| Lian Court | Blitz und Donner vielen vom Himmel, in meine Arme und auf mein Haupt, als ich Euch sah Willkommen |
| Lian Court | Komm mein Freund! Ich werde Dich vor eine Wahl stellen, die ich niemals hatte... Ach, wie schön Du bist im Mondlicht und Deine Ausstrahlung so unwiederstehlich, keiner kann sich entziehen! Und wie klar Du siehst und hörst, alle Sinne so scharf wie noch nie, nichts kann Dir entgehen... Deine Sprache, wie Musik, so sanft, so dynamisch Jedes Gefühl so offen und klar jede Aussage wunderbar wahr... Du fürchtest nichts! Und jede Hoffnung ist hinfort... Du erwartest nichts! Treibst nach intuitivem Belieben von Ort zu Ort... Du bist frei!!! So bist Du Dein eigener Traum geworden, lebst im Glanze des Moments... ganz ungehemmt... und ungebremst... Doch verloren ist alles das Wert war! sowohl in Dir, als auch die Welt um Dich herum erscheint Dir, ach so sonderbar... Du schaltest und waltest grad wie's Dir gefällt Die Erfahrung an sich ist das was wohl zählt... oder ist auch das eine Lüge? Denn verletzen oder bewegen kann Dich nichts mehr! Dein Leben von vorher ist lange her! Das Leben in dem Du glücklich warst und mit einer Seele verwandt Eine Seele die Dich verlor... obwohl Euch soviel verband, hast Du sie verbannt und sie Dich! und Du fielst über den Rand mitten in's Licht....... Und nun taumelst Du durch das Farbenmeer, welches jetzt Dein Leben... Arme Kreatur der Nacht, versuchst immernoch zu fliehen vor dem Jetzt und fliehst doch vergebens! Kannst nicht ungeschehen machen und wirst nicht vergessen... Du bist frei! Doch in Deiner Leere gefangen Liebe und Haß sind nur noch Gedanken, mit denen Du spielst, wie mit den Menschen, zu denen Du Dich jetzt nicht mehr zählst... Ach wie banal, welch Tragödie! Jede Einzigartigkeit in den Augen der Unsterblichkeit so endlos oft ersetzbar scheint... der Preis war zu hoch! Ich wünschte es wäre Betrug, der noch nicht zu erkennen ist... Lian Court |
| Lian Court | Kleid aus Dornen Mutationen, Emotionen Unbekannte Dimensionen Alles neu, alles anders Alte Vorsicht unterwandert Schau in den Spiegel Schau in Dein Gesicht Schau in Deine Augen erkennst Du Dich denn nicht Bist Du erschrocken, Wenn die Wahrheit spricht? Schau in den Spiegel Und fürchte Dich nicht! Schmerz ist aller Anfang, Schmerz ist aller Ende Unsicheren Schritts reichst Du mir die Hände Willst das ich Dich führe, willst das ich Dich leite Doch wenn ich die Antwort wüßte, wärst Du nicht an meiner Seite Schau in den Spiegel Schau in Dein Gesicht Schau in Deine Augen erkennst Du Dich denn nicht Bist Du erschrocken, Wenn die Wahrheit spricht? Schau in den Spiegel Und fürchte Dich nicht! Was Du in mir suchst ist nicht das was Du jetzt siehst! Vielleicht sprichst Du von Betrug, wenn Du erst weißt, was Dich verließ Von diesem Augenblick an gibt es keinen Weg zurück Ich warne Dich ein letztes Mal: Flieh vor Deinem Glück! denn... Schau in den Spiegel Schau in Mein Gesicht Schau in Meine Augen erkennst Du Mich denn nicht Bist Du erschrocken, Wenn die Wahrheit spricht? Schau in den Spiegel Und fürchte Dich! Mutationen, Emotionen Unbekannte Dimensionen Alles neu, alles anders Alte Vorsicht unterwandert Und ich Schau aus dem Spiegel Schau in Mein Gesicht Schau in Meine Augen erkennst Du Mich denn nicht Bist Du erschrocken, Wenn die Wahrheit spricht? Schau in den Spiegel Und fürchte Dich! |
