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  Forum: Verlassene Gärten
    Thema: Mein H?hlengarten...
WinterWolfWillkommen, Wanderer, willkommen in meinem kleinen H?hlengarten!

Hier wachsen ausschlie?lich meine Nachtschattengew?chse, darunter treiben einige vielleicht etwas- seltsame Bl?ten, aber seht selbst...

Eine Warnung f?r sanfte Gem?ter und zarte Finger:
Einige der Pflanzen haben entsetzliche Dornen, also seid vorsichtig...

[U]Hinweise:[/U]
Kritiken ?ber die Zuchtweise oder ?hnliche Dinge dieser Pflanzen sind unbedingt erw?nscht!

Alles (C) WinterWolf ! ! !
WinterWolfEin Gedicht geschrieben, bevor die t?dliche Realit?t mich niederschlug (-> "Mein Niederschlag")...


[U]Ein letzter Tanz[/U]


Tanzen bei Sonnenschein.
Tanzen mit dir im Licht.
Du mit einem Herzen so rein,
Reiner als wei?es Sonnenlicht.

Blaue Augen wie Eis.
Blaue Augen wie der Himmel.
Du in einem Gewand so wei?,
Wei?er als der edelste Schimmel.

Blasse Haut ohne Makel.
Blasse Haut weich wie Samt.
Dein geneigtes Haupt so edel,
Edler als der klarste Diamant.

Schnee bekr?nzt dein Haar.
Schnee sanft wie ein Kuss.
Deine Abschiedstr?nen so klar,
Klarer als der reinste Flu?.

Tanzen mit dir im Kerzenschein.
Tanzen mit dir wie im Traum.
Unsere Liebe war so rein,
Reiner als der sch?nste Traum.

Ein letzter Tanz bis ans Ende der Zeit,
Ein letzter Tanz f?r uns beide,
Ein letzter Tanz in der Ewigkeit,
Ein letzter Tanz, bis das der Tod uns scheide...
WinterWolfEin ?lteres Gedicht, bis vor einem Jahr war mir Selbstmord und solche Gedanken ein R?tsel...


[U]Krankheit Freitod[/U]


Das Leben ist manchmal hart, ich wei? bescheid.
Doch sich zu morden, ist das denn gescheit?
Ich verabscheue diesen Wahnsinn,
Was nutzt es denn, wenn ich tot bin?

Was bezwecktet ihr mit eurer Tat?
Ersuchtet ihr zuvor niemanden um Rat?
Ich verstehe: Ihr werdet nicht verstanden,
Aber ist es ein Grund so zu handeln?

Andere wollen leben und werden es zu keiner Zeit.
Verdammt sei eure erb?rmliche Selbstverliebtheit!
Was man euch angetan hat mag schlimm sein,
So macht ihr es nicht besser, das ist nur Schein.

Die euch liebten werden gequ?lt von Trauer,
Eingerissen ist deren Lebenswillen Mauer.
Auch sie werden sich dem sicheren Tod ?bergeben,
F?r sie gibt es jetzt keinen Grund mehr zu leben.

Der Grund dieser Sehnsucht bleibt mir verborgen,
Das Leben hat weit mehr zu bieten als nur Sorgen.
Man kann sich so leicht das Leben nehmen,
Aber ist es auch so leicht welches zu geben?

Der Freitod ist eine Krankheit der Moderne,
Keiner von euch sieht das Gute in naher Ferne.
Keiner von euch will Hoffnung sehen,
Ihr wollt lieber vor dem Leben fliehen...
WinterWolfEin Sonett ?ber die Leidenschaft.


[U]Von der sch?nsten S?nde[/U]


Ein warmes L?cheln ziert ihren Mund,
Schwarzes Haar umgarnt ihre Z?ge.
Das Kleid, ein durchsichtiges Gef?ge,
Flie?t zu Boden in stillster Stund.

Leidenschaft entflammt ihre Herzen,
Ungeniert entdecken sie ihre Liebe.
Ungez?gelt erleben sie ihre Triebe,
Und sp?ren all die s??en Schmerzen.

Schweres Atmen ist zu vernehmen,
Er streicht sanft ?ber ihr seidenes Haar,
In wildem Verlangen tanzen ihre Zungen.

Verliebte brauchen sich nicht zu sch?men,
Ersch?pft von ihren Spielen liegen sie da,
Und halten einander fest umschlungen.
WinterWolfDie Wirklichkeit, wie ich sie sehe kombiniert mit christlichen Elementen...


[U]Die Welt brennt[/U]


Die Welt in schwarzem Feuer untergeht,
Alles brennt, nichts mehr steht.
Menschen vernichten ihresgleichen,
In der Erde sammeln sich die Leichen.

Opfer der "zivilisierten" Welt,
Opfer der Gier nach Geld,
Aufgefressen von Emotionen,
Wenn Schreie der Angst ert?nen.

Entsetzen beherrscht die Menschheit,
Einst hei?e Asche wird eisig kalt.
Ein Lichtblick in der Aschenw?ste,
Als ein frischer Samen die Erde k?sste.

Er treibt aus und w?chst empor,
Im Vorhof zum H?llentor.
Ausgel?scht sind die Menschen,
Doch gedeiht hier ein Pfl?nzchen.

Es ist nicht lang und gr?n,
Aber dennoch sch?n anzusehen.
Ein Menschenleib w?chst aus der Erde,
Es verebben der Welten Feuerherde.

Ein neuer Mensch wird entstehen,
Nun ist eine Frau zu sehen.
Seht! Neu-Edens Eva ist geboren,
Des Mannes Bl?te streut seine Sporen.

Die Sporen f?gen sich zusammen,
Der zweite Adam ist auferstanden!
Gottes Sch?pfung beginnt erneut,
Zur?ck dreht sich das Rad der Zeit.

Wird die Schlange Eva verf?hren?
Wenn ja, so ?ffnen sich wieder Edens T?ren,
Zwei Menschen werden aus dem Garten schreiten,
Der Lichtbringer nie wieder f?r das Gute streiten.

Der Lichtbringer wird Herr der Schatten,
Verabscheuen wird er Gottes Schar wie Ratten.
Die Menschen wird er zu S?nden verleiten,
Immer und f?r alle Zeiten...
WinterWolfEin pers?nliches Gedicht.
Gedenken an meine verstorbene Freundin (Selbstmord). Der 17. M?rz ist mein Tag des Schmerzes und wird es immer sein...


[U]Mein Niederschlag[/U]


Kalter Stahl dringt tief in meine Haut,
Ich f?hle das Blut, wie es hinabflie?t.
Ich sehe die Gestalt im Spiegel, wie sie schaut,
Ich sehe, wie sich Blut auf den Boden ergie?t.

Meine H?nde sind blut?berstr?mt,
Meine Welt liegt in Tr?mmern.
Mein K?rper, vom Leid gezeichnet, st?hnt,
Ich h?re mein erb?rmliches Jammern.

Ich singe nun ein grausames Lied,
Durchzogen von Schmerzenslauten.
Ich nehme von euch nun Abschied,
Von euch Verwandten und Vertrauten.

Genommen ist mir meines Lebens Inhalt,
Sie ist tot, verschwunden aus dem Licht,
Ich f?hle mein Fleisch, es wird langsam kalt,
Ich erinnere mich an ihr sch?nes Gesicht.

Das Blut, wie es riecht, dieser Duft, dieses Leben,
Ich f?hle die t?dliche K?lte in meinem K?rper.
Dieses Gef?hl zu bluten, endlich zu sterben,
Endlich ein Ausweg aus diesem Kerker...

Ich wache auf aus einem Traum,
Ich glaube es nicht, ich lebe, oh Weh und ach!
Ich will es nicht wahrhaben, fasse es kaum,
Finde das Messer, das meine Adern zerstach.

Wieder zu existieren wurde mir gelehrt,
Aber so zu leben ist mir stets zuwider,
Wandle auf Erden leer und in Trauer gekehrt,
Kleide mich schwarz und h?re traurige Lieder...
WinterWolfEtwas weniger ernst als der Rest...


[U]Feenwald[/U]


Ich wanderte durch gr?nes Land,
Als ich sah einen silbernen Wald.
Wie ich da so schweigend stand,
Sah ich eine kleine fliegende Gestalt.

Umgeben war sie von einem wei?en Schimmer,
Nur wenige Bl?tter verdeckten ihre Bl??en.
Das Unterholz sticht mich immer schlimmer,
Als ich endlich wahrnehme einen Duft von Rosen.

Ich sehe das geheime Feenreich im Silberwald,
Ein Mensch sieht nur selten solche Wunder.
Dieses Reich ist unverg?nglich und unendlich alt,
Bleibt nie an einem Ort, so n?tzt kein Kartenplunder.

