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  Forum: Verlassene Gärten
    Thema: Eine kleine Gedichtesammlung von mir Teil 1....
DreamdiverMETAMORPHOSEN
ODER
DIE WUNDER DER NATUR
07.01.1997

Entpuppt sich eine Larve
wird aus ihr ein wunderschöner Schmetterling.
Häutet sich eine Schlange
beendet sie einen Lebensabschnitt
und ein neuer beginnt.
Blüht ein Baum im Frühling
schenkt er uns neues Leben.
Warum verwandeln wir uns in Monster
und vernichten diese Wunder?

























EIN WINTERMITTERNACHTSTRAUM
10.12.1996

Verfangen in den Wirren meiner Träume
stehe ich vor einem Tor
entstanden aus purer Phantasie
stosse dieses auf
und trete ein in eine Welt
aus Luftschlössern
aufgefüllt mit imaginären Leben.
Schritt für Schritt gehe ich voran
ab und an halte ich inne
um zu naschen verbotene Früchte
die süss mich verführen
und mir vernebeln meine Sinne.
Stolpere dann in farbige Szenen
die bunt gemischt
mir vor Augen gaukeln
wie die Wirklichkeit doch wirklich ist
grau und diesig ist sie vernebelt
bevölkert von Wesen
die schlierenartig zu Gesichtslosen mutieren
die wandeln in dunklen Katakomben
geboren aus der Menschen Ängste.
Am Ende angekommen
zerfliessen sie in Selbstmitleid
bleiben aber trotzdem gefangen
in den Wirren meiner Träume
wo nur die Wahrheit
kann sie retten.
Doch weil es gibt nur noch Lügen
werden Luftschlösser zerstört
um auszubauen die Katakomben
in denen die Gesichtslosen müssen dahin vegetieren
bis die Gedanken meiner Träume sie entlassen
in die Wirklichkeit
um zu wahren ihr Gesicht




















EVOLOTION REINKARNATION
09.02.1996

Entstanden aus einer Laune
Glauben zu wissen, glauben zu verstehen
Nichts verstanden, trotzdem akzeptiert
Geburt,welche Station
Endstation?
Tod, welche Bedeutung
Endgültigkeit?
Fragen, nie gestellt
doch beantwortet
Deja vu
Leben erkannt, doch nie dort gewesen
Vielleicht doch?
Nachgedacht, fast verstanden
Doch dann verschwunden, vergangen,
auf’s Warten eingestellt
Geburt!
Doch angekommen, ausgestiegen, verfahren?
Verständnislosigkeit, warum?
Angst, zu verstehen
Nie geglaubt, doch jetzt erkannt
Wechsel
Heute hier, morgen da
Rhytmus
Nie entflohen, immer dagewesen, Endstation
Tod!
Nie gewesen, nie erkannt
Immer dagewesen, nie entflohen, Hoffnungslos
Kreislauf, wie das Blut gepumpt,
von einer Vene in die Andere,
Pulsierend,
Lebend,
akzeptiert.


FRÜHLINGSERWACHEN
09.03.1997

Herbst und Winter sind vergangen
und viele andere Dinge gleich mitgegangen.
Gefangen in einer Oase der Ruhe
sehe ich den Frühling erblühen
mittendrin einige gebrochene Strahlen
Sonnenlicht
die erhellen Morgen für Morgen
mein Gesicht.
Doch die Sonne wandert weiter schnell
hinterlässt Wärme in meinem Körper
heiter und hell.
Regen dann am Himmel steht
und ich denk: Nichts mehr geht.
Dann neue Energie gebündelt
in meinem Herzen hat’s gezündelt.
Ich suche nach dem Sonnenschein
den dieser ist auch oft allein.
Begebe mich in die Welt hinaus
lasse dort meine Gefühle raus.
Eiskristalle werden zu Morgentau
Dunkelheit zu Morgengrau.
Sonnenlicht sich in mir erbricht
doch ohne Schmerzen geht es nicht.
Ich möcht der Sonne alles geben
mit ihr Tag und Nacht erleben
und alle Jahreszeiten durchleben.










































HERBSTTRAUMA
21.11.1996

Bilder im Zeitenstrom
Fata Morgana vergangener Tage
flimmern und tanzen um mich herum
lassen mich manche Geschichten des Lebens
erst richtig verstehen
leider zu spät und längst verloren.