| Lian Court | Nun habe ich meinen ersten Mord begangen! Warum töten wir immer, was wir doch lieben? Oder schlimmer, was uns denn liebt? Liebte? Was uns treu und absolut vertraut! Vertraute! Es war keine Tat im Affekt. Es war auch nicht der Wunsch perfekt ein Verbrechen zu begehen... Nein, eine langsame Laune, die gründlich von mir Besitz ergriff. Die Tat war schnell vollbracht, vielleicht unbewußt, mit vergifteter Klinge, ein gezielter Stoß in trunkener Bewegung ausgeführt, beinah sanft... Der Getroffene nahm erst gar keine Notiz und vielleicht hatte mich und ihn auch nur ein böser Schatten doch geliebt. Aber ach, wie verherend! Das Gift zog laangsam seine Bahn in ihm und irgendwann sah er mich fragend an und ich schwieg. Schüttelte noch als seine Lippen schon leicht grün schimmerten den Kopf. So sank er vor mir auf die Knie, bat in Würde um den Gnadenschlag, als ihm ach so klar, das sein Freund der Mörder war. Doch auch hier wand ich mich ab, zutiefst entsetzt, da ich meines Giftes Wirkung sah! Und dann plötzlich zog er sich mit aller Willenskraft an mir hoch, in seinen Augen Schmerz und Schwur, als sein Mund sich leichengrün um meinen schloß, zu einem letzten brüderlichen Kuss! So sende ich Euch mit diesen Zeilen meinen letzten Gruß! Geschrieben in Furcht und Verdruß... Wieviel Stunden, Minuten werden mir bleiben, um dies als Warnung niederzuschreiben, allen Vampiren dieser Welt, laßt Euch nicht zu gar verleiten! Lian Court |
| Lian Court | Auf dünnem Eis So klatschte er vor Wonne in die Hände, da er sich aus seinem Schlafgemach erhob, um den Frost – die klirrende Kälte, vor seinem Fenster, über Nacht, die noch nicht ganz zuende, hereingebrochen, zu gewahren. Und wenig später schon Steht er an dem See, so frisch gefroren, die Schuhe mit den Kufen in der Hand, verlässt den Schutz des Fest-Lands und begibt sich auf das dünne Eis... auf einen letzten einsamen Tanz. Und mit jedem Kreis und jedem Taumel zeichnen tiefe Schnitte hier und da die Decke Und schon spürt er die Bewegung unter sich, fordert gewaltige Natur ihr Recht und bricht, nur leicht mit ächzendem Gestöhne. Da er innehält in seinem Taumel, und wie geblendet wo kein Licht zum Ufer starrt. Und sie steht da, in vollkommener Ruhe, als hätt sie schon ewig da gestanden, um seinem Schauspiel, seinem Tanz mit der Natur, vielleicht als Zeuge gar, beizuwohnen. Und vielleicht ist es seine Angst um diese Fremde, die er für sich selbst grad nicht mehr empfindet, die ihm Furcht fast als Schmerz ins schwarze Herz treibt, da sie ihrerseits auf Kufen, beginnt, langsam, sicher und geduldig den Weg zu ihm zu suchen, hindurch, vorbei an allen tiefen Schnitten. So treffen sie sich stumm auf dünnem Eis. Drehen sich langsam um sich selber rum Und kein Wort das hier gereicht, den Moment zu beschreiben, da sie seine Hand annimmt, um nun gemeinsam und mit Schwung den schon geseh’nen Taumel fortzuführen. Immer schneller, immer wilder, in Begeisterung Verlieren sie die Welt... Und die Welt sie... Stille Auf dünnem Eis |
| Lian Court | einer dieser tage, da die leere wie eine klage im raum schallt und mit gewallt immer schwerer schwingt, bis gar nichts mehr gelingt und die suche nach dem oder irgendeinem sinn versinkt.. kein wort tröstend bringt eine nachricht und ich gebe auf zu hoffen |
| Lian Court | Rendezvous So war er ihr das erste mal seit langem gegenüber... und wie immer erschien sein Glanz seltsam matt, beinah schwach, neben ihr. und wie immer hatte sie sich in ihre zartesten Gewänder gehüllt, neben ihm, um in ihrem Glanz sein Geheimnis nicht alzu sehr preiszugeben... Und wie es die Tradition befahl, hielten sie Abstand in Würde, niemals kämen sie sich zu nah, alzu klar war, das dieses Sehnen die gesammte Schöpfung gefährden täte... So strahlten sie sich verhalten an und jeder blieb auf seiner Bahn so dass nach kurzer Zeit der Abschied kam... Und sie verhüllte sich wieder gänzlich mit einer traurigen Spur, lies ihn allein in der Unendlichkeit zurück, und obwohl sein Geheimnis jetzt wieder geschützt, und sein Glanz wieder einzig und klar, war offenbar auch dieses in Einsamkeit gehüllt... und so mußte es sein... |
