Desira | [QUOTE][i]Original geschrieben von Cagliostro [/i] [B]Wenn Menschen sich in der Arbeit mit ihren Chefs "anfreunden" ist dies per se keine wirkliche Freundschaft. [/B][/QUOTE] Aber es kann eine Freundschaft draus werden, wenn man den richtigen Draht hat ;) Ich denke auch, daß es die Definition "Liebe" sehr gut trifft. Ich liebe meine Schwester (die auch meine beste Freundin ist, nur innerhalb der Familie) und meine beste Freundin auch irgendwie. Auf jeden Fall wäre das Leben ohne sie nur halb so schön und mir würde echt was fehlen. Außerdem weiss ich (fast) alles von ihr...und sie von mir. Echte Freundschaft bedeutet Ehrlichkeit, Liebe und Vertrauen. Wenn auch nur eines dieser Kriteien nur wenig erfüllt ist, kann sich keine sog. wahre Freundschaft bilden... So seh ich das. |
| DerGoth | Freundschaft spaltet sich für mich in 3 Kategorien. 1. Die Bekannten. Zum Beispiel habe ich "freunde" die ich des öfteren sehe und mit ihnen über gott und die welt rede. Das sind für mich eine art Freunde mit denen ich mich halt gut verstehe. 2. Die Freunde. Das sind für mich jene Menschen, mit denen ich schon mehr unternehme, über persönlichere Sachen reden kann und auch mal einfach abgehen kann. 3. Der Wahre Freund. Ich persönlich habe einen Einzigen richtig wahren Freund. E heißt Jan. Wir denken und fühlen ziehmlich gleich. Mit ihm kann ich über alles reden. Wir teilen ALLES was wir besitzen (wobei man Besitz nun wieder genauer definieren könnte :P) Wir sehen uns fast täglich. Reden über das Leben. Über unseren Persönlichen Sinn. Aber auch eifnach nur über Gott und die Welt und können auch zusammen richtig geil Feiern. Er ist für mich da wenn ich ihn brauche, ich für ihn. Selbst Nachts um 3 können wir uns anrufen und treffen uns dann noch um zu reden. Eine Wahre Freundschaft. Und das seit immerhin schon fast 8 Jahren. ~DerGoth~ |
| Nataraja | @Daimon Liebe ist nicht stärker als Freundschaft. Nur für die Menschen, die noch nie kennengelernt haben, was wahre Freundschaften bedeuten. Liebe sollte von der Bedeutung auf der selben Ebene stehen, nur ist es so, dass bei Liebe noch ein anderes Gefühl dazu kommt. Zum Thema Familie: Ja.. es ist für mich auch eine Art von Familie.. So hab ich auch verschiedene Charakteren in meinem Freundeskreis.. Es ist anders, als die Freundschaften, die die Mehrheit führt. Meist ist es ein oberflächliches miteinander abhängen!! Die Beschreibung von DerGoth find ich schon ziemlich gut getroffen.. Nur, dass für mich wahre Freundschaft vielleicht sogar noch ein kleines Stück tiefer geht. |
| Estel | ich persönlich habe eine beste freundin (seit der 1.klasse ungefähr) - jetzt bin ich 12. - und ich kann sagen, sie ist meine andere hälfte, mein zweites ich - und ohne sie wäre mein leben ziemlich leer und einsam. ich denke schon, dass liebe eine große rolle spielt. diese liebe geht aber über normale freundschaftsliebe hinaus, auch ist sie keine liebe wie zwischen frau und mann (oder familie), sondern etwas ganz spezielles. einzigartig würde ich es beschreiben, weil diese liebe/freundschaft nur zwischen uns herrscht. mir kommt es oft so vor, als würde "beste/r freundin/freund" zu schnell hergesagt werden - viele wissen gar nicht um dessen bedeutung. deswegen hungern auch so viele leute nach beziehungen, da sie sonst keinen festen punkt in ihrem leben haben - ich dagegen bin in diesem falle sehr ausgeglichen... ui, viel geredet ;) |
| Nataraja | [QUOTE]ich denke schon, dass liebe eine große rolle spielt. diese liebe geht aber über normale freundschaftsliebe hinaus, auch ist sie keine liebe wie zwischen frau und mann (oder familie), sondern etwas ganz spezielles. einzigartig würde ich es beschreiben, weil diese liebe/freundschaft nur zwischen uns herrscht.[/QUOTE] Ich kenne das Gefühl.. Freu mich sehr für euch =) und ich hoffe, dass es lang anhalten wird!! |
| Weltensegler | Freundschaft bedeutet für mich, mit jemandem so sehr verbunden zu sein, dass wir gegenseitig unsere Gedanken und Gefühle erraten können, ohne sie auszusprechen. Das setzt voraus, auch ein bißchen ähnliche Eigenschaften, Interessen und Erfahrungen sowie prägende gemeinsame Erlebnisse zu besitzen. Zwei solche "wahren Freunde" stehen mir seit dem Studium zur Seite. Die beiden wissen stets im voraus, wenn ich eine ironische Bemerkung herauslassen werde! Viele andere sind lediglich Bekannte. Mit dem Begriff Freunde gehen die Leute viel zu großzügig um. |
| Nataraja | [QUOTE]Freundschaft bedeutet für mich, mit jemandem so sehr verbunden zu sein, dass wir gegenseitig unsere Gedanken und Gefühle erraten können, ohne sie auszusprechen. Das setzt voraus, auch ein bißchen ähnliche Eigenschaften, Interessen und Erfahrungen sowie prägende gemeinsame Erlebnisse zu besitzen.[/QUOTE] sowas mach ich ununterbrochen, bei menschen die ich erst 1-2 stunden kenne, die dann geschockt und verwirrt vor mir sitzen. von daher.. aber natürlich ist es ein aspekt, der dazu gehört |
| Weltensegler | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nataraja [/i] [B]sowas mach ich ununterbrochen, bei menschen die ich erst 1-2 stunden kenne, die dann geschockt und verwirrt vor mir sitzen. von daher.. aber natürlich ist es ein aspekt, der dazu gehört [/B][/QUOTE] Dann hast Du ein gutes Gespür! Ich besitze vor allen Dingen ein gutes Gedächtnis für Personen und deren Details. Deshalb sind manche schockiert, wenn ich etwas persönliches über sie weiß, obwohl wir uns nur einmal vor Ewigkeiten gesehen habe. |
| versprengter | Jo...........Schweiss verbindet! |
| Nataraja | @Weltensegler Ich weiß nicht, ob es eine Gabe, oder einfach nur Menschenkenntnis ist.. aber ichkann die Seele eines Menschen sehen. Auf jeden Fall muss das nichts mit einer tiefen Verbundenheit zu tun haben.. das is das Einzige, dass cih damit ausdrücken wollte. Die Menschheit ist viel einfacher, als man denkt.. Das wahre Wesen dahinter zu erkennen allerdings.. das hat dann wohl was mit Seelenverwandtschaft zu tun |
| ErodedMind | Freundschaft ist einer der Begriffe mit denen ich es möglichst vermeide, um mich zu werfen. Und "Freund" ist ein Wort, das man im Leben vielleicht 4, 5 mal vergeben kann, wenn´s hoch kommt. Freundschaft entsteht meiner Meinung nach nicht durch Liebe. Liebe ist das, was daraus entsteht, woraus es in unserer Wahrnehmung im Endeffekt also besteht. Die Verbindung löst die Freundschaft aus (oder als erstes vielleicht die Suche nach der Verbindung). In diesem Falle kann ich nur von meinem eigenen Bekanntenkreis ausgehen, doch bin ich zu der Auffassung gelangt, dass Menschen sich diejenigen als ihr Umfeld suchen werden, die ihr eigenes Dasein ergänzen. Sowohl hasse ich meine Freunde, da sie mich an alles Fehlende erinnern, wie ich sie dafür liebe, dass sie mir geben, wozu ich allein nicht imstande bin. Vielleicht hängt die Zahl von "Freunden" nun auch davon ab, wie viel Bedarf an Ergänzung beim Einzelnen besteht, oder, wenn man Ausschnitte aus der Suche nach Ergänzung betrachtet, ob der Mensch sich auf dem Irrweg befindet oder schon weit fortgeschritten ist, indem er sich mit Menschen desselben Standarts zusammentut und schon viele solche gefunden hat. Wenn man jetzt bösartig sein wollte, könnte man sagen, man erkennt die Stufe des "Seins" eines Menschen an der Summe seiner tatsächlichen Verbindungen. :p Gleichheit ist also der Feind der Verbindung, der Freundschaft, Einheit ist das Ziel/der Grund, der Boden der Entwickliung. Man könnte es in gewissen Fällen einfach als gnadenlos selbstsüchtig bezeichnen. Eine Verbidung, die unter größtmöglichen Gegensätzen geschaffen wird, kann viel länger halten, als zwei sich beinahe gleiche Pole, die sich abstossen. Wenn die gleichen Interessen vorhanden sind, macht das die Menschen natürlich nicht gleich, denn sie können (müssen) auch in der Umkehrung der Persönlichkeit entstanden sein. Was ich mich frage (im Bezug auf das Streben nach Verbindung, also Freundschaften), in welcher Weise wir zwischen "Freundschaften" Unterschiede ziehen. Das meint: Ich habe früher, zugegeben, immer etwas auf diejenigen herabgelächelt, die "dazugehören" wollen. Dabei ist dies nichts anderes, als völlig menschliches Verlangen der Seele, ein Ganzes zu bilden und im Ganzen zu sein, und diese Leute tun es, ohne darüber nachzudenken WARUM sie dazugehören wollen, und bewegen sich in die richtige Richtung. Ich aber dachte sehr wohl darüber nach, und gerade daurch zog ich eine Linie zwischen mir und der Außenwelt, und verhinderte somit mögliche Ansätze von Kontakt. Gerade an diesem Punkt höre ich auf, meine "Freunde", die jetzt keine mehr sind, zu lieben und zu hassen. Freundschaft ist eines der Prinzipien, die uns von der Außenwelt in allen Bereichen unser Inneres verdeutlichen, im negativen und positiven Sinne. Aus diesem Grund benutze ich das Wort so ungern, weil es von vielen verwässert und nicht intensiv genug interpretiert wird. Aus meiner Sicht wäre es bloße Heuchelei, einen Freund (einem echten Freund) mit einem Gefühl wie Liebe, das allein so luftig und ausdruckslos ist, zu beschreiben, und nicht mit all der Energie, die die Verbindung aufrecht erhält, nciht weniger als mit allem, was ich zu bieten habe. Jetzt wüsst ich aber doch gern was manfrau dazu zu sagen hat. ;) @: Nataraja: Die Seelen der menschen antasten zu dürfen ist eine unglaubliche Fähigkeit. Sie befindet sich in uns allen, und ich bin doch immer überrascht wenn sie ans Tageslicht gezerrt wird. Dummerweise ist es auch möglich sie wieder zu verlieren, vielleicht auch nur zu vergraben, und ich habe sie zwar gefühlt aber irgendwie nie drüber nachgedacht (im logischen Sinne), und da es bedingt zum Thema passt, würde es mich freuen wenn Du darauf vielleicht noch eingehen könntest. Nur ne Bitte, musst nicht drauf antworten. |
