| VampireMiyu | Zerspringende Seele Die Geschichte eines fröhlichen Mädchens Hörst du mein Schreien? Hörst du mein Rufen? Wie lange soll ich noch suchen? Wie lange ignorierst du mich noch? Stürzt mich in ein tiefes schwarzes Loch... Ich war dir egal Bin es noch Es ist eine Qual Und ich vermisse dich doch Du kamst nach hause Brauchtest eine Pause von dem ganzen Gesaufe Nie vor der Nacht Du dachtest du hättest Macht Macht über deine Kumpanen! Über deinen Chef! Über deine zehnjährige Tochter... Doch du hast nur Hass entfacht Deine Blicke waren kühl Wusstest du wie ich mich fühl? Wenn du mich anstarrtest Als ob du auf etwas von mir wartest. Was wolltest du, dass ich mache? Irgendetwas was noch mehr Schmerz entfachte? Deine Augen taten mir auf der Seele weh Kann ich nicht einfach gehen? Musst du alte Wunden immer wieder aufreißen? Mich wieder ins Feuer schmeißen? Es riss tiefe Wunden in mein Herz Zu sehen des Mutters Schmerz Deine ertrunkene Wut War wie eine unüberwindbare Flut Du hast mich betrogen Hast mich verletzt Belogen Versetzt Dein aufgeblühter Hass und Stolz Verglühte vor mir wie entflammtes Holz Ich lernte zu vergessen Mich mit deinen Blicken zu messen Die Schule brachte die Erlösung Du hattest keine Ahnung Ich wollte nicht heim Fühlte mich jedes Mal betrogen wie ein mieses Schwein Wenn eine Freundin von ihrem Vater erzählte Und ich mich durch Ausreden quälte Nur der Gedanke an meine Mutter Brachte mich wieder zurück Ich diente dir nur als Streitfutter Verlassen hatte mich das Glück! Saß in meinem Zimmer Allein Das war ich immer Fein! Ich lernte damit umzugehen Niemand konnte mir etwas ansehen Du hast mein Leben zerstört Hast du mich gehört? Ich habe oft versucht es zu beenden Einfach von dieser Erde zu verschwinden Doch mein Wille war zu groß Ich wartete immer von dir auf den nächsten Stoß Wann brüllst du wieder? Damals war mir der Tod einfach lieber Der Schmerz wurde zu schwer Was wollte ich mehr? Ich redete mit dir Sahst mich wieder an wie ein mieses Tier Ich schrie los Das Leid war zu groß! Du ignoriertest mich Wer war denn ich? Ein Niemand Ein Kind Das hat keine Meinung Es weis ja nicht Was hier los ist.... Selbstzweifel kamen und gingen Wieso konnte man mich nicht umbringen? Es wäre so leicht gewesen Es gab so viele aufgestellte Thesen Wir gingen schnell und leise Auf eine weite Reise Nun leben wir hier Ohne Alkohol und Bier Doch die Wunden sind noch da Falleri und Fallera Immer wenn in meiner Clique das Wort Vater erklingt Meine Seele zerspringt Ich in meine Gedanken versink Tränen schießen mir in die Augen Lies es zu, dass sie mir meine Hoffnung aussaugen Es gibt noch immer Tage An denen ich die Last wieder auf den Schultern trage Sie wird nicht leichter Doch dafür mein Wille immer seichter... Ich will nicht mehr leiden! Will dich nur noch meiden! Der Schmerz kommt wieder Ich knie nieder Bete zu Gott Schick mir den sicheren Tod.... Und doch bleibe ich deine Tochter Auf immer und ewig... Amen ---------- was meint ihr zu diesem gedicht? ich finde es sagt viel aus.... |
| vertikalidiot | mein gott. du hast dir ja ne menge mühe gegeben. zeit hast du dir wohl auch dabei gelassen. es sagt nur leider nicht mehr aus als das die ängste vor vätern in jedem von uns kriechen. es wäre schön ein bischen mehr zu erfahren damit es eine richtige geschichte wird. wenn es aber keine geschichte sondern ernsthaft erlebtes ist (leider schreibst du nichts außer den "Anschreiereien" als info - was heißen kann das du ein sensibelchen und prinzesschen bist - nimms mir nicht übel) dann herzlichen glückwunsch das du dich durchgerungen hast einzusehen das sich mitzuteilen der bessere weg ist aus einer seelischen einsamkeit zu entwischen. dann werde ich es auch so als mitteilung ohne nachfrage gellten lassen, außer du änderst das von selbst. falls du nur anerkennung brauchst, ist das ein guter weg. (eminem machts auch nicht anders-nur noch komerzieller) falls du aber dachtest dies soll eine story sein die gut klingt und berühren soll was in mir steckt ( familienprobleme kennt ja schließlich jeder / und niemand hat ein recht zu behaupten er sei am schlimmsten betroffen worden / wir sitzen alle im selben boot) dann gebe ich dir diesen tip: achte auf "struktur"(reimen ja/nein / freier vers ja/nein / hans sachs versmaß ja/nein usw.usw.); finde heraus was aus deiner seele sprudelt schreibe nur was frei aus dem herzen kommt (babys werden auch "frei" geboren und doch kann es schmerzen kosten); laß dich inspirieren (das ist manchmal das schwerste). ansonsten kann ich dir nur sagen: vom inhalt her sind schwingungen erkennbar, aber laß dir keine falschen lobeshymnen gefallen (... du hast super geschrieben, das ist doch nicht leicht über so ein thema zu schreiben... usw usw) scheiß´auf sie. nimm nur lob an das du verstehst und nachvollziehen kannst. hol den kern der geschicht genauer ins licht des interesses. "ein gedicht muß sich immer selbst mitteilen können"(paul celan) das darf nicht heißen es ist einfach zu schreiben. (ließ: giesela steineckert ((egal)) ; bertold brecht (an die nachgeborenen) ;paul celan (die todesfuge); else lasker schüler (es ist ein weinen in der welt ; [url]http://members.aol.com/woheisch/index1.htm[/url] ) ich hoffe du kannst mit meinem briefchen was anfangen. viel spaß beim weiterschreiben |
| vertikalidiot | achso sorry ich vergaß. auf der internetseite solltest du dann auf "expressionismus/L" klicken. und nun noch für die anderen texte links: [url]http://www.celan-projekt.de/video-celan-todesfuge.html[/url] (celan) [url]http://www.vgt.ch/vn/0002/brecht.htm[/url] (brecht)[url]http://www.nitzsche-unger.de/gisela-steineckert/links.htm[/url] ( steineckert (als ich fortging)) |