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  Forum: Verlassene Gärten
    Thema: Garten der verwelkten Blumen
ElendEin Hauch von Seltsamkeit, der meinen Kopf umgibt, der inneres nach außen kehrt, der meinen ahnungslosen, bedeutungslosen, verständnislosen Geist umnebelt und aus dem Nebel zu mir spricht:

"Du weißt nichts, ahnst nichts, kannst es nicht
Frei von Schatten, frei von Licht
Grauer Klumpen der du bist
Erfahrung, Weisheit, die du misst
Keine Farbe aus dir sticht
Kein Gefühl hat viel Gewicht
Keine Muse die dich küsst
Nur der Wille in dir ist
Keine Grenze die du brichst
Nur die Wünsche die du mischst
Kein Gedanke den du liest
Kein Licht im Tunnel das du siehst
Kein Lebenssinn in deiner Sicht
Dein Leben selbst, das kennst du nicht
Keine Wahrheit die du wüsst
Zu keiner Lüge fähig bist
Für dich ist dieser Wald zu dicht
Ohne Urteil dein Gericht
Es ist das Nichts, das du hier riechst
Weshalb du vor dir selber fliehst
Und doch die Illusion nicht reicht
Drum du noch durch die Wälder streifst"

Und während der Hauch verschwindet fühle ich mich unheimlich, unheimlich leer ....
ElendEr las.
Mit jeder Faser seines Körpers las er ... denn sein Körper bestand nur noch aus seinen Augen.
Den Rest hatte er vergessen, wozu brauchte er einen Körper?
Er hatte ja das Buch.
Längst erreichten ihn schon keine Eindrücke mehr aus seiner Umgebung, für ihn leuchteten nur die ledrigen Seiten in hellem Licht, dabei waren sie schwarz, die weißen Buchstaben (fast schienen sie sich zu bewegen, fast) sprangen ihm entgegen: Wort für Wort, Satz für Satz, Seite für Seite ... außerhalb gab es nichts, nur Schwärze.
Er wusste nicht, dass sein Gesicht eingefallen und blass war, sein Körper ausgezehrt, seine vor Stunden noch lückenlosen Zähne schwarz und faul. Das bemerkte er nicht.
Er las weiter ... Der Sinn des Gelesenen erreichte ihn nicht mehr (gab es einen Sinn?), er war auch nicht wichtig, es war nur wichtig zu lesen, das Ende zu lesen ... ja, es war wunderschön, was er las ... wunderschön, er musste weiterlesen, alles, es gab kein Innehalten.
Am Anfang hatte er noch Angst gehabt ... er konnte sich nicht abwenden (wozu eigentlich?) ... er fürchtete sich vor dem Schrecklichen, dass er zu lesen gezwungen war (dabei hatte er diese Schrift und Sprache nie gelernt, nie vorher gesehen) ... und er fürchtete sich vor den fremden Gedanken in seinem Kopf.
Wie töricht er gewesen war! Dabei war doch alles besser als je zuvor! Das Papier leitete ihn, es lebte, hatte Macht ... und es brachte ihm mit dieser Macht Erfüllung.
Zur letzten Seite blätterte das Buch wie von Geisteshand selbst um ... die gierigste von allen.
Klappernd fiel sein kahles Gerippe auf den Boden nieder, nachdem das letzte zitternde Wort auch noch den letzten Lebensfunken aus ihm herausgesaugt hatte.
Jetzt bewegten sich die Buchstaben ganz deutlich.
Bald würden sie ihr Gefängnis verlassen und Wirklichkeit werden.
Bald.
ElendLauscht der Geschicht, die ich erzähl
Und seht den Schauplatz, den ich wähl
Ein Ort, der immer dunkel ist
Ein Ort, der Menschenleiber frisst
Ein Grabfeld, tief im dichten Wald
An diesem Platz ists immer kalt
Dort lebt ein Mann, schon ewig lang
ein Mann, der niemals sterben kann
Er schläft dort unterm Friedhofsboden
Schlummernd zwischen all den Toten
Betet dass er nie erwacht!
Nie mehr den Gang nach draußen macht
Denn dieser Mann ward einst verflucht
Auf dass er sich ein Opfer sucht
Auf dass er zu den Menschen geht
