| Namida | [i]Ein Fremder, ein Unbekannter, eine Zahl, in nackter Statistik. Einer mehr, weiter nichts, in den Augen der Einen. Die Akte geschlossen, Kreuz neben Stern, Ein Leben beendet, nichts zu sagen, kein Gedanke verschwendet, einer mehr, weiter nichts. Ein Mensch, ein Geliebter, ein Freunde, ein Vertrauter, und soviel mehr gewesen und geblieben in den Augen des Freundes. Ein Leben gelebt, Das Leben geliebt, das Leben gehasst, Vergangen, doch niemals vergessen Gestorben, doch niemals tot. Mit ihm gelacht Mit ihm gelitten Gemeinsam gegangen, wenn auch nur ein Stück eine Alée durch Licht und Dunkelheit gemeinsam durchschritten Die Entfernung, scheint unendlich, niemals, so denkt man, werde man ihn wieder sehn doch er lacht nur wenn er euch so hört. [/i] |
| Namida | [i][b]Schutzengel[/b] Engel, Schutzengel, einst warst du mir so nahe, ich konnte dich fühlen, als ich dich brauchte. Ich konnte dich sehen, wenn ich die Augen schloss, du warst so schön! Trugst die weißen Flügel voller Stolz Strahltest vor Schönheit. Engel, Schutzengel, was ist aus dir geworden? Was habe ich, sie, was hat die Welt Dir angetan? Warum bist du nicht mehr da? Warum sehe ich, wenn ich die Augen schließe, ein armes Wesen, mit gebrochenen Flügeln am Wegrand des Lebens stehen? Warum sehe ich mein Spiegelbild, mit traurigen grünen Augen, rotgeweint? Was ist bloß passiert? Du schienst auf alles vorbereitet Voller Hoffnung, jetzt liegst du im sterben, ich kann dich nicht mehr fühlen und dein Bild verblasst. Engel, Schutzengel, warum verlässt du mich? [/i] |
| Namida | [i][b]Alleine[/b] Alleine ein Saal voller Menschen mein Seele schreit so laut sie kann mein Mund schweigt so leise er kann Alleine zwischen all den Menschen mein Herz weint mein Mund lächelt sine Maske schmückt mein Gesicht Alleine auf der Welt zwischen Leben und Tod verloren in der Zeit verloren in mir Selbst stille Menschen lachen doch in mir ist es still so laut es auch ist in dem was sie als Welt bezeichnen Leere in einer Welt voller Leben in denen Menschen lachen und doch weinen erfüllt mich weder lachen noch weinen [/i] |
| Namida | [i][b]~ Die Heimkehr ~[/b] Das Lied der Hufe Ertönt in meine Ohr, er kommt Heim, nach gewonnener Schlacht. Nächte lang, hörte ich des Schwerter Klirren sah des Blutes rot doch es war nicht sein. Nächte lang, kaum geschlafen, sah des Metalles Blitzen im Mondenschein der Nacht. Doch jene langen Nächte Sind beendet, nun da die Hufe nahen. Von Liebe getrieben Tret ich Schritt für Schritt Meinem Mann Entgegen. Keine Zeit Zu schminken Oder zu pudern Schon stehen sie hier. Der Karren ist alt, so wie er jung war, als ich ihn traf, im Mondenschein. Das Holz, standfeste Eiche, so wie er standfest war, als er um meine Hand anhielt Sie treten respektvoll Zur Seite, als ich zu ihm trete grüßen ohne Worte Der Deckel ist offen Ich sehe ihn liegen, die Augen geschlossen, leblos, leer. Der Tränen Lauf Ist nicht zu stoppen, sie küssen seinen Mund der mich nie mehr küssen wird. Meine Hände Suchen seine Wärme, doch nur den Tod ertasten sie. Er ist heim gekehrt, kein Warten mehr, kein Bangen, und kein Hoffen.[/i] |
| Namida | [i][b]Fragen eines Engels[/b] Mama, fragt der kleine Engel mit den widerspenstigen Locken erzähle mir, aus der Zeit, als du klein warst. Mama, erzähl mir, warum Papa starb, im Düster eines Krieges, für den er nur Verachtung fand. Mama, sag mir, warum Kinder starben, weil sie niemals aßen, während andere vor lauter Fett, den Geist aufgaben. Mama, sag mir, warum Anne Nachts weint und voller Angst, kaum schlafen kann. [/i] |
| Namida | [i][b]Müde[/b] Ein Blick aus dem Fenster, so dunkel ist die Nacht, so still und ruhig, ich möchte für immer in ihren Armen liegen ruhen. Die Müdigkeit So tief in mir, möchte nicht länger singen und tanzen, in einer Welt, in der nur die Verzweifelten tanzen Dunkle Mutter, lass mich schlafen! Heute Nacht Und immer da. Ich bin so müde Will nach Haus![/i] |