| Nacrotona | Schmerz Jähzornig geboren friedfertig verloren zu Stein gemeißelt ans Leben gegeißelt verlogen zur Auferstehung aufgesogen in der Entstehung ausgeblutet in nächtlicher Luft vermutet in tiefster Gruft gedeckt durch Tageslicht versteckt im Gedankendickicht endliche Schreie verhallen vermeintliche Schmerzen zerfallen in Ewigkeit mit ihr vereint zur Göttlichkeit geweint. |
| Nacrotona | Letzte Worte Hab ich dir je gesagt wie viel du mir eigentlich bedeutest, ich denke nicht, denn sonst wärst du noch bei mir, an meiner Seite, da wo ich dich brauche. Die Liebe zwischen uns ist zerrissen, ein abgrundtiefer Sprung in meinem Herzen, welcher mich auf ewig an dich erinnern wird, bleibt zurück. Keiner kann diese Wunde wieder zusammen nähen, und dafür sollte ich dich hassen, dich hassen bis an dein Lebensende. Verrotten solltest du in der Hölle für deine Taten, für den Schmerz den du mir zugefügt hast. Hassen sollte ich dich dafür, dass ich mein Leben nach dir ausgerichtet habe, dir meine Zeit geschenkt habe, die doch so kostbar ist auf dieser Welt, um dafür deine Zuneigung zu gewinnen. Meine Probleme habe ich vor dir verborgen, nur das du dir keine Sorgen machst, ließ mich von ihnen zerfressen bis es nicht mehr auszuhalten war. Ich brauch nur an dich zu denken und schon fangen tausende Ratten an mich von innen aufzufressen, den Schmerz der sich in Hass verwandelt und mich in Dunkelheit hüllt, wie die Nacht den Tag, wage ich nicht zu beschreiben. Ich verzichte auf das Mitleid der Anderen, denn es bringt dich nicht mehr zurück zu mir und die Zeit dreht es auch nicht zurück. Ob ich dieselben Fehler wieder machen würde? Darüber nachzudenken macht keinen Sinn, denn nun ist es zu spät. Wenn mich meine Mitmenschen ansehen, sehen sie immer den fröhlichen ³Engel„, den nichts erschüttert. Doch in mir sieht es dunkel aus, dunkel wie das Antlitz des Todes, genauso kalt und trostlos wie ein Schatten. Denn diesem ³Engel„ fehlen die Flügel und der Mut zu leben. Dieser ³Engel„ hat genug von der Welt, vom Leben und von dir. Doch vor allem sollte ich dich hassen, weil du mir nicht mehr aus dem Kopf gehst. Ich hasse dich wegen deiner Schönheit, deiner Art zu leben und wegen deinem wundervollen Wesen. Der Hass ist nur eine Fassade, mit der ich versuche meine Traurigkeit zu verbergen. Denn ich sollte mir die Schuld an allem geben. Ich bin der den ich hassen sollte! Blickt man zurück bin ich Derjenige mit den Fehlern, der negative Part unserer Liebe. Und jetzt kann ich nur noch zusehen wie mir alles durch die Hände geht, ich sehe hierfür keinen Ausweg. Da steh ich nun auf der Brücke, niemand ist hier, ich bin ganz allein. Es regnet in Strömen, wie einst meine Tränen. Und jetzt setz ich all dem ein Ende, ich blicke hinunter in die Dunkelheit, seh mich schon dort unten liegen, jetzt lass ich los mit dem letzten Atemstoß. Ich falle, fühl mich zum ersten Mal frei in meinem Leben, denke nicht mehr nach über meinen Schmerz. Doch kurz vor meinem Aufprall denk ich noch mal an dich, den ich geliebt habe, mehr als mich selbst und an den Abschiedsbrief den ich dir schrieb. Der letzte Gedanke schießt in meinen Kopf, der letzte Satz den ich dir schrieb taucht vor mir auf. Weine nicht um mich, ich war schon lange tot. |