| Azurite | Verstehe ich dich richtig, dass du meinst, jemand ganz ohne Freunde wäre demnach auf der höchsten Stufe des Seins? Bin ich vollkommen, wenn ich lieber einsam bin? Irgendwie komisch, das Argument ^^ Azurite |
| roddy | Freundschaft ist für mich ein breit gefächerter Begriff. Es ist immer schwer, den Begriff zu verwenden ohne zu Missverständnissen zu kommen. Das geht von Bekannten, die man der einfach halber "Freunde" nennt oder weil "Bekannter" so unpersönlich klingt. Dann sind da die Leute, bei denen ich mich "heimisch" fühle, wenn ich mit ihnen einen Abend verbringe. Aber auch das wird noch gesteigert bei Leuten, mit denen ich über viel reden kann und mich nicht nur heimisch fühle, sondern auch ein bisschen verstanden. Und auch das geht noch weiter, zu leuten, denen ich viel anvertraue, für die ich da bin, wenn sie mich brauchen und die immer für mich da sind, wenn ich sie brauche. Das könnte man dann auch "platonische Liebe" nennen. Jedenfalls bedeutet mir (v.a. die letzte Art) Freundeschaft sehr viel. Es ist nicht ganz so schön wie die Liebe, dafür andauernder und man kann sich drauf verlassen. |
| Weltensegler | Ist schon ein bißchen böse! :rolleyes: Leider fühlen sich viele bei so etwas angegriffen, obwohl ich das gar nicht so meine. Wenn man sich jemanden einprägt, ist das doch eher ein Kompliment! :eek: |
| ErodedMind | @ Azurite: Nein, eigentlich nicht. Der Kommentar, die Freunde zu zählen um daran den Fortschritt in der suche zu erkennen, war eigentlich ironisch gemeint. Es gibt natürlich unzählige Faktoren die hier mit reinspielen, als dass man die alle aufschreiben könnte. |
| versprengter | Vielleicht tu ich einigen von euch einen Gefallen damit, dass ich euch NICHT auf den Nerven herumtrample..... Nicht jeden Tag 5EUR ausleihe und sie nie zurückgebe, keine dummen Bemerkungen mache über deine grössten Niederlagen. Keine seltsamen Behauptungen über irgendwelche Körpermerkmale mache und nicht deine Mutter anrufe, wenn du etwas machst, was nicht mit ihr abgesprochen ist. Das ich das nicht tue ist echte Freundschaft. Es gibt Zeitgenossen, die halten aber das o.g. Beispiel für Freundschaft. Vielleicht müsste ein höherer Prozentsatz an Leuten über sich nachdenken, wenn man sie nicht aus Mitleid einfach mitzieht........ |
| Christian220 | Im Rückblick auf mein Leben habe ich die Erfahrung gemacht, daß sich FREUNDSCHAFT in ihrer Vielfältigkeit von der bloßen Kameradschaft grundlegend unterscheidet. Was zuverlässige KAMERADSCHAFT bewirken kann und wert ist, wird mir der bestätigen können, der sich mal in einer Situation des Mobbing befand. Sicher unterscheidet sich LIEBE einesteils dadurch, daß wir eine starke Sympathie für den auserwählten Menschen empfinden, doch der Aspekt der Freundschaft steht und fällt hier offenbar mit der Libido. Ich persönlich bin immer sehr skeptisch, wenn ich von Paaren höre, die angeblich auch nach der Scheidung noch freundschaftliche Beziehungen zu einander hegen. Vielleicht im Einzelfall. FREUNDSCHAFT ist etwas so Hohes und Seltenes, daß man sich nicht glücklich genug schätzen kann, wenn sie einem zuteil geworden ist. Da sie unabhängig von Sex ist, wird sie sich als tragbarer erweisen. Jedenfalls ist es meine persönliche Erfahrung. "Selig, wer sich vor der Welt, ohne Hass verbirgt. Einen FREUND am Busen hält und mit ihm genießt". Chistian220 |
| Weltensegler | Am Mittwoch habe ich einen Vortrag über das "Spiel des Lebens" gehört. Darin wurde ein guter Vergleich genannt: Freunde sind wie ein Trainer im Sport, der Dich berät und korrigiert. Zumindest als These ganz gut, oder? |
| TwilightSun | in meinem leben gibt es einen Menschen, den ich wirklich als wahren Freund bezeichnen würde... die Freundschaft hat leider nicht gehalten, aus diversen Gründen... ich weiß, das es für mich wichtiger ist, noch einmal einen solchen Menschen zu finden als eine Beziehung... Freundschaft ist Liebe...eine andere Liebe...wo alle Oberflächlichkeiten ausgeblendet werden können... sie ist blindes verstehen...absolutes Vertrauen... und auch, wenn man sie verliert, bleibt eine wunderschöne Erinnerung...eine schönere Erinnerung als an eine Beziehung... Liebe Grüße Twi |
| Nataraja | Hey Twi.. das hast du wirklich schön ausgedrückt. Mir wären fast Tränen eben gekommen *seufts* @ErodedMind Deine These ist recht interessant, allerdings kann ich jetzt nicht wirklich darauf eingehen, da ich mir den Dialog wohl noch mal durchlesen sollte, wenn ich ganz bei klarem Verstand bin (momentan etwas zu verwirrt..) Zum Thema die Seele eines Menschen erblicken zu können. Nun ja.. also ich würde ja weiter darauf eingehen, aber wie? Stell mir Fragen; gibt mir einen Anstoß! @Weltensegler Ja, natürlich! Weil viele Menschen über sich selbst denken sie wüssten wer sie sind, dies jedoch nur denken. Freunde können einen manchmal helfen sich selbst besser zu verstehen, weil sie dich beobachten und anfangen zu begreifen wie du funktionierst. Aber man verändert sich acuh mit der Zeit. Das ist wohl auch der Grund warum viele Freundschaften kaputt gehen. Man begreift den Menschen nicht mehr. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass dies meist nur Schutzmauern sind. Eine art Schutzmauer.. Man muss dahinter blicken.. und sogar seinen Freunden dabei helfen sich selbst einzugestehen was sie tun. Deshalb braucht man ja auch seine Mitmenschen. An sonsten köntnen wir uns nicht entwickeln. |
| Weltensegler | [QUOTE]Freundschaft ist Liebe...eine andere Liebe...[/QUOTE] Dem kann ich sehr gut zustimmen. Wenn ich meine beiden besten Freunde treffe, bin ich stets mehr angetan, als es auf jede vergangene Beziehung zutrifft! :( |
| kin of darkness | Das einzige, was ich über Freunde sagen kann ist, dass sie dann weglaufen wenn man sie braucht. Ich bin durch eine Lebenskrise der Sorte malum physikum geschlittert, und von 10 richtig guten Freunden sind zwei geblieben. Wo soll da in Freundschaft, die über viele Jahre hinweg gewachsen ist, liebe sein? Erwarte von Freunden nichts, dann wirst du nicht enttäuscht. |
| Weltensegler | Das ist eine komplexe Sache. Morgen melde ich mich wieder, weil ich jetzt dringend aufbrechen muss. |
| Nataraja | @kin of darkness Dann waren es keine wahren Freunde Genau das ist es ja, wovon ich rede. Ich selbst bin acuh freundschafts-gestört und so garnicht stolz darauf, also rate den anderen nicht den selben dummen Fehler zu tun. Meinst du du wärst fähig ein wahrer Freund zu sein? Wenn du es bist, müssen es doch andere auch. Woher kommt sonst diese Vorstellung? |
| kin of darkness | Ich grüße dich, Weltensegler. Du hast vollkommen Recht. Es können keine richtigen Freunde gewesen sein. Aber es kam mir so vor, als könnte ich mit ihnen reden und würde von ihnen verstanden. Die ganze Zeit musste ich für sie Notfallseelsorge spielen. Solange was zu holen war, waren sie für mich da. Und als ich Hilfe brauchen konnte, sind sie weggerannt. Wenigstens weiß ich jetzt, wer auf meiner Seite steht. Wahre Freundschaft ist für mich, für jemanden da zu sein, wenn man gebraucht wird. |
| Nataraja | Äääähm.. das hat nicht Weltensegler, sondern ich geschrieben?! Aber überseht mich doch alle :( Freundschaft ist mehr, als nur füreinander da zu sein. Jeder schätzt es so sehr an mir, dass ich ständig für jeden da bin, dass ich immer helfe. Ich seh das als selbstverständlich an. Das versteht niemand. Für mich ist das etwas, was sowieso immer dazu gehören sollte. Warum kann man so etwas heute nicht mehr als selbstverständlich ansehen? Ego-Gesellschaft? Ich find's echt sehr sehr scha(n)de! |
| Weltensegler | Das ist nicht unbedingt so einfach. Manchmal fällt unverhofft die gemeinsame Basis weg, so dass man sich mehr oder minder anödet. Bis vor ein paar Jahren war ich mit jmd. aus der Nachbarschaft sehr gut befreundet. Wir haben gemeinsam Sport getrieben, mit Musik im Hintergrund Gesellschaftsspiele abgehalten usw. Das lief alles gut, solange ich ein Stubenhocker war. Irgendwann während des Studiums hat mich meine Gothic-Freundin, die ansonsten die Fröhlichkeit in Person ist, auf den Geschmack gebracht, mehr zu unternehmen, zu Konzerten zu gehen, auf Partys, verreisen usw. Mit dieser Entwicklung ist der Kumpel nicht mitgegangen. Ich verstehe zwar auch jetzt noch sein Denekn, aber es ist mir nunmehr einfach zu engstirnig, da er auch beinahe dogmatisch darauf beharrt, als dass ich Lust habe, ihn noch häufig zu sehen. |
| kin of darkness | Das tut mir wirklich leid, Nataraja. Ich habs wohl irgendwie verpennt! Ihr, Nataraja und Weltensegler, habt beide zum Teil recht. Auf der einen Seite können natürlich die Interessen auseinander gehen, aber ich denke, dass der Egoismus in der Gesellschaft die Beziehung Freundschaft immer weniger wichtig erscheinen lässt. Die Gesellschaft (und damit miene ich auch uns) sollte sich fragen, ob eine bessere Beziehung zu den Freunden oder zu der Familie nicht durch Hilfsbereitschaft verbessert werden kann? |