| Lian Court | Andere Werte Nichts ist wichtig alles nichtig besinnen wir uns auf das was ist... sein bedeutet überleben nicht an alten Träumen kleben nicht länger sich gehen zu lassen nur nach Deinem Ziel zu fassen. bedeutet sich zu Sorgen, wie Morgen die Welt für jene, jenen anderen aussieht nicht genug Ausblick? Ich leider auch nicht! wie kann ich mich verständlich machen über diese Dinge? Alle lachen, lachen mich aus, mir ins Gesicht, so weit weg wie Du sind wir doch nicht! Wie kann ich dieses Wissen leben? meinem Herz erklären, dass jetzt andere Werte zählen? Und ich bin doch so erschrocken und so um mich selbst besorgt... wie einfach diese Kreatur sich selbst nur mit sich selbst versorgt eingentlich alles nur geborgt, nichts ist eigen, da alles nichtig nichts ist wichtig aber da waren wir ja schon... genug Hohn für eine Nacht vielleicht nur zu laut nachgedacht... alles wird sich fügen, alles finden so war sie's nie und wird's nie sein alles andere ist schein, alles wonach Du suchst und was Dir Gebrogenheit gab, war nur Versuch, ein Selbstbetrug, dafür war sie ja da! so war sie's nie und wird's nie sein schau mal in Dein Herz hinein! Wissen ist ohn-mächtig und gemein betrüg Dich nicht noch einmal so Zeit kann nicht verzeihen! |
| Lian Court | Du wirst mich töten! Ich weiß es schon jetzt und ich weiß es zu schätzen werde genießen.. ganz bis zuletzt Du wirst mich finden und fürchten und dann zum schluß mußt und wirst Du mich vernichten! denn ich gefährde alles was Du bist... und ich bin bereit |
| Lian Court | verflogen... eine nicht überbrachte Nachricht Der Frizzantino perlt über meine Lippen, Die Erinnerung wird wach, Bis eben war ich nur still, Jetzt wird gleich alles kippen, Und ich hab' keine Macht. Und obwohl Du mir in Entfernung noch nah, Und obwohl vieles von uns in mir noch wahr, Muß ich dieses für mich behalten, Sozusagen innerlich erkalten. Und während ich schreibe bäumt sich die Kerze vor mir auf, schreit die Erinnerung schmerzend laut nimmt mein plötzlicher Fall seinen natürlichen Lauf... Ja, es ist mir wichtig, Ob und wie Du an mich denkst, Ob Du unsere alten Namen kennst, Und ich verliere mich in den Moment... So tiefe Trauer hemmt mich Und jedes weitergehen, Etwas Neues sehen Ist einfach nur fremd und unwichtig! Unglücklich |
| Lian Court | Fürwahr waren seine Zeichen hier in den Sand geschrieben und mir wurde die Bedeutung dessen, was ich da sah nur langsam klar... Als ich es aber endgültig erkannte, erschrak ich zutiefst! Wie von selbst krümmten sich meine Finger, aber eine Faust wollten sie nun auch nicht werden. Niemals hatte ich größere Hilflosigkeit auf Erden gespürt! War ich ihr doch schon so oft begegnet, dennoch niemals so nah und gerührt kniete ich darnieder um zu suchen, um herauszufinden, ob es noch auch nur eine Spur geben mochte, die mir deuten würde, wann der Erzeuger dieses beinah unbewußten Leids warhaft hier gesessen, sich vergessen hatte. Doch wie erwartet, mußte seine deutliche Botschaft mir genügen... |
| Lian Court | ich wollte es habs aber nicht jetzt bin ich traurig fühl mich klein wie ein wicht vielleicht bin ich schuldig aber ich schäme mich nicht hab doch schließlich nur mich hinters licht geführt seid ihr gerührt? solltet ihr nicht denn die moral von der geschicht' auch wenn du ganz du selber bist kennst du dich nicht |
| Lian Court | Weile... eine einfache bitte, ich bin gerührt, nahezu verwundert... was findest Du hier, das Du darum fragst, ohne wirklich mitteilen zu wollen? Lian Court |
