German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 
  Forum: Platz der Philosophen
    Thema: Verblödung der Gesellschaft
AnakinEigentlich zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre. In unserer Stadtzeitung fand ich einen Beitrag über Hundefasching: Hundebesitzer können sich und ihren Hund kostümieren, für eine spezielle Hundefaschingsparty. Kostüme für Hunde kann man auch schon kaufen. Und im der Stadt Brandenburg gibt es Menschen die sich die Anzughosenfalte herausbügeln, bevor sie damit zur Hochzeitsfeier gehen. Einige Meschen hier bekommen echte Probleme wenn sie verschiedene Horoskope in unterschiedlichen Zeitungen finden und wissen dann nicht wie sie sich verhalten sollen.

Allgemein sind viele Konsum-Produkte teuer, weil die Hersteller damit nervende Proll-Gewinnspiele finanzieren. Und die neue Zielgruppe der Autowerbung sind Angeber und geistige Tiefflieger - Ein Beispiel für permanente Zunahme an Geschmacklosigkeit.

Die Gesellschaft verblödet immer mehr, kann man das noch stoppen?
Ist Gesellschaftsverblödung gesteuert oder zufällig?
Wer hat noch bessere Idiotenweltbeispiele? :eek:
SenecaEchte Anzeichen für eine tatsächlich fassbare Verblödung kann ich in Deinen ansonsten interessanten Beispielen nicht wirklich finden. Lediglich die typischen Symptome der Langeweile, wie sie in dekadenten Hochzeiten kurz vor dem Absturz immer wieder mal zu finden sind.
Sicher haben die meisten Menschen bald wieder realere Sorgen, und weniger Zeit und Sinn für solche Ablenkungen.

PS: dieses Phänomen ist weder gesteuer noch zufällig, es ist periodisch.
Man kann es regelmäßig durch die gesamte Geschichtsschreibung hindurch finden...diese Phase wird dan meiste durch eine betont "ernste" Ära abgelöst.
matheaHoffentlich behältst du Recht @ Seneca.
maliciaIst es wirklich periodisch? Dass Langeweile in einem derartigen Ausmaß entsteht scheint mir schon ein periodisches Phänomen zu sein, welches mit dem Rhytmus von Not und Wohlstand zusammen hängt. Aber hat dies eine Verblödung zur Folge? Eine Verblödung setzt voraus, dass der Mensch vorher weiser oder intelligenter war. Ist dem denn so? Meines Erachtens gibt es statistisch gesehen immer mehr diplomierte Leute und Abiturienten.
So sehe ich nur eine Konsumorientiertheit, die aus fehlender Not und einem kontroversen Verhältnis zum Geld seitens der Normalbevölkerung hervorgeht, und keine Verblödung in diesem Sinne.
StandAloneKmplxIch kann in Bezug auf dieses Thema, auch wenn es schon an anderer Stelle diskutiert wird den Film Ideocraty empfehlen.

Es handelt sich dabei um ein Komödie, aber ich finde, dass dort lediglich die zukünftige Wahrheit dargestellt wird.
Wer weinen muss: Es sei gestattet!

Ich halte die "Verblödung" auch für periodisch. Man schaue sich nur das Mittelalter im Vergleich zur Anthike an. Hat mal Jemand recherchiert, ob es zwischen den religiösen Entwicklungen eines sozialen Systems und dem Rückgang der "Allgemeinbildung" einen Zusammenhang gibt?

Meiner Meinung nach ja! Allerdings sind dafür heutzutage nicht mehr die gängigen Religionen verantwortlich, sondern die goldenen Kälber, die wir uns durch das Bedienen das Fernsehers geschaffen haben...
ArimahnIch glaube ihr verkennt was zuerst da war. Die große Masse an Menschen war schon immer dumm und wird es auch immer sein. Lediglich die Methoden mit denen die "nicht-ganz-so-dummen" die Dummen beeinflussen und im Endeffekt ausnutzen ändern sich den Umständen entsprechend. Sowas wie eine gesellschaftliche Verdummung im Sinne von "die Gesellschaft wird noch dümmer" gibt es nicht, was wir hier erleben ist nur eine Umschichtung der Beeinflussungsmethoden.
Anakin[QUOTE]Shadowflower: Viele Menschen im Alltag stumpfen ab in ihrer Wahrnehmung, Emotionen werden verdrängt oder sind mit Neid, Egoismus, etc. befleckt, die meisten Menschen denken zu materialistisch und zu kurzsichtig, zu unkritisch und zu selbstbezogen und mir scheint viele Menschen wollen viele Dinge einfach nicht hinterfragen oder andere Sichtweisen zu lassen, die haben irgendwie Grenzen in ihrem Denken, die sie von ihrem eigenen Verstand und von ihrem eigenen tiefen Inneren abgrenzen und den Blick für die Realität benebeln. Diese Menschen sind besonders in ihrer Meinung oder ihrem Denken zu beeinflussen...[/QUOTE]

Irgendwie habe ich den Eindruck, dass die Medien dabei künstlich nachhelfen. Um Auflage oder Einschaltquote anzuheben wird absichtlich auf Niveau verzichtet. Dummheit und Proll-Verhalten gelten als "cool" und "schick" bzw. ist normal. Kritische-hinterfragende Konsumenten sind allgemein unerwünscht - Hauptzielgruppe sind immer die Menschen, die sich abzocken und beeinflussen lassen. Durch die konsumorientierten Medien entsteht ein Kreislauf, der Moral und Normen in der Gesellschaft immer mehr abflacht. Durch Armut/Arbeitslosigkeit entsteht in der Bevölkerung zusätzlich Frust und Sinnlosigkeit. Speziell hier in Ostdeutschland entsteht eine Art "Ghetto-Moral" - allgemein steigt Kulturlosigkeit, Rücksichtslosigkeit, unhöfliches Verhalten und die Verschmutzung der Infrastruktur. Sitzplätze in Bus und Bahn werden mutwillig beschmutzt und überall auf den Straßen liegt Hundekot. Wir entwickeln uns zurück in die Steinzeit - Menschen mit "dicken Fell" haben jetzt Vorteile und tyrannisieren ihre Mitmenschen - Stumpfsinn ist Trumpf!
Anakin[QUOTE]Nigthmare:
Das Kapitalismus so verkannt ist liegt daran, dass ihn keiner mehr nutzt ...
[/QUOTE]:rolleyes:

Sorry,
diese ironische Sichtweise/Formulierung kann ich nicht akzeptieren.

Ich möchte an dieser Stelle daran erinnern, dass die Privatbanken und einige monopolistische Unternehmensstrukturen die freie Konkurrenz bzw. einen freien Markt abwürgen. Da werden schnell mal ein paar Firmen aufgekauft, ohne Markennamen-Änderung. Und der einfache Bürger merkt nicht, dass sich Monopole hinter mehreren Markennamen verbergen. So zerstören Monopole das Marktgleichgewicht und diktieren den Preis.
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Nigthmare [/i]
Das Kapitalismus so verkannt ist liegt daran, dass ihn keiner mehr nutzt. [/QUOTE]Im Gegenteil, er wird ganz konsequent genutzt und zeigt um so deutlicher seinen lebensfeindlichen Charakter.

[QUOTE]Freie Marktwirtschaft gekoppelt mit Demokratie ist auf Egoismus ausgelegt. Man kann alles tun, was man darf und wer meint, deswegegen gegenüber jemand anderen tätlich zu werden, bekommt es ganz Rechtskonform mit meinem Elektroschocker zu tun. [/QUOTE]Leider machen viele Menschen den Fehler, Eigensinn und Eigennutz mit Egoismus zu verwechseln. Während Eigensinn und Eigennutz im eigenen Sinne und zum eigenen Nutzen dienen, dient Egoismus dazu, das Ego aufzupolieren, den "schönen Schein" zu wahren. Wer aus Eigensinn handelt, der tut nicht alles, was er darf, sondern nur das, was er WILL.
Egoismus entwickelt sich im Wechselspiel mit Vertreter-Demokratie. Zur Weiterentwicklung von Eigensinn und Eigennutz wäre Basisdemokratie förderlicher.

[QUOTE]Nur gibt es jetzt keinen ja ach so irrationalen Egoismus mehr, über die Zeit hat sich im Konflikt aller möglichen Gedankengänge einer als der Sieger etabliert ... Der Demokratie logischer Nachfolger ist der Faschismus. [/QUOTE]Ja, Vertreter-Demokratie führt zu immer stärkerer Konzentration und Zentralisation. Sie baut aber, wie gesagt, auf dem irrationalen Egoismus auf.
Eigensinn ist im Gegensatz zum Egoismus viel mehr rational. Damit sind auch Menschen, die keine "Bildung" genießen, in der Lage, höchst vernünftige Entscheidungen zu treffen, einfach "aus dem Bauch heraus". Egoisten unterdrücken ihre Bauchgefühle größtenteils, um "den schönen Schein zu wahren", und treffen darum oft Entscheidungen, die letztendlich gegen sie selbst gerichtet sind.

[QUOTE]Whatever, ich wollte immer nur einfach Zuschauer sein und mich über die Geschehnisse der Menschen lustig machen. Aber von wo schaut man am besten zu?[/QUOTE]"I'm just sitting here watching the wheels go round and round" sang John Lennon - er hatte nicht lange Gelegenheit dazu. :(

Du wirst nicht umhin kommen, zuerst genug zu tun, um deinen Bauch und deine Haut zu retten. Der beste Platz, den du dafür findest, ist vermutlich auch der beste Platz zum Zuschauen ...
Anakin[QUOTE]Nigthmare:
Und dies kann als Kapitalistisch angesehen werden? Ich dachte, dazu gehört immer das allgemeine Streben aller Leute nach mehr, nicht die Abfindung mit einer gewissen Ration...[/QUOTE]

Weil alle Leute nach mehr streben, ohne Abfindung mit einer Ration, entsteht Kaos und ungerechte Verteilung der Güter. Das ist das Grundübel im Kapitalismus. Vernunft wird unterdrückt weil der vernünftige Mensch irgendwann erkennt, dass der Kapitalismus langfristig zum Scheitern verurteilt ist. Aber allgemeiner Wohlstand für alle Bürger setzt vernünftige Regeln für gerechte Güterverteilung voraus. Ungeregelter Konkurrenzkampf wird zur Materialschlacht und vergeudet Ressourcen. Der Kapitalismus erzieht den Menschen zum Egoisten und Angeber. Und i.d.R. sind die Menschen, die mehr als 1 Mill. Dollar/Euro besitzen - wahre Egoisten und Angeber. Die subjektive Zufriedenheit des Einzelnen ist oft unrealistisch, Egoisten sind nie zufrieden. Was der Einzelne für die Gesellschaft real leistet ist der echte Maßstab für gerechte Vergütung. Einfache Arbeiter und Angestellte bringen der Gesellschaft oft mehr Nutzen als einige hochbezahlte Politiker und Manager.

Mir gefällt die Formulierung von TheTurningPoint:
[QUOTE]Ja, Vertreter-Demokratie führt zu immer stärkerer Konzentration und Zentralisation. Sie baut aber, wie gesagt, auf dem irrationalen Egoismus auf.
Eigensinn ist im Gegensatz zum Egoismus viel mehr rational. Damit sind auch Menschen, die keine "Bildung" genießen, in der Lage, höchst vernünftige Entscheidungen zu treffen, einfach "aus dem Bauch heraus".[/QUOTE]
Kinch[QUOTE][i]Original geschrieben von Nigthmare [/i]
Was machst du mit Menschen, die innerhalb eines solchen Systems trotzdem Egoisten bleiben? Sie unterdrücken?[/QUOTE]

Eine Alternative wird es nicht geben. Ein System das nur mit ideologisch gleichgeschaltete Individuen funktionieren kann, endet meiner Meinung nach immer in Unterdrückung, bzw. Totalitarismus.
Was mich zur an dich gerichteten Frage führt: Inwiefern werden "Nicht-Egoistische" Menschen unterdrückt? Sie werden möglicherweise nicht direkt unterstützt, aber das ist nicht das Gleiche.
KinchTut mir leid, aber ich finde diese Argumentation als Beispiel für eine Unterdrückung etwas an den Haaren herbeigezogen.
Das System hat nicht entschieden dass man eine gewisse materielle Existenzgrundlage braucht, sondern das ergibt sich immer noch aus den physikalischen Gegebenheiten der Welt.
Wenn ein Mensch mit einem (pathologischen) Altruismus nicht mehr lebensfähig ist, kann man hier nicht mehr von einer Unterdrückung sprechen. Ebenso sehr ist ein Mensch mit einer extrem Egozentrik nicht mehr Lebensfähig sondern soziopathisch.
Und das Menschen nicht lebensfähig sind, die derart psychotisch agieren ist meiner Meinung nach vom System unabhängig.