| Böses Mädchen | Hallo! Hmmm... was Freundschaft für mich bedeutet, schwierige Frage! Aber Freunde zu haben spielt in einem Leben schon eine wichtige Rolle. Wer viele Freunde hat, ist beliebt-gut fürs Selbstebewusstsein. Ich muss leider sagen, dass ich Zeit meines Lebens erst vor kurzem diese Erfahrung machen durfte. Eine gute Freundin zu verlieren ist bedeutet einen intimen, vertrauten Gesprächspartner zu verlieren, man ist mal wieder allein mit seinen Sorgen und seiner Meinung. Als Freundschaft definiere ich eine Verbindung mit einem Menschen, die über das gesagte hinausgeht, dafür muss man aber den anderen lange genug kennen. Fröhliche Diskussion Spirit |
| ErodedMind | @ Nataraja: Ich hätte verschiedene Fragen: Was denkst Du, warum Du die Seelen der Menschen berühren kannst, und andere nicht? Oder können es alle Menschen? Vielleicht ist es nur eine Einbildung, warum sind wir uns der Sache so sicher? Kannst Du in Worte fassen, wie sich Seelen anfühlen? Da Gefühle leider nicht hundertprozentig vermittelt werden können bleibt immer offen, ob Du das Sein Deines Gegenübers richtig interpretiert hast. Wahrscheinlich gibt es sogar ganz gravierende Unterschiede in der Empfindung verschiedener Menschen. allgemein: Ich denke ebenfalls, dass die Hilfbereitschaft gegenüber anderen Menschen selbstverständlich ist, sie ist nur eine oberflächliche Floskel und sagt über Freundschaft nicht im geringsten etwas aus. In einer Freundschaft kann es zu leicht dazu kommen, dass man nur einen Teil beachtet, entweder die Art der Verbindung oder nur sich selbst. Bis zur anderen Person kommt man dabei schon nicht mehr, da wir allein schon durch unsere Körper, Innen- und Außenwelt getrennt sind. Ich bin der Meinung, dass man sich genaue Gedanken um den anderen machen sollte, um zuerkennen, wann Hilfe angebracht ist, und wann der Mensch allein klar kommen muss. Wie gesagt, ich fände es oberflächlich, immer nur die eine Hälfte zu zeigen. (Verzeiht, ich hätte das wohl schreiben sollen, als ich noch wach war.) |
| Nataraja | @ErodedMind Puh.. schwere Frage :rolleyes: Ich bin eigentlich der Meinung, dass jeder Mensch in seiner eigenen Welt lebt, die er selbst beeinflussen kann, weshalb vieles möglich ist, was man erst garnicht denkt. Der Mensch selbst ist für sein Leben verantwortlich, aber natürlich kann es beeinflusst werden. Wir haben alle ähnliche Züge. Wenn man gewisse Lebenserfahrungen hat, entwickeln sich auch bestimmte Charakterzüge. Die Menschheit ist einfacher, als man denkt und trotzdessen ein Komplex für sich. Ich nenne das Seele; ob es jedoch wirklich die Seele ist?! Das Gefühl ist nicht beschreibbar. Ich kenne nur das Gefühl, wenn jemand anfängt mich zu verstehen, was sehr selten vorkommt. Da ist eine gewisse Wärme/Spannung. Wie eine Energie. Ich denke so etwas ähnliches fühlen die Leute auch, die vor mir sitzen, bzw. ich sehe wie geschockt sie vor mir sitzen. Für mich jedoch ist es wohl eher zum Alltag geworden. Also da hab ich nun diesen Menschen vor mir. Mit all seinen Gefühlen/Empfindungen und Lebenserfahrungen. Mit seinen Gedanken und verwirrten Geist. Ich betrachte mir diese Person.. seh wie sie sich bewegt, sich in ihrem Körper fühlt. Lese zwischen den Zeilen und es ergibt sich ein Bild. Es ist bei fast jedem das Gleiche und bildet sich trotzdessen individuell aus. Ich kann lesen.. ich beginn mit der Vergangenheit der Person. Oft merkt man an dem Mensch, was für eine Vergangenheit er hatte, da sich daraus (wie ich schon erwähnte) der Charakter bildet. Ich fahre fort in den Erwartungen der Person und was sie fühlt. Vielleicht sogar wie ihre Zukunft aussehen wird und die Person will wie ihre Zukunft aussieht. Eigentlich ist es nicht schwer. Ja, ich denke jeder Mensch ist zu allem fähig. Wenn es einer kann, warum dann nur der eine. Die Sache warum es nicht jeder sofort kann?! Hmm.. ich glaube man muss sich öffnen für die Gefühle des anderen. Unter anderem selbst viel durchgemacht haben, um etwas nachvollziehen zu können. Ich mache mir gernell über sehr viel, besonders über mich und warum ich wie bin, Gedanken. Von daher ;) Woher ich weiß, dass das alles stimmt? 1.Weil die Leute sich auf einmal so verstanden fühlen. Weil sie mir die Bestätigung geben. Weil viele der Meinung sind es sei meine Berufung Psychologin zu werden. 2.Weil sie auf einmal alle meinen so zu sein wie ich. Ich kann mich lediglich gut in die Person versetzen und stell mich meinem Gegenüber sehr gut ein. 3.Manchmal fangen sie sogar an sich bei anderen Menschen so zu erklären, wie ich ihnen die Erklärung gab. Nein, das ist keine Gehirnwäsche. Die Leute wissen nur nicht, wie sie sich ausdrücken sollen und manchmal braucht man Aussenstehende, um sich selbst zu verstehen. Ich sehe von außen etwas, dass die Person selbst an sich nicht sehen kann oder mit Absicht versucht zu verdrängen. Eigentlich ist das nicht nötig. Eigentlich brauch man nicht die Seele eines Menschen erfassen können. Manche fühlen sich dadurch sogar gestört. Haben Angst, weil ich ihren Vorhang aufdecke und ihr wahres ICH sehe. Aber so kann man Menschen helfen. Sie müssen zwar ihren Weg alleine beschreiten, doch kann ich sie auf den richtigen Weg leiten. Naja.. ich glaub das Ganze klingt gerade total arrogant -_- Ich will auf keinen Fall behaupten in irgend einem Sinne besser zu sein, als andere Menschen!! *dasnurnochmalgesagthabenwollt* Liebe Grüße Angela |
| kin of darkness | @Nataraja ...Hmmh! Interessante Überlegungen. Du scheinst aber nicht nur gut Zuhören zu können, du scheinst auch sehr gut reden zu können. (nicht bös gemeint, aber ich habe nicht die Zeit um sooooooo viel Text zu lesen*lol*) Ist aber nicht so ein schlechter Gedanke, Psychologe zu werden und die Trennung zwischen "normal" und "psychisch krank" genauer zu definieren. Allgemein: Wenn wir mit jemandem Reden, manipulieren wir ihn automatisch. Das würde bedeuten, dass Freunde nur die von einem am meisten manipulierten Menschen sind... |
| 1stFire | [COLOR=indigo]also für mich sind freunde das wichtigste, das man im leben haben kann ... sie geben einem wärme, geborgenheit und halt ... sie helfen einem auf, wenn es mal zu tief bergab geht... die heiligste aller taten ist es, einem freund zu helfen, wenn auch nur im geringsten ... es gibt keinen kostbareren schatz als freunde. allerdings nur wenn es wahre freunde sind .... ich vermute, dass auf 100 freundschaften nur eine wahre kommt - und es kann sehr, sehr traurig enden, wenn der falsche freund sein gesicht zeigt... [/COLOR] |
| kin of darkness | @1st Fire Hmmm.......... violett auf schwarz gefällt mir, ist aber zum Lesen nach einer Anti-Faschings-Feier nicht gut geeignet. Ich kann dir aber Recht geben, wenn du sagst, einem wahren Freund zu helfen sei die höchste Pflicht. Wer ist aber dein Freund, und wer nicht. Ich denke, sich auf einen Menschen zu verlassen, und sie/ihn als Freundin/Freund (um politische Korektheit zu bewaren *grins*) anzusehen ist fast wie russisches Roulette. Der Unterschied ist die Höhe des Einsatzes. |
| ErodedMind | @ kin of darkness: So sehe ich das auch, allerdings wirkt das Wort "manipulieren" doch etwas negativ auf mich. @ Nataraja: Ich bin beeindruckt! :eek: Dann gibt es wohl doch unterschiedliche Formen der Berührung von Menschen. Wenn ich das Gefühl habe, einen Menschen zu berühren, dass ist es mehr wie ein Durchstreifen seines Seins. Und in diesem Fall ist die Zeit nicht mehr merklich, also könnte ich weder die Vergangenheit, noch Gegenwart, noch Zukunft eines Menschen herleiten. Das Sein eines Menschen bleibt während der Berührung (und natürlich auch sonst) gleich, es ist ein Gefühl an sich, das alle Momente miteinschließt. (?) Ich kann nicht ausdrücken was ich meine.... Das was ich also Seele nenne kennt keine Zeit, kann nicht mit Worten beschrieben werden, und ist ein eiziges immergleiches Gefühl, das bei jedem Menschen unterschiedlich ist. Ich finde Deine Beschreribung sehr interessant! Da macht es irgendwie sehr neugiereig, sich normal mit Dir zu unterhalten (sei mir nicht böse). Mir ist es näm.ich noch nicht passiert, dass ein Mensch mich versteht. =.= |
| solamnianknight | Wahre Freundschaft denke ich ist neben Wahrer Liebe eines der wichtigsten Dinge in meinem Leben. Ich denke man findet in seinem Leben zumeist nur wenig bis sehr wenig Menschen die das "Ideal" der wahren Freundschaft oder der wahren Liebe erfüllen können. Sollte dies jedoch einmal der Fall sein sind dies zumeist außergewöhnliche Menschen die in Ihrem Herzen oder in ihren Sichtweisen dieses Ideal verkörpern. Viele "Freundschaften" sind keine und ich denke eine wahre Freundschaft beweist sich mit der Zeit. Viele Menschen kommen und gehen aber wahre Freundschaften bleiben auch durch Widrigkeiten hinweg und wenn es einmal "dunkel" wird stehen "wahre" Freunde an der Seite eines Menschen selbst wenn es für sie selbst zu einem Problem führt. wahre Freundschaft würde ich persönlich auch mit einer Art "Seelenverwandschaft" gleichsetzen, man sieht und lebt die gleichen Ideale sieht die Welt und die Menschen in einer ähnlichen Weise und teilt in gewisser Weise eine ähnliche Vorstellung des Lebens und der Welt als solches. Dabei muss es nicht sein das die Meinungen immer die gleichen sind aber letzendlich sollte man sich auf einer "tieferen" Ebene verstehen. Ich bin in der glücklichen Position so eine wahre Freundschaft zu besitzen und ich bin sehr glücklich darüber ist es doch eines der Ziele die ich in meinem Leben habe. Wahre Freundschaft und Wahre Liebe zu finden. |
