| blackeyed | Da bist Du bedauernswertes Elend Kotzt Dir die Seele aus dem Leib In Deinem Hirn das Wissen schwelend Dies ist kein netter Zeitvertreib Komm her, laß es mich Dir erklären Es gibt die eine Lösung nur Der Hunger muß erst an Dir zehren Stirb, Du dumme Kreatur. "Hab Mitleid!", schreist Du kleine Frau. Mehr Kind bist Du als voll erblüht. Die Knochen bloß, die Hände kalt, Die haut von ekelhaftem Grau. Ich sag Dir das nun unverblümt Zur Rückkehr bist Du schon zu alt. |
| blackeyed | Wie ein Vogel fliegt meine Seele hinaus Vor Einsamkeit kraftlos über das atemberaubende Land Der Schrecken vom Anblick meines eigenen Ichs Traurig ist das Ende Verwüstet durch nagende Furcht Vorm Sturz in den Abgrund Den Blicken der Welt ausgesetzt Flüchte ich mich in den Tod Die, die sich Menschen nennen Konfrontierten mich meiner Dummheit und Schuld Und brachen mir das Herz |
| blackeyed | Unter der Birke sah sie einst Leben kriechen Damals beschwert von Hoffnung, beflügelt von Liebe, Zwang sie fremde Lust Wasser zu atmen. Der Sprößling ihres geschändeten Körpers glitt sanft in die andere Welt. Während ER ihr den Kopf streichelte, ereilte die Ache ihres Kindes der Tod. Und ein Röcheln entstieg dem- von blutbesudelten Händen umschlungenen- Hals. Ihre Kehle, ein starrer Knochen, zu keinem Widerspruch fähig. Doch dem Körper unter der Birke- zerfressen von Würmern zu schwarzer Erde- entfuhr ein letzter Schrei. Entrüstet über das Schweigen der anderen. |
| blackeyed | Bedroht von Angst, wandte sie sich um Schwarze Sterne geblendet vom Mond Schmerz umhüllte sie sanft Und brachte Erlösung Kein Haß mehr, der wie Blut Die Augen verklebte Keine ewige Nacht mehr, endloser Himmel Lust traf sie wie ein Schlag Ekstase brachte Licht Grasgrünes Glück entfuhr ihr in Einem Schrei Das Ende kam, trug sie sanft hinfort Das Atmen verblich Wich dem endlosen Land der Erfüllung |
| blackeyed | Still liegt der See da unterbrochen nur von Tod vergessen, vorbei |
| blackeyed | Wolken ziehen vorbei Und Du sitzt hinterm Fenster Der Tag ein Einerlei Und Du siehst Gespenster Schwermut verjagt von der Sonne Nur Du fühlst sie. Alle schwelgen in Wonne Nur Du suchst sie Dein Magen zum Platzen voll Deine Hände kalt Deine Augen rot Die Musik läuft in Moll Dir dämmert es bald Du bist schon tot. |
| blackeyed | Angst lähmt mich gleich einer Ahnung von Gewalt und Verlust Ist Scheu nichts anderes als der Sinn der Täuschung? Dann wieder die Schönheit des Gefühls zu Hause zu sein. Daheim. Daheim. In Liebe und Wärme. Doch im Blut die Droge bringt Rausch, Lust, Ekstase. Und vor dem Grab kommt der tiefste Punkt, die Katastrophe Das Erwachen erreicht mich Wie ein Knall das Ohr. Vertraut umschmiegt mich der Tod In schwarze Begierde konzentriert Nach einer Weile ist der Schmerz fast Entzücken Die Fesseln scheinen vertraut. Und die Gier wird stärker. |
| blackeyed | Klar ist der Himmel Gedanken würden erwachen Schlüge Dein Herz noch |
| blackeyed | Im Rausch der Geburt zerfressen Würmer die Angst Und der Ekel verschwindet Die neue Heuschreckenplage erobert das Land Zurück bleibt Asche, doch nur der Hunger tötet Insekten Nicht Feuer oder Gift entscheiden den Kampf Alles Fliehen ist vergebend, der Beginn ist Blut Schmerz die Folge, unerträglich zerrend Und Erlösung bietet nur der Tod Doch irgendwann fängt das Herz wieder an zu schlagen Durch die Adern strömt nährende Flüssigkeit Und der kaum vernehmbare Takt ist dein eigener Puls Du ersehnst die Heilung, die das Leben in deinen Körper einschließt Die neuerweckte Kraft bringt Verstehen Dein Brustkorb ist nur eine willkommene Brutstätte Das Bewußtsein trennt sich vom Körper und neues Leben schlüpft So schließt sich der Kreis. |
