German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 
  Forum: Verlassene Gärten
    Thema: Erdwerk
blackeyedDa bist Du bedauernswertes Elend
Kotzt Dir die Seele aus dem Leib
In Deinem Hirn das Wissen schwelend
Dies ist kein netter Zeitvertreib

Komm her, laß es mich Dir erklären
Es gibt die eine Lösung nur
Der Hunger muß erst an Dir zehren
Stirb, Du dumme Kreatur.

"Hab Mitleid!", schreist Du kleine Frau.
Mehr Kind bist Du als voll erblüht.
Die Knochen bloß, die Hände kalt,

Die haut von ekelhaftem Grau.
Ich sag Dir das nun unverblümt
Zur Rückkehr bist Du schon zu alt.
blackeyedWie ein Vogel fliegt meine Seele hinaus
Vor Einsamkeit kraftlos über das
atemberaubende Land
Der Schrecken vom Anblick meines
eigenen Ichs
Traurig ist das Ende
Verwüstet durch nagende Furcht
Vorm Sturz in den Abgrund
Den Blicken der Welt ausgesetzt
Flüchte ich mich in den Tod
Die, die sich Menschen nennen
Konfrontierten mich meiner Dummheit
und Schuld
Und brachen mir das Herz
blackeyedUnter der Birke sah sie einst Leben kriechen
Damals beschwert von Hoffnung, beflügelt von Liebe,
Zwang sie fremde Lust Wasser zu atmen.

Der Sprößling ihres geschändeten Körpers
glitt sanft in die andere Welt.

Während ER ihr den Kopf streichelte,
ereilte die Ache ihres Kindes der Tod.
Und ein Röcheln entstieg dem-
von blutbesudelten Händen umschlungenen-
Hals.

Ihre Kehle, ein starrer Knochen, zu keinem
Widerspruch fähig.

Doch dem Körper unter der Birke-
zerfressen von Würmern zu schwarzer Erde-
entfuhr ein letzter Schrei.

Entrüstet über das Schweigen der anderen.
blackeyedBedroht von Angst, wandte sie sich um
Schwarze Sterne geblendet vom Mond
Schmerz umhüllte sie sanft
Und brachte Erlösung

Kein Haß mehr, der wie Blut
Die Augen verklebte
Keine ewige Nacht mehr, endloser Himmel

Lust traf sie wie ein Schlag
Ekstase brachte Licht
Grasgrünes Glück entfuhr ihr in
Einem Schrei

Das Ende kam, trug sie sanft hinfort
Das Atmen verblich
Wich dem endlosen Land der Erfüllung
blackeyedStill liegt der See da
unterbrochen nur von Tod
vergessen, vorbei
blackeyedWolken ziehen vorbei
Und Du sitzt hinterm Fenster
Der Tag ein Einerlei
Und Du siehst Gespenster

Schwermut verjagt von der Sonne
Nur Du fühlst sie.
Alle schwelgen in Wonne
Nur Du suchst sie

Dein Magen zum Platzen voll
Deine Hände kalt
Deine Augen rot

Die Musik läuft in Moll
Dir dämmert es bald
Du bist schon tot.
blackeyedAngst lähmt mich gleich einer Ahnung
von Gewalt und Verlust

Ist Scheu nichts anderes als der Sinn der Täuschung?

Dann wieder die Schönheit des Gefühls zu Hause zu sein.
Daheim. Daheim. In Liebe und Wärme.

Doch im Blut die Droge bringt Rausch, Lust, Ekstase.

Und vor dem Grab kommt der tiefste Punkt, die
Katastrophe
Das Erwachen erreicht mich
Wie ein Knall das Ohr.

Vertraut umschmiegt mich der Tod
In schwarze Begierde konzentriert

Nach einer Weile ist der Schmerz fast Entzücken
Die Fesseln scheinen vertraut.
Und die Gier wird stärker.
blackeyedKlar ist der Himmel
Gedanken würden erwachen
Schlüge Dein Herz noch
blackeyedIm Rausch der Geburt zerfressen Würmer die Angst
Und der Ekel verschwindet

Die neue Heuschreckenplage erobert das Land

Zurück bleibt Asche, doch nur der Hunger tötet Insekten
Nicht Feuer oder Gift entscheiden den Kampf

Alles Fliehen ist vergebend, der Beginn ist Blut
Schmerz die Folge, unerträglich zerrend
Und Erlösung bietet nur der Tod

Doch irgendwann fängt das Herz wieder an zu schlagen
Durch die Adern strömt nährende Flüssigkeit
Und der kaum vernehmbare Takt ist dein eigener Puls