| Nataraja | @solamnianknight So ähnlich denke ich auch. Ich bin auch der Meinung, dass es einen erfüllt innerlich, dass man deshalb jedoch "normale Freundschaften" dadurch nicht abflachen sollte. Die kann man auch führen, jedoch werden sie einem niemals dieses unbeschreibbare Gefühl geben! @ ErodedMind Ich habe niemals behauptet alle Menschen verstehen zu können ;) Aber ich würde mich gerne einmal "normal" mit dir unterhalten. Kannst mich ja mal anschreiben oder so :D |
| kin of darkness | @ ErodedMind Manipulieren ist von der Bedeutung her eher neutral zu sehen, denn es heiße frei übersetzt "etwas mit seiner Hand verändern". Es wird aber immer in den flaschen Kontext gestellt. Ich verstehe unter Manipulation einfach eine Veränderung vorzunehmen oder zu erzeugen, ohne die Veränderung zu werten. Um sie zu werten müsste man den Menschen, der verändert wird aufs genauste psychatrisch Untersuchen, um die Wirkung der Manipulation auf längere Zeit zu Bestimmen (was nebenbei absoluter Schwachsinn wäre!!!!). Genug aber mit der Manipulation für heute. |
| NioRabe | [COLOR=crimson]Freunde - die Eszens des Lebens[/COLOR] Wer ist da, wenn du ihn brauchst? -ein echter Freund Wer fängt dich nach gescheiterter Beziehung auf? -ein echter Freund Wer hört dir zu, wen es in der Familie Streit gibt? -ein echter Freund Wer hält dich fest, wenn du selbst das Leben loslassen willst? -ein echter Freund Ich stehe viel im Rampenlicht; Vorträge halten, Unterrichten, Pflegen,etc. Zu all diesem gibt mir der wichtigste Mensch in meinem Leben die nötige Kraft - meine beste Freundin. Und da es andersrum genauso aussieht, weiß ich (für mich), das Freundschaft die wohl wichtigste Symbiose zweier Menschen überhaupt ist, höher als Partnerschaft. Auf meine beste Freundin kann ich mich seit Jahren stehts verlassen (und wir kennen uns schon recht lange). Wir sind immer (ohne Ausnahme) füreinander da. In jeder Lage und Situation. Wir kennen einander wie keinen zweiten. Ich denke, wenn man alle Höhen und Tiefen gemeinsam gemeistert hat, und immer noch zueinander steht (selbst nach einer Heirat, wo "Freundschaften" meistens scheitern, oder sich zumindest ändern), dann kann man von einer echten Freundschaft reden. Alles andere sind momentane Bekannte, die evtl. irgendwann auch diese Stufe erreichen können. Echte Freunde gibt es im Leben allerdings nur verdammt wenige... also: haltet sie fest, denn sie kommen nicht wieder! |
| Nataraja | @NioRabe Schön gesagt, jedoch sollte man da den Begriff wahre Liebe erst einmal definieren; denn wenn es wahre Freundschaft gibt, dann wohl auch wahre Liebe oder? Die sollte dann auf der gleichenen Ebene mit anderen Gefühlen stattfinden, was ich jedoch auch schon einmal erwähnt habe.. |
| kin of darkness | @ NioRabe Kann ich dir nur recht geben, dass es verdammt wenige wahre Freunde gibt. Ich kenne niemanden, den ich ohne Probleme als wahren Freund bezeichnen kann. Es gibt da zwar auch Menschen, die mir nahe stehen, aber ich hab zu ihnen nicht die absolute Verbindung. Trotzdem wünsche ich mir jemanden, der, wie deine Freundin für dich, für mich da ist. @ Nataraja Komisch, dass du (wieder) über wahre Liebe in Beziehung zu wahrer Freundschaft setzt. Kann es sein, dass du zu deinem besten Freund/ besten Freundin eine Art platonische Liebe aufbauen willst oder hast? Es klingt auf jeden Fall so. Wäre ja auch nicht verkehrt, und Zuneigung in einer Freundschaft (bitte nicht falsch verstehen) würde dann vermutlich die Bindung zwischen Freunden verstärken, wenn ich deine Gedanken richtig aufgefasst habe. Klingt auf jeden Fall wie ein guter Aspekt in der Freundschafts-Theorie. |
| Trauerwesen | hach ne, ich habe in den letzten wochen gemerkt, dass ich Freunde habe. Wenn sie, egal wann, was, wie, für einen da sind, und einen in den hintern treten, wenn man sonst nicht mehr aus dem Dunkel rauskommt. Und habe die erfahrung gemacht, dass es durchaus loyale menschen gibt, die sich meine frteunde nennen. Lange war sendepause zwischen uns, wg irgendeinem mist, und er merkte, dass es mir nicht gut geht, hat meinen Hilfeschrei gehört. und obwohl er vorher noch meinte, warum ich mich nicht mehr melde und ich sagte, ich habe Probleme, da schrieb er mir eine email und meinte, egal was ist, er sei für mich da, auch wenn er sauer gewesen sei, wg der funkstille und einem falschen bild, welches ich von ihm hatte. ich musste so weinen und schrieb ihn direkt per ICQ an und er war für mich da. ohne wenn und aber. und das ist wichtig, dass egal was ist, man für dich da ist. dass man nachts anrufen kann, dass man um bestimmte dinge nicht betteln muss. DAS ist freundschaft. und ich sehe mich als jemand, dem erst jetzt bewusst wurde, dass es einige gibt, die für mich da sein wollen, egal wie schrecklich ich manchmal bin. Und ohne Freunde hätte ich wohl nie aus der krise rausgefunden. Deswegen bedeutet Freundschaft sehr viel. Eine beziehung kann zerbrechen. Und dann, wer hilft einem, wenn man keine Freunde hat? Ahja, und meine beste Freundin liebe ich auch irgendwie. dachte auch immer, ich sei ein einzelgänger, der niemanden braucht, aber das war falsch, man kann Einzelgänger sein, aber Freunde braucht man dennoch. |
| kin of darkness | @ Trauerwesen [QUOTE][i]Original geschrieben von Trauerwesen [/i] [B]Eine beziehung kann zerbrechen. Und dann, wer hilft einem, wenn man keine Freunde hat? [/B][/QUOTE] Das ist eine gute Frage... Ich hatte eine Zeit lange wirklich Probleme. Das ging soweit, dass ich morgens enttäuscht feststellte, dass ich noch lebe. Viele wussten, wie mies es mir ging, darunter einige, die ich lange für meine besten Freunde hielt, aber keiner war der Meinung, dass er mir helfen wollte. Und ich weiß, dass es bei denen im Moment fast rund läuft, also auch keiner die Ausrede benutzen kann, er habe selbst zu viel um die Ohren. Ich denke, Freundschaft, wenn sie beidseitig ist, kann einen Menschen retten, der richtig Probleme hat. Bis jetzt musste ich aber lernen, dass es für meine Probleme kaum ein offenes Ohr gibt. Ich habe gelernt, mich alleine zurecht zu finden und bleibe auch am meisten allein. |
| Nataraja | Jo Trauerwesen.. ds ist echt schön. Ist für mich allerdings nur ein Aspekt zur wahren Freundschaft. Ich persönlich bin prinzipiell imemr für alle Leute da.. okay bin auch en Extrem. Süchtig Menschen zu helfen.. vor allem psychisch das Kapuutte wieder gerade zu biegen. Auch bei wildfremden. Da das allerdings wirklich nicht mehr als selbstverständlich heute angesehn wird [scha(n)de] gehört wohl zu der wahren Freundschaft dazu. @kin of darkness Ja das hab ich doch auch versucht zu erklären. Dass es eine Art von Liebe ist. Ja es war eine Beziehung, die mit sexuellen aber nicht vergleichbar ist. Ich bin generell in Freundschaften relativ offen in dem Punkt. Zuneigung find ich sehr wichtig und es sind Streicheleinheiten für die Seele. |
| Trauerwesen | Ja, hat nicht jeder wahre freunde, leider. man kann auch da oft enttäuscht werden, wurde ich auch. wenn eine freindin, die man seit fast 20 jahren kennt, nie zeit für einen hat oder sich meldet. aber nunja, ich dachte auch immer, ich würde es alleine schaffen, aber dann wäre ich richtig alleine gewesen, und wer weiss, was ich dann getan hätte. aber irgendwann im leben trifft man auf solche menschen. früher hatte ich auch nie richtige freunde, aber die kommen. wenn man sich öffnet, dann öffnen die sich auch einem. ist meine erfahrung. und nicht jeder sagt "ne, du bist so und so"; meine beste freundin kennt meine neurosen und meine defekte psyche, aber sie nimmt es hin, dass ich so bin, sagt mir zwar ehrlich mal die meinung, aber steht dazu und zu mir. und das ist wichtig, quasi bedingungslose freundschaft. |
| Raziel | Ich glaube nicht, dass jeder wahre Freunde hat. Wahre Freundschaft ist in unserer heutigen Konsumgesellschaft etwas sehr seltenes und kostbares, da sie auf gegenseitigem Geben und Nehmen basiert; und nicht auf gegenseitigem Nutzen. Wahre Freunde offenbaren sich in schlechten Zeiten... Da sind wir uns sicher einig. Doch was sind schwere Zeiten? Ein wahrer Freund läst einen auch mal gegen eine Wand laufen, wenn man das wieder einmal braucht (heißt es nicht, aus Schaden wird man klug???). Doch wird ein wahrer Freund dich nie ins Verderben laufen lassen... Zumindest nicht allein ;) Ich bleibe dabei... Wahre Freunde sind ein rares Gut. Glücklich der, der der einen hat (oder eine); Reich der, der mehrere aufweist! |
| NioRabe | @ Raziel Dann bin ich reich und werde (hoffentlich) auch irgendwann reich sterben, denn ich registriere nach letzter Zählung nun 3, nein eigentlich fast 4 dieser seltenen Gattung... :) War das Gegen-die-Wand-laufen-lassen denn so schlimm? Tut doch manchmal einfach Not, oder? Denn sowas machen Freunde halt. Einem immer nur Honig um den Bart zu schmieren ist nun wirklich keine Freundschaft. Freundschaft bedeutet doch wohl eher: die Nähe zueinander zu haben (und ertragen zu können), in der man sich auch eher mal die unangenehmen Dinge an den Kopf werfen kann. Der Freund sieht die Probleme oder Wege des anderen ja schließlich aus einem ganz anderen Blickwinkel, und hat dadurch vielleicht sogar die "bessere Sicht". Außerdem ist ein Freund auch der, der seinem Gegenüber eigene Fehler offen eingestehen kann, und sich dafür entschuldigt, anstatt das ganze zu überspielen, als wäre nichts gewesen.... |