| Lian Court | Ich konnte nicht! Weißt Du? Es ging nicht! Ich weiß nicht genau warum... Du standst so plötzlich vor mir und in Deinen Augen lag so viel... und irgendwie konnte ich Dir so nicht begegnen! Ich weiß nicht mal wovor ich Angst hatte, aber es ging nicht! Und dann warst Du weg... Irgendwie konntest Du’s ja auch nicht... weißt Du warum? Was war an diesem Moment so schlimm? Oder was hätte sich noch schlimmer anfühlen können, als das Gefühl in dem wir auseinander gingen? Vielleicht hatte ich Angst Dich noch mehr zu verlieren, als ich Dich ohnehin schon verloren hab... Vielleicht habe ich diese Angst noch... Und Du? Was ging in Dir vor? Jetzt ist alles noch schwerer... noch unmöglicher... Ich hätte Dir doch so gerne noch gratuliert... und ich möchte wirklich wissen, wie’s Dir geht... Wie Du mit Deinem Leben umgehst, und was für Antworten Du findest... So hatte ich ein Gedicht geschrieben und hab’s verschickt... an einige Menschen, die mir bedeuten... Du hast es nicht bekommen! Weil ich davon ausging, dass in unserem Jetzt die Zeilen von Dir, als das was sie sind nicht angenommen werden können... weißt Du? Weißt Du was ich meine? Sie hatten keine tiefere Bedeutung. Aber Du hättest wohl eine gesucht... ich hätte das jedenfalls, wenn ich von Dir eine Nachricht bekomme... |
| Lian Court | Zuviel...zuviel hab ich auf meiner letzten Reise gefunden, Herr! gönnt mir doch eine Pause Herr! Warum bin ich ersucht gleich wieder aufzubrechen, Herr, ich bin erschöpft! Zuviel... einfach zuviel hab ich gefunden, Herr! Und hätte man mich nicht des Schwures gemahnt, den ich einst im Namen Eures Hauses tat, ich schwöre, der Herr sei meiner armen Seele gnädig, Herr, ihr hättet mich nimmer mehr gesehen! Ach wie liebend gern wäre ich an Ort und Stelle geblieben! Zuviel hab ich gefunden, zuviel ist geschehen...auf meiner letzten Reise... Herr! Und da man mich gemahnt, bin ich wieder aufgebrochen,nur um Euch von all der Pracht zu künden, die ich da fand... auf das ihr mir genehmt ein neues Schiff zu rüsten und mit Schätzen zurückzukehren... aber kaum da ich an Land, kaum da ich Euch kundgetan, ist's abermals nicht genug, Herr... Was um Himmelswillen sucht ihr denn? Was wollt ihr noch mehr, als ich zu entdecken in der Lage war? |
| Lian Court | Und der Kampf geht weiter! Licht und Schatten kämpfen um die Macht, wollen hier die Vorherrschaft! Mit ganzer Kraft wird geworben, verdorben, geborgen gezankt, erlangt das Bewußtsein Gewissen, zerissen, neue Sicht, groß und gewaltig, unbesiegbar, glänzend, aber nicht... wirklich. Schwach, klein, zerzaust, unsicher, unscheinbar instinktiv beraubt, aber vertraut, wahr, klar, ohne Schutz, Schmutz, Ehrlich... Unverträglich, des Lebens Engelchen und Teufel nur das Sehnen bleibt das gleiche. Die Suche nach Wahrheit, Geborgenheit, Liebe und Zärtlichkeit... Jeder auf seine Weise, laut und leise, fühlt sich alles anders an, keine Seite bricht den Bann, verletzt die Grenze nur in Gedanken, die Spielregeln fast schon Lebensinhalt, zu allem bereit? Kleinigkeit... Gibt es kein Miteinander, bekommt jeder seine Zeit... vermalledeit! Zerissen, vermissen, und doch dem Untergang geweiht.... Und auch dieses war nur für einen Moment wahr... für jene auf der Suche nach der anderen und für jene die gerne weilen ...mit Genuss... Lian Court |
| Lian Court | So ist es die Zeit der Offenbarungen... Erfahrungen, die schon längst gemacht, schon längst Vergangen sind nahezu als Ihre eig'nen Kinder mit neuem Leben zu versehen, um das eig`ne Wirken, die wirkliche Tat in uns, wie die eines uns Fremden zu entdecken, neu zu verstehen. Ein ganz anderer Mut, auch mal die eig'ne Tat nicht erklären zu können, Sich Entscheidung aus Gefühl zu gönnen, ohne gleich Verrat oder Betrug an den eig'nen heil'gen Werten oder Zielen zu befürchten... Vertrauen stellt sich ein... Diesmal vielleicht nicht nur zum Schein, oder um in dem Moment sich das Selbst zu erlauben... Licht und Schatten nicht nur als eins verstanden zu haben, sondern auch zu leben... und zu glauben! LC |
