| infernal_angel | [U]hurt[/U] In your eyes a fury flickers Like a snarling fire flame. You would never harm somebody But there’s noone who could tame. Then you need to hurt yourself. Afterwards you feel the shame. When you swear to cease you know Next depression, it’s the same. |
| infernal_angel | [U]Waisenkind[/U] Ein verwaistes Kind der Liebe Wandelt durch den Lichterschein, den die Welt auf all das wirft, was nicht will verborgen sein. Hatte sich zurückgezogen In die Schwärze seines Raums, doch dort konnte es nicht finden Innig Liebe seines Traums. So spazierte es entlang Engen Straßen, Richtung Glück. Zwang sich jeden Tag aufs Neu: „Darfst nun nie mehr schaun zurück.“ Und nach Jahren wilden Taumels Ging die Hoffnung und verschwand. Es war traurig und litt Qualen, da es niemals Liebe fand. Dabei sollte doch die Liebe Sinn des ganzen Lebens sein. Doch es blickte in den Spiegel, wusste stets: ich bin allein. Nun verschließt es sich erneut Hinter Riegel, hinter Tor. Still die Frage pocht im Kopf, wann es das Gefühl verlor. |
| infernal_angel | [U]5 seconds[/U] Dreaming in the moonlight shadow Grabbing after silver stars Isolated from the day Miles away of what you say. Words they seem so meaningless And your laughter is so shrill. Why should you know what’s inside me As long as I myself can’t see. Hiding in my glas bowl Captured by a memory That had better never come. Smiles make me aggressive Since I see through the illusion. Five seconds left to run. |
| infernal_angel | [U]Glück[/U] Das Glück winkte nur kurz Und leblos uns zurück. Es fiel rasch ohne Halt Erneut ein kleines Stück. Das Glück, es ist nicht treu, führt Krieg gegen das Leben. Dabei ist doch das Glück Das, wonach wir streben. |
| infernal_angel | [U]Ödland[/U] Was übrig blieb war nur Ödland, verlassen, fremd. Sonnenglut hatte es verbrannt, unter Kälte war alles erstickt. Auf schwarzem Boden, ölgetränkt, wuchern schroffe Felsen mit Kanten schneidend scharf. Lähmend. Klebrig. Hässlich. Manchmal finden Wanderer hierher. Die kehren sich ab, suchen weiter das rote Paradies. Sie schmähen die kühle Finsternis. Mit schmerzenden Augen sehe ich ihnen nach, wünsche mich mit ihnen Fort von mir. |
| infernal_angel | [U]... Ob Du Denn Noch Lebst. [/U] Manchmal siehst du keinen Weg Und der Abgrund schließt dich ein. Du willst fliehen, nur noch weg. Freier Fall in Ewigkeit. Manchmal ist Melancholie Nicht mehr Freund und nur noch Feind. Stumm die schwarze Symphonie Tot in roten Tränen treibt. Manchmal fängt dich Zorn und Wut Bis du dich nach Strafe sehnst. Und da niemand sich bemüht, fügst du dir selbst Schmerzen zu. Manchmal ist die Nacht so karg Und so einsam ist das Bett. Wachst du auf am nächsten Tag Fragst du, ob du denn noch lebst. |
| infernal_angel | [U]Come Over[/U] The sky won’t fall forever My heart be filled someday. Try banishing the emptiness And follow straight the way. I’m hanging ‘round in sleepless nights Observing darkness, open wide. I wonder what I did to you That you are not here by my side. I’m tired of my life alone And of my soul so cold and lost. Come over cause I know it’s you Whose warmth and touch can melt my frost. Why can’t you come and take away This cruel pain inside of me? Yes, I would hold you till the end There’d be no you or me. Just we. |
