| Wygnus | Das Leben Gefangen in tiefer Trauer und Einsamkeit Gequält von Erinnerungen an verlorene Schätze, nicht genutzte Chancen, zerplatzte Träume. In sich allein, gefangen, unfähig auszubrechen. Von den wichtigsten Personen nicht verstanden, unfähig sich ihnen zu erklären. Weder den Mut haben noch Fähigkeit zu besitzen, sich ihnen zu erklären, ihnen zu beichten was einen bedrückt, einen innerlich langsam und schmerzvoll zerfrisst. Eine Welt in der Trauer den größten Platz einnimmt, wo die Nachrichten nur noch aus Hass und Greuel zu bestehen scheinen. Unfähig zu helfen, frustriert von der Blindheit anderer. Freunde die einem Helfen wollen, doch unfähig sein sich ihnen zu öffnen, ihnen einen Blick auf das Monstrum Seele zu gewähren. Im Inneren ein Kampf. Gut gegen Böse in allen Schattierungen. Angst vor sich selbst, beim entdecken der grausamen Potenziale die in einem schlummern. Moral und Überzeugung Gegen Frust und Wahn. Angst vor sich, Angst vor der Welt, Angst vor dem Leben, Angst vor dem Schmerz. Bereit sein den Schmerz zu erdulden, sich selbst zu quälen, sich absichtlich diesem Schmerz zufügen, um andere die einem lieb sind zu schützen, ihnen den Blick auf den Kummer zu ersparen, allen Schmerz von ihnen abzuhalten, obwohl sie nicht mal wissen, was sie einem noch bedeuten. Was ist ein solches Leben noch wert? Viel, auch wenn der Schmerz überwiegt und einen zugrunde richtet, denn solange man lebt, erspart man anderen diesen Schmerz. |
| Wygnus | Kraft aus Verzweiflung Man fühlt sich leer, ausgebrannt, aber auf einmal ein Hoffnungsschimmer am Horizont. Man baut sich auf, denkt es wird besser, doch auf einmal bricht alles zusammen, wie ein schlecht gebautes Kartenhaus in einem starkem Sturm Es ist schlimmer als zuvor Trotzdem sammelt man die Trümmer ein, baut wenn auch ohne Sinn was neues auf Dann wieder Hoffnung, man genießt wieder die Tage und freut sich wieder beim aufwachen, erwartet den Tag voller Freude. Man erkennt ein neues Ziel, etwas das man voher für unmöglich hielt. Es kommt Hilfe und dadurch Euphorie. Man freut sich darauf, schwelgt in Vorfreude, fängt an zu Träumen Doch dann wird einem der Boden fast rücksichtslos unter den Füßen weggezogen Man ist ratlos, doch kann keinen Hass empfinden Nach einem kurzem Stillstand, als ob sich Luft in feste Materie verwandelt hätte und sich wieder erinnert, dass sie doch nur Luft ist kommt der Absturz Gnadenlos Unaufhaltsam Man liegt wieder am Boden ratlos, umgeben von Freunden und doch allein Man weiß es ist vorbei! Doch irgendwoher, aus der tiefsten Verzweiflung kommt eine neue Kraft, unerklärlich und bricht wie ein hysterisches Lachen hervor. Man ist von der Kraft erfüllt, einer Kraft die man nicht will, von der man nicht weiß woher sie kommt, warum sie kommt. Aber trotzdem ist die Kraft da. Man nutzt sie, weil es nicht anders geht. Das Wissen um den erneuten Aufstieg ist da, er kommt ob man will oder nicht. Man akzeptiert und weiß es wird besser, durch diese Kraft, die Kraft der Verzweiflung. Doch in Inneren, ganz unbemerkt, stirbt ein Stück der Seele unwiederbringlich ab |