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  Forum: Verlassene Gärten
    Thema: Das Spiegelbild
CoraxDas Spiegelbild

Einst sah ich im Spiegel mein eigen Gesicht,
so blass und edel wie eine weisse Rose.

Doch als das Bild verschwand,
stand eine einsame Frau vor mir und schaute mich an.

Ihr Blick wurde kalt und brannte auf meiner Haut.
Wer ist dies gekränkte Wesen nur?

Schwarz sind meine Kleider,
schwarz ist meine Seele.

Siehst du mein Äußeres,
kennst du mein Inneres.

Mein Leben scheint dir wie ein offenes Buch,
doch du verstehst es nicht.
Die Geschichte erzählt Dinge von weit weg,
fern von deiner Welt.

Obgleich du dachtes du kennst mich,
sage ich dir meinen Namen nicht.

Du kannst mich nennen wie du willst,
die Wahrheit ist: ich heisse nicht.

Ein kalter Hauch durchzog das Zimmer,
und plötzlich war sie weg.

Im Spiegel nur mein Gesicht,
doch bin das wirklich ich?
Coraxspiel mit mir

Ich bin der gute Geist, der Böses schafft,
der Liebe mit Hass entweiht

Du bist mir fern, ich bin dir nah,
doch willst du mich nicht sehen.

Gerufen wurd ich eines dunklen Tages,
doch zu hell war er für mich.

Nun bin ich hier und stehe neben deinem Körper,
eine Hülle die den Dreck zusammen hält.
Denn dein Inneres hast du mir längst verschrieben.

So lass uns das Spiel beginnen...

Ist ein Kuss der Schlange tötlich?
Können die Dornen der Rose schmerzen?
Ist es gefährlich mit Feuer zu spielen?
Versuche es, berühre mich und spiel mit mir!

Ein Tanz mit dem Bösen,
ein endloses Verlangen nach mehr.

Narben auf deiner Haut,
so rot wie das Feuer selbst.

Stiche an deiner Hand,
ein Dorn steckt tief darin

Gift das deinen Körper durchflutet,
du sinkst nieder.

Ist ein Kuss der Schlange tötlich?
Können die Dornen der Rose schmerzen?
Ist es gefährlich mit Feuer zu spielen?
Versuche es, berühre mich und spiel mit mir!
CoraxTränen - das Blut der Seele

Oft wurde deine Seele gequält,
zu oft konntest du dich den Schmerzen nicht entziehen.
Immer wieder daran geglaubt, dass die Narben verblassen.
Schon auf dem besten Wege zur Heilung.
Doch der nächste Schmerz sticht schon wieder,
er ist alt, du erkennst ihn an der Form deiner Tränen.
Vergießt all das Leid auf der Erde,
die dir den letzten Halt gibt.
Pechschwarzer Boden, gedrängt mit Seelenblut das dir
so leicht entrinnt. Es braucht keine Anstrengung, es
fließt einfach so. Keine Rettung vor dem Untergang,
kein Wort eines geliebten Menschen.
Warum sieht niemand das Meer der Traurigkeit,
das dich umgibt? Es steht in deinen Augen, die du
nun für immer schließt. Du siehst die rettende
Hand nicht mehr, es ist zu spät. Die Ruhe breitet
sich sanft über deinen Körper aus und raubt
dir den Atem.
Coraxunsterbliche Liebe

Unter dem Silbermond geschworen,
ein Bündnis für die Ewigkeit.
Kein Nichts und kein Niemand
wird es jemals brechen können.
Es ist ein Versprechen das nicht
einlösbar ist, denn es währt für immer.
Es wird alle Leben überdauern,
selbst die Tode die man stirbt.

Wenn es zu Ende ist, geht es weiter.
Immer weiter und immer wieder
verbünden wir uns und
durchbrechen alle Zeiten die
der Mensch kennt.
Es wird nie mehr aufhören,
denn es ist Liebe auf dem Weg
durch die Unsterblichkeit.
CoraxDer Engel ohne Flügel

Du sagtest einst es ist ein Traum und ich beginne zu fliegen,
doch wer hoch fliegt, fällt tief, so fiel ich in eine Schlucht.
Die Felsen zerfetzen meine Haut bis Blut tropft und gerinnt.
Ein einsames Kind, geschunden und übersät mit Wunden, die es
von der Welt erhielt. Schau nur was du aus mir gemacht hast,
einen Engel ohne Flügel. Verfolgt werde ich vom Bösen, doch
entkommen kann ich ihm nicht.
Und wer soll mir helfen wenn mich die Trauer umarmt??
Wer soll mich von meinen Qualen erlösen und mich ins Leben rufen?
Du hast mich zum Retter der Menschheit gemacht, doch Schutz gabst
du mir nicht. Hier ist nichts mehr zu retten, doch bitte rette mich.
So lässt du mich im Schatten, dann lass mich trauern,
denn vergessen kann ich nicht. Eine Zeit die einst war,
jetzt längst Vergangenheit ist ruht auf ewig in mir.
Nun bin ich im Schatten und trage Schmerzen in mir, warum
nur gabst du mir keine Flügel?
Haben Engel Flügel weil sie aus Selbstsucht dem Pech
entkommen wollen?
CoraxKlagelied