[QUOTE]
Willst du Bohnen in der Dose damit kaufen, dein ganzes Gut gespendet zu haben, wird dir der Verkäufer lieb tätschelnd wieder die Dose aus der Hand nehmen und die Männer mit den weißen Jacken rufen.[/QUOTE]

Und auch das empfinde ich nicht als Unterdrückung. Unterdrückung wäre es, wenn man ein Gebot aufstellen würde, dass den Verkäufer dazu zwingt zu einem eigenen individuellem Schaden diesem Menschen zu helfen. Für eine kollektive Hilfe gibt es die sozialen Systeme.

Du bezeichnest es als Unterdrückung, nur weil Alturismus kein Zahlungsmittel ist. Egoismus ist aber wie gesagt auch kein Zahlungsmittel. Oder kannst du zu einem Verkäufer gehen, und dir Bohnen damit kaufen, in dem du darauf aufmerksam machst immer nur an dich selbst gedacht zu haben?

[QUOTE]
"Willst DU denn etwa...blablabla...?".[/QUOTE]

Zu Recht. Am Anfang jeder willkürlichen Entscheidung steht der eigene Wille.
Anakin[QUOTE]Ein ärmlich gekleideter, arbeitsloser Ingeneur kommt an einer Baustelle vorbei. Er schaut nach oben, dort sitzen die Bauarbeiter auf dem Gerüst und frühstücken ausgiebig und gemütlich. Ein Bauarbeiter ruft nach unten: Hättest Du einen vernünftigen Beruf erlernt, dann könntest Du jetzt auch richtig-gut frühstücken.[/QUOTE]
Das war früher mal ein Witz, jetzt ist es die bittere Wahrheit.

[QUOTE]Nigthmare: Warum sollte ich meinen Tag damit verbringen, der Gesellschaft einen Gefallen zu tun, wenn ich ihn doch nutzen könnte um mir selbst dienlich zu sein?[/QUOTE]
Das ist die richtige (egoistische) Einstellung im modernen Kapitalismus. Aber für einen 44jährigen arbeitslosen Programmierer wird es beispielsweise schwer sich selbst einen Gefallen zu tun, weil seine Möglichkeiten stark eingeschränkt sind wird seine Intelligenz nutzlos und es entsteht Sinnlosigkeit.

[QUOTE]Nigthmare: Mit dem materiellem Status, den man als Nicht-Egoist innehat, hat man auch keinen Anspruch auf bsp. Nahrung.[/QUOTE]
Aber im Kommunismus habe ich trotzdem Anspruch auf Nahrung, Kleidung, ...

Menschen ohne Egoismus schaden Niemanden und fürchten nicht den Tod, aber im Kapitalismus fürchten sie die Unzufriedenheit mit sich selbst, später in der Todesminute.
Sho84Ich finde, der Thread ist nach unten hin etwas abgewichen.
Es ging nicht um Kapitalismus und das ewige Geheule um Macht- und Geldverhältnisse, sondern wohl um die Verdummung der Gesellschaft durch Medien und Aktionen (wie z.B. dem Hundefasching ^^,).

Man wird älter, erkennt, wenn die eigene Bildung es zulässt die dämlichen Untertöne der Werbung und das niedrige Niveau (man kann es kaum noch so nennen) der privaten Fernsehanstalten.

BILD bildet - man ergötze sich an der Ironie, an die viele Gehirne täglich scheitern.

Nun, auch in der "Unterschicht" (böses Wort) gibt es gebildete Menschen, in der Oberschicht dumme Leute (jene, die z.B. von Papi alles in den A**** gesteckt bekommen haben und durch das Gymnasium geprügelt wurden und irgendwie ihr Wirtschaftsdiplom bekommen haben).

Aber zum Text, Beispiele von Volksverdummung: Media Markt (sie sagen es sei so billig, in Wahrheit aber teuer -> wer das Gegenteil behauptet ist laut denen "blöd").
Galileo Mystery - Eine Reportage, die keine ist und wegen ihres Niveaus nicht mehr in Doku/Repo-Communities als solche anerkannt wird.
Es gibt viel dummes Zeug, und es wird auch noch lange auf jene ohne Regenschirm einprasseln.
Einsame_Elfegucken wir unsere rtl gucktende geschelschaft doch mal an alle verblöden vor dem tv gerät alles wird leichter alles wird bequemer und wieso sollte sich der homo sapien von heute sich darüber gedanken manchen über wichtige dinge sollange familien im brennpunkt im tv am laufen ist und richtersendungen non stop laufen die maachen sich alles selber kapput
SeidenspinnerWillkommen bei den Sch'tis!

(Ja, dasch muschte jetscht einfach schein.) :D
EvillightBei Prüfung einer "Verblödung" der Gesellschaft sollt man in der Tat Egoismus und Gier außer Betracht lassen.
Das wäre ja nicht blöd, sondern 'nur' asozial.

Verblödung ist m.E. als ein fortschreitender Prozess von Intelligenz zur Idiotie definiert.
Mir fehlen hier irgendwie die positiven Vergleichswerte.

Klimaerwärmung- Naturkatastrophen... keine greifenden Maßnahmen ergriffen,
Hungersnöte, Explosion der Weltbevölkerung ... keine greifenden Maßnahmen ergriffen,
Umweltvernichtung- Ausrottung ganzer Spezies ... keine greifenden Maßnahmen ergriffen,
Staatsverschuldung in Billiardenhöhe ... keine greifenden Maßnahmen ergriffen,

Das sind alles Probleme, welche z.T. seit 50 oder mehr Jahren bekannt sind. Der einzige Erfolg ist, dass die
Menschen sich nicht im kalten Krieg mit Atombomben beharkt haben. Aber das war auch mehr Angst als Vernunft.

Eine Verblödung kann ich mangels positiver Ausgangssituation daher nicht feststellen. Die Grenzdebilität bleibt über Generationen eher konstant.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Anakin [/i]
[B]...
Die Gesellschaft verblödet immer mehr, kann man das noch stoppen?
Ist Gesellschaftsverblödung gesteuert oder zufällig?
Wer hat noch bessere Idiotenweltbeispiele? :eek: [/B][/QUOTE]

Man kann es nicht stoppen.
Denn das ist systemisch.
Ein Kollektiv verwendet viel Ressourcen, Zeit und Geld darauf den Bestand zu sichern.
Insofern ist jegliches ungewolltes Denken verpönt, denn manche Gedanken könnten durchaus über die Gesellschaft hinaus führen, wenn nicht sogar einzelne Kollektive überwinden.
Gesteuert kann man das so nicht nennen, aber es ist halt Teil des Kollektivsystems, dass das System nicht in frage gestellt wird.
Der Durchschnittsmensch soll ja möglichst viel Glutamate zu sich nehmen, RTL schauen und RTL schauen, die Blödzeitung lesen, bei Aldi einkaufen und wenn dann noch zwei, drei Hirnzellen übrig sind möglichst die CDU gut finden.
Es ist nicht beabsichtigt, dass Otto Normalverbraucher und vor allem Lieschen Müller die Mechanik des Systems durchschauen.
Selene71Also bei ALDI kauf ich auch ein. Und bei LIDL und Penny. Bin ich deswegen blöd? Nö, nur sparsam. :D

Aber wenn ich mir das Fernsehprogramm so anschaue...gibt es eigentlich noch Sender ohne sog. Doku-Soaps? Ich krieg Pickel, wenn ich die ganzen Titel sehe. Wie kann man sich so einen Mist ansehen?
Aber anscheinend gibt es ja genügend Leute, sonst würden diese Sendungen nicht wie Pilze aus der Erde schießen.
DAS ist richtige Volksverdummung.
Kampfsau[QUOTE]Aber wenn ich mir das Fernsehprogramm so anschaue...gibt es eigentlich noch Sender ohne sog. Doku-Soaps? Ich krieg Pickel, wenn ich die ganzen Titel sehe. Wie kann man sich so einen Mist ansehen?[/QUOTE]

Es gibt die öffentlich rechtlichen Sender und die bringen mitunter wunderbar ausgearbeitete Reportagen und Sendungen heraus. Nano, Weltspiegel,Planet Wissen und auf Phoenix laufen viele historische und politische Reportagen.


[QUOTE]Aber anscheinend gibt es ja genügend Leute, sonst würden diese Sendungen nicht wie Pilze aus der Erde schießen. DAS ist richtige Volksverdummung.[/QUOTE]

Mhh,es ist wohl ähnlich wie bei modernen Radiosendern, die spielen auch täglich fast genau die gleichen Playlists rauf und runter und permanent irgendwelche banalen, nichtssagenden Popsongs, anstatt einfach mal ab und an was Neues auszuprobieren. Ich meinte mal in den Medien gehört zu haben das liege daran, dass man lieber eine hintergründige "Klangtapete" ausbreitet anstatt geschmackabhängige Songs abzuspielen, die Aufmerksamkeit erfordern um sie zu genießen.

Bei Galileo ist es scheinbar genauso, das läuft mit zur besten Sendezeit, wenn die meisten von der Arbeit wiederkommen, die Schüler von der Nachhilfe und die Studenten von der Uni und man einfach irgendwas banales, leicht verdauliches braucht, um passiv zu sein und abzuschalten.

Ich meine andauernd zeigen die, wie irgendwelche Nahrungsmittel produziert werden oder anderen nichtssagenden Kram und an die Hälfte kann man sich nachher sowieso nicht erinnern.

:rolleyes:

Ansonsten kann ich zu dem Thema sagen, dass sich viele über die Gesellschaft aufregen, wie dumm und kurzsichtig diese ist und das sind dann auch die selben die sagen "Die Gesellschaft? Das sind alle anderen aber nicht ich."
solipsismusAngebot und Nachfrage. Das Angebot, bezüglich Galileo, wird einfach nur dadurch bestimmt, wer das meiste Geld für Product Placement zahlt, da bin ich mir recht sicher.

Und schreckliche Sendungen? Klar, die haben wohl ihr Quoten (die werden nicht gerade repräsentativ gemessen, wie man wissen sollte), aber die Sender bringen ja auch jeden Schund, der billig produziert werden kann und eiiinigermaßen als Umrahmung für Werbeblöcke geeignet ist. Jetzt nur zu sagen, die Leute, die das Zeug schauen, seien Schuld, ist zu kurz gegriffen. Wenn man flächendeckend ein anspruchsvolleres Angebot bringen würde, würden sich Leute, denke ich, auch damit beschäftigen.

Edit:

[quote][i]Original geschrieben von Kampfsau[/i]
Ansonsten kann ich zu dem Thema sagen, dass sich viele über die Gesellschaft aufregen, wie dumm und kurzsichtig diese ist und das sind dann auch die selben die sagen "Die Gesellschaft? Das sind alle anderen aber nicht ich."[/quote]

Sehr guter Punkt.
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von solipsismus [/i]
[B]Wenn man flächendeckend ein anspruchsvolleres Angebot bringen würde, würden sich Leute, denke ich, auch damit beschäftigen. [/B][/QUOTE]

Das würde allerdings eine sehr paternalistische Gestaltung des Fernsehprogramms voraussetzen. Wenn man den Sendern erlaubt, sich an der Quote zu orientieren, dann setzt sich zwangsläufig der Blödsinn durch.
Odessa-----------------
Aber wenn ich mir das Fernsehprogramm so anschaue...gibt es eigentlich noch Sender ohne sog. Doku-Soaps? Ich krieg Pickel, wenn ich die ganzen Titel sehe. Wie kann man sich so einen Mist ansehen?
-----------------

Das frage ich mich auch. Allerdings verstehe ich eines nicht: wieso alle Welt aber genau diesen Mist zu kennen scheint? Das ist wie mit der BILD. Ständig lachen oder lästern die Leute darüber, aber es scheint augenscheinlich jeder genau zu wissen, was da drinsteht. Ich kann aber über die BILD nicht wirklich und explizit auf etwas bezogen urteilen/lästern, weil ich sie tatsächlich nicht lese. Ähnlich ist es mit dem erwähnten Programm - ich habe z. B. erst durch NW und die user dort, die sich darüber aufregten, erfahren, was Big Brother ist und was es ist. Bis heute weiß ich nicht was GZZS (?) ist und was "Marienhaus (oder hof") oder Twilight (?) oder "CSI irgendwas". RTL gucke und guckte ich nie, entsprechend sind mir auch diverse hier auf NW erwähnte Gerichts-, Mystery-, Vampir-Teenie-whatever-Shows/soaps/Serien nicht bekannt. Jedoch entnahm ich allem bisher hierüber Gelesenem und Gehörtem, daß es wohl auch in keinem Fall "meines" wäre.

