| Flügelschleifer | [SIZE=1]Ein erster wackliger Gehversuch...[/SIZE] Flügelschleifer In den Türmen der Sonne sitze ich und schufte tagein, tagaus ohne die Wonne, die ich einst nannte mein. Für die hehren Engel dort schleif’ und putz’ ich die Schwingen, verlange nicht Lohn an diesem Ort, doch sehne mich nach andren Dingen. Glänzend die Federn im Licht der Sonne in ferner Weite, dies ist Engelsarbeit nicht, doch ist’s des Ortes andre Seite. Jede Feder an ihren Platz, kenn’ ich die Flügel doch, sie waren einst mein Schatz. So schleife ich nun in diesem Loch. Lüge ist’s, die ich schaffe hier in dunklem Raum, sind die Flügel doch eine Waffe, deren Bedeutung ich kannte kaum. Einen Engel seh’ ich, der mich liebte zuvor. Doch die Liebe sich davonstahl aus jenem Tor. Seht den Engel in seinem Glanz, hoch empor dort noch eben, ist’s doch meine Lüge ganz, die sie lässt unbeschwert schweben. Doch trotz all der Lügen, will doch auch ich wieder fliegen… |