Durch dunkle Wälder
und andere Welten
laufe ich
der Zukunft davon
trete auf der Stelle
und
die Vergangenheit holt mich ein.

Tränen tropfen auf Moos
wo vor Jahren
noch die Liebe wuchs
als einzig Zeichen noch
das Rauschen der Bäume
daran erinnert.

Selbst das Leben
wie ich es lebte
ist längst gestorben
damals schon
als es noch blühte
war ein Teil schon welk
modrig und tot
zerfallen
in der Gedanken Stille.


Doch selbst hier
in der Ruine der Ruhe
ist es noch zu laut
weil die Stille ruft
nach der verlorenen Zeit
die niemals mehr gefunden wird.

Doch weiter noch
schnell
tiefer herein ins dichte Grün
dort gibt es Stellen
wo niemand wird hören können
mein Schreien.

Seltsam berührt mich dort
die Wärme der Kälte
an diesem Ort
versteckt in meinem Körper
sitz ich
und wart auf die Engel
die mich hier finden werden.

Doch tun sie es nicht
so geht’s doch weiter
den selbst jedes Ende
hat einen Anfang
irgendwo
im Dickicht der Sehnsucht
gibt es ein Loch
wo die Helligkeit scheint noch.

Wie auch im Meer der Zeit
gibt es dort für jeden eine Insel
wenn auch recht klein
bietet sie viel Raum
um selbst einmal
der Grösste zu sein.











































HERZSCHMERZ
26.02.1997

Ich höre Deine Stimme in mir
wo keine mehr ist.
Ich spüre Deine Küsse auf meiner Haut
und doch bin ich allein.
Ich fühle Sehnsucht in mir
wo keine mehr sein darf.
Ich glaube an Dich
obwohl Du verloren bist.
Ich brauche Dich
obwohl Du Gift für mich bist.
(Kann Gift nicht auch Leben retten?)
Ich berühre Dich
doch Du spürst es nicht.
Ich denk nur an Dich
und Du merkst es nicht.
Ich erwache
und Du liegst nicht neben mir.
Wer bist Du
der Du so eine Macht über mich hast?
Ein Traum(?)
vielleicht die rettende Wirklichkeit
aber verloren für jeglichen Zukunftsgedanken?
Eine krankhafte Einbildung(?)
aus Fleisch und Blut
deren Wärme ich spür über jede Entfernung hinweg
in guten wie in schlechten Zeiten?
Ich weiss es nicht
spüre nur den Schmerz in mir
den niemand mir nehmen soll
weil sonst auch Du bist weg.
Ich weiss nur eins:
Ich liebe Dich.










































KATAPHILODISE
05.02.1996

Gleißendes Licht, schwingende Wärme
Auf der Suche nach Macht
Nervenzerreißende Maschinenhast
Psyche von Verfremdung verstört
umgeformte Natürlichkeit
Urlust, fleischliche Wärme
Herabsteigen,
Abtauchen,
Einsinken in Geräuschlosigkeit,
Vergessen, Umwandeln, kein Vertrauen,
doch freier Fall
Schrei nach Leben, Grundsatz der Existenz
Dunkelheit, nasse Kälte, stille Gefahr
das Oben ausgelöscht
Suche, mich zu finden
in trance, moving through shafts
red rooms giving birth to hells
katophile, lovely black bodies and minds
meeting their innerst beings
changing their wisdom, changing their parts
aus dem Inneren geboren
verschollen, Träume lebend
ins Aussen tragend.
(In Gemeinschaftsarbeit mit Katrin Seebode & Stefan Roigh
Gedanken über eine Fernsehreportage