| infernal_angel | [U]Euthanasie[/U] Er lief auf und ab im weißen Flur. Man hörte nur das Ticken der Uhr. Er hatte Glück, sein Arm tat ihm weh. Sie lag halbtot im sterilen OP. Wochen vergehen, am Bett er stets wacht bis sie endlich aus dem Koma erwacht. Er hält ihr die nasse Hand und spricht: "Ich bleibe hier, es ist meine Pflicht." Doch sie zu sehen ist so schwer, wie sie sich windet, hin und her. Unter seiner Hand, die Stirn so heiß, ein kaltes Feuer auf Haut schneeweiß. Rabenaugen blicken zu ihm empor, Ein Wispern drängt sich an sein Ohr. "Wenn du mich liebst, dann zieh den Schlauch oder stich mir ein Messer in den Bauch. Ich sieche doch nur noch dahin oder erkennst du noch, wer ich bin?" Er zieht verschreckt den Kopf zurück, verstummt bei ihrem trüben Blick. Sie will, wenn er sie recht verstand, dass er sie tötet bei eigner Hand. Zerrissen ist er, voller Qual. Zerrissen ob der grausamen Wahl. Lässt er sie nun noch länger leiden oder führt er herbei, was sich nicht lässt vermeiden? Soll er sie berauben ihrer letzten Stund? Tränen brennen seine Wangen wund. In ihrem Blick liegt ein Betteln und Flehen: "Sag, kannst du meine Schmerzen nicht sehen? Gib mir noch einen Abschiedskuss, dann, bitte, tu, was du tun musst." Zitternd küsst er sie ein letztes Mal. Ein letztes Seufzen im leeren Saal. |
| infernal_angel | [U]Draußen in der Andern Welt[/U] Erbärmlich ist, dass ich hier sitz Und laut klag mein Leid. Da zugleich in dieser Welt Ein Kind um Leben schreit. Hunger, Elend und Misstraun Könnt Ihr in seinen Augen sehn. Kaum zu ermessen ist es uns, was alles dem Kind ist geschehn. Geliebt wurde es wohl nie, empfing nur Hass und Hiebe. Wir nutzen ihren Glanz hier ab - was ist für uns schon Liebe? Sie geht einher mit Geld und Macht Und misst sich an der Spiegelwand. Da draußen ist sie für ein Kind Auf seiner Haut die warme Hand. |
| infernal_angel | [U]Time Passes[/U] The brids cry and it grows cold. Sun went down four weeks ago She’s overslept rebirth. I’m laying down into my bed And write again cause all is wrong And words do ease the pain. Time passed as I once sucked The tristesse out of such days To satisfy masochistic needs. Now is the time I’m longing for The Northern Light’s reflection. I’m sick of velvet darkness. |
| infernal_angel | [U]Herbstimpressionen[/U] Jemand schlägt die Regenpeitsche Gegen Wände und gräbt sie In den weichen Boden ein. Erst in tiefen Furchen schläft Auch die klamme Nässe ein. Sandblätter klammern sich Verzweifelt an ihre Mütter. Kraftlos nabeln sie sich ab Und lernen in dem Windtumult Wie man hoch und höher fliegt. Der Zauberhimmel, eben noch Voller schwarzer Winterwolken, wünscht sich einen Regenbogen. Das Licht der Sonne heilt alsbald Der Peitsche blut’ger Striemen. |
| infernal_angel | [U]Sternenlicht[/U] Sie hatte bereits angeklopft, versucht mich zu verschlingen. Mit deinem weißen Licht in mir Konnt ich sie niederringen. Das Licht, das du mir mitgebracht Vom Sternenmeer so fern, es ließ die Müdigkeit in mir seither nicht wiederkehr’n. Ich habe dieses Sternenlicht Im schwarzen Herz vergraben. Und wenn du einmal von mir gehst Werd ich davon noch laben. |
| infernal_angel | [U]Too Much To See[/U] Compulsively dissatisfied And always on the run. Beaten by reality Searching for a gun. Too much to see Too much to suffer And noone there Who offers cover. We wait for dawn And hope for light But what remains Is cold black night. |
| infernal_angel | [U]How Could I Ever You Adore?[/U] Thy beauty causes pain. At night I don’t get calm. My skin is burning warm Beneath blood flows like rain. Darkness is an endless shore Waves crushing in agony. Stunned by what you did to me. How could I ever you adore? I neither spit my sorrow out Nor would I grab your hand at fall. Admit, you wouldn’t care at all. You don’t know what’s love about. |