Durch arkane Magie in st?ndiger Bewegung,
Im Strom der Energien versteckt vor allen Feinden.
An diesem Ort sp?rte ich eine Gef?hlsregung,
Ein Gef?hl des Friedens, wollte lange hier verweilen.

Da erblickte ich die K?nigin der Feen,
Mit Gliedern zart und milchig-wei?,
Sie war stolz und zugleich sch?n,
Besah mich mit einem Blick wie Feuer und Eis.

Was ich heute nur noch wei?:
Es blitzte grell und brannte hei?.
Pl?tzlich war alles entschwunden,
Und mich d?nkt, ich war sturzbetrunken...
WinterWolfEine kleine Parodie auf die typische Heldensage...


[U]Die tapfere Maid[/U]


Ein M?dchen geht durch einen Wald,
Sorglos tanzt sie zum Gesang der Ammern.
Dieser Ort ist seltsam sch?n und sehr sehr alt,
Als es schlie?lich anf?ngt zu d?mmern.
Wolken verdecken den vollen Mond,
Als ein lautes Br?llen ert?nt.
Unruhe erfasst die junge Maid,
Denn sie h?rt, wie jemand schreit.

Mutig eilt sie zu der Schreie Ursprungsort,
Und sieht einen Ritter in erbittertem Kampfe.
Nicht weit davon sieht sie einen Drachenhort,
Sieht all die Reicht?mer in kaltem Glanze.
Der H?ter dieser Sch?tze ist ein gr?ner Drache,
Und diesen d?rstet es nach Rache.
Das Menschlein in Metall wollte stehlen,
Das magische Gef?? der reinen Seelen.

Der Lurch hat es jedoch selbst genommen,
Gestohlen aus dem Tempeln des alten Ismahil,
Woher einige der kostbarsten Sch?tze stammen,
Und auch von anderen Orten Kostbarkeiten viel.
Das Gef?? verspricht einige Macht,
Einen ewig jungen Leib in voller Pracht,
Das ist des Drachen Ziel und Streben:
Ein unverg?ngliches Leben.

Den jungen Ritter verl?sst die Kraft,
Die gro?e Echse holt aus zum letzten Schlag.
Da hat es das gierige Ungeheuer fast geschafft,
Als es f?hlt eine Klinge, die aus dem R?cken ragt.
Die Maid hat es getrieben in den geschuppten Leib.
"Get?tet werde ich von einem jungen Weib!"
Das dachte der Drache Urgwalla zuletzt,
Als sein schwarzes Blut die Erde benetzt.

Der geschlagene F?rstensohn schaut dem M?dchen zu,
Erstaunt war er von ihrem Mut.
"Zart", denkt er, "so zart erscheint sie,
So sanft, so sch?n und herzensgut."
Retten wollt er eine Jungfrau um sich zu verm?hlen,
Gerettet wurde er von einem M?dchen.
Geheiratet haben sie noch bei der toten Schlange,
Doch ist die Frau hier tapferer als der Manne...
WinterWolfWieder ein pers?nlicheres Gedicht, diesmal als Sonett...


[U]Scherben[/U]


Hier liege ich als H?uflein Elend,
Zerfressen von schwarzen Gef?hlen.
Scherben kann ich in den H?nden f?hlen,
So liege ich hier nun weinend.

Blutige Tr?nen erf?llen die Hand,
In mein Fleisch schneiden die Scherben,
Sehe, wie die ?rmel vom Blute sich f?rben.
Meine Schuld habe ich endlich erkannt.

Sch?ne Erinnerungen sind zerst?rt,
Auf immer in der Zeit verloren,
Und im Raum verteilt.

Keine von diesen hat mir geh?rt,
Scherben sich in meine Seele bohren,
Und mein Schicksal mich ereilt...
WinterWolfEine Beschreibung, die auf mich 1:1 passt; ebenfalls ein Sonett.


[U]Stern aus Glas[/U]


Dort, wo Menschen Herzen haben,
Da trage ich einen Stern aus Glas.
Manche brechen ihn so zum Spa?,
Und wollen ihn mit Hass zerschlagen.

Mein Lebensstern ist zerbrechlich,
Leicht zu zerkratzen und zu zerst?ren.
Tu mir nicht weh, du solltest auf mich h?ren,
Oder die Scherben werden dich schneiden, unerbittlich.

Liebe erzeugt sein sch?nes Funkeln,
Reflektiert die Welt in meinem Geiste,
Und schimmert im Licht des Mondes.

Ich f?rchte mich nicht im Dunkeln;
Der Stern leuchtet mir auf meiner Reise,
Denn er reflektiert das Licht des Mondes.
WinterWolfEin nur mittelm??iges Gedicht angef?llt mit falscher Hoffnung und Freude...


[U]Licht[/U]


Mein Geist ist erf?llt von warmem Licht,
Gutes Licht erleuchtet mein Herz.
Vorbei sind mein Leid und mein Schmerz,
Ich bin zur?ck unter der Sonne Gesicht.

Erscheine ich auch im Lichte grau,
Ist das kein Grund mehr zur Sorge,
Da ich kein Gef?hl mehr verberge,
Ich trage sie aber auch nicht zur Schau.

Mein Leben hat sich gewandelt,
Denn ich habe mich aufgerichtet,
Geschichten geschrieben und gedichtet.
Und werde nicht mehr von der Welt misshandelt...
WinterWolfEs ist ein Gedicht ?ber meinen Zustand, nachdem ich meine Freundin am 17. M?rz 2002 mit aufgeschnittenen Pulsadern tot auffinden musste, also ein ?u?erst pers?nliches Gedicht.



[U]Der 17. M?rz[/U]


In meinem Herzen sind schlimme Wunden,
Und tiefe Schnitte in meinen Armen.
Verzweiflung qu?lt mich seit Stunden,
Ich sehe voller Sehnsucht zu den Sternen.

Ich liege neben deinem Leichnam,
In der Hand grausam kalten Stahl.
Ich hasse mich, da ich zu sp?t kam,
Schneide mich ein weiteres Mal.

Das Hemd, einst von solch reinem Wei?,
Ist nun rot gef?rbt von meinem Blut.
Tr?nen rinnen ?ber mein Gesicht ganz hei?,
Trauer ?berrollt mich wie eine d?stere Flut.

Du bist gegangen, ohne ein Wort zu sagen,
Ohne mir einen einzigen Grund zu nennen.
Von Qualen und Schmerzen geschlagen,
Muss ich im Feuer meiner Trauer verbrennen.

Meine Seele ist ?bers?ht mit Narben,
Mein Lebenswille ist nun gebrochen.
Ich wollte endlich in Ruhe sterben,
Habe mich unz?hlige Male gestochen.

Ich winde mich in meinem Hass,
W?hrend der Wahnsinn an mir nagt.
Mein Gesicht ist nun vor Tr?nen nass,
Mein Herz schl?gt in monotonem Takt.

Ich will, dass es endlich aufh?rt,
Dieses stetige Pochen in der Brust.
Ich wei? nicht, ob ihr es auch h?rt,
Wie es schl?gt, so voller Lebenslust.

Mein Herz mag sich zwar noch r?hren,
Aber meine Gef?hle sind verschwunden.
Ich kann weder Hass noch Liebe sp?ren,
Ich sehe nur meine blutenden Wunden.

Ich f?hle keinerlei Schmerzen mehr,
Die Trauer ist mein einziger Gef?hrte.
Ich wandle lange Zeit ziellos umher,
Wei? nicht einmal, was mich ern?hrte.

Dann erwache ich wie aus einem Traum,
Schmerz brennt sich mir in den Verstand.
Ich sehe dich immer wieder in dem Raum,
Am Boden die Stelle, wo ich weinend stand.

Grausige Bilder suchen mich heim,
Ich will hier raus, drehe mich um,
Ich will in dieser Einsamkeit schreien,
Aber es geht nicht, ich bleibe stumm.

Ich betrachte deine liegende Gestalt,
Setze mir abermals einen heftigen Stich,
Ber?hre deine Hand, so zart und kalt,
Ich zittere, Sehnsucht zerrei?t mich.

Dein Haar, rabenschwarz und glatt,
Dein Gesicht, ausdruckslos und blass,
Deine Augen, blau-gr?n und matt,
Deine Bluse vom Blut noch nass.

Deine Haut, bleich und makellos,
Deine Lippen, voll und rosenrot,
Mein Kopf liegt auf deinem Scho?,
Kein Lebensfeuer mehr in dir loht.

Ich sitze hier und schaue dich an,
Ich kann nicht Abschied nehmen.
Erneut fange ich zu weinen an,
Und verletze achtlos meine Venen.

Viel Zeit verstreicht, ich erwache,
Bin geschw?cht und ausgeblutet.
Da liege ich in meiner Blutlache,
Ich habe mich beinahe get?tet.