Was ich an Serien schaue, sind mir von Freunden, deren guten Geschmack in Sachen "Film und Satire" ich kenne, empfohlene (denn ich besitze auch keine Fernsehzeitung) Comedies, die Witz, erwähnte Satire, politische oder sogar gesellschafts/bildungsthemenrelevante Inhalte haben, zu ihrem für mich auch legitimen reinen Unterhaltungswert mit dazu: ich nenne nur Scrubs und Big bang theory, mit Grund bei v. a. mehr der eher "intellektuelleren" Schicht beliebt denn bei der sog. "Malle-Sangria-MTV/VIVA-Handyklingelton"-Klientel (die bei jedem 3. Gag noch nicht mal die Pointe kapieren dürfte von wegen Sprachwitz, politische etc. Anspielungen oder ähnliches). Diese Serien laufen ich glaube auf Pro7, und sie alle paar Wochen oder ein mal die Woche anzusehen an 25 Minuten, so es sich ergibt, verblödet mich sicher nicht ;-)

Ansonsten schaue ich NUR die "Dritten", speziell den BR und WDR. Hervorragendes Programm, regional und trotzdem immer "weltumfassend". Politische Reportagen, sehr viel Kultur und Kunst (Berichte über Ausstellungen, Theater, Museen etc.), und gerade auf dem BR auch sehr gut recherchierte und fachlich interessante Wissenschaftssendungen. Historische Reportagen und Dokus der BBC werden nahezu laufend auf dem BR als auch auf "arte" und "3sat" wiederholt. Phoenix wurde ebenfalls schon erwähnt: Zeitgeschehen, Geschichte, Naturwissenschaften, "Länder und Leute", Reiseberichte, Natur- und Tierdokus, Physik und Chemie.... manchmal ist das Angebot so "erschlagend", daß ich drei Stunden am Abend fernsehen könnte. Dito BR alpha.


Und sehe ich, daß sich diese Sender alle "halten" und ihre Zuschauer haben, wie man auch hier auf NW immer wieder mal wo lesen kann, dann denke ich, daß das Gros der Menschen vielleicht zwar wirklich nur sich berieseln und verblöden lassend irgendwelche "Reality-shows", dämliche "Talkshows" oder sonstiges ansieht, aber es immer noch einen doch nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung gibt, die "Fernsehen" immer noch als das betrachtet, was es für mich schon immer war: eine äußerst bewußt und sehr sorgsam ausgewählte Art, nur EINE von vielen, der v. a. (bei mir) abendlichen Freizeitgestaltung, und zur Bereicherung des eigenen Horizonts in z. B. Sachen "Reisen und ferne Kultur" (ich kann leider nicht in jedes Land selbst reisen, das mich interessieren würde), in Sachen "Wissenschaft und Forschung", in Sachen "Geschichte" (derzeit lief z. B. wieder mal "die Germanen", mit hervorragend und spannend umgesetztem Geschichtsunterricht bis hin zur Varusschlacht) und in Sachen auch mal "nette, witzige und nicht ganz anspruchslose Unterhaltung" (erwähnte Serien oder gute Spielfilme).
Selene71[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]-----------------
Aber wenn ich mir das Fernsehprogramm so anschaue...gibt es eigentlich noch Sender ohne sog. Doku-Soaps? Ich krieg Pickel, wenn ich die ganzen Titel sehe. Wie kann man sich so einen Mist ansehen?
-----------------

Das frage ich mich auch. Allerdings verstehe ich eines nicht: wieso alle Welt aber genau diesen Mist zu kennen scheint? [/B][/QUOTE]

Weil man diesem Mist einfach nicht entgehen kann, wenn man den Fernseher an hat. Es kommen ja ständig Vorschauen...auf ALLEN Sendern.
WaldemarDeshalb schaue ich schon lange kein TV mehr.. Da bekomme ich auch Plaque. Ich stelle mir mein Programm immer selber zurecht. Inet sei Dank...
Nix[QUOTE][i]Original geschrieben von Selene71 [/i]
[B]Weil man diesem Mist einfach nicht entgehen kann, wenn man den Fernseher an hat. Es kommen ja ständig Vorschauen...auf ALLEN Sendern. [/B][/QUOTE]

Vielleicht einfach mal abschalten.
Selene71[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]Weil man diesem Mist einfach nicht entgehen kann, wenn man den Fernseher an hat. Es kommen ja ständig Vorschauen...auf ALLEN Sendern.
---------

Also dann hast Du andere Sender als ich *g*.... denn ich habe noch niemals im BR und Dritte-Co., auf arte, auf 3sat, auf phoenix, BR alpha, in ZDF, ARD oder dem ORF auch nur eine Vorschau oder Werbung für Big Brother, irgendeine Talk-Show oder reality-soap whatever irgendeines Privatsender gesehen. Und selbst wenn es Vorschauen gäbe, wären es Vorschauen für Sekunden - man könnte trotzdem nichts sagen über den Inhalt.

[/B][/QUOTE]

Doch könnte man, da reichen schon Sekunden, um über den schwachsinnigen Inhalt Bescheid zu wissen, eigentlich reicht sogar der Titel der Sendungen.

Im Übrigen schauen wir gerne Krimis auf SAT 1, PRO 7 oder VOX und da kann man der Werbung für andere Sendungen schlecht aus dem Weg gehen.
Ebenso im täglichen Leben...es sei denn, man geht mit Scheuklappen durch die Welt.
OdessaIch bezog mich ja nur auf Deine Worte, daß auf ALLEN Sendern diese Werbung käme der man sich willenlos ausgeliefert nicht entziehen könne, und das stimmt halt nicht ;-).

Scheuklappen: ich lebte über 30 Jahre lang in der Stadt, in der einige Sender ihren Sitz haben, und lebe jetzt am Tegernsee, wo einige Sender gerne drehen. Im Hotel meines Mannes steigen oft Kandidaten, Schauspieler (was sich halt dafür hält) und Crew-Angehörige dieser Sender ab. Die Namen dieser für uns bedeutungslosen Menschen verschwinden aber zwei Sekunden nach ihrer Zimmerreservierung aus dem Kopf und auch, welche Shows oder Serien sie "verbrechen" während sie hier gastieren. Denn auch wenn diese Leute lauthals darüber reden z. B. beim Frühstück (das mein Mann anrichtet und somit in einem Raum ist mit ihnen) - das geht bei ihm in ein Ohr rein und beim anderen wieder raus, nichts wird dabei als auch nur ansatzweise unser Leben tangierende Information abgespeichert. Weil diese Sendungen, die wir nicht kennen und auch nicht kennen wollen, in unserem alltäglichen Umfeld - ob Arbeit, Studium, Hobbies, Sport oder Privates - keine Rolle spielen und das ist genauso bei unseren Angehörigen, Freunden, Kollegen und Nachbarn, die diese Sendungen auch alle nicht kennen, keine Werbung hierfür anschauen oder lesen, ergo wie wir selbst auch nicht darüber reden (können). Die meisten unserer Freunde haben z. B. noch nicht mal mehr einen Fernseher, und wie schon gesagt - von GUTEN Serien, die mich interessieren könnten, erfahre ich von zwei befreundeten Leuten, die noch einen Fernseher haben und die mich dahingehend dann via Anruf oder mail informieren :-).

Klar bleibt mal ein Titel hängen, wie eben via NW-threads bei mir "Big brother" und daß das irgendwas mit Containern zu tun hatte. Ich kenne z. B. auch dem Namen nach diese unsägliche Heidi Klum-Show, wo junge Mädchen verheizt werden - aber nur aus Berichten von Leuten, die sich z. B. mit Jugendschutz, Feminismus/Sexismus, Magersucht etc. eher beruflich befassen, wo es also um äußerst ernste Vorwürfe geht in medizinischer, gesellschaftspolitischer oder sonstig gar nicht "show-aliker" Hinsicht. Aber mehr eben auch nicht, und das bisserl belastet mein mediales Leben auch nicht im Sinne von "ich nehme daran teil" ;-).

Ich nenne dieses Verhalten daher auch eher das Gegenteil von Scheuklappen tragen, nämlich wach, aufmerksam, selbstverantwortlich und achtsam sich eben NICHT jeden medialen Scheiß reinziehen im Alltag, auch wenn er alle 3 Meter irgendwo und irgendwie beworben wird.
Kampfsau[QUOTE]was Big Brother ist und was es ist. Bis heute weiß ich nicht was GZZS (?) ist und was "Marienhaus (oder hof") oder Twilight (?) oder "CSI irgendwas". RTL gucke und guckte ich nie, entsprechend sind mir auch diverse hier auf NW erwähnte Gerichts-, Mystery-, Vampir-Teenie-whatever-Shows/soaps/Serien nicht bekannt. Jedoch entnahm ich allem bisher hierüber Gelesenem und Gehörtem, daß es wohl auch in keinem Fall "meines" wäre. [/QUOTE]

Es kommt drauf an, RTL selber produziert im Großen und Ganzen hauptsächlich Müll aber zur Primetime laufen , zumindest meiner Meinung nach, mitunter recht unterhaltsame Serien aber das sind dann US-Serien, die sich der Sender dann einkauft und lokalisiert hat, nichts was sie wirklich selbst geschaffen haben.

Bei Dr House würde ich z.B. sagen, dass diese Serie dir sogar sehr gut gefallen könnte, auch wenn mittlerweile schon die 7te Staffel läuft. Ich meine hast du nicht was für zynische Miesepeter übrig, die ganz tief drinnen vielleicht doch nicht so miesepetrig sind?

Monk hat auch einen gewissen Charme. Andere Serien wie CSI Miami sind wenn man es genau nimmt schon irgendwie dümmlich aber sie sind andererseits nicht so extrem dümmlich und billig, dass man sich nicht super dabei unterhalten könnte oder sich nicht in die Handlung involvieren könnte.

Also dass auf RTL nur Müll läuft kann man nun auch nicht sagen
OdessaSagte ich auch nicht, Hase... ich bezog und beziehe mich auf die angesprochene "Verblödung" durch gewisse Formate, die ich aber weder kenne noch schaue noch von denen ich denke, daß man ihnen NICHT, wenn man will, ausweichen kann :-).

Du hast völlig Recht mit guten Serien, ich erwähnte ja schon auf Pro 7 die zwei, und ich erinnere mich echt mit Freuden an sowas wie "Roseanne" früher oder "King of Queens", ich lauf das lief sogar auf RTL... oder war es Kabel?

Nee also, keine Sorge - für mich ist absolut legitim, Privatsender zu gucken WENN dort was läuft, was man sehen will. Nur wenn was läuft, was verblödend und auch menschenverachtend ist oder so empfunden wird, kann man ja diesem Dreck wirklich einfach entgehen - ich zitiere Nix: "einfach abschalten" :-).
WaldemarOdessa.. das mein ich ja damit. Die halbwegs normal verrückten schaffen es schon für sich selber das Richtige zu finden.

Für mich liegt hauptsächlich die Verarschung, indem zum Einen versucht wird irgendwelche "Alltagsrealitäten" zu presäntieren und/oder sogar selber für "Verschwörungstheorien" sorgt indem sie z.b. Dschungelcamp als Fake unter die Leute bringt...

Wie immer reine Quotenmache und marketing. Egal ob negativ oder positiv.. Hinein mit irgendwelchem bla bla in die Öffentlichkeit.

DAS ist für mich Verblödung...

Ausschalten kann man immer.. nur leider bekommt man von dem hin und wieder was mit.. auch wenn man es nicht möchte.

Und deshalb schlate ich RTL garnicht mehr ein. Die guten Serien wie Dr. House u.a. schaue ich sowieso lieber im Orginal und ohne Werbung :)
GodComplexIDDie Verblödung der Gesellschaft ist weniger das Problem als vielmehr der immer krassere Hang zum Egozentrismus.
Hybrid Andante[QUOTE][i]Original geschrieben von scheol[/i]

Starbucks ersetzt Kultur, IPhone ersetzt Vielfalt, Facebook ersetzt Kommunikation, Porno ersetzt Liebe, Interesse an Stars ersetzt das Interesse an Politik[/QUOTE]

Nee, nee, nee :) Starbucks ersetzt doch kein Violinenkonzert! Und wie wirkt der Eifön den schillernden Farben eines Paradiesvogels entgegen? Und was die letzten beiden Punkte angeht, wann war es im übertragenen Sinne bitte anders;)
rabensohnMeiner Meinung nach tragen die Massenmedien der heutigen Zeit, die Hauptschuld an der Verblödung der Gesellschaft, es bedarf wohl nicht vieler Worte und den meisten halbwegs intellektuellen Menschen dürfte es bekannt sein, dass der heutige Journalismus ein politgelenkter, schlecht recherchierter, Massenwahn ist.
Journalisten die intellektuelle Artikel schreiben und die Wahrheit an das Volk bringen wollen, müssen sich in den "Untergrund" verziehen, denn sonst werden sie entweder durch die Politik oder durch andere fragwürdige "Organisationen" von der Bildfläche vertrieben.

