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  Forum: Verlassene Gärten
    Thema: Path of Glory
Vampirekiss[url="http://www.nachtwelten.de/vB/showthread.php?s=&threadid=20853"]...hier können Meinungen und Kritik gerne hinterlassen werden...[/url]

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[B]Traum?[/B]

Ich träumte, ich wäre
die Königin der Lüfte.
Mein Haar glänzte im Licht
der Sterne,
und mein Kleid beinhaltete
die Farbe des Mondes.
Ich schaute an mir runter,
und bemerkte die glänzende Schönheit
meines Ichs.
Und so wie sie nie zuvor gestrahlt hätten,
glänzten jetzt meine Augen.

Ich schritt auf dem Schwarz des Himmels,
und was ich nicht wagte zu träumen,
wurde wahr.
Die Sterne,
Sie fielen auf meinen Wunsch herab.
Und der Mond,
erhellte meinen Weg.
Und dennoch war es kalt.
Irgendwie regungslos.

Ich schaute genauer hin,
und bemerkte die verzerrten Gesichter
der Sterne.
Voller Leid fielen sie eine nach der anderen
hinunter.
Und verschwanden im Nichts.

Nur die Nacht umgab mich noch,
und noch irgendwo in der Ferne
das Licht des Mondes.
Ich griff danach und spürte
an meinen Händen etwas Warmes
hinunterfließen.
Ich erfreute mich,
denn ich dachte, es seien die Lichtstrahlen,
die ich auffing.
Es war Blut.
Doch woher kam es?

Und dann bemerkte ich die Wunden
der Welt.
Die Erde erschien mir nicht mehr blau.
Sie war rot.
Tiefe Wunden wurden hinein geschnitten.
Genauso wie in dem noch vorhin
wunderschönem Himmel.

Selbst die Welt weint rote Tränen.
VampirekissMeine Kehle schnürt sich zu.
Tränen fließen und
meine Augen - übermüdet.
Mein Lächeln schwindet dann dahin.
Die Uhr tickt immer schneller.
Immer lauter. Immer verrückter.
Ein Blitz - vor meinen Augen.
Bin ich verrückt?

Die Augenlider
fallen zu.
Und dennoch seh' ich.
Oder sehe ich nicht?
Bin ich blind?

Tausend Fragen und
keine Antwort.

Hirntot.
Vampirekiss[B]SVV[/B]

Warmes Blut rinnt die Arme herunter,
bezaubert das Herz, dieses Spiel beglückt.
Reinschneiden, ganz fröhlich und munter,
Alles ist rot, alles verrückt.
Eine Minute dauert es mal,
bis das Gefühl der Einsamkeit entweicht,
Doch lange dauern wird es nicht,
dann ist man für immer frei.

Seit Wochen, Monaten und Jahren,
immer dasselbe verdammte Geschehen,
Messer, Klinge, Nadel,
wann wird das Leben denn endlich vergeh'n?
In der Einsamkeit atmet man durch,
ganz fest, schließt die Augen,
ist es diesmal endgültig vorbei ?!
... Man kann es nicht wirklich glauben.

Hebt langsam wieder die Augenlider,
merkt, man war zu schwach.
Der Atem noch da, nur der Puls vibriert,
mit dem dicken Blut ist alles verschmiert.

Wäre es nicht schon längst Vergangenheit,
wenn es nicht diesen jemanden gäbe?
Wäre man nicht längst schon befreit,
wenn man nicht noch hängen würde am Leben?

Tränen fließen, diesmal nicht rot,
und so wischt man das alles weg,
Die Augen öffnen sich diesmal richtig,
Nur noch die Seele ist befleckt.

Geht man dann raus, und ist wieder froh,
dass man das Leben doch nicht verlor.
Vampirekiss[b]Menschen[/b]

Das Schwarz des Lebens ist unübersehbar,
und dennoch sieht man es nicht.
Das Blenden des Lichtes lässt uns vergessen,
wer wir eigentlich sind.
Träge und schwer sind unsere Leiber,
hautumhüllt ist unser Gestell.
Sind ein Teil der Natur, ihre Geister,
und dennoch sind wir ihr fremd.