Nie wieder will ich mein Blut vergie?en,
Nie wieder werde ich mich verletzen,
Nie wieder soll mein Blut flie?en,
Nie wieder wird es die Erde benetzen.

Trauer mich mein Leben lang erstickt,
Werde lange kein Gl?ck in der Liebe finden,
Den siebzehnten M?rz vergesse ich nicht,
Mein Leben lang werde ich dich lieben...


In Memoriam...
WinterWolfDas Gedicht kam mir, als ich im Frühlingsregen spazierte, und sehnte mich gleich wieder nach dem Herbst...
Ein Sonett.


[U]Herbstregen[/U]


Der Herbst mich mit Freude erfüllt,
Der Himmel, von Wolken bedeckt,
Das Land, in grauem Nebel versteckt
Die Welt wird wieder in Nacht gehüllt.

Wasser bedeutet Leben, es regnet,
Ich sehe zum Himmel hinauf.
Große Freude steigt in mir auf,
Wenn Regen die Erde segnet.

Diese Vitalität, diese Kraft der Natur,
Ich kann sie spüren mit allen Sinnen,
Winde umwehen mich herrlich.

Sonne ist für mich die reinste Tortur,
Wenn Regentropfen an mir hinabrinnen,
Dann bin ich nass und glücklich.
WinterWolfEin kleines, unscheinbares Sonett.


[U]Rosengarten[/U]


Rosen blühen in meinem Garten,
Davor sollte ich euch wohl warnen,
Viele davon haben scharfe Dornen,
Hier wachsen die seltensten Arten.

Einige weiße, schön anzusehen,
Viele von ihnen sind blutrot.
Einige symbolisieren den Tod,
Ja, diese dort, die nacht-schwarzen.

Tagtäglich muss ich sie nähren,
Sie zeigen mein ganzes Leben,
Sie dürfen nicht verdorren.

Tag für Tag werde ich sie ehren,
Will ihnen alle Liebe geben,
Damit sie nicht sterben.
WinterWolf[U]Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern
(frei nach einem Märchen von Hans Christian Andersen)[/U]


Es war entsetzlich kalt und schneite,
Es dunkelte schon, der Abend nahte,
Als man ein kleines Mädchen sah,
Ohne Schuhe und mit unbedecktem Haar.

Gewiss hatte es Pantoffeln, aber sie waren zu groß,
Da es die der Mutter waren, nun sind die Füße bloß.
Wären zwei Wagen nicht so furchtbar schnell gewesen,
Könnte es wohl noch die Wärme der Schuhe genießen.

Da wandelte es nun, einsam, verlassen und frierend,
Dabei mit ihrer Schürze voll Schwefelhölzer hantierend.
Einen Bund in der Hand, sie wollte sie verkaufen,
Doch sind die Leute einfach an ihr vorbeigelaufen.

Kein Mitleid, kein Erbarmen für die Kleine,
Tapferes kleines Mädchen, das nicht mal weinte.
Traurig und hungrig zog es weiter durch Straßen,
Zwischen warmen Häusern, Gehwegen und Gassen.

Ihr schönes Haar war blond und gelockt,
Und ihre Gestalt vom Schnee bedeckt.
Die Straßen waren erfüllt von hellem Licht,
Hunger sie grausam in den Magen sticht.

Sie sank geschwächt in einer Häuserecke nieder,
In dem Winkel zwischen den Häusern fror sie wieder.
Die weißen Beine hochgezogen zitterte sie in der Kälte,
Wollte nicht nach Hause, da es sie nicht erwärmte.

Daheim hätten Vaters Schläge sie erwartet,
Da sie kein Schwefelhölzchen verkauft hat.
Ferner schützt ein Dach zwar vor Schnee,
Aber Kälte beißt die Glieder wie eh und je.

Ein Schwefelhölzchen müsste Wärme spenden,
Doch dürfte sie nur eines davon verwenden.
Sie reißt eines an der Hauswand an, es brennt,
Eine helle, warme Flamme erfreut das Kind.

In dem Licht erschienen ihr wohlige Gedanken,
Ein Ofen, als die Flamme anfängt zu wanken.
Sie stirbt, der schöne Messingofen verschwand,
Sie hielt ein ausgebranntes Hölzchen in der Hand.

Freudig streicht sie ein weiteres an,
Der Ofen kehrt zurück, sie starrt ihn an.
Sie will die Füße an dem Traum wärmen,
Als auch diese Flamme anfängt zu sterben.

Weitere Hölzchen brennen und vergehen,
Als sie beginnt, einen fallenden Stern zu sehen.
Ein fallender Stern bedeutet, jemand stirbt bald,
Das sagte Großmutter, die leider schon Vergangenheit.

Dann sieht sie ihre Großmutter, groß und schön,
Das Mädchen zündet die restlichen Hölzer an.
Sie will sie nicht verlieren, will zu ihr ins Licht,
Die Großmutter lächelt und nimmt sie mit.

Am nächsten Morgen an der Häuserecke,
Dort, wo das Mädchen sich versteckte,
Da liegt sie nun tot und mit Wangen rot,
Keines der Hölzer brennt mehr, keines loht.

Man sagt, sie wollte sich daran wärmen,
Niemand weiß, wie glücklich sie beim Sterben.
Kein Leid, kein Hunger, keine Kälte mehr,
Im Himmel lebt sie nun, bei Gott und Großmutter.
WinterWolfEin Sonett zur aktuellen Lage- nix besonderes...


[U]Kriegs-Sonett[/U]


Die Sonne strahlt heiß am Horizont,
Menschliche Schreie sind zu vernehmen,
Keiner von ihnen wollte sich ergeben.
Rauch steigt auf von rotem Wüstensand.

Ein schrecklicher Krieg hat hier gewütet,
Das Schlachtfeld von Leichen übersäht,
Kein Frieden mehr, schon ist es zu spät,
Menschen haben sich gegenseitig getötet.

Die Völkerrechte zählten hier nicht,
Justitia vergewaltigt, keine Gerechtigkeit,
Blut hat sich mit trockener Erde vermischt.

Tote liegen hier Schicht auf Schicht,
Der echte Diktator ist noch in Freiheit,
Und auch der kleinere ist entwischt...
WinterWolfEin weiteres Gedicht zur Verarbeitung des Freitodes meiner letzten Freundin am 17. März des letzten Jahres.


[U]Schattengefängnis[/U]


Ich bin in den Schatten gefangen,
Bin nur knapp dem Tode entgangen.
Mein Herz und Geist sind verstört,
Dein Ende hat mich fast zerstört.

Ich sehe immer wieder diese Bilder,
Meine Träume werden aufgewühlter.
Ich kann es einfach nicht vergessen,
Verzweiflung hat mich angefressen.

Schwarze Massen verschlingen mich,
Ich denke mal wieder nur an dich.
Ich denke an unser verlorenes Glück,
An deine Reise ohne einen Weg zurück.

Das Gefühl fallen gelassen zu werden,
Die wilde Sehnsucht wie du zu sterben.
Nach deiner Liebe steht mein Sinnen,
Als Tränen über meine Wangen rinnen.

Ein Jahr und ein halbes war die Zeit,
Voller Liebe und voller Zärtlichkeit.
In tiefster Melancholie schwelgend,
Ich, wie eine alte Rose verwelkend.

Es verlangt noch immer nach dir,
Das Feuer der Sehnsucht in mir.
Doch kann ich dich nicht erreichen,
Vergeblich werde ich um dich weinen.

Diese Schmerzen verschwinden nicht,
Bitterkeit verhüllt mein trauriges Gesicht.
Umsonst werde ich ein frühes Ende erflehen,
Warten auf den Tod, auf das Wiedersehen...
WinterWolfWieder wegen "ihr"...


[U]Warum?[/U]


Weiße, sterile Wände starren mich an,
Ich liege verwundet auf dem Flur,
Warum hast du mir das nur angetan?
Dein Tod hinterlässt auf mir seine Spur.

Feine Narben zeugen von meinem Schmerz,
Selbsthass breitet sich in mir aus,
Verwunde mich nicht nur so zum Scherz,
Etwas in mir will aus mir heraus.

Ein dunkles Wesen, das mich quält,
Das mich in meinem Herzen peinigt,
Und mich zugleich im Geiste stählt-
Dämon und Mensch haben sich in mir vereinigt.

Immer wieder ein Hauch von Wahnsinn,
Emotionaler Kälte und Grausamkeit,
Und doch wieder Sensibilität und Stumpfsinn,
So wälze ich mich in meinem Herzensleid.

Doch immer beherrscht mich diese Frage:
Warum hast du dich umgebracht?
Wir kannten uns doch schon unzählige Tage,
Anderthalb Jahre, und dann dies über Nacht.