Und dort ein Mädchen sich erspäht
Der schöne Geist betört die Maid
Hüllt ihre Sinne in ein süßes Kleid
Und geht sie auf den Zauber ein
Nimmt er sie mit ins düstre Heim
Und bevor sie das grausge Spiel versteht
Ein eisger Hauch ihr Herz verweht
Ganz ohne eine Chance zur Wehr
Liegt in dem Grab ein Toter mehr
Und wie er sie dort liegen sieht
In Trauer das Gesicht verzieht
Hat er das Mädchen doch geliebt
Gefangen durch des Fluches Macht
Er wieder schläft und neu erwacht
Er wieder schläft und neu erwacht ......
ElendI am the raven, black raven, crossing the graveyard at night
I am the raven, sad raven, sitting on a tree in your sight
I am the raven, scary raven, perhaps I was sent by Death?
I am the raven, silent raven, I see your eyes so full of dread
I am the raven, staring raven, I know your god won’t hear you pray
I am the raven, sinister raven, I spread my wings and fly away
You are the human, shivering human, the raven is gone and you’ll die alone …
ElendIch liege da und ahne das Herannahen der ... Gefühle. Ich bereite mich darauf vor, nehme es in mich auf, heiße es willkommen. Die Welt um mich herum verschwimmt ... nein, sie verhärtet sich. Meine Gedanken rasen. Bilder ziehen an mir vorbei. Ich kann sie nicht sehen, nur erahnen, ein winziges bisschen davon erhaschen. Es sind Erinnerungen, Eindrücke, gestaltgewordene Gefühle die mit unwirklichen Körpern wie Gespenster um mich herumhuschen. Es sind unglaublich viele Dinge, die in diesem Moment auf mich einwirken. Vieles davon ist sehr dunkel, sehr sehr bedrohlich, manchmal ist es sogar zuviel für mich und ich bin so überwältigt, dass mir noch schwindliger wird. Trotzdem genieße ich es, wenn es passiert. Ich versuche etwas davon festzuhalten, und sei es auch nur einen winzigen Moment, aber alles zieht rasend schnell an mir vorüber. Alles rast, sogar mein Herzschlag. Einmal, es muss schon sehr lange her sein, habe ich tatsächlich eines der Dinge festgehalten, ein zufälliges. Alles war sofort vorbei, aber dieses eine blieb und ich weinte um meine Mutter ... solange bis sich die Erinnerung, das Gefühl meinem zitternden geistigen Griff mit einem Ruck entzog und tief zurück in die Schwärze meiner Seele flüchtete.
ElendWenn mein eigener Zorn
Wie ein giftiger Dorn
In mein schwaches Herz sticht
Wenn unbestimmter Hass
Gegen eine namenlose Masse
Aus meiner schwachen Seele bricht
Wenn sich meine ungezähmte Aggression
In wohlbekannter Perversion
Vor allem gegen mein schwaches Ich richtet
Wenn sich diese brennende Wut
Gleich der feurigsten Glut
Vor allem gegen mein schwaches Selbst richtet...

was
dann
?
ElendThis is too much
It grows too much
This world is killing me
Tortures for eternity
The coldness I touch
Such coldness I know
Just as cold as my own
And all dreams I dreamt
All hopes I hoped
Forever gone, forever blown
In nothing
Fucking finished
ElendMy letter to the world:

Dear world,
I would like to ask you for something.
This is just a little request.
Would you please…
GIVE ME MY FUCKING LIFE BACK?????
You’ve absorbed my spirit
Absorbed my dreams and wishes
And where is my mind, my mind?
Give it back!
GIVE IT ALL BACK TO ME!
You’ve stolen my freedom
My immortal free will
I was forced to obey
Forced day by day, day by day…
You bring my soul to decay.
But now I’m on my way
The way of REFUSE
So the hope I have lost
The tears past have cost
The sweat and blood
Give it back!
Send it by post
I don’t care how… but give it back!

