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  Forum: Bekanntschaften Süden
    Thema: Suche funktionierende München-Opposition
CagliostroIhr seid aus beruflichen oder sonstigen Gründen "gezwungen" in München zu leben, aber irgendwas stimmt an dieser Stadt nicht....
wer sieht das genauso?
KemikaruServus!
Hier gehn die Uhren halt anders... ;)
CagliostroWenn sie gehen, dann schon................................................
cocreamünchen, ein dorf,
nennt sich weltstadt mit herz (scherz, schmerz)
1/3 aller deutschen, so sie die wahl hätten, würden sich für münchen als wohnort entscheiden.

cocrea winkt aus dem sog. speckgürtel der bayerischen hauptstadt
MenedemosSaupreissn können gern wieder heimgehen, wenn's ihnen nicht weggefällt. :q

Edit: Um ein wenig diplomatischer zu werden: Ich stamme selbst nicht aus München, finde die Stadt aber sehr, sehr schön. Schon allein die Nähe zu den Seen, zu den Bergen, zu Italien ist unbezahlbar. Die riesige Anzahl von Ateliers und Antiquariaten und Kunstmuseen, da könnte ich wochenlang drin stöbern, wenn ich Zeit hätte. Auf dem Viktualienmarkt kann ich endlich die Dinge einkaufen, die ich in allen anderen Städten lange vergeblich gesucht habe. Sicher gibt es auch ein paar Nachteile, die hohen Mieten, die an sich zu kleine Innenstadt, die geringe Anzahl schwarzer Locations. Aber immerhin gibt es ein paar, und meine Güte - ich hab auch noch ein anderes Leben.

Und war schon mal wer auf dem Alten Südlichen Friedhof? Ganz toll!
CagliostroTja,
seltsam ist, was ich vor Jahren z.b. in Berlin erlebt habe
(Gesamteindruck),
Dort gibt es ungefähr genausoviel "Deppen",
wie es Menschen gibt, die total lieb sind.

Was München betrifft, so ist dort die Deppenrate
leider sehr hoch, ob das am Zuzug liegt?
Bedingt....
Es hängt auch nicht zwangsläufig mit "Preissn"
zusammen, es ist halt so, dass vergleichsweise
viele "nationalkonservative" Zeitgenossen
aufbrechen (aus allen deutschen Landen),
um Chefredakteur, Staatsanwalt, Richter
oder Theaterdirektor zu werden.
Das ist halt mal so.
Die eher spontaneren Leute gehen nach
Berlin, um z.b. dort zu studieren.

Nun, ich sehe München sehr kritisch.
Seine Gründung beruht auf einem Betrug
und geographisch liegt es an keiner besonderen
Stelle, zumindest an keiner Stelle
an der "zwangsläufig" eine grössere Stadt
entsteht.
München hat keinen "richtigen" Fluss
und die ganze Stadt ist vollgestellt
mit Klenzes Klassizistik-Schrott.
taurolmeiner einer wohnt in Ulm, was jetzt auch nicht Lichtjahre von München entfernt ist. Ich find München eigentlich ganz nett(vielleicht auch nur, weil ich gerstern 3 Stunden auf der bayrischen Donauseite rumgelaufen bin ?) Das einzige, was mich dort aktiv stören würde, ist dieser komische Fussballverein *würg*
Menedemos[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]Menedemos zustimm @"Saubreissn"...

(:) Das musste sein, daran erkennt man den "echten" Münchner.)
[/B][/QUOTE]

Ilo, du weißt es doch schon von gekitsu, wir Franken können zwischen "b" und "p" nicht recht unterscheiden... ;)

@ Cagliostro

Also was du mit "Deppen" meinst, solltest du zumindest mal konkretisieren... :rolleyes:

Und die Lage der Stadt, wie Odessa und auch ich schon schrieben, ist doch eigentlich kaum zu toppen. Und was meinst du damit, die Stadt habe keinen richtigen Fluß. Also ich halte die Isar durchaus für einen Fluß, sogar für einen [i]richtigen[/i] Fluß. Du sprichst von Berlin: Spree und Havel sind auch nicht breiter als die Isar. Andere Städte haben noch weniger einen Fluß: Leipzig z.B., Hannovers Leine ist auch nicht so toll, Nürnberg liegt vergleichsweise an einem Bächlein namens Pegnitz und in Brüssel ist der Fluß sogar unter Beton verschwunden.

Berlin mag sicherlich aufregender sein als München, zugegeben. Und die "Freaks" studieren vielleicht tatsächlich eher in Berlin als in München, schon deshalb, weil Berlin billiger ist. Und sicher gibt es Berlin viel aufregendere Locations als in Münga.