Die Jugend wird tagtäglich mit solchen Sachen konfrontiert und sieht nichts pädagogisch Wertvolles mehr im Fernsehen oder der Zeitung. Durch diese Beeinflussung gehen sie im INternet auch gezielt auf die falschen Informationen - da sie nichts anderes kennen.
Es ist ein Teufelskreis. Es schockiert mich immer wieder wie eingeschränkt beispielsweise der Wortschatz mancher Jugendlicher ist - normale Fremdwörter sind für die Meisten schon ein Problem.


Es ist einfach nur traurig und zum Weinen.

Dunkle Grüße
Rabensohn
Hybrid Andante[QUOTE][i]Original geschrieben von rabensohn[/i]

Meiner Meinung nach tragen die Massenmedien der heutigen Zeit, die Hauptschuld an der Verblödung der Gesellschaft[/QUOTE]

Schön, dass wir uns schon einig darüber sind, dass die Gesellschaft verblödet :D
Verblödung meint wie Scheol es ausdrückt eine absteigende Kurve. Ich kann das nicht wirklich beurteilen, da ich vor 50 Jahren noch nicht gelebt habe, um einen direkten Vergleich zu haben.

[QUOTE]es bedarf wohl nicht vieler Worte und den meisten halbwegs intellektuellen Menschen dürfte es bekannt sein, dass der heutige Journalismus ein politgelenkter, schlecht recherchierter, Massenwahn ist. [/QUOTE]

Ach komm, hör auf, BILD (als Beispiel dafür) ist zwar die auflagenstärkste Zeitung, das heißt aber nicht, dass es nicht eine Menge guten Journalismus gibt; schau doch Abends mal auf Arte, Phoenix, 3sat oder auch mal in die dritten Programme, geh mal in die Buchhandlung und blättere in ein paar Büchern zu einem spezifischen Thema, ich bin sicher mit etwas gutem Willen wirst du fündig werden ;)

[QUOTE]Journalisten die intellektuelle Artikel schreiben und die Wahrheit an das Volk bringen wollen, müssen sich in den "Untergrund" verziehen, denn sonst werden sie entweder durch die Politik oder durch andere fragwürdige "Organisationen" von der Bildfläche vertrieben.[/QUOTE]

An der Stelle hätte ich gerne ein paar Beispiele!

[QUOTE]Die Jugend wird tagtäglich mit solchen Sachen konfrontiert und sieht nichts pädagogisch Wertvolles mehr im Fernsehen oder der Zeitung. Durch diese Beeinflussung gehen sie im INternet auch gezielt auf die falschen Informationen - da sie nichts anderes kennen. [/QUOTE]

In einem Punkt gebe ich dir Recht, im Fernsehen läuft tatsächlich eine Menge Müll und die guten Sendungen laufen meist auch erst nach 22 Uhr oder sogar erst gegen Mitternacht; dennoch sind auch die Eltern mitverantwortlich welchen Schrott sie ihren Kindern vorsetzen. Und pädagogisch wertvoll ist statt Fernsehen auch mal ein gutes Buch zu lesen ;)


[QUOTE]Es ist ein Teufelskreis. Es schockiert mich immer wieder wie eingeschränkt beispielsweise der Wortschatz mancher Jugendlicher ist - normale Fremdwörter sind für die Meisten schon ein Problem.[/QUOTE]

Ein Sprachwissenschaftler sieht das glaube ich etwas anders. Fachwörter sind nicht das A und O, ganz im Gegenteil zeugt es von Intelligenz schwierige
Dinge einfach und verständlich auszudrücken, Jugendsprache ist im übrigen auch nicht dafür gedacht im Fachjargon zu fachsimpeln... ich bin aber kein Sprachwissenschaftler, weswegen ich das Feld lieber Leuten mit Ahnung überlasse :D Ich weiß nur, Sprache entwickelt sich und ob es tatsächlich schlimm ist, wenn Menschen in Zukunft "da werden sie geholfen" im alltäglichen Sprachgebrauch verwenden, sei mal dahingestellt...


[QUOTE]Es ist einfach nur traurig und zum Weinen.[/QUOTE]

Rabensohn ein Taschentuch reich :p :)
KampfsauIch hab in letzter Zeit ein wenig über das Thema nachgedacht. Den einfachen Dummkopf auf der Straße, den gab es schon immer, auch schon vor 50 Jahren.

Ich frag mich immer woher man genau wissen will, dass die Leute tatsächlich alle dümmer werden? Gibt es da empirische Vergleichswerte?

Weil Fernsehen gucken reicht meiner Meinung nach nicht, um sich ein wirkliches Urteil über soetwas erlauben zu können. Und auch wenn immer alle das Gegenteil behaupten, Schultests die man über mehrere Jahrzehnte miteinander verglichen hat, sollen auch nicht wirklich eine maßgebliche Verschlechterung erkennen lassen.

Vor allem sind Medien auch nur ein Teil eines Lebens, ein anderer wichtiger Teil ist die Arbeitswelt .

Vorgestern musste ich für meinen Arbeitgeber einen Stand auf der Ideenexpo betreuen und dort waren viele große Firmen vertreten, ich habe mir die Stände angesehen und auch, was sie so für Ausbildungsangebote darboten und was sie so herstellten oder welche Dienstleistungen so angeboten wurden.

Und ich musste schon sagen, dass Arbeit intellektuell immer anspruchsvoller
und vielseitiger wird. Man muss sich permanent anpassen und weiterentwickeln, immer wieder neue Dinge lernen um konkurrenzfähig zu bleiben, die Technik bleibt nicht stehen.

Auch in Wissenschaft und Forschung, es geht immer schneller voran. Also mit am Band stehen und 3-4 Handgriffe für die nächsten 4 Jahrzehnte kommt man heutzutage nicht weit. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese permanente kognitive Beanspruchung schon dafür sorgt, dass man nicht verblödet.
rabensohn[QUOTE][i]Original geschrieben von Hybrid Andante [/i]
[B]


Ach komm, hör auf, BILD (als Beispiel dafür) ist zwar die auflagenstärkste Zeitung, das heißt aber nicht, dass es nicht eine Menge guten Journalismus gibt; schau doch Abends mal auf Arte, Phoenix, 3sat oder auch mal in die dritten Programme, geh mal in die Buchhandlung und blättere in ein paar Büchern zu einem spezifischen Thema, ich bin sicher mit etwas gutem Willen wirst du fündig werden ;)



An der Stelle hätte ich gerne ein paar Beispiele!



In einem Punkt gebe ich dir Recht, im Fernsehen läuft tatsächlich eine Menge Müll und die guten Sendungen laufen meist auch erst nach 22 Uhr oder sogar erst gegen Mitternacht; dennoch sind auch die Eltern mitverantwortlich welchen Schrott sie ihren Kindern vorsetzen. Und pädagogisch wertvoll ist statt Fernsehen auch mal ein gutes Buch zu lesen ;)



Rabensohn ein Taschentuch reich :p :) [/B][/QUOTE]


Zuerst einmal danke für das Taschentuch :D. Hoffe es ist mit Mentholaroma *gg*

Ok, die Ausdrucksweise von mir war vielleicht ein wenig zu allgemein gehalten, natürlich ist nicht alles Schrott, es gibt natürlich auch gute Fernsehsender mit gut recherchierten Dokumentationen, da hast du Recht.
Bezüglich des pädagogischen WErtes hinsichtlich Bücher hast du auch Recht, es ist so, dass ich selbst sehr viel lese, vor allem muss ich für die ARbeit viel lesen (Fachbücher), aber auch privat bin ich ein Freund der klassischen Literatur vor allem 15. bis 21. Jahrhundert die großen und weniger großen Werke, bin ich der Meinung, dass man diese schon mal gelesen haben sollte.

Zu den Organisationen die Journalisten von den Bildfläche verschwinden lassen, kann ich dir keine detaillierten Beispiele bringen, ich bin da vielleicht ein wenig paranoid bzw. habe ein wenig den Tick für Verschwörungen, doch ich glaube, dass vor allem die Politik unter der Hand schon einiges tut (auch vielleicht illegales) um Reporter die zu viel wissen und das auch an die Öffentlichkeit weitergeben wollen von der Bildfläche verschwinden zu lassen. Ich meine natürlich nicht, mit Auftragsmord, so paranoid bin ich auch wieder nicht :D allerdings macht man ihnen anders das Leben schwer.

Dunkle Grüße
Rabensohn
rabensohn[QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i]
[B]
Und ich musste schon sagen, dass Arbeit intellektuell immer anspruchsvoller
und vielseitiger wird. Man muss sich permanent anpassen und weiterentwickeln, immer wieder neue Dinge lernen um konkurrenzfähig zu bleiben, die Technik bleibt nicht stehen.

Auch in Wissenschaft und Forschung, es geht immer schneller voran. Also mit am Band stehen und 3-4 Handgriffe für die nächsten 4 Jahrzehnte kommt man heutzutage nicht weit. Ich kann mir gut vorstellen, dass diese permanente kognitive Beanspruchung schon dafür sorgt, dass man nicht verblödet. [/B][/QUOTE]


Aus dieser Perspektive gesehen hast du gar nicht so Unrecht, ich erlebe das selbst jeden Tag am eigenen Leib.
Ich selbst muss mich in meiner Arbeit (bin in der Sicherheit tätig) auch immer fortbilden, deshalb lese ich auch für die ARbeit so viele Fachbücher.

Dunkle Grüße
Rabensohn
JohnSteedBezugnehmend auf den Threadtitel:


"Die Gesellschaft" ist ein schwammiger Begriff.
Es ist zu vermuten, dass sie stets den kleinsten gemeinsamen Nenner aller Subkulturen, Strömungen und Individuen bezeichnet, also qualitativ eh nix berühmtes.
Insofern könnte man unterstellen, dass "Gesellschaft" ohnehin ein Grundmuster ist, das wenig Tiefe hat.
Man kann also davon ausgehen, dass jedes Projekt, das sich gesellschaftlich nennt, erstmal mit einer Grundvrblödungstendenz rechnen muss.

Die Eigenschaft "kollektiv" reicht sicher nicht aus, um diverse Gruselkabinette zu erklären, die eben nur auftauchen, wenn Kollektive am Werk sind.
baumhaus[QUOTE][i]Original geschrieben von Anakin [/i]
[B]Die Gesellschaft verblödet immer mehr, kann man das noch stoppen?[/B][/QUOTE]

Ich finde nicht, daß die Gesellschaft verblödet. Dank WWW hat mittlerweile fast jeder Mensch (zugegeben: der in den Industrienationen lebt) Zugang zu einem gewaltigen Schatz an freiem Wissen. Das hat es nie zuvor in der Menschheitsgeschichte gegeben, das stellt auch die Erfindung des Buchdrucks weit in den Schatten. Menschen können sich zu allem informieren, können selbst Beiträge leisten zur Vermehrung dieses Wissensbestands und tun es offensichtlich auch, denn ohne die Mitarbeit von vielen Tausend Freiwilligen wäre ein Projekt wie bspw. Wikipedia längst gescheitert.

Ich denke, dass die Möglichkeiten, die uns mit dem WWW zuteil werden, auf lange Sicht zu besseren Gesellschaftlichen Verhältnissen, zumindest aber zu einer wacheren, bewußteren, engagierteren Lebensweise vieler Menschen führen werden. Vielleicht kann man auch die jüngsten Ereignisse in den nordafrikanischen Ländern als Auswirkungen dieser durch Technik ermöglichten Aufklärung verstehen. Wenn sich ein Volk von einem Diktator befreit, hat das jedenfalls wenig mit Verblödung zutun.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Anakin [/i]
[B]Ist Gesellschaftsverblödung gesteuert oder zufällig? [/B][/QUOTE]

Gute Frage. Gewisse (Boulevard-)Medienhäuser erwecken zumindest den Anschein, als würden sie Verblödung anstelle von Information verkaufen wollen. Was aber wohl höchstens damit zu erklären ist, daß sie auf ein Publikum mit einem gewissen "Blödheitsgrad" angewiesen sind, um überhaupt etwas verkaufen zu können. Würden sie daher aktiv der Blödheit entgegenwirken, entzögen sie sich ja selber die Lebensgrundlage.

[QUOTE][i]Original geschrieben von Anakin [/i]
[B]Wer hat noch bessere Idiotenweltbeispiele? :eek: [/B][/QUOTE]

Viele gute Beispiele gibt es täglich z. B. bei bildblog.de .
GodComplexIDMal die Frage in den Raum geworfen:

Wer bestimmt, was intelligent ist bzw. was gesellschaftliche Verblödung auszeichnet?

