| HekateSelene | Ein absurdes Theaterstück in 2 Teilen (würde mich freuen, wenn sich jemand, der vielleicht auch ein kleines bisschen Ahnung davon hat, die Mühe machen würde es zu lesen...aber freue mich natürlich über jeden der es liest...ist übrigens auch auf meiner HP zu finden, sowie die Theorie zum absurden Theater) Die Tauben im Theater In der Mitte der Bühne befinden sich zwei Stühle, welche in zwei Reihen angeordnet sind. Ein älterer Herr sitzt mit seiner Zeitung auf einem der Stühle in der vorderen Reihe und liest. Eine Dame setzt sich auf den Stuhl, welcher sich in der zweiten Reihe auf der rechten Seite des Herren befindet, nimmt einen Handspiegel hervor und schminkt sich. Von Zeit zu Zeit wirft sie einen flüchtigen Blick auf den Herrn mit der Zeitung. DAME (Ihm auf die Schulter tippend): Entschuldigen Sie bitte... HERR 1 (ohne von seiner Zeitung aufzublicken): Kann ich Ihnen helfen? DAME (eifrig): Sie könnten schon, die Frage ist eher, ob Sie wollen. HERR 1: Wenn ich es wollte, hiesse es noch lange nicht, dass ich es kann. DAME: Wollen Sie mir denn helfen? HERR 1 (legt seine Zeitung weg, blickt die Dame jedoch nicht an): Da ich fragte, ob ich Ihnen helfen könne, können sie davon ausgehen, dass ich Ihnen helfen wollte. DAME: Wären Sie denn noch immer bereit mir zu helfen? HERR 1: Sicherlich DAME: Nun, ist der Platz neben Ihnen noch frei? HERR 1: Ich verstehe nicht. DAME (lauter): Ich fragte, ob der Platz neben Ihnen noch frei ist! HERR 1: Sie brauchen mich nicht anzubrüllen, ich bin nicht taub. DAME: Wären sie taub, würde ich nicht brüllen, das hätte keinen Sinn. HERR 1: Warum tun Sie es dann? DAME: Weil Sie scheinbar nicht taub sind. HERR 1: Und wenn ich es nun wäre, dann hätten Sie umsonst gebrüllt. DAME: Ich bin davon ausgegangen, dass Sie es nicht sind, weil Sie vorher mit mir gesprochen haben. HERR 1: Auch taube Menschen können sprechen. DAME: Gespräche mit tauben Menschen machen keinen Sinn, folglich würde ich sie nicht führen, deshalb können Sie nicht taub sein, da ich vorher mit Ihnen sprach. HERR 1: Kaum zu überhören! (Beide starren schweigend ins Publikum) HERR 1: Gehen Sie öfters ins Theater? DAME: Nein, leider viel zu selten. Ich gehe nur, wenn mein Mann seinen Spiele - Abend hat. HERR 1: Sie sind verheiratet? DAME: Nicht mehr, mein Mann ist tot. HERR 1: Das tut mir leid. DAME: Mir nicht, er war taub. HERR 1: Na dann. (Schweigen) DAME: Wie sieht`s mit Ihnen aus? HERR 1: Was meinen Sie? DAME: Ist Ihre Frau auch tot? HERR 1: Nein, aber taub. DAME: Dann haben wir ja was gemeinsam. HERR 1: Wieso, ich dachte Ihr Mann ist gestorben? DAME: Ja, aber er war taub. HERR 1: Daher hatten wir mal etwas gemeinsam, heute aber nicht mehr. Lassen Sie mich jetzt meine Zeitung lesen. DAME: Sie werden doch nicht ins Theater gehen um die Zeitung zu lesen! HERR 1(genervt): Ich gehe aber auch nicht ins Theater um mich mit Ihnen zu unterhalten! DAME: Gut, erwarten Sie aber nicht, dass ich Sie heirate. Auf eine solche Beziehung habe ich keine Lust mehr. Schon mein letzter Mann hat mir nie zugehört. HERR 1: Ihr Mann war taub. DAME: Das erklärt einiges. Sie schweigen. Ein zweiter Herr betritt die Bühne und setzt sich links neben den ersten. DAME: Ach Schatzi, dass du`s auch noch geschafft hast! HERR 1: Ich dachte Ihr Mann sei tot. DAME: Das dachte ich ja auch, aber ganz offensichtlich ist er da. Wie ist denn das möglich? Ein Wunder, er lebt! HERR 2: Warum hast du denn nicht auf mich gewartet? DAME: Ich dachte du wärst tot. HERR 1: Ich dachte Sie sind taub? HERR 2: Ich dachte du wolltest warten. DAME: Warum sollte ich warten, wenn du tot bist? HERR 2: Ich war nicht tot, ich habe mich nur tot gestellt um zu sehen, ob du warten würdest, und du hast es nicht getan! DAME: Niemand wartet auf die Toten. HERR 1: Wollen Sie sich nicht zu Ihrer Frau setzten? HERR 2: Ich bin nicht verheiratet. Meine Frau ist tot. HERR 1: Das tut mir leid. HERR 2: Mir nicht, sie war taub. HERR 1: Na dann. (Schweigen) DAME: Mein Mann