MONOLOG
03.02.1997

Ich sehe in Dein Gesicht
und sehe nichts
weil meine Augen geschlossen sind.
(Hatte ich sie jemals richtig offen?)
Ich frage Dich Fragen
von denen ich die Antwort längst weiss
weshalb rede ich überhaupt?
(Irgendetwas muss ich doch sagen, oder?)
Ich höre Dir zu
obwohl meine Gedanken woanders sind
trotzdem habe ich dadurch viel verstanden.
(Aber nur das, was ich verstehen will)
Ich lebe mit Deinen
und den Gefühlen anderer
doch wo führen meine ihr Leben?
(Vielleicht in mir, wartend darauf, zu explodieren!?)
Ich spüre Liebe
die mich berührt
verschliesse mich
und spiele falsch
weil lieben darf mich keiner.
(Doch, aber nur Ich mich selbst)
Deshalb bin ich oft allein
weil beim Monolog jeder einsam ist.
(Siehst Du, jetzt hast Du’s kapiert)





PARADISORPHINIUM
04. 02. 1996
( Als Songtext vertont 02.1996 )
Erzwungene Religion,
milliardenfach verpflanzt,
millionenfach gelobt
in unser toten Welt,
in unserer verlogenden Welt.
Abhängigkeit durch Suggestion,
Frustration erzeugt Depression,
Lügen überall,
für alle was dabei,
in unser toten Welt

Es ist noch Platz,
Platz im Paradies,
Im verlorenem Paradies,
Im erfundenen Paradies
Im verlogenen Paradies,
Es ist noch Platz,
Platz bei mir,
in meinem Herzen,
für ein wenig Geld,
für ein wenig Macht,
kauft Euch ein,
in mein Paradies.
Gelobt seit ihr,
für euren Glauben,
für eure Gaben.
Religion - Opium für das Volk












































PFADFINDER
23.01.1997

Ich erwache
spüre den Windhauch auf meiner Haut
schmecke die klare reine Luft
die mir entgegenweht.
Suche den Weg
den ich sonst nie fand
hier am Waldesrand.
Gehe hinein in die kühle Dunkelheit
betrete den Pfad
den nur der Suchende findet.
Folge seinem natürlichem Drang
tief hinein in des Waldes Stille.
Dort leise mir die Bäume flüstern
wo ich finden kann
mein endgültiges Ziel.
Nach geraumer Zeit erreiche ich dann
den Platz
wo die Finsternis sich lichtet
als Tanzplatz der Elfen er mir bekannt.
Warte dort auf den Tanz
der mich begleitet
in mein neues Leben
dort
wo der Mensch eins mit der Natur
die Natur eins mit dem Mensch
und der Schlaf ist nur ein Traum
Dreamdiver:eek:
TEUFELSKREIS
11.06.1997

Du lässt keine Fragen zu
gibst trotzdem Antworten
zeigst offen keine Gefühle
trotzdem sind sie in Dir.
Kannst nicht richtigLob und Anerkennung verteilen
bringst Deine Liebe materiell zum Ausdruck.

Manchmal hasse ich Dich dafür
obwohl ich Dich liebe.
Ich brauche Deine Zuneigung
Deine Wärme
Deine Nähe
Gib sie mir - Zeig sie mir
Lass mich nicht allein

Ich will hier raus
Raus aus diesem Teufelskreis

Was Du mir nicht gabst
versuchte ich mir zu holen
mal im Guten - mal im Bösen
verlor dadurch den Bezug zum Leben
lernte nie mit meinen Gefühlen umzugehen
und wurde zu etwas
was ich nie werden wollte.

