| Rosenstaub | Der letzte Ort Schwarze Seelen irren umher Suchen das Ende doch finden das Nichts Gequälte Schreie, endlose Pein Wird so das Ende von allem sein? Ich wandle auf Wegen Die keiner vorher gesehen Durchschreite die Zeit Vernehme meine Seele wie sie schreit Ich lege Maske um Maske ab Erstickend an mir selbst Getrennt von meiner Seele Fühle wie sie mir stehle Hilflos stolpere ich weiter Falle hinab ins Dunkel Nichts kann mich mehr halten Meine Angst kann sich entfalten Ein kleines Licht in weiter Ferne Größer und größer von Moment zu Moment Versuche es zu greifen Und kann es doch nur streifen Es ist zu spät... Die Dunkelheit umgibt mich Lässt mich nicht mehr fort Angekommen an meinem letzten Ort |
| Rosenstaub | Sehnsucht Sehnsucht verdammt mich Zerreißt mich von Innen. Ich winde und wehre mich Doch ich kann nicht entrinnen. Sie fällt über mich her, Genießt meine Qualen Foltert meine Körper, Lässt mir keine Wahl Kannst du mir helfen? Kannst du mich befreien? Bist du meine Erlösung? Lässt du mich gedeihen? Die Dunkelheit bricht bald herein Niemand sieht mich, niemand hört mich schreien Am Ende des Tunnels kein Funke, kein Licht Ich spüre es schon, mein herz zerbricht. Die Stunde ist da, Der Zeitpunkt ist nah. Wirst du mich retten Und zerreißen meine Ketten? Moment wird zu Minute, Minute zu Stunde, Ich warte indessen, kann meine Angst kaum bemessen. Das Feuer brennt, Die Ketten glühen Dein Umriss erscheint, lässt meine Hoffnung blühen. Du kommst immer näher, Ganz langsam Schritt für Schritt Du sprengst meine Ketten Nimmst mich für immer mit dir mit. Wir laufen durch die Kälte, Du lässt mich nicht mehr los. Die Welt wird immer wärmer Ich sinke auf deinen Schoß. Die Vergangenheit vernebelt, Erscheint mir wie im Traum Der Schrecken ist zu Ende Die Angst zerfließt wie Schaum |
| Rosenstaub | Frühling Triste Wolken ziehen vorbei Man merkt am Tage nicht den Mai Zaghaft ragen Grasspitzen hervor Durchbrechen des Winters hartes Tor Die Tiere noch träge, beschnuppern das Laub Das Eichhörnchen begeht seinen ersten Raub Es raschelt und knistert, doch ist nichts zu sehen Es sind kleine Käfer die es zieht zu den Seen Die Blumen erblühen, entfalten ihre Pracht Die Sonne scheint, demonstriert ihre Macht Das Leben erwacht zu neuem Sein Kein Zweifel, nur der Frühling kann sein so rein |