| Nacrotona | Stille Ich wollte bloss ein kleines Stück vom gern verspürten Glück! Und dafür quält mich nun das Leiden Ich konnt und wollt es nicht vermeiden. Wollt doch bloss das Glück verspür'n einmal des Engels Angesicht berühr'n! Doch was geblieben ist - ist Leid quält schlimmer noch als Einsamkeit... Kein Wort entwich mehr meinem Mund, es quälte mich zu jeder Stund' begann meine Seele zu zerfressen auch seelenlos konnt ich's nicht vergessen Das was mein Herz einst spürte - als die Liebe mein Herz berürte - Doch nun des Schmerzes Feuer quält mich so - dies Ungeheuer. Es lässt mich keinen Augenblick allein ich halt's nicht mehr aus - Schluss mit sein! sie werden mich eh nicht missen, denn sie werden es genau wissen; Es war mein letzter Wunsch jetzt zu geh'n Auch wenn sie es nie werden versteh'n. Doch es war *mein* Wille Und das was bleibt...ist Stille. |
| Nacrotona | Vergebens werd ich biegen,werd ich rütteln das alte,unerbittlich harte Gitter es will sich dehnen nicht,es will nicht brechen denn in mir selbst geschmiedet und genietet ist das Gitter, und erst wenn ich zerbrech,zerbricht das Gitter |
| Nacrotona | TOD ist Dunkelheit- Dunkelheit, die einen Körper umgibt, einen leblosen Körper. TOD ist Angst - Angst davor zu sterben, seinen letzten Atemzug zu tun. TOD ist Trauer - Trauer um ein Leben- ein erloschenes Leben. TOD ist Befreiung - Befreiung von einer Last, der LAST DES LEBENS. |
| Nacrotona | Leben? Ich rede - und doch schweige ich, Ich bin unter Menschen - und doch einsam, Ich lache - doch eigentlich weine ich, Ich bin wach - und doch völlig ohnmächtig, Ich höre - und doch erreicht mich kein Wort, Ich gehe - doch kann ich mich nicht bewegen, Ich atme - und doch ersticke ich, Ich schweige - doch eigentlich schreie ich, Ich bin frei - und doch gefangen. Ich lebe - doch eigentlich sterbe ich! (nach einer Inspiration eines anderen Gedichtes) |
| Nacrotona | Dunkel wirds draußen, allein im Raum. Zamgekauert in einer Ecke, Tränen rinnen übers Gesicht. Angst kommt mit der Dunkelheit, Angst vor dem Schwarzen. "Zoran", Du kennst meine Angst, weinst mit mir. Tränen so warm laufen übers Gesicht, doch einen Schrei hört man nicht. Tränen geweint in der Dunkelheit, keiner sie sieht. Schritte, langsam und schwer, sie werden lauter und lauter. schallen durch den Kopf, verschwinden nie. Langsam öffnet sich die Tür. Ein stummes Flehn, wenn interessierts? Schließe die Augen, entfliehe der Welt. In der Ecke ein stummer Zeuge. Niemand spricht, nicht Du, nicht ich. Die Tür schließt sich, für diese Nacht. Tränen rinnen übers Gesicht. Niemand darüber spricht, nicht Du, nicht ich. |
| Nacrotona | Schau' mich an! Schau' mich an. Siehst du den großen Mund, der reden möchte, aber nicht kann? Den großen Mund, der schreien möchte, aber nicht darf? Die Lippen, die sich verkrampft aneinander pressen, damit er sich nicht öffnet. Schau' mich an! Siehst du diese braunen Augen, traurigen Augen, die sich mit Tränen füllen, aber nicht weinen? Die großen aufgerissenen Augen, die den Hass, die Wut und die Aggression wieder spiegeln, aber sie nicht rauslassen? Die Augen, die müde vom Kämpfen sind, aber niemals aufgeben werden? Schau' mich an! Siehst du die Hände, die vor Unsicherheit zittern, aber es niemals zeigen? Die warmen Hände, die Andere wärmen, aber sich selbst vergessen? Die Hände, die sich zerkratzen, damit sie sich spüren? Schau' mich an! Siehst du den Körper, der schwach ist, es aber nie zeigen darf? Den Körper, der umarmt werden will, es aber nie mitteilt? Den Körper, der zu mir gehört, aber wie ein Fremdkörper wirkt? Schau' mich an! Siehst du die Narben auf meiner Seele, die den Schmerz prägen, aber nie richtig vorbei gehen? Die riesengroßen Narben, die immer größer werden, aber kaum ein Pflaster zu sehen bekommen? Schau' mich an und sage mir was du siehst! |