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  Forum: Verlassene Gärten
    Thema: ~ingoha~
ingoha-Ewigkeit-

Ein Stern verblaßt nur sehr langsam
wenn sein Leuchten im Herzen
erst für die Ewigkeit gefangen ist
Das kleine unsichtbare Band zwischen den Herzen verbindet
Fürs Leben
Die Trennung schmerzt
Nur die Bilder verblassen mit der Zeit
Der Schmerz jedoch bleibt
Vielleicht für immer
vielleicht für die Ewigkeit

*12.10.2002*
ingoha- LIEBE -

Was für ein irrsinninges Gefühl
was für ein Gegensatz an sich

Die Empfindung in uns
führt uns erst zum absoluten Hochgefühl
immer höher
höher
höher und höher
bis zum berühmt berüchtigten kribbeln im Bauch

Jeder kennt wohl dieses eine Gefühl

Gibt es etwas schöneres
Und auch jeder kennt die Folgen...

Das Gefühl stürzt uns am Ende
in ein tiefes
finsteres Loch
Ein Loch
aus dem es viele Auswege gibt

Auswege
die uns doch solange wir nicht selbst davon betroffen sind
klar und deutlich erscheinen...

Was haben Freunde doch immer schnell den Durchblick

Als Betroffener sind sie jedoch weiter weg
weiter weg als die Sonne

Weiter weg als all die anderen Planeten im All

Es erscheint uns wie unendliche Weiten...

Eine innere Barriere erlaubt uns nicht
einfach zu sagen
AUS
Schluß
Schluß und vorbei

Wir wehren uns mit Armen und Beinen
wir kämpfen dagegen an

Wir kämpfen gegen die wahren und ehrlichen Worte unserer Freunde

Wir können und wollen
nicht akzeptieren
nicht akzeptieren was doch irgendwann Gewissheit ist

AUS

Irgendwann setzt der Schmerz ein
der Schmerz
der uns vor Augen führt
was wir verloren haben

Dann kommen die Zweifel
Zweifel an uns
Zweifel an allem...

Man verwünscht den Tag..
Den Tag an dem einst der LIEBSTE den Weg kreuzte

Man wünschte sich..
..man könne die Zeit zurück drehen

Man wünschte sich..
..es wäre alles anders gekommen...

Man beginnt zu fragen..
..wieso es so
wie es gekommen ist
kommen mußte

Es kommen die Zweifel

Die Selbstzweifel

Man beginnt alles in Frage zu stellen

Man stellt sich selbst in Frage

Man vergräbt sich in den eigenen vier Wänden
Baut Mauern um sich herum auf

Man denkt
man ist allein an allem Schuld

Man fragt sich wieso habe ich nicht auf xyz gehört

Irgendwann wird einem alles egal

Man denkt nicht mehr

Die Gedanken verschwimmen

Man ist nicht mehr in der Lage klar zudenken.

Irgendwann fragt man sich dann vielleicht

wieso man so geqäult wird

Wieso wird einem Menschen
der sich vielleicht nur nach einem kleinem bißchen Glück sehnt
einer derartig harte Prüfung auferlegt

Nach Tagen..
Nach Wochen oder auch mal nach Monaten
stellt man sich dann vielleicht die Frage...

Wieso hab ich mich nach diesem Glück gesehnt
wieso wollte ich diese Qualen durchleben
diese Qual
diese eine verdammte Droge
diese eine von allen Menschen akzeptierte Sucht
die Sucht
die Liebe heißt

-ingoha-
*15.10.2002*
ingoha[b]SELBSTHASS[/b]

es erscheint als einziger ausweg
zwischen gedanken an leben und selbstmord pendelnd
zwischen ruhe und unruhe
brodelt dieses eine gefühl tief im innern verborgen
der hass
der hass auf sich selbst

man stellt sich oft diese eine frage
sehr oft
wieso hasse ich mich
wieso hasse ich mich selbst

obwohl man verzweifelt nach der antwort sucht
findet man nur leere
eine antwort erhält man nicht
aber der eigene körper erzählt seine eigene geschichte
eine geschichte von leid und hass
eine geschichte von inneren wunden bildlich dargestellt am eigenen körper
eine geschichte von dem worauf man meistens keine antwort findet
eine realität die für andere nur schwer verständlich und vermittelbar ist
die tägliche realität

[b]DER SELBSTHASS[/b]