| Trauerwesen | Gerade das erwarte ich auch von einer guten Freundin, die mir ihre Objektivität leiht, wenn ich nicht fähig dazu bin. Und sie tut das ja nicht, um mich zu verletzen, sondern sie tut das ja, um mich vor etwas schlimmen zu bewahren. kritik sollte man von guten Freunden ernst nehmen, und nicht als böse betrachten, sondern sich über diese Ehrlichkeit freuen. |
| Chaoz-Nova | Friedrich Nietzsche hat mal eine wunderschöne Aphorisme über die sogenannte Liebe verfasst, welche ich persönlich als richtig empfinde: [QUOTE]Habsucht und Liebe: wie verschieden empfinden wir bei jedem dieser Worte! - und doch könnte es derselbe Trieb sein, zweimal benannt, das eine Mal verunglimpft vom Standpunkte der bereits Habenden aus, [...]; das andere Mal vom Standpunkte der Unbefriedigten, Durstigen aus, und daher verherrlicht als "gut". [...] Am deutlichsten aber verrät sich die Liebe der Geschlechter als Drang nach Eigentum; der Liebende will den unbedingten Alleinbesitz der von ihm ersehnten Person, er will eine ebenso unbedingte Macht über ihre Seele wie ihren Leib, er will allein geliebt sein und als das Höchste und Begehrenswerteste in der andern Seele wohnen und herrschen. [...] : so wundert man sich in der Tat, dass diese wilde Habsucht und Ungerechtigkeit der Geschlechtsliebe dermaßen verherrlicht und vergöttlicht worden ist, wie zu allen Zeiten geschehen, ja dass man aus dieser Liebe den Begriff Liebe als den Gegensatz des Egoismus hergenommen hat, während sie vielleicht gerade der unbefangenste Ausdruck des Egoismus ist.[...] Friedrich Nietzsche "die Fröhliche Wissenschaft" [/QUOTE] soviel zur sogenannten Liebe, aber es geht ja eigentlich um Freundschaft, darum beende ich meinen Beitrag mit einem weiteren Zitat: [QUOTE]Es gibt wohl hier und da auf Erden eine Art Fortsetzung der Liebe, bei der jenes habsüchtige Verlangen zweier Personen nacheinander einer neuen Begierde und Habsucht, einem [I]gemeinsamen[/I] höheren Durste nach einem über ihnen stehenden Ideale, gewichen ist: aber wer kennt diese Liebe? wer hat sie erlebt? Ihr rechter Name ist [I]Freundschaft[/I]. Friedrich Nietzsche "die Fröhliche Wissenschaft" [/QUOTE] |
| Raziel | Nun, sosehr ich den guten Herren Nietzsche auch für seinen Sachverstand und seinen Mut zu selbigem zu stehen auch bewundere, so glaube ich, dass er hier einen sehr wesentlichen Punkt ein wenig unter den Tisch fallen hat lassen... Freundschaft hat eine Dimension, die sich über den habgierigen Durst zweier Personen nach einem darüberstehendem Ideal hinaus erstreckt. Freundschaft ist etwas, das dich aufbauen kann, auch wenn der Freund nicht sofort erreichbar ist... Die Gewißheit über die Freundschaft ist hier fast genauso gut, wie der Freund, der einem Beisteht, da man weiß, dass er ohnehin da ist... Auf die eine oder andere Weise. Und ich bin kein Mensch, der sich selbst belügt... Das haben in der Vergangenheit schon andere getan... ;) |
| Raziel | @ Rabe... ... tja ... ich hoffe, dieser Gattung anzugehören. Aber klar, dienem Engelchen kann keiner das Wasser reichen... ;) |
| NioRabe | @ Raziel Tust Du!!! :) Und Engelchen braucht keiner das Wasser reichen, das holt er schon selbst! :p Freundschaft ist und bleibt defakto einer der wichtigsten "Aufhänger" eines Menschen/einer Psyche. Sie ist schlußendlich das Netz für den Seiltänzer, denn sie fängt einen immer; sicherer und VORBEHALTLOSER, als es die eigene Familie tun würde. Dies hat sich gerade heute morgen bei meiner Freundin wieder gezeigt!!! |
| Raziel | Freude ! |
| SmookingHamstar | mh... ich bin ne faule socke und hab mir natürlich nur die ersten 2-3 beiträge durchgelesen.... ich finde des folgene gedicht beschreibt ganz gut was freunde sind. [COLOR=darkred]Freunde sind da, wenn ich sie brauche. Freunde sind da, wenn ich sie nicht brauche. Freunde geben mir Halt. Freunde geben mir Geborgenheit. Freunde bringen mich zum lachen. Freunde bringen mich zum weinen. Freunde halten mich (wenn ich falle). Freunde lassen mich los (wenn ich es brauche). Freunde sind da, auch wenn ich sie nicht sehe. Freunde reden mit mir, auch wenn ich sie nicht höre. Freunde verstehen mich, auch wenn ich nichts sage. Freunde sind das, was ich brauche. Freunde sind das. was ich will. Freunde sind das. was ich habe. Freunde leben und halten mich am Leben....[/COLOR] mfg SH |
| Raziel | Wow, das haut mich um, schicht, einfach und doch prezise; "Freunde sind da, wenn ich sie brauche. Freunde sind da, wenn ich sie nicht brauche." Ich glaube fast, besser kann man das nicht ausdrücken. Präsenz ist ein wichtiger Teil einer Freundschaft. |
| SmookingHamstar | :) es freut mich das es dir gefällt. mfg SH |
| roddy | Puh, der Thread ist ganz schön gewachsen, seid ich das letzte mal reingeschaut hab, hoffentlich schaff ichs die ganzen Gedanken, die mir grad durch den Kopf gegangen sind einigermaßen sinnvoll aufzuschreiben... Raziel hatte gemeint, dass Präsenz ein wichtiger Teil der Freundschaft ist. Ich sehe das anders. Das liegt auch daran, dass ich vor kurzem aus meinem alten Bekannten und Freundeskreis "herausgerissen" wurde (in anderen Worten: Ich bin umgezogen). Kurz an einem Beispiel: Ich habe einen Freund, mit dem ich nicht sehr oft telefoniere, es ergibt sich einfach nicht. Wenn ich dann aber wieder mal in meiner Heimat bin, wir etwas zusammen machen und ich ihn abends heimfahre, endet es regelmäßig damit, dass wir noch stundenlang im Auto sitzen und über uns und alles mögliche reden. Wenn ich jetzt die Zeit die er für mich physisch "präsent" ist in Relation dazu setze, wie oft er einfach "nicht da" ist, würde das nach Raziel's These bedeuten, er wäre kein Freund. Aber ich empfinde das als das genaue Gegenteil. Was mich sehr wundert, ist dass hier so oft davon geredet wurde, dass Freundschaften "gekündigt" wurden oder abgebrochen. Mich würde mal interessieren, in welchem Alter das bei euch geschehen ist. Ich persönlich habe mir sehr lange sehr wenig Gedanken über soziale Kontakte u.ä. gemacht. Ich musste erst 18 werden, um überhaupt erstmal darüber nachzudenken, was Freundschaft für mich bedeutet, welche Menschen mir was bedeuten usw. Vllt liegt es daran, dass ich noch nie solche Enttäuschungen mitgemacht habe? Oder liegt es daran, dass für mich "verzeihen" ein wichtiger Teil der Freundschaft ist? Wenn ein Freund mir etwas vorenthält, dass für mich wichtig gewesen wäre, kann ich ihm das verzeihen, weil er sich entschuldigt, weil er erklärt, warum er es getan hat. Ist der Unterschied zwischen mir und euch, dass ihr da nicht verzeiht? Wie kommt es, dass ich so viele Freunde habe und ihr so wenig? Ich habe mindestens 4 Leute, die ich in die "Schublade" wahre Freunde stecken würde und bin immer hungrig danach, andere Kontakte zu vertiefen. Weil Freundschaft im Zusammenhang mit dem Sinn des Lebens genannt wurde: Ich denke Leben ist Begegnung. Und deswegen ist es für mich wichtig, neue Menschen kennenzulernen und alte Freunde wiederzusehen. Vielleicht bin ich einfach nur naiv und gutgläubig. Ich denke, wenn ich das hier lese, dass viele von euch, sich aus Angst vor neuen Bekanntschaften verschließen. Ich kann das verstehen, ich bin auch schon enttäuscht worden. Aber muss es nicht irgendwann weitergehen? Muss man sein Leben in Einsamkeit leben, weil man von einem Freund enttäuscht wurde? Mir fallen dazu zwei Textzeilen ein: "If the light should turn and leave you blinded take the dream and give it one more try" [i](Masterplan - Soulburn)[/i] "Nur wer sich öffnet für den Schmerz lässt auch die Liebe mit hinein" [i](ASP - ...und wir tanzten)[/i] Vielleicht habe ich ja auch nur Glück gehabt und/oder nie die Schmerzen gefühlt, die euch dazu veranlasst haben, so vorsichtig zu werden. (sorry für das "euch", ist jetzt einfach zu viel in dem Thread hier, als dass ich differenzieren könnte, ich hoffe ihr merkt, ob ihr gemeint seid oder nicht) Noch was ganz anderes, was ich interessant fand: Zwei oder drei hier haben gemeint, dass es etwas selbstverständliches wäre, anderen Menschen zu helfen. Ich kann das nachvollziehen, auch diese "Sucht danach anderen Menschen zu helfen". Trotzdem versuche ich inzwischen das irgendwo einzuschränken. Wenn man einmal wochenlang versucht hat, jemandem zu helfen und dann merkt, dass die Hilfe erstens nicht angenommen wird und dass man zweitens durch die angebotene Hilfe zum Sündenbock für alles abgestempelt wird, hinterlässt das Spuren. Vielleicht bin ich da etwas zu misanthropisch, aber ich denke, viele Menschen verdienen es einfach nicht, dass man ihnen hilft. Und Hilfe bedeutet auch oftmals, einen Rat zu erteilen, der einem selbst als richtig erscheint. In diesem Fall wäre es z.B. nicht immer sinnvoll, jemandem zu helfen. Vielleicht hat derjenige ganz andere Motivationen für sein Handeln, vielleicht sind demjenigen ganz andere Dinge wichtig, vielleicht ist der eigene Rat dann einfach nur falsch für die Person, der man helfen will? |