war auch taub, nun ist er tot. HERR 2: Da haben wir ja was gemeinsam. DAME: Wir sollten uns zusammen setzen. HERR 2: Eine hervorragende Idee! (HERR 2 setzt sich auf die linke Seite der DAME, hinter HERR 1) HERR 2: Nun sehe ich nicht mehr zur Bühne! DAME: Sie könnten sich auf meinen Platz setzen und ich mich auf Ihren. HERR 2: Eine hervorragende Idee! (Sie tauschen die Plätze) DAME: Nun kann ich nichts mehr sehen! HERR 2: Vielleicht sind Sie blind? HERR 1: Sie haben vorher auch nichts gesehen und Sie sind nicht blind. DAME: Ein Wunder! Er kann sehen! HERR 2: Es wäre doch sehr gut möglich, dass es an Ihnen liegt, wenn man nicht mehr zur Bühne sehen kann. Auf diesem Platz sehe ich nämlich alles. HERR 1: Sie wollen mir die Schuld für die Unfähigkeit Ihrer Sehnerven zuschieben? Das wird ja immer besser! DAME: Es sind nicht nur seine Sehnerven, meine sind auch betroffen! Vielleicht ist es ein Virus! HERR 2: Das halte ich für ausgeschlossen. Dieses Theater legt sehr viel Wert auf Sauberkeit. HERR 1: Das kann ich nur bestätigen. Ich bin schon öfters, nachdem das Stück zu Ende war, noch ein wenig sitzen geblieben und habe die arbeitenden Putzfrauen beobachtet. HERR 2: Eine wichtige Arbeit, auch sie muss erledigt werden! DAME: Ihr Männer seid doch alle gleich; die Arbeit überlasst ihr den Frauen und wenn es dann an euch wäre, sie ins Theater auszuführen und ihr etwas Gutes zu tun, dann sterbt ihr einfach weg! HERR 1: Ich dachte, Ihr Mann hat seinen Spiele – Abend, wenn Sie im Theater sind? DAME: Mein Mann – Gott hab ihn selig – ist tot! Ich finde es äusserst unangenehm immer wieder auf diese Tatsache aufmerksam gemacht zu werden. HERR 1: Entschuldigen Sie bitte, ich wollte Ihnen bestimmt nicht den Abend vermiesen. DAME: Ach, wissen Sie, (weinerlich) eigentlich kann ich den Abend sowieso kaum geniessen, jetzt wo mein Mann tot ist. Es ist eine Schande! Eigentlich sollte ich gar nicht hier sein... HERR 2: Sie sollten sich den Tod Ihres Mannes nicht so zu Herzen nehmen, er hätte das bestimmt auch nicht getan. DAME: Wissen Sie eigentlich, wieviel eine Beerdigung kostet? Da kann ich mir doch keinen Theaterbesuch mehr leisten! HERR 1: Sie sollten ihn ausstopfen lassen. DAME: Ich habe doch keinen Platz in meiner Wohnung. HERR 1: (entnervt) Sie müssen ihn ja auch nicht in Ihrer Wohnung ausstopfen lassen! DAME: Kümmern Sie sich um Ihre eigenen Toten. Mein Mann wird nicht ausgestopft. Er wird verbrannt, so wie Gott es wollte. HERR 2: Woher wissen Sie, dass es Gottes Wille ist ihn zu verbrennen? HERR 1: Gott ist tot! HERR 2: Nietzsche auch. DAME: Ach, Sie haben auch einen Verwandten verloren? HERR 2: Schön wär`s! DAME: Warum? Wollen Sie auch nicht mehr ins Theater? HERR 1: Sie wollen gar nicht mehr ins Theater? HERR 2: Nietzsche war nicht mit mir verwandt. Ich jedoch mit ihm. HERR 1: Sie können gar nicht mit Nietzsche verwandt sein. HERR 2: Ich bin es auch nicht mehr, schliesslich ist er tot. DAME: Verwandtschaft hält ein Leben lang. HERR 1: Das Leben ist ein ewiges Sterben, also eigentlich der Tod an sich. Man sollte sagen: Verwandtschaft hält einen Tod lang. HERR 2: Der Tod ist ewig. DAME: Daher auch das Leben. HERR 1: Also sind Sie noch immer mit Nietzsche verwandt. HERR 2: Dann wird es wohl so sein. (sie schweigen) DAME: Ich sehe noch immer nichts. (sie schweigen) DAME: War Nietzsche eigentlich taub? HERR 2: Kann schon sein. DAME: Wie schrecklich. (sie steht auf und setzt sich auf die rechte Seite von HERR 1) HERR 1: (erfreut) Da bist du ja endlich! Ich dachte schon du kommst gar nicht mehr! DAME: Ich sass die ganze Zeit hinter Ihnen. Haben sie mich denn nicht gesehen? HERR 1: Ein keifendes Weib hat die ganze Zeit auf mich eingeredet, ich dachte schon die hält nie den Schnabel! HERR 2: (lacht) Ja, so ist sie, meine liebe Frau! DAME: Ich bin nicht Ihre Frau, ihre Frau ist tot. HERR 2: Taub, das Wort lautet „taub“. HERR 1: Wie geht es Frau und Kindern? DAME: Ich habe eine Frau und Kinder? HERR 2: Sie hat eine Frau