| Mortia | Nur selten am Tag, zu Hauf in der Nacht- denn von der Finsternis zehren Sie- gleich einem giftigen Odem lecken Ihre Zungen durch den Spalt der Tür deines Geistes bis ins Innerste. Um zu verderben und zu verwüsten, lassen verbranntes Land zurück. Sie, die grossen Erzähler von Lust und Leid. Sie, die dir mit jedem brodelnden Kuss mehr des Geheimnisses, dass die grausame Schau des Lebens selbst ist, offenbaren. Sie, die an deiner Seite und dich führend den Garten der Schatten erkunden. Sie, die die Schatten lüften. Die Wunden der Erkenntnis schwelen, der Quell des Lebens- Eiters versiegt einmal eröffnet nie. Und in selbstzerstörerischer Wonne, dem Morphinisten gleich, erwarte ich wohlig den Gnadenstoss. |
| Mortia | Übers Land geflogen, hoch hinaus, ausgebreitete Schwingen, der Wind der Vergangenheit zaust das Haar. Tief unten die Zukunft. Abgehoben, frei, sorglos. Dann die Wende. Was wäre, wenn der Absturz käme, das Bewusstsein, das Nicht- Fliegen können? Die Folge- bodenloser Fall. Verzweiflung, Hass, Angst. Aufs Land gestürzt, tief hinab, es klebt Blut an den Schwingen. |
| Mortia | Sinn in der Abwesenheit des Sinns Sinnlosigkeit als Maxime Chaos ist Dogma Dogmen bilden Religion Religion ist Motor Motor ist Maschine Maschine ist Werk Werk ist Schöpfung Schöpfung führt zu Schöpfer Ist Gott tot? Ja! Hat das Sinn? Sense in the absence of sense Senslesness as a maxime Chaos is dogma Dogma builds religion Religion is motor Motor is machine Machine is opus Opus is creation Creation points to creator Is god dead? Surely! Is that of any sense? |