| Raziel | Da must du mich wohl falsch verstanden haben. Mit Präsenz meine ich z.B: dass ein Freund, wenn du ihn Wochentags um vier Uhr nachts wegen eines wichtigen Problemes anrufst, sich ins Auto (Zug, Bhan,...) setzt und bereit ist durch halb Deutschland zu kurven, weil du ihn dann brauchst. Natürlich nicht wegen wegen irgendwelcher Niffigkeiten... Das ist mit Präsenz gemeint. Und das ist einer der wichtigsten Punkte, die einen wahren Freund ausmachen. Wenn nicht sogar DER. Bedingungslos da zu sein, wenn die SCH*** brennt. Solltest du wirklich vier oder mehr Freunde dieser Art haben, dann bist du wirklich zu beneiden. Ich habe höchstens zwei, bei denen ich mir sicher sein kann und ein paar weitere, bei denen ich mir nicht WIRKLICH sicher bin... leider. |
| DragonAscendant | Ich glaube nicht an Freundschaft ^^v^^ |
| NioRabe | Wenn ich gerade so über die letzten Postings noch einmal drübersehe, fällt mir doch eines sehr auf... ein Aspekt der Freundschaft, den man (nach meinem Dafürhalten) sehr hoch einstufen und ansetzen muß: Vertrauen!!! @ Roddy Freunde beweißen sich erst in ABSOLUTEN Notsituationen.. haben das Deine vier bereits getan? Wenn nicht, dann (und das ist nicht böse gemeint) kannst Du noch nicht mit Sicherheit sagen, das sie wirklich den Punkt treffen, den wir hier gerade diskutieren - die wahre Freundschaft. Die meisten, die man kennenlernt und Freunde nennt sind meist nur Bekannte... vielleicht sogar über Jahre... aber die Crux, auf der wahre Freundschaft basiert, erreichen sie nie! Ich schließe auch gerne Kontakte und mache Bekanntschaften, aber ein äußerst krasses Ereignis in meinem Leben hat mich sehr schnell und hart gelehrt, was wahre Freunde wirklich bedeuten, und wer sie wirklich sind. Ich wünsche zwar niemandem eine solche Erfahrung, aber um eine klarere Sicht auf die Dinge zu erhalten scheint sowas notwendig. @ DragonAscendant Dann tust Du mir leid, denn Du weißt beim besten Willen nicht, was Du verpaßt! |
| roddy | Raziel: Ok, mit der Definition bin ich "einverstanden" ;-) Bzw. das sehe ich auch so. NioRabe: Es ist halt immer die Frage, wie man eine Notsituation definiert. In einer "Notsituation" bin ich schon von zweien der genannten vier enttäuscht worden, dennoch würde ich sie immernoch zu "wahren Freunden" zählen, weil es einfach noch unheimlich viel mehr gibt, was uns verbindet und sehr viele andere Situationen gibt, bei denen ich mich auf sie verlassen kann. |
| Nataraja | @ Roddy [QUOTE]"Nur wer sich öffnet für den Schmerz lässt auch die Liebe mit hinein" (ASP - ...und wir tanzten)[/QUOTE] Das ist wirklich ein schönes Zitat, nur wenn man sich zu oft für den Schmerz öffnet, verzichtet man irgendwann lieber auf die Möglichkeit an Liebe zu gelangen. Deine Frage war, ab wann wir über Freundschaft nachdenken. Nun.. soweit ich mich zurück erinnern kann, erinnere ich mich an Situationen in der Grundschule, bei denen ich enttäuscht wurde. Klar.. normaler Weise stellt amn in dem Alter vom Verstand her noch keine Sinnesfragen, weil das Gehirn noch nicht fähig dazu ist.. ich hab es jedoch so in erinnerung. Nun.. von da an wurde ich mein Leben lang enttäuscht.. immer wieder.. etliche Geschichten, die ich erzählen könnte. Voll mit Schmerz.. immer wieder der Versuch eine Freundschaft zu starten und Gefühle zugelassen.. und dann kam immer wieder der Schmerz. Irgendwann kann man sich nicht mehr für den Schmerz öffnen, weil er die Liebe anfängt zu zerstören. [QUOTE]Trotzdem versuche ich inzwischen das irgendwo einzuschränken. Wenn man einmal wochenlang versucht hat, jemandem zu helfen und dann merkt, dass die Hilfe erstens nicht angenommen wird und dass man zweitens durch die angebotene Hilfe zum Sündenbock für alles abgestempelt wird, hinterlässt das Spuren. [/QUOTE] Sorry wenn cih das jetzt so sage, aber dann machst du wohl was falsch. Ich kontne bis jetzt jedem helfen.. ich hatte Extremfälle.. oft kommen auch Leute zu mir, die mit wirklich niemandem reden.. und dann bei mir alels rauslassen, ohne dass cih sie dazu überhaupt anschubsen muss. Weiß auch nich.. mir sagen viele ich hätte sowas vertrauenswürdiges, so ne beruhigende stimme und wrüde aussehen wie ein Mensch mit viel Lebenserfahrung. Vielleicht hägnt es zum Teil daran.. zum Teil jedoch auch psychologischer Taktik die ich anwende. Ausnutzen lassen würde ich mich niemals.. sorry, aber für dumm verkaufen kann mich niemand und cih bin zu offen und direkt.. ich glaub da sind die Leute an der falschen Adresse bei mir.. die können sowieso gleich wieder verschwinden. @DragonAscendant Ja.. ich kenne das. Wenn man etwas nie erlebt, glaubt man nicht daran.. oder hast du es erlebt und versucht den Glauben daran zu verdrängen?! @NioRabe Falsch.. immer denken alle Freundschaft beweist sich an Notsituationen. Man sollte quasi seinen Kumpel morgens um 5 anrufen und mal nerven. Das sagt garnix aus.. es gibt solche und solche.. Manche sind vielleicht einfach so hilfsbereit, um wie ein treuer freund zu wirken. Sind es jedoch Menschen, die auch bereits wären dir seelisch zu helfen? Zur Freundschaft zäheln viele wichtige Aspekte. Hilfsbereitsschaft ist nur einer von vielen!! |
| NioRabe | hmmmmm.... natürlich ist die Freundschaft im Allgemeinen facettenreicher als ein Insektenauge.... zugegeben, aber.... @ Nataraja .... es gibt nur wenige Momente, in und an denen man sehen kann wer wirklich zu Dir steht... Es war wohl etwas gedankenlos von mir, mein voriges Posting so reinzuschreiben, da ja keiner von euich weiß, was bei mir abgelaufen ist, und warum ich genau daran erkennen konnte, wer ein Freund ist und wer nicht. Allerdings habe ich auch nicht vor, das jetzt hier breit zu treten, denn es würde wohl seeeeeehr viele Seiten füllen. Fakt ist, das die damalige Situation so komplex und vielschichtig war, das sie tatsächlich keinen anderen Schluß auf die Leute in meiner direkten Umgebung zulies. Also sag nicht einfach "falsch", denn man kann schließlich nur mit den eigenen Augen und nicht denen anderer urteilen. |
| roddy | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nataraja [/i] [B]@ Roddy Sorry wenn cih das jetzt so sage, aber dann machst du wohl was falsch. Ich kontne bis jetzt jedem helfen.. ich hatte Extremfälle.. oft kommen auch Leute zu mir, die mit wirklich niemandem reden.. und dann bei mir alels rauslassen, ohne dass cih sie dazu überhaupt anschubsen muss. Weiß auch nich.. mir sagen viele ich hätte sowas vertrauenswürdiges, so ne beruhigende stimme und wrüde aussehen wie ein Mensch mit viel Lebenserfahrung. Vielleicht hägnt es zum Teil daran.. zum Teil jedoch auch psychologischer Taktik die ich anwende. Ausnutzen lassen würde ich mich niemals.. sorry, aber für dumm verkaufen kann mich niemand und cih bin zu offen und direkt.. ich glaub da sind die Leute an der falschen Adresse bei mir.. die können sowieso gleich wieder verschwinden.[/B][/QUOTE] Ich denke, dass ich in dem Fall auch den Respekt der Person hatte, der ich helfen wollte, daran kanns nicht liegen. Vielleicht ists ein Fehler einfach ehrlich und hilfsbereit zu sein, anstatt psychologische Taktiken anzuwenden (hab mich noch nie tiefergehend mit Psychologie beschäftigt). Ist wie bei NioRabe, deutlich zu vielschichtig, als dass das jetzt heir breitgetreten werden müsste, wird auch n bisschen OT... |
| Nataraja | Ich hab mich auch nich wirklich damit beschäftigt, aber ich achte eben viel auf Gestiken und Ausdruck eines Menschen. Sobald man dadurch ein bisschen was über den Charakter des Menschen erfährt, weiß man auch wie man sich ihm gegenüber am besten verhält. Najo.. ich geh da auch irgendwie nach meinem Gefühl. Du solltest die Leutz ja auch nich als Patienten ansehen ;) Es ist nicht falsch einem guten freund helfen zu wollen.. Aber man sollte nicht alles für einen Freund tun, wenn man nicht weiß, ob sich das lohnt |
| godess of fire | [QUOTE][i]Original geschrieben von kin of darkness [/i Ich denke, Freundschaft, wenn sie beidseitig ist, kann einen Menschen retten, der richtig Probleme hat. [/B][/QUOTE] Was meinst du damit, einen Menschen zu retten der richtige Probleme hat? Die Probleme von jedem einzelnen Mensch sind richtige probleme. Ein Mensch kann sich aus jeder Situation alleine heraus helfen. |
| kin of darkness | @ Goddess of fire Richtige Probleme heißt so viel wie Lebenskrise. Ich rede hier von dem Kaliber, sterbende Eltern, Geschwister, Zusammenbruch des Weltbildes und allem, an was man geglaubt hat. Das meine ich, sind richtige Probleme. |
| godess of fire | @kin of darkness, ich bin nicht deiner Meinung. Natürlich sind sterbende Eltern, Geschwister usw. etwas was sich keiner vorstellen mag, aber wie ich schon gesagt habe sind für Menschen, die angelbliche " kleine Probleme" haben auch richtige Probleme. Der Mensch ist für sich selbst verantwortlich. Er macht das aus seinem Leben was er will. Und irgendwie schafft er das auch. Probleme zu beheben und zu überwinden ist ein kleiner Teil davon. Auf jeden Fall gibt es keine "richtigen" Probleme. Jeder Mensch ist anders. |
| disturbed | mhm... richitge Freunde, gibt es die überhaupt noch? Oder ist jeder Mensch mit sich allein? Ich denke , das jeder mensch auf sich allein gestellt ist und wer wirklich noch an freunde glaubt, der ist naiv. @ godess ich schließe mich deiner meinung an. |
