| Memnoch | Erstes Chao - Sterben der Seele - Verwirrung Viel war passiert Zu viel Nexus Alpha - Der Verlust des Ich Das Lachen was ihn um den Verstand brachte gewann an Intensität Die Herzen, die ihr Blut in sein Leben ergossen hatten aufgehört zu schlagen Das Blut begann abzukühlen und die Schreie liessen nach In seinem Kopf tobte der Leviathan Es gab nichts was er tun konnte um seinen geistigen Verfall zu stoppen Mit dem Verlust der geistigen Kontrollen würde der Verlust des Körpers einhergehen Nexus Omega - Der Verlust Gottes Es glaubte, würde glauben, hatte geglaubt Aber die Grundlage schwand langsam Wand sich den Strom der schmerzhaften Erkenntnis hinab Er war allein Und würde es immer sein Nichts war stärker als diese Erkenntnis Er konnte aus ganzer Seele lieben und doch würde all seine Liebe nichts ändern Er würde verlieren wenn es Gott gefiel ihn verlieren zu lassen In dem Moment in dem er versucht hatte Gott zu definieren hatte er ihn verloren Zweites Chao - Das Sterben des Körpers - Chaos Er spürte sich selbst nicht mehr und wenn er in sich hineinhorchte war da alles still. Tödliche Stille, der wahre Gesang der Engel. Aus der Tiefe seines Todes erhob sich das purpurne Rauschen um ihn daran zu erinnern, daß er Sklave war. Sklave seines Blutes und Untergebener seiner Begierden. Sie würden die sein, die zuletzt starben, wenn schon alles andere tot war würden sie noch existieren. Mit schmeichelnden Stimmer weiter locken ... ihn zu sich rufen. Wem machte er etwas vor? Er würde natürlich folgen wenn sie es forderten so wie er immer gefolgt war. Seine Seele schwebte über der unendlichen Leere, die sein Körper war und suchte ihren Weg aus dem kalten Grab aber der fleischliche Palast, im Zerfallen begriffen aber dennoch noch zu stark, liess sie nicht los ... Er würde sie niemals loslassen, nicht solange das Herz noch schlug und die Lungen unablässig Luft in sich hineinsogen ... Drittes Chao - Anima - Herrschaft "Wer bist du?" "Ich bin ein Mensch" "Wer bist du, Mensch?" "Ich ... ich weiss es nicht." "Was bist du?" "Fleisch und Blut" "Eine Anordnung von Atomen? Das ist alles?" "Ich glaube schon" "Dann bist du wie ein Stein aber ein Stein könnte diese Frage nicht beantworten" "Ein Stein kann nicht sprechen" "Er hat es nicht nötig ... sein Dasein ist Zweck genug daß es nicht nötig war ihm die Fähigkeit zu geben seine Existenz zu hinterfragen." "Warum hinterfrage ich sie dann?" "Um zu erkennen, daß du sie nicht hinterfragen brauchst." "Warum habe ich dann diese Fähigkeit?" "Indem du diese Fähigkeit benutzt erfüllst du deinen Zweck." "Was ist der Zweck?" "Selbsterkenntnis" "Wozu?" "Um zu erkennen daß du sterben wirst" "Erkenntnis meiner Sterblichkeit ist etwas Besonderes" "Nur dem Menschen ist diese gegeben" "Es ist eine Last" "Nur wenn man sie als Last annimmt" "Wie soll ich sie sonst annehmen?" "Als Tatsache" Viertes Chao - Mortis - Entwicklung In der Dunkelheit gibt es Licht Im Licht keimt die Dunkelheit Licht und Dunkelheit ergibt Schatten Schwarz und Weiss ergibt nichts Punkt Null Bei dem Körperlichen Ende liegt der seelische Anfang Doch das Ende für die Phyische Ebene Der Körper ist Null Der Geist unendlich Null mal unendlich ist immernoch Null Ehe man den Körper nicht aufgibt bleibt man bei Null Fünftes Chao - Taurus - Vernichtung Ich sah tief in seine flammenden Augen Er war in mir und sprach zu mir in donnernder Stimme der Erkenntnis Ich hörte nicht mit den Ohren, sondern mit der Seele "Siehe", sprach er "Was ist das Feuer, das nicht verbrennt? Was ist das Licht was nicht erleuchtet?" Unter ihm riss die Erde auf, Feuer und Schwefel umfingen ihn Und weiter sprach er "Die erste Sünde ist Dummheit, dieser Sünde ist jeder schuldig Die zweite Sünde ist sich mit seiner Dummheit abzufinden, nichts soll die Menschen retten die das tun. Die dritte Sünde ist Schwäche, Tod denen, die sich ihr ergeben, denn sie ersehnen ihn Die vierte Sünde ist Unbewusstheit, denn daran stirbt der Wille Die fünfte Sünde ist Glaube, denn wer glaubt akzeptiert und hört auf bewusst zu leben Die sechste Sünde ist Mitleid, denn wer hilft weil es nötig ist tut das Richtige, wer aber hilft aus Mitleid soll gewiss sein selbt keines zu erfahren Die siebente Sünde ist Anpassung, denn wer sich selbst in ein Gefängnis sperrt soll auch darin umkommen Die achte Sünde ist Rechenschaft, denn jede Tat definiert sich durch sich selbst Dieses seien meine Gebote ... so sprach ich und so soll es sein" Er war das Licht, das nicht erleuchtet Die Dunkelheit, die nicht umfängt Der Anfang und die Existenz über das Ende hinaus Ewig und nie Heil Diskordia |