| infernal_angel | [U]A Place Far Beyond[/U] Take my hand and dive with me Into my own melancholy. On soft velvet place you down And forget about all frown. Be sad whenever you want to And cry whenever you need to. Never again you have to hide. There’s no pain you can’t abide. I release you from compulsion. You won’t hear any convulsion. It’s our place beyond their world. It’s a place for souls unfurled. |
| infernal_angel | [U]Left[/U] Surrendered and still fighting In the bitter war of life. Heaven is so far away And night so near to reach. Sick of all the lies Of all the fairy tales. Blow up my illusion Of a better dawn. I’m not guilty and I won’t pay the price. For the wounds you left With your sinful lies. Here I’m standing. Helpless. Who can mend my life? Broken glass in my hands Reflecting what I’ve been. |
| infernal_angel | [u]Kramer[/u] Kramer war ein Mann, wie man ihn denkt. Ein Mann, der auch Fremden Ein Lächeln schenkt. Sein Gesicht war faltig, wie das eines Greisen. Seine Augen dagegen, war’n die eines Weisen. Er lebte lange Alleine auf See. Sah Unmengen Wasser, Sonne und Schnee. Die herbstlichen Tage Warn ihm die liebsten. Da erwachte er stets Von allen am frühsten. Da ging er hinaus, sammelte Laub, und kümmerte sich einfach nicht um den Staub. Sarah, seine Frau, (er liebte sie immer) blieb derweil in ihrem Zimmer. Als er heimkam, an jenem vergangnen Tag, in der Hand buntes Laub, (welches Sarah so mag) Da erschien ihm das Haus So fremd und kalt. Er entdeckte sie rasch, Schlafend und kalt. Er schaute sie an, strich ihr durchs Haar, welches so dunkel, so wunderbar war. „Sarah“, sprach er leis’, „das ist nicht nett. Ich bin noch hier Und dein Geist ist schon weg. Was hattest du dir Dabei nur gedacht? Vorhin hattest du doch Noch so lieblich gelacht. Du hast es gewusst, habe ich Recht? Wolltest nur ziehn Allein ins Gefecht. Ja, du warst schon immer Die Tapfere von uns zwein. Deshalb konnte ich Ohne dich auch nie sein. Warum ließest du denn Mein Herz hier bei mir? Nimm es doch mit! - es gehört doch dir! Was soll ich denn tun, in diesem Haus, so kalt? Ich werde dir folgen, Liebste, Auf Bald!“ |
| infernal_angel | [U]Life's A Whore[/U] My soul’s polluted, taste and see What you all have done to me. Life’s a whore and meant to burn. Damnit, yes, it’s your concern. You all stood up some years ago There were thousands lives to blow. In my mind I hear their voices Cannot bear these deadly noises. Seems you didn’t learn a thing After all what’s happening. Never heard of tolerance Keep smiling within ignorance. In your eyes false innocence In your hand war of defence. Fight and kill, it’s all you know Bit too much to be a show. All your lies will keep on turning Even if your souls are burning. The street you follow leads to hell And that’s the place for you to swell. |
| infernal_angel | [U]Fragile Flames[/U] Who cares about fragility When you let craving torment me? I spent those crushing nights for you No sleep for fear of losing you. I analyzed myself for you Was ready to deform for you. I sucked all hope, prayed to the stars But your lines just tricked my heart. I knew it would end up this way For fragile flames do always fade. |
| infernal_angel | Warum kennzeichnet Abschied Das Leben des Menschen? - Weil er daran stetig wachsen wird. Wer trinkt von dem Schmerz Aus den Herzen der Hinterbliebenen? - Niemand, mein Kind, er gehört dir ganz allein. Weshalb muss man loslassen Wen man eben erst hielt? - Die Liebe würde ihn andernfalls töten. Wohin führen all ihre Wege Abseits von den meinen? - Sie erschließen sich neue Welten fern von dir. Wann wird die rot pochende Wunde des Verlustes sich schließen? - Bald, mein Kind, bald. Doch bedenke auch, dass es nicht weniger schmerzt, die Narben zu sehen und zu begreifen, dass der einst geliebte Mensch unter der Zeit zu wertlosem Staub zerfiel und nichts mehr an die Liebe erinnert, für die ihr viele Jahre lebtet. |