Immer diese Frage: Warum?
Ich fordere eine Antwort,
Doch bleibst du stumm,
Sprichst nie mehr ein Wort...
WinterWolfEin experimentelles Gedicht...


[U]Verloren[/U]


Verloren im Leid,
Verloren in Dunkelheit,
Verloren in der Zeit,
Verloren in Traurigkeit.

Verloren in Verzweiflung,
Verloren im Sterben,
Verloren in Selbstzerstörung,
Verloren im Leben.

Verloren in Rachsucht,
Verloren im Schweigen,
Verloren in Sehnsucht,
Verloren ist mein Eigen...
WinterWolfKranke Ironie oder einfach nur krank?


[U]Ritze Ratze[/U]


Ritze Ratze Ritze Ratze,
Geht das Messer mit Gekratze.
Ich mit Klingen mich ritze,
Und mir den Arm aufschlitze.

Einstechend auf meinen Arm,
Das Blut fließt herunter so warm.
Mich zu stechen macht mir Spaß,
Das Hemd ist nun vom Blute nass.

Hacken und zerschneiden,
Ich will nur noch leiden,
Versuche viele scharfe Eisen,
Die neue Wunden reißen.

Will mich selbst misshandeln,
Und meine Haut verschandeln.
Mich überdecken viele Narben,
Seit die Schmerzen mit ihr starben.

Qualen wurden mir zum Genuss,
Das Messer gibt mir den letzten Kuss,
Bald machen wir nun endlich Schluss,
Und sterben glücklich ohne Verdruss.
WinterWolfEin Gedicht über und gegen Krieg...


[U]Leichenschmaus[/U]


Soldaten marschieren mit festem Schritt,
Flaggen wehen, der Tod geht mit.
In trockenen Landen marschiert ein Heer,
Mit Mienen stolz und Augen leer.

In der Luft der Geruch von Krieg,
Vor Augen Triumph und Ruhm- den Sieg.
Stramm stehen sie in Reih und Glied,
Als man schon die Feinde sieht.

Ein Schuss, ein Schrei, der erste fällt,
Von Rache beseelt zieht man ins Feld.
Menschen sterben, Menschen morden,
Einander töten sie in wilden Horden.

Schüsse krachen, Schreie erschallen,
Hunderte, ja Tausende!, sind gefallen.
Staub belegt Haupt und Zunge,
Asche vergiftet Herz und Lunge.

Zeit und Erde überdecken die Leichen,
Verloren und vergessen, Geier kreischen.
Der Leichenschmaus ist angerichtet,
Die Menschen dort haben sich selbst gerichtet.
WinterWolfSo, endlich ein neues Gedicht.
Über meine letzten Gedankengänge...


[U]Letzte Chance
© 2003 Winter Wolf[/U]


Abendsonne umspielt mein Gesicht,
Stumme Tränen glänzen im Licht.
Mein Geist in Nebel gehüllt,
Schwarze Trauer mein Herz erfüllt.

Gedanken schweifen in weite Ferne,
Hass entzieht mir alle Wärme.
Hilflos und von Zorn aufgezehrt,
Hab´ ich mich bis zuletzt gewehrt.

Nun kommt das Leiden wieder,
Rote Tränen zieren meine Glieder.
Bin zerrissen von Sehnsüchten,
Will nur vor dem Leben flüchten.

In den Nächten immer dieser Traum.
Es verfolgt mich durch Zeit und Raum:
Diese leeren Augen, die kalten Hände,
Bilder im Spiegel, blutbefleckte Wände.

Dein toter Leib auf dem Grund,
Denk´ oft daran, Stund´ um Stund´.
In mir toben Trauer und Wut,
Hab´ aufgegeben, alles versucht.

Nur ein Mädchen, das mich liebt,
Ein Mädchen, das mir Kraft gibt,
Das wäre mir der letzte Halt,
Oder ich werde nicht mehr alt.

Würde nie mich selbst vernichten,
Sondern Trauer würd´ mich richten.
Einsamkeit wird mich zerfressen,
Und die Welt wird mich vergessen.
WinterWolfEin Text ohne allzu tiefe Bedeutung, einfach ein Gedicht in freier Form.


[U]Schwarzer Engel
© 2003 Winter Wolf[/U]

Auf der Flucht vor der Zeit,
Meidend den wilden Strom,
Lebend in ewger Bitterkeit,
Willst der Welt entfliehn.

Dein Geist ist gefangen,
Im Wahnsinn erfrorn,
Dein Herz ist zersprungen,
Deine Seele entflohn.

Suchst am Himmel deinen Stern,
Findest nur die Nacht,
Nichts, weder nah noch fern,
Niemand gibt auf dich acht.

Schwarzer Engel, gefallen,
Gefangen in Fleisch und Blut,
Ersehnst die weißen Hallen,
Weinst Engelstränen, so rot.

Der Herr hat dich verstoßen,
Mein dunkler Seraphim,
Verehrtest ihn, den Großen,
Und wo willst du nun hin?

Gottes Gnade ist vergangen,
Der Mensch hat ihn verraten,
Die Saat nie aufgegangen,
Die Schöpfung gar zu missraten.

Die Apokalypse holt sie alle ein,
Der Mensch in der Höll´ verbrannt,
Die Engel gefallen und Gott allein,
Die Himmlischen auf ewig verdammt.
WinterWolfKritische Prosa an all die ach so allwissenden Wissenschaftler und deren Anhänger, die Gläubige für blinde Narren halten.


[U]An all die "Wissenden"
© 2003 Winter Wolf[/U]


Der Mensch ist ein Narr,
Ihm ist ja alles klar;
Wissenschaft, diese Pest,
Die sie all´ erblinden lässt.

Theorien und Narreteien,
Echtes Wissen ist nur selten,
Zufälle und Spielereien,
Solche Blindheit ist zu schelten!

Wissen ist erstrebenswert,
Weisheit ist vonnöten!
All dies Wissen ist nichts wert,
Wenn es dient zum Töten!

Der glaubt, sei blind,
Klug, wer nicht gläubig,
Wo sie ja so anders sind;
So verblendet, schwachsinnig!

Es gibt keinen sicheren Beweis,
Gott gibt sich nicht einfach preis,
Mit Herz Ihn zu finden ist ihre Pflicht,
Nur durch Wissen zeigt Er sich nicht...
WinterWolfLiebes-Prosa, wohl schon mehr als "nur" romantisch...


[U]Freuden des Fleisches
© 2003 Winter Wolf[/U]


In einer klaren Vollmondnacht,
Liegt sie ihm in den Armen,
In Freude beisammen, sie lacht,
Aufblickend zu den Sternen.

Ihre Augen begegnen sich,
Man sieht sich still an;
Man küsst sich wonniglich,
Nimmt einander in den Arm.

Alles zu Boden gleiten lassen,
Einander sinnlich berühren,
Sanft des andern Leib anfassen,
Des Fleisches Freuden spüren.

In den Augen glänzt Verlangen,
Der bloße Körper bebt vor Lust,
Von Liebe gefesselt und gefangen,
In wildem Atem hebt sich die Brust.

Das Herz schlägt in schnellem Takt,
Das Tier im Menschen ist erwacht,
Man liebt sich ungeniert, ist nackt,
Heiße Schreie erfüllen die Nacht.

Momente intensiver Liebe,
Augenblicke tiefster Empfindung,
Erleben der stärksten Triebe,
Zeit höchster Verzückung.

Erschöpft lässt man voneinand´,
Letzte Küsse bedecken die Haut,
Liegt am Boden Hand in Hand,
Und zum Vollmond schaut.
WinterWolfFolgender Text ist sarkastisch gemeint und spricht sich [u]gegen[/u] national-soz. Motive aus!
Also bitte nicht falsch verstehen ;)


[u]Rassenkampf
© 2003 Winter Wolf[/u]


Rassenkampf, Holocaust, Genozid;
Mensch, schön, dass es dich gibt!
Rassenkampf, die Erde brennt,
Alles ist nach Rass´ getrennt.
Rassenkampf, Narretei, Idiotie,
Jedem seine verdrehte Ideologie.

Lauft, lauft schnell Soldaten!
Sterbt wie eure Kameraden!
Waffen gezückt, Mienen hart,
Haltet ein, in Stille verharrt!

Da, der Feind! Feuer frei!
Unversehrt zieht er vorbei...
Hektische Blicke, schweres Atmen,
Schützengräben! Holt raus die Spaten!

Rassenkampf, Holocaust, Genozid;
Mensch, schön, dass es dich gibt!
Rassenkampf, die Erde brennt,
Alles ist nach Rass´ getrennt.
Rassenkampf, Narretei, Idiotie,
Jedem seine verdrehte Ideologie.

Grabt, grabt um euer Leben!
Hebt aus die Schützengräben!
Eilt, der Feind rückt vor!
Da! Zerstört den Invasor!