und Kinder? HERR 1: Zwei ganz entzückende Bälger sogar! Du kannst sie doch nicht schon vergessen haben?! DAME: Aber nein, was wäre ich denn für eine Mutter! HERR 1: Du bist der Vater. DAME: Na dann. (ein weiterer Herr betritt die Bühne und steuert auf Herr 1 zu) HERR 3: Warum ist mein Platz besetzt? Du weißt genau, dass ich es nicht mag, wenn fremde Leute auf meinem Platz sitzen! HERR 1: Entschuldigen Sie bitte, kenne ich Sie? HERR 3: Ich bin dein bester Freund, du kannst mich doch nicht schon vergessen haben! DAME: Aber nein, was wäre er denn für eine Mutter! HERR 1: Der Platz meines besten Freundes ist belegt. Folglich sitzt mein bester Freund neben mir, denn ich habe den Platz nur für ihn reservieren lassen. HERR 3: Ich finde es nicht nett, dass sich andere Menschen anmassen ich zu sein. Ich weiss doch wer ich bin! HERR 1: Und wer sind Sie wenn ich fragen darf? HERR 3: Ich bin dein bester Freund. |
| HekateSelene | HERR 1: Das wüsste ich aber. Vielleicht bin ich Ihr bester Freund, aber ich habe Sie bestimmt noch nie gesehen. HERR 3: Vielleicht haben Sie recht und ich täusche mich. Ich werde mich eben hier niederlassen. (HERR 3 will sich neben HERR 1 setzen) HERR 1: Sie werden sich ganz bestimmt nicht zu meiner Linken niederlassen. Ich bin nicht im Theater um Politik zu betreiben. HERR 3: Wenn Sie sich nicht für Politik interessieren, warum sind Sie denn im Theater? HERR 1: Um mit meinem besten Freund die Vorstellung zu geniessen und mit ihm über die Inhalte anregende Gespräche zu führen. HERR 3: Wäre ich Ihr bester Freund, würden Sie sich mit mir über Politik unterhalten. HERR 1: Da ich dies nicht tue, sind Sie nicht mein bester Freund. HERR 3: Na dann. (HERR 3 geht ab, DAME nimmt ihre Schminkutensilien hervor) HERR 1: Du wirst dich doch nicht hier schminken wollen? DAME: Warum denn nicht? HERR 1: Du bist ein Mann, Männer schminken sich nicht in der Öffentlichkeit! Das ziemt sich nicht. DAME: Entschuldige bitte, das habe ich bisher immer so gemacht. HERR 1: Kein Wunder kann dich niemand ausstehen. Niemand mag geschminkte Männer. HERR 2: Meine Frau war auch immer geschminkt. HERR 1: Aber sie war weiblich! DAME: Wenigstens mag der Niemand mich. Dich kann doch keiner ausstehen. HERR 1: Keiner und Niemand sind die selben. DAME: Warum heissen sie denn unterschiedlich? HERR 1: Niemand ist der Vorname, Keiner der Nachname. HERR 2: Ein hübscher Name. HERR 1: Das kann wohl so sein. (Sie schweigen) DAME: Ich glaube es fängt an! Das Licht wird gedämpft, die Musik setzt ein. HERR 1: Das habe ich auch selbst bemerkt. HERR 2: Eine äusserst scharfsinnige Bemerkung. DAME: Der Vorhang hebt sich... HERR 1: Ich bin nicht blind! DAME: Ich dachte du seist taub. HERR 1: Warum sprichst du dann mit mir? DAME: Du bist mein bester Freund. Beste Freunde erzählen sich alles. HERR 2: Psssst, ich kann kaum was sehen! DAME: Dann schliessen Sie eben die Augen! (kurzes Schweigen, plötzlich fängt die DAME hysterisch zu kreischen) DAME: Ich kann nicht sehen! Ich bin blind! Oh nein, wenn mein Mann das erfährt! HERR 1: Ihr Mann ist taub, er wird es nie erfahren. HERR 2: Ich dachte ihr Mann wäre tot? DAME: Wie soll ich denn nun wissen, was auf der Bühne abläuft? (sie schluchzt) HERR 2: Bisher ist noch nichts geschehen. Die Bühne liegt im Dunkeln. HERR 1: Das Stück heisst ja schliesslich auch „Blind“. DAME: Mein Gott, wir sind alle blind! Eine fürchterliche Erfahrung. HERR 2: Es ist richtig langweilig blind zu sein. HERR 1: Warum? HERR 2: Man sieht nichts. HERR 1: Dafür hört man umso mehr. DAME: Nicht, wenn man taub ist, wie mein Mann es war. HERR 1: Selten sind Menschen blind und taub. HERR 2: Wie langweilig. DAME: Die Tauben sind gute Menschen. HERR 1: Du kannst das doch nicht an der Fähigkeit, nichts zu sehen, messen. HERR 2: Es ist keine Fähigkeit, nichts zu sehen. HERR 1: Da muss ich Ihnen wiedersprechen. Sind Sie fähig nichts zu sehen? HERR 2: Nein. HERR 1: Würden sie einem Blinden sagen, Sie haben die Fähigkeit zu sehen? HERR 