| dergolem | [U]Lichterkette[/U] Eine Lichterkette blinkend und friedlich, Wie ein Schimmer in der Nacht. Illusion der Wärme und doch Kälte: hoffnungslos und grau. Blinkende Lichter voller Schönheit und Gefahr. Ich sehe sie doch versteh’ ich nicht. Sie blitzen wie Sterne klar und rein Doch sind sie nur Verlockung, nur Illusion, Die lockenden Zähne der gehörnten Bestie. Bereit die Hoffnung zu verschlingen. Das blaue Meer so glitzernd und tödlich. Ein toter Mann mit morschem Körper. Er taumelt, doch fällt er nicht. Beseelt vom hoffnungslosen Wunsch, Sieht er das Licht und wendet sich ab. Zarte Lippen, tödliche Verlockung, Eiskalt und berechnend, Das Spiel mit dem Feuer, der lockende Brand. Es ist das Ende und doch der Anfang, Mißtraue dem Schein. Wolken aus tückischer Verwirrung Umschweben meinen Geist. Ohnmacht zu handeln, Ohnmacht zu schreien. Der Zorn, die Wut, das Brüllen, die Liebe. Hlifskonstruktionen ohne Gott. Was ist Leben? Was ist Sein? Schmerz als Realität des Wesens. Ich bete vor einem absurden Schrein, Schon lange müde des Lebens. |
| dergolem | aus schmerz erwächst trauer im geballten spiel der coexistenz in der illusion erwächst wahrheit treibt keimende wunschwurzeln in das gesamtbild junge triebe streben gen himmel doch erreichen sie ihn nicht fallen zurück in die dunkelheit wenn sich der nebelschleier der lichtnacht erneut über sie legt dunkle facetten von leeren Träumen schweben geisterhaft glitzernd vorbei wenn sich die sonnenbarke majestätisch auf ihrem weg zu gott erhebt werden Träume zu hoffnungen und der ewige kreis schließ sich um die traurigen überreste jeglichen seins verwirrt im spiel der dunkelsonne |
| dergolem | Tanzt ihr Elfen, Tanzt euren letzten Tanz Schweigt und sterbt in Demut, Ihr wedet vergehen Er wird erstehen Wenn die letzten Töne verhallen Und die letzte Vibration verebbt ist Herrscht Stille Dann tanzen die Elfen, Wunderschön und traugig Ihren letzten Tanz Der Morgen bringt das erwachen Aus Erinnerung wird Altlast Aus Altlast Vergessen Denn Schönheit stirbt im Glaubensfieber |
| dergolem | In Schwaden grauen Nebels versteck ich meinen Geist Und ich weiß, daß du nach diesem Strohalm greifst Es war nie leicht für uns, für die Einigkeit Für das Streben nach Erlösung sind die Menschen nicht bereit Es gab kein Halten, wir gingen und es gab kein Zurück Verfingen uns rettungslos im Streben nach Glück Doch du bist nicht hier und das Singen verblasst Verloren im Schweben zwischen Liebe und Hass Vielleicht war ich noch nicht bereit für dich Für dein strahlendes Lachen, für das Leben an sich Hilflos verfalle ich dem sterbenden Traum Die Erinnerung schmerzte doch ich spüre sie kaum Gefühle werden zu Staub, den der Wind verweht Und ich erwache schreiend im stummen Gebet Wenn Einsamkeit zum Erwachen führt Dann hat der Balsam der Zeit meine Seele berührt Taumelnd und schwindend ruf ich das Licht Während finsternis meine Seele zerbricht Die stille, die ich einst hoffte zu finden Kann mein Wille nicht mehr überwinden Kann mein Wille nicht mehr überwinden Kann kein Wille mehr überwinden Mein Inneres brennt tot und leer Denn das rettende Hindernis gibt es nicht mehr Fühlst du meine Seele in deinen Gedanken? Wenn das was ich sehe beginnt zu schwanken Die Essenz meiner Selbst gab ich dir Doch ich erkenne nun ... ich war nie hier ... Wenn Shiva mich ruft, muss ich es beenden Und aufhörn im Nicht-Sein Energie zu verschwenden Neben mir zerfließt der Raum der Illusion Wenn er vergeht, der Traum ... dann vergeht die Konfusion .. |
| dergolem | Still stehen ... Ich stehe am Rand der Klippe Und sehnsüchtig blicke ich den Abgrund Im purpurnen Schleier des Abends senkt sich Ruhe auf die Stadt Die Ausbrüche wimmelnden Lebens verblassen .. und ruhen Die treibende Musik in meinem Blut spielt die letzten Akkorde einer tragischen Symphonie Ich schließe die Augen und beginne zu schweben Der Abgrund, der Vernichtung, dem Vergessen entgegen Gedanken brennen sich tief in mein Bewusstsein Wünsche verschwinden und der Geist ist Frei Schwebend, stürzend, taumelnd reisst mich der Weg hinfort Und die dunkle Wärme kühlt meine Angst Tiefer und tiefer geht mein Sturz in die Endgültigkeit Verbotene Träume geleiten mich bei meinem Weg durch die letzte Pforte ... Ich öffne die Augen und trete einen Schritt vom Abgrund zurück ... |
| dergolem | Langsam ... Behutsam ... Zärtlich senkt sich der Schleier der umfangenden Nacht Und als die alte Sonne stirbt hat der Tag sein Werk vollbracht Schleichend ... Witternd ... Jagend zieht er durch den Mantel der Dunkelheit Die Sinne voll geschärft, denn dies ist seine Zeit Er ist der Gott der Nacht, der Priester des Leids Nichts und niemand bleibt ihm jetzt verborgen Starr ist sein Blick und seine Berührung wie Eis Bleibt er mächtig, unsterblich bis zum Morgen Er ist der Dieb des Lebens, der Diener des Blutes Stark durch den Hauch des Leides den er bringt Ein Räuber des wertvollsten menschliches Gutes Wenn er nachts sein Klagelied singt Unsterblich ... Einsam ... Verlassen zieht er durch den Raum jenseits der Zeiger Bis die Macht der Sonne durch die dunklen Schwaden schwillt Ist sein Durst gestillt ... |