:)
KampfsauGanz einfach, jeder der andere Ansichten hat, andere Serien und Bücher mag usw ist blöd.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Kampfsau [/i]
[B]Ganz einfach, jeder der andere Ansichten hat, andere Serien und Bücher mag usw ist blöd. [/B][/QUOTE]

Der Vorwurf,ich sei blöd, hat mich noch nie von irgend etwas abgehalten.
SeidenspinnerGeht es zur Abwechslung mal um Intelligenz? ^^
TheTurningPoint[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
Als Verblödung bezeichnet man demnach eine Vermehrung dieser Punkte. Immer weniger Menschen sind bereit sich kritisch mit politischen und gesellschaftlichen Dingen auseinanderzusetzen und nehmen damit alles in Kauf, was für sie nachteilig enden würde.

Dieses Desinteresse kann mit verschiedenen Dingen gefördert werden.

[B]Unterhalte die Menschen, dann schauen sie weg.[/B][/QUOTE]Genauer gesagt:
[B]Unterhalte die Menschen, dann kannst du sie lenken.[/B]

[QUOTE]Ich denke nicht, dass die Bevölkerung dämlich oder blöd ist. Es ist vielmehr eine selbstgewählte Dummheit die in Faulheit, Lethargie oder Desinteresse wurzelt. Da Politik einen geringeren Spaßfaktor als z.B. Boulevard besitzt, wird einfach nur noch Letzteres konsumiert. Das ist dumm.[/QUOTE]Politik hat nicht per se einen geringeren Spaßfaktor. Sie kann durchaus Spaß machen. Allerdings ist Ausübung von Politik auch Ausübung von Macht. Wer keine Veränderung der Machtverhältnisse will, der wird Politik möglichst unattraktiv erscheinen lassen.
TheTurningPointMan muss ja nicht diesen öden Parteienzirkus mitmachen.
Vor allem auf kommunaler Ebene gibt es viele Politik ausübende Menschen, die von parteiunabhängigen Gemeinschaften in ihre Ämter gewählt wurden, und die Interessen ihrer Wähler meist konsequenter vertreten als Menschen, die ständig im Konflikt zwischen Wählerinteressen und Parteipolitik stehen.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]Das stimmt, wenn man die Zeit dafür findet.

Mir fällt immer wieder auf, dass eben viele Menschen keine Grundkenntnisse in Wirtschaft und Politik haben.
Nicht, weil sie es nicht begreifen. Das Thema Politik wurde den Menschen systematisch aberzogen.

... [/B][/QUOTE]

Das hat in diesen Breiten sehr viel mit "1871" zu tun.
Insofern als dass es damals kein Nachdenken darüber geben durfte, denn das deutsche Kaiserreich der preussischen Könige war historisch, völkerrechtlich und auch moralisch fehlerhaft.
So gesehen ist die Bundesrepubllik die Summe und die Nachfolgerin der Falschreiche, die seit 1871 sich manifestierten. Die o.g. Fehler wurden nie beseitigt.
So gesehen ist Deutschland seit 1871 ein historischer Irrtum.
Die Rettung wäre, wenn Deutschland in Europa aufginge, Berlin von nun ab nur noch eine relativ grosse Kreisstadt wäre und aus dem heutigen Deutschland drei bis vier europäische Bundesländer generiert würden.
Dies alles könnte jeder erkennen, wenn er etwas tiefergehende Kenntnisse über Geschichte, Völkerrecht und Wirtschaft des Rheinbundes/deutschen Zollverein etc. hätte.
Da jedoch die deutschnationale Bildzeitung die Szenerie bestimmt und weil manche Zeitgenossen ihren Stammtischen mehr vertrauen als ihren Ehefrauen, wird sich an dieser Idiotie hierzuland nie etwas ändern.
Es wäre wirtschaftlich und moralisch besser die Vereinigten Staaten von Europa unter der Massgabe von
Europa der Regionen anzustreben.
Für einen tönernen Riesen wie Deutschland ist einfach kein Platz mehr, es gibt keinen praktischen Grund mehr, dieses teure und sinnlose Projekt weiterzuführen.
BlackJackTja, was diese Verblödung betrifft fühle ich mich wirklich im falschen Augenblick geboren! Es fängt ja schon dabei an, wie man hier in meiner Stadt angebaggert wird, da spürt man wirklich, wie das Niveau im Abfluss gelandet ist. Allein schon, dass man in der 8. Klasse China nicht von Japan unterscheiden kann (und das auf dem Gymnasium!)... Am meisten drückt sich der Mangel an Intelligenz ja in der Musik der Hopper aus :D
JohnSteed@BlackJack

Richtig!
ThuridDiese Verblödung ist einerseits gesteuert andererseits nicht , zuerst zu der Seite die sie steuert: Das sind Firmen und Leute die Werbung machen, denn unserer Generation lässt sich mit fast allem das Geld aus der Tasche ziehen.
Nun zu der Seite die verblödet die wollen Spass am Leben der Preis ist ihnen egal.

Hier noch ein paar Beispiele
Babynamen wie
Gilda-Gwendolina-Gwenith
KampfsauErschöpft sich Bildung an reinem Faktenwissen?

Es ist schon bitter wenn man nicht China und Japan auseinander halten kann, andererseits muss man ja auch zugeben, dass dieses Wissen keinerlei praktische Relevanz für das Leben eines gewöhnlichen 8-Klässlers hat.

Aber dann braucht man doch nur weiterblicken.Wer von den Leuten, die sich über soetwas lustig machen, kann z.B. sagen wann und warum die NATO gegründet wurde? Wofür dieses Akronym steht? Wann die Reformationskriege statt fanden ? Wie heißt die Hauptstadt von Bosnien Herzegowina? In welchem Jahr entdeckte Columbus die neue Welt? Und bitte ohne nachzuschlagen.

Irgendwann wird da jeder irgendetwas nicht mehr wissen. Und so funktioniert das menschliche Gehirn nunmal nicht.

Das Gehirn der meisten Menschen befasst sich mit dem zum Überleben notwendigen Dingen und behält nur Dinge, die es irgendwie interessieren und das war sicherlich zu keiner Zeit wirklich anders.

Vor allem in der 8ten Klasse, da interessiert man sich doch für gewöhnlich einen Scheißdreck für Geschichte, Politik oder Geographie. Da glotzt man Mädchen auf den Hintern , spielt mit seinen Kumpels Videospiele oder Fußball usw.

Darum wird solche Dinge auch eher ein Politiker,Historiker oder ein Botschafter wissen. Und selbst wenn man weiß was die letzten 500 Jahre in irgendeinem Kuhkaff im Umkreis von 800 km passiert ist, vielleicht kann man trotzdem nicht Kopfrechnen oder mit seinen Mitmenschen zurechtkommen.

Intelligenz lässt sich nicht an so banalen Dingen wie komischen Kindernamen oder ein paar Fakten festmachen. Ehrlich gesagt ist mir das mittlerweile auch nicht mehr so wichtig.

Es gibt immer noch genügend Akademiker und gute Facharbeiter, die Gesellschaft wird nicht von heute auf morgen im Chaos versinken.

Wichtig ist doch Charakterstärke und Persönlichkeit und dass man mit den Problemen des Lebens zurecht kommt.

Und da kann auch ein hoch gebildeter Professor hilflos einer Situation ausgeliefert sein, die ein Hauptschüler mit Schlosserlehre problemlos in den Griff bekommt.
kundenservice[QUOTE][i]Original geschrieben von JohnSteed [/i]
[B]das deutsche Kaiserreich der preussischen Könige war historisch, völkerrechtlich und auch moralisch fehlerhaft. [/B][/QUOTE]

Wieso?
kundenservice...ansonsten glaube ich, die Gesellschaft ist heute nicht verblödeter als zu allen Zeiten.
kundenservice[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
Allgemein sind Menschen doof wie eh und je.[/QUOTE]

:D Ist aber doch ein Unterschied, ob Menschen in ein bestimmtes Wissen [I]hineinwachsen[/I] oder sich mit einem bestimmten Wissen [I]beladen[/I]. Heute scheint Letzteres in Mode zu sein, insofern wäre es nur konsequent, wenn auch schon 16jährige wählen gehen dürften.
Elementarsatz[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]
Allgemein sind Menschen doof wie eh und je. [/B][/QUOTE]

Genau. Es ist nur die Frage, ob einen das stören muss.

Man kann natürlich permanent jaulen: "Ooooh, oooh, die Gesellschaft ist so phöse; die Menschen sind so dumm und oberflächlich!" und darüber depressiv werden und eine Schnute ziehen.

Man kann aber auch allen schlechten Menschen aus dem Weg gehen und sich nur mit denen abgeben, die was taugen. So schlägt man der Menschheit ein Schnippchen.

[quote]
"Hier, diese Gurke ist bitter." Lege sie weg! "Hier ist ein
Dornstrauch." Geh ihm aus dem Weg! Weiter ist darüber nichts zu sagen.[/quote] (Marcus Aurelius)
kundenserviceScheol:

3-Generationen-Vertrag. Was verhindert, daß die Generationen sich nicht vollends aus den Augen/Händen verlieren und jede nur noch ihr eigenes Ding macht, die vorausgehende und die nachfolgende jeweils als 'notwendiges Übel' oder als 'große Unbekannte' betrachtend? Denn darauf scheint es momentan hinauszulaufen, wenn man die Ausnahme (Wenige) als die Regel (Masse) bestätigend ansieht. Das Wissen für Jedermann, das vom 5jährigen bis hin zum Greis wiedergekäut werden kann und nur um seiner selbst willen zu existieren scheint, liefert mir diese Antwort leider nicht. Oder es liefert sie vielleicht doch, wenn ich statt all der vielen geistig digitalisierten Worte auf das Schweigen achte, welches sie immer häufiger übertönt, wenn Jugend und Alter aufeinandertreffen und miteinander kommunizieren. Wenn dieses Schweigen nun eine Stimme bekäme? Dann würde dies zwar nicht das Ende der Verblödung der Gesellschaft sein, aber diese Gesellschaft hätte trotz ihrer Verblödung eine Zukunft. So aber ist für mich der gesellschaftliche Kollaps vorprogrammiert, egal ab wann jemand wahlberechtigt ist.

Schönes WE
KampfsauVerblödung setzt voraus, dass zu irgendeinem Zeitpunkt die Menschheit auch einmal schlauer war. Das wiederum kann man nicht wirklich behaupten.

Im Mittelalter hing man dem Standesdenken und dem Aberglauben an. Im späten Kaiserreich dem Kaiser und seinem Reich, in der Weimarer Republik ließen sie sich von den Nazis verführen, sie marschierten zu zig Millionen für sie und waren bereit für die in sich absolut verwirrte und widersprüchliche Ideologie zu sterben und zu töten.

Also nein, ich kann nicht wirklich sagen, dass das Volk schlauer oder dümmer wird. Es nimmt sich von der Primitivität nicht viel.
kundenservice[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]ich sehe keinen kollaps.[/B][/QUOTE]

Macht nichts.
SybilaAlso ich finde Verblödung total toll!

Gleich nach dem Aufstehen zieh' ich mir ne' RTL Doku rein,damit ich sehe,dass alle H4'ler doofe,dicke Ossis sind.

Dann hetze ich auf die Arbeit,die mir zwar keinerlei Spaß macht,aber dank der Verblödungsparolen von Politikern und Medien ärgere ich mich nicht darüber, sondern bin sehr dankbar dafür,dass ich überhaupt einen Job habe.

Nach der Arbeit sehe ich Leute Heute und Explosiv,damit ich weiß wie toll die Fürsten und Millionärssöhnchen sind.Sie haben ihr Geld zwar nicht selbst erarbeitet.Sind aber dennoch toll.Das ist der Unterschied zu den H4'lern.Die erarbeiten ihr Geld auch nicht selbst,sind aber nicht toll.

Dann schaue ich RTL 2 News, damit ich umfangreich über die politische Lage informiert bin.Ich muss ja wissen,was in der Politik Trend ist.Da muss ich aufpassen,weil sich das ständig ändert.Erst ist die FDP toll,dann nicht mehr.Dann sind die Grünen toll, dann nicht mehr.Sehr praktisch,dass mir das genau gesagt wird. Hintergrundinfos sind überflüssig.

Danach schaue ich Dschungelcamp, damit ich weiß,welchen Z-Promi ich toll fnden muss, und welchen nicht.Wenn ich Glück habe kann ich mir vielleicht auch noch DSDS oder das Topmodell reinziehen.

Zwischendurch,lasse ich mir von der Werbung noch vorschreiben,dass ich das neue MEGA-SUPER-SMARTPHONE unbedingt brauche.Und bevor ich mich auf's Ohr haue lese ich noch Brigitte,damit ich weiß welches Gemüse in ist, und wie ich mich diesen Monat schminken muss.

Jo.Verblödung ist total toll.Da muss man nicht selbst denken.
Medea152"Komulative Volksverdummung ist das Resultat aus der medialen- und religiösen Indoktrination."