| Lian Court | Aus aktuellem Anlaß, für alle gefallenen Engel... ...Ich setze mich zu ihm! Er fängt an mir die Geschichte zu erzählen; Meine Geschichte, Deine Geschichte. Sie beschreibt er sehr genau und eine gewisse Leidenschaft spricht aus seinen Augen. Dann beschreibt er mich, wobei seine Mundwinkel zittern. Ich bemerke, dass er sich unter Kontrolle halten muß. "Das Kind sieht sie! Diese Frau... es versteht nicht, es kann gar nicht verstehen... können! Oder? Doch... äh, ...doch später wird er, wirst Du, das Baby in Deinen Armen... Nein, in Deiner Hand halten! Er kann es nicht wissen..." Er kann nicht weiter... Sein Kopf fällt in die auf dem Tisch verschränkt liegenden Hände. Er schluchzt in sich hinein. Glück und Trauer haben ein Rendezvous in ihm. Er hat sie nicht gewinnen können. Ich war es. Du weißt es! Sie hatte keine Ahnung! Aber Du, Du wußtest es. Du hast es die ganze Zeit gewußt. Sie sah es erst, als er vor ihr alt wurde. Natürlich, Ich wußte es auch, die ganze Zeit... Er will weiter: "Du hast es doch auch gewußt, oder? Du wußtest es doch! Du kanntest das Kind doch besser als ich! Oder? Sag mir wie sie, wie sie das Kind gesehen hat!" Ich senke die Augen. Ich denke an Dich! Aus den Augenwinkeln seh ich ihn. Er zittert! Du hast ihn doch kennengelernt, Du hast sie doch gesehen! Wieso hast Du nichts gesagt? Naja, ich war ja auch still... Als sie Anfing sich für ihn zu interessieren, war es für ihn längst zu spät! Ich kam... Ich war sein Ende! Du wußtest das! Er wimmert:"Erst als sie mich erkannte... aber dann, bis dahin... Ich hatte keine Chance mehr!" Ja, für ihn war es zu ende. Wie war das eigentlich bei ihr? Hast Du es ihr erklären können? Ich glaub auch für sie kam alles sehr überraschend... Sie liebte mich. Du weißt es! Vielleicht werden sie sich jetzt noch kriegen! Sie lieben sich... das wissen wir beide. So wie wir uns lieben, Du und Ich Geschrieben und erlebt am 11. Mai 1990 Lian Court |
| Lian Court | und ich glaubte schon eine blinde Obsession hätte von mir Besitz ergriffen Noch vollkommen im Dunkeln und schon in Gedanken nicht mehr frei Noch ganz und gar verschwommen und schon nicht mehr einerlei So sind wir uns begegnet und Dein Schwur schürt meine Angst obwohl ich noch gar keine Eindeutigkeit erkenne kommt's mir vor, als hätten wir uns schon jetzt verrannt |
| Lian Court | Und ich bin soweit fort... folgen kannst Du mir wohl nicht mehr... vielleicht werden wir uns in einem anderen Leben wiederbegegnen... vielleicht wirst Du Deine Lüge dann sehen vielleicht kannst Du dann verstehen, warum wir uns jetzt nicht begegnen können... jetzt nicht mehr... denn ich bin soweit fort... wir waren eins und doch sind wir so grund verschieden wir sind wohl immer noch eins denn ich spüre Dich noch und werde Dich wohl immer lieben aber wir sind uneins denn ich bin soweit fort nicht mal beschreiben könnte ich Dir, wo ich jetzt bin, hätte gar keinen sinn, könntest Du gar nicht erfassen... denn Du bist soweit fort Du wirst es gar nicht wissen wollen, wirst Du auch bei vielem nicht mehr sicher sein, weißt Du doch eines ganz genau, so wie ich bin, hat die Lüge keinen Raum... Vertrauen ist absolut oder nichtig! Wie wichtig ist Dir dies noch? |
| Lian Court | So braucht es keine Engel... Da der Mensch aus sich erfasst, aus eigener Kraft, der Suche nach Gefühl, dass Glück allein nicht für den einzelnen bestimmt, als vielmehr, da so erlebt, wieder mit-geteilt, weitergegeben wird... auf das viele ein wahres Gefühl erfahren... LC |
| Lian Court | Ist es an uns dieser Kräfte Wirkung zu verstehen? Ist es an uns aller Suche zu entsagen, zu lernen, dass wir niemals also finden, da gefunden werden, als das jeder Wunsch in einem anderen Wesen maßlos zu vergehen bereits bedeutet, den Wunsch als Willen zu erkennen und schon gleich wissend hier kann er nimmer mehr geschehen? |