| Nataraja | Ich finde es richtig arm, was ihr hier schreibt. Dann könnt ihr auch abgekapselt und allein leben.. Wer will schon was mit kalten herzlosen Menschen zu tun haben. Natzürlich gibt es Probleme. Nur sind meine Probleme nicht so wie die eines Anderen und andersrum.. jeder geht unterschiedlich damit um. Der eine kommt besser damit klar, der andere eben schlechter. Aber es sind Probleme. Sonst würde das Wort doch nicht existieren.. Freunde.. natürlich gibt es Freunde.. Wer noch nie diese Wärme gespührt hat, der tut mir leid. Natürlich muss man seine Probleme letztendlich allein lösen.. Aber es gibt Menschen, die einen auf den richtigen Weg führen.. und die einen dabei begleiten. Schade, dass die Menschheit immer mehr den Glauben an solchen großen, wirklich wertvollen Dingen.. einfach so verliert |
| disturbed | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nataraja [/i] [B]Ich finde es richtig arm, was ihr hier schreibt. Dann könnt ihr auch abgekapselt und allein leben.. Wer will schon was mit kalten herzlosen Menschen zu tun haben. [/B][/QUOTE] @ nataraja, Du findest es also richtig " arm" was wir hier schreiben? So, Frage doch einmal die menschen, die kalt und herzlos, wie du es nennst, sind, warum sie so geworden sind. Sie waren auch mal voller Liebe und dachten sie hätten Freunde aber durch die immer wieder ständige entäuchung und verletztung der gefühle haben sie diese eigenschaften verloren. Hast du schon einmal solche Erfahrungen gemacht? Weißt du wie weh es tut, immer und immer wieder verletzt zu werden? Ich denke nicht. Sonst würdest du das nicht schreiben. Dieses Forum hier ist für solche Leute , die du, kalt und Herzlos nennst. |
| Nataraja | Oh doch.. Ich hab die Erfahrung schon mehrmals gemacht.. Sonst hätte ich auch nicht dieses Thread gemacht.. Weil es mir viel bedeutet. Weil ich dadurch noch mehr Freundschaften schätze. Ich hab auch schon imemr Zweifel gehabt und wer mich kennenlernt, weiß dass es mir verdammt schwer fällt Freundschaften zu schließen. Ne große Macke von mir.. Wer einmal springt, der tut es nicht ein zweites mal, weil er weiß, was es für Folgen hat. Trotzdessen verliere ich nciht die Hoffnung.. Trotzdessen denke ich.. wenn ich diese Einstellung habe.. dann muss sie doch noch jemand anderes haben. Ach und zu dem Thema [QUOTE]Dieses Forum hier ist für solche Leute , die du, kalt und Herzlos nennst.[/QUOTE] Vöööölliger Schwachsinn. Sorry, aber genau das unterstützt nur das Klischee. Mach doch einen auf Selbstmitleid. Tut mir leid, aber dieses Forum ist für Menschen mit ähnlichen Interessen und Ansichten. Ja.. viele haben schlechte Erfahrungen gemacht und sind dadurch zu ihrer Einstellung gekomen. Das gehört nun mal zu einem Lernprozess dazu. Sonst würden wir eines Tages an eienr Stelle stehn bleiben. Aber man sollte dabei auch lernen, dass es eine Erfahrung ist, die einen bereichern soll und einen nicht in ewige Trauer stürzen soll. Ich bin hier her gekommen, weil ich bemerkte, dass es Wesen gibt, die über ihre Probleme reden.. und ncht um sich nutzlose Probleme zu machen!! |
| disturbed | @ nataraja, ich finde es toll das du trotzt solcher erfahrungen noch freundschaften schätzten kannst. Ich kann das nicht. Ich bemitleide mich nicht selbst. Oh nein. Ich bin hier her gekommen, damit ich auch mal über meine probleme reden kann und nicht weil ich einen auf selbstmitleid machen wollte. GAnz im Gegenteil. Ich wollte menschen finden, die auch solch erfahrungen gemacht habe, wie ich. Weißt du, die Welt ist nicht so wie viele denken. So Warm und Lieb usw.. bla bla bla........ Ich bewundere Menschen, die das denken. Sie sehen noch das positive im Ménschen., aber beim besten Willen, ich sehe das alles nicht mehr. |
| Raziel | Ich bin doch erstaunt, wie sehr sich doch dieses typische Schwarz-Weiß-Denken in dieses Thema einschleicht... Ich meine dass jetzt nicht irronisch, oder abwertend, wenn ich sage, dass auch mir jeder leid tut, der Freundschaft ablehnt, weil er oder sie verletzt wurde. Es mag vielleicht so klingen, aber jemand, der nur sich selbst hat, gibt einen Teil von sich selbst auf, denn der Mensch wächst und formt sich im Umgang mit anderen; und Freundschaft ist hier ein zentraler Bestandteil. Mir bleibt nur zu sagen, wer hinfällt sollte wieder aufstehen. Aber wer aufsteht und nichts aus dem Fall gelernt hat wird wieder stolpern... |
| Nataraja | Ich geb ja zu, dass ich auch so gedacht habe über Freundschaft. Kann man hier noch sehen.. hab ein alten Thread gefunden. [url]http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&postid=311306#post311306[/url] Es fällt mir ehrlich gesagt immernoch schwer.. Aber ich versuche es wenigstens weiterhin. Habe niemals behauptet die Welt sei wo warmherzig.. aber die Kälte der verletzten Menschen, macht sie auch nicht wärmer! Ich habe daraus inzwischen gelernt, dafür Dinge umso mehr zu schätzen. Ich hatte meine Phasen in denen ich nur noch das Schlechte sah. Hoffe das wird sich bei dir auch mit der Zeit ändern, disturbed |
| roddy | Niemand hier steckt in der Haut eines anderen. Deswegen denke ich, dass niemand mit "arm" o.ä. abgeurteilt werden sollte. Ich sehe auch die positiven Dinge, kann es aber verstehen, wenn die negativen überwiegen (wird glaub alles n bisschen allgemein jetzt). Ich denke, es lohnt sich immer wieder aufzustehen und es noch einmal zu versuchen, aber vielleicht bin ich auch nur ein bisschen naiv... |
| kin of darkness | Bleibt einem ja wohl nichts anderes sinnvolles übrig. Ich hab schon so viel erlebt, was die allgemeine Gefühlskälte der Menschen unterstreicht. Ich hab einiges an Problemen, die ohne Wunder nicht bewältigt werden können. Das will ich aber nicht an die große Glocke hängen. Was mich an der Sache aber nervt ist, das niemand versucht, sich in meine Situation zu denken. Noch nicht mal die Leute, mit denen ich mich umgeben habe. Es hat keiner mehr Zeit für andere, wenn er kein Geld dafür bekommt. Ich habe lernen müssen, dass es wichtigeres gibt als Geld. Das wichtigste ist, dass man jemanden hat, mit dem man reden kann, der auch ohne zu zögern zupacken kann. Es kommt mir aber so vor, als käme ich nur mit Leuten langfristig aus, die entweder ähnlich vorbelastet sind wie ich, einen gewaltigen Schatten haben, oder beides. Ich habe mich verändert. Vor kurzem war ich offen für alles, jetzt bin ich eher zurückgezogen. Das machte den Meisten in meiner Umgebung Angst, da ich teilweise tagelang kein Wort geredet habe. Von meinen Freunden ist mitlerweile nur noch meine beste Freundin übrig. Der Rest der Leute will mit mir nicht mehr viel zu tun haben, oder ich nicht mit denen. Wenn man sowas am eigenen Leib erfährt, dann fällt es schwer, was positives in der Zwischenmenschlichkeit zu sehen. |
| disturbed | @kin of darkness das ist richtig!!! |
| SolPreto | Leichter Wiederspruch. Mir ist eigentlich nur 1... vielleicht 2 Freunde geblieben von einem riesigen Freundeskreis. Aber was lässt mich das an Zwischenmenschlichen Beziehungen zweifeln? Immerhin habe ich 2 Menschen bei denen es nicht so ist. (Und du hast 1! was willst du mehr.) "Nur 1 Freund" gibt es nicht, zählt mehr als 1000000 Kumpels. Also Freu dich an der Probe und das die Freundschaft gehalten hat. Ich bin ziemlich sicher das es sehr vielen Menschen so geht das ihnen niemand geblieben wäre! |
| Nekator | langer threat.. ich schreib einfach mal meine Meinung... Freundschaft ist Liebe ohne Sex... sehr simpel aber hat was.. auch wenns nicht ganz stimmt.. denn Freunde sind das einzige was man sich wirklich aussuchen kann... und demnach auch das wertvollste. |
| disturbed | [QUOTE][i]Original geschrieben von SolPreto [/i] [B]Leichter Wiederspruch. Mir ist eigentlich nur 1... vielleicht 2 Freunde geblieben von einem riesigen Freundeskreis. Aber was lässt mich das an Zwischenmenschlichen Beziehungen zweifeln? Immerhin habe ich 2 Menschen bei denen es nicht so ist. (Und du hast 1! was willst du mehr.) "Nur 1 Freund" gibt es nicht, zählt mehr als 1000000 Kumpels. Also Freu dich an der Probe und das die Freundschaft gehalten hat. Ich bin ziemlich sicher das es sehr vielen Menschen so geht das ihnen niemand geblieben wäre! [/B][/QUOTE] Ich glaube es geht hier darum, das man so viele angebliche Freunde hatt, von denen man geglaubt hat, das sie hinter einem stehen. Man ist enttäuscht und verletzt und weiß nicht wie man jetzt handeln soll. |
| Jack | Wahre Freundschaft ist wie ein Fels, nichts kann sie erschüttern. Man kann sich aussprechen, alles kann man mit einem wahren Freund besprechen, was man fühlt, was man denkt und was man leidet und all das... Und wenn man sich wirklich kennt, dann braucht man gar nicht mehr alles zu erzählen. Das Gegenüber fühlt genau von der anderen Person, was es denkt, fühlt...Wenn zwei Menschen, Frau u. Mann, sich psychisch nähern, was intensiv nur auf erotischem Wege möglich ist, so werden sie ihr Innerliches so lange auf einander überfließen lassen, bis sie fähig sind, der eine in den Ideen des andern zu denken. Sie kennen sich dann! Sie lernen sich um so eher kennen, je mehr sie von vornherein erotisch aufeinander gestimmt sind. ------------------------------------- Grüße, Jack |
| Mondsilbertaufe | "Die Freunde nennen sich aufrichtig, die Feinde sind es." Arthur Schopenhauer |
| Iscariot | Is mit der Freundschaft wie mit der Liebe, wird idealisiert bis ins Unendliche. Doch wehe der Realität davor abzuweichen, dann folgt sogleich der, keiner liebt mich... |