Mein Kommentar als diese Behauptung in der Klasse vorgestellt wurde:

"Dieser Satz ist das beste Beispiel."
JohnSteedAch, ich persönlich hätte nichts dagegen (noch) verblödeter zu sein als jetzt, denn dann würde mir die Realität dieser Welt keine Schmerzen mehr bereiten.
Nun, wenn dies der Antrieb ist, um Verblödung direkt zu suchen, dann halte ich ihn zuallermindest für redlich.
Hybrid Andante[quote][i]Original geschrieben von Scheol[/i]

Es grämt schon ein wenig, wenn man sich nicht nur in Details, sondern gänzlich unterscheidet.[/quote]

Tja, der Fluch der Individualität, oder deren Segen?
NihiliaWer ist dieser Arroganz bitte nicht unterlegen?
Im Grunde genommen hält sich doch keiner für dumm.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Scheol [/i]
[B]Ja, aber ihr seit fiel blöderer wie ich. [/B][/QUOTE]

Schwer zu sagen, jedenfalls kann ich dieses Forum nur noch schwer alkoholisiert ertragen.
Mein Lehrer heisst seit langem nicht mehr Jonny Walker, aber mit Teacher's kann ich doch etwas anfangen..........................

Komisch, ich kann dieses Zeug lesen, aber am Tag danach steht nur noch: jljhll kkhihhh kllllf llll hhiioo dddd!" da.

Das macht es echt nicht leicht.........
GrahamBellIch denke, diese zunehmende "Verblödung" ist eine Gegenreaktion auf einer immer komplexer werdende Welt. Viele "Gebildete" schauen sich sehr gern Abends RTL mit Bauer sucht Frau etc. an. Wieso? Weil das im Vergleich zum Alltag einfach mal nicht das Gehirn anstrengt, also Erholung bringt.
JohnSteedAufgrund dessen, dass für das ungelöste Problem der Integration von egoistischen Vorstellungen kein Servicepatch besteht, rennt alles nur hin an den Ort des geringsten gemeinsamen Nenners.
Das ist natürlich schon die Vorstufe zu einem kulturell-ideologischen Billigheimer.
Insofern ist die Veblödung der Gesellschaft programm.
Manchmal nutzt es sogar etwas.
Nix[QUOTE][i]Original geschrieben von GrahamBell [/i]
[B]Ich denke, diese zunehmende "Verblödung" ist eine Gegenreaktion auf einer immer komplexer werdende Welt.[/B][/QUOTE]

Wenn die Verblödung die Gegenreaktion ist, von wem stammt dann die Reaktion? Von der Welt und ihrer Immer-Komplexer-Werdung?

- Dieser Erklärungsansatz ist ein wirklich gutes Beispiel für Verblödung.
SeidenspinnerWenigstens einer, der hier nicht ernsthaft mitdiskutiert.
JohnSteed[QUOTE][i]Original geschrieben von Seidenspinner [/i]
[B]Wenigstens einer, der hier nicht ernsthaft mitdiskutiert. [/B][/QUOTE]

Pssst!
Er denkt aber es wäre so.......
Wir dürfen seine Helligkeit nicht wecken....
;)
Waldemar[QUOTE]Insofern ist die Veblödung der Gesellschaft programm.[/QUOTE]

Du bist sicherlich Imun.. :p
Hybrid AndanteIch frage mich gerade, wo Gothicgotts Thread hinverschwunden ist, man hätte ihn ja auch einfach hier anhängen können; auch wenn er bisher nichts Neues bringt, einfach löschen ist doch doooooooooooooof ...
karssenIch glaube zur Volksverdummung trägt auch die Presse bei. Wenn ich immer lese, wie sich alle tierisch wie Moodys aufregen, also die Ratingagentur, wird es mir übel. Als ob die Gott der Finanzen wären, dabei ist das nur eine private Klitsche - die eigene Interessen verfolgt.
RoterAdlerI denk a Gesellschaft verblödet, die vielleicht nicht von Aussen bedroht wird......
Naja und Deutschland wird so richtig goar ned bedroht, a wenns alle glaum.
Nix[QUOTE][i]Original geschrieben von RoterAdler [/i]
[B]I denk a Gesellschaft verblödet, die vielleicht nicht von Aussen bedroht wird......
Naja und Deutschland wird so richtig goar ned bedroht, a wenns alle glaum. [/B][/QUOTE]

Jetzt bin ich auch davon überzeugt, dass Deutschland verblödet. Nein, dass es sogar bereits durch und durch unrettbar verblödet ist.
Aber ich kann damit leben.
Muss ja.
karssenWer sagt denn, daß die Gesellschaft immer mehr verblödet? Daß der Bildungsgrad in den letzten Jahrhunderten allgemein gestiegen ist, will ja wohl niemand bezweifeln. Außerdem sollten die Zwecke dieser Handlungen etwas näher reflektiert werden ...
KampfsauIch kann mir auch vorstellen dass es daran liegt, dass man nach einigen Jahrzehnten einfach vergisst, wie ahnungslos man selber früher war.

Meine Vermutung ist, dass viele Menschen in ihrer Jugend irgendwelche Defizite hatten, die sie dann im Laufe der Zeit immer mehr in den Griff bekamen. Das passiert häufig, Menschen verbessern ihre Rechtschreibung, ihre Grammatik und das Vokabular. Sie werden sicherer im Umgang mit anderen Menschen, vor allem mit dem anderen Geschlecht und irgendwann färbt man sich seine vergangenen Erinnerungen schön.

Wenn dann die reale Jugend der Gegenwart nicht mit dem Selbstbild mithalten kann, welches sich die heutige ältere Generation von ihrer eigenen Jugend in ihren Erinnerungen gemacht hat, dann spricht so mancher schonmal von der Verblödung der Gesellschaft.
Catweazle[QUOTE][i]Original geschrieben von karssen [/i]
[B]Wer sagt denn, daß die Gesellschaft immer mehr verblödet? Daß der Bildungsgrad in den letzten Jahrhunderten allgemein gestiegen ist, will ja wohl niemand bezweifeln. Außerdem sollten die Zwecke dieser Handlungen etwas näher reflektiert werden ... [/B][/QUOTE]

Ja und nein.
Was ist Bildung? In diesen Zeiten sind die Oberschulen doch nur staatlich finanzierte Vorbereitunskurse der Konzerne...

Es gibt Kinder, die wissen nicht dass Kühe braun,schwarz oder gefleckt sind, sie denken alle Kühe wären lila.
Wer kann noch ohne dort bleiben zu müssen in den Wald gehen und zwei, drei gute Speisepilze unterscheiden?
Und dergleichen mehr.

Nun, Bildung ist relativ und kummuliertes Buchwissen ist nicht der Weisheit letzter Schluss.

Beim Begriff "Verblödung" ging es vielleicht um den Verlust des Menschen seine Intuition zu gebrauchen.
Wieviele ängstliche Menschen hat der übertriebene Rationalismus hervorgebracht?
Kampfsau[QUOTE]Es gibt Kinder, die wissen nicht dass Kühe braun,schwarz oder gefleckt sind, sie denken alle Kühe wären lila. Wer kann noch ohne dort bleiben zu müssen in den Wald gehen und zwei, drei gute Speisepilze unterscheiden? Und dergleichen mehr.[/QUOTE]

Das kann ein Touareg oder Eskimo auch nicht.Ich seh darin nicht wirklich eine Verblödung, sondern eine Veränderung der Lebensumstände. Das mag an sich vielleicht auch traurig sein aber es gibt tatsächlich Menschen, die die Stadt noch nie wirklich verlassen haben.Für die ist eine 30 minütige Straßenbahnfahrt in einen Stadtteil am anderen Ende der Stadt schon eine halbe Weltreise.

Die haben noch niemals eine Kuh gestreichelt und ihre Naturerfahrungen beziehen sich auf vielleicht einstündige Spaziergänge im Stadtpark. Jetzt kann man darüber die Nase rümpfen aber ich denke der Großteil der Menschheit war nie anders.

Die Leute interessieren sich doch mehrheitlich nur für Dinge, die in direktem Zusammenhang mit ihrem Alltagsleben stehen. Ich glaube das ist heute nicht anders, als vor 50 Jahren. Und wenn Kühe und Waldpilze nichts mehr mit dem alltäglichen Leben zu tun haben, dann besteht auch kein Interesse , mehr über diese Dinge zu wissen.
OdessaDas kann ein Touareg oder Eskimo auch nicht
------

Würde ich jetzt so nicht behaupten wollen. Ich kenne marokkanische, ägyptische und jordanische Nomaden und Beduinen, die sehr gut wissen was z. B. ein Schwein ist, obwohl sie selbst weder welche halten noch essen. Meine frühere Schwiegermutter, die als armes Beduinenmädchen um 1950 herum nie eine Schule besuchte und bis heute nicht lesen und schreiben kann, wußte bei ihrem Besuch bei mir in Deutschland trotzdem ganz genau, was ein Telefon ist, ein Supermarkt oder eine Katze. So gesehen wäre Dein Beispiel zu ergänzen der Art daß ich anfüge: "Aber der Tuaregjunge weiß, was eine Ziege ist, da er eine hütet jeden Tag und sie in seiner Umwelt vorkommt. Und der Innuit weiß, was ein Fisch ist, da er ihn mit seinem Vater angelt. Wieso also weiß das deutsche Stadtkind nicht, woher SEINE Nahrung - die Wurst, der Hamburger, die Milch, die Butter - kommt, und kennt nicht die bei uns heimischen Tiere von denen sie kommen, so wie der Tuareg und der Eskimo ihre Nahrungsquellen noch kennen?"

Dein Beispiel verstehe ich trotzdem, finde es auch gut gewählt und gebe Dir in gewisser Weise Recht; natürlich ist es eine Sache der Lebensumstände. Wer im 21. Jahrhundert in New York lebt, braucht allermeistens nicht mehr zu wissen, wie man aus Wolle Pullover machen kann oder wie man die Hufe eines Pferdes beschlägt. Aber es geht ja um die generelle Verblödung und sei mir nicht böse, aber ich verkläre als "ältere Generation" garantiert nichts wenn ich sage: viele junge Menschen hierzulande SIND wirklich verblödet und ich kann es beim besten Willen nicht anders nennen. Oder wie nennt man es sonst, wenn einem eine 22jährige Abiturientin gegenübersteht und grinsend-dümmlich fragt "Also ich zahle nur 80% von 250 Euro.. ähm, das ist wieviel? Ich hab keinen Taschenrechner dabei..." Oder wenn Dir ein 16jähriger erklärt, er wisse nicht was eine Kartoffel sei, glaube aber daß es das ist, aus was beim MacMüll die Pommes sind? Oder besagte Kinder, die ich auf unseren Höfen als Touristenkinder erlebe, wirklich keine Ahnung davon haben, daß ihr "Hamburger" oder ihre "Salami" eine Kuh waren zu Lebzeiten? Oder wenn sämtliche Personalchefs beklagen, daß heutige Azubis nicht mal mehr fähig sind, ein nur halbwegs fehlerfreies Bewerbungsschreiben abzuliefern?

Das Argument, daß heute die Kinder in Städten großwerden, ist zwar für sich richtig aber trotzdem war das früher ja nicht anders - die meisten Leute im engbesiedelten Deutschland, die heute wie ich "die ältere Generation" sind, wuchsen auch in Städten auf oder leben dort immer noch; aber selbst wenn jemand nur auf dem Land war von klein auf, war in keinem Bundesland die nächste Klein/Großstadt weiter als 50 km entfernt und man bekam immer mit, was "das Leben" so bietet und was es so gibt an anderen Orten. Wir wußten in der Stadt damals jedenfalls schon, was eine Kuh ist und wie sie aussieht, wir wußten sogar noch den Unterschied zwischen Tannen- und Kiefernadeln, und wir konnten uns mit 10 ein Rührei selbst machen oder Kartoffelsalat. Ganz ohne daß wir dazu selbst eine Kuh hätten halten müssen oder Kartoffeln anbauen. Warum? Waren wir IQ-Genies also oder gar wie man es heute nennen würde Wunderkinder? Ganz sicher nicht, aber sowas von nicht. Auch wir gingen einfach nur in die Schule und lernten den gängigen normalen Unterrichtsstoff. Der wiederum hat sich nicht wirklich in der Vermittlung des sog. Allgemein- und Basiswissens geändert, seit ich von 1970-1980 in der Schule war. Allerdings hatten wir noch Fächer wie Hauswirtschaftskunde, wo wir als 9jährige lernten, daß man täglich Gemüse und Obst essen soll wegen der Vitamine, daß man seine Bettwäsche jede Woche wechselt (man selbst wohlgemerkt, nicht Mami), wie man Knöpfe annäht oder sich im Wald ein Feuer macht. Und wir lernten noch Kopfrechnen. Denn weder gab es Taschenrechner noch PCs noch das internet noch handys etc. die uns das Denken "abgenommen" hätten. Briefe wurden noch mit der Hand oder Schreibmaschine geschrieben, entsprechend wurde bei uns Wert darauf gelegt, daß die eigene Sprache - mit der man sich in der Gesellschaft sein Leben lang artikuliert - richtig gelernt wurde. Wortschatz und Stil anstelle von hektischem SMS-Stil oder dahingerotzten Chatkürzeln. Meine von mir sehr verehrte Deutschlehrerin monierte es damals sogar noch als "Fehler", wenn man u. a. abkürzte. Sie fand das "schlechten Stil" und eine beleidigende Abwertung des Briefempfängers nach dem Motto: "Ich bin Dir nicht mal so viel Zeit wert, daß Du die Worte in Deinem Brief an mich ausschreibst."