Süß für´s Vaterland zu sterben,
Auf schnellstem Wege ins Verderben!
Entstellte Leichen säumen die Gassen,
Willkommen im Krieg der Rassen!

Rassenkampf, Holocaust, Genozid;
Mensch, schön, dass es dich gibt!
Rassenkampf, die Erde brennt,
Alles ist nach Rass´ getrennt.
Rassenkampf, Narretei, Idiotie,
Jedem seine verdrehte Ideologie.

Sirenen heulen, Schüsse krachen,
Der Endzeitkrieg ist ausgebrochen!
Herrenrasse gegen Herrenrasse,
Erschossen liegen alle auf der Straße.
Justitia hat doch gewonnen,
Keiner ist der Strafe entronnen...
WinterWolfEin kleiner Hinweis, dass Liebe unter den widrigsten Umständen entstehen kann...


[u]Vampyr
© 2003 Winter Wolf[/u]


Die Sonne zerstört mir mein Gesicht,
Der Stern raubt mir das Augenlicht.
Schatten verbergen meine Gestalt,
Mein Herz ist tot und grausam kalt.

Das Blut der Menschen ist mein Begehr,
Gedacht ist es mir zum Verzehr.
Die Gier gibt meinem Leben Sinn,
Ich durft´ nie wählen was ich nun bin.

Gefangen in ewger Dunkelheit,
Ich lebe und leide in Ewigkeit.
Ich wandle allein durch finstre Nacht,
Der volle Mond hält einsam Wacht.

Ich geh´ durch all die engen Strassen,
Ich meid´ die großen Menschenmassen.
Die Qual, der Durst und diese Pein,
In meinem Mund der Menschen Wein.

Die Lippen rot, den Durst erfüllt,
Hab ihn an einer Maid gestillt.
Ihr Leib ist blass, der Hals voll Blut,
Ich voll Entsetzen, Trauer und Wut.

Sie war so schön, wohl siebzehn Jahr,
Mit grünen Augen, sternenklar.
Sie leckt von meinen Adern nun,
Will sie verwandeln, ihr Gutes tun.

Ich wollte sie nicht sterben sehen,
Ich wollte nicht ohne sie gehen.
In Dunkelheit sind wir vereint,
Und Liebe in uns beiden keimt.
WinterWolfEin wenig abstrakt...


[u]Schwarz und Weiß
© 2003 Winter Wolf[/u]


Schwarz ist keine Farbe nicht,
Nur das Fehlen von weißem Licht.
Farblos, doch schön anzusehen,
Alles Licht wird mal vergehen.

Weiß besteht aus allen Farben,
Reflektiert das reine Leben,
Es ist grell und blendet mich.
Schwarz ist ruhig, nicht aufdringlich.

Weiß ist gut, Schwarz ist schlecht,
Doch behaltet ihr nicht Recht.
Schwarz und Weiß gehörn zusammen,
Dürft keins davon einfach verdammen.

Denn Gut und Böse sind eine Einheit,
Wie weißes Licht und Dunkelheit,
Wie Gott und Teufel, Feuer und Eis,
Wie wir alle: Schwarz und Weiß.
WinterWolfIrgendwelche Gedankengänge, die hoffentlich nichts weiter zu bedeuten haben...


[u]Abschied
© 2003 Winter Wolf[/u]


Ich kann nicht mehr bei euch verweilen,
Ich sehe meine Zeit enteilen.
Mein Herz ist längst im Leid gestorben,
Der Hass hat meine Seel´ verdorben.

Mich verlangt nach Selbstzerstörung,
Ist´s auch keine echte Lösung,
Liebe kann ich nie mehr finden,
Warum sollt´ ich nicht verschwinden?

Alltäglicher Wahnsinn fraß mich auf,
Werd´ früh beenden des Lebens Lauf.
Der Drang zu leben bleibt mir verborgen,
Für mich gibt´s keinen nächsten Morgen.

Ich fühl´ mich traurig und verlassen,
Da mich jeder hat vergessen,
Da mich keiner mehr vermisst,
Hab´ ich den freien Tod begrüßt.

Der letzte Atem erfüllt mich nun,
Leg´ mich hin, um ewig zu ruhn.
Da mich nichts mehr hier noch hält,
Verlass´ ich diese dunkle Welt.


[b]Carpe Vitam...[/b]
WinterWolf[u]Stille
© 2003 Winter Wolf[/u]


Die Stille ist all mein Sehnen,
Kein Laut ist zu vernehmen,
Die Ruhe stellt mich zufrieden,
Wenn ich von euch gemieden.

Nur Hektik, Stress und Lärm,
So bitt´ ich, bleibt mir fern!
Dürft´ euer Leid mir schenken,
Es stört mich nicht beim Denken.

Sonst lasst mich doch alleine,
Ihr stört nur meine Träume!
Will euch die Sorgen nehmen,
Will nur im Schweigen leben.

So lasst mir meine Freiheit,
Mein Glück ist Einsamkeit.
Die Lieder ohne Ton,
Und Stille sind mein Lohn.

Habt Zweifel in den Augen.
Wollt ihr es mir nicht glauben?
Ich weiß nichts mehr zu sagen,
Hab´ aufgehört zu klagen.


[b]Ich will einfach nicht mehr![/b]
WinterWolfMal ein philosophischer Exkurs, also kein Gedicht. Einfach mal ungewöhnliche Gedanken und Überlegungen... irgendwie :D


[u]Gedanken vergessener Götter
© 2003 Winter Wolf[/u]


Die Menschen wollen uns entkommen,
Seht sie euch an, all diese Narren!
Sie sind schon viel zu weit gegangen,
Sie werden uns nicht mehr entrinnen.
Sie haben sich wohl überschätzt,
Versucht, den Göttern gleich zu sein,
Nun werden sie den Preis bezahlen;
Denn wisse: Weisheit ist sehr teuer.

Doch kommt hier Einsicht wohl zu spät,
Nun werden sie im Wahn verbrennen.
Genie und Irrsinn sind nah verwandt,
Die Grenze nur zu schnell überschritten.
Sie haben sich zuviel erlaubt,
Das Ende eurer Zeit erreicht,
Die Strafe folgt nun auf dem Fuße,
Kniet nieder, tut eurer Sünden Buße!

Wagt ihr es etwa, euch aufzulehnen?
Wagt ihr es etwa, an uns zu zweifeln?
Wagt ihr es etwa, uns zu verspotten?
Wagt ihr es wirklich, seid ihr blind?
Seid ihr denn nicht bereit, zu enden?
Wollt ihr die Welt denn weiter quälen?
Sollen wir euch eine Lektion erteilen?
Ihr scheint es darauf anzulegen...

So werdet ihr euch selbst vernichten,
Ihr seid euch eurer eigener Henker,
Werdet euch schon selber richten.
Wir ertragen eure Schmähungen...


[b]Denn wir werden überleben. Ihr nicht.[/b]
WinterWolf[u]Warten auf das Ende
© 2003 Winter Wolf[/u]


Zarte Hände, die mich berühren,
Weiche Lippen, die mich verführen,
Süße Sünden, die mich verlocken,
All das bringt mein Herz ins Stocken.

Schön ist es, sich zu erinnern,
Würde er sich nicht verschlimmern:
Der eine Traum in tiefster Nacht,
Wenn der Schmerz in mir erwacht.

Kann mich nicht davor verschließen,
Kann nur bittre Tränen vergießen,
Wenn ich sie sehe, in ihrem Blut...
Bloße Verzweiflung, Trauer und Wut.

Dieser Traum verfolgt mich dauernd,
Ich wandle durch das Leben, trauernd,
Depressiv, von Schmerz zerrissen,
In Tränen ertrunken, dem Glück entrissen.

Ich sehne mich nach Dunkelheit,
Will Frieden, Stille, Einsamkeit.
Den Grauen der Welt will ich entfliehn,
Mich ins Dunkel zurückziehn.

Schließlich gerettet vor dem Licht,
Welches mir das Herz zersticht.
Endlich Frieden, kalte Luft,
Um mich feuchter Erdenduft...


[b]Endlich tot.
Endlich bei dir.[/b]
WinterWolf[u]Im Tode vereint
© 2003 Winter Wolf[/u]


Ich zählte traurig all die Stunden,
Die Zeit heilt niemals alle Wunden;
Wir gingen beide durch die Nacht,
Liebe hat in uns ein Feuer entfacht.

Doch etwas schlimmes war geschehen,
Nur habe ich´s zu spät gesehen;
Mein stummer Schrei blieb ungehört.
Was nur hat uns unser Glück zerstört?

Ich fand dich tot, verblutet, blass,
Dein hübsches Gesicht vor Tränen nass.
Dein Tod stürzte mich ins Verderben,
Wollte ich mit dir gemeinsam sterben.

