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  Forum: Verlassene Gärten
    Thema: Augen der Seele
SehnensglutAugen der Seele

Im Kelche des Lebens schwimmen die Tränen
Die Zeugen der Seele und des Leids
Ein kristallklarer See nicht wahrgenommener Emotionen
Tief hinab in den Abgrund des Vergessens

Doch der Abgrund ist nicht endlos
Auch wenn es eine Reise ohne Wiederkehr ist
Aufgefangen vom Spiegel der Hoffnung
Zerspringen jene Tropfen des Seelenbluts
In tausend Facetten ihrer selbst
Mein letzter Lebensschimmer strahlt auf den Spiegel
Bilder, die mein Herz erblickte werden vom fahlem Zwielicht in meine Augen projiziert

Meine Augen, die Fenster meiner Seele
In ihnen lässt sich all die Trauer ablesen
Dunkle Träume aus der Sehnsucht entstanden werden sichtbar
Doch verstehbar sind sie nur für die inneren Augen
Für die Augen, die in den Spiegel blicken

Immer noch bleibt es eine Reise ohne Wiederkehr
Denn die Welt nimmt all die sichtbaren Träume nur mit den äußeren Augen wahr
Blinde Augen, die von der Realität geblendet sind
Blindheit, die den Abgrund des Vergessens ewig bestehen lässt

Der Kelch des Lebens füllt sich bis ins Uferlose
Das klare Seelenblut flutet über den Rand
Ich wandle durch die verdorbenen Gassen der Menschheit
Ich spüre all die vernichtenden Blicke, die in meine inneren Augen starren
Die all die Träume die sie sehen nicht verstehen

Doch welche Bedeutung haben vernichtende Blicke,
Wenn die Augen des Blickenden blind sind?
SehnensglutGrabesfackel

Die Fackel am Grab ist am brennen
Der Schiller ihrer Sehnsucht wird nie vergehen
Doch die Menschen können sich dieser Schönheit nicht bekennen
Und die Wahrheit der Muse niemals verstehen
Bestattet haben sie mich in tiefster Isolation, mein Dasein wurde durch Blindheit verleumdet
Nicht mehr leben... nur noch existieren in des Traumes Vision
Doch der Traum wird niemals sterben so lange die Fackel noch leuchtet

Grabesfackel...
die Erleuchtung in der Dunkelheit
Du bist die Glut meiner Sehnsucht
Entfacht von all dem Herzeleid
Meine Tränen sind der Spiegel
In dem ich blicke um meine Bestimmung zu finden
Dein Feuer ist des Traumes Siegel
Welches die Stille umschließt um den Starrsinn zu überwinden

Des Grabes Stille schützt vor Hass und Neid
Doch möchte ich nun wieder leben
Schweigend warte ich auf den Sturm der Zeit
Der mich trägt in die Sphären der Ewigkeit
Im Sarge der Vergessenheit
Schöpfte ich aus der Stille die Kraft um wieder aufzuerstehen
Die Früchte meiner Qual erntete ich in der Einsamkeit
Um nun den Pfad der Erkenntnis zu begehen

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