Ich kann also guten Gewissens aufgrund meiner eigenen Erfahrungen (und sehe es in diesem thread von überwiegend jungen Leuten selbst bestätigt, die sich über die Verblödung von Gleichaltrigen genauso wundern), daß wir eine ganz andere "Schule des Lebens" genossen, da höhere Anforderungen an unsere Lernfähigkeit, Ausdauer und Eigendisziplin gestellt wurden als das bei heutigen Schülern der Fall ist. Und diese Erfahrung teilen nahezu alle mir bekannten Lehrer, Erzieher und Kindergärtner und seriöse Wissenschaftler, die sich mit der Materie "Machen die neuen Medien und Technologien unsere Kinder dumm?" seit Jahren beschäftigen rein beruflich, dabei ebenfalls den persönlichen Vergleich zu früheren Schülergenerationen haben und auch zum Ergebnis kommen: irgendwas läuft verdammt schief, wenn heute ein 10jähriger Deutscher noch nicht mal mehr 5 x 8 rechnen kann oder nicht weiß anhand eines Bildes, das der dort abgebildete Gegenstand ein Apfel ist, während der 10jährige Japaner, Kuwaiti oder Russe in dem Alter längst erste Verkaufsbilanzen für seine Kindercomic-Sammlung über ebay führt und für seine kleinere Schwester jeden Tag nach der Schule ein Reisgericht mit frischem Gemüse kocht.
Kampfsau[QUOTE]Würde ich jetzt so nicht behaupten wollen.[/QUOTE]

Das mit Kühen und Schweinen ist so eine Sache, ich glaube aber nicht, dass sie in deutschen Wäldern ein paar gute Speisepilze identifizieren könnten.

Ich sag ja nicht, dass es gut ist, wenn man solche elementaren Dinge nicht weiß aber das scheint mir eher ein pädagogisches Problem zu sein und keines mangelner Intelligenz.

[QUOTE]eit Jahren beschäftigen rein beruflich, dabei ebenfalls den persönlichen Vergleich zu früheren Schülergenerationen haben und auch zum Ergebnis kommen: irgendwas läuft verdammt schief, wenn heute ein 10jähriger Deutscher noch nicht mal mehr 5 x 8 rechnen kann oder nicht weiß anhand eines Bildes, das der dort abgebildete Gegenstand ein Apfel ist, während der 10jährige Japaner, Kuwaiti oder Russe in dem Alter längst erste Verkaufsbilanzen für seine Kindercomic-Sammlung über ebay führt [/QUOTE]

Ich seh das eigentlich nicht als alltägliches Problem. Ich saß noch vor 2 Jahre selber mit im Unterricht einer Gesamtschule, zwar nicht als Schüler aber doch habe ich noch gewisse Vorstellungen davon, wie es ablief.

Nagut, das Lerntempo war schon deutlich niedriger als am Gymnasium damals und es gab immer den ein oder anderen Schüler, der Probleme hatte sich Algebra und Geometrie vorzustellen aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es solche Fälle früher nicht gab.

Und so Fälle das jemand nicht wusste was eine Kuh ist oder wie ein Apfel aussieht gab es eigentlich gar nicht. Manche waren ein bischen einfacher gestrickt und vielleicht auch aufgrund ihres Alters und ihrer Erfahrungen sehr naiv und einfältig aber ich hatte nicht das Gefühl, dass da jemand tatsächlich nicht lebensfähig ist und mit etwas gutem Willen nicht zumindest eine einfache Ausbildung hätte abschließen könnte.

Und natürlich gab es immer auch sehr schlaue Schüler, bei denen ich auch genau wusste, dass die in akademischer und beruflicher Hinsicht, sehr viel Potential aufwiesen. Ich mache mir also ehrlich gesagt nicht wirklich Sorgen, dass wir in Zukunft aufgeschmissen sind, wenn diese Leute einmal Verantwortung übernehmen müssen in der Gesellschaft. Die wachsen schon in ihre Rollen rein.


[QUOTE]Oder wenn sämtliche Personalchefs beklagen, daß heutige Azubis nicht mal mehr fähig sind, ein nur halbwegs fehlerfreies Bewerbungsschreiben abzuliefern?[/QUOTE]

Ach, ich kann diese Personalheinis irgendwie nicht wirklich ernst nehmen. Dazu wird heute vielzuviel Talent verschwendet. Akademiker erledigen gewöhnliche Sachbearbeiterjobs, Leute mit Berufsausbildung müssen Anlerntätigkeiten ausüben und für Hilfstätigkeiten muss man am besten auch schon mehrwöchige Praktika vorweisen und wieviele tatkräftige, junge Menschen werden heutzutage in Zeitarbeit oder anderen miesen Arbeitsverhältnissen verschlissen?

Was heißt heutige Azubis? Kann sein dass irgendwelche Kommasetzungsfehler immer mal wieder auftreten aber im Groben und Ganzen, gibt es meist keine gravierenden Fehler. Selbst der beste Absolvent unseres Jahrgangs hatte ca 90% Absagen auf seine Bewerbungen.

Wenn man schlechte Bewerbungen bekommt, dann nur, weil man demotivierte Bewerber hat oder die ausgeschriebene Stelle einfach bescheiden ist. Es ist sonst eher die Regel, dass man ein halbes Dutzend Bewerber hat, die den Job alle machen könnten und man sich halt für einen entscheiden muss.

Das was du anführst sind Extrembeispiele, die Schüler sind insgesamt nicht viel schlechter geworden. Die Leistungsfähigkeit verteilt sich nachwievor gleich. Das die Leistungen auf der Hauptschule schlechter werden liegt einfach daran, dass anstatt der schlechtesten 50% eines Jahrgangs, nun eher ein Drittel oder ein Viertel des Jahrgangs dort sind, ähnlich ist das auch bei den Gymnasiasten. Früher waren halt nur die besten 10 % eines Jahrgangs dort und heute sind es bald die Hälfte. Das ändert aber nichts daran, dass es immer noch viele Überflieger gibt.

Wirklich objektiv konnte bisher auch niemand nachweisen, wieviel schlechter die Schüler heute tatsächlich geworden sind, deswegen gibt es auch genug Leute, die das für Lamentieren über die verblödete Jugend eher als Verklärung der eigenen Vergangenheit ansehen.

[url]http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-76551025.html[/url]

Ich hab nun nicht in der alten Zeit gelebt aber wenn schon unsere Lehrer uns Tests schreiben ließen, die sie schon 1986 verwendet haben, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass die Menschen die 20-30 Jahre älter sind als wir, uns zumindest was schulische Leistungen betrifft, wirklich so haushoch überlegen waren.

Darum geht mir das Thema auf die Nerven und ich hoffe wirklich, dass ich selber nicht einmal auch so gegenüber der Jugend werde und falls diese wirklich mal Probleme haben sollte, ich ihnen dabei helfen werde diese zu überwinden, anstatt erstaunt darüber zu sein, wie doof sie doch sind.

Wenn ein 10 Jähriger nicht weiß wie ein Apfel aussieht, dann kann man wohl kaum dem Kind die Schuld dafür geben, sondern eher den Leuten die heute zwischen 30-50 sind und eigentlich für die Bildung dieses Kindes verantwortlich sind.
uhugirlNa man muss ja nur mal den Fernseher einschaltenund dann sieht man ja was da so teilweise alles so läuft. Bei manchen Formaten Frage ich mich auch was das da eigentlich so. Hat etwas von modernem Gladiatoren Kampf. Wie sich da Leute im Fernsehen lächerlich machen.
Hybrid Andante"Hat etwas von modernem Gladiatoren Kampf. Wie sich da Leute im Fernsehen lächerlich machen."


Und? Die Menge tobt, die Menge findet es geil ;)
Seidenspinner[QUOTE][i]Original geschrieben von Hybrid Andante [/i]
[B]"Hat etwas von modernem Gladiatoren Kampf. Wie sich da Leute im Fernsehen lächerlich machen."

Und? Die Menge tobt, die Menge findet es geil ;) [/B][/QUOTE]
Allerdings... Hat etwas von modernem Kolosseum, wie sich die Leute den Scheiß auch noch ansehen.
tinnomWer hat das nochmal mit dem Opium fürs Volk gesagt? Ich glaube das Zitat kommt von Marx. Da ist irgendwie etwas dran, denn mit dem Fernsehen stellt man die Leute zufrieden oder täubt sie irgendwie. Zumindest kann man schon mal den Eindruck bekommen das es so ist. Finde ich zumindest. Was denkt ihr darüber.
Changeling II[QUOTE][i]Original geschrieben von tinnom [/i]
[B]Wer hat das nochmal mit dem Opium fürs Volk gesagt? Ich glaube das Zitat kommt von Marx. Da ist irgendwie etwas dran, denn mit dem Fernsehen stellt man die Leute zufrieden oder täubt sie irgendwie. Zumindest kann man schon mal den Eindruck bekommen das es so ist. Finde ich zumindest. Was denkt ihr darüber. [/B][/QUOTE]

Ja, es war Karl Marx, der gesagt hat: "Religion ist das Opium des Volkes"...in diesem seither vielzitierten Satz wird die Überzeugung ausgedrückt, dass Religion eine Art Droge sei, die von der herrschenden Ausbeuterklasse, also dem Kapital -dazu benutzt wird, die lohnabhängige Bevölkerung dumm und unmündig zu halten..indem ihr einerseits ein überweltlicher, transzendenter "Sinn des Lebens" vorgegaukelt wird, der sich eben erst in der Transzendenz, in einem - erfundenen -"Leben" nach dem Tod erfüllt, anderseits bei Nichterfüllung, die Hölle droht...damit der blöde Michel glaubt, es lohne sich, für die Herrschenden tagtäglich sein Leben zu verkaufen und den Rücken krumm zu machen, da es ja "nach dem Tod" alles so viel rosiger aussieht, obwohl die greifbare, physische Realität tagtäglich das genaue Gegenteil beweist...diese -falschen - Verprechungen der Religion - sieht Marx als Instrument von Macht, um radikale Veränderungen, einen Umsturz der herrschenden Verhältnisse von Seiten der Arbeiterklasse zu verhindern...
RoterAdlerS'isch zwoar wurscht, aber es war der Lenin, der des gsagt hod.......


Echt? Die Arbeiterklasse gibts noch?

Is des denen ned z'langweilig gworden: "Völker hört ihr die Signale" zu singen und dann kommt kaner?
Doch.Sehr geduldig.
Fragts doch die Juden und die Christen: wann der Erlöser (wieder) kommt?
Das ist wahrscheinlich genauso informativ wie die Frage, wann die Philosophie der Arbeit die Menschen befreit. Vermutlich nie, aber auch egal.
AlterkelteWir sind halt alle in der Durchschnittsfalle.

Wir werden als Schüler nur bis zu dem Punkt hin gefördert, wo wir wieder am Durchschnitt teilnehmen können.
Alles andere als der Mainstream ist böse.
Individualismus ist gleich Egoismus und eigene Gedanken sind halt immer böse.
Das hat vielleicht viel mit dem "Gerechigkeitsverständnis" der SPD zu tun, die in den letzten 50 Jahren stark die Schultheorie dominiert hat.
Gerechtigkeit ist also gegeben, wenn alle gleich blöd sind, die gleichen geringen philosophischen Voraussetzungen haben, ach was Philosophie lenkt ab vom Geldverdienen, Steuern zahlen......

Aber wenn man so denkt, fragt man sich immer noch, wo kommen die ganzen Schauspieler, Schriftsteller oder bildenden Künstler her?
Das sind also Menschen, die sich böserweise auch gegen den Mainstreamfluch durchgesetzt haben. Egoisten. Ablehnungswürdige Wesen! (?)

Müsiggang ist unsere Rettung. Damit meine ich nicht die Hirnis, die durch Rumsitzen und Transferleistungen in Empfang nehmen auch nicht schlauer werden.
Aber sicherlich gibt es mehr als die Arbeit. Die Arbeit hat als Ersatzreligion und Fetisch entweder versagt oder gezeigt, dass der philosophische Ansatz dafür nicht ausreichend ist, wenn es sonst kaum etwas gibt, was sich mit der Arbeit verbinden lässt...

