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  Forum: Verlassene Gärten
    Thema: worte meines herzens
melpomeneeine träne für den abschied


eine träne so klar und rein

ward allein für dich geweint

ihr schmerz und ihr flehen

in wahrheit waren mein

als ich sie weinte

für dich allein...
melpomenealltag

tag für tag ist grau in grau
regen tropft mir ins gesicht
nebel - doch ich weiß genau
folgen können wirst du nicht

was zurückbleibt ist die leere
und der schmerz in meinem herzen
doch bevor ich wiederkehre
werde ich mich selbst verletzen

und dem schmerz folgt die befreiung
rot zeigt sich die lebenskraft
und ich bitte um verzeihung
trinke eifrig diesen saft

doch der durst wird nie gestillt
und ich warte auf den tag
an dem gott mir wohlgewillt
und mich zu sich nehmen mag

doch zu lang scheint mir der weg
bis ich komme an mein ziel
wenn ich mich dann zur erde leg
und der engel sang ist viel

wohl wird meiner seele sein
wenn sie sich vom körper lößt
doch der engel voller pein
sie in heiße flammen stößt

in die tiefe wird sie fallen
und bereuen ihre sünden
so ihr schrei wird weiterhallen
von schmerz und qualen uns verkünden

doch zuletzt die hoffnung stirbt
und gott wird sehen das helle licht
welches nur um gnade wirbt
während es im fall zerbricht
melpomeneich hasse dich
jetzt weiß ich es
zu spät
ich war noch kind
der unschuld beraubt
zu früh
meine seele gequält
mein geist zerissen
mein herz durchbort
mein körper geschunden
zu lange
gab ich mir die schuld
du bist den gedanken nicht wert
und doch verfolgt er mich
in meinen träumen
ich will vergessen
ich weiß es ist unmöglich

ich bin nicht schuld...
melpomenein der nacht

ein meer von tränen
erstreckt sich über mir
von engeln geweint
erstarrt im licht
der kalten scheibe

in die finsternis
gesäte tropfen
aus gleisendem feuer
kalt in unendlicher tiefe
perlen vollkommener schönheit

unzählige kristalle
strahlende augenpaare
starre blicke
kalt wie eis
ein kuss der ewigkeit
melpomeneand at the shower
there was written:

I Cry for you

...
melpomenelasst mich gehen

sie fragt nie warum
verliert nie die geduld
sie trägt kein lächeln auf ihren lippen
versteckt ihre gefühle
unter dem schleier der gleichgültigkeit

am tag ist sie gehüllt in dunkle schleier
versteckt ihr gesicht unter einer starren maske

die maske lenkt ab von ihren wunden
der schmerz bleibt
das lächeln gefriert
wie eine träne aus ihrem kalten blick

in der nacht lässt sie die tränen fließen
ertrinkt in ihrer flut

sie kann nicht schwimmen
spürt kein verlangen zu versuchen
sie hat lange gekämpft
von müdigkeit befallen

ich kann nicht mehr

ich bin müde

ist denn das so schlimm?
melpomeneliebe

ich liebe dich
tief in meinem herzen
leuchtet eine flamme
wärmt mein innerstes

ich spüre dich
über die ferne
zart berührst du mich
in gedanken bei mir

ich vermisse dich
mit ganzer seele
wünsche ich
du wärst bei mir
melpomenefragen

wenn alles um dich dunkel ist
das schwarz dir deine seele färbt
und kein licht der hoffnung brennt
wer rettet dich aus dieser leere
wenn niemand deinen namen kennt?

wenn alles sinnlos scheint
die dunkelheit den blick beirrt
und kälte sich in dein herz begibt
was hält dich noch in dieser welt
wenn niemand da ist der dich liebt?

wenn alles weh tut
der schmerz fast unerträglich ist
und geist und körper quält
wie erträgst du all dein leid
wenn niemand mehr die hand dir hält?
melpomeneich hasse diese welt