2: Bestimmt. HERR 1: Warum massen Sie sich an zu behaupten, dass das, was Sie können, mehr wert sei, als das, wozu ein Blinder fähig ist? HERR 2: Sie haben mich missverstanden. DAME: Blinde können besser hören. HERR 1: Und bestimmt gibt es auch Blinde, die besser sehen können. HERR 2: Das kann wohl so sein. (Sie schweigen) DAME: Ich sehe noch immer nichts. HERR 2: Das kann ich nur bestätigen. HERR 1: Ich höre auch nichts mehr. DAME: Sie können nicht bestätigen, dass ich nichts sehe. Sie kennen mich doch gar nicht. HERR 2: Vielleicht kenne ich Sie besser, als Sie es glauben. HERR 1: Die Taubheit greift um sich. DAME: Wenn die Taubheit um sich greift, warum verstehe ich dann, was der Herr hinter uns zu sagen hat? HERR 1: Taube Menschen können sich untereinander verstehen. DAME: Mein Gott, dann war mein Mann ja gar nicht taub! Er hat nie etwas verstanden, was ich sagte. HERR 2: Ich denke, es gibt verschiedene Formen der Taubheit. HERR 1: Du hast doch gar keinen Mann! Du hast eine Frau und zwei blinde Kinder. DAME: Taub, sie waren taub. Jetzt sind sie tot. HERR 2: Wie schrecklich. HERR 1: Warum hat mich niemand zur Beerdigung eingeladen? DAME: Er hat dich eingeladen? HERR 2: Sehen Sie! Die Tauben! DAME: Ich bin blind, ich kann nicht sehen. HERR 1: Wo? HERR 2: Da, sehen Sie doch! (er blickt, und zeigt wild fuchtelnd in die Luft) DAME: Ich sehe sie! Ich kann sie sehen, wie sie fliegen! Herrlich. HERR 1: Wo? Ich sehe nichts! HERR 2: Vielleicht sind Sie blind. HERR 1: Ich dachte immer, ich wäre taub.(zuckt mit den Schultern, nimmt die Zeitung und liest) DAME: Die Tauben übertragen Krankheiten! HERR 2: Taubheit ist nicht ansteckend. DAME: Aber Flöhe sind übertragbar. HERR 1: Ich habe doch keine Flöhe! HERR 2: Als Kind hatte ich oft Flöhe. DAME: Sie meinen Läuse? HERR 2: Nein, es waren Flöhe. Ich eröffnete einen kleinen Zirkus. Die Flöhe wollten zwar nicht springen, aber haben Sie schon einmal etwas von einem Läusezirkus gehört? DAME: Nein, noch nie. HERR 2: Da sehen Sie`s. DAME: Eine Taube ist gelandet! HERR 1: Auch wenn ich taub bin, bin ich nicht blöd. HERR 2: Sie sind eindeutig blind, wenn Sie die Taube nicht sehen. Sie sitzt ja direkt vor Ihren Füssen. HERR 1: Ein ekelerregendes Vieh. DAME(an die Taube gewandt): Putt putt putt. HERR 1: Würden Sie das bitte unterlassen. Sie locken nur die anderen Tiere an. DAME: Komm zu Mama! HERR 2: Ihre Kinder sind die Tauben? HERR 1: Du bist der Vater! HERR 2: Ich habe keine Kinder. DAME: Das sind Tauben. HERR 1: Was Sie nicht sagen! HERR 2: Wir können sie sehen! DAME: Wir sind nicht blind! HERR 1: Vielleicht sind wir kollektiv blind. DAME: Das glaube ich nicht. HERR 2: Das kann ich nur bestätigen. DAME: Sie kennen mich doch gar nicht. HERR 1: Wahrscheinlich sind wir wirklich nur taub. DAME: Wie beruhigend. Hier (Sie reicht ihm ein Stück Brot), füttere das Tier doch. HERR 2: Heiraten Sie mich. HERR 1: Ich denke nicht dran. DAME: Nein, ich habe doch Familie. HERR 1: Diese Taube widert mich an. HERR 2: Tauben sind auch nur Menschen. DAME: Wir sind auch taub. HERR 1: Denken Sie es gibt taube Tauben? HERR 2: Vielleicht sind wir taube Tauben. DAME: Das wäre eine Überlegung wert. HERR 1: Das Vieh hat mich angespuckt! DAME: Das kann nicht sein. HERR 2: Man spuckt nicht im Theater. DAME: Tiere tun noch ganz andere Dinge im Theater. HERR 1: Denk an deine Familie. DAME: Mein Mann ist tot. HERR 2: Noch mehr Tauben! Seht wie sie fliegen. HERR 1: Wenn die Vögel tief fliegen, gibt’s Regen. DAME: Ich hoffe nur, die Tiere haben ihre natürlichen Bedürfnisse unter Kontrolle. HERR 1: Natur ist nicht kontrollierbar. HERR 2: Faszinierend. Seht, wie sie flattern! DAME: Wir haben es gesehen. HERR 1: Woher willst du wissen, dass ich es auch gesehen habe. Du bist wie deine Frau. DAME: Meine Frau war taub. HERR 1: Eben. HERR 2: Nicht alle Tauben sind gleich. DAME: Stimmt. Einige fliegen hoch, andere tief. HERR 1: Manche schnell und andere langsam. HERR 2: Da ist eine mit grauem Gefieder, da