Ich hasste mich dafür
obwohl ich mich auch liebte.
Ich brauchte meine Zuneigung
meine Wärme
meine Nähe
Nahm sie mir - holte sie mir
Lasst mich allein

Ich will hier bleiben
lasst mich in Ruh’.
Raus aus meinem Teufelskreis.

Nun bin ich allein
hab meine Liebe verspielt
und seh alles ein
geb aber trotzdem nicht auf
kämpfe für das
was ich fühle
und das nicht nur im Traum
lebe all meine Sorgen
drücke in Gefühlen mich richtig aus
versuche zu dem zu werden
was wirklich ich bin.

Jetzt verlier ich den Hass
und verstehe die Liebe.
Suche nun nach Zuneigung
Wärme
und Nähe
Komm zu mir - Zeig Dich mir
Lass mich nicht für immer allein

Ich bin heraus
raus aus diesem Teufelskreis.



































TURM AUS STAHL
23.03.96
(Als Instrumental vertont im Frühjahr 1996)

Totalitäre Humanität
Erziehung auferzwungen,
Umerziehung befohlen.
Das Handeln abgenommen,
Selbsterkenntnis verboten.
Den Doktrinen unterwürfig,
zum Denken nicht beauftragt.
Entwicklung eingeengt, Ideen eingefroren,
aufgetaut nur zum Nutzen der Gemeinschaft.
Eingezwercht im Turm aus Stahl,
geschmiedet von Meisterhand.
Eingespeert in Kammern aus Blei,
gegossen aus Zukunftsplänen.
Etage für Etage überwacht,
freie Entfaltung nicht möglich.
Freiheit ersetzt durch Forschung,
Erfindungen befriedigen den Geist,
Überleben gesichert,
Flucht ausgeschlossen.
Eine handvoll menschliche Hüllen,
System erkannt,
den Kammern entflohen, den Turm verlassen,
werden der Elite einverleibt,
weben jetzt ein Netz aus Drähten,
schmieden jetzt selbst am Turm aus Stahl,
giessen jetzt selbst Kammern aus Blei,
klettern herauf die Stufen der Hierachie,
willenlose Wesen in menschlichen Hüllen.
VERSUNKEN
23.01.1997

Versunken im Niemandsland
einem Teil aus Anderswelt
verschollen in den Wirren meiner Träume
treibe ich dahin
wo die tote Vergangenheit
noch lebendig ist.
Zeitenlos schwebe ich davon
gefangen von der Menschheit’s Niedertracht.
Enttäuscht nehme ich noch wahr
dass das Dasein in den Tiefen verschwindet
aus dem es kein Entrinnen mehr gibt.
Lügen mehr der Wahrheit entsprechen
und die Wahrheit
zu Lügen mutieren.
So treibe ich davon
verwirrt und zeitenlos
nach der Wahrheit suchend
auch wen es nur Lügen sind.
Ein besseres Leben werd ich finden
wenn die Zeit gekommen ist
die Tiefen mich verschlungen haben
und ich ein Teil von Anderswelt bin.


WENN ICH FLÜGEL HÄTT...
27.11.1996

Wenn ich Flügel hätt
dann könnt ich fliegen
und keiner würd mich jemals kriegen.
Hoch oben in den Lüften
wär ich umnebelt von fremden Düften
die ich hätte niemals unten
weil sie dort noch nicht gefunden.
Und
wenn ich laufen könnte schnell
dann wär es bei mir immer hell
weil ich wär immer dort
wo die Dunkelheit ist fort.
Und überall auf der Welt
wo mich dann nichts mehr hält
da würde ich verschwinden
denn mich könnte niemand binden.
Aber
wenn ich könnte wie ich wollte
und mein Ich könnte wie es sollte
würde ich leben wie im Traum
denn da hätte ich mehr Raum
würde meine Gefühle jedem zeigen
und könnt nie mehr etwas vergeigen.
Doch
die Wirklichkeit sieht anders aus
dort ist die Luft raus
und die Flügel werden schnell gestutzt
was mir leider nicht viel nutzt.
Deshalb muss etwas geschehen
weil ich Dich immer noch vor mir stehen seh.
Liebend gern würde ich mit Dir fliegen
oder einfach nur in der Sonne liegen
vielleicht auch in den Mondschein laufen
und uns danach noch ein bisschen raufen.



