Deprimiert schauen wir zu dem Himmel,
manche fluchen zu dem "Gott".
Die Menschheit braucht etwas mehr Liebe,
und einen schwachen Sündenbock.
Menschen wie wir können das Leben
einfach nicht mehr sehen.
Doch alle Zeit und die Lust, nach der Erlösung zu beten,
wird irgendwann jedem einfach vergeh'n.
Vampirekiss[b]Wenn Engel fallen...[/b]

Ich schaute hoch zum Himmel,
und viele Engel kamen mir entgegen.
Sie streckten ihre Arme zu mir,
sie waren dünn,
zerbrechlich.

Die Gesichter waren vor Schmerz verzogen,
die Qual lebte in ihren Leibern,
die Seelen erschienen mir verloren,
weiss waren nurnoch die zerissenen Kleider.

Die leuchtende Hautfarbe wurde schwarz,
verkohlt, je näher sie dem Boden kamen,
das Klopfen des Herzens nurnoch schwach,
als sie in meinen Armen lagen.

Blutüberströmt die einst schönen Gesichter,
und das Lächeln schwand dahin.
und dann erloschen die letzten Lichter -
wenn Engel fallen, macht das Leben keinen Sinn.
Vampirekissdas Gedicht geht besonders an alle Kinder, die irgendwie mit ihrem Leben zu kämpfen haben, sei es wirkliche Obdachlosigekit oder Armut - beides gibt es zu oft in der Welt... :(

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Kinderseelen

Irgendwo sitzt er jetzt,
in einer Ecke, vollgeschmiert mit Dreck.
Irgendwann weint er dann,
doch er darf weinen - er ist klein.
Irgendwie steht er dann auf,
Im Licht der Sonne, sein Gesicht ist grau.
Irgendwer erblickt seine Augen,
was sich abspielt, ist nur schwer zu glauben.

Halb totgefroren läuft er weg,
halb aufgekratzt, die Wunden an seinen Armen,
gefüllt mir Staub, das Blut ist schon hart,
er ist klein... er darf doch weinen.
Schau, ihm fehlt ein Bein,
er stolpert und er fällt.
Menschen gehen an ihm vorbei,
keiner ist da, der zu ihm hält.

Der Last, die er scheint zu tragen,
ist er noch lange nicht gewachsen,
von vorne an ein Bettler, allein,
alle haben ihn verlassen.
Bitter sind seine Worte,
herzergreifend seine Bitten.
So kleinlich und zart diese Stimme,
...wie lange hat er schon gelitten?

Siehst du in diese unschuldigen Augen?
sie sind grün, doch blutunterlaufen,
und merkst du diesmal richtig,
Liebe und Geborgenheit kann man nicht kaufen?
Siehst du intensiver da hinein,
bemerkst du die Tränen, bemerkst du den Pein?
er darf doch weinen... er ist doch klein...
VampirekissGefangen in einem dunklen Raum,
ohne Licht, ohne Luft;
Du ringst nach einem Atemzug,
vergeblich -
es ist verboten und endlos,
und dennoch nur menschliches Verlangen.

Niemand!
Gar Niemand darf es wagen,
sich etwas zu wünschen,
was vom Fluss des Lebens
bereits weggetragen wurde.
Und zur Strafe nun
darfst du all das Leid sehen,
das du anderen angetan hast,
auch wenn nur unbeabsichtigt.

Und schreist du dann vor Schmerz auf,
und Tränen schießen in deine Augen,
wechseln sie ihre Farbe doch bald,
und verteilen sich in kurzer Zeit
als rote Linien an deinen Wangen,
an deinem Hals
und sie marschieren weiter,
bis zu den Pulsadern hinunter.

Die Zeit bleibt stehen,
die Sekunden vergehen im Schneckentempo.
Es ist ein stechender Schmerz,
der dein Inneres berührt.

Es ist als würde jemand
ganz langsam deine Gedärme durchbohren
mit einer spitzen Nadel,
und immer weiter durchdringen.

Jetzt ist es nicht mehr nur ein Punkt,
der schmerzt,
es verteilt sich über deinen ganzen Körper.
Und so platzen die Arterien und Venen,
deine Haare sind durchweicht,
in dein eigenes Blut getränkt.

Was für ein erbärmlicher Anblick,
den du mir bietest.

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