eine mit weissem! DAME: Und doch sind sie alle taub. HERR 2: Fliegt ihr Tauben fliegt! HERR 1: Drecksviecher! DAME: Putt putt putt! HERR 2 (springt auf, reisst die Arme in die Höhe und schreit): Hört mich an, Geschöpfe Gottes! HERR 1: Seht nur wie sie gurren und scharren! DAME: Komm zu Mama, putt putt putt! HERR 1: Widerliche Kreaturen. Verschwindet von hier! HERR 2: Kommt herbei und hört mein Klagen. HERR 1: Hinfort mit euch! DAME (gibt Taubenlaute von sich) HERR 2 (steigt auf den Stuhl): Seht her meine Freunde! Ich kann fliegen! DAME (steigt ebenfalls auf den Stuhl und flattert mit den Armen) HERR 1(hysterisch mit den Armen fuchtelnd): Hinfort mit euch, Geschöpfe der Hölle! Ihr habt schon genug Schaden angerichtet! (Die Tauben ziehen vorbei. Es wird absolut still. Die DAME und HERR 2 blicken noch schweigend nach oben, steigen schliesslich vom Stuhl und setzten sich wieder hin. Sie beginnt sich zu schminken, er sitzt da und starrt vor sich hin) HERR 2: Natur ist langweilig. HERR 1: Lassen Sie uns das Theaterstück zu Ende sehen. DAME: Ich glaube es ist schon fertig. HERR 2: Warum hat niemand geklatscht? HERR 1: Wir sind taub, wir haben es nicht gehört. DAME: Ach, wären wir doch blind. HERR 2: Oder tot. HERR 1: Wie einfach wäre doch das Leben. DAME (erhebt sich): Ich werde zu meinen blinden Kindern gehen und ihnen davon erzählen, was ich gesehen habe. HERR 2 (erhebt sich ebenfalls): Ich werde zu meiner tauben Frau gehen und ihr zeigen, was ich gehört habe. HERR 1: Ihre Verwandten sind tot. DAME: Na dann. (setzt sich und beginnt sich zu schminken) HERR 2: Wie langweilig. (setzt sich ebenfalls wieder hin) HERR 1: (tritt nach einer Taube, die gerade vorbeispaziert, nimmt seine Zeitung wieder zur Hand, an die Dame gewandt): Nun, kann ich Ihnen helfen? - ENDE - |
| HekateSelene | Einsamkeit in der Literatur an Beispielen aus Werken Hermann Hesses Ich habe diesen Text "zu Ehren" meines Lieblingsautors, Hermann Hesse, verfasst. Besonders intensiv bin ich auf sein Werk "Der Steppenwolf" eingegangen, da dieses gleichzeitig mein liebstes Buch ist. Ich kann nicht beurteilen, ob das hier verfasste auch nur annähernd den Tatsachen entspricht, oder ob es nur eine Aneinanderreihung subjektiver Momentaufnahmen darstellt, welche die Gefühle in meinem, mir oft unbegreiflich und rätselhaft erscheinenden, Leben reflektieren. Einsamkeit tritt, sowohl in der Literatur als auch im Leben in zahlreichen Facetten auf. Allgemein gilt es zwischen Einsamkeit und Isolation zu unterscheiden, denn der Alleingelassende muss nicht zwangsläufig einsam sein, während der Einsame von vielen Menschen umgeben sein kann. Ich denke, die Einsamkeit an sich bezieht sich auf die subjektive Beurteilung der inneren Beziehungslosigkeit zur Umwelt, aber vorallem auch zu sich selbst. Die Einsamkeit in der Literatur ist meist die des melancholischen Inellektuellen, der sie bewusst gewählt und zu leben glaubt, wobei man darin auch eine Art Weltentfremdung und die Unfähigkeit sich selbst und andere zu lieben und zu akzeptieren, sehen kann. Hermann Hesses Romane und Texte enthalten zahlreiche dieser Figuren, welche sich in ihrem Streben nach Unabhängigkeit und Individualismus in der Einsamkeit verlieren. In "Gertrud" zum Beispiel, leidet der Erzählende darunter, dass kein Mensch ihn wirklich verstehen kann; In einem der Gespräche wird sein Individualismus als eingebildete Einsamkeit ausgelegt, als eine Schwäche und die Unfähigkeit mit Enttäuschungen fertig zu werden. Die Ansprüche, welche er an seine Mitmenschen stellt, sind in solchem Masse überhöht, dass sie gar nicht nachvollzogen werden können und somit zwangsläufig zum Gefühl der "heroischen" Einsamkeit führen. Damit scheint der Versuche, den Idealismus zu leben, genauso zum scheitern verurteilt zu sein wie die Idee des Nihilismus, welcher besonders in "Der Steppenwolf" zum Ausdruck kommt. Die Hauptcharaktere Harry Haller erlangt darin die vollkommene Unabhängigkeit, nur um zu merken, dass er den