WINTERKÄLTE
08/09.12.1996

Wenn die Nacht früh gleitet
hinein in den Tag
die Dunkelheit die Helligkeit verschlingt
und das Übel das Leben verdrängt
endet der Zyklus
wie alle Jahre wieder.

Die Bäume und die Sträucher
entblättert und nackt
wie Millionen Skelette
der Mutter Natur
bizarr und mahnend
lassen sie Dich die eigene Vergänglichkeit erahnen.

Auch die Sonne am Himmel
sendet nur noch eisige Strahlen
auf ihren Schützling herab
ein verzweifelter Versuch
den Kreis noch zu durchbrechen.
Doch auch sie wird erlöschen
wie eine Kerze am Grab
in der Schwärze der Trauer
weil ihre Zeit vor Kurzem starb.

Doch dann plötzlich
braust er auf
der Wind aus dem Norden
aus ewiger Kälte kommend
fegt über den Friedhof
der Mutter Erde hinweg
wie ein tanzender Derwirsch
lässt sie Knacken und Klappern
die Gerippe der Natur
und ist kalt und unbarmherzig
wie ein Teufel
ein Dämon
mit eisigen Klauen
die Zerren und Reissen
an meiner Gestalt
die steht mittendrin.

Ich spüre das kalte Stechen
und die Schmerzen
auf meiner Haut
und in meinem Herzen.
Sehe in den Himmel
erblicke dort die Sterne
die glitzern so kalt und so klar
doch sie brennen in meinen Augen
wie ein Feuer im kalten Polar.

Aus Ihnen heraus
Schneeflocken fallen
auf die Erde so schnell
wie gefrorene Tränen aus meiner weinenden Seele.
Sie gleiten herab
leise und still
verändern das Bild
ganz schnell und stumm
begraben das Leben
unter Ihrer hellen Flut
und aus Schwarz wird dann grau.

Und die Natur verschwindet
unter einem weissen Mantel
einem Leichentuch
so weiss und so kühl
bis zum Tage der Auferstehung
wenn der Kreis sich schliesst
wo der Zyklus endet
und das Leben neu entsteht.
Dann werden auch schmelzen
meine Tränen aus Eis
durch die Wärme
Deines Herzens
und Du verdrängst auch die Kälte
aus meiner Seele
bis sie wiederkehren
der Herbst und der Winter.

Doch dann werde ich lachen
oder auch weinen
Tränen der Kraft
so trocken und warm
und sie werden dann schmelzen
die Kälte des Nordens
für alle Zeiten.

Aber noch stehe ich hier
im tosendem Sturm
wie ein alter verwitterter
und weiser Baum
der versucht
sich zu stemmen
gegen die Kälte
die dringt
durch sein Gerippe
die ihn macht noch stumm
weil er weiss
er wird siegen
wie all die Monde zuvor.
Obwohl er blutet
aus vielen Wunden
die tief in ihn schneiden
vergisst er die Qualen der Kälte
und trotzt dem Sturm aus dem Norden
der niemals wird schaffen ihn zu ermorden.



































ZWILLING IM SPIEGEL
22.11.1996

Du stehst vor Dir
und schaust Dich an
ein Selbstbildnis.
Versuchst eingepackt
in tausend Worte
mit Dir zu reden.
Nichtssagende Blicke
sind die einzige Reaktion.
Du brüllst Dich schweigend an
lärmende Stille ist Deine Antwort.