überall wo ich hinsehe nur tod und verderben
und niemand kann es ändern
auch wenn neues leben entsteht
sehe ich nur wie es stirbt
qualvoll
salzige tränen weinend
gehäutete seelen
auf der schlachtbank der gewohnheit
zu schwach um sich zu erheben
oder gar zu wehren
sie lassen es über sich ergehen
zu träge um zu denken
ihre letzte kraft an ihrer
jämmerlichkeit verschwendet
sie schreien hoffnung
doch woher?
es gibt keine hoffnung
so lange sich nichts ändert
nicht in dieser welt...
melpomeneopfer

wetz dein messer
lass es gleiten
durch mein fleisch
zerschneide mich

fühl die klinge
wie die seiten
mich durchziehn
ich liebe dich
melpomeneangst

leise kommt sie geschlichen
ein zartes frösteln
ergreift von meinem herz besitz

aufdringlich wirbt sie um meinen verstand
gedanken kreisen
von ihr bestimmt

rasend umschlingt sie meine seele
mit ihren starken ranken
erdrosselt meinen geist

gleich tosendem wasser
überschwemmt sie mich
flutet meinen körper

ein stich im herz...

benebelter verstand...

verlorene seele...

durchfährt den körper...

angsterfüllt.
melpomenehalt mich

die einzige wärme schenkt mir das blut
wenn es aus den adern schwillt...

und doch weiß ich da bist noch du
in liebe mich am leben hältst...
melpomenehoffnung

die nacht war kurz
und doch eine kleine ewigkeit...
im tiefschlaf gelebt
ohnmächtig
gedankenlos

der morgen kam
und die dämmerung brachte das erste licht...
im traum gelebt
wandelnd
erblickend

und der tag wartet...
erbarmungslos weckt er mich auf aus meinem traum...
und ich sehe mich selbst...
aufgewacht in dieser welt
trauernd
schutzlos

der schlaf ist so fern...
erlösung verspricht von diesem leben...
und ich warte auf die abenddämmerung
sehnsüchtig

und doch...

die hoffnung bleibt...
melpomeneworte meines herzens

niedergeschrieben in einem brief...

seite 1

kleine weiße lilien wirbeln durch die luft
getragen durch die frische frühlingsbrise
mit weitgespannten flügeln
in die lüfte geschwungen
vertrauen vollster unbeschwertheit
melpomenetränen

lass mich weinen für dich
denn die tränen in mir drängen nach draußen
die kleine pfütze
wurde zu einem ozean

all meine gefühle unterdrückt
ergeben zusammen ein großes nichts
das mich verschluckt
und ich ertrinke
melpomenewarum tust du das?

warum siehst du mich an als ob ich dich anstecken könnte?

warum denkst du ich wäre dem bösen verfallen?

warum sagst du ich denke nur an mich?

warum hast du angst deine gefühle zu zeigen?

warum willst du dir nicht helfen lassen?

warum tust du mir so weh?

du nimmst meine hand...

schaust mich an...

sagst du liebst mich...

alles wird gut...

denkst du ich spüre nicht deine unsicherheit?

sehe nicht die angst in deinen augen?

diese worte tun entsetzlich weh...

denn ich weiß sie kommen nicht von herzen...

bitte sag mir doch was du wirklich fühlst

worüber du dir gedanken machst

wovor du angst hast

hast du angst wenn du mich ansiehst

weil ich den selben schmerz fühle wie du?

siehst du in wahrheit nur dich selbst

alles was du von dir verstecken wolltest?

hör auf alles zu unterdrücken...

ich weiß es fällt schwer...

aber ich reiche dir meine hand...

doch bin ich bald zu schwach...
melpomeneder spiegel

ein abbild meiner äußeren hülle
stumm und emotionslos
oberflächlich
ich bin es nicht...
doch wer blickt mich an?

ich sehe dieses wesen
und versuche zu begreifen
zitternd berührend
die kühle glätte...
ist es denn existent?

du lachst mich an
ich kenne dich zu gut
ich sehe durch diese fassade
du kannst mich nicht täuschen

ich sehe dich
nicht die aufgesetzte maske
ein mensch
hilflos und voller angst
enttäuscht und betrogen

ich weiß was ich sehe
es macht mir angst
ich kann es nicht verstecken
es ist offensichtlich

der spiegel ist alt
er ist geblendet
und zerbrochen
er zeigt nur
was von mir übrigblieb
ein verzerrtes bild

ich suche nach den scherben
füge sie zusammen
unvollständig
zu viele kanten
sie schneiden mich

tausendfach spüre ich
wie das warme rot
aus meinem körper strömt
ich sinke zu boden
emotionslos

leblos liegt meine hülle
vor dem spiegel
ein letztes lächeln
auf kühlen lippen

eins mit dem spiegelbild...
melpomeneauf der suche

ein engel sang
mit feuchten augen
welch schöner klang
voll tiefstem glauben
er sang von trauer und von leid
klagend dem der ihn befreit
doch längst sind alle ohren taub
getrocknete tränen zerfallen zu staub
vom winde verweht in ewigkeit
auf der suche nach dem der ihn befreit
melpomenerote tränen / das messer

weinen will ich
den schmerz fließen lassen doch...