Ich lebte nicht noch war ich tot,
Mein Körper weinte Tränen rot.
Ich weinte schon seit vielen Tagen,
Als mein Herz hat aufgehört zu schlagen.

So sind wir nun im Tod vereint,
Hier ist nichts mehr so wie es scheint,
Wir sind verhüllt von Dunkelheit,
Und lieben uns in Ewigkeit.


[b]Amen - so sei es.[/b]
WinterWolfWirres Gedankenspiel, ungewöhnliches Reimschema (hey, auch Goethe benutzte Dissonanzen ;))...


[u]Gedankenspiel
© 2003 Winter Wolf[/u]


Die Welt ist grausam.
Die Menschen töten,
Sie morden wahllos;
Die Welt stirbt langsam.

Gewinn und Reichtum,
Die Gier nach Gütern,
Sie sitzt im Herzen.
Ach Mensch, was willst nun?

Führst teure Kriege,
Anstatt zu helfen,
Denn andere leiden,
Hilfst nicht durch Siege.

Auch Geld ist kein Brot,
Ernährt nicht einen;
Macht dafür süchtig.
Die Folge? Der Tod.

Ich bin gar ratlos,
Weiß nicht weiter;
Mein Herz fühlt nichts mehr.
Das Leben? Trostlos.

Dem Tod entgegen
Will ich nun streben.
Kein Sinn im Leben...

[b]...nichts.[/b]
WinterWolf[u]Nuklearer Frühling
© 2003 Winter Wolf[/u]


Die Sonne bricht durch Glas,
Hellt auf die finstre Nacht,
Sie scheint auf frisches Gras,
Natur zeigt ihre volle Pracht.

Blumen blühen auf,
Knospen öffnen sich,
Bäume schlagen aus,
Sonne brennt entsetzlich.

Die Sonne prallt auf Fleisch,
Die Welt beginnt zu sterben,
Die Erde wird zu heiß,
Verbrannt ist alles Leben.

Erde ist verfallen,
Tierwelt ausgestorben,
Alles ist zu Staub zerfallen,
Verfault und verdorben.

[b]Das ist der nukleare Frühling.[/b]
WinterWolfEine Art "Widmung" an einen Raubritter der Chiemgauer Rittergeschlechter...


Heinz von Stein
© 2003 Winter Wolf


„Ei? Welch Reitervolk ist hier zu sehen?
Wessen Flaggen sind das, die dort wehen?
Sprich doch Vater, sprich! Wer sind die Leut´?
Hör´ doch, dieses komische Geläut´!“

„Schweig´ mein Sohn, sei ruhig, sei bitte still!
Das sind Heinzens Mannen, so Gott will!
Heinz von Stein, der mit den Eberhauern,
Schreck´ von Adel, Priestern und von Bauern.

Heinz von Stein ist gar ein schlimmer Schurk´,
Der lebt auch in einer Höhlenburg?
Mag er auch zu Chiemgaus Rittern zählen,
So erfreut ihn´s Foltern und auch´s Stehlen.

Solch ein Mädchenräuber, Folterknecht,
Strolch und Dieb, zu strafen ihn wär´ recht.“
„Kühn und wild, der Bursche, muss schon sagen,
Gerne will ich mich zu jenem wagen.

Herrlich wild muss sein das Räuberleben!
Niemals müsst´ ich meine Stube fegen,
Feste feiern, trinken, lachen, singen,
Nie genug hätt´ ich von diesen Dingen!“

„Heinz, der Wilde, böse bis auf´s Blut,
Sprich´ nicht solchen Unsinn! Du bist gut,
Der ein gotteslästerlicher Mann!“
Sprach´s und droht dem Sohne Prügel an.

Schließlich ist er noch ein dummes Kind,
Dem der Welten Grauen fremd noch sind.
Schwärmen kann er doch als junger Knabe,
Soll lang träumen, als er Freiheit habe.
WinterWolfZur Verarbeitung der letzten Tage.


[u]Du - Erinnerung
© 2003 Winter Wolf[/u]


Seit du dich ermordet hast,
War das Leben eine Last.
Denke nur an Tod und Trauer,
Wahnsinn liegt schon auf der Lauer.

Allzu schön war dein Gesicht,
Zart und blass im Sonnenlicht.
Grüne Augen, wie die Sterne,
In die sah ich nur zu gerne.

Langes Haar, so schwarz und glatt,
Schien im Licht des Mondes matt.
Volle Lippen, rot und sinnlich,
Deine Küsse, heiß und innig.

Deine Haut, so weich wie Samt,
Rot von Blut, als ich dich fand.
Tod verlieh dir Engels-Schwingen,
Muss mit meinen Schmerzen ringen.

Traurigkeit erobert mich,
Setze mir den letzten Stich.
Tausend rote Tränen fließen,
Die mich in den Tod entließen.

-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-_-

Sehe schon das Himmelsreich,
Sarah, einem Engel gleich,
Steht da oben, lacht gar herzlich,
Meine Augen blickten schmerzlich.

Sie berührte meinen Arm.
Ihre Hand war zärtlich, warm,
Heilte alle meine Wunden,
All mein Leid ist nun verschwunden...


[b]Und so tanzen wir nun in der Ewigkeit.
Zusammen, nur wir beide.[/b]
WinterWolfEine Art Märchen in Gedichtform :)


[u]Zwergenschatz
© 2003 Winter Wolf[/u]


Diese Zeichen an der Wand,
Tief in Stein hineingebrannt,
Zeugen von gar großer Macht,
Sind so alt wie Tag und Nacht.

Denn hier gab es einmal Zwerge,
Meisterschmiede auf dem Berge.
Doch verschwand das Reich des Laurin,
Leider weiß man nicht, wohin.

Nur noch Runen stehen hier,
Sätze sind es ihrer vier,
Die uns zeigen, wo sie sind,
Dass der Mensch sie endlich find´:

"Kann Er lesen unsre Sätze,
Wird Er finden unsre Schätze;
Er soll gehen wie der Mond,
So, damit es sich auch lohnt.

Wird Er folgen dunkler Nacht,
Soll Er geben fleißig acht:
Geht Er länger als fünf Stunden,
Wird Er niemals etwas finden.

Hat Er dies fünfmal getan,
Sollt´ Er finden einen Hahn;
Fangen muss Er ihn geschickt,
Kräht der, ist die Fahrt missglückt.

Lebend muss Er jenen haben,
Und ihn zu den Runen tragen;
Jener wird das Glück Ihm zeigen:
Er wird nie mehr Hunger leiden."

Welche Schätze dies auch sind,
Gier macht Menschen völlig blind;
Alle Leute sind begeistert,
Doch wer gierig ist, der scheitert.

Jeder hoffte auf sein Glück,
Nur der Hans kam reich zurück:
Dieser hat den Hahn genommen,
Durch ihn Haus und Hof bekommen.

Nun ist Hans ein reicher Bauer,
War nicht gierig, sondern schlauer;
Denn das Leben ist viel wert,
Mehr als alles Gold der Welt.
WinterWolfÜber Kindersoldaten...


[u]Kinderkrieg
© 2003 Winter Wolf[/u]


Sonne brennt vom Horizont,
Krieg verwüstet deren Glück,
Rot erscheint die ferne Front,
Doch es gibt nun kein Zurück.

Junge Augen starren ängstlich,
Kampfgeschrei erfüllt die Luft;
Dieser Anblick ist erbärmlich,
Tod verbreitet seinen Duft.

Kinderaugen sehen Grauen,
All die Träume nun zerstört;
Keinem mehr noch zu vertrauen,
Das hat man sie einst gelehrt.

Jene kannten nur den Krieg,
Sind der Kinderzeit entrissen;
Immer strebend nach dem Sieg
Werden sie im Kampf zerrissen.

Asche regnet auf das Land,
Weltenherbst mit grauem Laub;
Junge Körper sind verbrannt,
Blut vermischt sich mit dem Staub.

Krieg geführt mit armen Kindern,
Helfen würd´ ein Kriegsgericht,
Könnten es ja doch verhindern,
Ja - wir machen es nur nicht...

[b]Denn es ist ja jenseits unserer medialen Welt...[/b]
WinterWolfMein erstes englisches Gedicht, Sarah gewidmet.


[b][u]Tribute to Sarah - the 17th March 2002
© 2003 Winter Wolf[/u][/b]

I can´t forget, my heart is sick,
The wounds are deep, my blood I lick,
Because of you, my dear, I bleed,
And you are all I´ll ever need.

The loneliness, my only friend,
Alone I am with winter´s scent,
The cold embraced me in the dark,
And sadness kissed my broken heart.

So I flee in melancholy,
For me it´s such a tragedy,
You left me in this cruel world,
Against the worst curses I hurled.