Du weisst
Talente tief in Dir schlummern
doch sie werden durch Glas
am Ausbruch gehindert.
Destruktiv baust Du Dich auf
wendest ab den Blick von Dir
angeekelt und voller Hass
aber siehst dennoch
Dich selbst
höhnisch
und als Fratze verzerrt
blickst Du Dich an
trotzdem verliebt in Dich selbst.
Narssismus als erster Schritt zum Abgrund.

Du drehst Dich um
von zuckersüsser Stimme becirct
und gleitest hinein
zu Deinem Zwilling im Spiegel
verschmilzt mit Dir
zu einer Gestalt in
schwarz, grau und mitternachtsblau.

Die andere Seite ist leer
wie Deine Hülle
und von Nebel verhangen.
Der Rückweg verschlossen
von Dornen
zu einer Krone geformt.
Ihr seht Euch gegenseitig an
Zwei in Einem
traurige Blicke mit Tränen aus Blut.

Dein Gott
Du selbst - Dein Zwilling
ist nun in Dir.
Deine innere Zerissenheit
genagelt an ein Kreuz
lässt Du zurück
und versuchst zu fliehen
zurück zu Dir
auf die andere Seite des Spiegels.
Verbrennst die Dornen
und tauchst hinein
in den Sog der Hoffnung.
Doch bleibst Du gefangen
für alle Zeit
in der Seele Deiner Sehnsucht
nur mit Dir allein.

Als letzten Ausweg
voller Wut
zerschlägst Du den Spiegel
und meinst
alles wird gut.
Der Spiegel zerspringt
in tausend Stücke
und Deine Zukunft ist tot
verloren im Nichts
was bist Du nur für ein Idiot
Dreamdiver:q

SCHATTENSEITE
14.06.1997

Der Schatten eines jeden Menschen
verliert sich im Nichts
wenn die Sonne sich verdunkelt
und der Himmel zerbricht.

Der Schatten eines jeden Menschen
verliert sich im Sturmeswind
weil die Erde sich verändert
durch des Schattens Ich.

Der Schatten eines jeden Menschen
wird ertrinken in des Meeres Wellen
weil kein Festland ist mehr vorhanden
wenn die Sonne erlischt.

Der Schatten eines jeden Menschen
wird zu Asche zerfallen
wenn die Erde zerbricht unter der Schatten Gewicht
und der Lava hervorbricht.

Der Schatten eines jeden Menschen
bewegt sich nie mehr fort
da der Spender des Gleichen
sich verloren hat im Nichts.








DER MENSCH
ENDE 1997

Ich bin mal gut - dann bin ich böse -
ich bin ein Januskopf des Glaubens.

Ich bin kein Engel
und auch kein Dämon
und auch nicht Gott
denn
ich bin ein Mensch.

Ich bring den Tod und bring das Leben -
ich bin die vier Zeiten der Natur -
Ich bin der Tag und ich bin die Nacht
und den Rest den bin ich grau.

Ich bin kein Engel
und auch kein Dämon
und auch nicht Gott -
ich bin einfach nur ein Mensch.

Ich bin das Fleisch und auch der Geist -
bin das Feuer und das Wasser
bin die Erde und bin die Luft.

Doch bin ich kein Engel
und auch kein Dämon
und auch nicht Gott
denn
ich bin leider nur ein Mensch.

Ich werde leben und auch sterben -
doch weiss ich nicht bin ich dann auch tot.
Ich hasse nur wenn ich auch liebe
drum ist die Welt auch relativ.

Ich bin kein Engel
und auch kein Dämon
und auch nicht Gott -
In diesem Sein bin ich ein Mensch
( Sein oder nicht sein - wo, das fragt sich keiner)

Ich bin das Wort und auch das Bild
doch verstehen und richtig sehen tut’s nicht jeder.
Ich bin nicht arm bin nicht reich
und Dank schuld ich schon keinem.

Deshalb bin ich kein Engel
und auch kein Dämon
und auch nicht Gott
sondern
eine Laune der Natur
und diese Laune nennt sich Mensch.