| infernal_angel | [U]Ein Märchen[/U] Es zog ein Mädchen einst hinaus, verließ das brave Elternhaus. Ihr Leben war zu eng, zu bieder. Der gleiche Tag, immer wieder. Auf dem Weg fand sie recht bald Ein kleines Haus im dichten Wald. Dort wohnte ein Mann der Zauberei. Ihr graute vor Mord und Hurerei. Doch der Alte war weise und gut, göttliche Anmut tief in ihm ruht. Er lud sie in seine Hütte ein, voll Kräuterduft und Kerzenschein. Sie schenkte ihm bald ihr kindlich Vertrau’n, vermochte ihm kaum in die Augen zu schau’n, als sie ihm von jenem Traum erzählte, der sie mit heißem Sehnen quälte. Es war die Geschicht’ von jenem Mann, dem weißen Prinz, der bergen kann ihr reines Herz aus schwarzem Moor, in dem sie es zuvor verlor. Einst hielt sie’s einem andern hin, der schlug’s ihr aus der Hand und ging. Sie blieb zurück in Trauer gehüllt, ihr ganzer Leib mit Pein erfüllt. Bald darauf erschien der Prinz im Traum, doch traute sie ihm anfangs kaum. Träume waren wild, unberechenbar, bis er kam wieder, so sternenklar. Nun war sie hier, wollte ihn suchen Unter den Linden, Tannen und Buchen. Ihr treues Herz dem Prinzen zu schenken, daran nur noch konnte sie denken. Der Alte war von ihr gerührt, hatte nie solchen Glauben gespürt. Wie sie dort saß und von Liebe sprach, Stück für Stück sein Herz zerbrach. Sie würde den Prinzen so glücklich machen, mit ihm toben, mit ihm lachen, sich mit der Lust ergeben, nur für seine Liebe leben. Nach Zögern und Zaudern nahm er ihre Hand, webte ins Haar ihr ein purpurnes Band. „Jener wird dein Schneeprinz sein, der diesen Stoff trägt am Bein.“ Mit strahlendem Blick sie zu Boden sank, übergoss den Alten mit tausendfach Dank. Sie schwor, nie mehr Argwohn vor der Magie, war sie doch nun glücklich wie noch nie. So zog sie tiefer in den Wald, gewiss, dass sie ihn findet bald, ihren Prinz, dessen weißes Licht, ihr wundes Herz heilt und nicht bricht. Tränen streiften des Alten Gesicht, denn er wusste, es gab sie nicht, die weißen Prinzen, ehrlich und rein, die mit dir tanzen im Mondenschein. Die nicht treiben ein grausames Spiel Auf Kosten von Treue und Gefühl. Jene, die lieben bis in den Tod Und nicht schon flieh’n vorm Morgenrot. So ist des Mädchens Streben vergebens. Dies, liebe Leut’, ist die Tragik des Lebens. |
| infernal_angel | [I]Seiltänzerball[/I] Mein edler Gast, ich bin geehrt, willkommen beim Seiltänzerball. Du kommst und gehst ganz unversehrt. Hab nur keine Angst vorm Fall. Tanze laut und tanze leicht, tanz dich frei von all dem Schmerz. Wenn du tanzt, dann tanz vielleicht Mich in dein Seiltänzerherz. Vergiss die Höhe und Gefahr. Ich habe dir ein Netz gewebt Aus meinem Blut und Deinem Haar. Heute Nacht wird nur gelebt. Und wenn Du fällst, so fällst Du weich. Engel, die Dich fangen werden, warten am Nachtnebelteich. Hab nur keine Angst vorm Sterben. |
| infernal_angel | [U]Buried Desire[/U] Sweet suffering lies in his smile Which makes me shiver and cry. I taste life’s beauty for a while Oh, would it never wave good-bye! And when I see his sincere eyes My suspicion fades away. I want to be his sacrifice While endless dark gives way to day. Though he is so near to me He’s locked behind barbed wire. That’s why I bury my desire Somewhere in the sea. The tide will wash it soon away Until there’s nothing left to say. |