| Alina B. | Glänzender Mond, gläserne Augen zum Himmel gewandt. Gedanken fließen ins unendliche Universum, Tränen vermischen sich mit der Meeresluft. Die Wellen spülen meine Seele weit weg, meine Träume bauen Schlösser in fernen Welten. Schäumendes Meer, Möwen die kreischen. Tränen fallen herab in den Ozean der Träume. Die Segel sind gehisst, der Mast des Schiffes ächzt. Dunkle Schatten der Realität folgen, gehen gleichsam voran, die durch sachte Berührung Träume zerstören. Eine Reise gefangen im Zwielicht zwischen zwei Welten. 18.08.03 © Alina |
| Alina B. | Gefallene Engel Die Schreie verhallen in eisigem Himmel der Engel, die dort sterben. Metallisches Schlagen von eisglatten Schwingen erfüllt zerschneidend die dunkle Luft. Gefallen vom Himmel, hart der Aufprall, zerberstend, Flügel zerschellen, zerfallen zu Staub aus Eiskristallen. Der Himmel bebt, die Sterne flackern in tiefstem Entsetzen. Leblos bleiche Gesichter verdeckt durch herabfallenden Schnee, langsam verhüllend. Keine Tränen können hier mehr fließen, keine Wärme mehr was nützen, keine Worte mehr was ändern, keine Liebe mehr empfangen - ewige Stille. Mit Träumen geflogen im Sturzflug erfroren Herzen begraben im ewigen Eis. Gestorben am Leben. 20.08.03 © Alina |
| Alina B. | Der Wald ist ganz kühl und würzig sein Duft. Die Sterne zeigen sich in ihrem klarsten Licht. Sie weisen den Weg in die Zukunft und die Vergangenheit, unvergänglich – immer ganz nah. Wenn wir ganz genau hinsehen und zuhören, erzählen sie uns Geschichten vom Leben, von Liebe und Träumen. Sie werden nie schlafen, nur verblassen bei Tag. Sie sehen und hören, was wir gesehen, gefühlt und was wir noch werden erfahren und was wir suchen und kennen uns in unserer ganzen Sehnsucht und Kraft. Ich schaue und träume und warte, warte auf was ? Auf Kraft ? auf Leben ? auf Liebe ? auf einen anderen Tag ? Ich schließe die Augen und spüre den Falken ganz nah. In Träumen gefangen blicke ich in die Augen des Falken gefangen im Sog von Liebe und Macht. Er schaut mich an – so wie du mich. Gestern wie morgen, klar scheint der Mond. Der Falke fliegt an das andere Ende der Nacht. Er schwebt in den Wolken – ich schaue ihm nach, er lässt mich verstehen, dass Träume wir selbst sind, mächtig und klar. Der Falke ist fern – noch ich spüre sein Licht. Werd nach ihm rufen und warten, wartend und träumend in sternklarere Nacht. -Alina- |