| Hecke | [B][U]Hoffnung[/U][/B] Ein Schatten, geworfen vom Licht der Kerze spiegelt sich an der Wand. Es fällt mir schwer daran zu glauben, dass es mein Schatten ist. Doch wahrlich ist er es. Der Schatten der Einsamkeit. Dunkel wie die Nacht, Ruhig, wie der Tod. Stillschweigend sitze ich auf meinem Bett und sehne mich nach Liebe und Geborgenheit. Sehnsucht nach Zärtlichkeit und Zuneigung. Den Schatten vor Augen. Ich habe oft gegeben, nie bekommen, viel versucht – nichts erreicht. Ein Leben ohne Liebe, ohne Zärtlichkeit. Ohne ein Ergebnis. Was lohnt es sich noch zu leben ? Viele Tage, an denen ich vor der Entscheidung stand. Ich habe mich entschieden Verdanke einem Wort mein Leben: Hoffnung Jahre musste ich warten bis es geschah, plötzlich und unverhofft. Nie damit gerechnet, und doch passiert. Verliebt, kurz vor dem Schluss. Ein Schatten, geworfen vom Licht der Kerze spiegelt sich an der Wand. Es fällt mir leicht daran zu glauben, dass es mein Schatten ist. Entstanden durch Hoffnung und Geduld ist er immernoch an der gleichen Stelle, wie er vor Jahren war Dunkel und lebendig. Oft gegeben, viel bekommen Viel versucht – viel erreicht. Ein Leben mit Liebe und Zärtlichkeit. Zu verdanken dem Wort Hoffnung. |
| Hecke | [B][U]Krieg[/U][/B] [COLOR=red] [I]Zusammen sitzen wir am Strand, ich berühre dich, ich küsse dich. Du geniesst den Augenblick. Könnte es nicht immer so sein ? Ich schaue in dein Gesicht, sehe, wie du lächelst. Wieder küss’ ich dich. Möcht’ für immer bei dir sein. Die Jahre streichen übers Land, und ich bin jetzt hier angelangt. Durch Hass und Wut der Politik Beginnt ein gnadenloser Krieg. Damals glaubte ich daran, dass es niemals soweit kommen kann. Doch nun ist es soweit, Ich stehe an der Front. Ein Bild von dir in meinem Schrank, erinnert mich an dich. Jeden Tag schau ich es an, will hier weg, will bei dir sein. Jeden Tag denk ich an dich, jeden Tag wein’ ich um dich, ich will hier weg, ich kann nicht mehr. Ich hoffe, es ist bald vorbei. Es kommt der letzte Tag des Krieges, durch Hass und Wut entstanden. Ich leg die Waffe nieder Und freu mich, bald bei dir zu sein. Es ist noch nicht vorbei. Ein Schuss, ein Schrei. Ich falle auf den Boden. Werd ins Lazaret gezogen. Überlebenschance hab ich nicht, doch dein Foto vor meinen Augen. Am letzten Tag gestorben, kurz vor dem Wiedersehn. In meinen Augen ist der Krieg Zerstörung von Gefühlen und Gedanken. Zerstörung von Liebe und Zärtlichkeit. Warum dann immer Krieg ? [/COLOR][/i] |
| Hecke | [B][U]Schnell[/B] [/u] [i]Schnell kann man verlieren, was man gewonnen. Langsam kann man gewinnen, was man verloren. Schnell kann man verstecken, was man fühlt. Langsam kann man fühlen, was man versteckt. Schnell kann man erkennen, was man denkt. Langsam kann man denken, was man erkennt. Schnell kann man versprechen, was man einhält. Langsam kann man einhalten, was man versprochen. Schnell kann man erzählen, was man glaubt. Doch langsam glaubt man, was ich erzähl. [/i] |
| Hecke | [b][u]Finsternis[/b][/u] [COLOR=red][i] Ein düst’rer Gang Am Ende der Strasse Der helle Mond Zeigt mir den Weg Ich tret’ hindurch Erkenne einen Schatten Er steht allein Bewegt sich nicht Ich trete näher Doch sehe niemanden Zu dem der Schatten passt Und schau mich um Kein Mensch weit und breit Wo kommt er her? Aus dem Nichts In das Nichts? Und wieder schaue ich ihn an Den Schatten, der vor mir steht Er dreht sich um Und schaut mich an Kann nicht erkennen Wer er ist,was er denkt Doch langsam merke ich Wie der Schatten weint Ich sehe eine Träne Wie sie im Mondschein glitzert Sie rollt an ihm herab Eine Träne der Einsamkeit? Der Schatten streicht Mit der Hand über meine Wange Ich schliess meine Augen Geniess den Augenblick In welchem der Schatten Mein Gesicht berührt Sanft streichelt sie mich Die Hand des Schattens Ich fühle nichts mehr Und öffne meine Augen Der Schatten ist fort Ich schau mich um Kann nichts erkennen Ausser eine Träne In meiner Hand [/COLOR][/i] |
| Hecke | [B][U]Gestorben[/B][/U] Menschen sammeln sich im Raume, alle Schwarz, Tränen fliessen. Blumen und Kränze steh'n am Zaune. Gedanken, die das Herz verschliessen. Erinnerungen an die Zeit, in welcher ich mit euch gelacht. Erinnerungen gehen weit, bis zu dieser einen Nacht, in welcher meine Augen, sich zum letzten mal geschlossen. Ihr wolltet es nicht glauben, habt viele Tränen vergossen. Nun steht ihr hier an meinem Grab, trauert immernoch um mich, und merkt, was ich euch gab, nie von eurer Seite wich. Trotzdem wurd' ich nie beachtet, verzog mich in die Einsamkeit. Ihr die Liebe mir nicht brachtet, und nun ist es soweit. Der letzte Gang,er fällt euch schwer, den eig'nen Sohn zum Grabe tragen. Bin nicht mehr da,ich existier' nicht mehr, nun braucht ihr es auch nicht zu wagen, um mich zu weinen und zu trauern, an die schöne Zeit zu denken, einfach meinen Sarg zumauern, und mir endlich meine Ruhe schenken. |