| Lian Court | So kamst Du zu mir, mit Glanz in Deinen Augen, Sehnsucht auf den Lippen, und Vertrauen im Herzen... Und ich nahm Dich in den Arm, wie's bisher keiner wohl getan, und Du hieltest Dich fest, bist in Vertrauen gesunken, bis zuletzt die Frage nach dem Sinn aufkam... So fragten und besprachen wir, suchten Klarheit, ganz und gar, die vorher uns zu eigen war, denn Sorgen wurden breit, vertrieben den Frieden und alle Gemütlichkeit, in Gegenseitigkeit... Sie hat es nicht gern, wenn man sie zu früh ertappt! Nun halte ich den Atem an... LC |
| Lian Court | ...halte ich den Atem an... und besinne mich ob der schönen Stunden die in meiner Erinnerung weilen, und bleiben werden... nur die Asche ist geblieben und alle Kerzen sind wieder ausgebrannt. Ein wenig ist der liebliche Duft noch zu erahnen, der vor kurzem hier im Zimmer stand. Leere Gläser rauschender Trauben deuten den Genuß von Zweien, die vielleicht ein wenig der Wirklichkeit verlustig gingen Nun kehrt das Tageslicht zurück fällt staubig und gar fahl ins Zimmer verändert auch den meinen Blick, und ich lausche ganz entrückt dem längst vergangenen Klang der grad noch durch dies' Gemäuer drang. Schal bleibt ein Geschmack im Mund, und ich spüre ein Gefühl im Magen, das so unbequem, kaum zu beschreiben, kaum zu ertragen ist. Wisst ihr Geister wohl, wem ich da schreibe? Angst packt mich kalt, rückt mir erbarmungslos zu Leibe, macht mich ohnmächtig, lähmt mich, meine eigenen Gefühle zu erfassen. Sinnlos ist ein Sehnen und doch könnt ich jetzt "ja und Amen" sagen, ganz wie's genehm, wie's in den Kram passt, alle Deutlichkeit ist abgeschafft, verhasst ist mir dies! Ich bin schon geflohen... Welch durcheinander! Lian Court |
| Lian Court | -Niederlagen- Feuer! Endlos geschürt, aufgewühlt, alles in mir tobt, sowie ich um Euch herum, dreht sich's um, muß ich mich umsehen, vorsehen, verstehen, nein! Erfassen? Gehenlassen? schon eher. Aber immer noch verquer, fast verquert, würde ich sagen... nicht nachdenken, nicht fragen, einfach wieder fliessen lassen, sich mit den kleinen Gefühlsperlen in den Massen treiben sehen... Nur ein ach so kleiner Punkt im unendlichen Gewühl, vielleicht nichtig, dennoch sich bewußt, bereit unterzugehen! Immer wieder... Immer wieder bereit unterzugehen... So kamen die Antworten als hätten sie sich abgesprochen und mir wird gegenseitig klar, wie wichtig jede einzelne Begegnung war und plötzlich hat alles wieder Sinn, alles ist wie neubeginn, fast schon wie neugeboren! Verloren ist nur der, der sich verloren glaubt... Ich wills danken den Jenen, die bereit sind oder waren, Fehlen auch im kleinen Rahmen als natürliche Entwicklung zu verstehen... Lian Court |
| Lian Court | [i]Wenn auch nicht direkt in meinem Garten, freue ich mich immer noch über Nachrichten aller Arten, von Jenen, in denen nach diesen Zeilen, Sinn und Inhalt, mit Gefühl, eigener Geschichten verweilen, sie mich dies wissen lassen wollen... wohlan, weiterhin ohne Grollen... Willkommen! Lian Court[/i] |
| Lian Court | Das Gefühl zu ersticken ist inzwischen so vertraut, vielleicht graut auch mir jetzt vor dieser Nähe. Ich bin nicht meines Friedens beraubt, aber wachsamer, wenn ich jetzt vor Dir stehe. Denn auch ich werde mich nicht mehr verlassen, nur für ein anderes Wesen oder seinen Bedarf... *ohne Trauer* Lian Court |
| Lian Court | es werden nur noch schmerzen sein, ganz klein, ganz fein. das gefühl, ein leichtes kopfschütteln eben. nicht kühl guck mir lieber nicht in die augen denn ich werde meine trauer dir zu liebe nicht mehr verstecken. hoffnung ist keine geblieben, dir noch einmal wirklich offen zu begegnen, wir uns neu entdecken. lieben? wie? ohne verstecken? nie. es fühlt sich an, als ob du das auch gar nicht mehr willst. und ich weiß auch nicht, ob ich's noch kann. deine wahrheit versperrt alle türen, und auch ich bin schon viel zu lang einfach gänzlich andere wege gegangen. keine erklärung könnte deiner kritik genügen oder langen. ich bin nicht gefangen ich habe gelernt! eNGEL kommen nicht um zu bleiben... LC ...in gedanken bei S2S... |