staubig trocken
bleiben meine augen
trüb und leblos
starren sie auf das messer

meine hand erhält den befehl
es zu greifen
mechanisch und willenlos
nimmt sie das messer

den arm ausgestreckt
führt die hand die klinge
sehen die augen rote tränen
aus meinen adern schwillen

das messer
fährt durch mein fleisch und
zieht einen tiefroten fluss
nach sich

rote tränen
weint mein fleisch und
befreit den schmerz
in mir

ein glücksgefühl
durchströmt mich
denn ich weine
rote tränen
melpomenewarum mach ich mir eigentlich immer noch selbst etwas vor?
es ist doch absolut unnötig...
ich habs versucht... hab mich grau angemalt damit mich ja niemand findet... unter all den anderen grauen...
noch nie hab ich meine wirklichen echten gefühle zugelassen...
weil mir gesagt wurde sie seien schlecht...
und jetzt versuche ich verzweifelt einen letzten fetzen davon zu öffnen... endlich fühlen dürfen... und ich merke ich kann nicht...
es geht nicht... selbst wenn ich allein bin spiele ich diese rolle...

warum kann ich nicht einmal ehrlich zu mir selbst sein?
ich verstehe es nicht...
dieses wesen... das sich versteckt in einer leblosen hülle...
aber noch kann ich mich erinnern... an gedanken... worte... taten... und für all das hasste es sich so sehr... doch immer lächelte es... wollte helfen wo es nur konnte... auch denen die ihm so großes leid zufügten... seine realität war eine lüge... und mit ihr veränderte sich seine wahrnehmung... es kam nicht einmal auf die idee etwas wert zu sein...

warum sehe ich die welt durch fremde augen?
nach innen verschlossen...
und doch dringt in einem seltenen augenblick noch eine träne durch die hülle... wenn der schmerz zu groß wird... und die kleine seele nicht noch eine last auf sich nehmen kann... denn das tut sie... jeden tag... sie fühlt sich verantwortlich für all das leid... und will nicht andere damit belasten... sie sucht ihre umgebung danach ab... und saugt es in sich auf... denn ihr inneres liegt im sterben... und sie fühlt sich zu schwach es am leben zu erhalten...
melpomenewarum bin ich unfähig in dieser welt zu leben?
sie macht mir angst...
ich verstecke mich vor den menschen... denn sie wären alle spiegel... und ich habe angst hinein zu sehen... vielleicht etwas zu sehen... was schon längst vergessen war... den blick zu boden gerichtet... denn ich ertrage ihren anblick nicht... keinem sehe ich in die augen... ich wäre zu schwach mich länger zu wehren... gegen den unglaublichen druck der auf mir lastet... ein leben unterdrückten ichs...

warum verschwende ich meine ganze kraft?
es ist nichts mehr übrig...
ich bin müde... von diesem kampf... dem leben... dass ich nie wollte... und ich stehe immer noch... und sehe... dass es nichts gebracht hat... es ist alles umsonst... nichts hat sich geändert... aber ich fühle nichts... es ist keine enttäuschung... denn ich wusste wie es kommen würde... aber ich verbannte die zukunft... und lebte in der vergangenheit... immer auf der flucht vor der gegenwart...denn sie könnte mich leben lassen...

warum ertrage ich selbst den gedanken der erlösung nicht?
es hätte so einfach sein können...
wie oft hatte ich schon den kopf in der schlinge... lag auf der straße... stand am fenster... auf dem dach... nahm die klinge in meine hand... hatte schon lange mit dem leben abgeschlossen... aber das verdammte stück wehrte sich... so erbärmlich es auch schien... es ließ sich nicht niederringen... es kämpfte um sein dasein... immer war es stärker... nur einen hauch... und ich benutzte es dazu... für dieses spiel...
melpomeneschneetreiben


sie hat den tod gesehen
er hat gelacht
ist ihr gefolgt in dunkler nacht
in der die sehnsucht war so groß

sie wollte mondlicht werden
es war so rein
wie perlentau wollte sie sein
als eine träne von ihr floss


sie hat geweint in stiller qual
die sie begleitet stund um stund
ein seufzer glitt aus ihrem mund
der einzge klang in stiller nacht

sie wollte spüren den kalten hauch
der ihr das leben nimmt
ein letztes mal erklimmt
sie diesen berg der sie bewacht

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