Thank you very much
Yours gratefully
Nobody
ElendKreuzzüge: Gott des Krieges
Hexenverbrennung: Gott des Feuers
Apokalypse: Gott des Todes
Sintflut: Gott der Katastrophen
Hiob: Gott der Willkür
Leviten: Gott der Strafen
Buße: Gott der Schmerzen
Gebote: Gott der Freudlosigkeit
??? : Lieber Gott
Elend„Der Herbst ist grau“
Sagt Frau Finkenau
Sag ich, dass ich ihr da nicht trau
Frau Finkenau mit viel Radau:
„Der Herbst ist grau!“
Das weiß Frau Finkenau genau
Doch wenn ich durch die Gegend schau
Dann sehe ich die Seen blau
Die Tannen grün, den Wald gelb-rot
Nur da! Ne kleine Maus, ganz mausegrau
Ne kleine Maus in ihrem bau
Macht eine Maus den Herbst schon grau?


Hmmm ..... mal ne Abwechslung. Mein einziges Kindergedicht. Muss auch mal sein :).
ElendWeit entfernt die sonne scheint
Doch kein Lichtstrahl zu mir dringt
In mir drin gibt’s nur die Pein
Die dissonant ihr Liedchen singt:

„Der Menschen sind viele und du bist allein
Ihr Leben ist glücklich und deins nicht gelingt
Dein Leben muss wohl die Ausnahme sein
Du kannst nichts mehr riechen weil es zu sehr stinkt
Du bist nur am heulen tagaus und tagein
Während das Lachen der andern erklingt
Zwischen Klumpen aus Gold bist du ein Kieselstein
Der zwischen der Pracht der anderen versinkt
Dein Letzter Freund bin ich, die Pein
Die mit Wonne von deiner Seele trinkt
Du siehst, du bist schon lange mein
Seitdem mein Gesang schon zu dir dringt
Du musst dich von deinem Sein befrei’n
Und sehn, was der lockende Tod dir bringt“

Das Lied hört nicht auf, erstickt mein schrein
Hämmert stetig in meinen Kopf hinein
Dann hör ich weit entfernt ein Lachen hallen
Das Wetter ist schön und ich lass mich fallen
ElendAlso, das geht alles durch das Cytoplasma, da wird nämlich in dem endoplasmatischen Reticulum die ganzen Rybosomen produziert , wo sich auch die Proteine und die Amöben, die die Eiweiße aufnehmen, festgesetzt haben, was natürlich mit der Biomembran..(*grins* *lach*)
Organellen schaffen mit Komparmentierungs Verfahren Reaktionsräume die zur ATP – Verbrennung, die zu Osmose dient!
Auch die Chloroplasten können sich selber f..... vermehren („ernster Blick“). Das hat etwas mit DNA zu tun... Erbinformationen austauschen... ja.
Was?? Nein! Erklären ist blöd, das mach ich nicht!
Ich habe nämlich eine Illusion. Das ist.. Vakuole ... Proteine... Enzymatische Reproduktion (*lach* *grins*)...keowenhoeksche mikroskopische Zelltheorie, das ist ja ganz einfach („seeliges Lächeln“),
Und natürlich Epidermuszellen.
Eher flächig, aber eher flach. Mensch, ist ja jetzt langsam... also. Ja.
ElendUNFERTIGE!!!
Die nachfolgenden paar zeile sind leider alle unfertig, mir kommen keine Ideen mehr, vielleicht könnt ihr mir ja mal ein paar Anregungen geben? Aam Besten in meinem Kritik Thread. Danke
__________________________________________________








Der reißende Fluss mich fast verschluckt
Das Wasser ist schon grün vor Gift
Mein herz darunter qualvoll zuckt
Getränkt von rosa Lippenstift
Mein Körper schwimmt....





