| DarkJesus | [I] Nicht eine Wolke ziert den blauen Himmel, nur das warme Licht der Sonne. Die Vögel zwitschern. Die Geräusche der Stadt werden vom sanften Wind des Sommers zu ihm hinauf getragen, hinauf zu ihm auf seinen Balkon. Dort hinauf wo er unbeschwert mit frohem Gemüt verweilt. Sie tritt an ihn heran, in ihren Händen liegt der Brief. Er nimmt ihn an sich, er schickt sie fort, um allein zu sein. Er bricht das Siegel, er faltet das Pergament, um zu Erblicken was die geschriebenen Zeilen ihm offenbaren. Seine Augen wandern - sie erstarren. Ein Donner. Der Wind entfacht, er gewinnt an Kraft. Wolken ziehen auf, erfüllen den Himmel. Das wohltuende Licht verblasst, bis ihn schließlich Nacht umringt. Es wird kalt. Das Atmen schmerzt, er friert. Schreie aus der Stadt, von überall, leidend, flehend. Er taumelt zurück, da er seine Hand gewahr. Falten, graues Haar, seine Haut wird fahl, seine Augen stumpf. All die Zeit verloren; keine Zukunft mehr für ihn! Er tritt vor an den Rand des Balkons, umklammert den Halt. Gedrängt von der Leere, erfasst vom Toben des Sturms, gefesselt von der Dunkelheit, gequält von den Stimmen. Ein letzter Gedanke... Doch er schließt die Augen und lässt sich fallen. [/I] |