| Lian Court | wirrungen, geflechte gefühle, falsche und echte strömen durch den geschwächten Körper... möche mich hinlegen, aufgeben, schlafen schon wieder diese fragen plagen tut nur ewige wiederholung auch kein neuer reiz in diesen zeilen fühlte schon so viel mehr inspiration jedes schicksal hat mich schon ereilt, jedes kompliment ist im klange hohn, da auch schon so oft gehört... ist nicht so, dass es mich wirklich stört ist nur irgendwie schade, fragt man sich dann, ist vielleicht sogar meine tiefe nur eine besonders geschickte fassade? denn am ende dreht sich doch wieder alles um und jedes schöne wort findet im schatten eine antwort denn sehen kann man viel, allein das gefühl entscheidet, wie da ausgelegt... hoffnung in perfektion retter in der not, vertrauen ein temporäres kleinod, kein tag für heldentaten... jetzt werd' ich einfach weiter schlafen... |
| Lian Court | Es ist vorbei! Ich habe es endlich hinter mich gebracht... nun blättert alte Farbe ab. Worte hallen nach, aber ob es hier bedeutung hat, was ich wem gesagt? nein, eigentlich nicht. Es ist nur wieder mal ein kleines Wesen innerlich gestorben, aber wie eigentlich auch immer gleich danach wurd' ein and'res dafür neu geboren... Dieses blickt nun in die Welt, für die es wieder anders fühlt... vielleicht noch ein wenig verloren, aber stärker als alle die ich hier je sah, ganz ohne Traum? Willkommen! Mal sehen was Du mit diesem Raum, den Du erst mal frei bekommen hast zu tun gedenkst, wie und wohin Du mich mit Deinen Schritten lenkst... 30 Jahre hat es gedauert, bis ich Dich als Führer anerkennen konnte Nun erfüllt mich gewiss eine andere Wonne und ich wüßte nur zu gern, ob mein letztes Geheimnis, so wie vor kurzem hier noch Mitgeteilt eine Barierre niederriß, die so nicht zu ahnen war... Vielleicht bedeutet dies fürs erste Abschied zu nehmen Denn Es ist vorbei! Zurück in die Schatten! Lian Court |
| Lian Court | Und auch von Euch nehme ich nun abschied! Ja, wir hatten eine fantastische Zeit, eine fantastische Zeit, im wahrsten Sinne des Wortes, doch nun ist es soweit, es ist endlich soweit, aufzuwachen! Zu wachsen, mir selbst ein Stück zu entwachsen, im wahrsten Sinne des Wortes. Diesen meinen ew`gen Traum zu verlassen! Gefühle die ich horte wie einzige Schätze zu lassen... loszulassen! Ich bin endlich soweit! Nicht nur kann, auch will ich so nicht mehr weiter! Zu wenig ist was bleibt, zu wenig was geblieben ist, nur kleine Erinnerungen und sehr sehr viel verlorene Zeit! Ich bin endlich soweit Lebt wohl Lian Court |
| Lian Court | fragt nicht! alt, kalt, vergangen, vorbei aber nicht vergessen und noch lange nicht frei schon verarbeitet, beschlossen, aber nie mehr ganz einerlei, bereit, unbegrenzt, offen, neuem wirklich zu begegnen, dabei dann doch verschlossen viel, zu viel, in der Erinnerung meer als je möglich ist, mit einem wesen gewesen zu sein, und genau das ist was ist und ist in solchen momenten einfach nur gemein, schmerzt, zieht und zerrt, verbindung vergeht nicht fühlst du mich? |
| Lian Court | schon spät, schlafen müßt ich, doch hält's mich wach, hält's mich auf, erzählen kann ich's nicht, Leben nimmt seinen Lauf, alles kommt, wie's kommen soll, trotzdem nase voll, kann nicht frei atmen, kann's nicht lassen, suchend in der Nacht, hält's mich auf, hält's mich wach, gibt nix, gibt keinen, der mir eine Antwort, mir einen Reim, auf diese Fragen macht, drehe mich im Kreis, kein Ziel, kein Preis, auch nicht zu hoch, wie einst noch, und doch unerreichbar, so wie ich, auf meine Art, für alle, die die Frage wagten, sucht in meinem Garten, und vielleicht werdet ihr verstehen, ich hab schon Angst, vor der vielen Zeit, die wohl erst vergehen muß, bis ich auch hier endlich verkünden kann jetzt ist ... Schluß! |