The ice of sorrow wouldn´t melt,
Too dreadful was the pain I felt.
My skin shows everyone my pain,
But most of them think I´m insane.

I saw you lying on the floor,
I won´t forget it anymore,
The blood ran down your open hand,
For endless sorrow I demand.

I miss you, Sarah, lost in black,
You won´t return, you won´t come back,
I often see you in my dreams,
I won´t forget thee as it seems.

But now you´re dead, away from me,
In death together we will be.
My memories still torture me,
My love, I want to come with thee...
WinterWolfWieder mal Verarbeitung der letzten Zusammenbrüche...



[u]Selbsthass
© 2003 Winter Wolf[/u]


Das Leben ist schon eine Last,
Wenn man sich nur noch selber hasst.
Ich sehe mich im Spiegel stehen,
Und höre mich um Gnade flehen:
"Ich bitte euch, lasst mich allein!
Geworden ist mein Herz zu Stein,
Ich werde euch nur Schmerzen bringen,
Zu trösten mich wird nie gelingen."

Die vielen Tränen seht ihr nicht,
Als meine kleine Welt zerbricht.
Die Scherben haben scharfe Ränder,
Und schon fließt Blut auf die Gewänder.
Aus leeren Augen starre ich,
Mein Körper schreit: "Ich hasse dich!"
Mich selber mag ich nicht mehr leiden;
Nochmals ein Grund mich tief zu schneiden.

Als Blut mir aus den Adern dringt,
Mein Herz mit einem Schlag zerspringt,
Der Schmerz die Seele schnell zerfrisst,
Mich scheinbar jeder Mensch vergisst,
So will ich manchmal einfach sterben,
Und schreite gerne ins Verderben;
Ich sage nichts, ich gehe still,
Da keiner mehr was von mir will...
WinterWolfSchmerzen in den letzten Tagen.


[u]Wertlos
© 2003 Winter Wolf[/u]

Beschreibt man mich manchmal als selbstlos,
So fühle ich mich doch so wertlos.

Ich nütze, helfe euch vielleicht,
Doch habe ich den Punkt erreicht,
An dem ich nicht mehr leben will.
In meinem Leben ist es still,
Da niemand mich als Menschen liebt,
Dafür als den, der andren gibt.

Ich diene nicht, ich lebe nur,
So will es bloß meine Natur.

Doch will ich nicht mehr einsam sein,
Zerbrechen werd´ ich, so allein;
Ihr seht niemals den Kern von mir,
Denn der ist meine wahre Zier!
Mein Leib ist eben nicht vollkommen,
Doch seid ihr von mir eingenommen.

Ihr seht ja nur die Oberfläche,
Die ich mir mit Metall zersteche.

So werft mich weg, zertretet mich,
Es amüsiert mich königlich,
Euch armen Narren zuzusehen;
Ich werde meines Weges gehen.
Der Weg jedoch führt in den Tod -
Der einzige in meiner Not?

Ich denke nach und mir wird klar,
Dass das noch nicht das Ende war.

Ich biete euch erneut die Hand,
Die ihr auch sofort lächelnd nahmt -
Und habt mich wieder nur verletzt.
Ich sagte nur: "Ich gehe jetzt".
In Tränen war ich aufgelöst,
Als Stahl mein schwarzes Herz durchstößt.

Ich ging in Frieden, kurz und schmerzlos,
Ich war und blieb für euch nur wertlos...
WinterWolfTjoa, mein erster "Song" - mehr oder weniger.
Ääh... :D


[u]Forgotten
© 2003 "Vinter Varg" (Songschreiberling und Sänger: Winter Wolf - meine Wenigkeit :D)[/u]


I want to tell the Prophecy,
The tale about the heavenly,
About the time the angels fall,
When SHE conquers the One´s great hall.

On earth we live in wickedness,
We cannot get forgiveness,
Because the sins are mankind´s scourge,
In darkness HE might be our torch.


And now we are forever lost,
The Lord had died at human´s cross,
The One forgot us, we are lost,
Now we will feel what sins would cost...


Seductive Lilith, sinful snake,
The chains of sins we never break.
"Resist the evil´s queen" HE said;
We had to try and now we´re dead.

HE sent HIS son to humankind,
There was no hope, ´cause we were blind,
And killed the one named Jesus Christ;
We didn´t see his holy light.


And now we are forever lost,
The Lord had died at human´s cross,
The One forgot us, we are lost,
Now we will feel what sins would cost...


As HIS son died with so much sorrow,
So HE thought HIM we never follow.
So HE forget what once had happened,
And now the world is ruled by serpent...
LILITH, ANGEL OF SIN
BONE-WHITE SKIN
COLD BLUE EYES
AS HE DIED
SHE DIDN´T CRY


And now we are forever lost,
The Lord had died at human´s cross,
The One forgot us, we are lost,
Now we will feel what sins would cost...

And now we are forever lost,
The Lord had died at human´s cross,
The One forgot us, we are lost,
Now we will feel what sins would cost...

And now we are forever lost,
The Lord had died at human´s cross,
The One forgot us, we are lost,
Now we will feel what sins would cost...
WinterWolf[u] Schwarzer Diamant
© 2003 Winter Wolf[/u]

Facettenreicher, schwarzer Stein,
Gefügt aus Liebe, Hass und Pein.
Ein schwarzer Diamant bin ich,
So einzigartig wunderlich.

Mein Kern ist wie ein kleines Kind,
Mit Seele rein und Herzen blind;
Es lebt in Angst vor Zeit und Raum,
Es sieht die Welt wie einen Traum.

Ich funkle schwarz im hellen Licht,
Doch sieht man mich im Dunkel nicht.
Ich bin ein schwarzer Diamant,
In den man Schmerzen eingebrannt.

Mein Geist ist wie ein Seelen-Spiegel,
Ich wollte brechen dessen Siegel;
Zerspringt in Scherben tausendfach,
Wie meine schöne Welt zerbrach.

Zerbreche wie ein alter Ast,
An euch, die ihr mich so gehasst.
Ich war ein schwarzer Diamant,
Den niemand dieser Welt verstand...
WinterWolfBis der Regen fällt
© 2003 Winter Wolf


So heiß der Schmerz, ich schwitze Blut,
Mein Herzens-Eis schmilzt in der Wut;
Ertrinken soll das Leid der Welt!
Ich warte, bis der Regen fällt.

Er sollte kühlen meine Wunden,
Ich habe ES noch nicht verwunden;
Denn Trauer hat mein Herz entstellt.
Ich warte, bis der Regen fällt.

Die Asche meines Herzens glüht,
Mein ganzes Ich zum Tode flieht,
Und bin am Leben fast zerschellt.
Ich warte, bis der Regen fällt.


Ich warte lang, und doch vergebens,
Auf die Liebe meines Lebens...
WinterWolfSeelen-Eis
© 2003 Winter Wolf


Raureif liegt auf meiner Seele,
Kaltes Eis bedeckt mein Herz,
Zugeschnürt ist mir die Kehle,
Unvergessen bleibt der Schmerz.

Freude mich nicht mehr berührt,
Tote Seele, eisumhüllt,
Dunkle Sehnsucht mich verführt,
Schwarze Trauer mich erfüllt.

Wollte für euch doch nur sorgen,
Warum schickt ihr mich denn fort?
Euer Hass blieb mir verborgen;
Ich verlasse diesen Ort.

Gehe in die Dunkelheit,
Meide Menschen wie die Pest,
Suche nun die Einsamkeit,
Da sich keiner helfen lässt.

Meinesgleichen suche ich,
Durch das Leben schwer verletzt,
Einsam, klug und nachdenklich,
Die sich fühlen wie ich jetzt.
WinterWolfFür jemanden eines Forums, der sich möglicherweise selbst umgebracht hat :(
Ein spontanes Werk.


Tiia
© 2003 Winter Wolf

Keine Kraft zu leben mehr gehabt,
Allen Menschen dieser Welt entsagt,
Kein Vertrauen, keine Tränen fließen,
Trauer wird sich in mein Herz ergießen.

Einmal konnte ich es nicht verhindern,
Konnte ihre Schmerzen nicht mehr lindern,
So hat sie mich dann zurückgelassen,
Das war einst der Grund mich selbst zu hassen.

Und das Leid wird mich erneut zerfressen,
Dachtest wohl, ich würde dich vergessen,
Und doch stimmt es nicht, es ist gelogen,
Ich weiß nicht, was dich dazu bewogen.

Meinetwegen glaub´ mir dieses nicht,
Rote Tränen zieren Arm, Gesicht,
Und auch meine Beine, Wunden tief,
Umsonst, als dein Herz den Tode rief...