Ein graues flaches Geisterland
endlos, trostlos, namenlos
ein Mensch in seiner Mitte stand
leis wartend auf den Gnadenstoß
gegeben von Gottes heiliger hand
thronend im Himmel riesengroß
die in ihm ein leichtes Opfer fand
er kauernd allein, einsam und bloß
zurückgelassen mit leerem verstand – ausgebrannt
schon lange gebrochen, gnadenlos
zitternd und dämmernd gedrängt an die wand

nun saust herab der letzte streich
mit göttlicher härte tötet sein ziel
der einst rebelliert gegen sein reich
der einst durchschaute das göttlich grausame spiel

fernab des weiten Geisterreichs fällt Engelsblick auf totes fleisch
entdeckt des armen Ketzers Leich
der ihrem Gott zu Opfer fiel
die herzensreine Engelschar
die vor entsetzen schreckensbleich
sogleich den Herrn ersucht um rat
nicht wissend um dessen Mörders tat
doch der Meister der Lügen macht sich ans werk
zu lenken den flammenden Engelszorn
zu säen die göttlich verlogene Saat.....
ElendWenn meine Augen ich nach hinten dreh
Und so tief in meinen Schädel seh
Sich mein Blick durch Hell und Dunkel brennt
Er grad durch den Wust aus Watte rinnt
Der sich hochmütig mein Denken schimpft
Wenn er weiterhin die wallenden Wogen trennt
Die mein Wattewust vage Gefühle nennt
Leider für die bittre Erkenntnis zu blind
Dass Gefühle nicht mehr als ein Vorwand sind
Den meine Watte als den Vorwand zu leben kennt
Wenn ich meine ahnende Suche schließlich beend
Und ich sehe was ich hinter all dem Beiwerk find
Nämlich nichts
Was passiert dann?
Elendcold heart
pale brain
try to cry
fail again
sold my soul
for dead emotion
don’t know why
i try to cry
try to untie
my fucking soul
and fail again
i’d love to feel
even my pain
no one can heal
my dying brain
i scream for help
i hate myself
my fucking self
but i go on
to steal your love
to feel some hope
sometimes
ElendRunder Mond
Bist heut so rot
Zu dieser Stund
Sind alle tot
Weiß nicht warum
Die rote Flut
Sind jetzt so stumm
Bedeckt von Blut
Vollmond war heut nacht
Was hab ich nur getan?
Die helle Mondespracht
Mit der die Schlacht begann
Das Tier in mir
Hat euch getötet
Bis morgens vier
Hab ich gewütet
Ich wollt das nicht
War nie mein Streben
Drum vor nächsten Vollmond ich verzicht
Auch auf mein eignes Leben
ElendBrutal, dreckig, verbrecherisch
Ich bin ein lebender Spiegel!
Banal, eckig, zerstörerisch
Ein Spiegelmonster aus dem Sumpf!
Bin laut, versaut, Unkraut, VERTRAUT MIR!
Ich bin das brave Spiegeltier!
Ich lüge, betrüge, verfüge über Macht
Hab Acht vor meinem Spiegelbild!
Ich spucke auf die Schwachen
Kann über Gefühle nur lachen
Ich bin die räudige Meute, die kreuchende Seuche
Tödlich wie die Pest beiß ich mich fest
Der fetzende Reißer – Erkennst du mich?
Mein Hunger ungestillt, Blut quillt, ich habs gekillt
Der metzelnde Kaiser – Erkennst du dich?
Ich bin des Menschen Spiegelbild!
ElendAuf Gold ein großer König thront
Auch Gold auf goldnem Haupte kront
Die Haut von goldnem Samt geschont
Sein Heer mit purem Gold entlohnt
Dabei der König kaum bedenkt
Dass zuviel Gold nur Blindheit schenkt
Dass Blindheit ihn nur dorthin lenkt
Wo ihn die Schwarze Spinne fängt
Geblendet von der Glitzerpracht
Verführt von ungeheurer Macht
Quillt Schwärze aus dem goldnen Schacht
Bereit zur allerletzten Schlacht
Am Ende nur der Teufel lacht
ElendKalt glitzern die Sterne
kein Zeichen von Wärme
Verhallt ist das Leben
nach Frieden kein Streben
Gewalt regiert den kläglichen Rest
rafft ihn dahin wie einst schon die Pest
Bald wird auch der Letzte versinken
wird in der endlosen Leere verklingen
Was bleibt sind die Sterne
kein Zeichen von Wärme

Trotz allem schöner als je zuvor

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