| Seena | Du merkst erst, wer deine richtigen Freunde sind, wenn du mal echt in der Sch**** steckst. Wenn du mal was brauchst, ohne irgendeine Gegenleistung dafür anbieten zu können. Oder, wenn du dich veränderst. Leute, die dich echt gern haben, bleiben bei dir. Freundschaft ist einfach eine abgeschwächte Form der Liebe und genauso wie die Liebe basiert auch sie auf geben und nehmen. Wie alle anderen zwischenmenschlichen Beziehungen muss auch eine Freundschaft geplegt werden - von beiden Seiten, sonst klappt es nicht. Ja, es stimmt, wenn man einmal auf die Nase fällt, fällt es schwer, wieder aufzustehen. Ich hab's trotzdem immer wieder gemacht. Sowohl im freundschaftlichen Bereich, als auch in der Liebe. Es dauert immer noch lange, aber es klappt. Menschen, die das nicht mehr können, als "arm, herzlos oder gefühlskalt" zu bezeichnen finde ich nicht ganz fair. Ich finde eher, man sollte solchen Leuten versuchen zu helfen.....ihnen einen Arm reichen, damit sie wieder aufstehen können. Ich wünsche euch allen, die ihr das verlernt habt, dass ihr wieder lernt anderen zu vertrauen. (Ich entschuldige mich, wenn ich gerade klinge wie Mutter Theresa....:rolleyes: ) Lg Seena |
| Jack | In der gewöhnlichen Freundschaft herrscht der Gedanke. Das Geistige tritt hinter dem Körperlichen zurück, während in der Liebe das Körperliche das Geistige beherrscht. Die schöne Landschaft, die unser Auge oft so ungemein erfreut, die Wunder des Meeres und der Berge, zu denen wir uns hingezogen fühlen, rufen in uns Lust- und Glücksgefühle wach, die aber sicherlich nicht als erotische anzusprechen sind. Ebenso werden die übrigen Sinne, das Ohr durch die Musik, der Geruchssinn durch den Duft der Blumen, der Geschmackssinn durch das Aroma der Früchte lustbetont erregt, aber nicht im sexuellen Sinne. |
| Dark Rebel | Freunde. Schweres Thema. "Freund" nenne ich im Moment nur 2 Personen. Selbst die Person mit der ich am meisten unternehme ist nicht mein "Freund". Ich unterteile das eigentlich in Bekannte, Kumpels und Freunde. Bekannte: "Ach hi, un wie ? Jo was du nicht sagst...gehste noch mit einen trinken ? Nein ? Ok bis bald!" Man weiss wo diese Leute wohnen, wie sie heissen und sonstiges "Grundwissen" mehr nicht. Mehr intressiert auch nicht. Kumpel: Man macht was zusammen, man plant und hat Spass zusammen. Man kommt aber auch gut ohne sie aus. Wenn man sich mit ihnen Zofft, lässt man halt en bissel Zeit ins Land ziehen, irgendwann kommt man sich wieder näher. Sindse da ist gut, sindse weg, scheisse, aber die kommen schon wieder. Wir sind schliesslich Kumpel. Man kennt sich schon lange und sehr gut. Aber eine "tiefere" Ebene wird nie erreicht. Man redet nicht über Gefühle oder weint sich bei diesen Personen aus. Freunde: Schwer zu erklären. Für mich schon fast wie eine gewisse Liebe. (wie gut das die 2 besagten Personen weiblich sind ^^ ) Hat man Zoff mit ihnen, ist man down und versucht alles, um das wiederhinzukriegen. Man redet sehr oft und sieht sich oft. Seine tiefsten und grössten Probleme tauscht man aus. Wenn mal echt alle Stricke am reißen sind weint man auch vor diesen Leuten, oder man weint mit ihnen. Man kennt sie wie sonst niemand anderen. Man erzählt sich alles. Und ich meine "alles".Man kennt sie. Man ist da für diese Personen. Egal wann, egal wie. Ein geben und nehmen, ein Team das zusammen alles anpackt und auch schafft, und wenn nicht hilft man dem anderen wieder auf die Beine. Fast wie eine platonische Liebe. Deshalb sind Leute die ich "Freunde" nenne selten. Dazu gehört viel..sehr viel in meinen Augen. Meine Ansicht, kompliziert und schwer zu verstehen aber so ist es nunmal... |
| wozu | freunde: bei diesem thema stell ich mir immer wieder die frage: Warum brauchen wir freunde, warum brauchen wir lieben, warum jemanden der einfach nur fuer uns da ist? natuerlich braucht es jeder in einem anderen mass, der eine mehr der andere weniger. ich muss sagen mir sind meine besten freunde sehr wichtig und ich war sehr fertig als ich sie verlassen musste weil ich dachte es wuerde uns trennen. ich hasste alles weil ich umziehen musste. doch dadurch habe ich gemerkt dass richtige freunde bleiben auch wenn man sich ziemlich selten sieht und auch nicht viel redet. jedesmal wenn ich mit einem von den mir wirklich wichtigen telefoniere oder auch wenn ich zu besuch bin ist es als waer ich nie weg gewesen. natuerlich veraendern sich dinge aber die freundschaft bleibt zumindestens war ich so gluecklich diese erfahrung zu machen. aber naja so viel zu mir... ich wuerd mich wirklich sehr freun wenn jemand sagt was er dazu denkt warum wir liebe und freundschaft brauchen! es ist ein vorteil anders zu sein, weiter zu denken... du wirst nicht untergehn in der menge |
| Jack | [QUOTE][i]Original geschrieben von nönix [/i] [B]Freundschaft= Liebe ohne Sex. Das wäre das Ideal. Oder auch nicht, denn dann wäre Freundschaft nicht soviel wert wie die "Liebe" im üblichen Sinne. Scheint mir aber so: Sobald der Sex zu haben ist, ist Freundschaft scheinbar nicht mehr ausreichend und wird zur Nebensache. Daher bin ich der Meinung, dass Freundschaft die wahre Liebe ist. Oder sein sollte. Hm, irgendwie hab ich jetzt mich selbst widerlegt... Ähem, schwierig. :rolleyes: [/B][/QUOTE] Hallo Nönix, ist schon gut. Verliebe Dich erst einmal, dann wirst Du verstehen, was ich mit meinen Post "Unterschied zwischen Freundschaft und Liebe" meine... |
| lost_one | Hallo, Wahre Freundschaft würde ich so definieren, dass man jemandem alles anvertrauen kann, Probleme etc. und etwas unternimmt. So was habe ich noch nie erlebt. Vielfach habe ich mitbekommen, dass man sich über meine Probleme lustig macht. Also existiert wahre Freundschaft nur in der Phantasie. :( |
| Nataraja | Hallo Mrs. Spock, wow, das ist ja faszinierend, dass nach über neun Jahren, ein alter Thread, wieder Leben bekommt :) Erzähl mir deine Geschichte. |
| Nataraja | Leider nimmt mich mein Privatleben derzeit so ein, dass ich nicht mehr offen bin, für ein spontanes Treffen. Dass du in diesen Thread schreibst und dein trauriges Smiley, sprechen ja dafür, dass du nicht damit abgeschlossen hast. Es nützt nicht, dir zu sagen "die Zeit heilt alle Wunden". Das tut sie nicht. Auch nach so vielen Jahren, leide ich darunter. Besonders bei einem Menschen. Ich kann nicht sagen, dass ich derzeit wahre Freunde habe. Sicher hab ich Freunde. Aber dieses tiefe, innige Gefühl von Verbundenheit. Das blinde Vertrauen und Wissen, dass der Andere für einen da ist. Das habe ich nicht. Nicht grundlos, habe ich damals diesen Thread eröffnet; habe die Menschen hier dazu aufrufen wollen "halte diesen besonderen Menschen fest, wenn du ihn gefunden hast." Wer weiß, vielleicht gibt es nur diesen einen besonderen Menschen. Oder, diese eine besondere Zeit. Ich hoffe noch immer auf bedingungslose Liebe, im freundschaftlichen Sinne. Diese Vorstellung geben ich nicht auf und das solltest du auch nicht. |
| Lady Ash | Ich dachte, ich hätte die bedingungslose Liebe gefunden. Und habe sie wahrscheinlich in eben dieser, meiner Bedingungslosigkeit zerstört. Was ich daraus gerettet habe, ist eine besondere Freundschaft. Unbedingtes Vertrauen, das Gefühl sich fallen lassen zu können, denn da ist jemand neben dir, auf deiner Höhe, Schritt für Schritt, und er hält mich, wie ich ihn ... Freude, wenn er auftaucht ... Vages Verlangen nach mehr, ja, vielleicht. Aber ich schätze und achte und liebe diese Freundschaft wie sie ist sehr. Sie bereichert mein Leben ;) --- @Mrs Spock Ich habe sehr ähnliche Erfahrungen @ Forumsbekanntschaft gemacht. Es tut mir sehr leid für dich - eine solch unmögliche Liebe zerreißt einen buchstäblich. |
| Nataraja | Ja, es triftet gerade in mehr als Freundschaft ab. Tatsächlich ging es mir auch derart. Aber das wollte ich mit diesem Thread nicht ansprechen. Trotzdem finde ich es schön, wie du es beschreibst Lady Ash. Es ist schön, dass ihr so etwas Besonderes aus eurer Liebe formen konntet. Aber ist es so einfach, wie du es schreibst? Vages Verlangen nach mehr.. das macht es nicht mehr zu einer reinen Freundschaft. Ich weiß nicht, ob solche Gefühle nicht immer zwischen einer Freundschaft stehen werden. |
| Lady Ash | [QUOTE][i]Original geschrieben von Nataraja [/i] [B] Aber ist es so einfach, wie du es schreibst? Vages Verlangen nach mehr.. das macht es nicht mehr zu einer reinen Freundschaft. Ich weiß nicht, ob solche Gefühle nicht immer zwischen einer Freundschaft stehen werden. [/B][/QUOTE] Ja, irgendwie ist es mehr als eine Freundschaft, aber weniger-oder-anders als eine Liebe. Ob diese Gefühle immer einer wahren Freundschaft im Wege stehen werden - ich weiß es nicht. Zur Zeit ist alles gut. Er hatte eine Beziehung zu einer anderen Frau - ich habe gegenwärtig eine andere Beziehung ... es gibt keine Leidenschaft zwischen uns und (zumindest auf meiner Seite, I don't know about him) keine Eifersucht. Ich denke, dass wir noch einen langen Weg nebeneinander gehen werden. |
| apnoe | Zitat: Ich weiß nur, dass wenn man einmal so einen Freund findet, ihn niemals loslassen sollte!! Ich sehe das ganz anders. Binde mich an absolut niemanden mehr auf diese Weise. Und wenn ich ehrlich sein soll; ich bin derzeit als Hardcore Einzelgänger verdammt glücklich. - Meine letzten Freundschaften seit etwa 2003 haben mich eh nur abgenervt eigentlich... Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott! Und wenn man sich selbst erst einmal zu lieben gelernt hat, dann braucht man auch nicht mehr als sich selbst. Ich bewundere aber Teamplayer - Absolut!!! Ist nur definitiv nicht mein Ding.... I want to believe - Don't trust no One! |