In Memoriam – "Tiia"
WinterWolfMeiner Meinung nach um einiges ausgegorener als so manche meiner Gedichte, die sich um dieses Thema drehen. Und ich vermied diverse Worte wie Wut, Blut, Schmerz und Herz als [u]Endreime[/u] zu benutzen, das hing mir schon selber zum Halse raus ;)



[u]Noch nicht soweit
© 2003 Winter Wolf[/u]


Gedanken schweifen weit umher,
Vor Schmerz mein Herz gebrochen ist.
Denn ohne sie ist alles leer,
Mein Leben lieblos, grau und trist.

So wunderschön und klug war sie,
Und zog mein Herz in ihren Bann.
Ihr Wort war eine Melodie,
Die ich nun nicht mehr hören kann.

Gewitter toben draußen wild,
Im Tränen-Regen stehe ich,
Das Wetter ist mein Seelen-Bild,
Der Sturm im Herzen fürchterlich.

Ich bleibe Sarah vorerst treu,
Gefühle sind Vergangenheit,
Für Liebe bin ich nun zu scheu,
Ich bin einfach noch nicht soweit.

Wie lange ich verharren muss,
Das weiß ich nicht so ganz genau,
Wann ich darf kosten einen Kuss,
Erneut kann lieben eine Frau.
WinterWolfEinfach mal was anderes *^.^*



[u]Herrin
© 2003 Winter Wolf[/u]


Ketten zerren stramm an meinem Leib,
Süße Schmerzen fühlend überall,
Bin gefesselt durch ein herrisch Weib,
Welches spielt mit mir in einem Stall.

Jene sieht mich an und lächelt hart,
Heißes Wachs tropft lieblich auf die Haut,
Sie wie eine Katze kratzt mich zart,
Und mir dabei in die Augen schaut.

Anfangs leiste ich schon Widerstand,
Jedoch hat sie über mich die Macht,
Und behält eindeutig Überhand,
Schließlich bleibt sie diese ganze Nacht.

Ihrem Willen ich mich fügen muss,
Gänzlich unterworfen hat sie mich,
Gibt mir einen langen heißen Kuss,
Sagt mir, ich war brav und anhänglich.

Fesselt mich gar auf den Boden fest,
Und beginnt zu reiten mir zum Lohn,
Sehe, wie sie sich nun fallen lässt,
Diese Nacht bleibt unvergesslich schön.
WinterWolfEndlich mal wieder eines...



Der Wolf in mir
© 2003 Winter Wolf


Schlaflos wandle ich durchs Leben,
Ungerecht erscheint es mir;
All meine Gedanken schweben,
In der Seele schläft ein Tier.

Wolfsinstinkte angeboren,
Wild und ungestüm bin ich,
Mitleid habe ich verloren,
Denn die Menschen jagen mich.

Anders war ich ja schon immer,
Wurde gar zu oft verlacht;
Durch des Vollmonds blassen Schimmer,
Ist der Wolf in mir erwacht.

So verwandle ich mich schließlich,
Dies ist meine Tiergestalt,
Sie ist keineswegs gefährlich,
Jener Mythos ist uralt.

Lange sehe ich die Sterne,
Aug´ erfüllt von kaltem Licht,
Rieche Menschen aus der Ferne,
Dennoch jage ich sie nicht...

Denn Rache ist mir fremd.
WinterWolfEigentlich ein selbstgeschriebener Songtext, aber eignet sich gut als Gedicht ;)


Lord Winter´s Dream
© 2003 Winter Wolf from Vinter Varg


When winter´s curses rake the earth,
The time has come for my rebirth.
My breath had stopped, from death I rise,
My heart is dead, but I´m alive.

From sky there fall blossoms of snow,
Because my seed of frost I sow.
A coat of cold lays over all,
My queen of winter heared my call.

Her scent of heaven smells so sweet,
I softly kiss her hands and feet.
The silver threads of ice I spin,
Embrace her heart and touch her skin.

“Enjoy my caress, little dear,
Thy faithful slave I want to be.
Please stay with me and have no fear,
Just hear my inner melody.”

Her beauty shines like northern light,
My frozen soul melts deep inside,
As she speaks with her woolven voice,
I just love her and have no choice.

Completely I´m under her spell,
My broken mind she frees from hell,
And all her love had burst my chest,
I hear the heart beats in her breast.

It beats completely different,
She seems to be so innocent,
The wintry night then covered us,
And we had fall in deepest lust.

“Enjoy my caress, little dear,
Thy faithful slave I want to be.
Please stay with me and have no fear,
Just hear my inner melody.

Enjoy my caress, little dear,
Thy faithful slave I want to be.
Please stay with me and have no fear,
Just hear my inner melody.

Enjoy my caress, little dear,
Thy faithful slave I want to be.
Please stay with me and have no fear,
Just hear my inner melody...”
WinterWolf[u]Hoffnung auf Erlösung?
© 2003 Winter Wolf[/u]

Nach Liebe habe ich gesucht,
Nach Menschen wie ich einer bin.
Ich suchte nur Geborgenheit,
Verstoßen in die Einsamkeit,
Ich weiß nicht mehr mit mir wohin,
Und glaube schon ich sei verflucht.

Enttäuscht von allen fliehe ich,
In Trauer und die Dunkelheit,
Und finde keinen Frieden mehr.
Mein Leben bleibt wohl dennoch leer,
Erscheint mir wie die Ewigkeit,
In Selbstzerstörung treibt es mich.

Ich bin voller Entschlossenheit,
Für mich sei es noch nicht zu spät,
Gerettet werden wollte ich,
Nie setzen den tödlichen Stich.
Ich scheute die Naivität,
Jedoch auch Glück und Zärtlichkeit.

Ich falle in Gedanken tief,
War ich im Geiste nun bereit,
Auf die Erlösung mein Herz hofft.
ER spricht zu mir - ich bete oft -
Die Seele war noch nicht soweit,
Da eben diese friedlich schlief.

Verzweifelt tobt in mir der Hass,
Beruhige mich so gut es geht,
Alles verschwindet mit der Zeit.
Ich hoffe, dass mir Gott verzeiht,
Obwohl mein Herz in Flammen steht,
Und zugleich ist vor Tränen nass.
WinterWolfEine kleine Teamarbeit - Inhalt bezieht sich auf den Konflikt in Nord-Irland. Es ist ferner auch ein kleines Experiment.


Is it worth?
© 2003 Winter Wolf and Sethur


For freedom together we fight,
To unify our land we swore,
And to defend our right,
We have to start a war.

The British came and took our land,
And just oppressed the Irish men,
But now we raise our lives’ demand,
We use as arms the gun and pen.

We just react with violence,
Because they tried hard us to slay,
There is on both sides ignorance,
For our success we have to pray.

We left a lake of victims’ tears,
The lords of hate and death we were,
The land we flood with many fears,
We only brought them all despair.

For freedom together we fight,
To unify our land we swore,
And to defend our right.
Do we have to start a war?
Is it worth?
WinterWolfFranz der Trunkenbold
© 2003 Winter Wolf


Ich bitt’ dich, Franz, so merk´ dir wohl,
Des Ganges Feind heißt Alkohol,
Du trinkst nun wahrhaft allzu viel,
Für dich ist dies ja nur ein Spiel,
In deiner stet’gen Trunkenheit,
Da gibt es nichts, was dich noch reut.

Du kannst gar schlafen wie ein Stein,
Passieret dies zwar nur durch Wein,
Doch Bier, das macht dich ganz vital,
Die Stimme dröhnt laut durch’s Lokal,
Denn Traurigkeit ist dir ein Feind,
Der Krug dafür dein bester Freund.

Du kehrtest heim zu Weib und Kind,
Die, welche dies gewohnt schon sind,
Doch Franz, was hast du angestellt?
Versoffen hast du alles Geld,
Nun aufgebraucht den Monatslohn,
Das findet hier niemand mehr schön.

Die Trunksucht hat dich krank gemacht,
Du merkst nicht, dass nun keiner lacht,
Du warst ein ew’ger Trunkenbold,
Dich hat der Tod nun doch geholt,
Versagt hat Leber ihren Dienst,
Du bist gestorben einst in Wien...
WinterWolf[u]WICHTIGER HINWEIS:[/u]

Da ich plane, eine Art Gedichtband zu veröffentlichen werden sich in meinem Gedichtthread wesentlich weniger Gedichte hier einfinden, also nicht überrascht sein... aber was hat es für einen Sinn lauter Gedichte zu veröffentlichen, die sowieso im Internet ausgestellt sind?


Mit herzlich kalten Grüßen, WinterWolf
WinterWolfDALMM-W
© 2003 Winter Wolf


Das zerstört,
Was mir gehört;

Ausgebrannt,
Was Herz genannt;

Leben ist,
Was man vergisst;

Mich erquickt,
Was euch erstickt;

Mir gehört,
Was mich zerstört.

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