Du ersehnst die Heilung, die das Leben in deinen Körper einschließt

Die neuerweckte Kraft bringt Verstehen
Dein Brustkorb ist nur eine willkommene Brutstätte
Das Bewußtsein trennt sich vom Körper und neues Leben schlüpft

So schließt sich der Kreis.
blackeyedSilbern
schimmern Sterne
dort am Horizont
in Ewigkeit begleiten sie
MICH
blackeyedDie Vergangenheit hinter Dich lassend
Setzt Du Fuß um Fuß nach vorn
Den Schrecken der Zukunft nun erfassend
Packt Dich neuer kalter Zorn

Überwundene Schmerzen scheinen blaß
Zu bewältigen sind die neuen
Gegen die Welt erfasst Dich blanker Haß
Ihr Untergang würde Dich freuen

Du hast keine andere Wahl
Pack Dein Schicksal endlich an
Es läßt sich nun mal nicht vermeiden

Du unterwirfst Dich jetzt der Qual
Festgelegt in uns’rem Plan
Ergötzen wir uns Deiner Leiden
blackeyedIn feuchter schwarzer Erde
Ertasteten Wurzeln nährendes Fleisch
Erst jung war der kleine Körper verscharrt worden.

Die Weide sog das letzte Leben auf.
Und das Schicksal des zarten Körpers.

So tragisch, so ergreifend war es, daß der
Baum erbebte.

Nichts anderes als die ganze Traurigkeit
durchdringen,
verlangte es das Holz.
Sich zurückzuziehen in die Erde.

Nun hängen schon die weichen Äste herab.

Und eines Tages werden Weide und Körper eins sein.
blackeyedMorgen wird es schön
Hört man in den Straßen laut
Doch man wird getäuscht
blackeyedDer Verstand ist taub vor Müdigkeit
Geräusche gefiltert durch
verklebtes Blut.

Erwachst Du in schwärzender Nacht.

Der Ort ist Dir fremd.
Feuchtes Laub tanzt um Deine Füße.

Die Erinnerung an alles ist fade.
Die Welt fühlt sich falsch an.

Bist Du hier geboren
oder Dein Denken nur der Wahn
eines verrückten Kindes.

Du verzweifelst. Realität ist tot.
blackeyedFeuer sprengt den Stein, flüchtig
ein Irrlicht matt in der Nacht.

Das Schwarz der Schatten verschluckt
jedwege Farbe.

Der Takt einer fernen Musik
erinnert Dich tausender Nadeln gleich
Des Schmerzes Deiner Einsamkeit.

Fetzen von Papier sprechen von Form und
Klang. Alles ist zu laut, zu blechern,

Wispern der unbekannten, vertrauten Sprache
verwirrt Dich.
Dumpf ist das Schweigen Deiner verdorrten Kehle

Ein einzig falsches Wort ist Tod.

Rhythmus bricht. Trommeln platzen.
Stille martert. Taub.
blackeyedEiner Krankheit gleich breiten sie sich in Schwärmen
aus
Die Seuche, die uns quält hat das Gewicht von
tausenden Insekten

Dort oben in den Wolken scheint die Luft
so viel klarer

Fliegen schwirren in Deinen Gedanken
Und der Kampf gegen Dich selbst
wird zur blutigen Schlacht
Die Mission bleibt unvollendet

Rote, lähmende Angst macht das Atmen
schwer
Ersticken ist unabwendbar in diesem Meer
aus schwarzen Seelen

Zu wenig Blut zwingt Dich zur Flucht
aus dem gebrochenen Körper
kein Ausweg mehr

Das Leben ist Sterben in Raten

Dann schließlich der Tod. Das Grab
die Erlösung aus unerträglicher Lethargie.
blackeyedMord ist nichts anderes als eine Bewegung
Bei der das Opfer zum Ausgleich des Hasses
sterben muß

Und Arbeit gipfelt immer in Erschöpfung

Im Erfolg finden wir Genugtuung
Wenn der Traum sich zu unserem Zufrieden
erfüllt

Der Schlacht mit all den Helden, all dem Lärm
Folgt unweigerlich Ruhe
Im unschuldigen Schlaf vergessen wir die Wärme
von ausströmenden Blut

Doch Schüsse kehren zurück
Der Donner ist die konsequente Folge
Der hellen Erscheinung dort oben im Himmel

Der Sturm und das Wasser verwirren uns

Die Erkenntnis kommt mit dem Erwachen
Schuld plagt uns
So werden wir eins mit dem Element Tod

German Gothic Board
 
Boardansicht: Klick HIER und betrachte das Thema mit allen Funktionen direkt im Board.

 

German Gothic Board

Startseite Chat Grüße SchwarzKultur