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| magus mortuus | [B]Der Kristallsee[/B] [I]Müde und ausgebrannt, wie ein leerer Krug, bettete ich mich im feuchten Gras, an einem kleinen See, die Müdigkeit übermannte mich meine Augen wurden schwerer, immer schwerer, ich spürte, wie mein Körper langsam fiel, unendlich, tief, tief, immer tiefer, eine Ewigkeit im freiem Fall, eine Ewigkeit allein, allein mit meinen Gedanken, die Zeit wurde unerheblich, waren es Stunden, oder Tage, es war egal, irgendwann, in dieser unbestimmter Zeit, endete mein Fall, ich bin angekommen, angekommen in der Leere an meinem Ufer des Verstandes, welcher so klar ist wie ein Kristallsee, dort beobachtete ich die sanften Wellen, die sich langsam brachen, und meine Hände benetzten, als ich mich zum klaren Wasser beugte, um es zu schöpfen, den Durst zu stillen, spiegelte sich ein alter Mann, im kristall klarem Blau, ein sanftes Lächeln umspielte seine Lippen, aber seine Augen waren traurig und glasig, erschrocken schaute ich mich um, doch nur Leere, als ich wieder zurück zum See blickte sah ich ihn immer noch im Wasser doch verschwand sein Lächeln, und er verzog sein Gesicht, es war so voller Leid, so viel Schmerz, ich berührte ihn, tauchte mein Finger sanft ins klare Wasser, kleine Wellen verzerrten die Konturen, das Gesicht verschwamm, nach kurzer Zeit beruhigte sich die See, und sie bekam wieder Gestalt, doch was ich sah war nur ich, nicht alt, sondern jungendlich, aber die Augen waren die selben, traurig und leer, so verweilte ich eine ganze Zeit, allein am Ufer, und hoffte ihn wieder zu sehen, doch er sollte mir in der Leere nie wieder erscheinen[/I] |
| magus mortuus | Pictura omnis mundi creatura quasi liber et pictura nobis est et speculum |
| magus mortuus | danke an all jenen die mir halfen das Gedicht nach langer Zeit fertig zu stellen Der rote Drache [I]Ist der funke der lohend uns umfing, den einst poseidon aus dem meere fing, das so tief, das im strudel sich verlor, wie einst die liebe von lenor, die sich stürzte in die leere, in die dunkelst aller spähre, erloschen, an dem einst dein herz so hing ist die zeit die fließt nicht nur ein traum, geträumt vom all, ohne zeit und raum, das so still, bis einst die posaunen, gleich dem schmerz der götter raunen, schallen durch das weltall hin, eine melodie an dem dein herz so hing ist der mensch der einst verlor sein glück, mit ihm ein teil der seele stück für stück, dessen einst sternenklares lachen, nun tröstung sucht im roten drachen, um zu vergessen was nicht darf, geht ihren weg im opiumschlaf, den weg an dem ihr herz versagt, oh, die erinnerung ist eine wunde, in der ich verweile jede stunde, doch rieche ich noch ihre düfte, düfte die einst lohend mich umfingen, die selbst stoff und kristall durchdringen, erhobt sich einst wie nelken in die lüfte, düfte an den unsere herzen hingen doch vergebens ist die suche in den weiten, nach düfte, funken, einst vergangene zeiten, erinnerungen, so schwer wie einst die kreuzeslast, ist der opium der einzige leuchturm in der nacht, es ist das wissen um die böse macht, was mein ende bringt und neu erschafft?[/I] |
| magus mortuus | [B]Für die Vergessenen[/B] Der Himmel, schwer wie eines Deckels Last, sinkt auf meine Seele voll verhaltenem Weinen, Bleiern und dumpf halt ich das All umfasst, trüber als Nacht soll mir der Tag erscheinen, Es wandelt sich meine Welt zum finsteren Haus, zum feuchten Kerker voller Angst und schauer, und flatternd, scheu wie eine Fledermaus, rennt Hoffnung sinnlos gegen Wand und Mauern, und lautlos jammernd zieht ein Leichenzug, durch meine Seele seine schwarzen Bahnen. Die Hoffnung weint, das Schicksal das mich schlug das Schicksal pflanzt tief in mir die Samen [I]Doch das größte Schicksal ist, wenn der Narr, der verlor was nie ihm wiederkehrt nie, niemals wiederkehrt, der seine Tränen trank, und an dem Schmerz, wie an der Wölfin Brust sich nährte, Der Narr! der ist gleich Blumen welk und krank[/I] Reich mir dein Gift, daß tröstung ich erfahre noch brennt das Feuer - tief, im tiefsten Schlund, Ich weiß, ich werd zu Himmel oder Hölle fahren, Denn neues such ich, Tod, im fremden Grund, Doch ich weiß, die Augen, die so traurig dunkeln verbergen ein Geheimnis tief und schwer, Meine sind wie schreie, drin nie Juwelen Funkeln So tief wie der Himmel, wie der Himmel tief und leer, Jedoch, mein Herz, von Wahrheit wundgequält, Erinnerungen krönt es wie ein blauer Reif, frag nicht, ob töricht du und unbeseelt, Mein Körper schreit! da er von wissender Liebe weiß |
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