Aber so schön wie München (auch in Anbetracht der Umgebung) ist Berlin nicht annäherungsweise. Für den Vorteil, in einer Stunde in der Bergen, beim Skifahren und in vier Stunden am Gardasee zu sein, verzichte ich gerne auf Berlin und gebe mich mit dem beschaulichen Nerodom und dem Pulverturm zufrieden...

Außerdem gibt es in München besseres Bier! (wenn auch kein so gutes wie in Franken...)

Und deine Abneigung gegen Klenze kann ich nicht GANZ verstehen. Den Königsplatz, insbesondere die Glypthotek (in der polychromen Originalausstattung) finde ich recht schön. Okay, die Ludwigstraße ist wirklich öde, aber Unter den Linden ist ja auch nicht gerade besonders pulsierend.
cocrea[QUOTE][i]Original geschrieben von Menedemos [/i]
[B] Und sicher gibt es Berlin viel aufregendere Locations als in Münga. [/B][/QUOTE]
weergli woar?
aber pitt tschzöön, mene -- dees hoaßt doch MINGA, need münga.

wo steht pitt tschzöön steht der ´beschauliche Nerodom und der Pulverturm´?

üpprikenz,
mai muddr iss aus unnerfrangge (doch das zählt für die frangge ned)

[COLOR=coral]noo oans:
it´s nice to be a preiss (prize)
it´s higher to be a bayer (buyer)
whereas the highest of all ranks
is kept by the (ander)fränks (oubrfranks).[/COLOR]

gruß, cocrea (zuagroaste und gern wahlbayerin aus m all gaia)
Cagliostro[QUOTE][i]Original geschrieben von Odessa [/i]
[B]München ist voll von Zuagroastn mittlerweile, und ich bezweifle wirklich stark dass Du ECHTE Münchner kennengelernt hast:-). Die sitzen für gewöhnlich ruhig in einem Biergarten (die wenigen die noch in der eigenen Stadt leben und NICHT durch die horrenden Mieten verjagt wurden), lassen den lieben Gott einen guten Mann sein und sind eigentlich eher so drauf wie die Italiener oder Franzosen...leben und leben lassen, und das find ich wunderbar. Daher auch der Spruch "München ist die italienischste Stadt Deutschlands", la dolce vita in Bavaria :-).

Und alternative, "linke" Szene gibts hier wahrscheinlich mehr als in jeder anderen Stadt, weil München sowas von ROTGRÜN ist!
Geh mal nach Schwabing, setz Dich beim "Tollwood-Festival" (da kommen Leute aus der ganzen Welt) zu den ganzen Alt- und Neu-Hippies dazu, zu den grünen/roten/bunten Alternativen, zu den Freaks und (liebenswerten) Spinnern aus allen Schichten, zu den Hare Krishna´s und zu den Baghwan-Jüngern, zu den Legionen von Arabern und Iranern die dort ihre Handwerksstände haben ebenso wie die Künstler aus Tibet, Afrika und Indien, und die "Stadt-Indianer"und die Australien-Connection ist genauso vertreten wie die "Biker"-Gangs und die Königstreuen, alle friedlichst vereint, jeder lässt jedem seinen "Spleen", und beim Bier sind sie alle friedlich vereint - ich habe viele Städte gesehen, aber keine die so OFFEN und tolerant war wie München :-)

Es kommt sehr auf die eigene Einstellung drauf an, WELCHE Leute ich kennenlerne, wie ich auf Leute zugehe - wenn ich mit der Einstellung loszieh, dass die Bayern/Münchner "überwiegend Deppen" sind (oder wenn ich das unterschwellig schon so verinnerlicht habe), dann darf ich mich nicht wundern wenn ich auch nur auf solche (vermeintlichen Deppen) treffe. Und frag mal die "Deppen" wo sie herkommen! Ich bin mir sicher, dass die alle NICHT in München - oder auch nur überhaupt in Bayern - geboren wurden :-).

Und die Lage - ich bitte Dich! Warum denkst Du DASS so viele "Zuagroaste" herkommen? Wie Menedemos schon schrieb: grad eine halbe Stunde nach Österreich (Skifahren, Wandern etc.), keine 500 km zum Gardasee; alte Ruinen und Burgen alle 500 meter im Altmühltal, was auch nur knappe 30 Minuten von München entfernt liegt...Keltengräber und archäologische Funde kannst Du genauso "bewundern" wie im Sommer an jedem Wochenende irgendwo ein Mittelalter-Spektakel (das größte, weltweit bekannte "Kaltenberger Ritterturnier", auch nur wenige Kilometer von München entfernt im Schloss Kaltenberg). Dann südlich "vor" München das Alpenvorland, die Seen wie der Chiemsee, Tegernsee, Spitzingsee, Sylvensteinsee, Starnberger See (in "Radl-Nähe")...Das Allgäu, ebenfalls nur eine knappe Stunde entfernt...Die Königsschlösser, die Millionen! an Touristen aus der ganzen Welt anziehen jedes Jahr... Welche andere Stadt hat das, alles in "Tagesausflugs"-Nähe?