Peis dieser Freiheit nicht zu bezahlen vermag, denn sie bringt Beziehungslosigkeit und damit auch Vereinsamung mit sich. Hesses Figut schwankt zwischen dem Unvermögen sich dem geistig - asketischen Leben zu entziehen und der blossen Auflehnung gegen jedes und die Erkenntnisse, welche es mit sich bringt. Unabhängigkeit und Erkennen können aber auch zu innerer Ruhe führen, was aber voraussetzt, dass der Strebende nicht von Selbsthass, welcher auf mangelnde Entwicklungen in anderen Bereichen des seelischen Innenlebens hinweist, zerfressen ist. Harrys Erkenntnisse beschränken sich auf gewisse Bereiche des Lebens. Er steht nicht nur der Aussenwelt, sondern auch sich selbst negativ gegenüber, was ihn davon abhält, die erlangte Einsicht mit Überlegenheit anzuwenden. Stattdessen reagiert er mit Trotz und Isolation auf die Welt, was ihn auf eine mehr oder weniger bequeme Art von jeglicher Verantwortung freispricht, was jedoch auch sein persönliches Vorankommen behindert und ihn so nur noch tiefer in den Selbsthass und die Verzweiflung treibt. Er gefällt sich zeitweise aber auch in der Rolle des einsamen Steppenwolfs. In der, des zerissenen Intellektuellen, dessen Schicksal von der Tragik und dem Tod bestimmt wird. Er "baut Mauern anstelle von Brücken" und vergeht beinahe daran auf Unverständnis zu stossen, ist aber trotz alledem nicht bereit, von seinem hohen Ross herunterzusteigen, denn die Einsamkeit bietet auch Schutz vor dem Leben, und die überhöhte Todessehnsucht bewahrt vor dem Schmerz des Alltags. Ich glaube, dass intelligente Menschen allgemein die Tendenz haben, zu glauben, sie seinen die einzigen, welche diese Art der Einsamkeit fühlen. Die Erkenntnis führt zwangsläufig zu einer gewissen Abgrenzung vom Durchschnitt, unter anderem weil es schmerzhaft ist, immer auf Unverständnis zu stossen. Das Sehnen nach einem kleinbürgerlichen Leben kann nicht mit der idealisierten Vollkommenheit des Erkannten vereint werden. Diese Zerrissenheit führt dazu, dass man sich, wie es beim Steppenwolf der Fall ist, heimatlos und unverstanden fühlt. Menschen, die zudem noch an Selbstzweifeln leiden, müssen unter diesen Gefühlen beinahe "verrückt" werden. Ich denke, das Thema der Einsamkeit spielt besonders in der neueren Literatur eine grosse Rolle, weil die Beziehungslosigket der Menschen durch die Oberflächlichkeit und den Konsum noch weiter zugenommen hat. Dem Intellektuellen bleiben somit weitere Chancen verwährt, seine differenzierte Auffassung von Verbundenheit zu realisieren. Um die Einsamkeit der Erkenntnis zu ertragen, ist meiner Meinung nach, Weisheit nötig, welcher das aufgeben des eigenen kleinen Dramas zu Gunsten innerer Ruhe und Gelassenheit vorausgehen muss. Wie sagte schon Schiller: "Ruhe, das höchste Glück auf Erden, kommt sehr oft nur durch Einsamkeit in das Herz." Ich möchte mit diesem Text niemandem zu Nahe treten. Auch ich fühle mich einsam und doch bin ich zur selbstkritischen Betrachtung meiner Vereinsamung durchaus bereit. |
| HekateSelene | legacy Dummdidumm im Januar dieses Jahres habe ich mich an einem der Legacy "Schreibwettbewerbe" beteiligt und meine Geschichte, wurde doch tatsächlich veröffentlicht! Bis jetzt kann ich es nicht glauben. Die Überschrift lautet zwar "von Pit aus der Scheiz", weil ich die Mail von der Adresse meines Vaters aus geschickt habe, wobei der Name unseres Hundes "Pit" lautet und "Scheiz" sollte wohl "Schweiz" heissen, was aber auf das Konto des Druckers geht... Wie auch immer. Ich veröffentliche meine kleine Geschichte jetzt auch auf meiner HP, weil ehrlich gesagt ziemlich stolz bin auf mein kleines "Schriftstellerdebut" Schreckensfest im Osternest Es ist mal wieder soweit. Ostern steht vor der Türe und winkt mir mit seinen von Eierfarben beschmutzten Fingern in meinen schlimmsten Albträumen zu. Damit verbunden das obligatorische Fest im Familienkreis, mit welchem die Geburt eines Hasen oder so gefeiert wird (ich kenne mich damit eigentlich nicht so aus, aber die Kinder