| blackeyed | Silbern schimmern Sterne dort am Horizont in Ewigkeit begleiten sie MICH |
| blackeyed | Die Vergangenheit hinter Dich lassend Setzt Du Fuß um Fuß nach vorn Den Schrecken der Zukunft nun erfassend Packt Dich neuer kalter Zorn Überwundene Schmerzen scheinen blaß Zu bewältigen sind die neuen Gegen die Welt erfasst Dich blanker Haß Ihr Untergang würde Dich freuen Du hast keine andere Wahl Pack Dein Schicksal endlich an Es läßt sich nun mal nicht vermeiden Du unterwirfst Dich jetzt der Qual Festgelegt in uns’rem Plan Ergötzen wir uns Deiner Leiden |
| blackeyed | In feuchter schwarzer Erde Ertasteten Wurzeln nährendes Fleisch Erst jung war der kleine Körper verscharrt worden. Die Weide sog das letzte Leben auf. Und das Schicksal des zarten Körpers. So tragisch, so ergreifend war es, daß der Baum erbebte. Nichts anderes als die ganze Traurigkeit durchdringen, verlangte es das Holz. Sich zurückzuziehen in die Erde. Nun hängen schon die weichen Äste herab. Und eines Tages werden Weide und Körper eins sein. |
| blackeyed | Morgen wird es schön Hört man in den Straßen laut Doch man wird getäuscht |
| blackeyed | Der Verstand ist taub vor Müdigkeit Geräusche gefiltert durch verklebtes Blut. Erwachst Du in schwärzender Nacht. Der Ort ist Dir fremd. Feuchtes Laub tanzt um Deine Füße. Die Erinnerung an alles ist fade. Die Welt fühlt sich falsch an. Bist Du hier geboren oder Dein Denken nur der Wahn eines verrückten Kindes. Du verzweifelst. Realität ist tot. |
| blackeyed | Feuer sprengt den Stein, flüchtig ein Irrlicht matt in der Nacht. Das Schwarz der Schatten verschluckt jedwege Farbe. Der Takt einer fernen Musik erinnert Dich tausender Nadeln gleich Des Schmerzes Deiner Einsamkeit. Fetzen von Papier sprechen von Form und Klang. Alles ist zu laut, zu blechern, Wispern der unbekannten, vertrauten Sprache verwirrt Dich. Dumpf ist das Schweigen Deiner verdorrten Kehle Ein einzig falsches Wort ist Tod. Rhythmus bricht. Trommeln platzen. Stille martert. Taub. |
| blackeyed | Einer Krankheit gleich breiten sie sich in Schwärmen aus Die Seuche, die uns quält hat das Gewicht von tausenden Insekten Dort oben in den Wolken scheint die Luft so viel klarer Fliegen schwirren in Deinen Gedanken Und der Kampf gegen Dich selbst wird zur blutigen Schlacht Die Mission bleibt unvollendet Rote, lähmende Angst macht das Atmen schwer Ersticken ist unabwendbar in diesem Meer aus schwarzen Seelen Zu wenig Blut zwingt Dich zur Flucht aus dem gebrochenen Körper kein Ausweg mehr Das Leben ist Sterben in Raten Dann schließlich der Tod. Das Grab die Erlösung aus unerträglicher Lethargie. |
| blackeyed | Mord ist nichts anderes als eine Bewegung Bei der das Opfer zum Ausgleich des Hasses sterben muß Und Arbeit gipfelt immer in Erschöpfung Im Erfolg finden wir Genugtuung Wenn der Traum sich zu unserem Zufrieden erfüllt Der Schlacht mit all den Helden, all dem Lärm Folgt unweigerlich Ruhe Im unschuldigen Schlaf vergessen wir die Wärme von ausströmenden Blut Doch Schüsse kehren zurück Der Donner ist die konsequente Folge Der hellen Erscheinung dort oben im Himmel Der Sturm und das Wasser verwirren uns Die Erkenntnis kommt mit dem Erwachen Schuld plagt uns So werden wir eins mit dem Element Tod |