München selbst hat - neben dem gigantischen Olympiazentrum mit dem See und diversen Parkanlagen - noch einen riesigen Stadt-Park der fast die ganze Stadt durchzieht (der Englische Garten), es hat die meisten Grünflächen die ich je in einer Stadt gesehen habe, und ich habe die höchste Dichte an urigen oder alternativen (Musik-)Kneipen, Gasthöfen (aus aller Herren Länder)und Pubs die ich mir nur wünschen kann...Also gegen die Lage und "kulturelle" Ausstattung Münchens kann ich gar nix einwenden, sorry :-)....

Grüsse,
die ilo [/B][/QUOTE]

Du bist ja sehr edukativ unterwegs, meine Gute....
So ganz weiss ich nicht, ob ich mich amüsiert geben oder ärgern soll,

Trotzdem danke für das Seminar:
"wie gestalte ich einen Prospekt für Tourismusmanager".


Nun, München ist nicht Bayern.
Bin aber selber Bayer und schon daher kein Münchner....



Doch, doch, kenn schon ein paar echte Münchner, schon weil ich
ab und zu einen weiss-blauen Masochistenfussballverein
aufsuche. Bei der roten Ausgabe, die den Anspruch hat immer zu
gewinnen findet man keine echten Münchner, es gibt dort nur
"Zuagroaste" und Busbauern.

Liebe Ilo,

Rot-grün heisst noch lange nicht links....
Alles was vom Anspruch der Chancengleichheit usw. übrig geblieben ist, ist dahin...
Grüne Vertreter wohnen am Starnberger See und klagen
gegen Besucher, die das Strandgrundstück betreten.
(Keine Namen, bitte Tagespresse verfolgen....)
gibt es doch ein sehr altes bayrisches Gesetz aus monarchistischen Tagen, wonach jedes Landeskind
freien Zugang zu Seeufern hat.
Die Sozis sind sowieso im Nirwana der Bürokratie und
Ortsvereine untergegangen........
Ab und zu taucht ein pseudolinker Gutmensch auf
und faselt etwas von der 35-Stunden Woche,
ein blanker Hohn, wenn vielleicht noch
10% aller beschäftigten einen Tarifvertrag haben...


Multikulti:
hat aus bekannten Gründen eher nicht funktioniert.



Aber bitteschön, die Grünen Linke Szene?
haha

Toolwood:
pseudolinkes feigenblättchen saturierter
Grüner, die ab und zu noch einen auf
spontan machen wollen....

Sorry Ilo,
aber du musst mir keinen Vortrag über den Englischen Garten
und die Touristenschlösser halten.
Ausserdem haben mich die überladenen Kästen
vom Lucki nie sonderlich interessiert.

Und was soll das mit dem Allgäu?


Ausserdem wollte ich nicht "überredet" und "überzeugt" werden,
sondern ich suche Leute denen es mit München genauso geht,
wie mir (siehe oben)




Zivilisation ist eine grenzenlose Multiplikation unnötiger Notwendigkeiten.
Mark Twain
(1835 - 1910), eigentlich Samuel Langhorne Clemens, US-amerikanischer Erzähler und Satiriker
cocrea[QUOTE][i]Original geschrieben von Cagliostro [/i]
[B]Zivilisation ist eine grenzenlose Multiplikation unnötiger Notwendigkeiten.
Mark Twain
(1835 - 1910), eigentlich Samuel Langhorne Clemens, US-amerikanischer Erzähler und Satiriker [/B][/QUOTE] dazu fällt mir ein, dass ich mal eine definition zur z. gelesen hab, die auf ZUVIELisation hinauslief.

mir gings ähnlich mit ilos touriprospektus - und sie hat ´ihre´ stadt prima vertreten, nur eben nicht negativ angehaucht, damit es dir, c., besser damit geht. mehr sog i need. (otti fischer, niederbayr. kabarettist)

griaß´d aich, cocrea
cocreabayr. sprachexkurs, leckzion 1:

Wörter mit ´ü´ geschrieben spricht der Bayer nicht so, sondern mit ´i´:
er sagt bspw.: schissl (schüssel), biffe (Büffel), diftla (Düftler), gribbe (Krüppel), strimpf (Strümpfe) , hittn (Hütte) ..

