| LadySheila | [B]Verschlossen[/B] Dunkle Gassen, Menschenleere Nebel, den das Mondlicht bricht Stimmen hör ich aus der Ferne doch meine Schreie, hört man nicht. Eines Nachts, als ich da Wandert, kommt ein Vogel, singt vom Licht, singt vom Frieden, gar die schönsten Lieder doch meine Trauer, sieht er nicht. Als ich da sitz, von Trauer fast besessen zeigt ein Junge sein Gesicht isst genüsslich, ohne Furcht zu haben doch meine Schmerzen, schmeckt er nicht. So flücht ich in die dunklen Nächte bis ein Hündchen kommt, setzt sich neben mich sieht mich an, mit großen Hundeaugen doch meinen Zorn, als er da schnuppert, roch er nicht. Als ich die Zeit, das Licht vergessen, kommt ein Jüngling der den Schmerz mir bricht schenkt mir Liebe, Nähe, Wärme doch meine Sehnsucht, spürt er nicht. |
| LadySheila | [B]Engel[/B] Ein kleiner Engel saß des Nachtens auf der Mauer sah durchs Fenster, warf ein Aug auf mich Man sah ihn kaum, doch lag er immer auf der Lauer bis sein Anglitz eines Tags verblich. Ich ging nach draußen, um zu finden Was mir einst so lieb gewesen war um uns beide wieder zu verbinden da bot sich ein wundersames Bild mir da Ich sah den Engel auf einem dunklen Stein die Flügel schwarz und blutig Tränen weinte er Er sah mich an gebot mir, so wie er zu sein beschützen könnte er mich sonst nicht mehr. So verließ ich ihn, ging meinen Weg allein doch fühlte ich mich einsam, leer. und kam zurück – wie sollt es anders ein mit dunklem Herzen, keine Freude mehr. Er zeigte mir den Himmel vermählte mich mit Höllenhunden stieß mich mit einem Lächeln in die Schlucht er fing mich auf, versorgte meine Wunden und gab mir das, was nur zu lange ich gesucht. Und eines Tages saßen wir gemeinsam auf der Mauer ich weinte blutig Tränen, so wie es mir der Engel hieß wir liebten uns, wir teilten unsre Trauer bis er mit leichtem Lächeln mich auf ewig dann verließ. Nun sitz ich hier und denke an vergangne Zeiten, wart auf Rückkehr, halt die Zeiten an dass wir zusammen durch die Nächte gleiten doch verschwenden sollt’ ich keinen funken Hoffnung dran. |
| LadySheila | [B]Leidenschaft[/B] Schließ die Augen, Liebster, spür das Feuer lodern hör die Stimmen Schreie der Lust tief in dir drin. Seh genau hin, Liebster, seh den Abgrund vor dir lass uns fallen tief ins Dunkel nur wir zwei. Komm näher, Liebster, lass mich dich schmecken das Blut der Liebe das Salz deiner Haut den Tod unsrer Zweifel. Schmieg dich an mich, Liebster, lass uns verschmelzen die gleichen Gedanken Fleisch zu Fleisch um eins zu werden. Sei still, Liebster, hörst du das Ticken der Zeit? Halt sie an Lass uns unsterblich sein eine Ewigkeit mit dir. Siehst du die schwarzen Rosen, Liebster? Sie weinen blutig Tränen, nur für uns. Lass sie uns pflegen sie um uns wachsen um nie mehr getrennt zu sein. |
| LadySheila | [B]Rose[/B] Welch Saat des Lebens engelsgleicher Herkunft den Garten ziert, dem Himmel zierlich lächelnd die salzgetränkten Tränen seiner Lieb` entlockt Die Farbe unsres Seins und unsres unfreiwill’gen Todes trägt ihr Kleid aus zartgewebtem Pannesamt, Und nie vermochte ich zu glauben, dass dieses wundersame Wesen weinen kann. |
| LadySheila | [B]Entführt[/B] Entführt in eine Welt voll Melancholie. Mit Meeren aus Rosen, deren Blut süßer schmeckt, als jeder Sirup und den Himmel in leichtem rot erscheinen lässt. Mit dem Mond, dessen Licht die ewig Dunkelheit erhellt und uns vor Freude weinen lässt. Entführt in eine Welt voll Bitterkeit. Wo selbst die Rosen weinen können und jeder Schritt den Schmerz erhöht, der auf dem Herzen liegt. Und die tränen schaffen Ozeane, deren salzig Wasser uns das Leid vermehrt, denn Liebe ist nicht mehr. Entführt in eine Welt, wo selbst die Wände Ohren haben und jeder kleine Hilfeschrei hinaus ins Weltall hallt. Wo selbst die Rosen singen können und ihr Gesang das Dunkle Herz des Drachen wärmt, der uns den Schutz gewährt. Entführt, in eine Welt voll Neid und Hass. Wo Schwerter Hoffnung töten und selbst die Rosen Gier verspüren, wenn sie das Letzte Bisschen Lebensmut, das uns verbleibt in ihre zarten Hälse saugen. Denn Hass regiert und Liebe ist nicht mehr. Auch werd ich dich entführn, in meine Welt. Wo Rosen weinen, singen, hassen können und sich fast unsergleich am Licht erfreuen, das uns der Mond beschert. Denn hier können nur Träume herrschen, Realität, die ist nicht mehr. Auch Macht wird einst vergänglich enden, das Wort wird lügen lernen. Und auch der mächtigst Mann wird bei dem süßen Blute Schwäche zeigen, doch hält er nie den Schmerzen seiner Schritte stand. Macht hat, wer nie den Rosen Schwäche zeigt, denn der Gesang täuscht das Gemüt. Und wer versäumt hat, stand zu halten, kommt nie zur heilen Welt zurück... |
| LadySheila | [B]Sag[/B] Sag mir, welche Worte ihre Stimm` erheben und mir ganz ohne Gnade keine Tat vergeben Sag mir, welche Taten meine Seele liebt so dass es eines Tages keinen Rückweg gibt Sag mir, welche Menschen meine Macht erleiden und sich mit dunklen, grauen Schleiern kleiden Die Nacht, in der ich lebe, ist längst schon entweiht ich spreche – in voller Ehrfurcht – zu meiner Einsamkeit |