waren so freundlich und haben es mir erklärt) Mit Schrecken denke ich an das letzte Jahr zurück, in dem ich mir solche Mühe gegeben habe das Osterfest gebührend zu würdigen und nicht nur an den Festlichkeiten teilzunehmen, sondern auch meiner Kreativität freien Lauf zu lassen...Der Lauf war wohl etwas zu frei und es wurde mir untersagt jemals wieder an einem religiösen Ereignis aufzutauchen. (Ehrlich gesagt frage ich mich bis heute, was an einer Hasengeburt so religiös sein soll, aber versteh einer die Christen) Natürlich werde ich dieses Jahr wieder gehen, denn dank meiner zahlreichen neuen Piercings und Tatoos, die ich mir eigens wegen der Fete zugelegt habe, wird mich sowieso niemand mehr erkennen. Ausserdem trage ich meine Haare dieses mal offen, wozu ich letztes Jahr einfach keinen Mut hatte, weil ich mitbekommen habe, dass der Hase umgeht und Eier in Nester legt. Sicher ist sicher. Auch werde ich mich dieses Jahr nicht am Eierfärben beteiligen. Während ich letztes Jahr nämlich frisch fröhlich vor mich hinpinselte, tauchte plötzlich ein unheimlicher Schatten hinter mir auf, der mich ankreischte, dass wir nicht auf einer Beerdigung seien, ich daher Farbe verwenden und es unterlassen solle die Eier mit Pentagrammen zu verzieren. Ich wollte dem schreienden Etwas erklären, dass das keine Pentagramme sondern Sterne darstellen sollte, was aber komplett ignoriert wurde. Warum das Kind neben mir nicht angebrüllt wurde, kann ich mir nicht erklären, denn es malte ganz eindeutig umgekehrte Kreuze auf die schönen Eier. Das Leben ist ungerecht. Von der grossen Eiersuche wurde ich auch ausgeschlossen; „Da ich ja als Metaller Grobmotoriker sei“. Ehrlich gesagt hatte ich keine Ahnung wovon sie sprach während ich mich anstrengte den kleinen Hund zu streicheln, welcher aber eigentlich viel zu klein war, um ihn mit meinen grossen Händen überhaupt anzufassen, geschweige denn um ihn als Hund zu bezeichnen. Meine Tante riss den Bernhardiner entsetzt aus der Reichweite meiner fuchtelnden Hände und beschuldigte mich das Tier belästigt zu haben. Von da an war der Tag für mich gelaufen. Endlich kamen die Kinder von der grossen Suche zurück, jedes mit einem Nest voller Schokolade und Bonbons. Die Eier, welche ich bemalt hatte, waren nirgends zu sehen. So entschloss ich mich eine Expedition auf eigene Faust zu starten um meine Kunstwerke zurückzuerobern. Doch ich fand etwas noch viel besseres. Ein Kaninchen hoppelte fröhlich auf der Wiese vor sich hin. Unwillkürlich musste ich an einen saftigen Braten denken. Nach der wirklich sehr anspruchsvollen Jagd (Öffnen des Gatters, Fangen des fetten Karnickels) und der Schlachtung, die mir wirklich sehr schwer fiel (glücklicherweise war das Kaninchen schon durch die Kugel gestorben, die ich in seinen Kopf geballert hatte), war ich gerade dabei einen herrlichen Braten zu zaubern, als ein undefinierbares, langgezogenes Heulen aus dem Garten in die Küche drang:„Jemand hat den Osterhasen geklaut!“ Glücklicherweise war das in der Pfanne brutzelnde Gebilde ein kleines Kaninchen. Es sollte sich bald herausstellen, dass mein langohriger Freund wohl ein Hase gewesen sein soll (Ich habe weder Eier noch sonst irgendetwas Verdächtiges in seiner Nähe entdeckt!). Das leckere Mahl konnte ich nun ganz alleine verspeisen, jedoch erst nachdem ich zahlreiche Fusstritte der Kleinsten und den hasserfüllten Blick meiner Tante über mich hatte ergehen lassen müssen, die meinte, sie hoffe, ich hätte dem armen Tier nicht dasselbe angetan, was ich mit ihrem Bernhardiner versucht hätte. (Glücklicherweise wurden die Hinweise der Kinder, welche meinten, der Hase könnte einem meiner angeblichen Rituale zum Opfer gefallen sein, ignoriert) Eigentlich hätte ich ja nach Hause gehen können. Vielleicht hätte ich auch gehen sollen, aber wie könnte ich gehen, wenn jetzt das grossen Fr...