er sagt bspw. auch ´ia´ für ´ü´: siaß (süß), miad (müde), gmiatle (gemütlich), kiah (Kühe), riassl (Rüssel), fiaß (Füße), hosndial (Hosentüre), schiazl (Schürze) ...

er sagt bspw. auch ´u´ oder ´ui´ für ´ü´: muggn (Mücke), bruckn (Brücke), hupfa (hüpfen), dadrucka (erdrücken), ruam (Rübe), bruatn (brüten), gfuih (Gefühl), muih (Mühle), abhuihn (abkühlen), auffuin (auffüllen)

in einzelfällen sagt er bspw. auch ´ea´ für ´ü´: bleamln (Blumen)

oder er ersetzt ü-wörter mit ganz eigenen kreationen. so wird aus:
küssen - bussln
pflücken - brocka
drüben - drent
Pfütze - lacka
Rücken - buckl
Lümmel - lackl
Gülle - odl
Küken - biwal
Hühnchen - hendl

der bayer spitzt höxtens den mund zum trinken und zum bussln, sagt (fast) niemals Tschüs, statt dessen ´servas´ oder eben

pfiat di (aich), cocrea (habe di ehre)
Zarionalso ich zieh bald nach München... na ja, so schlimm ist München auch nicht... besser als aufm kleinen Kaff zu wohnen ^^
Travis28@cagliostro: Zustimmen kann ich nur, daß München überwiegend aus Unsympathen besteht. Umgekehrt ist die kleine Schar von Leuten, die angenehm sind, dafür sehr ausgewählt und klasse. Der Beweis? Man schaue sich den Münchner Autoverkehr an, der so aggressiv ist und die Hupe so oft (grundlos) betätigt wie in keiner anderen Stadt. Und wer die Münchner Anwaltsszene kennt, der wird das zuvor gesagte auch bestätigen *würg*. Auch beim Joggen grüßen Dich nur c.a. 1 von 100 Leuten, der 1 aber besonders freundlich. Ich glaube, daß die früher (vor 20 - 10 Jahren) sympatische und herzliche Stadt erst durch den Zuzug so hart und aggressiv geworden ist. Ich als Münchner weiß, daß das früher anders war! Insoweit stimme ich dem Negativurteil voll zu.

Zu Berlin: Die Stadt ist doch auch nicht besser. Dort sind die Leute derart angepaßt und spiesig und insbesondere sexuell verklemmt, daß es keinen Spaß mehr macht. Auch optisch habe ich den Eindruck, daß die Leute in München oder Köln viel hübscher sind als in Berlin. Mir kommt Berlin irgendwie unerotisch vor, da ist München besser. Gut, wenn man darauf steht, den ganzen Tag von Stütze zu leben an linken Demos teilzunehmen und Fassaden mit Farbbeuteln oder Steinen zu bewerfen, dann ist man in Berlin schon richtig. Aber ist das erstrebenswert, daß die Einstellung zu Arbeit und Eigentum in Berlin so völlig daneben liegt? Da ist München - trotz aller Kritik - noch besser. Auch wenn es leider nur noch wenige der alten und sehr herzlichen Münchner gibt. Ich schlage daher als Alternativstandort Köln vor. Na?
KemikaruMünchen haben nicht die Bayern groß gemacht sondern die Zugezogenen. Wäre hier nicht ne Menge tolerantes, verücktes Volk eingezogen, würde hier höchstens der Papst vorbeikommen, aber als tolerante Weltstadt wär es sicher untauglich :D

Zu Berlin:
Da war ich gestern. Mal wieder. Und ich mag es und ich mag es nicht. Es ist Riesig im vergleich zu München aber auch unheimlich dreckig... die uralten U-Bahnhöfe, die verdreckten Straßen, der noch immer DDR-anmutende Alexanderplatz... und trotzdem ist es unsere Hauptstadt mit den tollsten und modernsten Gebäuden, vielfältigen Leuten und genialen Bauwerken.

Ich bin ein Berliner, ich bin ein Münchner und ich bin alles, denn jede Stadt hat gute und schlechte Seiten und ich besuche lieber Deutsche Städte als wie andere in der Weltgeschichte rumzureisen. Denn hier ist unsere Geschichte geschrieben worden, gerade in Berlin.
MenedemosLieber Cagliostro, dies ist ein Diskussions- und kein Lästerforum. Odessa braucht sich von dir nicht den Mund verbieten lassen, nur weil sie eine andere (zudem positive) Meinung hat. Im übrigen frage ich mich gerade, was dieser Thread in "Bekanntschaften" zu suchen hat.

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