| Rookie | Fremder Zauber Schmerzhaft ist die Fähigkeit zu lieben in einer Welt, für die Liebe fremder Zauber ist faszinierend zwar doch ist es besser ihn zu meiden Und wenn ich dich ansehe dann bestimmt nur wenn du´s nicht bemerkst denn du darfst nicht wissen was ich fühle die Angst vor der Enttäuschung drängt mich zurück in meine Illusionen beim Versuch einen Schritt auf dich zuzugeh´n Und wenn du mich ansiehst dann bestimmt nur wenn ich´s nicht bemerke denn ich darf nicht wissen was du fühlst die Angst vor der Enttäuschung drängt dich zurück in deine Illusionen beim Versuch einen Schritt auf mich zuzugeh´n Text: Dörthe Flemming |
| Rookie | Das alte Leid Meine Augen sind weiß vor Gram sie brechen auf und die Zeit der Klingen die mir den Arm zerschnitten rinnt über mein Gesicht Dort wo einst das wunde Tal meiner Zweifel sich öffnete schmerzt nur noch eine Narbe pocht sehnsüchtig mein gefangenes Blut als wollte es erneut aus seinen Mauern fliehn Es schreit nach Freiheit und will fließen um den Sinn vom Ende zu verkünden Text: Hagen Flemming |
| Rookie | Verorene Unschuld An diesem Tag schien die Sonne ein warmer Segen lag über der Stadt die Straße hinauf rannte ein Junge die Mutter blieb am Fenster zurück Wohin führte dich der Weg ? Diese Treppe - warum kam sie unter deine Füße warum gingst du zum Dachboden hinauf ? Still war es dort und es roch nach verbranntem Holz Das Fenster zum Himmel war schmal und das alte Gerümpel steckte voller Rätsel du warst zu beschäftigt um Schritte zu hören doch dann - das fahle Licht wurde dunkler - stand er plötzlich da Er sah dich in unbewußter Pose du lächelstest ihm zu er nahm dich bei der Hand kam dir ganz nah sein Atem lag auf deinem Gesicht und das Fenster zum Himmel war schmal Du weintest ein bißchen er zog an deiner Hose jetzt war dir kalt und du spürtest den Druck seiner Hand Eingriff in deine Seele dem Verstehen so fern bliebst du bewegungslos liegen und sahst ihn nur an Seine Augen wurden ganz klein Schweiß tropfte von seiner Stirn den Mund geöffnet zuckte sein Körper auf und ab, auf und ab, auf und ab Das fahle Licht wurde heller er war nicht mehr da du lagst jetzt unter dem Gerümpel versteckt, weil ohne Leben und die Sonne drang durch das schmale Fenster auf den leeren Dachboden hinab Text: Hagen Flemming |
| Rookie | Heute ? Verzeit, ich habe heute einen Menschen geschlagen. Oder war es vor vielen Jahren ? Er kam auf der Straße genau auf mich zu, wich keinen Schritt Lederjacke, den Schädel geschoren, schwarze Stiefel, ein Hakenkreuz am Hals. Er brüllte: He, Kretin du ! Hob die Faust, spuckte auf die Erde: Los, auflecken, wird´s bald ! Da schlug ich zu, hart, voll Zorn und kalt. Was war in mich gefahren ? War es heute ? War es vor vielen Jahren ? Es muß heute gewesen sein. Damals, war ich noch klein, hätte nicht die Kraft gehabt für einen solchen Schlag. Es war heute ! Ringsherum plötzlich Leute und ein Polizist. Anklagende Finger stießen mir ins Gesicht: Der da, hat ohne Grund geschlagen. Ohne Grund geschlagen ? War es doch vor vielen Jahren ? Nein ! Es war heute. Der Faschist, der Polizist, die Leute ! Heute ? Ich glaube es kaum. Ein Faschist auf der Straße. Ein Hakenkreuz öffentlich getragen, Er nennt mich Kretin ? Heute ? Die Leute ? Ein Polizist ? Die strengen Fragen ? Warum haben sie geschlagen ? Die Leute: Wo kommen wir da hin ? Wer verlangt heute und hier von mir, dass ich seine Rotze auflecke, mich vor ihm ducke und verstecke ? Heute wohl kaum, also nur ein böser Traum ? Sonst, wäre es nicht zu ertragen, wie vor vielen Jahren. Text: Günther Schröder |
| Rookie | Scheinbare Welt Wasserschlaf ruhiger Fluss Stimmen aus dem Untergrund Kühle Hände die über meinen nackten Körper streichen frierende Wonne auf jeder Pore meiner Haut Scheinbare Welt vor meine wunden Augen geschnallt käuflicher Traum im verklärtem Weiß Trost auf jeden Nerv gesprenkelt So schön - ! wie meine Schmerzen auf grasbewachsnen Anker ins Vergessen sinken Glasklares Erwachen im Keller des letzten Krieges leichenblasses Neutronlicht auf schmutzigem Bartisch fällt mein Gesicht reißt dunkle Schluchten auf und der Wunsch nach Schlaf ist übermächtig ! |