| Lian Court | Lebens-müde,-lustig,-munter, fliegt man hoch und fällt dann runter! Immer dann das, was keiner denkt, wird einem, da am wichtigsten geglaubt, genommen, wie man's doch gerade erst geschenkt bekommen hatte oder bekam... voller Gram zweifelt man dann am dann und wann, nur um zu sehen, mußte alles so geschehen, hatte alles seinen Sinn, jedes Ende neubeginn... Fragt man mich momentan nach meinem Befinden, so wie ihr's vor kurzem erst getan, komme ich in Verlegenheit zu bekunden: würds ja selber gern erfahren! Bin ich eigentlich nicht launisch, stelle ich doch fest, was ich eben noch gefühlt, wurd' eigentlich schon den Moment, kurz bevor's erkannt, durch wieder anderes ersetzt... rest-los, rast-los gehts dann weiter, nicht launisch, aber Lebens-müde,-lustig,-munter,heiter und umgekehrt... Zwei Konstanten sind noch zu erwähnen! Zum einen: Jener, der jetzt zumindest zu Tage vollständig meine Schritte lenkt macht seine Sache richtig und besser als ich! Die richtigen Sachen sind wichtig und wichtige Dinge ergeben sich und sind selbstverständlich wofür ich vorher immer mit schlechtem Gefühl und schlechtem Stand verzweifelt gekämpft... Das Andere ist wieder eine Danksagung! Euch, allein Euch gelten diese Zeilen... immer wenn ich schlecht gelaunt und nicht mehr weiter weiß, seid ihr da, schleicht Euch zu mir, erst leis' ganz leise und dann ganz wunderbar laut und klar, selbstverständlich, plötzlich da! und immer mit einer eigenen Weise! Und Ihr fordert keinen wirklichen Preis dafür... Klar, jede Gabe ist auch Fluch, aber hier ist wirklich nie genug oder zuviel, ohne Regeln, ein endloses Spiel. unendliche Stimmungen, bodenlose Tiefe, sowie ich bereit bin mich in Euch gehenzulassen... meinen Dank! Ohne Euch wäre mir das Hassen meiner selbst und aller Umgebung nicht erspart geblieben so darf ich für immer sehnen und damit auch für immer lieben... |
| Lian Court | weiß ist schwarz und schwarz ist weiß jede nähe hat ihren preis keine wirklichkeit ganz ohne fleiß nichts ist alles das ich noch weiß warm wird kalt und kalt ist heiß ich bin krank und trotzdem dreist alles wird enger, vergangenheit beißt nichts ist alles das ich noch weiß ich wollte fliehen und will's bis zu letzt aber alles wird anders und ich spar mir den rest schone dich schon und weiß nicht mal wovor bin hier der wärter und du verlangst einlaß durch mein höllentor bis gestern noch war eigentlich alles einerlei jetzt ist schwarz weiß und gefangen ist frei so wie frei plötzlich eingeengt klingt und der teufel in mir mit dem engelchen ringt, verdingt sich die gute seele dem bösen spiel, das wenigste ist alles und schon soviel zuviel und kommt nichts ist eigentlich alles gut so tanzen wir tapfer und bleiben dennoch auf der hut berühren uns selten, spüren so erst recht die glut unter unseren nackten füßen... wer flieht hier vor wem wann ist es genug? wann werden wir sehen, das wir auch gemeinsam noch ausreichend büßen! weiß ist schwarz und schwarz ist weiß es ist das erste mal seit langem wieder nicht egal, woher du kommst, wer du bist, wie du heißt... nichts ist alles das ich noch weiß |
| Lian Court | bin ich wirklich bereit für das Spiel? Will ich wirklich schon wieder so viel? Erkenne Dich! Plötzlich ist da einiges, dass ich als vermißt beschrieben und gefühlt. Jetzt, da es ist und ich es erkenne, als das was es ist und von dem ich weiß, welches rauf und runter mich erwartet, hier als Preis, welcher Art Freigeist hier bald ausartet, mich hier aus-reizt, frage ich mich wieder, ist das nicht wieder schon jetzt viel zuviel? Bin ich wirklich bereit für das Spiel? |