Die Gesellschaft ist am Arbeitsbegriff gescheitert und verblödet.
Sie hat kaum ein anderes, höheres Ziel als Arbeit und das ist in der Tat sehr, sehr wenig.......
Kampfsau[QUOTE] Wir werden als Schüler nur bis zu dem Punkt hin gefördert, wo wir wieder am Durchschnitt teilnehmen können. Alles andere als der Mainstream ist böse. Individualismus ist gleich Egoismus und eigene Gedanken sind halt immer böse.[/QUOTE]

Für jemanden der von Individualität und eigenen Gedanken schreibt, benutzt du verdammt viele Plattitüden und Verallgemeinerungen wie "eigene Gedanken sind halt immer böse"

Die Anforderungen sind begrenzt aber ich habe noch keinen Lehrer erlebt, der sich nicht über einen Schüler gefreut hat, der mehr über ein Thema wissen möchte und es verbietet auch niemand den Schülern, andere Bücher zu lesen. Sogar die Büchereikarte ist in dem Alter noch kostenlos.

Wenn jemand etwas erreichen will, dann liegt es in erster Linie an ihm selbst und man kann nicht der Gesellschaft die Schuld geben, dass es nicht so gut läuft.

In der heutigen Gesellschaft hat man doch mehr Möglichkeiten als jemals zuvor, sein geistiges und körperliches Potential voll auszureizen.
Alterkelte@Kampfsau


Naja, ich habe oft erlebt, dass ich als "kleiner Überflieger" eingebremst wurde.
Mich zu fördern hätte ja quasi nur bedeutet, ein egoistisches Monster zu füttern.
Meine Ehrlichkeitsschaltungen liessen kaum zu, dass ich gutmenschiges absonderte, ergo war ich aus dem Rennen draussen.

Natürlich bin ich im Nachhinein selber schuld an meiner Schullaufbahn, Berufslaufbahn.
Da mache ich mir nichts vor, ausserdem habe ich mich teilweise selbst erfunfen und damit kam ich ganz gut über die Runden. Das war nicht das Problem.
Es ist eben nur so, dass ich keinen Ansatz erkennen konnte, dass man über den Mainstream hinausgeht.

Auch wenn es nur wieder eine Platitüde ist, die Starken sind nicht sehr beliebt bei den Lehrern, sie sind genauso anstrengend wie die Versager, sie machen Mühe und Arbeit.
Und irgendwann solidarisiert man sich mit den Versagern und die Lehrer haben ihre überschaubaren Gruppen.

Das Schulsystem hat keine Exitstrategie für Ausnahmen.

Im Grunde kommt nur der durch, der die ständigen "Egoist"-rufe ignoriert und ständig der Beste sein will.
Und halt die zwanzig anderen,die im segensreichen Strahl des Mainstreams reisen. Aber alle anderen kommen psychologisch betrachtet in dem System nicht durch.

Die Schule produziert vor für die Arbeitswelt und dort ist der Mainstreamdruck ja noch höher.
Kampfsau[QUOTE]Naja, ich habe oft erlebt, dass ich als "kleiner Überflieger" eingebremst wurde.
Mich zu fördern hätte ja quasi nur bedeutet, ein egoistisches Monster zu füttern.
Meine Ehrlichkeitsschaltungen liessen kaum zu, dass ich gutmenschiges absonderte, ergo war ich aus dem Rennen draussen.[/QUOTE]

Also hast du dich vielen deiner Mitmenschen gegenüber wie ein Megaarsch aufgeführt?Das hat aber per se erstmal nichts damit zu tun, dass intelligente Menschen in dieser Gesellschaft so unheimlich benachteiligt werden.


[QUOTE]Es ist eben nur so, dass ich keinen Ansatz erkennen konnte, dass man über den Mainstream hinausgeht.[/QUOTE]

Kommt drauf an, was du unter Mainstream versteht und inwiefern du darüber hinausgehen willst.

[QUOTE]Auch wenn es nur wieder eine Platitüde ist, die Starken sind nicht sehr beliebt bei den Lehrern, sie sind genauso anstrengend wie die Versager, sie machen Mühe und Arbeit. Und irgendwann solidarisiert man sich mit den Versagern und die Lehrer haben ihre überschaubaren Gruppen.[/QUOTE]

Ich weiß nicht an was für Schulen du warst. Ich kann mir gut vorstellen, dass deine Intelligenz weniger das Problem ist. Falls du denn wirklich so intelligent bist, wie du uns weißmachen willst. An meinem Gymnasium hat man sich über jeden Überflieger gefreut, die Schule kann immer wunderbar mit solchen Leuten angeben. Bei uns haben die dann für gewöhnlich Klassen übersprungen oder schon während der Oberstufe Leistungen für ihr Universitätsstudium erzielt. Außerdem gibt es auch Gymnasien für Hochbegabte usw usf.

Wenn du ein unfreundlicher, überheblicher Mensch bist, der es sich mit jedem verscherzen musste ist das eine Sache. Wenn man dann versagt hat, streichelt es das eigene Ego natürlich mehr, wenn man sich einreden kann, man hat nur versagt, weil man zu schlau oder zu ehrlich für den ganzen Scheiß war. Das klingt zumindest besser als sich selber einzugestehen, dass die eigenen sozialen Kompetenzen absolut verkümmert sind.

[QUOTE]Und irgendwann solidarisiert man sich mit den Versagern und die Lehrer haben ihre überschaubaren Gruppen.[/QUOTE]

Und wieder eine Plattitüde. Schüler mit denen sich Lehrer solidarisieren können, sind prinzipiell "Versager". Deine Mitschüler waren in deinen Augen alle "Versager" aber vermutlich merkst du gar nicht, wie gestört deine Aussage ist.

[QUOTE]Das Schulsystem hat keine Exitstrategie für Ausnahmen.[/QUOTE]

Irgendwann ist die Schulpflicht für jeden abgeschlossen.

[QUOTE]Im Grunde kommt nur der durch, der die ständigen "Egoist"-rufe ignoriert und ständig der Beste sein will. Und halt die zwanzig anderen,die im segensreichen Strahl des Mainstreams reisen. Aber alle anderen kommen psychologisch betrachtet in dem System nicht durch.[/QUOTE]

Ja, wer psychisch gestört ist oder mental stark benachteiligt ist kommt nicht durch. Die Frage ist, in welcher Gesellschaft und unter welchen Bedingungen wären solche Menschen jemals durchs Leben gekommen?

Wenn jemand wirklich hochbegabt ist und nicht jedem ans Bein pinkeln muss, dann schließt er die Schule doch ganz Nebenbei ab und überspringt vermutlich noch ein paar Klassen.
AlterkelteMein Verbrechen war es sozusagen "hochbegabt" zu sein, en Megaarsch war ich nicht.

Aber man hat mich immer spüren lassen eine Art Ausserdirdischer zu sein, der die behäbige Ruhe der Durchschnittskinder stört.

[QUOTE]Wenn du ein unfreundlicher, überheblicher Mensch bist, der es sich mit jedem verscherzen musste[/QUOTE]

War ich nicht, bin ich nicht.

Ein freundlicher Einzelgänger: ja. Aber alleine das ist schon böse und verdächtig.
Waldemar[QUOTE]"hochbegabt" [/QUOTE]

In Fakenicks anlegen und trivaler Verhaltensweise ohne jeden Zweifel. Intelligenz und Hochbegabung haben mit Wissen nichts zu tun. Häufig wird Begabung einfach mit Intelligenz und Talent gleichgesetzt, oder als angeborene Komponente der Intelligenz gesehen. Aber das ist nur ein Teil der vieler Faktoren. Man merkt dir einfach das Fehlen sozialer Intelligenz/Emphatie an. Eine ewige Gleichtschaltung und Pauschalisierung. Das ist so typisch, für Menschen, die außerhalb ihre eigenen engen Welt nicht klar kommen... sie müssen sich wohl "besonders" fühlen um das zu ertragen :)
AlterkelteDas nachäffen sozialer Bilder ist per se auch keine grosse Intelligenz. Vor allem ist es bis heute nicht beweisbar, ob es nur ein Nachäffen oder der Einsatz des Geistes ist...

Die Verblödung liegt eben schon darin begründet, dass Rituale nur übernommen und nicht mehr hinterfragt werden.
Gegenüber gleichgesteltlen werde ich keine symbolischen Unterwürfigkeitsgesten zeigen, nur weil es zum erwarteten Satz an angeblich sozialen Fertigkeiten gehört.

Was nutzen diese Fähigkeiten, wenn nur soziale Roboter dahinterstecken???

Ausserdem machst du nur allzugerne ein Klischeefass auf. Hast du jetzt echt drei Wochen auf solche Dialoge gewartet, damit du "Herrenmensch"(totaler Arbeiter, verachtet staatliche Transferleistungen)....mir eine einschenken kannst.
Wie Ärmlich ist denn das???



Im Übrigen ist es kein fehlendes soziales Verhalten jemandem zu zeigen, dass man ihn und seine Lebensidee ablehnt, um nicht zu sagen verabscheut. Sondern man nennt so etwas im richtigen Leben wohl Feindschaft oder Ablehnung und dergleichen. Du wirst lachen, auch in einer von amerikanischen U-beratern durchgef* Firma soll so etwas vorkommen. Der Mensch kann nicht aus seiner Haut und es ist relativ normal, so etwas wie "Feinde" zu kennen,wobei es in deinem Fall nicht auf Augenhöhe stattfindet.
WüstiDer folgende Begriff erinnert mich an die vielen Erzieherinnen von dem katholischen Kindergarten wo noch eines meiner Kids hingeht.
Das Wort habe ich eben gefunden über die GGS beim Thread warum ich mich raushalte.



Das paßt auch zum Thema finde ich:

[COLOR=darkblue]Bigotterie (französisch bigoterie) oder Scheinheiligkeit ist die Bezeichnung für ein unreflektiertes, übertrieben frömmelndes, dabei anderen Auffassungen gegenüber intolerantes[1] und scheinbar ganz der Religion oder einer religiösen Autorität (Person oder Instanz) gewidmetes Wesen oder Verhalten, wobei der eigentliche Lebensstil nicht ernsthaft religiös oder streng sittlich gehalten wird. Der Duden bezeichnet Bigotterie als „kleinliche, engherzige Frömmigkeit und übertriebene[n] Glaubenseifer“.[2][/COLOR]








[I]Wenn jemand etwas erreichen will, dann liegt es in erster Linie an ihm selbst und man kann nicht der Gesellschaft die Schuld geben, dass es nicht so gut läuft.[/I]

Zitat Kampfsau


Also, ich glaube das Lehrer wirklich manchmal denen die sie nicht mögen eine schlechte Note geben.
Dürfen sie zwar nicht, aber geschieht manchmal.
So können sie schon manchem das Leben etwas verpfuschen
wenn es um die Abschlußzensuren geht.
Aber auch durch Mobbing, ebenso andere Schüler.

Später kann man es dann noch mal versuchen, das stimmt.
Das positive an solchen Erfahrungen ist , daß man stärker wird, wenn es einen nicht geschafft hat zu ruinieren für immer.

Manche Kids sind auch nervig, da ist es schon nicht leicht, ganz
objektiv zu bleiben oder wie man das nennen soll.
Doch die Kids können ja nichts dafür wenn sie so schwierig sind, das liegt an der Erziehung usw.

Stark ist, wenn Lehrer es schaffen solchen Problemkindern erst recht zu helfen.

Naja und sonst, wie ich schon sagte, wenigstens macht so etwas einen stärker.
Ronin76Ich lehne mich da an Schopenhauer und Einstein an, weil ich der Meinung bin, daß die Gesellschaft, also die Menschen, schon immer blöd waren und sind. Jedenfalls die Mehrheit. Besonders deutlich wird dies bei Obrigkeitshörigen und Stimmvieh.
AlterkelteAm schlimmsten sind die verlorenen Marionetten der abgeblasenen Weltrevolution....
Changeling II[QUOTE][i]Original geschrieben von Alterkelte [/i]
[B]Am schlimmsten sind die verlorenen Marionetten der abgeblasenen Weltrevolution.... [/B][/QUOTE]

Du bist der lebende Beweis dafür, dass Einstein und Schopenhauer Recht hatten.
Alterkelte[QUOTE][i]Original geschrieben von Changeling II [/i]
[B]Du bist der lebende Beweis dafür, dass Einstein und Schopenhauer Recht hatten. [/B][/QUOTE]

"All unser Übel kommt daher, daß wir nicht allein sein können."
(Schopenhauer)

Der Mann hat Recht!

German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 

German Gothic Board

Startseite Chat Grüße SchwarzKultur