*17.10.2002*
-ingoha-
ingoha[b]DER SCHN*TT[/b]

es gibt den punkt wo nur der schmerz mir hilft
es gibt den punkt
wo ich den hass
den hass auf mich selbst nur besiegen kann
wenn ich mir schmerz zufüge
wenn ich mich selbst „bestrafe“
mir weh tue

dann nehme ich dieses kleine funkelnde etwas aus edelstahl in die hand
zuerst sehe ich es lange
sehr lange einfach nur an
ich beW*nd*re diese perfektion
diese perfektion die sich in diesem stück metall vereint

irgendwann kommt dann der punkt
wo ich dieses glänzende stück metall
irgendwo willkürlich auf die haut aufsetze

irgendwo
ohne großartig zu denken
als würde mich eine fremde kraft steuern
da sind keine gedanken
da ist kein ritual
wenn
dann ist da nur eins
der hass
der hass auf mich

langsam ziehe ich das glänzende stück metall über die nackte haut

an der stelle
wo es die haut dann wieder frei gibt
entsteht eine spalte
eine spalte
ähnlich wie bei einem reißverschluss

ich beobachte

ich beobachte wie diese warme klebrige masse
sich langsam hinter dem glitzernden stück metall zu einem tropfen formiert
wie an einer perlenschnur sammelt sich langsam ein tropfen neben dem anderen
bis aus den tropfen langsam
sehr langsam
sich ein kleiner rinnsal entwickelt

der wächst und wächst


irgendwann beginnt der rinnsal sich in gang zu setzen
warm
warm und kitzelnd auf der haut
bewegt sich der rinnsal den arm hinab

tiefer und tiefer

erreicht irgendwann das ende
den untersten punkt
sammelt sich dort zu einem tropfen

wird größer und größer
und tropft zu boden

auf dem boden sammelt sich langsam
sehr langsam und doch stetig ein fleck
ein fleck der langsam anwächst
sehr langsam

und dann kehrt sie zurück
die innere ruhe

auch heute nacht habe ich gesiegt
auch heute nacht habe ich den kampf gewonnen
den kampf
den verzweifelten kampf gegen mich selbst
[b]was für ein sieg[/b]

*17.10.2002*
-ingoha-
ingoha[b]SPIEL DER GEZEITEN[/b]

wie ein blatt im wind

wie ein blatt
angetrieben durch den wind

spielend kreisend in der luft
schwankend
ein ständiges auf und ab
gefangen
spielerisch bewegt sich das blatt im wind

wie ein wechselbad der gefühle


wie die spur im sand

gestern warst du noch da
wir gingen gemeinsam durch den sand am meer
hand in hand
unendliche wege legten wir zurück
gemeinsam
ich sehe die spuren noch deutlich

doch die flut
die flut trägt jedes einzelne sandkorn hinfort
unaufhaltsam
unerbittlich
immer schneller
und
schneller

zuerst werden die spuren flacher
irgendwann erahnt man nur noch die abdrücke im sand
bis sie dann endgültig verwischen
und
verschwinden

die erinnerungen an gemeinsam erlebtes verblassen
verblassen mit der zeit

man sagt
zeit heilt alle wunden

tik-tak-tiktak-tiktaktiktak

Immer schneller und schneller
unaufhaltsam
erbarmungslos

tik-tak-tiktak-tiktaktiktak

bald bleiben
die flut
und
der wind
als einzige konstanten zurück

konstanten
die die zeit nicht verändern kann

konstanten
die nicht
in vergangenheit geraten

so wie [b]DU[/b]

* 17.10.2002 *
-ingoha-
ingoha[b]GEMEINE GEDANKEN[/b]

verdammt
es geht mir schlecht
an schlaf ist nicht zudenken

nicht heute
NEIN

[b]NEIN[/b]

nicht heute nacht

verdammt
ich habe versucht an etwas anderes zu denken
ich habe es versucht
aber die gedanken sind gemein

da ist kein schalter
kein schalter der die gedanken wie das licht löscht
da ist auch nichts
nichts
was einen ablenkt

die gedanken an das vergangene
die gedanken an die erinnerungen
an die schöne zeit
an die schöne gemeinsame zeit
an die zeit zweit
sind stark

ich starre in die nacht
ins dunkel
ins nichts

ich sehe die wolken
durch mein fenster
sehe ich die wolken
langsam
sehr langsam
ziehen sie vorbei
die wolken

ich versuche an was anderes zu denken
es gelingt mir nicht
so stelle ich mir folter vor

ich wandere immer wieder zum ausgangspunkt zurück
zurück zu meinen verkackten erinnerungen
zurück
immer zurück zum anfang
zurück
NEIN
NEIN
NEIN
ich will das nicht
aber ich kann mich nicht dagegen wehren
zurück
[b]wenn das keine folter ist[/b]

* 17.10.2002 *
-ingoha-

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