Dunkel sind die Tage und ein Schleier legt sich auf mein Gemüt.
Ach das diese Schreckenszeiten meine sein müssen.
Obgleich ich niemanden wünsche diesen Krieg zu bewältigen.
Mein Innerer Krieg, gegen Lüge und Unrecht.
Bitte ich um Hilfe? Bekomme ich Hilfe?
Nein, das Leben ist an den Punkt angelangt wo nichts und
niemand es vermag eine rasche Veränderung vorzunehmen.
Ist es Schicksal? Gibt es so etwas überhaupt?
Viel mehr ist es der bittere Zufall den nicht jeder erfährt.

Beschwer ich mich? Mit Recht würde man sagen, denn es ist
ungerecht. Doch ich tu es nicht.

Dies ist ein Klagelied an mich, denn ich bereue so vieles,
was ich nicht mehr ungeschehen machen kann. Niemand hat Schuld,
doch bin ich schuldig. Zulange lebte ich zu nah am Abgrund
der eines Tages mein Untergang werden wird. Zu spät habe ich
es bemerkt das ich mit einem Fuß schon nicht mehr im Leben stand.
Wie lange wird es dauern bis der zweite Fuß dem anderen folgt?

Die Frage ob irgendwann bessere Zeiten anbrechen, kann niemand
beantworten, nicht einmal die Hoffnung, denn geht man einen
Schritt fehl so verändert sich alles.

Eine Entscheidung wäre nun angebracht. Soll ich dem ein Ende machen
und meinen letzten Schritt dem anderen folgen lassen? Oder warte
ich, bis irgendwann wieder Licht am Horizont erstrahlt?
CoraxFantasiewelt

Angst, Gewalt, Schrecken und Schreie durchbohren täglich
aufs Neue mein Herz. Nur der Wind der sich in meinen Haaren
verfängt lässt mich wissen das es kein Traum ist. Es ist
mein Leben. Bessere Zeiten hab ich schon gesehen, doch
nie waren sie so gut um all das Schlechte aufzuheben.
Ich möchte ihm entkommen, davonrennen, das Reale
für kurze Zeit verbannen.

So tauche ich in meine Fantasiewelt ein,
in der alles möglich ist.
Hier fühl ich mich wohl, ich bin ein anderer Mensch.
Nein, ich weiss nicht was ich bin.
Doch es ist wunderschön das silberne Glänzen
meines Kleides, das sich im See wiederspiegelt, zu beobachten.
Die Berge, Täler, Flüsse und Wälder alles zum Greifen nah.
So bade ich im Fluss der Jugend, der meinen
Körper mit Kraft durchflutet. Eine Kraft wie ich sie nie
verspürte. Ich könnte fliegen. Nein, ich flieg einfach.
Wie ein Adler, träumend und wachsam zugleich, schaue ich die
Welt von oben an. Eine Welt nur von mir geschaffen. Nie habe ich
etwas schöneres gesehen.

Die Zeit sagt mir das ich wieder zurück kehren soll, in das Leben
das mir bestimmt ist. Doch ich will nicht weg von diesem Ort,
ich möchte für immer hier bleiben...
CoraxDunkler Glanz

Wer weiss schon was sich in der Nacht verbirgt?
Nicht nur Schrecken und Angst.
Denn auch ich sah schon im Schatten ein Licht,
es glänzte in der Dunkelheit.
Und im Lichte sah ich drohenden Schatten,
der mir die Wahrheit brachte.

Wer weiss schon was sich im Schein verbirgt?
Nicht nur Liebe und Glück. Die Wahrheit ist es,
die im Dunkeln liegt und durch das Helle geblendet wird.
CoraxLeichenwasser

Kalte Hände greifen nach mir, reissen mich in dunkle Träume.
So kühl wie die Nacht und das Meer in dem ich bade.
Ich fühle Schmerz und Pein.

Wasser, wasche meine Haut rein, lass mich in deinen Schutz.
Die Qualen sind so schrecklich, habe ich das verdient?

Es war doch nur ein Menschenleben, nicht viel wert,
genauso wie meine Tränen, die ich weinte um den toten Leib.

Es hat mich gekränkt, ich musste meinen Willen ausführen,
so treibt der leblose Körper nun auf deiner Oberfläche.

Der Wind trägt die Leiche weit hinaus,
bald hat sie das andere Ufer erreicht.

Ich tauche hinab in deine Tiefen, die Luft reicht mir nicht aus,
ein eisernes Band schnürt sich um meine Brust.

Fühlt sich so der Tod an dem ich einen Menschen brachte?
Mein letzter Atem steigt in Luftblasen auf.

Ich sinke, mein Innerstes brennt.
Der letzte Schmerz zeichnet sich in mein Gesicht...

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