Ich bin der Trank bin auch die Nahrung -
bin der Apfel bin die Schlange.
Ich bin ein Glied in einer Kette
bin der Anfang bin das Ende.

Doch bin ich noch lange kein Engel
oder gar ein Dämon
oder ein Gott
nein
ich bin nur ein Mensch.







BLUMEM AM ABGRUND
07.08.1998

Am Boden liegt ein Rosenstrauss
gefallen aus des Narren Hand
tropft Blut aus den Knospen heraus
und läuft über den Rand
den Abgrund herab.

Am Ende des Abgrundes sitzt ein Mann
gut gelaunt und lacht
spielt mit einem Kind
wer hätte dies gedacht
singt dann dem Kind ein Lied
danach wird es vollbracht.

Am Ufer eines Sees steht eine Frau
blickt starr auf’s Wasser
Tränen fallen herab
der See wächst zum Meer heran
und am Horizont fernab
bäumen sich die Wogen der Gewalt.

Zum Schluss das Spiel zu Ende
kein Lied - keine Träne
die Rosen ausgeblutet
liegt schmutzig eine Puppe im roten Gras
ein Körper schwimmt bleich im Tränenmeer
ein Mann steht am Abgrund und lacht
des Narren Hand hält ein Stück Papier
wodrauf zu lesen steht:
Verzeiht mir.































EIN DÄMON NAMENS ALB
12.11.1996

Du stehst vor mir, allein und überlegen
Einer Tagmahr gleic,
verleibst Dich mir ein,
verhext mir meine Sinne,
auch wenn nur zum Schein.
Doch dann, des Erwachens gleich,
platzt Du, einem Traum ähnlich,
in tausend Fetzen,
blutig und gemein,
grinsend und grausam,
Explosionsgefahr!!!

Doch dann, erscheinst Du wieder,
einem Engel ähnelnd,
lächelst und verführst mich.
Plötzlich, wie ein Vulkan, brodelnd und heiß,
wirkst Du unheilvoll und anziehend,
wie eine Göttin, vollkommen und schön.
Doch schnell, einer Illusion gleich,
nach Liebe bettelnd und Hilfe heuchelnd,
verleitest Du mich zu Taten schnell,
die aus Träumen kommen,
Träumen, die Du hast erschaffen nur für mich,
in denen ich nicht kann bestehen, ohne Dich.
Dort verlässt Du mich, lässt mich zurück,
allein und hilflos treibend in meinen Gefühlen,
einer Rabenmutter gleich.
Und ich hör Dich lachen, weit entfernt
Und der Dunkelheit nah.
Doch ich folge Dir, scheißegeal,
denn ich will Dich, jetzt und hier,
denn ich lieb Dich, Du, meine innerste Gier.
Und ich krieg Dich, jetzt und hier,
denn dann bleibst Du,
für immer hier
bei mir.






In Ewigkeit
09.03.2002


in ewigkeit
sind wir verbunden
wenn auch oft nur für sekunden.
Dein verlassen reisst auf viele wunden
Der schmerz vergeht oft erst nach stunden.

In ewigkeit
Werde ich an dich denken
Mein schicksal nach deinem leben lenken.
All den gram und Kummer für immer mit dir versenken
Und deine lebensfrohe art an andere um mich herum verschenken.

In ewigkeit
Bist du in meinem herzen
Vergessen? du beliebtest immer zu scherzen.
Trauer ? Nur mit wein und im diffusen Licht der kerzen.
Unendlichkeit ? ist die ewige zeit in der wir unsere fehler ausmerzen.

In ewigkeit
Werden wir uns wiedersehen
Uns dann hoffentlich wieder verstehen.
Wir werden wieder gemeinsam unsere wege gehen
Und nie mehr zusammen am abgrund des verlassens stehen.

Rip-rest in peace
By the sounds of silence.

Für martin

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