German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 
  Forum: Verlassene Gärten
    Thema: Das Böse in mir
DariorDas Böse in mir

Vom flackernden Licht der Kerzen umgeben sitze ich da,
Frage mich, wie es war im Leben.
Vergangen ...
Alles vergessen und vorbei.
Blicke ich in die einzelnen Flammen, sehe ich Gesichter aus längst vergangenen Zeiten.
Gesichter ohne Bedeutung, ohne Namen
Sie flehen mich an,
Ohne Stimme, doch mit Tränen aus Augen voller Angst und Leid.
Alles Menschen ...
Unbekannt, gekannt, vergessen .
Alles Opfer meiner Sucht nach Leben, nach neuen Körpern,
Nach Blut, nach Liebe und Haß.
Diese einzelne Kerze jedoch ist mein Leben.
Angefacht vor ewig vielen Jahren, erloschen nur einmal.
Flackernde Flamme, mein Leben,
Wenn Du ein zweites Mal erlischst, sterbe ich mit Dir.
Dumpf klingende Erde,
Vom Echo erfüllte Gruft,
Leise Musik vom Cembalo,
Särge an den Wänden.
Leicht erhellte Kammer meiner Ahnen und mir.
All dies bringt mich zum Träumen.
Träume ...
Böse und Gut.
Dunkel und Hell.
Erfüllt von Haß und Liebe.
Hier lebe ich!
In einer kleinen schlechten Welt, erfüllt vom Bösen.
Flackernde Flamme ohne Seele zeig mir die Welt!
Die Welt der Nacht mit Mystik, Trauer, Angst, Mord und dem Geist, der mich erlöst.
Gewalt ...
Mit Gewalt zwang ich Seelen mir zu dienen.
Mit Gewalt nahm ich mir, was mein Herz verlangte.
Mit Gewalt ... tat ich zu viel.
Die Kerzen geben mir Ruhe.
Die Reliefs an den Wänden bringen mich zum Weinen.
Sie zeigen mein Leid,
Mein Verlangen nach Macht, die ich nie erlangte.
Ja! Ich wollte herrschen über die nächtliche Welt
Und feiern, wenn der Vollmond nahte.
Ich wollte herrschen über alles Böse, alle Schlechtigkeit.
Der Wahn trieb mich in den Tod,
Doch mein Geist wollte nicht sterben.
Ich will pfählen die Körper meiner Feinde!
Ich will Herrschen durch die Angst meiner Untertanen!
VLAD DRACUL heißt meine Seele.
Sie ist böse, doch verträumt.
Sie ist grausam, doch gütig.
Ich schenke Leben, wie der Wahnsinn meiner Seele.
Ich kann mich nie sehen, nie mein wahres Ich betrachten
Und sagen: "Das bin ich, häßlich, böse und vulgär!"
Liebe mich, wenn Du kannst,
Versuche meinen Bann zu brechen.
Befreie mich von der Qual des ewigen Lebens!
Ich werde Dir dankbar sein,
Dich reich belohnen, wenn Du willst.
Liebst Du mich wirklich, dann suche meine alte Seele
Und zeige mir, wer ich war und wer ich heute bin.
Willst Du aber nur Reichtum, so ziehe ich Dich ins Verderben;
Pfähle Dich, trinke Dein Blut
Und sehe Dich in einer neuen Kerze ewigen Lichtes.
Haß oder Liebe?
Das ist das Gleiche.
Hasse ich Dich, quäle ich Dich, schlage Dich mit der Peitsche, sperre Dich ins Verließ.
Liebe ich Dich, und liebst Du mich,
Dann quäle mich, feßle mich, schlage mich, verweigere mir Deinen Körper.
Tu was Du willst, doch zeige mir Haß, wenn Du mich liebst,
Böser Geist meiner Erlösung.
Das Cembalo klingt weiter,
Das Echo schallt in meiner Gruft.
Meine Ahnen sind zu Staub, der Erde gleich,
Nur ich lebe noch, bin Fleisch und Blut.
Meine Kerze ist schon fast abgebrannt für diese Nacht,
Doch wenn ich ruhe in meinem Sarg,
Wird eine neue vom Feuer der alten Kerze entfacht,
Vom Geist des Schmerzes, der mich leben läßt,
Der mich fühlen läßt, daß ich unsterblich bin,
Daß mein Leben niemals endet,
Daß die Angst nie vergeht.
Ich habe keine Freude an diesem Leben,
Ich muß töten um zu bleiben.
Den Körper, der mir gefällt, habe ich,
Ich will ihn nicht verlieren.
Böser Geist meiner Erlösung, lösche die ewige Flamme,
So daß ich Mensch werde, um zu sterben.
Sterben ...
Musik in meinen Ohren,
Das Cembalo spielt.
Mein Lachen hallt wie markerschütternd durch die Gruft.
Die Erde bleibt leise, verbirgt das Dunkel der Nacht,
Bevor der neue Tag anbricht.
Ich lege mich in mein Totenbett aus Eiche,
Gefüttert mit Samt, Seide und Satin.
Ich schließe den Sarg und verschränke die Arme über der Brust
Und erwarte reine Ruhe.
Der Schlaf der Toten kommt über mich,
Bis zur nächsten Nacht voller Fragen und Rätsel.
Das Böse schläft, der Tag erwacht.

vor undenklich langer Zeit ...
DariorEin donnernder Hufschlag.
Ein Bote reicht Dir jenes Pergament:
Zu Dir geschwind eilte mein Herz, zu sagen, was es für Dich fühlt.
Einsamkeit beschlägt mich, wenn Du bist fort,
Ein Lächeln erhellt mein Antlitz, sobald Deine Stimm ich vernehm.
Du verzaubertest mich, gabst mir neue Träume.
Meine kleine Seel schwebt vor Glück, kann es nicht fassen, dass Du bist mein.
Berührst mich tief, spür Dich in mir so nah. Mag ohne Dich nicht sein,
Nie mehr. Liebe in mir, nur für Dich allein.
Bringe Dich mir als Opfer in einem Bett aus Bloodred Roses,
Bin Dein auf Ewigkeit, in Dunkelheit.

Auf dem Bett aus Rosen gebe ich mich hin, für immer dein, ohne zurück.
Nimm meine Hand, besteig den Thron an meiner Seit,
Und herrsch mit mir, teile mein großes Glück...
So wie es einst geschrieben stand in Blut so ist's geschehen.
Das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende,
Die Dunkelheit und die Ewigkeit sind wieder vereint nebeneinander zu sehen.
In dir und mir da lebt sie fort die ewige Nacht
Und doch, zu sagen, was ich fühl` fehlt mir das Wort.
Du hast gebracht, was ewig ich misste doch niemals fand.
Der Anfang und das Ende.
Dazwischen wir, in der Dunkelheit in der Ewigkeit...
Als des nächtlichen Reiches Glücke Unterpfand...

Ein Poem von mir und meinem Engel für einander.

German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 

German Gothic Board

Startseite Chat Grüße SchwarzKultur