ähm Essen begann?! Hasenbraten stand auf dem Speiseplan. Ich verstand die Welt nicht mehr. Auf meinen Hinweis, dass in der Küche ein weiteres zubereitetes Tier liegen würde, erntete ich nur wütende Blicke. Da ich fortan nur noch ignoriert wurde, beschloss ich mich ein wenig den Klängen der neuen Legacy Scheibe hinzugeben. Natürlich über Kopfhörer. Ich schwöre, ich habe noch nie so leise Musik gehört und so wenig gebangt (abgesehen von ein paar verschütteten Gläsern und den herumfliegenden Essensresten ist wirklich nichts passiert!) und doch vermochte es Dani Filths liebliche Stimme meine bucklige Verwandtschaft in Panik ausbrechen zu lassen. Lautlose Schreie verzerrten ihre Gesichter und ich fühlte mich zum ersten Mal an diesem Tag zu Hause. Ein kleines Bierchen sorgte dafür, dass ich dem Paradies nahe genug kam um es zu berühren. Doch im selben Moment als ich meine Hand ausstreckte, riss mir jemand die Kopfhörer herunter. Das war sogar mir zuviel. Würdevoll schritt ich zur Garderobe, ergriff meinen schwarzen Ledermantel und meine unzähligen Nietenaccessoires, welche ich zuvor sorgsam ausgezogen hatte, um bloss keinem der Kinder ein Auge auszustechen, wie es vorletztes Jahr geschehen war und warf die Türe hinter mir ins Schloss. Die Jubelgeräusche, welche aus dem Haus drangen, übertönten sogar meine kreischenden Kopfhörer. Als ich mir eine Zigarette anzündete steckte ich aus versehen (muahahaha) den Kaninchenstall in Brand. Die heiligen Stätten des blöden Hasen, waren damit zerstört und ich konnte befriedigt von dannen ziehen. Wenn ich es mir recht überlege, werde ich das Osterfest dieses Jahr wohl auslassen und mir stattdessen einen Hasen anschaffen, dessen Name „Satans kleiner Helfer“ sein wird. So soll es sein. Amen. |
| HekateSelene | Bedeutungslose Worte der Hoffnung (Juli, 2003) Bedeutungslose Worte der Hoffnung Dringen an jedes Ohr, dass hören will, Was der Verstand leugnet. Verloren in den Irrgärten des Lebens Die der Herzen Grund Als Wahrheit zu glauben hofft Schreitet die Gottheit der Liebe Und lächelt ihre traurige Fratze der Einsamkeit Die Seelen des Gartens greifen nach ihr Versuchen sie zu fassen - zu halten Doch vernehmen sie nur den Klang ihres sanften Und zugleich grausamen Gesangs einen kurzen Moment - Der Dämon der Angst Erhebt die Stimme donnernd. Kaum erhört schon schwindet sie Um die nächste Ecke Und lässt die Teufel der Angst und der Einsamkeit Ihren Höllentanz vollführen Ein paar Wackere folgen Der Gottheit unvorhersehbarer Route Die anderen - Sie bleiben Und bauen sich ein Haus In mitten des Infernos Um sich gegenseitig Bedeutungslose Worte der Hoffnung Zuzurufen, die die schalldichten Mauern Der Bauten nicht zu durchdringen vermögen Und die Gottheit, welche von Zeit zu Zeit Unbemerkt durch die Städte der Verlorenen schreitet Verzieht das Gesicht zu einem unfassbaren Lächeln der Erlösung und lispelt die Bedeutungslosen Worte der Hoffnung |
| HekateSelene | - Schrei des Lebens 1 - Lächelnde Fratze des Todes Dankbar strecke die Hand ich aus Sie beisst, das Gift es dringt in alle Glieder Eine Heilung gibt es nicht Ein letzter Schmerz und dann... nie mehr wieder - Schrei des Lebens 2 - Fass mich, greif mich, singe mir des Lebens Lieder Doch du hörst mein Flehen nicht So darf ich denn ertrinken In des Todes kalter Flut Denn Schwimmen hab ich nie gelernt |
| HekateSelene | Nimm mich mit Du sagst dass dir alles weh tut Dass du müde bist Dass dein Leben ohne Sinn ist Du fühlst dich so allein Du sagst dass du es nicht mehr ertragen kannst Das Lachen der anderen Den Trott des Alltags Dem ständigen Zwang unterlegen zu sein Du sagst du könntest ihn nicht mehr bekämpfen Den Wunsch nach Erlösung Nach einer besseren Welt Ganz wo anders Doch wenn du dann gehst In eine andere Welt Dann reich mir deine Hand Und nimm mich mit Ich schreibe keine guten Gedichte, das konnte ich nie und werde es wohl auch nie können. Besser bin ich in akademischen Dingen, wo mir vorgegeben wird, was ich zu tun hab, wo ich ein Thema hab... kann meine Gedanken oft nicht fassen und bündeln. Sind verstreut, viel zu viele, oder einfach keine?! |