| Ave Dement | Nicht alle Gedichte sind von mir, aber ein Teil dessen was ich bin. |
| Ave Dement | Tod und Schönheit sind zwei hohe Dinge, die gleich viel Schatten und Licht enthalten, so das man sie für zwei Schwestern halten könnte, gleich schrecklich und furchtbar, erfüllt von demselben Rätsel und demselben Geheimnis. |
| Ave Dement | Ob du vom Himmel, ob du aus der Hölle kommst, gleichviel, o Schönheit! du Ungeheuer, gewaltig, erschreckend, doch ohne Arglist; wenn dein Auge, dein Lächeln, dein Fuß mir das Tor eröffnen einer Unendlichkeit, die ich liebe, ohne das sie jeh gekannt zu haben. Von Satan oder von Gott, gleichviel! Engel oder Sirene, gleichviel, wenn du nur - Fee mit dem Samtaugen, Rhythmus, Duft, Schimmer, o meine einzige Königin! - die Häßlichkeit der Welt verringerst und die Last der Augenblicke leichter machst. |
| Ave Dement | Ein schwarze Taube ist die Nacht ...Du denkst so sanft an mich. Ich weiß, dein Herz ist Still, Mein Name steht auf seinem Saum. Die Leiden, die dir gehören, Kommen zu mir. Die Seligkeiten, die dich suchen, Sammele ich unberührt. So trage ich die Blüten deines Lebens Weit fort. Und möchte doch mit dir stille stehen; Zwei Zeiger auf dem Zifferblatt. O, alle Küsse sollen schweigen Auf beschienenen Lippen liebentlang. Niemehr soll es früh werden, Da man deine Jugend brach. In deiner Schläfe Starb ein Paradies. Mögen sich die Traurigen Die Sonne in den Tag malen. Und die Trauernden Schlimmer auf ihre Wangen legen. Im schwarzen Wolkenkelche Steht die Mondknospe. ...Du denkst so sanft an mich. |
| Ave Dement | [B]Landschaft der Seele[/B] Kein Himmel. Nur Gewölk ringsrum Schwarzblau und wetterschwer. Gefahr und Angst. Sag: Angst --- wovor? Gefahr: Und sprich --- woher? Rissig der Weg. Das ganze Feld [I]Ein[/I] golden-goldener Brand. Mein Herz, die Hungerkrähe, fährt Kreischend über's Land. |