| Andrej Delàny | Herbst Undurchdringlicher, weißer Nebel liegt schwer über der Landschaft. Senkt sich auf sie nieder wie ein weißes Betttuch Auf ein jungfräuliches Bett. Es scheint als schlucke der weiße Dunst jeden Laut, Kein Geräusch dringt daraus hervor. Nichts ist zu hören, als warte die Welt auf etwas. Aus der Ferne kann man die fast kahlen, noch mit einigen gelben Blättern behangenen Wipfel der Bäume erahnen. Darüber eine leuchtende, noch orangefarbene, frisch geborene Sonne. Das Tuch aus Dunst zerfasert an den Rändern, Ferne Berge erscheinen am Horizont. Wind kommt auf, treibt den Nebel vor sich her. In den Bäumen der Landschaft verfängt sich ein wenig Dunst, klebt wie Zuckerwatte dort, gibt schließlich den Wiederstand auf ergibt sich dem Angriff von Wind und Sonne, schwindet ganz. Nun ist ein See vor den Bergen zu sehen, er schimmert wie ein Opal. Darauf ein Schwarm Wildgänse, der sich in den Himmel erhebt Und mit Getöse in den warmen Süden zieht. Aus einer anderen Richtung ziehen graue Wolken auf, die Vorboten eines aufziehenden Sturms. Blitze zucken vom Himmel, begleitet von einem heftigen Regen. Bäume biegen sich unter dem Ansturm des Windes. Als der Sturm sich verzieht Und die Sonne wieder scheint, erstrahlt die Welt in neuen, frischen Farben. Sieht aus wie neugeboren. 31.10.2001 Olaf Pfeifenberger |
| Andrej Delàny | Traum? Realität? Liege hier du neben mir höre dein atmen spüre dich Erwache.... Himmel über mir rot.... Eintauchen... In eine Welt nur aus Gefühl. Spüre deinen Herzschlag Traum? Traum und Wirklichkeit vermischt... kaum auseinanderzuhalten Lebe ich einen Traum? Träume ich ein Leben? Egal... wie auch immer.... es ist schön... mit dir! Olaf Pfeifenberger 14.02.2001 |
| Andrej Delàny | Innere Unruhe Graue Schatten, wie aus Stein, durchwandern meinen Geist, fressen sich durch meine Seele. Verwesende Gestalten schreien in mir, schreien um Hilfe. Versuche sie zurückzudrängen, es gelingt nur kurz. Sie quälen mich, bekomme sie nicht zu fassen, sie entwischen mir immer wieder. Gedanken steigen auf, aus dem Meer meines unsteten Verstands, wollen gedacht werden. Es gelingt mir nicht ihnen zu folgen, sie rinnen durch meinen Geist, wie Wasser durch die Finger. Versuche mich zu entspannen, lege mich hin. Doch auch im Schlaf verfolgen sie mich. Es gibt keinen Unterschied, ob Traum oder wachsein. Was ist Traum? Was ist Realität? |
| Andrej Delàny | Danach Kerzen brennen, dort ein Bett, davor Kleidung, in eile ausgezogen, bildet einen zerknüllten Haufen. Auf dem Bett, -Zwei Körper- In inniger Umarmung, als wären sie eins. Geruch nach Schweiß liegt in der luft. Alles in Gold gehüllt Vom Schein der Kerzen. -Zerwühltes Laken. Darauf liegen sie, ein Mann, eine Frau. Sagen kein Wort, sind sprachlos angesichts des Geschehnen, sehen zufrieden aus. Und doch, Ihr rinnt eine Träne aus dem Augenwinkel. Eine Träne des Glücks, sie bahnt sich ihren Weg durch die winzigen Härchen, und versickert langsam im Kissen, wie schon so viele vor ihr. Olaf Pfeifenberger 20/04/2002 |